bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen (Allgemeines Forum)
Philippus, Freitag, 14.09.2012, 17:17 (vor 4961 Tagen)
SZ: Günstiger durch Deutschland. Bundesweite Fernbuslinien kommen ab 2013
Die schwarz-gelbe Koalition und die rote und grüne Opposition haben sich jetzt darauf verständigt, dass ab dem kommenden Jahr bundesweit Fernbuslinien eingerichtet werden dürfen, auch in Konkurrenz zur Bahn. Die Länder werden jetzt wohl auch zustimmen.
Als Schutz gegenüber dem ländermitfinanzierten Nahverkehr dürfen nur Linien ab 50 Kilometern Strecke bzw. einer Stunde Fahrzeit angeboten werden.
Gruß, Philippus
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
Reisender, München, Freitag, 14.09.2012, 17:25 (vor 4961 Tagen) @ Philippus
SZ: Günstiger durch Deutschland. Bundesweite Fernbuslinien kommen ab 2013
Die schwarz-gelbe Koalition und die rote und grüne Opposition haben sich jetzt darauf verständigt, dass ab dem kommenden Jahr bundesweit Fernbuslinien eingerichtet werden dürfen, auch in Konkurrenz zur Bahn. Die Länder werden jetzt wohl auch zustimmen.
Als Schutz gegenüber dem ländermitfinanzierten Nahverkehr dürfen nur Linien ab 50 Kilometern Strecke bzw. einer Stunde Fahrzeit angeboten werden.Gruß, Philippus
Interessant ist auch dieser SZ-Artikel: Mit dem Bus durch die Republik
Dort ist u.a. zu lesen, dass DeinBus.de ab sofort mehrere neue Verbindungen anbietet wie z. B. München-Frankfurt oder München via Regensburg nach Prag. Bis nach Regensburg darf Deinbus.de allerdings nach der derzeit noch geltenden Gesetzeslage keine Tickets verkaufen. "Wir können aber niemanden daran hindern, sich ein Ticket nach Prag zu kaufen und in Regensburg auszusteigen", heißt es bei Deinbus.
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
Manitou, Freitag, 14.09.2012, 23:18 (vor 4961 Tagen) @ Reisender
Jetzt muß die Einbeziehung von Bussen in die Autobahn- und Bundesstraßenmaut (bei ausweitung selbiger auf alle Bundesstraßen) durchgedrückt werden. Mautfrei Buslinien sind unlauterer Wettbewerb, es sei denn, der Finanzminister erstattet den EVU's im Reiseverkehr die Trassenkosten.
Fernbusse sind "Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte"
Reisender, München, Samstag, 15.09.2012, 08:01 (vor 4960 Tagen) @ Manitou
Jetzt muß die Einbeziehung von Bussen in die Autobahn- und Bundesstraßenmaut (bei ausweitung selbiger auf alle Bundesstraßen) durchgedrückt werden. Mautfrei Buslinien sind unlauterer Wettbewerb, es sei denn, der Finanzminister erstattet den EVU's im Reiseverkehr die Trassenkosten.
Eine Maut für Busse dürfte allein nicht ausreichen, um einen fairen Wettbewerb zwischen Fernbus und Zug zu ermöglichen. Denn nach Auffassung der Allianz pro Schiene ist der Bus in Wirklichkeit als „Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte“ angelegt worden.
Ist es fair, dass Busunternehmer auf Kosten von Zuverlässigkeit und Qualität sparen dürfen und so Dumpingpreise anbieten können, da sie bei Verspätungen gegenüber ihren Fahrgästen praktisch kaum haften? In diesem Artikel steht, dass es für Buskunden bei Verspätungen unter zwei Stunden nie eine Entschädigung gibt. Ansprüche bestünden allenfalls, wenn die Fahrt ganz gestrichen wird oder sich die Abfahrt um mehr als zwei Stunden verzögert.
Außerdem müsse der Busunternehmer für Verspätungen, die nach Abfahrt entstehen, ebenfalls keine Haftung übernehmen, genauso wenig für Anschlussverluste. Abgesehen davon, dass ich als Buskunde also in den meisten Verspätungsfällen rechtlos bin, verstehe ich ohnehin nicht, was an diesen Angeboten mit Ausnahme des Preises attraktiv sein soll. Denn der Bus ist schon fahrplanmäßig meist um ein Vielfaches länger unterwegs als der Zug und die Busse fahren nicht einmal in einem brauchbaren Taktverkehr. Wenn es für eine Strecke pro Tag nur eine oder vielleicht zwei Busverbindungen gibt, dann ist ein derartiges Angebot im Grunde ein Witz. Von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis kann insofern bei den Fernbussen nicht die Rede sein.
"Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte" sind sinnvoll
Silver, Samstag, 15.09.2012, 10:18 (vor 4960 Tagen) @ Reisender
Außerdem müsse der Busunternehmer für Verspätungen, die nach Abfahrt entstehen, ebenfalls keine Haftung übernehmen, genauso wenig für Anschlussverluste. Abgesehen davon, dass ich als Buskunde also in den meisten Verspätungsfällen rechtlos bin, verstehe ich ohnehin nicht, was an diesen Angeboten mit Ausnahme des Preises attraktiv sein soll. Denn der Bus ist schon fahrplanmäßig meist um ein Vielfaches länger unterwegs als der Zug und die Busse fahren nicht einmal in einem brauchbaren Taktverkehr. Wenn es für eine Strecke pro Tag nur eine oder vielleicht zwei Busverbindungen gibt, dann ist ein derartiges Angebot im Grunde ein Witz. Von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis kann insofern bei den Fernbussen nicht die Rede sein.
Der Preis ist für manche Fahrgäste das entscheidende Kriterium, daher haben Fernbusse auch eine Berechtigung und werden eine Nachfrage finden. Und weil der Preis das entscheidende Kriterium ist, wären Verspätungsentschädigungen auch unökonomisch! Diese müssten ja als Durchschnittswert auf den Fahrpreis aufgeschlagen werden. Stelle mal einen Fahrgast mit knappem Budget vor folgende Wahl:
a) Fahrpreis 9 € und keine Entschädigung bei Verspätung
b) Fahrpreis 10 € und Entschädigung in Höhe von 5 € mit Wahrscheinlichkeit von 20%
Der Erwartungswert ist in beiden Fällen gleich, aber wer seine Reise sparsam planen muss, wird a) vorziehen.
"Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte" sind sinnvoll
Felix, Göttingen, Samstag, 15.09.2012, 10:46 (vor 4960 Tagen) @ Silver
a) Fahrpreis 9 € und keine Entschädigung bei Verspätung
b) Fahrpreis 10 € und Entschädigung in Höhe von 5 € mit Wahrscheinlichkeit von 20%
Der Erwartungswert ist in beiden Fällen gleich, aber wer seine Reise sparsam planen muss, wird a) vorziehen.
Warum? Ich würde b) vorziehen. Als Kunde bin ich für Fahrgastrechte auch im Buslinienverkehr. Ich will, daß der Busunternehmer gezwungen ist, Fahrpläne zu erstellen, die mit hoher Zuverlässigkeit eingehalten werden können, dann muß er auch nicht entschädigen. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 20% macht der Busunternehmer was falsch.
"Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte" sind sinnvoll
GibmirZucker, Samstag, 15.09.2012, 13:27 (vor 4960 Tagen) @ Silver
a) Fahrpreis 9 € und keine Entschädigung bei Verspätung
b) Fahrpreis 10 € und Entschädigung in Höhe von 5 € mit Wahrscheinlichkeit von 20%
Das ist eben eine Wettbewerbsverzerrung, da abgesehen von Vielfahrern mit schlechten Erfahrungen, kein Mensch mit evtl. Entschädigungen kalkuliert. Die Bahn ist aber dazu verpflichtet.
Übrigens geht deine Kalkulation nicht ganz auf. Bei Entschädigungen mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% wäre das bei deiner Rechnung nicht 1 Euro mehr auf den Fahrpreis. Denn der ganze Verwaltungsaufwand muss einbezogen werden. D.h. bei 5 Euro Entschädigung kommen 55Cent Porto (evtl. nochmals 55Cent wenn unfrei möglich), plus Papier- und Druckkosten, plus Verwaltungsaufwand. Man müsste also umgekehrt der Bahn auch ermöglichen, Sonderangebote ohne Fahrgastreche zu verscherbeln.
"Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte" sind sinnvoll
Silver, Samstag, 15.09.2012, 14:49 (vor 4960 Tagen) @ GibmirZucker
Man müsste also umgekehrt der Bahn auch ermöglichen, Sonderangebote ohne Fahrgastreche zu verscherbeln.
Dafür!
FGR light
kater_k, BBRN, Samstag, 15.09.2012, 15:22 (vor 4960 Tagen) @ Silver
Es gibt doch schon Sonderangebote mit "FGR light" wie Schönes Wochenende & Co.
FGR light
Giovanni, Samstag, 15.09.2012, 16:02 (vor 4960 Tagen) @ kater_k
Es gibt doch schon Sonderangebote mit "FGR light" wie Schönes Wochenende & Co.
Bekannt ist, das die DB die in der EU-Verordnung festgeschriebenen Fahrgastrechte für SWT und co verweigert.
Unklar ist jedoch, ob sie dies tatsächlich darf.
Die DB Erzgebirgsbahn hat sogar die Nutzung ihrer Fernverkehrszüge mit nicht erheblich ermäßigten Fahrausweisen zwischen Döbeln und Berlin verboten.
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
FGR light bei SWT &Co
michael_seelze, Sonntag, 16.09.2012, 01:07 (vor 4959 Tagen) @ Giovanni
Es gibt doch schon Sonderangebote mit "FGR light" wie Schönes Wochenende & Co.
Bekannt ist, das die DB die in der EU-Verordnung festgeschriebenen Fahrgastrechte für SWT und co verweigert.
Unklar ist jedoch, ob sie dies tatsächlich darf.
Meinst Du das in Bezug auf die Nutzung eines Zuges einer anderen Produktklasse.
Da käme man wider zu den "vergleichbaren Beförderungsbedingungen".
Außerdem lautet § 2 (4) der EG-VO 1371/2007
Mit Ausnahme der in Absatz 3 genannten Bestimmungen[*] kann ein Mitgliedstaat in transparenter und nicht diskriminierender Weise für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren, der zweimal um höchstens fünf Jahre verlängert werden kann, eine
Ausnahme von der Anwendung der Bestimmungen dieser Verordnung auf inländische Schienenpersonenverkehrsdienste gewähren.
*= In Absatz (3) ist die Geltung der Artikel 9, 11, 12 und 19, Artikel 20 Absatz 1 und Artikel 26 ohne Ausnahme festgeschrieben.
Die Bundesrepublik Deutschland weicht in der EVO von bestimmten Bestimmungen der VO durch den §5 ab:
[...]kann das Eisenbahnverkehrsunternehmen in den Beförderungsbedingungen von § 17 Abs. 1 Nr. 1 abweichen, wenn nach dem vorgesehenen Tarif für den Fahrausweis ein erheblich ermäßigtes Beförderungsentgelt zu zahlen ist.
"Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte" vrmtl unrechtens
sfn17, Samstag, 15.09.2012, 17:58 (vor 4960 Tagen) @ GibmirZucker
Die Fahrgastrechte kann man vermutlich genausowenig veräußern wie seine Niere. Dafür sinds ja Rechte und keine zugekauften Optionen auf Ersatzleistungen aufgrund von Reisemängeln.
So wies ist mit den FGR, ists schon richtig so, allenfalls zuwenig noch.
Fernbusse sind "Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte"
Maggus, Ravensburg (Württ), Samstag, 15.09.2012, 12:26 (vor 4960 Tagen) @ Reisender
der Bus ist schon fahrplanmäßig meist um ein Vielfaches länger unterwegs als der Zug und die Busse fahren nicht einmal in einem brauchbaren Taktverkehr. Wenn es für eine Strecke pro Tag nur eine oder vielleicht zwei Busverbindungen gibt, dann ist ein derartiges Angebot im Grunde ein Witz. Von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis kann insofern bei den Fernbussen nicht die Rede sein.
Woher hast du diese Behauptungen bzgl. der Fahrzeit?
Zeig mir den Zug, der Friedrichshafen-Freiburg in 2h 20min schafft! Wie bringt mich der Zug in konkurrenzfähiger Fahrzeit von Friedrichshafen nach München?
Hast du dir überhaupt die Mühe gemacht und dir einen Busfahrplan angesehen? So wie das tönt, eher nicht.
In Deutschland (bzw. im deutschen Reich, ja so lange ist das her) gab es seit ewigen Zeiten Protektionismus im Sinne der Bahn und jetzt kommt ein Aufschrei. Dass nun Busse bevorzugt werden (keine Maut) ist nur ausgleichende Gerechtigkeit.
Fernbusse sind "Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte"
Reisender, München, Samstag, 15.09.2012, 15:59 (vor 4960 Tagen) @ Maggus
Woher hast du diese Behauptungen bzgl. der Fahrzeit?
Auf bahn.de gibt es das Tool MobilCheck, welche die Reisezeiten für Schiene und Straße anzeigt und einen schnellen Vergleich ermöglicht. Dieses Tool habe ich wiederum schon für dutzende Strecken genutzt und dabei immer wieder festgestellt, dass der Zug meist schneller ist.
Zeig mir den Zug, der Friedrichshafen-Freiburg in 2h 20min schafft! Wie bringt mich der Zug in konkurrenzfähiger Fahrzeit von Friedrichshafen nach München?
Soweit es für bestimmte Strecken keine direkte Bahnverbindung gibt und man mit dem Zug nur durch riesige Umwege und mehrmaliges Umsteigen hinkommt, ist klar, dass der Bus dann schneller ist. Für solche Strecken können aber schon nach geltendem Recht Fernbuslinien zugelassen werden. Ein Argument für die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs ist dies also nicht.
Hast du dir überhaupt die Mühe gemacht und dir einen Busfahrplan angesehen?
Ja, ich habe mich bei u.a. bei DeinBus.de und MeinFernbus.de schon mehrmals umgesehen und mir natürlich auch die dort abrufbaren Busfahrpläne angesehen, insbesondere als die Linie München-Freiburg eröffnet wurde, habe ich mich hierüber mit großem Interesse informiert. Wie bereits gesagt, finde ich dieses Angebot aber eher enttäuschend.
Konkurrenz belebt das Geschäft!
moose, Samstag, 15.09.2012, 12:48 (vor 4960 Tagen) @ Reisender
Wenn die Busunternehmen an "Zuverlässigkeit und Qualität sparen", wie du hier recht pauschal unterstellst, werden die Kunden schon mit den Füßen abstimmen und wegbleiben, keine Sorge. Kein Unternehmen (außer ein Monopolist, wie es z.B. gerade die Bahn jahrzehntelang war) kann es sich dauerhaft leisten, ein schlechtes Produkt zu überhöhten Preisen anzubieten.
Zu den Fahrgastrechten: Die gibt es bei der Bahn auch erst seit 2004, nach meiner Erinnerung auf gesetzlichen Druck als Reaktion auf zunehmende Unzuverlässigkeit bei der Bahn und deswegen auch von der DB lange bekämpft. Wenn der Busfernverkehr zuverlässig funktionieren sollte, braucht's keine Fahrgastrechte - wenn nicht, kann man die ja in ein paar Jahren immer noch einführen.
Mag ja sein, dass aus deiner Sicht am Busverkehr außer dem Preis nichts attraktiv ist, aber es gibt eben auch eine Menge Leute, die viel Zeit, aber wenig Geld haben und deswegen auf die Bahn und ein eigenes Auto verzichten. Warum sollte man denen Mobilität vorenthalten?
Nur zum Verständnis: Ich selbst bin überzeugter Bahn(viel)fahrer, begrüße die Liberalisierung des Busverkehrs aber ausdrücklich. Konkurrenz hat noch keinem geschadet, erst recht nicht der DB!
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Freitag, 14.09.2012, 23:55 (vor 4960 Tagen) @ Philippus
Ich wünsche den "Insassen" dann viel Spaß.........
Fernbusse, für meine Geschmack geht das garnicht, dann liber DB Insasse....
Fernbusse = Nischenprodukt
ICE-T-Fan, Samstag, 15.09.2012, 15:04 (vor 4960 Tagen) @ kimba2k
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 15.09.2012, 15:04
Das sehe ich genauso.
Ich fahre wöchentlich ca. 400 km und bezahle mit der Bahn zwischen 40 Euro (A-Tarif), 34,00 Euro (B-Tarif) und 31,30 Euro (C-Tarf). Das ist nicht sehr teuer und billiger als mit dem Auto. Da kommen die Fernbusse nicht dagegen an, es sei denn sie bieten Tickets unter 10 Euro pro Richtung an, da ich aufgrund meiner etwas abgelegenen Fahrtziele immer noch Vorlauf mit Linienbus und Nahverkehrszug hätte.
Ich glaube aber schon, dass sich Fernbusse rentieren und nicht wieder so schnell verschwinden, da die Betriebskosten viel kleiner als bei der Bahn sind und man daher größere Gewinnmargen hat. Allerdings wird der Fernbus ein Nischenprodukt bleiben. Im Nahverkehr wird er per Gesetz zum Schutz des länderfinanzierten Regionalverkehrs nicht erlaubt werden und im richtigen Fernverkehr ist er gegenüber Zug und Flugzeug viel zu langsam.
Aber im Mittelstreckenverkehr, der früher durch Interregio bedient wurde, ist der Fernbus eine klare Alternative. So Relationen um die 100-150 km ist er durchaus dem Zug gleichwertig. Insbesondere dort wo die Bahn selbst nicht sehr schnell fahren kann, wie dem Franken-Sachsen-Express (FSX, SaFran) zwischen Nürnberg, Hof, Chemnitz und Dresden. Auch auf der Relation Nürnberg-Leipzig dürfte er bis zur Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke über Ebensfeld nicht so sehr viel langsamer als der heutige ICE-Verkehr sein. Selbst Hamburg-Berlin, obwohl im ICE durchaus sehr schnell, ist eine attraktive Fernbusverbindung. Aber von München nach Frankfurt oder gar München nach Hamburg werden wohl nur die allerwenigsten mit dem Fernbus fahren, da dies ja einer Tagesreise gleichkommen würde.
Fernbusse = kein Nischenprodukt
Henrik, Samstag, 15.09.2012, 15:35 (vor 4960 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich fahre wöchentlich ca. 400 km und bezahle mit der Bahn zwischen 40 Euro (A-Tarif), 34,00 Euro (B-Tarif) und 31,30 Euro (C-Tarf). Das ist nicht sehr teuer und billiger als mit dem Auto. Da kommen die Fernbusse nicht dagegen an, es sei denn sie bieten Tickets unter 10 Euro pro Richtung an, da ich aufgrund meiner etwas abgelegenen Fahrtziele immer noch Vorlauf mit Linienbus und Nahverkehrszug hätte.
Ich glaube aber schon, dass sich Fernbusse rentieren und nicht wieder so schnell verschwinden, da die Betriebskosten viel kleiner als bei der Bahn sind und man daher größere Gewinnmargen hat. Allerdings wird der Fernbus ein Nischenprodukt bleiben. Im Nahverkehr wird er per Gesetz zum Schutz des länderfinanzierten Regionalverkehrs nicht erlaubt werden und im richtigen Fernverkehr ist er gegenüber Zug und Flugzeug viel zu langsam.
Aber im Mittelstreckenverkehr, der früher durch Interregio bedient wurde, ist der Fernbus eine klare Alternative. So Relationen um die 100-150 km ist er durchaus dem Zug gleichwertig. Insbesondere dort wo die Bahn selbst nicht sehr schnell fahren kann, wie dem Franken-Sachsen-Express (FSX, SaFran) zwischen Nürnberg, Hof, Chemnitz und Dresden. Auch auf der Relation Nürnberg-Leipzig dürfte er bis zur Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke über Ebensfeld nicht so sehr viel langsamer als der heutige ICE-Verkehr sein. Selbst Hamburg-Berlin, obwohl im ICE durchaus sehr schnell, ist eine attraktive Fernbusverbindung. Aber von München nach Frankfurt oder gar München nach Hamburg werden wohl nur die allerwenigsten mit dem Fernbus fahren, da dies ja einer Tagesreise gleichkommen würde.
Wer Fernbus fährt, der hat in der Regel reichlich Zeit, dem ist die Bequemlichkeit ziemlich egal,
er hat aber kein Geld.
Berlin - Hamburg gibts bereits seit Ewigkeiten als Busverbindung (geht auch stets in die Kalkulationen & Prognosen der Bahn ein) und wird nicht nur von wenigen genutzt.
Für ledigklich 9 Euro die Strecke, das ist unschlagbar günstig.
Fernbusse = Nischenprodukt
ICE-T-Fan, Samstag, 15.09.2012, 15:55 (vor 4960 Tagen) @ Henrik
Ich fahre wöchentlich ca. 400 km und bezahle mit der Bahn zwischen 40 Euro (A-Tarif), 34,00 Euro (B-Tarif) und 31,30 Euro (C-Tarf). Das ist nicht sehr teuer und billiger als mit dem Auto. Da kommen die Fernbusse nicht dagegen an, es sei denn sie bieten Tickets unter 10 Euro pro Richtung an, da ich aufgrund meiner etwas abgelegenen Fahrtziele immer noch Vorlauf mit Linienbus und Nahverkehrszug hätte.
Ich glaube aber schon, dass sich Fernbusse rentieren und nicht wieder so schnell verschwinden, da die Betriebskosten viel kleiner als bei der Bahn sind und man daher größere Gewinnmargen hat. Allerdings wird der Fernbus ein Nischenprodukt bleiben. Im Nahverkehr wird er per Gesetz zum Schutz des länderfinanzierten Regionalverkehrs nicht erlaubt werden und im richtigen Fernverkehr ist er gegenüber Zug und Flugzeug viel zu langsam.
Aber im Mittelstreckenverkehr, der früher durch Interregio bedient wurde, ist der Fernbus eine klare Alternative. So Relationen um die 100-150 km ist er durchaus dem Zug gleichwertig. Insbesondere dort wo die Bahn selbst nicht sehr schnell fahren kann, wie dem Franken-Sachsen-Express (FSX, SaFran) zwischen Nürnberg, Hof, Chemnitz und Dresden. Auch auf der Relation Nürnberg-Leipzig dürfte er bis zur Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke über Ebensfeld nicht so sehr viel langsamer als der heutige ICE-Verkehr sein. Selbst Hamburg-Berlin, obwohl im ICE durchaus sehr schnell, ist eine attraktive Fernbusverbindung. Aber von München nach Frankfurt oder gar München nach Hamburg werden wohl nur die allerwenigsten mit dem Fernbus fahren, da dies ja einer Tagesreise gleichkommen würde.
Wer Fernbus fährt, der hat in der Regel reichlich Zeit, dem ist die Bequemlichkeit ziemlich egal,
er hat aber kein Geld.Berlin - Hamburg gibts bereits seit Ewigkeiten als Busverbindung (geht auch stets in die Kalkulationen & Prognosen der Bahn ein) und wird nicht nur von wenigen genutzt.
Für ledigklich 9 Euro die Strecke, das ist unschlagbar günstig.
Für 9 Euro die Strecke würde ich Eisenach-Gera ggf. auch mit Fernbus fahren. Da ich aber erst mal bis Eisenach oder von Gera zum Ziel mit der Bahn und Linienbussen fahren muss, wäre es trotzdem nicht viel günstiger als bisher.
Eisenach-Ronneburg kostet als ICE-Ticket 18,50 Euro die einfach Strecke, nur mit Regionalverkehr sogar weniger als 15 Euro. Bad Salzungen-Ronneburg kostet mit der Bahn zwischen 20 Euro (A-Tarif), 17,00 Euro (B-Tarif) und 15,65 Euro (C-Tarf). Das ist nicht sehr teuer und billiger als mit dem Auto.
Verglichen mit der Transportkapazität, welche die Bahn bereitstellt, ist der Fernbus ein Nieschenprodukt.
Barrierefreiheit, Schikanen zum Verhinderung von Konkurrenz
Felix, Göttingen, Samstag, 15.09.2012, 11:03 (vor 4960 Tagen) @ Philippus
Hier ist noch ein Artikel: FTD
"Zum Schutz des von den Ländern mitbezahlten regionalen Zugverkehrs wurde vereinbart, dass Fahrtstrecken unter 50 Kilometern Länge und mit weniger als einer Stunde Reisezeit nicht angeboten werden dürfen. Auf Drängen der Grünen und der SPD wurde verfügt, dass die Fahrzeuge bis Ende 2019 barrierefrei sein müssen. Neue Fernbusse müssen zudem ab 2016 mindestens zwei Plätzen für Rollstuhlfahrer haben. Die von der SPD geforderte gesonderte Maut für Busse wird es nicht geben.
Vertreter der Branche lobten den Durchbruch als "lange erwartete Befreiung eines viel zu lange regulierten Marktes im Herzen Europas". Die Einigung der Fraktionen ist Teil eines Kompromisspakets beim Personenbeförderungsgesetz. Für den öffentlichen Personennahverkehr soll es ab 2022 eine vollständige Barrierefreiheit geben. Zudem sollen wegen des demografischen Wandels die Hürden für Angebote wie Anrufsammeltaxis gesenkt werden."
- Die Beschränkung auf Fahrtstrecken mit mindestens einer Stunde Reisezeit verunmöglicht zum Beispiel ein Angebot zwischen Göttingen und Kassel. Die Bahn kostet hier auf einer Entfernung (Straße) von nur 50 km 14,40 €, das macht 28,8 cent/km. Ein Irrsinnspreis! Trotzdem darf es hier auch weiterhin kein Busangebot geben.
- Zwei Rollstuhlplätze und Barrierefreiheit, also großes behindertengerechtes Klo. Das wird auch die heute schon vorhandenen Buslinien stark zurückwerfen, also wesentlich teurer machen. Wahrscheinlich war auch genau das die Absicht.
- Andere Länder, wie die USA, kümmern sich auch um Rechte für Behinderte. Aber merkwürdigerweise kommen sie dort nicht auf solche Ideen wie in Deutschland.
- Ab 2022 vollständige Barrierefreiheit für den öffentlichen Personennahverkehr? Das bedeutet, daß die Hochflurstadtbahnnetze in Deutschland viele Haltestellen, die sie nicht umbauen können, auflassen werden müssen. Das wird noch interessant und mal wieder zu großen Nachteilen für viele Menschen führen.
Fazit: In Deutschland gehen Bahninteressen über Menscheninteressen.
Barrierefreiheit, Schikanen zum Verhinderung von Konkurrenz
Fabian318, Münster i. W., Samstag, 15.09.2012, 11:13 (vor 4960 Tagen) @ Felix
[*]Die Beschränkung auf Fahrtstrecken mit mindestens einer Stunde Reisezeit verunmöglicht zum Beispiel ein Angebot zwischen Göttingen und Kassel. Die Bahn kostet hier auf einer Entfernung (Straße) von nur 50 km 14,40 €, das macht 28,8 cent/km. Ein Irrsinnspreis! Trotzdem darf es hier auch weiterhin kein Busangebot geben.
Leider sind das auch Preise, die im innerstädtischen Busverkehr mehr als marktüblich sind... :-/
Barrierefreiheit, Schikanen zum Verhinderung von Konkurrenz
Felix, Göttingen, Samstag, 15.09.2012, 11:22 (vor 4960 Tagen) @ Fabian318
[*]Die Beschränkung auf Fahrtstrecken mit mindestens einer Stunde Reisezeit verunmöglicht zum Beispiel ein Angebot zwischen Göttingen und Kassel. Die Bahn kostet hier auf einer Entfernung (Straße) von nur 50 km 14,40 €, das macht 28,8 cent/km. Ein Irrsinnspreis! Trotzdem darf es hier auch weiterhin kein Busangebot geben.
Leider sind das auch Preise, die im innerstädtischen Busverkehr mehr als marktüblich sind... :-/
Hmja, warum sagst Du das? Wenn der Gesamtpreis wegen der kurzen Fahrtstrecke viel niedriger ist, dann sind hohe Kilometerpreise eher verschmerzbar. Und die Kosten sind innerstädtisch ja auch viel höher (niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit, niedrige durchschnittliche Auslastung, hoher Kraftstoffverbrauch wegen Stop und Go).
Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen nicht absolut verboten!
Reisender, München, Samstag, 15.09.2012, 11:25 (vor 4960 Tagen) @ Felix
Die Beschränkung auf Fahrtstrecken mit mindestens einer Stunde Reisezeit verunmöglicht zum Beispiel ein Angebot zwischen Göttingen und Kassel.
Laut Dieter Ganf, Hauptgeschäftsführer des Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA), haben die Busunternehmer ohnehin kein Interesse Buslinen parallel zu ICE-Schnellfahrstrecken anzubieten.
Im Hamburger Abendblatt heißt es in diesem Artikel, dass neue Buslinien vor allem dort eingerichtet werden, wo es keine schnellen Bahnverbindungen gibt. „Parallel zu einer ICE-Neubaustrecke wird sicherlich keine neue Linie entstehen“, prophezeit der RDA-Hauptgeschäftsführer. Angesteuert werden dürften seiner Einschätzung nach eher mittelgroße Städte, zwischen denen es bislang keine direkte Bahnverbindung gibt.
Außerdem besteht schon jetzt kein absolutes Verbot öffentlichen Nahverkehr mit Bussen auf Strecken mit bis zu 50 km Entfernung zwischen den einzelnen Haltestellen anzubieten. Laut Bundesverkehrsministerium kann die Genehmigungsbehörde auch auf derartigen Strecken die Beförderung zulassen, wenn kein ausreichendes Nahverkehrsangebot besteht. Ferner hatte ich ja schon in meinem obigen Beitrag am Beispiel von Deinbus festgehalten, dass die 50 km-Beschränkung leicht umgangen werden kann ("Wir können niemanden daran hindern, sich ein Ticket [von München] nach Prag zu kaufen und in Regensburg auszusteigen").
Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen nicht absolut verboten!
Felix, Göttingen, Samstag, 15.09.2012, 11:37 (vor 4960 Tagen) @ Reisender
Laut Dieter Ganf, Hauptgeschäftsführer des Internationalen Bustouristik Verbandes (RDA), haben die Busunternehmer ohnehin kein Interesse Buslinen parallel zu ICE-Schnellfahrstrecken anzubieten.
Im Hamburger Abendblatt heißt es in diesem Artikel, dass neue Buslinien vor allem dort eingerichtet werden, wo es keine schnellen Bahnverbindungen gibt. „Parallel zu einer ICE-Neubaustrecke wird sicherlich keine neue Linie entstehen“, prophezeit der RDA-Hauptgeschäftsführer. Angesteuert werden dürften seiner Einschätzung nach eher mittelgroße Städte, zwischen denen es bislang keine direkte Bahnverbindung gibt.
Es wird mit Sicherheit eine Buslinie zwischen Frankfurt und Köln geben. Vielleicht hat Herr Ganf auch einfach aus taktischen Gründen gelogen, damit das Gesetz endlich durchkommt.
Außerdem besteht schon jetzt kein absolutes Verbot öffentlichen Nahverkehr mit Bussen auf Strecken mit bis zu 50 km Entfernung zwischen den einzelnen Haltestellen anzubieten. Laut Bundesverkehrsministerium kann die Genehmigungsbehörde auch auf derartigen Strecken die Beförderung zulassen, wenn kein ausreichendes Nahverkehrsangebot besteht.
Da hast Du natürlich recht. Aber leider gibt es zwischen Göttingen und Kassel ein ausreichendes Nahverkehrsangebot.
Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen nicht absolut verboten!
Benjamin.Keller, Samstag, 15.09.2012, 13:06 (vor 4960 Tagen) @ Reisender
Im Hamburger Abendblatt heißt es in diesem Artikel, dass neue Buslinien vor allem dort eingerichtet werden, wo es keine schnellen Bahnverbindungen gibt. „Parallel zu einer ICE-Neubaustrecke wird sicherlich keine neue Linie entstehen“, prophezeit der RDA-Hauptgeschäftsführer. Angesteuert werden dürften seiner Einschätzung nach eher mittelgroße Städte, zwischen denen es bislang keine direkte Bahnverbindung gibt.
Das würde ich an seiner Stelle natürlich auch sagen. Er weiß ja, warum es Kritik an einer Liberalisierung gibt und wird seine Worte entsprechend abwägen.
Außerdem besteht schon jetzt kein absolutes Verbot öffentlichen Nahverkehr mit Bussen auf Strecken mit bis zu 50 km Entfernung zwischen den einzelnen Haltestellen anzubieten. Laut Bundesverkehrsministerium kann die Genehmigungsbehörde auch auf derartigen Strecken die Beförderung zulassen, wenn kein ausreichendes Nahverkehrsangebot besteht. Ferner hatte ich ja schon in meinem obigen Beitrag am Beispiel von Deinbus festgehalten, dass die 50 km-Beschränkung leicht umgangen werden kann ("Wir können niemanden daran hindern, sich ein Ticket [von München] nach Prag zu kaufen und in Regensburg auszusteigen").
Damit mag man Pfennigfuchser anziehen. Im Massenverkehr wird das aber nicht ziehen. "Wie, sie wollen zum Flughafen? Da müssen sie aber bis XY durchlösen." Das ist nicht kommunizierbar. Und genau vor solchen Angeboten (Flughafenshuttle etc.) haben die Kommunen ja Angst, weil die Verbindungen zu solchen Zielen eben das ganze Einnahmesystem stabilisieren. Oder genauer gesagt: Den Subventionsbedarf senken. Den Einsatz von Steuermitteln reduzieren ;)
Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen nicht absolut verboten!
Henrik, Samstag, 15.09.2012, 13:30 (vor 4960 Tagen) @ Benjamin.Keller
Im Hamburger Abendblatt heißt es in diesem Artikel, dass neue Buslinien vor allem dort eingerichtet werden, wo es keine schnellen Bahnverbindungen gibt. „Parallel zu einer ICE-Neubaustrecke wird sicherlich keine neue Linie entstehen“, prophezeit der RDA-Hauptgeschäftsführer. Angesteuert werden dürften seiner Einschätzung nach eher mittelgroße Städte, zwischen denen es bislang keine direkte Bahnverbindung gibt.
Das würde ich an seiner Stelle natürlich auch sagen. Er weiß ja, warum es Kritik an einer Liberalisierung gibt und wird seine Worte entsprechend abwägen.
aber gerade deswegen gab es die Kritik ja nicht - deswegen wurde liberalisiert.
Insofern wäre hier kein Grund gegeben, vorzuheucheln.
Außerdem besteht schon jetzt kein absolutes Verbot öffentlichen Nahverkehr mit Bussen auf Strecken mit bis zu 50 km Entfernung zwischen den einzelnen Haltestellen anzubieten. Laut Bundesverkehrsministerium kann die Genehmigungsbehörde auch auf derartigen Strecken die Beförderung zulassen, wenn kein ausreichendes Nahverkehrsangebot besteht. Ferner hatte ich ja schon in meinem obigen Beitrag am Beispiel von Deinbus festgehalten, dass die 50 km-Beschränkung leicht umgangen werden kann ("Wir können niemanden daran hindern, sich ein Ticket [von München] nach Prag zu kaufen und in Regensburg auszusteigen").
Damit mag man Pfennigfuchser anziehen. Im Massenverkehr wird das aber nicht ziehen. "Wie, sie wollen zum Flughafen? Da müssen sie aber bis XY durchlösen." Das ist nicht kommunizierbar. Und genau vor solchen Angeboten (Flughafenshuttle etc.) haben die Kommunen ja Angst, weil die Verbindungen zu solchen Zielen eben das ganze Einnahmesystem stabilisieren. Oder genauer gesagt: Den Subventionsbedarf senken. Den Einsatz von Steuermitteln reduzieren ;)
Wieso sollte es neue zusätzliche Flughafenshuttle geben, wenn es sie bereits gibt, das wird sich keiner antun.
Ja, Busverkehr ist für Pfennigfuchser.
Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen nicht absolut verboten!
Manitou, Sonntag, 16.09.2012, 00:24 (vor 4959 Tagen) @ Henrik
Wenn man bei einem nicht subventionierten Fernverkehr für mind. 50 km zahlen muß, dann dürfte dies teuerer sein, als Nahverkehr mit Verbund-Tarif.
Öffentlicher Nahverkehr mit Bussen nicht absolut verboten!
Henrik, Sonntag, 16.09.2012, 00:37 (vor 4959 Tagen) @ Manitou
Wenn man bei einem nicht subventionierten Fernverkehr für mind. 50 km zahlen muß, dann dürfte dies teuerer sein, als Nahverkehr mit Verbund-Tarif.
gewiss. dem ist i.d.R. so
(mal abgesehen von BC50-Einsatz.. da fuhr ich letztens mit IC-Ticket deutlich günstiger zwischen Köln & Düsseldorf als mit NV-Ticket^^)
..aber was willst Du damit aussagen?
Barrierefreiheit, Schikanen zum Verhinderung von Konkurrenz
GibmirZucker, Samstag, 15.09.2012, 12:12 (vor 4960 Tagen) @ Felix
Hier ist noch ein Artikel: [link=http://www.ftd.de/politik/deutschland/:fernbusse-i
[*]Zwei Rollstuhlplätze und Barrierefreiheit, also großes behindertengerechtes Klo. Das wird auch die heute schon vorhandenen Buslinien stark zurückwerfen, also wesentlich teurer machen. Wahrscheinlich war auch genau das die Absicht.
Ja, es ist aber ein Teil der Chancengleichheit (wenn schon die Maut nicht eingeführt wird, was unverständlich ist). Denn sonst kann ein Busunternehmer die Leistung billiger anbieten, weil er eben nicht behindertengerechte Fahrzeuge hat, während die Bahn zu lasten von Sitzplätzen behindertengerechte Klos einbauen muss, plus den ganzen Personalaufwand für die Rollstuhlrampen im Fernverkehr. Wie die Busunternehmer mit dem behindertengerechten Klo umgehen werden, ist eine andere Frage. Aus Platzgründen und wegen dem Gewicht wird es schwierig. Vom Platz her würde wohl praktisch bei Doppelstockbussen das ganze Unterdeck von zwei Rollstuhlplätzen, großen Türen und dem Klo eingenommen. Evtl. werden die Betreiber in die Trickkiste greifen und gar kein Klo mehr anbieten. D.h. was nicht da ist, muss auch nicht behindertengerecht sein.
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
M-PAS, München, Samstag, 15.09.2012, 22:41 (vor 4960 Tagen) @ Philippus
Also zu dem Thema fällt mir spontan ein - "nur billiger" wird kein Alleinstellungsmerkmal sein! Wenn ich lese, dass ein Busunternehmer Frankfurt-München anbieten will, ist das nicht durchdacht!
Was ich mir gut vorstellen kann, ist wenn so Busfahrten, die Querstrecken der DB ausfüllen! Also gerade in BadenWürttemberg und gerade im Gebiet Bodensee ist da viel Bedarf. Eben gerade so die Querverbindung Allgäu zum Breisgau (mit der Bahn nur via Ulm/Stuttgart) machbar.
Oder auch wenn man im Osten von Bayern in den Süden will ? Sagen wir mal Waldkraiburg nach Traunstein? Da wird man mit der DB immer Rosenheim besuchen müssen, obwohl es mit dem Bus schneller und ??? Billiger ??? geht?
Aber hier sind ja Bundesweite Strecken gefragt! Wenn die Busunternehmer so innovativ sein wollen, warum bieten die nicht einfach sinnvolle Querstrecken im Nahverkehr an?
Die Bahn hat erhebliche Lücken in sinnvollen Querverbindungen, da wäre eine Ansatz.
Wer billig von A nach B will, der macht doch gleich auf Mitfahrerzentrale, oder schummelt sich mit einem 5er Gammelticket quer durchs Land.
Fernbusse auf DB Linien die sinnvoll getaktet sind und auch noch schnell sind, nur billiger anzubieten, hat meiner Meinung nach - wenig Erfolg.
Grüße aus Pasing
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
CNL484, Samstag, 15.09.2012, 23:51 (vor 4959 Tagen) @ M-PAS
Kommt ja wie gerufen für die Stadt Jena bzw. Saalfeld ab 2017.Neuen Busbahnhof Jena gibts ja schon.Ob die wenigen Sitze im Bus ausreichen ist fraglich.
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
GibmirZucker, Sonntag, 16.09.2012, 00:02 (vor 4959 Tagen) @ CNL484
Kommt ja wie gerufen für die Stadt Jena bzw. Saalfeld ab 2017.Neuen Busbahnhof Jena gibts ja schon.Ob die wenigen Sitze im Bus ausreichen ist fraglich.
Jena hast schon seinen Fernbus nach Berlin. Hält, zu meiner Überraschung, nun sogar am schicken Busbahnhof (vorher an der Bushaltestelle von Jenah). Wird sogar an der elektronischen Anzeigetafel in die Gegenrichtung mit "Eisenach" und Abfahrtszeit gezeigt - obwohl nicht von Jena nach Eisenach buchbar;-). Derzeit noch eine Stunde langsamer als der ICE, aber sobald Jena abgekuppelt ist, dann wird er wohl wirklich nicht langsamer sein (als RE und ICE - Kombi).
bundesweite Fernbuslinien sollen ab 2013 kommen
ICE-T-Fan, Sonntag, 16.09.2012, 01:02 (vor 4959 Tagen) @ GibmirZucker
Ab 2013 dürfte dann auch Jena-Eisenach möglich sein, da dann Berlin-Bindung aufgehoben ist und die Relation über 50 km respektive 1 Stunde Fahrzeit liegt.
Ich fahre aber trotzdem weiterhin ICE-RE, da schneller als Bus.
![[image]](http://www.bahnknoten-ingolstadt.de/pics/collage.jpg)