(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Samstag, 22.09.2012, 22:11 (vor 4996 Tagen)
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 22.09.2012, 22:13

-> http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Radikaler-Schnitt-bei-ICE-geplant-Nur-no...

Ein tagesfüllender Parallelbetrieb des Fernverkehrs im Saaletal, der sich ohne Zuschüsse tragen muss, lohnt sich den Angaben zufolge nicht.

Der würde sich schon lohnen, nur würden viele Fahrgäste dann die etwas langsameren ICE bevorzugen, da sie vermutlich tariflich günstiger wären. Zudem sollte man sich vom Gedanken verabschieden, dass ein HGV-ICE über Erfurt attraktiver, wenn man zuvor erst umständlich mit Regionalverkehr nach Erfurt fahren muss.

Nur in Tagesrandlagen plant die Bahn Verbindungen: Morgens sollen zwei Züge nach Berlin fahren, abends zwei von Berlin zurück. Nach OTZ-Informationen sollen diese ICE gegen 5.30 Uhr und 7.30 Uhr in Jena starten und die Hauptstadt gegen 8 Uhr und kurz nach 10 Uhr erreichen. Einer der Züge soll bis Hamburg durchfahren. Rückfahrten sollen gegen 19 Uhr und gegen Mitternacht in Jena eintreffen.

Das entspricht der Zeitlage der aktuellen ICE 1515/1614. Die anderen beiden Zeitlagen wären neu.

Die Bahn selbst geht von einem geringen Interesse an diesem Angebot aus. Sie schätzt, dass die Zahl der Reisenden im Abschnitt zwischen Leipzig und Jena unter 100 pro Zug liegen wird, will das Angebot aber offenbar unterbreiten, um guten Willen zu zeigen.

Ist wohl klar, da eine Vielzahl von Leuten doch lieber am Tag fährt. Zudem haben Umsteiger auf die Regionalzüge schon Probleme um 5 Uhr in Jena zu sein bzw. kommen um Mitternacht nicht mehr aus Jena weg.

Ob die Züge in Saalfeld oder Jena-Göschwitz enden, steht noch nicht fest. Schnellzüge aus dem Saaletal in Richtung München sind dem Konzept zufolge gar nicht mehr geplant.

Hauptsache keine Konkurrenz für die NBS....

Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen verweist darauf, dass Kunden ab 2018 schneller als heute in die bayrische Landeshauptstadt kommen, selbst wenn sie nach Erfurt fahren und dort in den ICE einsteigen müssen. Die höheren Ticketpreise, die Bahnkunden wegen des Umweges zahlen, erwähnt die NVS nicht.

Ich glaube, dass spricht für sich.

Wesentlich verbessern soll sich den Plänen zufolge die Situation auf der Mitte-Deutschland-Schiene. Wie es aus Bahnkreisen heißt, sieht das Konzept drei Zugpaare täglich zwischen Gera und dem Ruhrgebiet vor. Die Doppelstock-Intercity mit gut 450 Plätzen sollen in Gera beginnen und jeweils Regionalexpress-Züge ersetzen. Dafür gelten bis Erfurt Nahverkehrsfahrscheine. Das Land soll für diese Tariföffnung einen Ausgleichsbeitrag an die Bahn entrichten. Ob eine Unterstützung rechtlich möglich ist, müssen die Fachleute noch prüfen.

Das gleiche Prinzip wie in Niedersachsen.

Falls der Abschnitt zwischen Gera und Weimar elektrifiziert wird und viele Kunden einsteigen, sollen sogar vier IC pro Tag und Richtung möglich sein. Die Bahn erwägt in diesem Fall einen Vier-Stunden-Takt.

Das entspricht etwa den Erwartungen von Naseweiß und mir aus den fiktiven Fahrplanentwürfen.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Lumi25, Samstag, 22.09.2012, 22:47 (vor 4996 Tagen) @ ICE-T-Fan

Der würde sich schon lohnen, nur würden viele Fahrgäste dann die etwas langsameren ICE bevorzugen, da sie vermutlich tariflich günstiger wären. Zudem sollte man sich vom Gedanken verabschieden, dass ein HGV-ICE über Erfurt attraktiver, wenn man zuvor erst umständlich mit Regionalverkehr nach Erfurt fahren muss.


Woher willst Du das wissen? Die Besteller haben bereits einen RE Nürnberg-Jena mit Talent II bestellt, die vielleicht 20 Minuten langsamer sind als der heutige ICE.
Ein Fernverkehr lohnt sich nur dann, wenn es keine Konkurrenz gibt und der RE ist eben eine Konkurrenz.

Thüringen hat sich mit dieser NBS selbst in die Scheiße geritten. Für den Knoten Erfurt ist man bereit das halbe Bundesland vom Fernverkehr abzuhängen weitgehend. Aus meiner Sicht sollte Thüringen sogar die RE-Zubringer zum neuen ICE-Knoten Erfurt als Landesmitteln zahlen und nicht aus Regionalisierungsmitteln.

Konzepte wie man den ICE-Knoten Erfurt mit höherwertigen Zügen als den RE anbindet hat die Landesregierung bzw. Besteller auch nicht vorgelegt. Potentielle Fernverkehrsfahrgäste werden ja nicht nur durch den Umweg mit höherem Fahrpreis abgeschreckt sondern auch damit, dass die Fahrt z.B. in einem vollen RE beginnt wo man keinen Sitzplatz vorher reservieren kann. Ich hätte auch keine Lust meine Reise stehend im RE zu beginnen.

Ist wohl klar, da eine Vielzahl von Leuten doch lieber am Tag fährt. Zudem haben Umsteiger auf die Regionalzüge schon Probleme um 5 Uhr in Jena zu sein bzw. kommen um Mitternacht nicht mehr aus Jena weg.


Hier müsste sich der Besteller entsprechend mit DB Fernverkehr absprechen aber ob dieser überhaupt ein Interesse daran hat ist eine andere Frage. Ich denke langfristig werden auch dieser gestrichen.

Hauptsache keine Konkurrenz für die NBS....


Warum sollte die DB AG sich selber Konkurrenz machen. Fahrgäste aus Jena werden einfach auf den RE Richtung Nürnberg verwiesen mit S-Bahnfahrzeugen (Talent II).


Wie oben schon geschrieben Thüringen hätte ein hochwertiges Ersatzkonzept ausarbeiten müssen. Das wäre aus meiner Sicht zum einen eine neue Zuggattung mit komfortablen Fahrzeugen (Laufruhe bzw. höherwertigen Komfort). Dazu die Möglichkeit einer Reservierung so wie Snack/Getränkeautomaten.

Das gleiche Prinzip wie in Niedersachsen.


Eine Beruhigungspille mehr nicht.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

ICE-T-Fan, Samstag, 22.09.2012, 22:58 (vor 4996 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 22.09.2012, 22:58

Der würde sich schon lohnen, nur würden viele Fahrgäste dann die etwas langsameren ICE bevorzugen, da sie vermutlich tariflich günstiger wären. Zudem sollte man sich vom Gedanken verabschieden, dass ein HGV-ICE über Erfurt attraktiver, wenn man zuvor erst umständlich mit Regionalverkehr nach Erfurt fahren muss.

Woher willst Du das wissen?

Sieht man an dem Restverkehr auf der MDV. Ich kenne einige Wochenendpendler, die in Köln, Düsseldorf oder Ruhrgebiet arbeiten und die lieber die IC über Paderborn nehmen anstelle der ICE über Frankfurt, weil die IC billiger sind und zeitlich fast gleichwertig.

Schnelligkeit ist für die meisten Fahrgäste gar nicht so akut wichtig, wenn der Fahrpreis stimmt. Andersherum werden teure Züge gerne gemieden, selbst wenn man Stunde früher am Ziel ist. Ansonsten wären die RE Chemnitz-Göttingen nicht so wahnsinnig voll an Fr und So.

Ich selbst fahre auch nur ICE aus Überzeugung. Wäre ich kein überzeugter Fan der 411er, würde ich alleine schon aus finanziellen Gründen nur noch die IC nutzen, da diese wesentlich billiger als die ICE bei ähnlicher Fahrzeit sind. (Zum Vergleichen: Normalpreis Ronneburg - Bad Salzungen: C-Tarif 31,30; B-Tarif 34,00 Euro, A-Tarif 40,00 Euro; Die 2,70 Euro zwischen RB/RE und IC machen es auch nicht mehr aus, aber die weiteren 6 Euro zum ICE schrecken bei 31,30 Grundpreis dann doch ab.)

Naja...

Holger2, Samstag, 22.09.2012, 23:33 (vor 4996 Tagen) @ ICE-T-Fan

...
ich denke mal, dass der direkte Konkurrent hier nicht die Verbindung über Köln ist, sondern das eigene Auto. Sobald ich mit dem Auto eine Stunde schneller am Ziel bin, gibt es auch für mich nicht mehr viel zu überlegen.

Holger

Naja...

Sputnik, Overath, Samstag, 22.09.2012, 23:57 (vor 4996 Tagen) @ Holger2

Sobald ich mit dem Auto eine Stunde schneller am Ziel bin, gibt es auch für mich nicht mehr viel zu überlegen.

Und wenn du dann mit´m Auto öfter ma im Stau stehst?

Naja...

Holger2, Sonntag, 23.09.2012, 00:02 (vor 4996 Tagen) @ Sputnik

...dann bin ich vermutlich nicht eine Stunde eher am Ziel.

Naja...

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 23.09.2012, 09:08 (vor 4996 Tagen) @ Sputnik

Sobald ich mit dem Auto eine Stunde schneller am Ziel bin, gibt es auch für mich nicht mehr viel zu überlegen.


Und wenn du dann mit´m Auto öfter ma im Stau stehst?

...hat Holger2 immer noch seinen reservierten Sitzplatz samt Ruheabteil, während sein bahnfahrender Kollege sich mit einem Ersatzzug ohne reservierten Sitzplätze zufriedenstellen muß...:)


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Fahrpreis steht nicht über Fahrzeit bei Kundenbewertung

Henrik, Sonntag, 23.09.2012, 01:34 (vor 4996 Tagen) @ ICE-T-Fan

Der würde sich schon lohnen, nur würden viele Fahrgäste dann die etwas langsameren ICE bevorzugen, da sie vermutlich tariflich günstiger wären. Zudem sollte man sich vom Gedanken verabschieden, dass ein HGV-ICE über Erfurt attraktiver, wenn man zuvor erst umständlich mit Regionalverkehr nach Erfurt fahren muss.

Woher willst Du das wissen?

Sieht man an dem Restverkehr auf der MDV. Ich kenne einige Wochenendpendler, die in Köln, Düsseldorf oder Ruhrgebiet arbeiten und die lieber die IC über Paderborn nehmen anstelle der ICE über Frankfurt, weil die IC billiger sind und zeitlich fast gleichwertig.

Schnelligkeit ist für die meisten Fahrgäste gar nicht so akut wichtig, wenn der Fahrpreis stimmt. Andersherum werden teure Züge gerne gemieden, selbst wenn man Stunde früher am Ziel ist. Ansonsten wären die RE Chemnitz-Göttingen nicht so wahnsinnig voll an Fr und So.

Ich selbst fahre auch nur ICE aus Überzeugung. Wäre ich kein überzeugter Fan der 411er, würde ich alleine schon aus finanziellen Gründen nur noch die IC nutzen, da diese wesentlich billiger als die ICE bei ähnlicher Fahrzeit sind. (Zum Vergleichen: Normalpreis Ronneburg - Bad Salzungen: C-Tarif 31,30; B-Tarif 34,00 Euro, A-Tarif 40,00 Euro; Die 2,70 Euro zwischen RB/RE und IC machen es auch nicht mehr aus, aber die weiteren 6 Euro zum ICE schrecken bei 31,30 Grundpreis dann doch ab.)

Der Fahrpreis steht bei der Kundenbewertung nicht über der Fahrzeit.
Wenn dem so wäre, dann wäre der ICE-Verkehr nicht so erfolgreich wie er war und ist.
Die Punkte Fahrpreis und Reisezeit stehen in der Kundenbewertung in etwa gleichauf.
Das ist immer wieder das Ergbenis von verschiedenen Untersuchungen
und kann man ja vielerorts ablesen, wo es Parallelverkehr mit IC- und NV gibt bzw. auch mit dem ICE-Sprinter.

Fahrpreis + Fahrzeit + Takt + Abstand + Material macht es.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 23.09.2012, 09:37 (vor 4996 Tagen) @ Henrik

ICE-T-Fan:

Sieht man an dem Restverkehr auf der MDV. Ich kenne einige Wochenendpendler, die in Köln, Düsseldorf oder Ruhrgebiet arbeiten und die lieber die IC über Paderborn nehmen anstelle der ICE über Frankfurt, weil die IC billiger sind und zeitlich fast gleichwertig.

Und was wenn der Zug ausfällt und erst 4 Stunden später der nächste kommt?

Schnelligkeit ist für die meisten Fahrgäste gar nicht so akut wichtig, wenn der Fahrpreis stimmt.

Henrik:

Der Fahrpreis steht bei der Kundenbewertung nicht über der Fahrzeit.
Wenn dem so wäre, dann wäre der ICE-Verkehr nicht so erfolgreich wie er war und ist.

Fahrpreis und Fahrzeit müssen in Harmonie sein.

In meiner HSL-Zuid Seifenoper habe ich über die Fyra-Aufpreise berichtet. Anfangs war er 7,40 Euro für eine Strecke Amsterdam-Rotterdam. Dies entsprach 60% des Normalpreises. Fast keiner der das bezahlte, auch wenn man 60% schneller wäre.
Als es dann im Bereich 2-3 Euro kam, wurde der Zug attraktiver.

Aber es gab noch einen Grund warum man den Fyra vermeidete: das Fahrzeugmaterial! Jan möchte keinen Aufpreis bezahlen um schlußendlich mit einem umgepinselten IC-Wagenzug zu reisen, der kaum schneller war als der normale IC!

Ein weiterer Faktor ist Takt. Auf Utrecht-Den Bosch verkehrt die RB halbstündlich, der IC jede 15 Minuten. Die Fahrkarte Utrecht-Den Bosch ist für IC und RB gleich teuer. Alle fahren IC, auch wenn man in Utrecht den IC verpasst! Denn mit dem nächsten IC ist man schneller in Den Bosch als mit der in Blockabstand des verpassten ICs fahrenden RB (die RB wird in Geldermalsen überholt).
Dagegen fahren IC und RB auf Eindhoven-Weert beide halbstündlich. Wenn man hier den IC verpasst, lohnt sich die RB dennoch, weil sie schneller in Weert ist als der nächste IC. Hier verteilen die Fahrgäste sich also auf IC und RB.

Ein weiterer Faktor ist Abstand. Auch auf Eindhoven-Den Bosch gibt es jede 15 Minuten ein IC und halbstündlich eine RB. Wenn man hier den IC verpasst, ist man mit der zunächst fahrenden RB dennoch schneller, weil der Abstand nicht für eine Überholung unterwegs ausreicht. Also auch hier eine Verteilung IC und RB.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Fahrpreis + Fahrzeit + Takt + Abstand + Material macht es.

CNL484, Sonntag, 23.09.2012, 11:44 (vor 4996 Tagen) @ Oscar (NL)

Bin etwas Glück hält ab und zu mal ein ICE München-Berlin auch in Saalfeld-Jena .Wenn die Schnellstrecke mal dicht ist.Wegen PU oder Oberleitungstörung und und und.Dann wird über Saaletal umgeleitet oder ?

Fahrpreis + Fahrzeit + Takt + Abstand + Material macht es.

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 16:46 (vor 4995 Tagen) @ Oscar (NL)

ICE-T-Fan:

Sieht man an dem Restverkehr auf der MDV. Ich kenne einige Wochenendpendler, die in Köln, Düsseldorf oder Ruhrgebiet arbeiten und die lieber die IC über Paderborn nehmen anstelle der ICE über Frankfurt, weil die IC billiger sind und zeitlich fast gleichwertig.


Und was wenn der Zug ausfällt und erst 4 Stunden später der nächste kommt?

Dann muss man umsteigen. Der 4-Stunden-Takt gibt ja nur die Direktverbindungen wieder. Es gibt aber ja auch Umsteigeverbindungen dazwischen.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

Ludo, Niedersachsen, Sonntag, 23.09.2012, 12:22 (vor 4995 Tagen) @ ICE-T-Fan

Schnelligkeit ist für die meisten Fahrgäste gar nicht so akut wichtig, wenn der Fahrpreis stimmt. Andersherum werden teure Züge gerne gemieden, selbst wenn man Stunde früher am Ziel ist. Ansonsten wären die RE Chemnitz-Göttingen nicht so wahnsinnig voll an Fr und So.

Na ja, der RE Chemnitz-Göttingen ist so voll, weil es eben gerade keinen geeigneten FV-Ersatz gibt. Wenn man Erfurt-Hannover oder Erfurt-Hamburg eingibt, ist dieser RE immer die schnellste Verbindung, weil man in Göttingen sofort Anschluss an den ICE hat. Wie soll man auch sonst fahren? Über Kassel? Dass diese doch recht schnelle Verbindung darüber hinaus noch mit Länder-/SWT-/QDL-Ticket genutzt werden kann, macht sie natürlich zusätzlich attraktiv, aber längst nicht jeder, der damit fährt ist unbedingt preisbewusst.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 16:47 (vor 4995 Tagen) @ Ludo

Ich habe festgestellt, dass es durchaus Leute gibt, die mit diesem RE über Altenburg weiter nach Leipzig fahren und eben nicht die ICE ab Jena benutzen. Viele Tarife gelten ja nur im Regionalverkehr, sodass man auf RE gezwungen wird.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

Sputnik, Overath, Sonntag, 23.09.2012, 17:17 (vor 4995 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich habe festgestellt, dass es durchaus Leute gibt, die mit diesem RE über Altenburg weiter nach Leipzig fahren und eben nicht die ICE ab Jena benutzen.

Du meinst also Erfurt - Altenburg - Leipzig und dann weiter nach Hamburg? Das ist ja genauso ein schwachsinniger Umweg, wenn ich jetzt von Halle nach Leipzig fahre und dann mit dem ICE nach München oder Frankfurt.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 17:46 (vor 4995 Tagen) @ Sputnik

Ich habe festgestellt, dass es durchaus Leute gibt, die mit diesem RE über Altenburg weiter nach Leipzig fahren und eben nicht die ICE ab Jena benutzen.


Du meinst also Erfurt - Altenburg - Leipzig und dann weiter nach Hamburg? Das ist ja genauso ein schwachsinniger Umweg, wenn ich jetzt von Halle nach Leipzig fahre und dann mit dem ICE nach München oder Frankfurt.

Nein, eher sowas Stadtroda-Altenburg-Leipzig anstelle von Stadtroda-Jena-Leipzig. Über Altenburg ist halt billiger. Wie viele das genau machen, kann ich nicht sagen. Ich habe nur im Falle von Verspätungen mitbekommen, dass sich Leute wegen des Anschlusses in Altenburg an den KiN gewandt haben.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

Bernd August, Sonntag, 23.09.2012, 18:18 (vor 4995 Tagen) @ ICE-T-Fan

Schnelligkeit ist für die meisten Fahrgäste gar nicht so akut wichtig, wenn der Fahrpreis stimmt. Andersherum werden teure Züge gerne gemieden, selbst wenn man Stunde früher am Ziel ist. Ansonsten wären die RE Chemnitz-Göttingen nicht so wahnsinnig voll an Fr und So.

Ich selbst fahre auch nur ICE aus Überzeugung. Wäre ich kein überzeugter Fan der 411er, würde ich alleine schon aus finanziellen Gründen nur noch die IC nutzen, da diese wesentlich billiger als die ICE bei ähnlicher Fahrzeit sind. (Zum Vergleichen: Normalpreis Ronneburg - Bad Salzungen: C-Tarif 31,30; B-Tarif 34,00 Euro, A-Tarif 40,00 Euro; Die 2,70 Euro zwischen RB/RE und IC machen es auch nicht mehr aus, aber die weiteren 6 Euro zum ICE schrecken bei 31,30 Grundpreis dann doch ab.)

Mal ein paar Bröckchen an den 411/415-IR-Jünger (man kann Alter und Umstände leicht am unbedachten Umgang mit dem Konzernmarketing ablesen):

* Die deutsche (und damit vom Allgemeinzustand abweichende) Fahrpreisunterscheidung nach Gattungen schadet bekanntlich einem bedarfsgemäßen Angebot und belastet damit sowohl die subventionierten als auch eigenwirtschaftliche Verkehre. Die zuletzt genannte Unterscheidung allerdings ebenso.
* Die "Normalpreis"-Nutzer sind schon allgemein in der Minderheit, im Nahverkehrsbereich umso ausgeprägter. Hier müssen speziell außerhalb des Zeitkartenbereichs die üblichen Sonder- und Verbundangebote mit dem "NP A/B" verglichen werden. Da nützen (nicht nur) deine derartigen Rechenspiele leider sehr wenig. Wenn es sich dabei um Auszubildende, Wochenendpendler und verwandte Fahrtenstrukturen handeln soll, würde hier aber schon die einbezogene BC 50 fehlen.
* Bei den Stichworten Thüringen, Nahverkehrszüge und auch noch "Fr/So" nimmt das gerade an anderer Stelle diskutierte "Uni-Rubbellos" eine große Stellung ein, das wegen der genannten Umstände sowie der Firmenpolitik des DB-Fernverkehrs nicht einfach zur Seite gekehrt werden kann. Die deutschen Bahntarife strotzen geradezu vor solchen Ungleichheiten jeglicher Art und Gattungs-/Wegeumleitungen auf Preis- und Anerkennungsbasis.
* Nutzt du die NVS-Bestellungen zu selten oder wer schildert da Chemnitz? Das "wahnsinnig voll an Fr und So" lässt sich aber trotzdem auf bestimmte Abschnitte und Zeiträume eingrenzen, also bitte weniger Übertreibungen oder Verallgemeinerungen einbringen.

Fahrpreis steht über Geschwindigkeit in Kundenbeurteilung

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 18:34 (vor 4995 Tagen) @ Bernd August

Das "wahnsinnig voll an Fr und So" lässt sich aber trotzdem auf bestimmte Abschnitte und Zeiträume eingrenzen, also bitte weniger Übertreibungen oder Verallgemeinerungen einbringen.

Ich fahre die RE1 meist von Gotha bis Ronneburg die RE3 von Erfurt bis Ronneburg.

Wenn ich die Auslastung so ansehe, ergibt sich da folgende Auslastungskurve:

Wenn ich in Gotha einsteige, liegt die Auslastung so um die 50%, an So und Mo um die 2/3, in den HVZ-Stunden bei 80%. Einen freien Platz findet man aber immer.
In Erfurt steigt die Auslastung auf 110%, da dort die ersten Fahrgäste stehen müssen. Wenn ich in Erfurt in die RE3 einsteige, sind die ab der Bereitstellung schon zu gut 50% voll. In einigen Zeitlagen ist dies vom Wochentag nahezu unabhängig. In Weimar ist eine Spitzenauslastung von 125% unter der Woche in der HVZ bzw. 150% in der HVZ an So und Fr erreicht. In Jena West sinkt die Auslastung auf 75%, in Göschwitz auf deutlich unter 50%.

In den Nebenzeiten am Wochenende oder Dienstag Mittag ist die Kurve nicht so ausgeprägt:
<25% in Gotha, 50% in Erfurt, 50% in Weimar, <25% ab Jena. In der Peripherie, sprich Gera-Ronneburg-Gößnitz-Werdau (weiter bin ich bisher mit diesen Zügen nicht gefahren), ist die Auslastung selten über 50%, selbst an Fr und So.

In der Gegenrichtung läuft es wie folgt:

Ronneburg: ca. 20% an Fr, ca 10% sonst
Gera: ca 35% an Fr, ca 20% sonst
Jena Göschwitz: ca 67% an Fr, ca. 50% sonst
Jena West: ca 125-150% an Fr, ca. 75% sonst
Weimar: ca. 100-125% an Fr, ca. 50% sonst
Erfurt: ca. 75% an Fr, ca. 33% sonst
Gotha: ca. 50% an Fr, ca. 25% sonst

Die Züge der RE3, welche in Erfurt enden und Anschluss an die nicht in Weimar haltenden ICE50.1 bieten, sind in Weimar zur HVZ an Fr auch zu 150% voll. In der HVZ an sonstigen Tagen (Do oder Sa kann ich als Erfahrung vorweisen) ca. bei 75%.

Anmerkung + Antworten

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 19:15 (vor 4995 Tagen) @ Bernd August

* Die "Normalpreis"-Nutzer sind schon allgemein in der Minderheit, im Nahverkehrsbereich umso ausgeprägter. Hier müssen speziell außerhalb des Zeitkartenbereichs die üblichen Sonder- und Verbundangebote mit dem "NP A/B" verglichen werden. Da nützen (nicht nur) deine derartigen Rechenspiele leider sehr wenig. Wenn es sich dabei um Auszubildende, Wochenendpendler und verwandte Fahrtenstrukturen handeln soll, würde hier aber schon die einbezogene BC 50 fehlen.

Die Preise im Beispiel sind ohne BC50. Ich selbst bezahle für die genannte Strecke 15,65 respektive 17,00 respektive 20,00 Euro. Morgen beispielsweise wieder. ;)

* Nutzt du die NVS-Bestellungen zu selten oder wer schildert da Chemnitz?

Ganz ehrlich weiß ich jetzt nicht genau wovon du gerade geredet hast. Was ist eine NVS-Bestellung?

Ich bin derzeit noch Wochenendpendler, ab November dann vermutlich Tagespendler, und habe BC50 und fahre zu den Normalpreisen, da die BC50 keine Rabattfähigkeit auf alles andere hergibt. Selbst auf Verbundtarife bekomme ich nur 25% Rabatt, sodass ich absichtlich Fahrkarten mit Zielorten außerhalb der Verbünde oder B-Tarif-Normalpreise kaufe, um Geld zu sparen.

Anmerkung + Antworten

Bernd August, Sonntag, 23.09.2012, 20:17 (vor 4995 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ganz ehrlich weiß ich jetzt nicht genau wovon du gerade geredet hast. Was ist eine NVS-Bestellung?

Ich wollte damit nachfragen, wie du auf ein Nahverkehrsprodukt mit großer Erfurter Beteilung kommst, das (aktuell) einen Laufweg ab Chemnitz vorweisen kann.

Selbst auf Verbundtarife bekomme ich nur 25% Rabatt, sodass ich absichtlich Fahrkarten mit Zielorten außerhalb der Verbünde oder B-Tarif-Normalpreise kaufe, um Geld zu sparen.

Das wird manchen aber weniger gefallen. So mancher Nutzer würde allerdings entgegnen, da wäre jemand durch dem passenden Fahrtenbedarf gesegnet ;-)

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 23.09.2012, 09:47 (vor 4996 Tagen) @ Lumi25

"Thüringen hat sich mit dieser NBS selbst in die Scheiße geritten. Für den Knoten Erfurt ist man bereit das halbe Bundesland vom Fernverkehr abzuhängen."

Naja, als die Planungen für die NBS in die entscheidende Phase eintraten, da gab es ja noch den InterRegio als guten Mittelstreckenflieger. Der ICE über die NBS nonstop zwischen Erfurt und Nürnberg, der IR über Naumburg, Jena, Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg, Erlangen - das wäre doch die ideale Lösung gewesen.

Der ganze Mist fing ja erst mit Abschaffung der blauen Züge an. Auch mein Hauptkritikpunkt am Zukunftskonzept ist, daß für mittlere Entfernungen wie Jena - Nürnberg keine Platzreservierungen mehr möglich sind. Es wird künftig ein unangenehmes Roulettespiel sein, ob man über Stunden stehen oder sitzen darf. Und 1 WC je Regionaltriebwagen ist aus leidlicher Erfahrung auch so ein Dauerthema. Insgesamt auf dieser Linie ein deutlicher Rückschritt.

Gruß
Olaf

ICE & IR

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 23.09.2012, 09:59 (vor 4996 Tagen) @ Alibizugpaar

Nachtrag - so etwa:

ICE Berlin - Lutherstadt Wittenberg - Halle/Leipzig - (NBS) - Erfurt - (NBS) - Nürnberg - (NBS) - Ingolstadt - München

IR Berlin - Potsdam - Dessau - Bitterfeld - Leipzig - Naumburg - Jena-Paradies - Saalfeld - Lichtenfels - Bamberg - Erlangen - Nürnberg - Treuchtlingen - Donauwörth - Augsburg - München

Und in Ergänzung zum IR eine stündliche RB-Linie im Saaletal. Alles andere ist künftig leider nur unbefriedigendes Flickwerk.

Gruß
Olaf

ICE & IR

gus78, Sonntag, 23.09.2012, 12:17 (vor 4995 Tagen) @ Alibizugpaar

Nachtrag - so etwa:

ICE Hamburg - Berlin - Lutherstadt Wittenberg - Halle/Leipzig - (NBS) - Erfurt - (NBS) - Nürnberg - (NBS) - Ingolstadt - München

IR Berlin - Potsdam - Dessau - Bitterfeld - Leipzig - Naumburg - Jena-Paradies - Saalfeld - Lichtenfels - Bamberg - Erlangen - Nürnberg - Treuchtlingen - Donauwörth - Augsburg - München

So oder ähnlich (IC statt IR) sehe ich das auch. Irgendwo müssten noch Korrespondenzen (Nürnberg bzw. Halle/Leipzig) entstehen, so dass man vom ICE in den IC und umgekehrt wechseln kann, z.B. für die Fahrt von Jena nach Hamburg oder von Jena nach München/Wien

ICE & IR

Lumi25, Montag, 24.09.2012, 00:21 (vor 4995 Tagen) @ gus78

ICE Hamburg - Berlin - Lutherstadt Wittenberg - Halle/Leipzig - (NBS) - Erfurt - (NBS) - Nürnberg - (NBS) - Ingolstadt - München

IR Berlin - Potsdam - Dessau - Bitterfeld - Leipzig - Naumburg - Jena-Paradies - Saalfeld - Lichtenfels - Bamberg - Erlangen - Nürnberg - Treuchtlingen - Donauwörth - Augsburg - München

So oder ähnlich (IC statt IR) sehe ich das auch. Irgendwo müssten noch Korrespondenzen (Nürnberg bzw. Halle/Leipzig) entstehen, so dass man vom ICE in den IC und umgekehrt wechseln kann, z.B. für die Fahrt von Jena nach Hamburg oder von Jena nach München/Wien


Das hätte mit IC rein gar nichts mehr zu tun. Der Laufweg würde jedenfalls keinerlei Konkurrenz zum ICE bedeuten allerdings sollte man nebenher keine RE-Verkehre betreiben. Ein RE Halle-Nürnberg dürfte dann nicht noch nebenher fahren. Des weiteren sollten für so was hochwertige Nahverkehrszüge beschafft werden mit einer Vmax. von 160 km/h bzw. nach TSI-Norm bis max. 189 km/h.

Bei durchgehender Strippe von Hof bis Regensburg könnte man sogar alternierend fahren.

Aber machen wir uns nichts vor, dass sind Träume und mehr nicht.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Giovanni, Sonntag, 23.09.2012, 13:55 (vor 4995 Tagen) @ Alibizugpaar

Und 1 WC je Regionaltriebwagen ist aus leidlicher Erfahrung auch so ein Dauerthema. Insgesamt auf dieser Linie ein deutlicher Rückschritt.

Soweit ich weiß hat die BEG auf dieser Achse abhängig von der Platzkapazität bis zu 3 WC pro Triebwagen vorgegeben - davon wohl nur 1 behindertengerecht.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

(ZM) Thüringer Fahrzeiten, Thüringer Ersatzkonzept

Jogi, Sonntag, 23.09.2012, 11:01 (vor 4996 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Jogi, Sonntag, 23.09.2012, 11:02

Woher willst Du das wissen? Die Besteller haben bereits einen RE Nürnberg-Jena mit Talent II bestellt, die vielleicht 20 Minuten langsamer sind als der heutige ICE.

Fahrzeiten Jena P - Nürnberg im Fahrplan 2012:
RE (mit Umstieg in Lichtenfels): 2:57 h
ICE (nonstop): 2:19 - 2:25 h
ICE (anderer Takt): 2:33 h
Kann also je nach Tageszeit eine Differenz von bis zu knappen 40 Minuten sein. Und das ist schon ein ganz anderer Wert als "vielleicht 20 Minuten".
Außerdem baut die momentane ICE-Fahrzeit auf den Verzicht von Neigetechnik auf, so dass durch die Verlegung eines Taktes der L28 in den Nürnberger Nullknoten die Fahrzeiten ziemlich großzügig sind.

Ein Fernverkehr lohnt sich nur dann, wenn es keine Konkurrenz gibt und der RE ist eben eine Konkurrenz.

So pauschal stimmt das nicht. Allenfalls für Taktverkehr 24/7, und selbst da müsste man auch den Einzelfall betrachten.

Konzepte wie man den ICE-Knoten Erfurt mit höherwertigen Zügen als den RE anbindet hat die Landesregierung bzw. Besteller auch nicht vorgelegt.

Ähhh... doch. Thüringens Verkehrsminister Carius Watt'n Name wird in einer PM vom 16.2. diesen Jahres abseits vom üblichen Palaver der kürzeren Reisezeiten folgendes zugewiesen (eigene Hervorhebung):
[N]eben dem aktuellen Angebot [gebe es] künftig neue Expresszugverbindungen [...]. Dafür sei die bis [Juli 2012 verlängerte] laufende europaweite Ausschreibung des Elektro-Netzes Saale-Thüringen-Südharz maßgeblich. Dieses Vergabenetz beinhaltet u. a. die neuen Expresszuglinien Erfurt – Naumburg – Halle, Erfurt – Naumburg – Leipzig und Saalfeld – Jena – Naumburg – Leipzig. Zusätzlich soll es noch eine neue Direktverbindung im Nahverkehr zwischen Nürnberg – Saalfeld – Jena – Naumburg und Halle geben. Alle genannten Züge verkehren im Zwei-Stunden-Takt, die sich in Thüringen zu einem stündlichen Angebot ergänzen. Mit diesem Gesamtangebot werden auf den nicht mehr vom vertakteten ICE-Verkehr bedienten Strecken attraktive Reisemöglichkeiten sowie kurze Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen hergestellt.

Aus dieser PM vom VM Thüringen vom November 2011 geht zum einen hervor, dass eine weitere Expresslinie Jena-Halle (die wohl mit dem "Franken-Thüringen-Express" verknüpft werden soll) getrennt vergeben werden soll; zum anderen listet sie auch die Anforderungen an die Fahrzeuge auf:

  • "hochwertiges Fahrzeugkonzept einschließlich Außenfarbgebung
  • beschleunigungsstarke Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h
  • großräumiger Niederflurbereich für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste
  • stufen- und spaltfreier Einstieg für Rollstuhlfahrer bei Bahnsteighöhen zwischen 38 cm und 76 cm über Spaltüberbrückung (Schiebetritt) und Rampenlösung
  • ermöglicht auch Mitnahme von Kinderwagen und Fahrrädern
  • hochwertige Sitze mit Kopfstützen, Armlehnen und Leseleuchten, großzügiger Sitzabstand sowie Tische bzw. Klapptische
  • moderne Fahrgastinformation und Videoüberwachung zur Erhöhung der Sicherheit
  • besondere Ausstattungsmerkmale in der 1. Klasse
  • Steckdosen pro Sitzgruppe
  • Repeater für verbesserten Mobilfunkempfang"

Und was sagt die OTZ zur Verlängerung der Ausschreibung? U.a., dass
[d]ie Ausschreibung ... sehr hohe Anforderungen an die Züge [stellt]. Anbieter sagen hinter vorgehaltener Hand, es werden nahezu fernverkehrstaugliche Fahrzeuge mit Serviceabteilen bis hin zu einer Kinderspielecke gefordert sicherlich auch, weil die Züge zum Teil den Fernverkehr auf der Saalebahn ersetzen sollen. Das bedeutet aber einen größeren Aufwand für die Bahnunternehmen, da entsprechende Fahrzeuge teurer seien.

Eines ist aber natürlich klar: Das kann kein adäquater Ersatz für eine vollwertige FV-Anbindung sein.

Potentielle Fernverkehrsfahrgäste werden ja nicht nur durch den Umweg mit höherem Fahrpreis abgeschreckt sondern auch damit, dass die Fahrt z.B. in einem vollen RE beginnt wo man keinen Sitzplatz vorher reservieren kann. Ich hätte auch keine Lust meine Reise stehend im RE zu beginnen.

Das Problem der Überfüllung dürfte hauptsächlich "nur" auf die Relation (Gera-)Jena-Weimar-Erfurt zutreffen.

Warum sollte die DB AG sich selber Konkurrenz machen. Fahrgäste aus Jena werden einfach auf den RE Richtung Nürnberg verwiesen mit S-Bahnfahrzeugen (Talent II).

Um die Auslastung der NBS zu steigern: Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Da wird die Reiseauskunft in ihrer Standardeinstellung liebend gerne den Umweg über Erfurt ausspucken und die Saalebahn verschweigen, zumal die NBS-Variante Jena-Erfurt-Nürnberg ca. 20-30 Minuten schneller sein soll. Was 2018 wirklich rauskommt, steht auf einem anderen Blatt...

Wie oben schon geschrieben Thüringen hätte ein hochwertiges Ersatzkonzept ausarbeiten müssen.

Wie oben geschrieben läuft die Ausschreibung dafür bereits ;)

Das wäre aus meiner Sicht zum einen eine neue Zuggattung mit komfortablen Fahrzeugen (Laufruhe bzw. höherwertigen Komfort). Dazu die Möglichkeit einer Reservierung so wie Snack/Getränkeautomaten.

Abgesehen von der Reservierung gibt es das alles. Davon abgesehen, es spielt für den gemeinen Fahrgast keine Rolle, ob der in einem Produkt namens "RE", namens "IR" oder namens "Schokocroissant mit Marzipanfüllung-Sprinterexpress" fährt. Wichtig sind der Preis, das Angebot, die Fahrzeiten. Siehe z.B. den SAFRAN...

(ZM) Thüringer Fahrzeiten, Thüringer Ersatzkonzept

Mario-ICE, Sonntag, 23.09.2012, 13:19 (vor 4995 Tagen) @ Jogi

Keiner kann derzeit beantworten was hochwertiger Expresslinienersatzverkehr ist. Da müssten schon mal paar Fahrzeitenrechnungen gereicht werden um das wirklich beurteilen zu können. Alles andere könnte schnell in dem Bereich Polemik und Ruhigstellung geraten.
Interessant wäre ja auch mal was dieses Netz dann am Ende kostet, sicherlich wird es billiger aber es entstehen ja trotzdem Mehrverkehre. Ob es in Richtung Sachsen (Leipzig) wirklich Expressmäßig zugehen wird. Viele haben da berechtigte Zweifel, da ja Sachsen diesen Verkehr mittragen müsste und wohl eher kein Interesse hat irgendwelche Städte anderer Länder anzubinden. Ist zwar kleingeistig gedacht, aber die Realität. Warum braucht Erfurt im stündlichen Wechsel ein RE nach Halle bzw. Leipzig und wird der gleichgestellt mit den Saalebahnzügen? Die jetzige RB Eisenach-Halle dürfte dann in ihrer jetzigen Form in Frage gestellt werden dürfen.

Vergleich der Fahrzeiten der ICE und RE

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 16:55 (vor 4995 Tagen) @ Jogi

Woher willst Du das wissen? Die Besteller haben bereits einen RE Nürnberg-Jena mit Talent II bestellt, die vielleicht 20 Minuten langsamer sind als der heutige ICE.

Fahrzeiten Jena P - Nürnberg im Fahrplan 2012:
RE (mit Umstieg in Lichtenfels): 2:57 h
ICE (nonstop): 2:19 - 2:25 h
ICE (anderer Takt): 2:33 h
Kann also je nach Tageszeit eine Differenz von bis zu knappen 40 Minuten sein. Und das ist schon ein ganz anderer Wert als "vielleicht 20 Minuten".
Außerdem baut die momentane ICE-Fahrzeit auf den Verzicht von Neigetechnik auf, so dass durch die Verlegung eines Taktes der L28 in den Nürnberger Nullknoten die Fahrzeiten ziemlich großzügig sind.

Eben. Wenn man sich mal http://www.grahnert.de/fernbahn/datenbank/suche/index.php?fahrplan_jahr=2001&bahnho... ansieht, sind die NT-Fahrzeiten von ganz anderem Kaliber:

Jena-Nürnberg in 2 Stunden 15 Minuten mit Halt in Saalfeld(Saale), Lichtenfels, Bamberg und Erlangen.

Zur Hochzeit der ICE-T im Jahre 2007 (-> http://www.grahnert.de/fernbahn/datenbank/suche/index.php?fahrplan_jahr=2007&bahnho... ) waren die Fahrzeiten durch die Aufsplittung der Unterwegshalte über mehrere Takte sogar noch kürzer:

2 Stunden 6 Minuten für die Züge mit Halt in Lichtenfels und Erlangen beziehungsweise Saalfeld und Bamberg

Das ist 49 min schneller als die aktuelle RE-Linie 42.

ICE 1000 im Jahre 2006 brauchte 2h 04 min

ICE-T-Fan, Sonntag, 23.09.2012, 18:16 (vor 4995 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.grahnert.de/fernbahn/datenbank/suche/index.php?fahrplan_jahr=2006&bahnho...

Das dürfte der schnellste jemals auf der Saal- und Frankenwaldbahn verkehrende Zug gewesen sein.

ICE 1000 im Jahre 2006 brauchte 2h 04 min

CNL484, Montag, 24.09.2012, 00:03 (vor 4995 Tagen) @ ICE-T-Fan

Nee der schnellste Zug auf L.28 war ein ICE der Jena Paradies nach Hamburg mal in 03:45 h glaube gefahren ist.Leider weiss ich das Jahr nicht mehr und die Zugnr.Aber müsste der letzte Zug gewesen sein der durchgängig war am Tag.Also der 17.54 Uhr oder 1 Stunde später, jedenfalls Abends wars.Der hatte nur paar Minuten Stopp in Leipzig und Berlin.Da ging die Zeit rum wie im Fluge.Diese Zeiten könnte man heute auch schaffen. Aber es wird in Naumburg gehalten,10 min in Leipzig bzw. über 10 min Berlin verdümpelt.Der Zug war auch immer voll mit Franken. Für die war es auch wohl die schnellste Vervbindung nach Hamburg und direkt.

ICE 1000 im Jahre 2006 brauchte 2h 04 min

ICE-T-Fan, Montag, 24.09.2012, 00:25 (vor 4995 Tagen) @ CNL484

Es gibt zwischen Nürnberg und Jena keinen schnelleren Zug, ich habe die ganze Datenbank von Marcus Grahnert abgeklappert. Das war definitiv der schnellste.

ICE 1000 im Jahre 2006 brauchte 2h 04 min

Mario-ICE, Montag, 24.09.2012, 04:51 (vor 4995 Tagen) @ CNL484

Nee der schnellste Zug auf L.28 war ein ICE der Jena Paradies nach Hamburg mal in 03:45 h glaube gefahren ist.Leider weiss ich das Jahr nicht mehr und die Zugnr.Aber müsste der letzte Zug gewesen sein der durchgängig war am Tag.Also der 17.54 Uhr oder 1 Stunde später, jedenfalls Abends wars.Der hatte nur paar Minuten Stopp in Leipzig und Berlin.Da ging die Zeit rum wie im Fluge.Diese Zeiten könnte man heute auch schaffen. Aber es wird in Naumburg gehalten,10 min in Leipzig bzw. über 10 min Berlin verdümpelt.Der Zug war auch immer voll mit Franken. Für die war es auch wohl die schnellste Vervbindung nach Hamburg und direkt.

Lesen bildet manchmal. Es ging um Nürnberg - Jena und nicht Jena - Hamburg.

(ZM) Thüringer Fahrzeiten, Thüringer Ersatzkonzept

Lumi25, Sonntag, 23.09.2012, 18:25 (vor 4995 Tagen) @ Jogi

Das ist ja alles gut und schön aber wie Mario-ICE schon schrieb trägt Sachsen das wohl nicht mit. Des weiteren fehlt mir da ein ganz entscheidener Punkt immer noch nämlich eine Möglichkeit um Sitzplätze zu reservieren.

Dazu kommt noch, dass diese ganzen Komfortmerkmale beim RE Jena-Nürnberg mit Talent II nicht umgesetzt werden und diese RE-Linie soll ja vielleicht sogar bis Halle durchgebunden werden.

Die Frage woher also das Geld kommen soll ist völlig offen, denn Thüringen wird wohl auch kaum bereit sein Landesmittel dafür aufzuwenden.

Thüringer Fahrzeiten, Thüringer Ersatzkonzept

Jogi, Sonntag, 23.09.2012, 23:50 (vor 4995 Tagen) @ Lumi25

Das ist ja alles gut und schön aber wie Mario-ICE schon schrieb trägt Sachsen das wohl nicht mit.

Kann gut sein, dass der ZVNL da einen Rückzieher macht. Was "offizielles", ohne Mario-ICEs Zweifel abtun zu wollen (bzw. ohne gar es in irgendeiner Form zu können :D), fehlt mir aber. Ich kann nur auf die 2011er-PM verweisen, wonach das Konzept - gut, sagen wir mal, die Ausschreibung zusammen mit den betroffenen Bestellern erarbeitet wurde.
Bei meiner Kurzrecherche für den ersten Beitrag war das aktuellste, was ich gefunden habe, die Verlängerung der Ausschreibungsfrist. Entsprechend dürfte die NASA als federführender Besteller die Angebote momentan prüfen. Oder hinter verschlossenen Türen den ZVNL auf Knien anbetteln, das Dreamteam wider Willen nicht zu verlassen...?? *Spekulatius-in-Ofen-schieb* ;-))

Des weiteren fehlt mir da ein ganz entscheidener Punkt immer noch nämlich eine Möglichkeit um Sitzplätze zu reservieren.

Da musst da aber auch fairerweise zugeben, dass das "nur" der einzige ist.

Dazu kommt noch, dass diese ganzen Komfortmerkmale beim RE Jena-Nürnberg mit Talent II nicht umgesetzt werden...

Ist ja nicht verboten, die Kisten nachzurüsten.

Die Frage woher also das Geld kommen soll ist völlig offen, denn Thüringen wird wohl auch kaum bereit sein Landesmittel dafür aufzuwenden.

Wenn es die Ausschreibung gestartet hat, dann wird das Land das Geld aus irgendeiner Matratze hervorziehen. Denn die Blöße, den Ersatzverkehr nicht zu bestellen (zumindest in Thüringen, dem Bereich, wo es das kann), der DAS Trostpflaster für die in den Pöter gekniffenen Städte durch die neuen NBS ist - diese Blöße wird sich die Landesregierung mit der berüchtigten an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit nicht geben.

Erledigt aber natürlich nicht die im Allgemeinen aufziehende Frage, inwieweit mit den nicht wirklich mehr werdenden Regionalisierungsmitteln mehr Mehrverkehr finanziert werden soll.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

CNL484, Samstag, 22.09.2012, 22:58 (vor 4996 Tagen) @ ICE-T-Fan

Beginnen bestimmt in Saalfeld die Züge.Jena-Göschwitz glaub ich nicht daran.ICE-T wirds dann auch nicht sein.Aber einer oh freu fährt bis Hamburg.Bestimmt vereinigt ab Leipzig mit einem ICE aus Nürnberg oder so.Aber der Satz schon aus guten Willen wird diese Züge angeboten.Wenniger als 100 Fahrgäste? Damit kann er recht haben.Die hat man dann alle in die Busse vergrault oder in eigen PKW.Kenne viele in Jena die Auto fahren (Fernstrecken).Nicht weil es zu teuer ist die Bahn.Sondern aus Bequemlichkeit fährt man Auto.Das zeigt ja die Zählung.100 000 Einwohner, einer der reichsten Städte im Osten.Aber nur glaube 3000 Kunden fahren ICE ab Jena Paradies täglich.Im Osten ist das Auto noch bissl mehr wie soll man sagen Wert.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 23.09.2012, 09:03 (vor 4996 Tagen) @ ICE-T-Fan

-> http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Radikaler-Schnitt-bei-ICE-geplant-Nur-no...

Seite wird nicht angezeigt...:(

Ein tagesfüllender Parallelbetrieb des Fernverkehrs im Saaletal, der sich ohne Zuschüsse tragen muss, lohnt sich den Angaben zufolge nicht.

Der würde sich schon lohnen, nur würden viele Fahrgäste dann die etwas langsameren ICE bevorzugen, da sie vermutlich tariflich günstiger wären. Zudem sollte man sich vom Gedanken verabschieden, dass ein HGV-ICE über Erfurt attraktiver, wenn man zuvor erst umständlich mit Regionalverkehr nach Erfurt fahren muss.

Es gibt mehr als nur DB. Ich kann mich vorstellen, dass irgendwelche Privatbahn mit 160 km/h Neigezügen die Strecke eigenwirtschaftlich fährt. Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels müßten doch ausreichend Potential haben. Wenn man dann auch noch Regiofahrscheine anerkennt, kann man der DB sicher Kunden absahnen.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

CNL484, Sonntag, 23.09.2012, 11:53 (vor 4996 Tagen) @ Oscar (NL)

Sehe ich aus so.Die Linie 28 lebt von den Zusteigern.Eine Handvoll pro Zug fährt nur München-Berlin durch.Die Zusteiger fallen weg ab 2018.LH weiter schneller als DB (München-Berlin)Dann noch Fernbusse die kommen werden. Glaube ich nicht das ein Privater Anbieter dagegen halten kann.Aber wird nicht lange dauert das einer der Lufthansa es nach macht auch Billigzug einführt Art(IR).

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Mario-ICE, Sonntag, 23.09.2012, 13:09 (vor 4995 Tagen) @ CNL484

Sehe ich aus so.Die Linie 28 lebt von den Zusteigern.Eine Handvoll pro Zug fährt nur München-Berlin durch.Die Zusteiger fallen weg ab 2018.LH weiter schneller als DB (München-Berlin)Dann noch Fernbusse die kommen werden. Glaube ich nicht das ein Privater Anbieter dagegen halten kann.Aber wird nicht lange dauert das einer der Lufthansa es nach macht auch Billigzug einführt Art(IR).

Deine Fernbusse hast du ja schon genug rumposaunt. Ich frage mich nur warum trotzdem an einem Sonntagnachmittag der Bus nach Berlin nur mit knapp 20 Leuten besetzt ist. Das ist ein Bruchteil von dem was die Bahn an einem Tag befördert.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

CNL484, Sonntag, 23.09.2012, 23:41 (vor 4995 Tagen) @ Mario-ICE

Haben wir schon 2018?Na also, da reicht ein 60 Sitze Bus nicht mal aus.Da ja nicht Stundentakt gefahren wird.Vielleicht 3 mal täglich.Dazu kommt noch das die Fernbusse schon von Franken kommen könnten voll.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Mario-ICE, Montag, 24.09.2012, 05:02 (vor 4995 Tagen) @ CNL484

Haben wir schon 2018?Na also, da reicht ein 60 Sitze Bus nicht mal aus.Da ja nicht Stundentakt gefahren wird.Vielleicht 3 mal täglich.Dazu kommt noch das die Fernbusse schon von Franken kommen könnten voll.

Selbstverständlich werden dann alle abgehängten zu Busfahrern "Ironie aus". Allein schon die Theorie dass ein Bus aus Franken den Umweg über Jena nehmen wird ist doch Utopie bzw. wäre vom Busunternehmer fahrlässig. Aber bei dir kommt er bestimmt über B-Strassen angefahren. Wenn es die Aufgabenträger hinbekommen in einer guten Stunde von Jena aus am nächsten nördlichen ICE-Verkehrshalt zu sein werden weiterhin nur die im Bus sitzen für die Zeit keine und Geld eine große Rolle spielt.

(ZM) Nur noch 4 statt 33 Fernzüge durchs Saaletal

Lumi25, Montag, 24.09.2012, 00:12 (vor 4995 Tagen) @ Oscar (NL)

Es gibt mehr als nur DB. Ich kann mich vorstellen, dass irgendwelche Privatbahn mit 160 km/h Neigezügen die Strecke eigenwirtschaftlich fährt. Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels müßten doch ausreichend Potential haben. Wenn man dann auch noch Regiofahrscheine anerkennt, kann man der DB sicher Kunden absahnen.


Das ist Träumerei und weiter nichts. Man schaue sich das HKX oder MSM-Konzept an. Hier versucht man mit billigen Zügen ICE/IC-Fahrzeiten zu erreichen bzw. will gleichschnell sein. HKX z.B. fährt in Wanne-Eickel oder Recklinghausen durch anstatt dort zu halten. Warum wohl? Der Grund liegt wohl an den Stationsgebühren. Also hält man nur in Gelsenkirchen. Das man über Essen statt Oberhausen fährt dürfte wohl auch klar sein warum das so ist.

Ein Privater Anbieter der Berlin-München fährt würde also auch über Leipzig Hbf statt Halle fahren wollen. Halte wie Saalfeld oder Lichtenfels würden wohl gar nicht bedient werden. Hier würde man wohl entweder in Bamberg oder Erlangen halten.

Neigetechnikzüge wären viel zu Teuer. Man bräuchte hier Züge die man leasen kann bzw. hinterher auch im Regionalverkehr einsetzen könnte so was wie Leo-Express z.B.

In Nürnberg müsste man noch mal Kopfmachen sofern man nicht via NBS fährt.


Einen privaten Fernverkehr wird es hier also nicht geben vielleicht wird ein InterConnex nach Jena verlängert sofern es günstige Trasse gibt aber an mehr glaube ich nicht. Da sind andere Relationen erfolgsprechender.

privater (Pseudo-)Fernverkehr über die Saalebahn?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 24.09.2012, 08:10 (vor 4995 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 24.09.2012, 08:12

Es gibt mehr als nur DB. Ich kann mich vorstellen, dass irgendwelche Privatbahn mit 160 km/h Neigezügen die Strecke eigenwirtschaftlich fährt. Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels müßten doch ausreichend Potential haben. Wenn man dann auch noch Regiofahrscheine anerkennt, kann man der DB sicher Kunden absahnen.

Das ist Träumerei und weiter nichts. Man schaue sich das HKX oder MSM-Konzept an. Hier versucht man mit billigen Zügen ICE/IC-Fahrzeiten zu erreichen bzw. will gleichschnell sein.

Ja, warum nicht? Es gibt reichlich Stellen, wo man DB "attackieren" kann.

HKX z.B. fährt in Wanne-Eickel oder Recklinghausen durch anstatt dort zu halten. Warum wohl? Der Grund liegt wohl an den Stationsgebühren. Also hält man nur in Gelsenkirchen.

Bin ich mir nicht sicher.

Das Unternehmen, das den HKX betreibt, weiß auch, dass es auf der DB-Strecke keine Konkurrenz machen kann. vmax 200 km/h und Stundentakt läßt sich schwer bekonkurrieren.

(umso erstaunlicher, dass NTV es in Italien trotzdem versucht)

Also versucht man nicht, Otto Normalbahnfahrer als Kunde zu gewinnen, sondern gezielte Kunden.
Und so wird durchgefahren dort wo es fahrplanmäßig am wenigsten Impakt hat und wird dort gehalten wo DB nicht hält.

Neigetechnikzüge wären viel zu teuer. Man bräuchte hier Züge die man leasen kann bzw. hinterher auch im Regionalverkehr einsetzen könnte so was wie Leo-Express z.B.

Leo-Express. Die fahren also mit BLITZen (Beeindruckend Leichte Intercity TriebZügen, lies: FLIRT als IC).
Vielleicht kann die CH-Gemeinschaft verraten, ob man diese Stadler Triebwagen auch mit Wankkompensation versehen kann? Und wäre diese "Neigetechnik light" preiswerter zu haben als "echte" Neigetechnik? Oder ist das ganze für Privatbahnen immer noch zu teuer?

In Nürnberg müsste man noch mal Kopfmachen sofern man nicht via NBS fährt.

Kopfmachen sollte doch nicht das größte Problem sein, oder? Steuerwagen und Triebwagen hat man doch nicht umsonst dafür erfunden?

Einen privaten Fernverkehr wird es hier also nicht geben vielleicht wird ein InterConnex nach Jena verlängert sofern es günstige Trasse gibt aber an mehr glaube ich nicht. Da sind andere Relationen erfolgsprechender.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Privater Saale-FV, Stationskosten

Jogi, Montag, 24.09.2012, 12:21 (vor 4994 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Jogi, Montag, 24.09.2012, 12:25

Es gibt mehr als nur DB. Ich kann mich vorstellen, dass irgendwelche Privatbahn mit 160 km/h Neigezügen die Strecke eigenwirtschaftlich fährt. Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels müßten doch ausreichend Potential haben. Wenn man dann auch noch Regiofahrscheine anerkennt, kann man der DB sicher Kunden absahnen.

GNT - sicher nicht. Zumindest nicht mittelfristig. Das technische Risiko, nachdem die DB mehrmals damit baden gegangen ist, wird niemand in Kauf nehmen wollen.
Regiofahrscheine - warum sollten die Besteller da über einen Ausgleich verhandeln? Bayern hat ein "Ersatzkonzept" (auch wenn's aufgrund der IBN 2012 nicht wirklich eines ist) mit dem "Franken-Thüringen-Express" auf die Beine gestellt, Thüringen werkelt an einem rum. Da fehlt die Motivation.
Als (mehr oder weniger) eigenwirtschaftlicher Fernverkehr hat der "Flotte Otto" zwischen Magdeburg und Berlin Regiofahrscheine, Länder-, QdL- und Wochenendtickets anerkannt - aber mehr als die zweijährige Probezeit überlebt die Verbindung nicht. Trotz dem momentan modernestem Dostomaterial mit FV-Ausstattung, trotz attraktiver Fahrzeit von guten 1:20 zwischen Landes- und Bundeshauptstadt.

Wenn sich also ein Privater für die Saalebahn erwärmen kann, dann mit konventionellem Wagenmaterial und mit ohne PK-C-Anerkennung.

HKX z.B. fährt in Wanne-Eickel oder Recklinghausen durch anstatt dort zu halten. Warum wohl? Der Grund liegt wohl an den Stationsgebühren.

Nicht wirklich. Sowohl Recklinghausen als auch Badewanne-Eickel gehören in die Kategorie 3. Der Halt dort kostet 3,37 EUR.
Im momentan teuersten, möglichen Fall (drei Fahrten pro Tag und Richtung und dreifachen Zuglängenfaktor ) würde ein regelmäßiger Zusatzhalt in einer der beiden Städten 60,66 EUR/Tag kosten.
Momentan fährt der "Stamm-HKX" wohl nur mit 4 Avmz und 2 Tauri, der ist nichtmal 150 m lang. Bei seinen zwei Fahrten unter Woche würde ein Zusatzhalt gar nur 6,74 EUR kosten. Wenn ein Zusatzhalt dann allein daran scheitern würde, ist die Kalkulation des gesamten Betriebs reif für die Tonne...
Nein, vielmehr dürfte da schlicht die Trassenverfügbarkeit entscheidend sein: Düsseldorf-Duisburg muss überlebt werden, Münster muss vor dem Nullknoten passiert werden, der RE2 will dazwischen auch pünktlich überholt werden...

Das man über Essen statt Oberhausen fährt dürfte wohl auch klar sein warum das so ist.

Wenn ich jetzt als Betreiber wählen müsste, ob ich in Essen oder Oberhausen halten würde, um Fahrgäste einzusammeln, da müsste ich nicht lange überlegen, wo ich das einplanen würde...

Privater Saale-FV, Stationskosten

Giovanni, Montag, 24.09.2012, 13:46 (vor 4994 Tagen) @ Jogi

Als (mehr oder weniger) eigenwirtschaftlicher Fernverkehr hat der "Flotte Otto" zwischen Magdeburg und Berlin Regiofahrscheine, Länder-, QdL- und Wochenendtickets anerkannt - aber mehr als die zweijährige Probezeit überlebt die Verbindung nicht. Trotz dem momentan modernestem Dostomaterial mit FV-Ausstattung, trotz attraktiver Fahrzeit von guten 1:20 zwischen Landes- und Bundeshauptstadt.

Das SWT galt im Kaiser Otto nie, denn der Zug fuhr nur Mo-Fr.
Das BB-Ticket gilt laut Aufdruck und laut TBNE nicht in IRE - die "Single-Variante" kann, da Verbundfahrschein, nicht mit dem Sachsen-Anhalt-Ticket kombiniert werden.

Das Kaiser Otto Spezial existierte zwar, erlaubte aber weder eine Benutzung der parallelen RE-Züge noch eine Anschlussfahrt zu sonst tariflich gleichgestellten Berliner (oder Magdeburger) Bahnhöfen - von sonst mit den im RE gültigen Verbundfahrscheinen erreichbaren Zielen (z.B. Flughafen) ganz zu schweigen.

Im Gegensatz zu anderen Fernzügen gab es auch keine Sparpreis-Tickets.
Vermutlich aus diesem Grund hat auch der eigenwirtschaftliche RE100 Dresden - Wroclaw ein Problem, weil dem Kunden abgesehen von wenigen Direktverbindungen nur die mondpreisigen "Normal"-SCIC-Preise angeboten werden, während man mit Stückeln zum Teil weit über 80% sparen kann.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

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