Frage: Heute 8:21 Uhr, was war da los? (Allgemeines Forum)
Skater06, Dienstag, 04.09.2012, 19:13 (vor 4963 Tagen)
bearbeitet von Skater06, Dienstag, 04.09.2012, 19:15
Ich wollte heute um 8:21 Uhr, wie so oft, mit dem RE (Düsseldorf-Minden) von Mülheim nach Dortmund.
Minuten vorher lief der Bahnverkehr normal. Ich steig in den Zug ein und er fährt erst gar nicht los, es hieß Notfalleinsatz am Gleis in Essen.
Der gesamte Bahnverkehr war gestoppt nichts fuhr mehr. Es dauerte etwa eine Stunde bis sie sich entschlossen den Zug, statt über Essen-Bochum, nach Oberhausen-Gelsenkirchen bis Dortmund fahren zu lassen. In entgegengesetzter Richtug fuhr der Zug los. Er hielt nicht in Oberhausen sondern nur in Gelsenkirchen.
Meine Frage ist, wenn es jetzt einen Personenunfall oder ein Noteinsatz in einem Zug gab, ist dann nicht nur ein Gleis betroffen und nicht ALLES? Ich fand es sehr seltsam, weiß jemand was es gewesen ist?
(Das ist für mich schon das dritte mal daß ich in Mülheim einsteigen will und dann nichts mehr geht, das erste mal wars ein Oberleitungstörung, ein anderes mal als ich in denselben RE einstieg fuhr er auch nicht mehr los, wegen Türschaden der nicht mehr repariert werden konnte, die Leute mußten alle in Mülheim aussteigen)
Sicherheitsmaßnahmen
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 04.09.2012, 19:31 (vor 4963 Tagen) @ Skater06
Hallo,
Meine Frage ist, wenn es jetzt einen Personenunfall oder ein Noteinsatz in einem Zug gab, ist dann nicht nur ein Gleis betroffen und nicht ALLES? Ich fand es sehr seltsam, weiß jemand was es gewesen ist?
die dort eingesetzten Menschen müssen die Unfallstelle erreichen und ihrer Arbeit nachgehen. Das kann oft nur über andere Gleise geschehen, benachbarte Gleise müssen aus Sicherheitsgründen gesperrt sein.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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Frage: Heute 8:21 Uhr, was war da los?
lokimet, Dienstag, 04.09.2012, 19:36 (vor 4963 Tagen) @ Skater06
Du hast dir selber die Antwort gegeben. Notarzteinsatz am Gleis !
Da du es genauer wissen willst, warum auch immer, ja ein Zug des Fernverkehrs hat eine Person erfasst.
Erstmal weden dann alle Gleise im Bereich gesperrt, damit Hilfskräfte von allen Seiten ohne Zeitverlust an die Stelle können.
Ob dann eventuell einige Gleise wieder freigegeben werden können, entscheidet je nach Situation der Notfallmanger und Bundespolizei vor Ort.
Genauere Details zum Unfallhergang haben hier nichts zu suchen und dienen wohl eher der Sensationsgier .
Norbert
Da mir das hier schon öfter aufgefallen ist...
ICE 1612, Dienstag, 04.09.2012, 19:53 (vor 4963 Tagen) @ lokimet
...möchte ich doch mal um einen unverkrampfteren Umgang mit dem Thema Personenunfall plädieren. Sicher ist ein Personenunfall tragisch, vor allem für die Bahnmitarbeiter, weil die zur Hilfeleistung verpflichtet sind und nachsehen müssen, selbst wenn klar ist, dass die Person den Aufprall nicht überlebt haben kann. Aber bei jeder Erwähnung und Nachfrage allergisch zu reagieren, halte ich für unfair, vor allem Forenmitgliedern gegenüber, die lediglich sachliche Fragen dazu stellen. Sowas lässt nur Unmut und schlechte Stimmung aufkommen.
Liebe Grüße,
ICE 1612
Da mir das hier schon öfter aufgefallen ist...
lokimet, Dienstag, 04.09.2012, 19:58 (vor 4963 Tagen) @ ICE 1612
Du brauchst mir als langjährigen Tf nichts über Personenunfälle erzählen wie schlimm sie sind etc...
Und wenn da Notarzteinsatz am Gleis steht ist die Sache doch klar, oder ?
Was soll dann die Frage, was genau passiert ist ?
Man kann fragen wie allgemein bei solchen Fällen verfahren wird, was hier auch jetzt ausreichend geschehen ist.
Was hier allerdings ein genauer Unfallhergang soll, erschließt sich mit nicht, außer einer Sensationsgier .
Norber
Da mir das hier schon öfter aufgefallen ist...
ICE 1612, Dienstag, 04.09.2012, 20:03 (vor 4963 Tagen) @ lokimet
bearbeitet von ICE 1612, Dienstag, 04.09.2012, 20:04
Was soll dann die Frage, was genau passiert ist ?
Du hast dir die Antwort schon selber gegeben (und ich glaube, darauf wollte der Threadersteller auch hinaus ;)):
Man kann fragen wie allgemein bei solchen Fällen verfahren wird, was hier auch jetzt ausreichend geschehen ist.
Liebe Grüße,
ICE 1612
Da mir das hier schon öfter aufgefallen ist...
lokimet, Dienstag, 04.09.2012, 20:06 (vor 4963 Tagen) @ ICE 1612
Ist ok, ich gebe dir recht, dasich es netter Formulieren hätte können.
Gruß
Norbert
...mir auch, aber...
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 04.09.2012, 20:01 (vor 4963 Tagen) @ ICE 1612
Hallo,
...möchte ich doch mal um einen unverkrampfteren Umgang mit dem Thema Personenunfall plädieren. Sicher ist ein Personenunfall tragisch, vor allem für die Bahnmitarbeiter, weil die zur Hilfeleistung verpflichtet sind und nachsehen müssen, selbst wenn klar ist, dass die Person den Aufprall nicht überlebt haben kann. Aber bei jeder Erwähnung und Nachfrage allergisch zu reagieren, halte ich für unfair, vor allem Forenmitgliedern gegenüber, die lediglich sachliche Fragen dazu stellen. Sowas lässt nur Unmut und schlechte Stimmung aufkommen.
bei der Beobachtung stimme ich dir zu. Berufseisenbahner reagieren selten "unverkrampft" bei diesem Thema. Aber das können viele auch nicht. Es geht ihnen einfach zu nahe und das verstehe ich auch. Der Hinweis von lokimet hätte vielleicht diplomatischer formuliert werden können, aber inhaltlich stimme ich ihm zu.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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...mir auch, aber...
lokimet, Dienstag, 04.09.2012, 20:04 (vor 4963 Tagen) @ Holger_HAM
Danke Holger,
für die nettere und diplomatische Erklärung.
Ich stimme dir 100% zu.
Danke
Norbert
Da mir das hier schon öfter aufgefallen ist...
cyberle, Düsseldorf, Dienstag, 04.09.2012, 21:37 (vor 4963 Tagen) @ ICE 1612
...möchte ich doch mal um einen unverkrampfteren Umgang mit dem Thema Personenunfall plädieren. Sicher ist ein Personenunfall tragisch, vor allem für die Bahnmitarbeiter, weil die zur Hilfeleistung verpflichtet sind und nachsehen müssen, selbst wenn klar ist, dass die Person den Aufprall nicht überlebt haben kann. Aber bei jeder Erwähnung und Nachfrage allergisch zu reagieren, halte ich für unfair, vor allem Forenmitgliedern gegenüber, die lediglich sachliche Fragen dazu stellen. Sowas lässt nur Unmut und schlechte Stimmung aufkommen.
Liebe Grüße,
ICE 1612
Nein keiner MUSS nachsehen das absetzen eines Notrufes und die Verständigung an den FDL reicht als "erste Hilfe Maßnahme" aus da stimmt jedes Gericht zu. Ist übrigens im Straßenverkehr nicht anders, das anrufen der 112 schützt bereits vor unterlassener Hilfeleistung.
unterlassene Hilfeleistung
Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 04.09.2012, 22:11 (vor 4963 Tagen) @ cyberle
Nein keiner MUSS nachsehen das absetzen eines Notrufes und die Verständigung an den FDL reicht als "erste Hilfe Maßnahme" aus da stimmt jedes Gericht zu. Ist übrigens im Straßenverkehr nicht anders, das anrufen der 112 schützt bereits vor unterlassener Hilfeleistung.
Nein. Das Anrufen der 112 reicht nicht, man muss Hilfe im Rahmen des Zumutbaren leisten. - Und bei Unfällen im Straßenverkehr ist wohl regelmäßig mehr als nur das Rufen der 112 zumutbar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Unterlassene_Hilfeleistung#Zumutbarkeit_der_Hilfe
und
unterlassene Hilfeleistung
cyberle, Düsseldorf, Mittwoch, 05.09.2012, 04:52 (vor 4962 Tagen) @ Fabian318
Nun ja wäre die Frage inwieweit unter Schock stehende Personen noch die Möglichkeit haben zu helfen. Es heißt ja:
Man kann nur für unterlassene Hilfeleistung bestraft werden, wenn die Hilfe dem Nichthelfer auch zumutbar ist. Jede Person ist verpflichtet, die bestmögliche Hilfe zu leisten.
Auch das rufen der 112 ist eine Hilfeleistung
Welche Hilfe zumutbar ist, richtet sich u. a. nach
der Persönlichkeit des Helfers,
seinen physischen und geistigen Kräften im kritischen Augenblick.
Dann kommt da noch
Nicht zumutbar ist dagegen
die Vernachlässigung eigener wichtiger Pflichten
und da hat ein Lokführer ja einige.
Ich will mich keineswegs rausreden zu helfen falls das so rüber kommt.
Im Eisenbahnverkehr kann dann meist noch dies hier zutreffend sein:
Hilfe ist auch nicht erforderlich, wenn die Hilfe von vornherein aussichtslos ist
unterlassene Hilfeleistung
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 05.09.2012, 05:20 (vor 4962 Tagen) @ cyberle
Soweit kann ich dir nur zustimmen. Ich bezog mich ja auch deinen letzten Satz, den übers Autofahren, wo es wohl meistens nicht ausreichend sein wird, einen Unfall nur über 112 zu melden. Nur selten dürfte es unzumutbar sein, selbst nachzusehen.
Frage: Heute 8:21 Uhr, was war da los?
Turbonegro, Dienstag, 04.09.2012, 19:44 (vor 4963 Tagen) @ Skater06
Ich wollte heute um 8:21 Uhr, wie so oft, mit dem RE (Düsseldorf-Minden) von Mülheim nach Dortmund.
Minuten vorher lief der Bahnverkehr normal. Ich steig in den Zug ein und er fährt erst gar nicht los, es hieß Notfalleinsatz am Gleis in Essen.
Notarzteinsatz am Gleis auf der Strecke Dortmund Hbf - Duisburg Hbf zwischen Essen Hbf und Mülheim (Ruhr) Hbf.
Der gesamte Bahnverkehr war gestoppt nichts fuhr mehr. Es dauerte etwa eine Stunde bis sie sich entschlossen den Zug, statt über Essen-Bochum, nach Oberhausen-Gelsenkirchen bis Dortmund fahren zu lassen. In entgegengesetzter Richtug fuhr der Zug los. Er hielt nicht in Oberhausen sondern nur in Gelsenkirchen.
Beeinträchtigung durch Vandalismus auf der Strecke Essen Hbf - Dortmund Hbf zwischen Essen-Kray Süd und Wattenscheid.
Meine Frage ist, wenn es jetzt einen Personenunfall oder ein Noteinsatz in einem Zug gab, ist dann nicht nur ein Gleis betroffen und nicht ALLES? Ich fand es sehr seltsam, weiß jemand was es gewesen ist?
Nach dem Notruf treffen wir Fdl Maßnahmen bei Gefahr, d.h. alle Züge werden erstmal angehalten, egal auf welchem Gleis es passiert ist.
Grund ist relativ einfach. Zwar liegt der PU nur an einem Gleis vor, dennoch strömen diverse Bahnfremde Rettungskräfte ins Gleis. (Feuerwehr, Kripo, Rettungsdienst, Bestatter) Um diese nicht zu gefährden, werden erstmal alle Gleise gesperrt. Die wissen nicht, wie man sich im Gleis verhalten soll und welches Gleis nun gesperrt ist und in welchem Gleis die Züge mit 160 durchbrettern... Außerdem liegen da noch (sorry es wird n bischen ekelhaft) diverse Leichenteile rum, was die entgegenkommenden Lokführer und auch Reisende nciht undbedingt sehen müssen.
Nach einiger Zeit kann der Notfallmanager, der aber auch erstmal anfahren muss, den Anlass der Sperrung an uns Fdl für weggefallen erklären und ggf. auf Sicht fahren lassen. Das kommt hängt von der Örtlichkeit und der Sicht ab, denn wenn der Nmg frei gibt, fahren wir wieder, er ist verantwortlich! Wenn da noch ein ganzer Berg Rettungskräfte rumhüpfen, dann ist die Verantwortung viel zu groß.
Außerdem muss die BPol dem zustimmen, was auch immer noch dauern kann.
Mit einer Stunde warste noch gut bedient, normal sind 2 Stunden...
(Das ist für mich schon das dritte mal daß ich in Mülheim einsteigen will und dann nichts mehr geht, das erste mal wars ein Oberleitungstörung, ein anderes mal als ich in denselben RE einstieg fuhr er auch nicht mehr los, wegen Türschaden der nicht mehr repariert werden konnte, die Leute mußten alle in Mülheim aussteigen)
Dann wird es im Sinne des Bahnbetriebs sein, wenn du da nicht mehr einsteigst ;) Nee, quatsch...