? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung (Reiseberichte)

Eingleisigkeit, Montag, 10.09.2012, 22:38 (vor 4941 Tagen)
bearbeitet von Eingleisigkeit, Montag, 10.09.2012, 22:42

Moin zusammen,

anbei mal ein Reisebericht von meiner gestrigen Fahrt von Dresden nach Aachen samt offenen Fragen zum Betriebsablauf.

Geplant war die folgende Fahrt von Dresden nach Aachen:

Dresden Hbf ab:    15.54 Uhr    ICE 1554
Frankfurt Flug an: 20.55 Uhr
Frankfurt Flug ab: 21.09 Uhr    ICE 512
Köln Hbf an:       22.05 Uhr
Köln Hbf ab:       22.15 Uhr    RE 10140
Aachen Hbf an:     23.07 Uhr

Eigentlich die beste Verbindung, die man auf dieser Strecke bekommen kann, leider nicht ganz ohne Risiken, wie sich auch letzten Sonntag wieder zeigte.

Schon bei der Bereitstellung des ICE 1554/1594 sah ich mit Verwunderung, dass sich der 7-teilige Zugteil vorne befand und erst dahinter der 5-Teiler kam. "Bezettelt" waren die Teile allerdings korrekt, also 7-Teiler als 1594 nach Saarbrücken und der hintere nach Wiesbaden.
Dem kundigen Bahnfahrer wird hier natürlich sofort klar, dass das in Frankfurt Hbf nicht gutgehen kann - der 1594 fährt planmäßig 12 Minuten nach dem 1554 ab, parkt ihn also ein.

Fast schon typischerweise war an der Anzeige nichts von einer umgekehrten Wagenreihung zu lesen. Da auch in Neustadt noch Reisende schnaufend in den Wagen stiegen, gehe ich davon aus, dass es hier nicht anders war.
Im Zug die ganz normalen Durchsagen, ohne Hinweise auf Abweichungen.

Bei der Fahrkartenkontrolle fragte ich dann die Schaffnerin, wie man denn vorhabe, in Frankfurt zu verfahren. Sie winkte ab und sagte, sie wisse das nicht und fährt nur bis Leipzig, ich solle dann nochmal die folgende Schicht fragen.
Hinter Leipzig also erneut Fahrkartenkontrolle und ich stellte die gleiche Frage. Wieder kam die Antwort, in Erfurt wechsele das Personal, sie wisse dazu im Moment nichts.
Hinter Eisenach probierte ich es erneut. Diesmal wusste der Zub Bescheid und sagte mir, die Abfahrt nach Wiesbaden wäre wohl erst 20.58 Uhr, also 16 Minuten später. Über die Lautsprecher wurde dazu allerdings noch nichts verkündet.

Ich hatte unterwegs mit meinem Handy noch schnell nach Alternativen gesucht. Der ICE 528, der an diesem Tag wegen der Bauarbeiten auf der KRM in Frankfurt noch erreicht worden wäre und rechtzeitig in Deutz angekommen wäre, hatte leider +25 und hielt statt Frankfurt Hbf am Südbahnhof. Also keine Alternative.
Da ich bei Betriebsabweichungen in der Regel kein Vertrauen in die internen Prognosen der DB habe, entschied ich mich kurzfristig, vom Hbf zum Flug-Regionalbahnhof mit der S8 zu fahren. Gut wars, denn der 512 hat den (dann laut mobileBahn +19 verspäteten 1554 *sic!*) nicht abgewartet.
Noch ärgerlicher war es aber sicherlich für die Reisenden Richtung Koblenz und Bonn ab Mainz. Ich habe nicht nachgeschaut, ob der Anschluss gewährt wurde, aber wenn hätte der 2210 ja einige Zeit warten müssen.

Insgesamt leider nach langer Zeit mal wieder ein dilettantischer Tag bei der Bahn.

Aus meiner Sicht hätte es vor allem 4 Alternativen gegeben. Wie bewertet ihr diese auf Durchführbarkeit?

  • Die Vorleistung des ICE 1554 ist ja der ICE 1747 vom Samstagabend. Der ICE 1594 kommt 110 Minuten vor Abfahrt als ICE 1597 aus Frankfurt rein und hatte am Sonntag keine außergewöhnlich hohe Verspätung. Wieso ist es bei solch langen Wendezeiten nicht möglich, den Zug richtig zu reihen? Hatte der 5-teilige Zug eine Störung, sodass er nicht an der Spitze fahren konnte? Zur Not hätte man doch noch nach der Ankunft des 1597 in Dresden genug Zeit gehabt, die beiden Zugteile richtig zu rangieren. Personal ist ja für die Prag-ECs sowieso vor Ort.
  • Man hätte noch vor Abfahrt in Dresden die Zugteile umbenennen können, damit die Reihenfolge wieder stimmt. Dann wäre der 5-teiler nach Saarbrücken und der 7-teiler nach Wiesbaden gefahren. Ist natürlich ärgerlich für Fahrgäste mit Reservierungen und die Umlaufpläne geraten auch ein wenig durcheinander, aber die Züge sind zumindest nicht zu spät.
  • Man hätte die Züge in Hanau (oder im Frankfurter Gleisvorfeld, wobei das eher schwierig werden könnte) trennen können und dann einzeln nach Frankfurt Hbf auf separate Gleise fahren können. Dann hätte der eine nicht den anderen zugestellt. Der Tf hätte natürlich nach Hanau kommen müssen, aber mit gewisser Vorlaufzeit (das Problem war ja schon Stunden vorher bekannt), hätte man das doch regeln können. Das Entkuppeln in Hanau dauert sicher nicht lange und von dort gibt es ja sogar 2 Routen zum Hbf.
  • Man hätte für den ICE 1554 einen Ersatzzug am gegenüberliegenden Gleis bereit stellen können, der pünktlich nach Wiesbaden abfährt. Einen 5-teiligen ICE umsteigen zu lassen, dauert ja nun nicht ewig und für die kurze Reststrecke hätte man sicher auf Reservierungsanzeigen und "gastronomischen Service mit reichhaltigem Angebot an Speisen und Getränken" verzichten können.

Stattdessen macht die Bahn aber einfach nichts und sitzt das Problem aus. Es mag cholerisch klingen, so einen Aufstand wegen 15 oder 20 Minuten Verspätung zu fordern. Aber es geht hier ja um wichtige Anschlüsse Richtung Köln, Düsseldorf und Münster (sicher nicht die letzten am Tag, aber es war schon recht spät) und nach Koblenz, Trier, Bonn, etc.
Außerdem gab es (ausnahmsweise) mal genug zeitlichen Vorlauf, um in Ruhe disponieren zu können und der Aufwand wäre ja nun recht beschränkt gewesen.

Nun ja, dieser nun doch etwas längere Reisebericht kann ja mal Anstoß zu einer Diskussion sein.

Grüße in die Runde,
Eingleisigkeit

PS: Ich kam letztlich doch mit +30 in Aachen an, weil der RE 1 zu spät war. Schon vor Köln. Weiß jemand, was den Zug konkret aufgehalten hat? Ich führe Verspätungsstatistik über meine Fahrten und bin deshalb an den wahren Verspätungsursachen interessiert. Schonmal vorab Danke :)

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

Turbonegro, Montag, 10.09.2012, 23:06 (vor 4941 Tagen) @ Eingleisigkeit
bearbeitet von Turbonegro, Montag, 10.09.2012, 23:07

Moin zusammen,

anbei mal ein Reisebericht von meiner gestrigen Fahrt von Dresden nach Aachen samt offenen Fragen zum Betriebsablauf.

Geplant war die folgende Fahrt von Dresden nach Aachen:

Dresden Hbf ab:    15.54 Uhr    ICE 1554
Frankfurt Flug an: 20.55 Uhr
Frankfurt Flug ab: 21.09 Uhr    ICE 512
Köln Hbf an:       22.05 Uhr
Köln Hbf ab:       22.15 Uhr    RE 10140
Aachen Hbf an:     23.07 Uhr

PS: Ich kam letztlich doch mit +30 in Aachen an, weil der RE 1 zu spät war. Schon vor Köln. Weiß jemand, was den Zug konkret aufgehalten hat? Ich führe Verspätungsstatistik über meine Fahrten und bin deshalb an den wahren Verspätungsursachen interessiert. Schonmal vorab Danke :)

Gestern = 9.9.?
ICE 1554
Dresden +1
Leipzig -1/+1
Erfurt -1/+1
Eisenach +1/+5 Störung an einem Bahnübergang (wahrscheinlich Befehl geschrieben)
Fulda +6/+6
Frankfurt +2/+24
Frankfurt Flugh +22/+20 (528 hat angeblich gewartet)
Wiesbaden +15
ICE 1594
Frankfurt +8
Saarbrücken +3


ICE 512
Frankfurt Flugh +2
Siegburg-Bonn +9/+9 technische Störung am Fzg
Köln +7/+12

RE 10140
Paderborn +7
Hamm +9/+12 Verzögerung im Betriebsablauf (wahrscheinlich irgendwas hinterhergeeiert)
Dortmund +11/+15
Düsseldorf +25/+26 Verzögerung im Betriebsablauf (wahrscheinlich immer noch irgendwas hinterhergeeiert)
Köln +28/+27
Aachen +28

Danke für die ausführlichen Erläuterungen

Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 11:28 (vor 4940 Tagen) @ Turbonegro
bearbeitet von Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 11:31

Gestern = 9.9.?
ICE 1554
Dresden +1
Leipzig -1/+1
Erfurt -1/+1
Eisenach +1/+5 Störung an einem Bahnübergang (wahrscheinlich Befehl geschrieben)

Ahja, das wirds gewesen sein. War der BÜ bei km 185 bei Neustädt/Hessen. Da mussten wir vor dem Passieren nochmal kurz anhalten. Ich glaube, der war durch Posten gesichert. Hab jedenfalls noch ein DB Netz-Auto dort rumstehen sehen.

Fulda +6/+6
Frankfurt +2/+24
Frankfurt Flugh +22/+20 (528 hat angeblich gewartet)

Ist ja schön, dass der 528 wartet. Aber der hält ja nicht in Siegburg, Köln Hbf und ist den anderen Orten im Ruhrgebiet auch deutlich später. Laut Zugmonitor hat der IC 2210 in Mainz nicht gewartet. Wobei es verständlich und in Ordnung ist, dass der 512 nicht auf einen über 20 Minuten verspäteten 1554 wartet, wenn kurz darauf wieder etwas über die KRM fährt.

Wiesbaden +15

ICE 1594
Frankfurt +8

Weißt du, warum der hier nicht pünktlich abfahren konnte?

Saarbrücken +3


ICE 512
Frankfurt Flugh +2
Siegburg-Bonn +9/+9 technische Störung am Fzg

Aha. Ich dachte, es lag einfach daran, dass wir zwischen Limburg Süd und Montabaur langsamer an der Baustelle vorbeifahren mussten.

Köln +7/+12

RE 10140
Paderborn +7
Hamm +9/+12 Verzögerung im Betriebsablauf (wahrscheinlich irgendwas hinterhergeeiert)

Was soll das heißen? Meinst du, dass er von einem vorausfahrenden Zug aufgehalten wurde? Und warum schafft man es nicht, den zwischen Hamm und Köln mal irgendwo zu überholen?

Dortmund +11/+15
Düsseldorf +25/+26 Verzögerung im Betriebsablauf (wahrscheinlich immer noch irgendwas hinterhergeeiert)
Köln +28/+27
Aachen +28

Und die Euroregiobahn um 23.31 Uhr konnte selbstverständlich nicht warten ;)

Naja, vielen Dank aber für die ausführlichen Auskünfte.
Eingleisigkeit

Danke für die ausführlichen Erläuterungen

Christian_S, Dienstag, 11.09.2012, 13:57 (vor 4940 Tagen) @ Eingleisigkeit

Ahja, das wirds gewesen sein. War der BÜ bei km 185 bei Neustädt/Hessen.

Neustädt liegt in Thüringen ;)

Korrekt

Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 14:13 (vor 4940 Tagen) @ Christian_S

Hatte an dieser Stelle die Landesgrenzen falsch interpretiert. Ist aber auch ein bisschen unübersichtlich da :)

Grüße,
Eingleisigkeit

War der 5-Teiler zufälligerweise Tz 1505 "Marburg"?

ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 14:51 (vor 4940 Tagen) @ Eingleisigkeit

- kein Text -

Nein, war Greifswald :-)

Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 23:26 (vor 4940 Tagen) @ ICE-T-Fan

- kein Text -

"Marburg" hatte nämlich letzten Fr Störung

ICE-T-Fan, Mittwoch, 12.09.2012, 00:37 (vor 4940 Tagen) @ Eingleisigkeit

- kein Text -

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

gus78, Dienstag, 11.09.2012, 16:18 (vor 4940 Tagen) @ Eingleisigkeit

"Bezettelt" waren die Teile allerdings korrekt, also 7-Teiler als 1594 nach Saarbrücken und der hintere nach Wiesbaden.

Dem kundigen Bahnfahrer wird hier natürlich sofort klar, dass das in Frankfurt Hbf nicht gutgehen kann - der 1594 fährt planmäßig 12 Minuten nach dem 1554 ab, parkt ihn also ein.

Im Zug die ganz normalen Durchsagen, ohne Hinweise auf Abweichungen.

Sie winkte ab und sagte, sie wisse das nicht und fährt nur bis Leipzig, ich solle dann nochmal die folgende Schicht fragen.


Hier beschreibst du treffend das Hauptproblem der Bahn. Mangelnde bzw. Fehlende Kommunikation und Information. Verspätung kann passieren, aber dieses Problem wäre vermeidbar.

Wie kann es sein, dass sich Kunden besser auskennen als die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens?

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 17:36 (vor 4940 Tagen) @ gus78

"Bezettelt" waren die Teile allerdings korrekt, also 7-Teiler als 1594 nach Saarbrücken und der hintere nach Wiesbaden.

Dem kundigen Bahnfahrer wird hier natürlich sofort klar, dass das in Frankfurt Hbf nicht gutgehen kann - der 1594 fährt planmäßig 12 Minuten nach dem 1554 ab, parkt ihn also ein.

Im Zug die ganz normalen Durchsagen, ohne Hinweise auf Abweichungen.

Sie winkte ab und sagte, sie wisse das nicht und fährt nur bis Leipzig, ich solle dann nochmal die folgende Schicht fragen.

Hier beschreibst du treffend das Hauptproblem der Bahn. Mangelnde bzw. Fehlende Kommunikation und Information. Verspätung kann passieren, aber dieses Problem wäre vermeidbar.

Wie kann es sein, dass sich Kunden besser auskennen als die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens?

Aha, nur weil eine Zugbegleiterin, die selbst bis Frankfurt gar nicht fährt 3,5 Stunden vorher nicht genau sagen konnte was dort passieren wird ist das fehlende oder mangelhafte Kundeninformation? Ich möchte nicht wissen wie du argumentiert hättest wenn eine genaue Information gegeben worden wäre, die sich bedingt durch die lange Vorlaufzeit wieder geändert hätte.
Hier wird oft eine Erwartungshaltung aufgebaut, die niemand erfüllen kann. Ich finde es immer wieder toll wenn man 3 Stunden vorher wissen möchte, ob der Anschluss in xy erreicht wird. Der normale Menschenverstand sagt einem eigentlich das außer Glaskugelbesitzern eine Antwort zu diesem Zeitpunkt nicht zufriedenstellend möglich ist.

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

gus78, Dienstag, 11.09.2012, 18:51 (vor 4940 Tagen) @ Mario-ICE

Aha, nur weil eine Zugbegleiterin, die selbst bis Frankfurt gar nicht fährt 3,5 Stunden vorher nicht genau sagen konnte was dort passieren wird ist das fehlende oder mangelhafte Kundeninformation? Ich möchte nicht wissen wie du argumentiert hättest wenn eine genaue Information gegeben worden wäre, die sich bedingt durch die lange Vorlaufzeit wieder geändert hätte.
Hier wird oft eine Erwartungshaltung aufgebaut, die niemand erfüllen kann. Ich finde es immer wieder toll wenn man 3 Stunden vorher wissen möchte, ob der Anschluss in xy erreicht wird. Der normale Menschenverstand sagt einem eigentlich das außer Glaskugelbesitzern eine Antwort zu diesem Zeitpunkt nicht zufriedenstellend möglich ist.

Ja! In diesem Fall war es doch aufgrund der umgekehrten Wagenreihung 3 Stunden vorher klar, dass es spätestens in Frankfurt Hbf. problematisch wird! Der Kunde konnte es sich doch auch denken! Nur was machen eben Leute, die nicht so oft Bahn fahren?

Wieso diese Ausflüchte deinerseits?

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

torsten_le, Dienstag, 11.09.2012, 18:59 (vor 4940 Tagen) @ gus78

Wieso diese Ausflüchte deinerseits?

Weil er vielleicht Recht hat...???

Bei 1554/1594 gab/gibt es immer wieder mal das Problem der leider vertauschten Tz'e.
Es kam schon vor, dass die Züge in Frankfurt-Süd getrennt wurden, es kam aber auch schon öfters zu verspäteten Abfahrten des Wiesbadener Teil, leider.

Und woher, (wieso) soll die Zub 3,5 Std vorher wissen, was in Frankfurt entschieden wird?

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 19:53 (vor 4940 Tagen) @ torsten_le

Es spielt eigentlich keine Rolle was entschieden wird, da in einem Kopfbahnhof der zweite Zugteil nie vor dem ersten abfahren kann.

Konkret:
ICE 1554 (415, Leipzig hinten - Frankfurt vorne)
Abfahrt Frankfurt 20:42 Uhr

ICE 1594 (411, Leipzig vorne - Frankfurt hinten)
Abfahrt Frankfurt 20:54 Uhr

Wenn nun beide Zugteile vertauscht sind und es und der Regelweg gefahren wird, wird ICE 1594 in Frankfurt pünktlich abfahren können, da er nun vorne steht. Der 1554 jedoch wird mindestens mit 14 Minuten Verspätung abfahren, da er als nun hintere Zugteil warten muss.

Wenn man 1594 zwischenzeitlich wegrangiert, wird zwar 1554 pünktlich abfahren können, aber 1594 bekommt dann die Verspätung.

Bei abweichendem Laufweg mit Drehfahrt würden im Übrigen beide Zugteile Verspätung erhalten, eben durch den Umweg.

Das weiß man aber schon bei Abfahrt in Dresden oder Leipzig, da dies universelle Fakten sind, an denen die Mitarbeiter nicht viel machen können.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

torsten_le, Dienstag, 11.09.2012, 19:59 (vor 4940 Tagen) @ ICE-T-Fan

Na das ist ja soweit logisch und klar,

in der letzten Diskussion ging es doch darum, dass die Mitarbeiterin vom Zub nichts erklären konnte, und nicht, dass sie nichts erklären wollte.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 20:14 (vor 4940 Tagen) @ torsten_le

Sie hätte wissen können, dass aufgrund der umgekehrten Wagenreihung die Zugteile in Frankfurt Hbf = Kopfbahnhof in geänderter Reihenfolge abfahren werden und der hintere Zugteil somit aufgrund der außerplanmäßigen Wartezeit verspätet wird.

Es nicht zu sagen, ist vielleicht noch ok, wenn es noch die Option von Rangier- oder Drehfahrten gibt. Aber die Erfahrung sagt, dass dies meist nicht gemacht wird, da dann beide Teile verspätet sind.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 20:16 (vor 4940 Tagen) @ ICE-T-Fan

Sie hätte wissen können, dass aufgrund der umgekehrten Wagenreihung die Zugteile in Frankfurt Hbf = Kopfbahnhof in geänderter Reihenfolge abfahren werden und der hintere Zugteil somit aufgrund der außerplanmäßigen Wartezeit verspätet wird.

Es nicht zu sagen, ist vielleicht noch ok, wenn es noch die Option von Rangier- oder Drehfahrten gibt. Aber die Erfahrung sagt, dass dies meist nicht gemacht wird, da dann beide Teile verspätet sind.

Aha, die Erfahrung und warum sollte sie Sachen verkünden, die im fernen Frankfurt noch nicht einmal angefasst worden sind?

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 20:19 (vor 4940 Tagen) @ Mario-ICE

Ok, Erfahrung war zuviel gesagt. Meine jedenfalls nicht.
Du verstehst aber das Prinzip meiner Aussage.

Nun, eigentlich war es anders

Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 23:36 (vor 4940 Tagen) @ torsten_le
bearbeitet von Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 23:37

Na das ist ja soweit logisch und klar,

in der letzten Diskussion ging es doch darum, dass die Mitarbeiterin vom Zub nichts erklären konnte, und nicht, dass sie nichts erklären wollte.

Es ist schon richtig, dass die Mitarbeiterin nichts erklären konnte. Aber nur deshalb, weil sie meinte, dass sie ja jetzt nicht bei der TP in Frankfurt anrufen würde, denn aktuell sei ja noch Leipzig zuständig und sie fahre ja nur bis Leipzig.
Die Begründung habe ich nicht verstanden, habe aber auch nicht nachgehakt.
Aus meiner Sicht ist es völlig unerheblich, an welchem Ort ein Zugteam wechselt. Wenn ein Zub ein Problem am Zug feststellt, kann er es doch der betroffenen TP melden, auch wenn diese sich am anderen Ende Deutschlands befinden. Wir sprechen ja alle eine Sprache. Für mich ist das eine "Nach mir die Sintflut"-Mentalität.
Wechselt das Zugteam auf diesem Lauf eigentlich regelmäßig dreimal (Leipzig, Erfurt, Frankfurt/Main)? Wenn jeder so lange sagt, er ist nicht zuständig, bis es kurz vor knapp ist, ist es ja kein Wunder, dass man nicht reagieren kann.

Ich verstehe eben noch nicht, warum der Rangierdienst in Dresden die Züge nicht noch vor Abfahrt plan reihen konnte und warum nicht der Rangierdienst alle betroffenen TP über die veränderte Wagenreihung informiert. Schließlich ist die TP Leipzig ja auch insofern betroffen, als dass sie es zur Kundeninformation weitergibt (z.B. HIM) oder macht das eine andere Stelle?

Hinzu kommt noch, dass der ICE zwischen Dresden und Leipzig vergleichsweise leer ist. Ab Leipzig, spätestens ab Erfurt stapeln sich die Fahrgäste und die ZUBs haben weißgott Besseres zu tun, als mit der TP Frankfurt zu beratschlagen. Ich finde das nur fair, den nachfolgenden Kollegen gegenüber, dass man bekannte Probleme frühzeitig klärt.

Ich habe von der betreffenden Mitarbeiterin keine Antwort erwartet, sondern wollte lediglich herausfinden, ob sie das Problem schon erkannt hat und eben mal nachfragt. Beides war leider nicht der Fall.

Grüße,
Eingleisigkeit

Genau damit fängt die ganze Soße an...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 12.09.2012, 19:07 (vor 4939 Tagen) @ Eingleisigkeit
bearbeitet von Alibizugpaar, Mittwoch, 12.09.2012, 19:08

"Ich verstehe eben noch nicht, warum der Rangierdienst in Dresden die Züge nicht noch vor Abfahrt plan reihen konnte und warum nicht der Rangierdienst alle betroffenen TP über die veränderte Wagenreihung informiert."

So schaut´s aus, Du fragst genau richtig. Alles andere ist nur noch verlegenes rumtupfen an den Symptomen. Denn allein ganz am Anfang vor(!) Bereitstellung des Zuges werden Fakten geschaffen, in deren Nachlauf das System dann später hakt oder gar kippt.

Ich sage mal: Wenn der Dachstuhl brennt brauche ich auch nicht mehr mit Vorschlägen zum Brandschutz kommen.


Gruß
Olaf

Du wills tes nicht verstehen!

gus78, Dienstag, 11.09.2012, 23:51 (vor 4940 Tagen) @ torsten_le

Wie auch immer, Fakt ist, dass es in Frankfurt mit Sicherheit zu einer Verspätung kommen würde, was bereits in Dresden klar war. Wieso kommuniziert man dies nicht, um ggf. Geschäftspartner oder Anschlüsse (Flughafen) zu informieren bzw. zu ändern.

Ob man zwischendurch noch mehr Verspätung ansammelt, ist dabei unerheblich!

Ich bemängelte nicht den Grund der Verspätung, sonder ndie Desinformation und mangelnde Kommunikation. Und da reihst du dich nahtlos ein!

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 20:15 (vor 4940 Tagen) @ ICE-T-Fan

Da die Mitarbeiterin aber nicht irgendeiner Entscheidung der Verkehrsleitung Frankfurt vorgreifen wollte (sollte) wurde doch richtig darauf hingewiesen, dass diese Info später erfolgen wird. Von einer hier konstruierten Kommunikationspanne kann ich weit und breit nichts erkennen. Sicher ist es logisch, dass dann der 1554 Verspätung bekommen dürfte, aber man stelle sich vor die gute Dame hätte das zwischen Dresden und Leipzig kommuniziert und aus irgendeinem Grund wäre eine zusätzliche Umleitung über Camburg oder Bebra erforderlich gewesen? Oder ganz andere Dinge.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 20:20 (vor 4940 Tagen) @ Mario-ICE

Eben, es ist logisch. Genau diese Wortwahl erwarte ich in so einer Situation. ;-)

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 20:37 (vor 4940 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich denke hier sollten Zugbegleiter erzählen was sie alles für Fragen - auch unmögliche - gestellt bekommen und für alles eine Antwort parat haben müssen.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 20:48 (vor 4940 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 11.09.2012, 20:50

Naja ich reite jedenfalls nicht so sehr aufs Zub herum, mir ging's nur um die Darstellung der betrieblichen Situation und die damit verbundenen Auswirkungen, die ohne Eingriffsmöglichkeit der Zugbegleiter ohnehin eintreten werden.

Es ist falsch zu sagen, dass in Leipzig die Situation unklar war.
Ob zwischendurch noch andere Dinge passieren ist nebensächlich, da das nur die Verspätungsbegründung ändern würde. Fakt ist, dass es mit dieser Ausgangslage nur sehr sehr wenige Situationen gibt, in denen 1554 sein Ziel pünktlich erreicht und fast keine in denen beide Zugteile pünktlich sein werden. Selbst eine einfache Drehfahrt kostet recht viel Zeit, da der Tf den Führerstand wechseln müsste. Von Trassenzwängen in Frankfurt mal ganz abgesehen.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-TD, Dienstag, 11.09.2012, 20:58 (vor 4940 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich habe sowas ähnliches mal in Hannover erlebt mit vertauschten Zugteilen. Dank eines cleveren Lokdienstes in der TP wurde das Problem sehr gut gelöst, der erste Zugteil wurden umgesetzt und konnte später Plan abfahren, der zweite Zugteil bekam 5 min und war im nächsten Bf wieder Plan. Zwei Stunden vorher hätte ich da noch keine Prognose abgeben wollen, da sah es eher nach einer Völkerwanderung in Hannover und dicker Verspätung aus.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Mittwoch, 12.09.2012, 00:40 (vor 4940 Tagen) @ ICE-TD

Wobei Frankfurt Hbf ja Kopfbahnhof ist. Da ist nix mit schnell mal umsetzen oder rückwärts rausfahren. Da musste der zweite Zugteil warten bis der erste weg ist und nicht mehr den Weg versperrt.

So oder so, 1554 wäre nicht pünktlich weg gekommen.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

Mario-ICE, Mittwoch, 12.09.2012, 08:27 (vor 4939 Tagen) @ ICE-T-Fan

Wobei Frankfurt Hbf ja Kopfbahnhof ist. Da ist nix mit schnell mal umsetzen oder rückwärts rausfahren. Da musste der zweite Zugteil warten bis der erste weg ist und nicht mehr den Weg versperrt.

So oder so, 1554 wäre nicht pünktlich weg gekommen.

Die Aussage ist aber nur richtig, wenn sich an der vorhanden Konfiguration ohne weitere Maßnahmen nichts geändert hat. Genau das kann aber kein Zugbegleiter im Zug mehr als 3 Stunden vorher einschätzen.

Verspätung war abzusehen - siehe Erklärung

ICE-T-Fan, Mittwoch, 12.09.2012, 18:13 (vor 4939 Tagen) @ Mario-ICE

Ok, man könnte den 415er nach Saarbrücken und den 411er nach Wiesbaden schicken oder in Frankfurt einen Ersatzzug bereitstellen und die Zugtrennung unterlassen. Es gibt ja Möglichkeiten, aber die wahrscheinlichste Variante ist das wohl eher nicht.

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 18:59 (vor 4940 Tagen) @ gus78

Vielleicht kennt ja die Mitarbeiterin Frankfurt gar nicht und ist mit den einzelnen betrieblichen Gegebenheiten nicht vertraut. Die Infos werden ja sicher zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgt sein. Weißt du was in 3 Stunden Bahnfahrt noch passieren kann? Ich kann hier zumindest kein Fehlverhalten noch Mangel erkennen.

Weil sich die Bahn AG dafür nicht interessiert!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 12.09.2012, 18:41 (vor 4939 Tagen) @ gus78
bearbeitet von Alibizugpaar, Mittwoch, 12.09.2012, 18:41

"Wie kann es sein, dass sich Kunden besser auskennen als die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens?"


Weil sehr viele engagierte Mitarbeiter die Bahn AG verlassen haben und durch Neueinsteiger ersetzt wurden, die dort arbeiten nur weil sie irgendwo arbeiten müssen. Daß den verbliebenen engagierten Mitarbeitern der Arbeitstag immer schwerer fällt und gar leidlich gemacht wird, das liegt an den eingangs beschriebenen mittlerweile absolut konfusen Betriebsabläufen bei der Bahn. Einsparungen überall, aus jeder Mücke wird eine eigene Kostenstelle gemacht, separate Zuständigkeiten und auch Nicht-Zuständigkeiten, Zugausfälle, Umleitungen, Verspätungen, gestrandete Reisende und knapp berechnete Dienstzeiten.

Nur so kann es geschehen, daß in Köln am Freitagmittag ein Entlastungszug vom Abstellgleis geholt wird, bei dem die Hälfte der Klimaanlagen ausgefallen sind, weil seit dem vorangegangenen Sonntag sich kein Mensch um die Wagen gekümmert hat. Das Elend im Hochsommer ertragen dann die Reisenden und die ebenfalls überraschten Zugpersonale.

Gedrehte Wagenreihungen und fehlplatzierte Zugteile gehören zum DB-Alltag und kotzen mich mittlerweile schon an. Die DB antwortet auf Beschwerdebriefe dann mit der Bitte um Verständnis, daß die Bahn mit Unwägbarkeiten in den Betriebsabläufen zu rechnen habe.
Na und? Was interessiert mich diese Ausrede als gehetzter Reisender, wenn ich in Köln Hbf auf einmal und binnen 4 Minuten mit Gepäck und quer durch verstopfte Bahnsteige vom Abschnitt F ganz runter laufen darf bis A?

Ist eben Mist, wenn man als Einsatzstelle drei ICE abfahren muß, aber nur zwei Fahrzeuge auf dem Hof stehen hat. Dann nimmt man eben die Einheit, die gerade zufällig verfügbar ist, nach der Reihung aber für eine andere Linie eingeplant ist. Die ICE München-Hamburg über Augsburg-Nürnberg sind nun mal anders herum gereiht als die über Ingolstadt.

Und dann die elende Baureihen-Schwemme: Die eine Linie hier in Köln muß mit ICE-2 fahren, die andere mit ICE-T, der nächste mit ICE-3 und andere mit ICE-1. Nichts passt wirklich zusammen und bei gegenseitigen Ersatzdiensten können auch die Sitzplatzreservierungen nicht übernommen werden, weil jeder Zug einen anderen Grundriss hat. Schaut Euch da mal die TGV-Flotte der SNCF an: Da gibt es nur Einstock- und Doppelstockzüge - fertig.

Das bekommt die Bahn aber nicht einmal bei den Ersatz-IC hin. Jeder einzelne Ersatz- und Entlastungspark ist individuell und nahezu einzigartig zusammengestellt. Da ist gar nichts genormt oder abgestimmt. Und bei den falsch gedrehten Zügen hat die Bahn jede Fantasie verloren wie man diese Misstände abstellen könnte, bspw über Dreiecksfahrten. So etwas kann also binnen 30 Minuten erledigt sein. Aber für so einen Luxus reicht wegen Personal- und Fahrzeugmangel die Zeit zwischen zwei Fahrten nicht.

Ein weiterer Grund ist die heute nicht mehr existente, klar strukturierte Linienführung im Fernverkehr. Der eine ICE von Frankfurt wird über Köln Hbf geleitet, der nächste über Deutz. Klar, daß die ICE nördlich Köln dann unterschiedlich stehen und die Fahrzeuge nach der Ankunft in Dortmund im Bedarfsfall nur mit dem Resultat einer gedrehten Wagenreihung getauscht werden können - wieder einmal.


Erst neulich...

http://www.ice-treff.de/index.php?id=198892

http://www.ice-treff.de/index.php?id=198974


Will die Bahn mit einem solchen Verhalten ihren schlechten Ruf bei den zahlenden Kunden dauerhaft in Granit meißeln oder was steckt dahinter? Dabei habe ich andere heitere Erlebnisse wie ersatzlos ausgefallene IC-Wagen oder Sicht-Anschlußverluste noch nicht einmal thematisiert.


Gruß
Olaf

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 17:44 (vor 4940 Tagen) @ Eingleisigkeit

Es wird schon seine Gründe gehabt haben. Das zwei Zugteile getauscht abfahren wird ja nicht mutwillig gemacht um irgendwelche Leute zu ärgern. Warum musste denn unbedingt der 5er Teil eine Störung gehabt haben? Es besteht zumindest die 50% Chance das auch der Siebenteiler eine Störung hatte.
Kann man in Dresden Hbf überhaupt die korrekte Reihung anzeigen? Das Reisende angehetzt kommen muss nicht ein Indiz dafür sein, dass keine Info vorgelegen hat. Oft hören Reisende nicht zu und beschweren sich dann im Zug lauthals über schlechte Informationen. Ich hätte da sogar mein Lieblingsbeispiel parat.

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

ICE_A, Berlin, Dienstag, 11.09.2012, 23:11 (vor 4940 Tagen) @ Mario-ICE

Es wird schon seine Gründe gehabt haben. Das zwei Zugteile getauscht abfahren wird ja nicht mutwillig gemacht um irgendwelche Leute zu ärgern. Warum musste denn unbedingt der 5er Teil eine Störung gehabt haben? Es besteht zumindest die 50% Chance das auch der Siebenteiler eine Störung hatte.
Kann man in Dresden Hbf überhaupt die korrekte Reihung anzeigen? Das Reisende angehetzt kommen muss nicht ein Indiz dafür sein, dass keine Info vorgelegen hat. Oft hören Reisende nicht zu und beschweren sich dann im Zug lauthals über schlechte Informationen. Ich hätte da sogar mein Lieblingsbeispiel parat.

Hallo!!

Es geht um den 9.9., richtig? Ich habe ab Frankfurt bis Dresden die Vorleistung (1597) genutzt. Von Frankfurt bis Leipzig war es Tz 1175, dort wurde ein ICE-T (ich meine einen 415 erkannt zu haben) HINTEN raufgestellt (leer&verschl), sodass er an der Spitze aus Leipzig nach Dresden rausfuhr. Zu dem Zeitpunkt hat also die umgekehrte Wagenreihung schon festgestanden, man hätte also in Leipzig den leeren Zugteil (415) schon vor Ankunft des 1597 (Tz 1175) an den Bahnsteig stellen sollen, um eine richtige Wagenreihung für die spätere Leistung des 1554 zu gewährleisten.
Ob eine Störung vorlag, kann ich nicht sagen, zumindest ist/war mir keine bekannt. Wir waren auf dem kompletten Laufweg sehr pünktlich. Aber theoretisch hätte es natürlich sein können, dass der 411 oder 415 eine Störung auf der einen "Seite" hatte, welches diese umgekehrte Wagenreihung nötig machte...Fragen über Fragen...

Sammelantwort

Eingleisigkeit, Dienstag, 11.09.2012, 23:48 (vor 4940 Tagen) @ ICE_A

Es wird schon seine Gründe gehabt haben. Das zwei Zugteile getauscht abfahren wird ja nicht mutwillig gemacht um irgendwelche Leute zu ärgern.

Naja, mutwillig würde ich nicht sagen, aber fahrlässig. Ich habe eben den Eindruck, dass den beteiligten Personen der Überblick fehlt und sie nur für ihren Bereich denken. Leipzig hat sich vielleicht gefreut, dass sie noch den T5 beistellen konnte. Dass es aber ungünstig war, ihn einfach irgendwo dranzuhängen, wurde nicht bedacht.
In Dresden hat man vielleicht gemerkt, dass die Zugteile vertauscht waren. Man hat aber nichts unternommen, um das zu ändern.
Die erste Schaffnerin hat vielleicht erkannt, dass die Wagenreihung umgekehrt ist, aber es war kein Grund für sie, das Problem zu melden.

Kann natürlich auch sein, dass alle Beteiligten alles versucht haben und das bestmögliche rauszuholen und alle gescheitert sind. Halte ich aber für die unwahrscheinlichere Erklärung. Wenn ihr mir das belegen könnt, dann ziehe ich mein Klagen gerne zurück.

Warum musste denn unbedingt der 5er Teil eine Störung gehabt haben? Es besteht zumindest die 50% Chance das auch der Siebenteiler eine Störung hatte.

Wobei diese Störungssache sich ja eigentlich nur auf gekuppelte Zugteile beziehen kann. Denn auf ihrem gesamten Laufweg werden die einzelnen Zugteile ja beide mal von beiden Führerständen aus gesteuert. Das kann es dann irgendwie nicht sein.

Kann man in Dresden Hbf überhaupt die korrekte Reihung anzeigen?

Naja zumindest der Hinweis "umgekehrte Wagenreihung" sollte ja drin sein.

Das Reisende angehetzt kommen muss nicht ein Indiz dafür sein, dass keine Info vorgelegen hat. Oft hören Reisende nicht zu und beschweren sich dann im Zug lauthals über schlechte Informationen.

Richtig, kommt vor, allerdings nicht in der Menge.


Hallo!!

Es geht um den 9.9., richtig?

Ja, richtig.

Ich habe ab Frankfurt bis Dresden die Vorleistung (1597) genutzt. Von Frankfurt bis Leipzig war es Tz 1175, dort wurde ein ICE-T (ich meine einen 415 erkannt zu haben) HINTEN raufgestellt (leer&verschl), sodass er an der Spitze aus Leipzig nach Dresden rausfuhr. Zu dem Zeitpunkt hat also die umgekehrte Wagenreihung schon festgestanden, man hätte also in Leipzig den leeren Zugteil (415) schon vor Ankunft des 1597 (Tz 1175) an den Bahnsteig stellen sollen, um eine richtige Wagenreihung für die spätere Leistung des 1554 zu gewährleisten.

Aha, das ist ja interessant. Da ist ja auch die Frage relevant, ob man nicht in Dresden hätte rangieren können. Wenn ihr so pünktlich wart, waren da ja immerhin 110 Minuten Zeit.

Ob eine Störung vorlag, kann ich nicht sagen, zumindest ist/war mir keine bekannt. Wir waren auf dem kompletten Laufweg sehr pünktlich. Aber theoretisch hätte es natürlich sein können, dass der 411 oder 415 eine Störung auf der einen "Seite" hatte, welches diese umgekehrte Wagenreihung nötig machte...Fragen über Fragen...

Sammelantwort

Mario-ICE, Mittwoch, 12.09.2012, 20:32 (vor 4939 Tagen) @ Eingleisigkeit

Ich weiß nicht, wo du die 110 Minuten Rangierzeit hernimmst. Ich komme auf ca. 80 Minuten. Was verstehst du unter Rangierdienst in Dresden? In der Zeit die Umfahrung eines Triebzuges mit einem Tf zu bewältigen ist sehr sportlich, mal von irgendwelchen technischen Problemen an einem der beiden Züge (Näheres ist uns dazu nichts bekannt) abgesehen.
Die Information über die abweichende Reihung war kommuniziert, in Dresden Hbf kann man in der Tat nicht anzeigen, dass der Zug abweichend gereiht ist.
Übrigens muss der Zug ja auch noch gereinigt werden. Inwieweit Arbeitsschutzbestimmungen das nur an stehenden Fahrzeugen ermöglicht entzieht sich meiner Kenntnis.

Kupplungs-Defekt?

Manitou, Donnerstag, 13.09.2012, 00:12 (vor 4939 Tagen) @ Mario-ICE

Es kann an einem der beiden Tz auch eine der Kupplungen (zumindestens elektrisch) einen Defekt aufgewiesen haben. Dann könnte zwar jeder Tz solo uneingeschränkt, in Traktion aber nur vorne/hinten genutzt werden.

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

Heros39, Dienstag, 11.09.2012, 22:13 (vor 4940 Tagen) @ Eingleisigkeit

Gibt es eigentlich eine plausible Erklärung, warum die Bahn so oft mit nicht vorgesehener Wagenreihung fahren muss? Es besteht doch in der Nacht genug Zeit, die Züge in den Endbahnhöfen zu drehen und neu zu konfigurieren, so dass sie jeweils am neuen Tag wie geplant starten können.
Mir ist das häufige Durcheinander jedenfalls immer ein Rätsel geblieben (Sondersituationen, Ausfälle etc. vlcht. ausgenommen); ich kenne es so auch nicht von anderen Bahnen, der japanischen ganz zu schweigen.

? zu Problemen durch umgekehrte Wagenreihung

Mario-ICE, Dienstag, 11.09.2012, 23:12 (vor 4940 Tagen) @ Heros39

Gibt es eigentlich eine plausible Erklärung, warum die Bahn so oft mit nicht vorgesehener Wagenreihung fahren muss? Es besteht doch in der Nacht genug Zeit, die Züge in den Endbahnhöfen zu drehen und neu zu konfigurieren, so dass sie jeweils am neuen Tag wie geplant starten können.
Mir ist das häufige Durcheinander jedenfalls immer ein Rätsel geblieben (Sondersituationen, Ausfälle etc. vlcht. ausgenommen); ich kenne es so auch nicht von anderen Bahnen, der japanischen ganz zu schweigen.

Ja die gibt es sicher, zum einen dass viel getauscht wird in den Umlaufplänen, so dass schnell die vorgeplante Reihung nicht mehr gegeben ist.Ursache ist u.a. das die eingesetzten Züge nicht linienrein unterwegs sind. Ein Triebzug, der planmäßig von Nürnberg über Augsburg nach München fährt und so auch wieder zurück fahren soll ist dann umgekehrt wenn man ihn kurzfristig über Ingolstadt einsetzt.

Die nächtlichen Drehfahrten werden manchmal durchgeführt, jedoch kommt es auch hier darauf an, ob Personal oder Trassen zur Verfügung stehen.

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