Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim (Reiseberichte)

JumpUp, Montag, 20.08.2012, 09:25 (vor 4962 Tagen)

Einen wunderschönen Guten Morgen,

gerade habe ich wieder einen Anschluss verpasst, und möchte mich einmal im ice-treff ausheulen. Hoffentlich habt Ihr alle Mitleid und unterstützt mich :(

Ich bin (nahezu) täglich auf der Riedbahn, einer der meistbelasteten Bahnstrecken Deutschlands, zwischen Frankfurt und Mannheim im Regionalexpress unterwegs. Er ist so in den Fahrplan eingeflochten, dass er planmäßig, trotz der sehr hohen Auslastung der Strecke, ohne Überholung und längere Standzeiten zwischen Frankfurt und Mannheim fahren kann. Die auf Teilstrecken fahrenden RB Mannheim-Biblis und S7 Riedstadt-Frankfurt kommen nicht ohne planmäßige Überholungen aus.

Einer meiner Stammzüge ist der RE von Frankfurt nach Mannheim mit folgenden Abfahrtzeiten:

Frankfurt ab: 7:13 Uhr
Mannheim an: 8:20 Uhr

Mannheim hat einen fast perfekten Taktknoten zur Minute XX:30. Folgende Züge fahren etwa um diese Zeit ab:

Nach

Berlin ICE - XX:31
Köln ICE - XX:35
Basel ICE - XX:36(weiter nach Interlaken)
München ICE - XX:35
Mainz RB - XX:44 (teilweiße IC/EC XX:39)
Karlsruhe RB - XX:40
Heilbronn RE - XX:38
Saarbrücken ICE - XX:41 (weiter nach Paris, als IC oder RE einzelne Verbindungen einige Minuten versetzt)

Und noch einige Züge mehr, jedenfalls super Verbindungen, jede Stunde in jede Richtung!

Der RE aus Frankfurt kommt somit zur Minute XX:20 an, und innerhalb von 10-20 Minuten Umsteigezeit kann man in jede Richtung weiterfahren. Theoretisch klasse, praktisch nicht immer durchführbar. Denn leider ist die Riedbahn durch ihre hohe Auslastung sehr Anfällig für Verspätungen. Auf dem gesamten Weg von Frankfurt nach Mannheim stehen nur zwei Gleise für Güter-, Fern-, und Regionalverkehr zur Verfügung (S-Bahn inkl.) Nun muss man die Ankunftszeiten in Mannheim beachten. Mein RE aus Frankfurt kommt zur Minute XX:20 an Mannheim an, während vier Minuten später, zur Minute XX:24 schon der ICE aus Köln/Dortmund dem RE auf den Fersen ist (der ICE biegt am Frankfurter Flughafen auch auf die Riedbahn ab) um nach Süden zu fahren.

Hat der RE irgendwo auf der einstündigen Fahrt von Frankfurt auch nur wenige Minuten Verspätung angesammelt, steckt der ICE genau hinter ihm fest. Bei 6-7 Minuten Verspätung ist eine Überholung kurz vor Mannheim (meist in Mannheim Waldhof oder in Lampertheim) nicht mehr abzuwenden. Durch die Überholung holt sich der RE gleich weitere 2-3 Minuten Verspätung hinzu, er könnte es aber noch bis Mannheim HBF schaffen, so dass alle Anschlüsse dort erreicht werden...

Schafft er leider nicht! Denn wenn der RE aus Frankfurt durch die Überholung in Lampertheim statt 5 Minuten Verspätung jetzt schon 8 Minuten Verspätung hat, ist ihm der ICE aus Berlin, der auch den ganzen Weg von Frankfurt kommt dicht auf den

Fersen. Also: Eine weitere Überholung steht an - manchmal überholen der ICE aus Köln, und der ICE aus Berlin den Regionalexpress direkt hintereinander in Lampertheim, manchmal darf lässt man den RE aber auch bis Waldhof fahren und nimmt ihn dort nochmal zur Seite.

Die ICE NACH Berlin und Köln sieht man dann gerade ausfahren, wenn man etwa zur Minute XX:40 (also gerade dann, wenn ALLE Anschlüsse weg sind) als Schlusslicht in den leeren HBF Mannheim einfährt...)

Die zweite Überholung bringt nochmal ein paar Minuten Verspätung mit sich. Die ICE nach München und Basel sind somit schon weg (man wurde ja von beiden Zügen in Lampertheim oder Waldholf überholt, da werden sie im Normalfall nicht auf den verstäteten RE warten). Und wenn es ganz dicke kommt, muss der ICE aus Frankfurt nach Paris auch noch irgendwo (dann meist in Waldhof) vorbeigelassen werden. Falls die drei ICE selbst eine Verspätung haben, oder irgendein anderer FV-Zug auf der Strecke nicht pünktlich ist, gibt es irgendwo für den RE natürlich weitere Überholungen!
Manchmal wird der RE auch schon kurz nach Abfahrt aus Frankfurt zur Seite genommen, um einen ICE durchzulassen - dadurch hat er gleich 5 Minuten angesammelt, die er bis Mannheim nur schwer wieder losbekommt, und dann passiert was? Richtig, eine Überholung in Lampertheim)...

Und das besonders Schlimme an der Geschichte ist, dass man Niemanden dafür verantwortlich machen kann. Über wen soll man den schimpfen? Die ICE können schlecht hinter dem RE hergurken und Verspätung aufbauen, also ist es richtig, den RE jedesmal zur Seite zunehmen. Jedesmal ist es nicht vermeidbar, jedesmal kommt der RE genau so in Mannheim an, dass alle Anschlüsse weg sind...

Und noch ein Kracher obendrauf. Der RE aus Frankfurt wendet in Mannheim (mit 18 Minuten Wendezeit) auf den nächsten RE wieder zurück nach Frankfurt. Durch die Überholungen und Verspätungen, kann der RE nicht wieder pünktlich zurückfahren und geht meist mit 5-10 Minuten Verspätung seinen Weg zurück. Und was passiert dann? In Richtung Frankfurt beginnt dasselbe Spiel von vorne, irgendwo wird er zur Seite genommen und erreicht Frankfurt später als geplant, so schaukelt sich eine Verspätung den ganzen Tag über auf und ab...

Bis zur Neubaustrecke wird sich daran wohl wenig ändern..

Grüße

Phillip

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

jcords, F, Montag, 20.08.2012, 10:06 (vor 4962 Tagen) @ JumpUp

Ich würde vorschlagen, dass sich die Befürworter der Neubaustrecke ebenso gut organisieren wie die Gegner - bei meinen (gelegentlichen) Autofahrten durchs Ried nach Ludwigshafen fallen nur die Plakate & Banner der Gegner auf, die offenbar in jedem Ort im Ried anzutreffen sind.

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Südhessen - FFM - Südhessen
Jetzt nur noch Monatskarte ICE 2.KL

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

Giovanni, Montag, 20.08.2012, 10:54 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Und das besonders Schlimme an der Geschichte ist, dass man Niemanden dafür verantwortlich machen kann. Über wen soll man den schimpfen? Die ICE können schlecht hinter dem RE hergurken und Verspätung aufbauen, also ist es richtig, den RE jedesmal zur Seite zunehmen. Jedesmal ist es nicht vermeidbar, jedesmal kommt der RE genau so in Mannheim an, dass alle Anschlüsse weg sind...

Wie wäre es mit rechnen und handeln statt verzweifeln?
Züge des Fernverkehrs brauchen von Lampertheim bis Mannheim im Normalfall etwa 8 bis 9 Minuten - der RE70 braucht laut Kursbuch hingegen 12.
Zudem haben die ICE in Mannheim ein paar Minuten Aufenthalt und können die Verspätung so teilweise wieder abbauen - während der RE70 durch mehrere Überholungen eben Anschluss- und Wendezeitprobleme bekommt.

Der nächste Schritt wäre allerdings die Ursachenbekämpfung:
Stärkere Triebfahrzeuge könnten auf dem RE70 zumindest 1-2 Minuten zusätzlichen Fahrzeitpuffer verschaffen. Wirtschaftlich wäre da vermutlich der Ersatz der heute eingesetzten 111er durch die etwa 20% leistungsfähigeren 112er.
(Oder liege ich hier bei den Fahrzeugen falsch?)

Und noch ein Kracher obendrauf. Der RE aus Frankfurt wendet in Mannheim (mit 18 Minuten Wendezeit) auf den nächsten RE wieder zurück nach Frankfurt. Durch die Überholungen und Verspätungen, kann der RE nicht wieder pünktlich zurückfahren und geht meist mit 5-10 Minuten Verspätung seinen Weg zurück. Und was passiert dann? In Richtung Frankfurt beginnt dasselbe Spiel von vorne, irgendwo wird er zur Seite genommen und erreicht Frankfurt später als geplant, so schaukelt sich eine Verspätung den ganzen Tag über auf und ab...

Dann muss man halt eine Reservegarnitur bereit halten...

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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

naseweiß, Montag, 20.08.2012, 11:08 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Hat der RE irgendwo auf der einstündigen Fahrt von Frankfurt auch nur wenige Minuten Verspätung angesammelt, steckt der ICE genau hinter ihm fest. Bei 6-7 Minuten Verspätung ist eine Überholung kurz vor Mannheim (meist in Mannheim Waldhof oder in Lampertheim) nicht mehr abzuwenden. Durch die Überholung holt sich der RE gleich weitere 2-3 Minuten Verspätung hinzu, er könnte es aber noch bis Mannheim HBF schaffen, so dass alle Anschlüsse dort erreicht werden...

Bis zur Neubaustrecke wird sich daran wohl wenig ändern..

Hallo, mit der NBS bleibt die WER Waldhof-Hbf aber weiterhin zweigleisig. Da der Vollknoten bzw. einfach ein RE mit guten Anschlüssen zum ICE und somit Ankunft kurz vor diesen eine ganz normale und gute Sache ist, bleibt ein Teil des Problems weiterhin bestehen. Denn was macht man da, wenn der RE mit ca. 5 min Verspätung in Waldhof ankommt und praktisch gleichzeitig mit den nachfolgenden ICE einfahren möchte? Das würde wieder darauf herauslaufen, dass der RE erst hinterher fahren kann und die Anschlüsse nicht klappen.

Allgemein würde ich fragen: Wieso hat der RE überhaupt Verspätung? Klar, Überholungen durch verspätete ICE entlang der Riedbahn werden mit der NBS wegfallen. Aber andere Gründe bleiben bestehen, sei es die verspätete Abfahrt in Frankfurt wegen Anschlussaufnahme. Wie wäre es denn mit schnellerem Material für den RE, sodass kleine Verspätung, auch eine 5-min-Überholung durch ICE, eher wieder reingefahren werden können? ETs haben eine bessere Beschleunigung und bei mehr Türen schnelleren Fahrgastwechsel als Lokzüge.

Würde also sagen: 425er, Flirt, Talent-2, Mops, Desiro usw. anstatt 111er mit Wagen!
Laut Vergabekalender RMV könnte es ab Ende 2015 was werden.

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Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

101 141, Montag, 20.08.2012, 11:19 (vor 4961 Tagen) @ naseweiß

Wie sieht es denn in diesem Zusammenhang aus, wenn der RE ab Waldhof die östliche Riedbahn über Käfertal benutzen würde? Zumindest bei einer Überholung in Waldhof könnte man so vielleicht etwas Zeit einsparen, da der RE den ICE nicht vorbeilassen muss sondern gleich oben rum weiterfahren kann.

Obwohl die östliche Riedbahn nur eingleisig befahrbar ist, dürfte die Fahrzeit ungefähr diesselbe sein. Problematisch wird es hier aber eventuell mit der Gleisbelegung. Gleis 2-5 sind um .30 ja durch Fernverkehr belegt, also müsste man von der östlichen Riedbahn kommend ja diese Gleise im Weichenvorfeld kreuzen. Das könnte dann aber zum .22 aus Karlsruhe kommenden ICE knapp werden, dessen Fahrstraße ja gekreuzt werden müsste? Auch der RE aus Heilbronn dürfte ihm irgendwie in die Quere kommen.

Könnte man die Garnitur nicht vielleicht auf Gleis 1 abstellen und die zu dieser Zeit von dort abfahrenden S-Bahnen auf Gleis 7/8 verlegen? Wäre nur mal so spontan eine Idee

Grüße, 101 141

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

naseweiß, Montag, 20.08.2012, 11:29 (vor 4961 Tagen) @ 101 141

Wie sieht es denn in diesem Zusammenhang aus, wenn der RE ab Waldhof die östliche Riedbahn über Käfertal benutzen würde? Zumindest bei einer Überholung in Waldhof könnte man so vielleicht etwas Zeit einsparen, da der RE den ICE nicht vorbeilassen muss sondern gleich oben rum weiterfahren kann. Obwohl die östliche Riedbahn nur eingleisig befahrbar ist, dürfte die Fahrzeit ungefähr diesselbe sein.

Die WER ist 3 km kürzer als die OER, dazu schneller befahrbar, vermutlich min. 2 min schneller.

Problematisch wird es hier aber eventuell mit der Gleisbelegung. Gleis 2-5 sind um .30 ja durch Fernverkehr belegt, also müsste man von der östlichen Riedbahn kommend ja diese Gleise im Weichenvorfeld kreuzen. Das könnte dann aber zum .22 aus Karlsruhe kommenden ICE knapp werden, dessen Fahrstraße ja gekreuzt werden müsste? Auch der RE aus Heilbronn dürfte ihm irgendwie in die Quere kommen.

Könnte man die Garnitur nicht vielleicht auf Gleis 1 abstellen und die zu dieser Zeit von dort abfahrenden S-Bahnen auf Gleis 7/8 verlegen? Wäre nur mal so spontan eine Idee

In der Tat, das geht nicht, das gibt zu viele Probleme.

Gleis 1 - S-Bahn Richtung Westen, S1/2 und S3/4 kurz hintereinander
Gleis 2/3 - ICE Richtung Norden
Gleis 4/5 - ICE Richtung Süden
Gleis 7a/b - RE Frankfurt und RE Heilbronn
Gleis 8 - verschiedene ICE/IC Saarbrücken und Mainz
Gleis 9 - S-Bahnen Richtung Osten, S3/4 und S1/2 kurz hintereinander
Gleis 10 - RB Karlsruhe

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Umstellung RE (F-MA) auf Triebwagen?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 20.08.2012, 13:43 (vor 4961 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Da der Vollknoten bzw. einfach ein RE mit guten Anschlüssen zum ICE und somit Ankunft kurz vor diesen eine ganz normale und gute Sache ist, bleibt ein Teil des Problems weiterhin bestehen. Denn was macht man da, wenn der RE mit ca. 5 min Verspätung in Waldhof ankommt und praktisch gleichzeitig mit den nachfolgenden ICE einfahren möchte? Das würde wieder darauf herauslaufen, dass der RE erst hinterher fahren kann und die Anschlüsse nicht klappen.

Man läßt den ICE überholen, dann klappt ICE<->ICE, aber ICE<->RE nur in eine Richtung.
Man läßt den ICE bummeln, dann klappt ICE<->RE, aber ICE<->ICE nur in eine Richtung.

Genauso passiert es auch bei uns in Eindhoven. Ist die RB Tilburg-Weert verspätet, ist einer der beiden ICs (meistens Den Haag-Venlo) betroffen.
Aber: nun werden in einem solchen Fall beide ICs auf dasselbe Gleis geleitet; sie fahren dann in Blockabstand an der RB vorbei. Da die Strecke Boxtel-Eindhoven vierspurig ist, kann die RB nachher konfliktfrei einfahren.

Wieso hat der RE überhaupt Verspätung?

Zeitaufwändige Fahrgastwechsel, streckenbedingte Lafas, ausbremsende S-Bahnen?

Wie wäre es denn mit schnellerem Material für den RE, sodass kleine Verspätung, auch eine 5-min-Überholung durch ICE, eher wieder reingefahren werden können? ETs haben eine bessere Beschleunigung und bei mehr Türen schnelleren Fahrgastwechsel als Lokzüge.

Bei uns sind inzwischen in der Tat fast alle RB/S-Leistungen auf Triebwagen umgestellt. Zuvor fuhren noch DD-AR Garnituren = Doppelstockwagen mit wahlweise Triebwagen oder Lok. Im Moment fast alles ET425NL oder SGM redesignt.
Das Beschleunigungsverfahren von Triebwagen ist besser aber bezüglich Fahrgastwechsel gibt es zwei Effekte:

a. die Triebwagen haben wohl mehr Türbreite pro Einheit Länge -> schnellere Fahrgastwechsel.
b. die Triebwagen sind einstöckig, also bei starkem Verkehr wird der Fahrgastwechsel langsamer.

Würde also sagen: 425er, Flirt, Talent-2, Mops, Desiro usw. anstatt 111er mit Wagen!

Diese Einstöcker werden wohl nicht die erforderliche Kapazität der Dostowagen bieten können. Frankfurt und Mannheim liegen ja in dichtbesiedelten Ballungsgebieten.
Bei uns fahren die "IC"s Rotterdam-Dordrecht ja auch aus guten Gründen mit VIRM-Triebwagen, nicht selten in Doppeltraktionen.

Würde also sagen: Stadler DOSTO! Coradia Duplex! Bombardier Twindexx!

Na gut, ich weiß nicht wie die RE70-Haltepolitik aussieht.
Ist sie etwa wie eine "S-Bahn" bei uns, dann wären ETs die Lösung.
Ist sie etwa wie unsere "IC"s, dann wohl Dostotriebwagen.
(der "IC" Rotterdam-Dordrecht fährt die 25-30 km Strecke entweder nonstop oder mit Halt in Rotterdam Blaak)


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Umstellung RE (F-MA) auf Triebwagen?

naseweiß, Montag, 20.08.2012, 14:20 (vor 4961 Tagen) @ Oscar (NL)

Man läßt den ICE bummeln, dann klappt ICE<->RE, aber ICE<->ICE nur in eine Richtung.

Was meinst du mit ICE <-> ICE? Beide ICE, der eine von Köln, der andere von Fulda müssten dem RE hinterherfahren, es werden als eher die Anschlüsse zum übrigen Regionalverkehr in Mannheim eng, z.B. der RE nach Heilbronn als wichtiger, kurzer Anschluss müsste warten, was weitere Folgeverspätungen verursacht usw., im weiteren Laufweg aller Züge, sowohl der ICE als auch deren Anschluss-Züge.

Diese Einstöcker werden wohl nicht die erforderliche Kapazität der Dostowagen bieten können. Frankfurt und Mannheim liegen ja in dichtbesiedelten Ballungsgebieten.

Im Ried ist nicht so viel los, vielleicht fehlt auch der 30-min-Takt, der das Angebot attraktiver machte. Es sind nicht nur Dostos, sondern auch noch die alten n-Wagen unterwegs, mit normalen ETs kein Problem. Außerhalb der HVZ würden die Triebwagen vermutlich sogar nur solo unterwegs sein, der für die niedrigen Fahrgastzahlen die Besteller nicht unnötig Geld ausgeben wollen.

Ist sie etwa wie eine "S-Bahn" bei uns, dann wären ETs die Lösung.

Auf 76 km ganze 11-13 Zwischenhalte, also ca. 5,4-6,3 km pro Halt. Zwischen Riedstadt und Biblis verkehrt neben dem RE keine RB/S zusätzlich.

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Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

gus78, Montag, 20.08.2012, 14:53 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Einer meiner Stammzüge ist der RE von Frankfurt nach Mannheim mit folgenden Abfahrtzeiten:

Frankfurt ab: 7:13 Uhr
Mannheim an: 8:20 Uhr

Wieso fahrst du nicht im ICE? Die Monats/Jahreskarte dürfte doch nicht so viel mehr kosten? Und das wäre es mir allemal wert. Pendle aus Osten Richtugn Frankfurt. Mir würde es nie einfallen, die Strecke mit dem RE zu fahren.

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

JumpUp, Montag, 20.08.2012, 15:31 (vor 4961 Tagen) @ gus78

Meine Familie wohnt leider im Ried, auf halber Strecke des RE. ICE fahre ich schon so täglich, nur halt mit Umstieg in Mannheim

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

ABRob, Bad Oeynhausen, Montag, 20.08.2012, 17:33 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Mannheim hat einen fast perfekten Taktknoten zur Minute XX:30.

Wenn Mannheim so ein Knoten ist, dann sollte das doch heißen dass vor XX:30 alle Züge auf Mannheim zu fahren und nicht aus Mannheim raus. Dann sollte man doch zumindest auf der WER von Waldhof zum Hauptbahnhof beide Streckengleise für die Züge zum Hauptbahnhof nutzen können, sodass die ICE den RE fliegend überhohlen können.
In Waldhof gibt es ja ein mittiges drittes Bahnsteiggleis, von dem der Zug flexibel in Regel- oder Gegengleis fahren kann.
Mann sollte dann nur die Verteilung Regelgles/Gegengleis an die Bahnsteigbelegung in Mannheim Hbf. anpassen, sodass es da nicht noch zu Fahrstraßenkreuzungen kommt.

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NBS/SFS Hannover - Hamburg statt NBS/SFS Isernhagen - Lauenbrück; NBS/SFS Frankfurt - Fulda statt NBS/SFS Gelnhausen - Mottgers

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

naseweiß, Montag, 20.08.2012, 17:56 (vor 4961 Tagen) @ ABRob
bearbeitet von naseweiß, Montag, 20.08.2012, 17:58

Wenn Mannheim so ein Knoten ist, dann sollte das doch heißen dass vor XX:30 alle Züge auf Mannheim zu fahren und nicht aus Mannheim raus. Dann sollte man doch zumindest auf der WER von Waldhof zum Hauptbahnhof beide Streckengleise für die Züge zum Hauptbahnhof nutzen können, sodass die ICE den RE fliegend überhohlen können.

Es gibt noch genug Linien außerhalb des Knotens. Die L20/22 Hamburg-Zürich/Stuttgart sowie die L82/84 Frankfurt-Paris/Lyon fahren vor 30' in Mannheim nach Norden los bzw. kommen erst nach 30' von Norden in Mannheim an. Dazu kommen die stündliche HVZ-RB, die nur bis Lampertheim geht.

Edit: Parallele Fahrten gibt es ggf. z.B. von Mannheim nach Süden auf der NBS bis Abzw. Saalbach (Stuttgart/Karlsruhe).

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Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

JumpUp, Montag, 20.08.2012, 18:02 (vor 4961 Tagen) @ naseweiß

Fliegende Überholungen gibt es zwischen Waldhof und Hbf gelegentlich. Habe es schon einige male miterlebt. Dennoch scheint es (vll an Güterverkehr?) zu viel Gegenverkehr zu geben.

Der TGV Frankfurt-Marseille passt gut auf den 30er Knoten in Mannheim: Er kommt aus Frankfurt in Mannheim zur Minute XX:39 an, genau richtig für Umsteiger aus alle Richtungen, die nach Marseille wollen.

In Gegenrichtung passt es auch perfekt: Der Zug kommt um XX:20 aus Marseille in Mannheim an - 10 Minuten später fahren alle ICE nach Berlin/Köln/Saarbrücken und die ganzen Regionalzüge ab

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

naseweiß, Montag, 20.08.2012, 18:23 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Der TGV Frankfurt-Marseille passt gut auf den 30er Knoten in Mannheim: Er kommt aus Frankfurt in Mannheim zur Minute XX:39 an, genau richtig für Umsteiger aus alle Richtungen, die nach Marseille wollen.
In Gegenrichtung passt es auch perfekt: Der Zug kommt um XX:20 aus Marseille in Mannheim an - 10 Minuten später fahren alle ICE nach Berlin/Köln/Saarbrücken und die ganzen Regionalzüge ab

Von Süden her hat man den Knoten, richtig - von Norden aber nicht. Wenn du von/nach Norden mit den L82/84 fahren willst, landest du außerhalb des Knotens. Für die L82/84 ist das in der Tat völlig ausreichend, da sie im Norden nur nach Frankfurt fahren, wo sowieso auch die L11/12 hinfährt. Eher relevant ist das für die L20/22, da diese bis Hamburg geht.

Es ging aber auch nur darum, dass Züge vor 30' in Mannheim nach Norden über die WER losfahren. Die L20 fährt um 16', ist also vielleicht um 21' in Waldhof durchgefahren. Der RE soll aber schon um 13' in Waldhof abfahren, das wäre also 8 min später. Problem ist vielleicht auch, dass der RE auf Gleis 7 will, während die ICE nach Gleis 4/5 möchten. Also RE möglichst im Regelgleis, ICE im Gegengleis.

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Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

ABRob, Bad Oeynhausen, Montag, 20.08.2012, 18:38 (vor 4961 Tagen) @ naseweiß

Es ging aber auch nur darum, dass Züge vor 30' in Mannheim nach Norden über die WER losfahren. Die L20 fährt um 16', ist also vielleicht um 21' in Waldhof durchgefahren. Der RE soll aber schon um 13' in Waldhof abfahren, das wäre also 8 min später.

Wann sind denn die auflaufenden ICE in Waldhof? Denn problematisch wird es ja eh erst, wenn der RE wesentlich später als um 13' in Waldhof ist.

Problem ist vielleicht auch, dass der RE auf Gleis 7 will, während die ICE nach Gleis 4/5 möchten. Also RE möglichst im Regelgleis, ICE im Gegengleis.

Und dann wäre wieder die Frage, wie schnell die Überleitweichen befahrbar sind...

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NBS/SFS Hannover - Hamburg statt NBS/SFS Isernhagen - Lauenbrück; NBS/SFS Frankfurt - Fulda statt NBS/SFS Gelnhausen - Mottgers

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

Jan, Montag, 20.08.2012, 22:57 (vor 4961 Tagen) @ ABRob

Also um eine höhere Beschleunigung zu erzielen könnte man auch anstatt 111er Loks 146 nehmen, vielleicht sogar die "gepuschten" die auch den RE1 in NRW ziehen. Damit sollte man schon eine deutlich bessere Beschleunigung erzielen. Auch der Taurus wäre eine Lösung.

Wobei für diese Strecke auch der Flirt eine gute Alternative sein könnte. Er fährt mit 160km/h doch schon schneller und kann auch etwas spitzer auf die Bahnhöfe zufahren. Das sollte auch noch ein paar Minuten ausmachen. Mit 111er und 5-6 n-Wagen ist auf der Strecke bestimmt kein Blumenpott zu gewinnen.

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

arj, Montag, 20.08.2012, 22:58 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Meine Erfahrung ist, dass die RE auf der Strecke sehr viel Fahrzeitreserven haben, besonders die Doppelstockzüge. 5 Minuten können oft wieder herausgefahren werden, ich habe auch schon mal von +7 auf 0 erlebt.

Richtung Mannheim gehen Überholungen in Dornberg und Gernsheim gut, da in Dornberg das Überholgleis lang ist und in Gernsheim muss der Zug sowieso planmäßig ins Überholgleis. Im Allgemeinen sind die Weichen auf der Riedbahn schnell befahrbar, was für den Betrieb viel ausmacht.

Gegengleisfahrten vor Mannheim sind nur selten möglich, da zu den ungeraden Stunde die ICEs nach Hamburg (Mannheim ab :16) und zu vielen geraden Stunden die ICEs aus Paris (:20) unterwegs sind. Ansonsten wird der GWB aber gerne genutzt, zumal zwischen Waldhof und Hbf im Gegengleis die gleiche Blockteilung wie im Regelgleis eingerichtet ist.
Auch fahren in Süd-Nord-Richtung oft die RE bis Waldhof im Gegengleis aus.

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

JumpUp, Montag, 20.08.2012, 23:12 (vor 4961 Tagen) @ arj

Was ich bisher (leider) nur einmal erlebt habe, war, dass der etwa 20 Minuten verspätete RE aus Frankfurt in Mannheim einfuhr, die Leute schnell wechselten und er ohne Richtungswechsel mit nur ca 3 Minuten Verspätung über die östliche Riedbahn rausfuhr und dann hoch nach Frankfurt.

Problem hierbei war: Die Garnitur steht anschließend falsch herum. Schade, dass man diese Möglichkeit nicht öfters in betracht zieht, ist sie doch 10 Minuten schneller, als der Richtungswechsel...

Frankfurt-Mannheim via Ried

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 21.08.2012, 08:44 (vor 4961 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Diese Einstöcker werden wohl nicht die erforderliche Kapazität der Dostowagen bieten können. Frankfurt und Mannheim liegen ja in dichtbesiedelten Ballungsgebieten.

Im Ried ist nicht so viel los...

Auf Zwolle-Amersfoort (78 km) dann wohl auch nicht.
Dennoch verkehrt die RB dort halbstündlich.

...vielleicht fehlt auch der 30-min-Takt, der das Angebot attraktiver machte.

Sehe ich auch so.

Platz für einen Halbstundentakt ICE + Halbstundentakt RE + Halbstundentakt S-Bahn auf Teilstrecken sollte da sein; bei uns haben auf Utrecht-Arnhem ja auch langer Zeit 2 IC, 2 IR und 2 RB pro Stunde auf Doppelgleis gefahren.
Allerdings durften die Unterschiede zwischen den Zuggattungen in DE größer sein als in NL.

Auf 76 km ganze 11-13 Zwischenhalte, also ca. 5,4-6,3 km pro Halt. Zwischen Riedstadt und Biblis verkehrt neben dem RE keine RB/S zusätzlich.

Das sind also noch mehr Halte als unsere RBs.

Zum Vergleich Utrecht-Den Bosch vs. Frankfurt-Mannheim:

Die RB Utrecht-Den Bosch (48 km) hat 6 Zwischenhalte. In der Mitte liegt Geldermalsen. Zwischen Geldermalsen-Den Bosch (24 km) wird nur in Zaltbommel gehalten.
Die RB verkehrt halbstündlich. 15 Minuten versetzt noch RB Utrecht-Geldermalsen-Tiel -> Utrecht-Geldermalsen 15-Minutentakt RB.
Die ICs Utrecht-Den Bosch (nonstop) verkehren in 15-Minutentakt und überholen die RBs in Geldermalsen.

Gesamtangebot also 4 IC + 2-4 RB pro Stunde, alles mit einer Fahrkarte benutzbar.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

arj, Dienstag, 21.08.2012, 09:06 (vor 4961 Tagen) @ JumpUp

Was ich bisher (leider) nur einmal erlebt habe, war, dass der etwa 20 Minuten verspätete RE aus Frankfurt in Mannheim einfuhr, die Leute schnell wechselten und er ohne Richtungswechsel mit nur ca 3 Minuten Verspätung über die östliche Riedbahn rausfuhr und dann hoch nach Frankfurt.

Problem hierbei war: Die Garnitur steht anschließend falsch herum. Schade, dass man diese Möglichkeit nicht öfters in betracht zieht, ist sie doch 10 Minuten schneller, als der Richtungswechsel...

Allerdings dauert die Fahrt über das östliche Ried auch ein paar Minuten länger, so dass es im Endeffekt kaum einen Unterschied machen wird. Der RE muss in Mannheim Hbf die Gleise 6-1 kreuzen, außerdem ist die östliche Riedbahn teilweise eingleisig. Dazu kommt das von dir angesprochene Problem der umgekehrten Reihung.

Sinnvoll ist es dennoch, wenn im Hbf alle Gleise belegt sind und das Gleis des RE schnell wieder benötigt wird.

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 21.08.2012, 09:20 (vor 4961 Tagen) @ ABRob
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 21.08.2012, 09:21

Hallo ABRob,

Mannheim hat einen fast perfekten Taktknoten zur Minute XX:30.

Wenn Mannheim so ein Knoten ist, dann sollte das doch heißen dass vor XX:30 alle Züge auf Mannheim zu fahren und nicht aus Mannheim raus.

Strikt betrachtet ist das so, aber...

Dann sollte man doch zumindest auf der WER von Waldhof zum Hauptbahnhof beide Streckengleise für die Züge zum Hauptbahnhof nutzen können, sodass die ICE den RE fliegend überhohlen können.

Theoretisch OK, in der Praxis aber eine Katastrophe, denn bei Verspätung klappt das schon nicht mehr.

Bei uns gibt es einen Art "X"-Knoten in Utrecht: die ICs von/nach Schiphol, Amsterdam, Nijmegen und Eindhoven sind rundum die Uhrzeiten '07/'22/'37/'52 orientiert. Heute war aber mein IC Eindhoven-Schiphol leicht verspätet und so durften wir die Abfahrt des IC Amsterdam-Nijmegen und des IC Schiphol-Eindhoven abwarten, bevor wir Utrecht erreichten. Selbstverständlich war der Anschluß-IC Nijmegen-Amsterdam schon weg...:(

Mann sollte dann nur die Verteilung Regelgleis/Gegengleis an die Bahnsteigbelegung in Mannheim Hbf. anpassen, sodass es da nicht noch zu Fahrstraßenkreuzungen kommt.

Bei einem strikten ITF wie in der Schweiz gibt es keine solchen Trassenkonflikte, denn alle Gegenzüge treffen sich in einem Bahnhof. Grundsätzlich kann man auf Fly-Overs und Dive-Unders komplett verzichten.

Der besagten "X"-Knoten in Utrecht ist aber leicht verzogen, hier die Abfahrten pro Richtung:

Eindhoven: '08 '23 '38 '53
Nijmegen:  '08 '23 '38 '53
Amsterdam: '10 '25 '40 '55
Schiphol:  '13 '28 '43 '58

Knackpunkt ist, dass die Züge aus Eindhoven und die nach Nijmegen einander niveaugleich kreuzen. Normal kreuzt der Zug aus Eindhoven vor. Ist der Zug aber verspätet, dann kreuzt der Zug nach Nijmegen vor.

Im Moment wird südlich von Utrecht das komplette Gleisfeld umgebaut, damit die Kreuzung niveaufrei wird. Das Konflikt hätte aber mit einem strikten ITF gar nicht bestanden; die bestehende Infra hätte man beibehalten können.
Na gut, mit einem vorgesehenen 10-Minutentakt wirkt der ITF auch nicht mehr, dann kann man besser in Korridoren fahren, und machen die aktuellen Bauarbeiten dennoch Sinn.


gruß,

Oscar (NL, wo "Leiden" eine Stadt ist).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

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Frankfurt-Mannheim via Ried

naseweiß, Dienstag, 21.08.2012, 10:32 (vor 4961 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo naseweiß,

Diese Einstöcker werden wohl nicht die erforderliche Kapazität der Dostowagen bieten können. Frankfurt und Mannheim liegen ja in dichtbesiedelten Ballungsgebieten.

Im Ried ist nicht so viel los...


Auf Zwolle-Amersfoort (78 km) dann wohl auch nicht.
Dennoch verkehrt die RB dort halbstündlich.

Es ging ja erstmal nicht darum, für wieviele Fahrgaste die Region Potential hätte, sondern nur, wieviele aktuell mitfahren. Da ist praktisch auf jeder anderen der RE-Strecken ab Frankfurt mehr los als auf der Riedbahn.

Auf Zwolle-Amersfoort bedient der Sprinter/Stoptrein doch Ortschaften beachtlicher Größe:
- Nijkerk, Harderwijk > 40.000
- Putten, Ermelo, Nunspeet > 20.000
Klar, dafür muss es schon ein 30-min-Takt sein.

Auf der Riedbahn erreichen zwar Lampertheim und Mörfelden-Walldorf (zusammen) die 30.000, Groß-Gerau und Riedstadt (mehere Dörfer) die 20.000. Der RE ist ja auch nicht der einzige Regionalverkehr, schließlich gibt es ja noch die Frankfurter S7 bis Riedstadt und die Mannheimer RB (bald Rhein-Neckar S-Bahn) bis Biblis, zur HVZ beide mit 2 Zügen/h.

Platz für einen Halbstundentakt ICE + Halbstundentakt RE + Halbstundentakt S-Bahn auf Teilstrecken sollte da sein; bei uns haben auf Utrecht-Arnhem ja auch langer Zeit 2 IC, 2 IR und 2 RB pro Stunde auf Doppelgleis gefahren.
Allerdings durften die Unterschiede zwischen den Zuggattungen in DE größer sein als in NL.

Es müssten 4 ICE/h sein, wenn auch im 30-min-Takt zwei im Blockabstand. Entscheidend ist aber, dass die Riedbahn deutlich mehr Zwischenhalte hat als Utrecht-Arnhem, 21 einerseits (alle RB/S-Halte), nur 7 andererseits. Die ICE fahren auf der Riedbahn 200 km/h, die NL-IC nur 140 km/h (?). Das sind in der Tat viel deutlichere Unterschiede zwischen den Zuggattungen.

--
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HVZ-RB nach Lampertheim schon lang nicht mehr

DaniReu91, Worms, Dienstag, 21.08.2012, 10:38 (vor 4961 Tagen) @ naseweiß

Hi,

die HVZ-RBs nach Lampertheim gibt es schon lange nicht mehr, das einzige Überbleibsel ist die RB um 16.11 in Mannheim, die über Käfertal (!) nach Biblis fährt, wenn ich mich richtig entsinne war das früher ein Zug der nur bis Lampertheim fuhr.

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

101 141, Dienstag, 21.08.2012, 10:40 (vor 4961 Tagen) @ Jan

Tja, man darf gespannt sein, welche Loks im Ried und an der Bergstraße ab Dezember zum Einsatz kommen, wenn die 146 komplett auf die Main-Weser-Bahn wechseln.
Prinzipiell fände ich den Einsatz der Baureihe 114 auch auf diesen beiden Strecken sinnvoll, haben sie doch eine bessere Beschleunigung als die 111, die für die vielen Unterwegshalte meines Erachtens die falsche Lok ist.

Spricht eigentlich etwas gegen den Einsatz der Baureihe 143 auf der Bergstraße? In letzter Zeit gelangte diese ohnehin desöfteren mit Regionalbahnen nach Heidelberg und die Züge waren, was ich gesehen habe, nie zu spät. Gerade im Abschnitt Darmstadt-Heidelberg mit den vielen Halten dürfte die geringe Höchstgeschwindigkeit von 120 im Gegensatz zur 111 kaum etwas ausmachen, da die 143 durch ihre bessere Beschleunigung punktet.

Auf der Riedbahn wäre der Einsatz von 143 dagegen etwas ungünstiger, immerhin wird hier teilweise länger mit 140 gefahren, als auf der Bergstraße.


Lassen wir uns überraschen

So war es vor der S-Bahn

DaniReu91, Worms, Dienstag, 21.08.2012, 10:41 (vor 4961 Tagen) @ 101 141

Vor der S-Bahn ist der RE über die östliche Riedbahn gefahren, kam in Mannheim an Gleis 1 um .25 an und ist um .36 wieder über die östliche nach Frankfurt gefahren. Die damaligen RBs Neckartal <-> Homburg haben die hinteren Gleise genutzt. Vermutlich nur eine Marketingsache, dass man unbedingt die S-Bahn von Gleis 1 abfahren lassen möchte.

HVZ-RB nach Lampertheim schon lang nicht mehr

naseweiß, Dienstag, 21.08.2012, 11:07 (vor 4960 Tagen) @ DaniReu91

die HVZ-RBs nach Lampertheim gibt es schon lange nicht mehr, das einzige Überbleibsel ist die RB um 16.11 in Mannheim, die über Käfertal (!) nach Biblis fährt, wenn ich mich richtig entsinne war das früher ein Zug der nur bis Lampertheim fuhr.

Hey, danke, hatte nicht die aktuelle KBS-Tabelle geöffnet und war gedanklich also in der Vergangenheit unterwegs.

Zumindest in der morgendlichen HVZ gibt es noch einen (sehr) ungefähren 20-min-Takt:
- RE Biblis 06:57 - 07:20 Mannheim (hält auch in Luzenberg und Handelshafen)
- RB Biblis 07:04 - 07:41 Mannheim (Überholung in Lampertheim, Zusatz-RB)
- RB Biblis 07:30 - 08:01 Mannheim (leicht verschobene Takt-RB)
- RE Biblis 07:59 - 08:20 Mannheim (Takt-RE)

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Lösungen...

Lumi25, Dienstag, 21.08.2012, 17:37 (vor 4960 Tagen) @ JumpUp

Die erste einfachste Lösung wurde ja hier schon genannt. Umstellung der 111+140 Km/h Dostos auf spurstarke Dosto-ET. Das dürfte auf jedenfall schon mal einiges an Puffer bringen.

Das zweite wäre, dass man dem Fernverkehr nur eine bestimmte Anzahl an Trassen gibt. Der ICE Hamburg-Stuttgart z.B. ist früher via. Darmstadt-Heidelberg gefahren. Jetzt macht er in Frankfurt Flughafen Kopf und kann somit nicht mal die Trasse des eine Stunde alternierend fahrenden ICE Hamburg-Basel nutzen. Hier verbraucht man also 2 Trassen die nur zweistündlich benutzt werden. Dazu kommen noch die Einzelleistungen ICE/TGV nach Paris und demnächst noch der ICE-Verstärker Köln-Stuttgart.

Hier müsste man also seitens DB Netz klar sagen, dass die Fernverkehrstrassen stündlich zu besetzen sind und Einzelzüge dann halt via Main-Neckar-Bahn fahren müssen.

Das dritte wäre Verkürzung der Blockabstände. Mit Mehrabschnittssignalisierung ist ein Blockabstand von 500m drin. So wie auch schnellere Ein/Ausfahrten in Überholgleise.


Die nächsten Lösungen dagegen sind wieder teurer...

Von der so viel gepriesenen NBS halte ich eigentlich gar nichts, denn sobald eine Störung auftritt muss der Fernverkehr wieder auf die Riedbahn ausweichen.

Man schaue sich nur das Drama an, wenn auf der NBS Köln-Rhein/Main ein PU passiert oder sonstige Streckensperrung. Man hat ja so klug gebaut, dass dann die komplette Strecke dicht ist.

Ich bevorzuge daher eher einen viergleisigen Richtungsbetrieb auf der Riedbahn mit einer kurzen NBS Biblis-Mannheim-Waldhof (Umfahrung).

Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

Lumi25, Dienstag, 21.08.2012, 17:45 (vor 4960 Tagen) @ 101 141

Auf der Riedbahn wäre der Einsatz von 143 dagegen etwas ungünstiger, immerhin wird hier teilweise länger mit 140 gefahren, als auf der Bergstraße.


Die 143er ist eine gute Lok allerdings lässt die Vmax. von 120 km/h bei RE-Zügen auf Hauptstrecken doch zu wünschen übrig. Es wurde ja auch mal über ein Umbau nachgedacht bzw. die 143er auf 160 km/h umzurüsten doch das hätte 300.000€ pro Lok (meine ich?) gekostet und war der DB AG zu Teuer. Die Umbauaktion für 140 km/h kostet dagegen nur einen Bruchteil. Doch auch hier spielt das liebe Geld eine Rolle. DB Regio wird nicht mehr investieren als es muss. Beim RMV habe ich so das Gefühl, dass man sich mit wenig zufrieden gibt.

Die 114er im Kinzigtal sind zwar schön aber bringen auch nicht viel mehr, da die Dostos fast alle nur 140 km/h können. Ob bei letzterem was geändert wird weiß ich nicht.

Lösungen...

ICE-TD, Dienstag, 21.08.2012, 18:04 (vor 4960 Tagen) @ Lumi25

Viergleisigkeit nützt dir bei einem PU aber auch nichts, da werden erstmal alle Gleise gesperrt. Bei einer räuml. Trennung dagegegen (NBS und Riedbahn) bleibt eine Strecke befahrbar, ähnlich bei Stellwerksausfällen u.a.

Lösungen...

naseweiß, Dienstag, 21.08.2012, 18:08 (vor 4960 Tagen) @ ICE-TD

Viergleisigkeit nützt dir bei einem PU aber auch nichts, da werden erstmal alle Gleise gesperrt. Bei einer räuml. Trennung dagegegen (NBS und Riedbahn) bleibt eine Strecke befahrbar, ähnlich bei Stellwerksausfällen u.a.

Dazu sollten auf einer Altstrecke die PUs wegen der Bahnhöfe viel häufiger als auf einer NBS sein. Die NBS kann man sogar einzäunen, wenn man will.

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Mein tägliches Leiden auf der Riedbahn Frankfurt-Mannheim

Giovanni, Dienstag, 21.08.2012, 18:15 (vor 4960 Tagen) @ Lumi25

Auf der Riedbahn wäre der Einsatz von 143 dagegen etwas ungünstiger, immerhin wird hier teilweise länger mit 140 gefahren, als auf der Bergstraße.

Die 143er ist eine gute Lok allerdings lässt die Vmax. von 120 km/h bei RE-Zügen auf Hauptstrecken doch zu wünschen übrig. Es wurde ja auch mal über ein Umbau nachgedacht bzw. die 143er auf 160 km/h umzurüsten doch das hätte 300.000€ pro Lok (meine ich?) gekostet und war der DB AG zu Teuer. Die Umbauaktion für 140 km/h kostet dagegen nur einen Bruchteil. Doch auch hier spielt das liebe Geld eine Rolle. DB Regio wird nicht mehr investieren als es muss. Beim RMV habe ich so das Gefühl, dass man sich mit wenig zufrieden gibt.

Nicht ganz richtig: Der Umbau (auf 140km/h) selbst war der DB nicht zu teuer und wurde bei zahlreichen Loks durchgeführt - die vom EBA geforderte Einzelzulassung (statt einer Typenzulassung) wäre jedoch sehr teuer geworden.
Da die 143 aber nicht die starken Fahrmotoren der 112/114 hat, hätte sie hier kaum etwas gebracht.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Lösungen...

bahnerausleidenschaft, Dienstag, 21.08.2012, 18:42 (vor 4960 Tagen) @ naseweiß

Und du meinst zäune halten lebensmüde von ihrer Tat ab? Wie hoch sollten deiner Meinung die zäune sein und wer finanziert das ganze?

Lösungen...

Lumi25, Dienstag, 21.08.2012, 19:18 (vor 4960 Tagen) @ ICE-TD

Viergleisigkeit nützt dir bei einem PU aber auch nichts, da werden erstmal alle Gleise gesperrt. Bei einer räuml. Trennung dagegegen (NBS und Riedbahn) bleibt eine Strecke befahrbar, ähnlich bei Stellwerksausfällen u.a.

Da hast Du aber nur teilweise Recht. Ein sehr gutes Beispiel ist für mich immer noch die Überleitstelle in Burgsinn. Bei einer Störung fällt nicht gleich die ganze SFS Fulda-Würzburg aus sondern man kann diese zumindest teilweise benutzen.

Bei Mannheim-Stuttgart ist es auch so. Wenn etwas zwischen Vaihingen und Stuttgart auf der SFS ist fährt man einfach bis Vaihingen und dann über die Bestandsstrecke nach Stuttgart. Ist doch alle mal besser als wenn man komplett über die Bestandsstrecke fahren muss.

Eine kurze NBS Mannheim-Waldhof-Biblis halte ich daher für besser. Ist diese gesperrt kann man immer noch über die normale Strecke fahren ohne direkt +30-60 Minuten Verspätung zu machen.


Mit den PU ist das so eine Sache. In Köln-Technologiepark gibt es zwischen S/Ferngleis eine Schallschutzwand. Für was soll so was wohl gut sein? Jetzt sag mir bitte nicht wegen der Vmax. von 250 km/h. Da ist immerhin das S-Bahngleis dazwischen.

Lösungen...

AX-330, Mittwoch, 22.08.2012, 01:42 (vor 4960 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von AX-330, Mittwoch, 22.08.2012, 01:46

Hach, das Ried! Nachts ist es so schön dort, aber tagsüber... ;-)

Das dritte wäre Verkürzung der Blockabstände. Mit Mehrabschnittssignalisierung ist ein Blockabstand von 500m drin. So wie auch schnellere Ein/Ausfahrten in Überholgleise.

Signalisiert ist auf dem Ried kaum noch Luft. Fast alle Blöcke sind zwischen ein und zwei Kilometer groß, mehr ist nicht sinnvoll. Sagt jedenfalls Herr Pachl (und mein unmaßgebliches Gefühl). Eine Umrüstung auf CIR-ELKE mit vielen kleinen LZB-Blöcken wie zwischen Offenburg und Basel wäre aber in der Tat eine schöne Lösung. Dort kann man selbst als langsamer Güterzug mit wenig Bremshundertsteln dem Nahverkehr sehr dicht auf den Fersen bleiben, als Leerzug oder Lz erst recht. In Teningen-Mundingen zum Beispiel kann man den Zugschluß der RB oder dem RE knapp 200 Meter vor sich am Bahnsteig stehen sehen und - etwas überspitzt formuliert - genau dann wieder anfahren, wenn der Nahverkehrszug auch sichtbar anfährt, also - noch überspitzter gesagt - hauchzart vom Fahren im Raumabstand zum Fahren im Bremswegabstand übergehen. Allheilbringend ist diese Lösung aber nicht: Meines löcherigen Wissens nach haben keine Nahverkehrssteuerwagen LZB, geschweige denn alle auf dem Ried verkehrenden Lokomotiven oder die 420er - und wahrscheinlich auch nicht alle Lokführer.

Tagsüber fahre ich ungerne übers Ried, wobei das zum Glück selten vorkommt. DB Netz schickt die allermeisten spontan verkehrenden Güterzüge über die Bergstraße oder über Worms. Lande ich doch mal dort, komme ich mir mit 2000 Tonnen und 90 km/h Höchstgeschwindigkeit ziemlich deplaziert vor - erst recht bei schlechter Schiene. Gefühlt ist das so, wie wenn man beim Brettspiel ständig eine Eins würfelt: Rücken Sie einen Bahnhof vor. Begeben Sie sich sofort in die Überholung.

Eigentlich darf man dort keine Fehler machen. Doof ist es nur, wenn man trotzdem versagt: Nachdem ich in Goddelau zwei Überholungen bekommen hatte, mußte ich in Stockstadt schon wieder auf den Rand (ich meine, das war dort - war seit einem halben Jahr nicht mehr auf dem Ried). Mit dem Anliegen, möglichst keine Zeit nach der 1000-Hertz-Beeinflussung zu verschenken, hatte ich die Bremse vor lauter gutem Willen zu früh ausgelöst. Um nicht die Bremskurve zu schneiden, schenkte ich noch mal tüchtig nach. Das wars dann: Mit der Hälfte des Zuges stand ich in der Überholung und mit der anderen Hälfte auf dem durchgehenden Hauptgleis. Bis der ganze Laden ausgelöst war und ich mich bei Nieselregen endlich verkrochen hatte, gingen bestimmt zwei Minuten ins Land. Beschämenderweise rollte ein ICE mit geschätzten 80 Sachen an mir vorbei, noch bevor ich vor dem Hauptsignal zum Stehen kam. Der Kollege signalisierte mit freizügigem Einsatz des Schallwandlers, was er davon hielt - falls er mitliest, möchte ich mich hiermit entschuldigen (und natürlich auch bei den Fahrgästen!) ;-)

Lösungen...

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 22.08.2012, 08:35 (vor 4960 Tagen) @ Lumi25

Hallo Lumi25,

Die erste einfachste Lösung wurde ja hier schon genannt. Umstellung der 111+140 Km/h Dostos auf spurstarke Dosto-ET. Das dürfte auf jedenfall schon mal einiges an Puffer bringen.

Das ist nicht die einfachste Lösung, da sie offenbar erst 2015 durchführbar ist, wenn es neue Ausschreibungen gibt.
Die einfachste Lösung ist die 111 durch eine 146 oder ES64-U2 ersetzen.
Das kann ggf. heute schon, wenn die Maschinen verfügbar sind.

Das zweite wäre, dass man dem Fernverkehr nur eine bestimmte Anzahl an Trassen gibt. Der ICE Hamburg-Stuttgart z.B. ist früher via. Darmstadt-Heidelberg gefahren. Jetzt macht er in Frankfurt Flughafen Kopf und kann somit nicht mal die Trasse des eine Stunde alternierend fahrenden ICE Hamburg-Basel nutzen.

Ich hätte auch lieber einen konsequenten Stundentakt Hamburg-Mannheim gehabt (dann abwechselnd nach Stuttgart und Basel). Noch lieber hätte ich einen konsequenten Halbstundentakt auf Frankflug/Frankfurt - Mannheim - Karlsruhe/Stuttgart. Bei uns funktioniert das doch auch wunderbar auf Schiphol/Amsterdam - Utrecht - Eindhoven/Nijmegen.

Aber: dieses Vorhaben sehen Hamburg, Hannover, Göttingen und Kassel nicht gerne, weil sie so ihre zweistündliche Direktverbindung mit dem Nationalflughafen Deutschlands verlieren.
Bei uns geht's genauso: im Moment hat Eindhoven 15-Minutentakt nach Utrecht; ab dort abwechselnd nach Amsterdam und Schiphol. Ab 2020 verbleibt nur die Strecke nach Amsterdam; nach Schiphol muss man zwingend in Utrecht umsteigen. Dafür gibt es beide Strecken dann in 10-Minutentakt. Trotz vierfach dichten Taktes in Vergleich zu Hamburg-Frankflug wird in Eindhoven heftig gegen die Vorhaben protestiert.

Dazu kommen noch die Einzelleistungen ICE/TGV nach Paris [1] und demnächst noch der ICE-Verstärker Köln-Stuttgart [2].

Zu 1: da wird man kaum etwas ausrichten können. Ist aber nicht schlimm; bei uns fahren die ICE International zwischen Arnhem-Amsterdam ja auch nicht im IC-Takt mit. Und das wird auch so bleiben wenn auf Arnhem-Utrecht IC und RB jeweils in 10-Minutentakt verkehren. Was man braucht, sind ausreichend Überholstellen.

Zu 2: diese Köln-Stuttgart Verstärker gehören vertaktet. Wie das aussehen könnte, ist mir im Moment aber nicht klar.

Das dritte wäre Verkürzung der Blockabstände. Mit Mehrabschnittssignalisierung ist ein Blockabstand von 500m drin. So wie auch schnellere Ein/Ausfahrten in Überholgleise.

Bei uns sind die Blockabstände auf Hauptstrecken etwa 1400-1800 m, und Hauptsignal N ist zugleich Vorsignal N+1. Und das ohne LZB.

Frage: wird zugleich mit der Main-Neckar-Rennbahn auch die Riedbahn auf ERTMS Level 2 umgestellt? Die ist ja auch Bestandteil der Korridor Rotterdam-Genova? Oder betrifft das die Strecke Mainz-Mannheim via Worms?

Von der so viel gepriesenen NBS halte ich eigentlich gar nichts, denn sobald eine Störung auftritt muss der Fernverkehr wieder auf die Riedbahn ausweichen.
Man schaue sich nur das Drama an, wenn auf der NBS Köln-Rhein/Main ein PU passiert oder sonstige Streckensperrung. Man hat ja so klug gebaut, dass dann die komplette Strecke dicht ist.

Das ist in Frankreich, Spanien, Italien, China und Japan nicht anders. Dort sind die Folgen meistens noch gravierender als in Deutschland, weil a. die vdurch auf den Rennbahnen höher liegen -> Zeitverlust wegen Altstrecke ist größer, und b. die Rennbahnabschnitte länger sind als in Deutschland -> Umwege sind größer.
Lediglich die Italiener haben es mit ihren Schienenautobahnen relativ leicht: wenn es bei Reggio nell'Emilia kracht, verläßt man die Schienenautobahn bei Parma und befährt man sie bereits wieder in Modena. Das sind bestenfalls nur 50-60 km, während die Nonstopfahrt Mailand-Bologna einer Eurostar Italia 200 km lang ist.

Ich bevorzuge daher eher einen viergleisigen Richtungsbetrieb auf der Riedbahn mit einer kurzen NBS Biblis-Mannheim-Waldhof (Umfahrung).

Wenn man rein Kapazität/Trassen betrachtet, ist die vorgesehene Main-Neckar-Rennbahn nicht nötig. Ein konsequenter ITF, ausreichend Überholstellen und Beseitigung der Lafas tun es auch, und das für weniger Geld.
Allerdings vermute ich, dass man die Kantenzeit Frankfurt/Frankflug - Mannheim bei nur 200 km/h vmax nicht auf 30 Minuten kriegt, selbst nicht wenn man nach japanischem Vorbild 80 km/h Weichenstraßen baut und voll auf Spurtstärke setzt (mittels der neuen IC230/250 Triebwagen).


gruß,

Oscar (NL).

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Frankflug und Cargobedarf

naseweiß, Mittwoch, 22.08.2012, 09:54 (vor 4960 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Mittwoch, 22.08.2012, 09:56

Aber: dieses Vorhaben sehen Hamburg, Hannover, Göttingen und Kassel nicht gerne, weil sie so ihre zweistündliche Direktverbindung mit dem Nationalflughafen Deutschlands verlieren.

Vielleicht wird ja eine ICE-Linie 15 eingeführt, die Berlin-Halle-Erfurt-(...)-Frankfurt-Mannheim-(...) verkehrt. Dann kann die L22 am Frankflug (oder in Mainz) enden, wenn er denn so wichtig ist (ärgerlich!).

Sinnvoller wäre natürlich doch beide Linien von Hamburg (L20/22) nach Süden weiterzuführen, dafür eine der drei Linien von Berlin (L11/12/15) bis Frankflug. Bei der L11/12 würden zumindest Kassel und Göttingen die Direktverbindungen nach Frankflug behalten. Vielleicht reichen auch HVZ-Verstärker, die zu entsprechenden Zeiten Hamburg-Frankflug verkehren und auch dem Pendlerverkehr nach Frankfurt dienen.

Bei uns geht's genauso: im Moment hat Eindhoven 15-Minutentakt nach Utrecht; ab dort abwechselnd nach Amsterdam und Schiphol. Ab 2020 verbleibt nur die Strecke nach Amsterdam; nach Schiphol muss man zwingend in Utrecht umsteigen. Dafür gibt es beide Strecken dann in 10-Minutentakt. Trotz vierfach dichten Taktes in Vergleich zu Hamburg-Frankflug wird in Eindhoven heftig gegen die Vorhaben protestiert.

Bei einem 10-min-Takt mit bahnsteiggleichem Halt in Utrecht sollte man ja meine, der Umstieg sei hinnehmbar. Allerdings sollte man bei einem 10-min-Takt auch meinen, dass locker einer von drei 30-min-Takten eben anders verknüpft wird (Nijmegen-Amsterdam und Eindhoven-Schiphol). Zumindest auf Utrecht-Nijmegen wird es sowieso keinen reinen Takt-10 geben, genauso wenig südlich von Eindhoven.

.

Wenn man rein Kapazität/Trassen betrachtet, ist die vorgesehene Main-Neckar-Rennbahn nicht nötig. Ein konsequenter ITF, ausreichend Überholstellen und Beseitigung der Lafas tun es auch, und das für weniger Geld.

Das kann man nicht sagen, denn es gibt ja noch die Unbekannte (für uns als ICE-Fans eher Unbekannte) namens Cargoverkehr. Wenn die Riedbahn von den ICEs befreit ist, können die Güterzüge problemlos, einer nach dem anderen im Blockabstand in ganzen Rudeln zwischen den Regionalzügen im 30-min-Takt durchrauschen. Ohne die NBS ist dieser Platz (im Zeit-Weg-Diagramm) durch die ICEs ausgefüllt, es passt vielleicht nur noch ein Cargo pro 30 min mit Überholungen in die restlichen Zwischenräume.

Auf den beiden alternativen Routen, der Rheinstrecke Mainz-Worms und der Main-Neckar-Bahn, passen zwar auch einige Cargos drauf- Da man dort aber möglichst S-Bahnen im 30-min-Takt (mit vielen Halten, also langsamer als die Cargos) als auch schnelle RE oder IC mit bis zu 2 Zügen/h haben möchte, sind auch diese Strecke auch fast voll ausgelastet und es passen nicht sehr viele Cargos drauf. Dagegen ist die Riedbahn ohne ICE für Cargos besser, da der Regionalverkehr z.B. als S-Bahn/RB/RE-Mischung eher mittelschnell unterwegs wäre, dazu meist nur ein 30-min-Takt, in der Durchschnittsgeschwindigkeit annähernd bei der Reisegeschwindigkeit der Cargos.

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OT: Niederlande.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.08.2012, 08:45 (vor 4959 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Allerdings sollte man bei einem 10-min-Takt auch meinen, dass locker einer von drei 30-min-Takten eben anders verknüpft wird (Nijmegen-Amsterdam und Eindhoven-Schiphol).

Und gerade das möchte Prorail vermeiden, weil so Korridoren vermischt werden und Verspätungen sich ausbreiten können.

Zumindest auf Utrecht-Nijmegen [1] wird es sowieso keinen reinen Takt-10 geben, genauso wenig südlich von Eindhoven [2].

Zu 1: Utrecht-Arnhem wird 10-Minutentakt (ETMET = Elke Tien Minuten Een Trein). Ab Arnhem fahren 4 von 6 ICs weiter nach Nijmegen. Die Lücke wird mit IC 36 (Zwolle-Arnhem-Nijmegen-Roosendaal) gefüllt. Dieser IC bedient aktuell noch die Zwischenbahnhöfen von Arnhem-Nijmegen. Auf Arnhem-Nijmegen soll dann jede 15 Minuten eine S-Bahn verkehren; hinzu kommt noch die RB Tiel-Elst-Arnhem (im Moment Syntus, wird Arriva).

Zu 2: bereits Dezember 2012 kommt der 15-Minutentakt Eindhoven-Sittard. Das war in den ETMET-Vorhaben noch nicht vorgesehen. Damals hieß es ab Eindhoven:

a. halbstündlich Kuppelzug nach Maastricht/Heerlen (wie heute IC 8)
b. halbstündlich nach Venlo (dafür endet IC 19 Den Haag-Venlo dann in Eindhoven)
c. halbstündlich Fahrtende (wie heute IC 35)

Mit dem 15-Minutentakt Eindhoven-Sittard gibt es folgende unerwünschte Nebenwirkungen

a. mit obigem ETMET-Verfahren muss der 15-Minutentakt Eindhoven-Sittard irgendwann wieder rückgängig gemacht werden
b. ICs die 5 Minuten (ein halber Takt!) in Eindhoven rumstehen, damit der Takt südlich wieder passt
c. Korrespondenz Den Haag/Amsterdam - Eindhoven - Venlo/Südlimburg entfällt (Den Haag-Eindhoven wird 15-Minutentakt)


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Frankflug und Cargobedarf

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 23.08.2012, 09:57 (vor 4959 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Vielleicht wird ja eine ICE-Linie 15 eingeführt, die Berlin-Halle-Erfurt-(...)-Frankfurt-Mannheim-(...) verkehrt. Dann kann die L22 am Frankflug (oder in Mainz) enden, wenn er denn so wichtig ist (ärgerlich!).

Das wäre also:

11 + 20 + 12 + 22 = Halbstundentakt Fulda-Frankfurt
11 + 20 + 12 + 15 = Halbstundentakt Frankfurt-Mannheim (also 15 und 22 auf FD-F in Blockabstand)
43 + 32 + 42 + ?? = Halbstundentakt Frankflug-Mannheim (22 kann nicht der Lückenfüller sein)
11 + 32 + 42 + 15 = Halbstundentakt Mannheim-Stuttgart
43 + 20 + 12 + ?? = Halbstundentakt Mannheim-Basel

In diesem Modell ist allerdings der mit Rennbahn Stuttgart-Ulm vorgesehene Stundentakt nicht verarbeitet.
?? könnten die Chur-ECs (Linie 30) werden, so hat Basel Direktverbindungen nach Berlin, Hamburg NRW via Rennbahn und NRW via Rheinbahn.
Dagegen spricht aber, dass SBB diese Züge fahren möchte, wohl mit Fahrzeugmaterial das die 230-250 nicht schafft; zudem ist 30+32 bereits Stundentakt im Rheintal und die 31/91 Rheintal-Wien ist noch nicht mitgenommen.

Sinnvoller wäre natürlich doch beide Linien von Hamburg (L20/22) nach Süden weiterzuführen, dafür eine der drei Linien von Berlin (L11/12/15) bis Frankflug. Bei der L11/12 würden zumindest Kassel und Göttingen die Direktverbindungen nach Frankflug behalten.

Das wäre dann (11 endet in Frankflug, Mainz oder Wiesbaden):

11 + 20 + 12 + 22 = Halbstundentakt Fulda-Frankfurt
15 + 20 + 12 + 22 = Halbstundentakt Frankfurt-Mannheim (also 11 und 15 auf FD-F in Blockabstand)
43 + 32 + 42 + 30 = Halbstundentakt Frankflug-Mannheim
15 + 32 + 42 + 22 = Halbstundentakt Mannheim-Stuttgart
43 + 20 + 12 + 30 = Halbstundentakt Mannheim-Basel

Nun haben sowohl München als Basel Direktverbindungen mit Frankfurt (weiter nach Hamburg und Berlin) und NRW (via Rennbahn und Rheinbahn).

...Cargoverkehr. Wenn die Riedbahn von den ICEs befreit ist, können die Güterzüge problemlos, einer nach dem anderen im Blockabstand in ganzen Rudeln zwischen den Regionalzügen im 30-min-Takt durchrauschen. Ohne die NBS ist dieser Platz (im Zeit-Weg-Diagramm) durch die ICEs ausgefüllt, es passt vielleicht nur noch ein Cargo pro 30 min mit Überholungen in die restlichen Zwischenräume.

Auf den beiden alternativen Routen, der Rheinstrecke Mainz-Worms und der Main-Neckar-Bahn, passen zwar auch einige Cargos drauf- Da man dort aber möglichst S-Bahnen im 30-min-Takt (mit vielen Halten, also langsamer als die Cargos) als auch schnelle RE oder IC mit bis zu 2 Zügen/h haben möchte, sind auch diese Strecke auch fast voll ausgelastet und es passen nicht sehr viele Cargos drauf. Dagegen ist die Riedbahn ohne ICE für Cargos besser, da der Regionalverkehr z.B. als S-Bahn/RB/RE-Mischung eher mittelschnell unterwegs wäre, dazu meist nur ein 30-min-Takt, in der Durchschnittsgeschwindigkeit annähernd bei der Reisegeschwindigkeit der Cargos.

Ich sehe das Problem nicht. Auf allen drei Strecken gibt es also S-Bahnen und REs. Wieso soll (wenn der Fernverkehr über die Main-Neckar-Rennbahn fährt) die Verlagerung von Cargos auf die Riedbahn leichter sein als auf die Linksrheinische oder die Bergstraße?


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Frankflug und Cargobedarf

naseweiß, Donnerstag, 23.08.2012, 10:54 (vor 4958 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Donnerstag, 23.08.2012, 10:57

In diesem Modell ist allerdings der mit Rennbahn Stuttgart-Ulm vorgesehene Stundentakt nicht verarbeitet.

Genau, und die L32 (als IC-Linie) hatte ich auch nicht dabei, dafür noch eine weitere ICE-Linie, nämlich die L62 Frankfurt-München (nicht mehr IC).

[11/12 + 15/50] + 20/22           = 30-min-Takt Fulda-Frankfurt
11/50                             = 60-min-Takt Frankfurt-Wiesbaden
12/15           + [20/22 + 82/62] = 30-min-Takt Frankfurt-Mannheim
42/42           + 43/--           = 30-min-Takt Frankflug-Mannheim
42/42           + 22/62           = 30-min-Takt Mannheim-München
11/50           + 20/43           = 30-min-Takt Mannheim-Basel

[] = Blockabstand
/ = Stundentakt

Edit: Die L11 oder L50 kann schon in Karlsruhe enden, wenn dafür die L60 (Basel-)Karlsruhe-Stuttgart-München eben bis Basel weiterfährt. Wenn die SBB irgendwelche ECs weiterbetreiben möchte, würden die außer Takt auf die Rheintalbahn hinzugefügt. Das kostete zwar Cargotrassen, wäre aber wohl für paar Zugpaare am Tag verschmerzbar, ähnlich vielleicht auch weiterhin der Urlaubs-IC nach Konstanz.

Die L32, L30 und L26 sind nicht mit diesen ICEs vertaktet, sondern verkehren zwischen Frankfurt bzw. Mainz und Stuttgart bzw. Karlsruhe in anderem Takt, der natürlich auch stärker auf den Regionalverkehr acht geben muss. Dazu ist der Laufweg auch unklar, da über Worms, über Frankflug, über Darmstadt, über die Bergstraße, über die NBS und letztendlich über Heidelberg gefahren werden kann/sollte.

Nun haben sowohl München als Basel Direktverbindungen mit Frankfurt (weiter nach Hamburg und Berlin) und NRW (via Rennbahn und Rheinbahn).

Bei mir fehlt Berlin-Stuttgart, das geht eventuell mit Flügelung der L28b in Nürnberg: ein Teil nach Aalen-Stuttgart(-Zürich), ein Teil nach Augsburg-München. Die L28b würde dann als ICE-T-Doppel gefahren.

Vielleicht sollte ich das aufmalen, damit es ersichtlicher wird. Das Thema kommt schließlich regelmäßig auf.

.

Ich sehe das Problem nicht. Auf allen drei Strecken gibt es also S-Bahnen und REs. Wieso soll (wenn der Fernverkehr über die Main-Neckar-Rennbahn fährt) die Verlagerung von Cargos auf die Riedbahn leichter sein als auf die Linksrheinische oder die Bergstraße?

Nein, das ist ein Unterschied. Die RE auf der Linkrheinischen und an der Bergstraße sind deutlich schneller, ggf. werden auch weiterhin ICs unterwegs sein. Auf der Riedbahn gibt es keine richtigen REs, sie lohnen auch nicht, da keine größeren Städte (wie Worms, Frankenthal, Ludwigshafen, Langen, Darmstadt, Bensheim, Heppenheim, Weinheim an den anderen beiden Strecken). Somit reicht meiner Ansicht nach bis auf die Verdichtungen durch S-Bahnen nahe der beiden Zentren (Groß-Gerau-Frankfurt und Biblis-Mannheim) eine Zuggattung, die alle Halte bedient. Diese ist aber auch nicht so langsam wie die S-Bahnen auf den anderen beiden Strecken, sodass die Cargos nicht zu sehr blockiert werden.

--
[image]

Korrektur

naseweiß, Donnerstag, 23.08.2012, 11:03 (vor 4958 Tagen) @ naseweiß

Edit: Die L11 oder L50 kann schon in Karlsruhe enden, ...

Käse, ich meine natürlich die L12 oder L15, die beide zusammen im Stundentakt von Berlin nach Basel fahren, L12 über Braunschweig, L15 über Erfurt. Ein davon kann ggf. schon in Karlsruhe enden.

--
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Main/Neckar Halbstundentakt

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.08.2012, 08:41 (vor 4958 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Genau, und die L32 (als IC-Linie) hatte ich auch nicht dabei, dafür noch eine weitere ICE-Linie, nämlich die L62 Frankfurt-München (nicht mehr IC).

Linie 62 (Frankfurt-Salzburg) hatte ich eher in Gedanken als Stundentakt mit Linie 26 auf Frankfurt-Heidelberg, damit die Bergstraße und Darmstadt auch noch Fernverkehr haben. In Belgien fahren nach Inbetriebnahme der Rennbahn Brüssel-Lüttich ja auch noch ICs via Landen und Tienen.

Stattdessen hatte ich die Gedanke, Linie 11 aufzuteilen in 11a (Berlin-Frankfurt-Stuttgart) und 11b (Frankfurt-Stuttgart-München). Die Linie 62 neu wäre dann eine Verlängerung meiner Linie 11b.

Dass die aktuelle Linie 62 wohl nicht mehr so bleibt, ist mir klar. Zwischen Stuttgart-Ulm wird er wohl nicht mehr via Plochingen, Göppingen und Geislingen fahren, sondern via Rennbahn. Und mit den neuen IC250-Triebwagen ist die auch keine Behinderung für die ICEs mehr.

[11/12 + 15/50] + 20/22           = 30-min-Takt Fulda-Frankfurt
11/50                             = 60-min-Takt Frankfurt-Wiesbaden
12/15           + [20/22 + 82/62] = 30-min-Takt Frankfurt-Mannheim
42/42           + 43/--           = 30-min-Takt Frankflug-Mannheim
42/42           + 22/62           = 30-min-Takt Mannheim-München
12/15           + 20/43           = 30-min-Takt Mannheim-Basel

[] = Blockabstand
/ = Stundentakt

Ich nehme an: 82 = ICE International Frankfurt-SB-Paris + TGV Frankfurt-KA-Paris + IC Frankfurt-Saarbrücken?

Edit: Die L12/15 kann schon in Karlsruhe enden, wenn dafür die L60 (Basel-)Karlsruhe-Stuttgart-München eben bis Basel weiterfährt.

Also haben wir:

2n     2n+'30 2n+'60 2n+'90

11+15  20     12+50  22     : FD-F
15     20+62  12     22+82  : F-MA
15     20     12     43     : MA-KA
15     20     60     43     : KA-Basel

42     --     42     43     : FFF-MA
42     62     42     22     : MA-S-UL-A-M

Die L32, L30 und L26 sind nicht mit diesen ICEs vertaktet, sondern verkehren zwischen Frankfurt bzw. Mainz und Stuttgart bzw. Karlsruhe in anderem Takt, der natürlich auch stärker auf den Regionalverkehr acht geben muss. Dazu ist der Laufweg auch unklar, da über Worms, über Frankflug, über Darmstadt, über die Bergstraße, über die NBS und letztendlich über Heidelberg gefahren werden kann/sollte.

Für den IC-Verkehr dachte ich an eine stündliche Korrespondenz in Heidelberg.
Also Rheintal/Frankfurt - Heidelberg - Karlsruhe/Stuttgart.
Option: zusätzlich Rheintal/Wiesbaden - Mainz - Frankfurt/Heidelberg.
Mal sehen:

32     31    : KO-MZ
32     64?   : MZ-HD
32     62    : HD-S
26     62    : F-HD
26     64?   : HD-KA

64 wäre ein Stundentaktverdichter von Wiesbaden nach Karlsruhe.
Es ist aber nicht annehmlich, dass so ein Mini-IC sich rentiert.
Zudem ist ein Stundentakt HD-KA wohl nicht nötig wegen Halbstundentakt MA-KA.
Wahrscheinlich kann man sogar auf Linie 64 verzichten.
Mainz-Mannheim wäre eher etwas für einen RE.

Der Konstanz-IC wäre eine Verlängerung der Linie 26 (1-2 Zugpaare).
Wenn Linie 12 auch auf IC250 übergeht, kann man auch ein Zugpaar, das ansonsten in Karlsruhe enden würde, nach Konstanz schicken. Sollten 10 Wagen zuviel sein, dann ggf. als 2x Siebenteiler und 1 Zugteil ab Karlsruhe. Dann müssen die Siebenteiler natürlich kuppelbar sein und 250 km/h fahren können.

Vielleicht sollte ich das aufmalen, damit es ersichtlicher wird. Das Thema kommt schließlich regelmäßig auf.

Würde mich freuen, da mir die grafischen Hilfsmittel fehlen.

Ich sehe das Problem nicht. Auf allen drei Strecken gibt es also S-Bahnen und REs. Wieso soll (wenn der Fernverkehr über die Main-Neckar-Rennbahn fährt) die Verlagerung von Cargos auf die Riedbahn leichter sein als auf die Linksrheinische oder die Bergstraße?

Nein, das ist ein Unterschied. Die RE auf der Linkrheinischen und an der Bergstraße sind deutlich schneller...

OK, versteht sich.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Main/Neckar Halbstundentakt

naseweiß, Freitag, 24.08.2012, 09:35 (vor 4958 Tagen) @ Oscar (NL)

Linie 62 (Frankfurt-Salzburg) hatte ich eher in Gedanken als Stundentakt mit Linie 26 auf Frankfurt-Heidelberg, damit die Bergstraße und Darmstadt auch noch Fernverkehr haben. In Belgien fahren nach Inbetriebnahme der Rennbahn Brüssel-Lüttich ja auch noch ICs via Landen und Tienen.

Sind in Belgien die IC nicht eher mit unseren RE zu vergleichen, so wie in den Niederlanden? Für die Bergstraße ist ein stündlicher RE Frankfurt-Mannheim geplant. Lediglich Darmstadt sollte min. einen stündlichen IC-Halt haben, da Großstadt, besser dazu noch im örtlichen ITF eingunden, wovon die Fahrgastzahlen sowohl von IC als auch von den RBs profitieren würden.

Für den IC-Verkehr dachte ich an eine stündliche Korrespondenz in Heidelberg.
Also Rheintal/Frankfurt - Heidelberg - Karlsruhe/Stuttgart.
Option: zusätzlich Rheintal/Wiesbaden - Mainz - Frankfurt/Heidelberg.
Mal sehen:

32     31    : KO-MZ
32     64?   : MZ-HD
32     62    : HD-S
26     62    : F-HD
26     64?   : HD-KA

64 wäre ein Stundentaktverdichter von Wiesbaden nach Karlsruhe.
Es ist aber nicht annehmlich, dass so ein Mini-IC sich rentiert.

Der rentiert sich mit Sicherheit nicht. Zwischen Mainz und Karlsruhe gibt es den rheinland-pfälzischen (RP) RE4. Der IC über Heidelberg wäre vermutlich nur ca. 10 min schneller:
- Mainz - Worms - Frankenthal - Ludwigshafen - Schifferstadt - Speyer - Germersheim - Phillipsburg - Graben-Neudorf - Karlsruhe

Zudem ist ein Stundentakt HD-KA wohl nicht nötig wegen Halbstundentakt MA-KA.
Wahrscheinlich kann man sogar auf Linie 64 verzichten.
Mainz-Mannheim wäre eher etwas für einen RE.

- Mainz - Worms - Frankenthal - Ludwigshafen
Das werden in Zukunft der RP-RE 4/7 stündlich bedienen, RE4 nach Karlsruhe wie oben beschrieben, RE7 wird neu sein und fährt die kurze Strecke weiter nach Mannheim. (RP RE-Konzept 2015)

Bei meiner Minimal-Variante, ich bin davon ausgegangen, dass viele IC-Fahrgäste auf den RE einerseits und auf die ICE anderseits abwandern. Deshalb hätte ich nur die beiden zweistündlichen L26 und L32 prognostiziert, während heute noch die L30 und L62 zusätzlich fahren.

L26 ... - Frankfurt - Darmstadt -NBS- Mannheim - Heidelberg - Wiesl.-Walld. - Stuttgart
L32 ... - Mainz___ - Darmstadt -NBS- Mannheim - Heidelberg - Vaihingen___ - Stuttgart

So wäre die stündliche Minimal-Fernverkehrs-Anbindung von Darmstadt und Heidelberg erfüllt gewesen. Für die Bergstraße (Bensheim, Weinheim) sollte der RE reichen, für den Abschnitt Heidelberg-Karlsruhe eigentlich sogar die S-Bahn, aktuell knapp 10 min langsamer als die L26. Die S-Bahn natürlich im 30-min-Takt durchgehend und mit gutem Anschluss an den Karlsruher 00/30er-Knoten, was heute nicht gegeben ist.

Allerdings kann es gut sein, dass der Stundentakt im Mittelrheintal (Mainz-Koblenz) aus L31/32 nicht genug ist und es die L30 dort weiterhin fährt. Aktuell bilden L32 und L30 bis auf die paar Ausreißer nach Karlsruhe (Chur-EC, Konstanz-IC) zwischen Köln und Stuttgart einen 30/90-min-Humpeltakt.

--
[image]

Main/Neckar Halbstundentakt

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 24.08.2012, 15:53 (vor 4957 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Sind in Belgien die IC nicht eher mit unseren RE zu vergleichen, so wie in den Niederlanden?

Jein.

Der IC A (Oostende-Welkenraedt) durchquert das Land West-Ost und befährt die Rennbahn Brüssel-Lüttich mit 200 km/h. Grafik. Ein solcher Zug ist auch aus deutscher Sicht ein echter IC.

Andererseits gibt es auch diesen "IC" Aalst-Zottegem mit 22 Zwischenhalten in 107 Minuten. Grafik. Zuginfo. Sogar unsere "S-Bahn" Linie 96 Den Bosch-Deurne hält nicht so oft (9 Zwischenhalte, 56 km; Grafik, Zuginfo).

Für die Bergstraße ist ein stündlicher RE Frankfurt-Mannheim geplant. Lediglich Darmstadt sollte min. einen stündlichen IC-Halt haben, da Großstadt, besser dazu noch im örtlichen ITF eingunden, wovon die Fahrgastzahlen sowohl von IC als auch von den RBs profitieren würden.

Für Darmstadt reicht IC aus. Muss nicht notwendig ICE sein. Selbstverständlich durften die Darmstädter natürlich wieder anderer Meinung sein, aber in Italien knallen die Eurostar Italia ja auch an Parma und Modena vorbei; es halten dort nur Frecciabianca- und IC-Züge.

(RP RE-Konzept 2015)

Danke für die Verknüpfung. Für mich als Niederländer kaum zu verstehen, wieso Mainz-Ludwigshafen nur stündlich geht. Wäre bei uns Halbstundentakt gewesen.
Was mir auch auffällt: Koblenz '00-Knoten, Bad Kreuznach '30-Knoten, Kaiserslautern '30-Knoten und dennoch KO-KH-KL in 1:52? So verbummelt man für die Weiterreise also etwa 38 Minuten...

L26 ... - Frankfurt - Darmstadt -NBS- Mannheim - Heidelberg - Wiesl.-Walld. - Stuttgart
L32 ... - Mainz___ - Darmstadt -NBS- Mannheim - Heidelberg - Vaihingen___ - Stuttgart

Mit diesem Konzept kann ich mich an sich gut anfreunden. Die ICs befahren einen relativ großen Anteil an Rennbahnen, und mit den neuen IC230/250-Triebwagen kann da noch vieles beschleunigt werden. Wiesloch/Walldorf und Vaihingen werden sozusehen abwechselnd bedient.

1. Mainz-Darmstadt: via Frankflug oder via Groß-Gerau (wie der RE Mainz-Aschaffenburg heute)?
2. Ist Darmstadt-Heidelberg via Rennbahn schneller als via Bergstraße?

Allerdings kann es gut sein, dass der Stundentakt im Mittelrheintal (Mainz-Koblenz) aus L31/32 nicht genug ist und es die L30 dort weiterhin fährt. Aktuell bilden L32 und L30 bis auf die paar Ausreißer nach Karlsruhe (Chur-EC, Konstanz-IC) zwischen Köln und Stuttgart einen 30/90-min-Humpeltakt.

30, 31, 32 und 35 sogar einen holprigen Halbstundentakt (Abfahrten ab Köln):

        g:'00-'29    g:'30-'59    u:'00-'29    u:'30-'59

00-01 
02-03                                          2021 (F)
04-05                                          23 (Wien)
06-07                2319 (S)     2338 (KO)    1021 (N-M)
08-09   115 (K'furt) 7 (Chur)     119 (Ibk.)   27 (Wien)
10-11   2005 (KO)    101 (Chur)   2013 (Obdf.) 1023 (F)
12-13                2313 (S)                  2025 (F)
14-15   134 (LUX)    2217 (S)     2011 (TÜ)    2327 (PA)
16-17   132 (LUX)    2311 (S)                  2329 (N)
18-19   130 (KO)     2213 (S)     556 (KO)     2029 (N)
20-21   856 (KO)     2315 (F)                  2221 (F)
22-23                2307 (KO)                 61419 (Basel)


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Main/Neckar Halbstundentakt

naseweiß, Freitag, 24.08.2012, 17:01 (vor 4957 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Freitag, 24.08.2012, 17:04

Der IC A (Oostende-Welkenraedt) durchquert das Land West-Ost und befährt die Rennbahn Brüssel-Lüttich mit 200 km/h. Grafik. Ein solcher Zug ist auch aus deutscher Sicht ein echter IC.

Wenn ich mir die DB-Abfahrtstafel für Tienen oder Landen anzeigen lasse, sehe ich sogar nur IC, kein weiterer Regionalverkehr. Insofern könnte man diese IC (auf diesem Abschnitt) dann sogar streng genommen mit deutschen RBs vergleichen.

Bensheim und Weinheim wären ohne IC mit stündlichem RE auch nicht so schlecht angebunden. Richtig gut wäre natürlich, wenn der Flughafen-Shuttle Wiesbaden-Frankflug-Darmstadt wie von einigen gewünscht bis Heidelberg verlängert würde. Das wird aber leider niemand bezahlen wollen, weder die Besteller noch die betroffenen Gemeinden.

(RP RE-Konzept 2015)

Danke für die Verknüpfung. Für mich als Niederländer kaum zu verstehen, wieso Mainz-Ludwigshafen nur stündlich geht. Wäre bei uns Halbstundentakt gewesen.

Bisher verkehrt nur der RE4 (Mainz-Karlsruhe) im 2h-Takt. Dazu kommen die L30 und L35, man hat ab Mainz südwärts einen 30-30-60-min-Humpeltakt mit schnellen Zügen. Allerdings halten die L32 und L35 nicht bis Mannheim, dabei hat Worms sogar 80.000 Einwohner und ist kleiner Umsteigeknoten. Dagegen wird in Käfern wie Bingen, Andernach und Remagen etwas rheinabwärts gehalten. Immerhin kann Worms so im Gegensatz zu Bensheim und Weinheim keinen IC-Anschluss verlieren.

Was mir auch auffällt: Koblenz '00-Knoten, Bad Kreuznach '30-Knoten, Kaiserslautern '30-Knoten und dennoch KO-KH-KL in 1:52? So verbummelt man für die Weiterreise also etwa 38 Minuten...

Dieser RE wäre in Kaiserslautern nicht im 30er-Knoten eingebunden, sondern im 00er-Knoten. Die RB/S-Linien fahren dort teilweise im 30-min-Takt, also auch im 00er-Knoten Anschlüsse. Stattdessen wäre der Flügel-RE Mainz-Kreuznach-Kaiserslautern im 30er-Knoten eingebunden (30-30-60-min-Humpeltakt Kreuznach-Kaiserslautern).

Allerdings kann es gut sein, dass das Konzept leider gar nicht in dem Umfang realisiert wird. Die Reaktivierung von Bingen-Hahn (Hunsrückquerbahn) ist mit Sicherheit gescheitert.

.

1. Mainz-Darmstadt: via Frankflug oder via Groß-Gerau (wie der RE Mainz-Aschaffenburg heute)?
2. Ist Darmstadt-Heidelberg via Rennbahn schneller als via Bergstraße?

Aus Zeitgründen via Groß-Gerau, in Koblenz, Mainz und Stuttgart fest im ITF:
- Koblenz(00) - Mainz(~00) - Darmstadt(~20) - Mannheim(~45) - Heidelberg(~00) - Stuttgart(45)

Anmerkung: Heidelberg wird kein 00er-Knoten, der Verkehr ist eher auf den ITF in Mannheim (ICE-RE) bzw. auf die Durchbindungen (S-Bahn-Stammstrecke ...-Ludwigshafen-Mannheim-Heidelberg-... mit viele Linien in einem Takt) ausgerichtet.

Allerdings kann es gut sein, dass der Stundentakt im Mittelrheintal (Mainz-Koblenz) aus L31/32 nicht genug ist und es die L30 dort weiterhin fährt. Aktuell bilden L32 und L30 bis auf die paar Ausreißer nach Karlsruhe (Chur-EC, Konstanz-IC) zwischen Köln und Stuttgart einen 30/90-min-Humpeltakt.


30, 31, 32 und 35 sogar einen holprigen Halbstundentakt (Abfahrten ab Köln):

Auf Köln-Koblenz hat es bisher den 30-min-Takt, richtig. Jede der vier Linien hatte dabei ein anderes Ziel im Süden (L31 Nürnberg-AU, L32 Stuttgart, L30 Basel-CH, L35 Luxembourg), sodass sich der Takt natürlich nach Süden hin Stück für Stück auflöste. Mittlerweile scheinen die L30 und L32 mehrheitlich nach Stuttgart zu fahren.


g:'00-'29    g:'30-'59    u:'00-'29    u:'30-'59
00-01 
02-03                                          2021 (F)
04-05                                          23 (Wien)
06-07                2319 (S)     2338 (KO)    1021 (N-M)
08-09   115 (K'furt) 7 (Chur)     119 (Ibk.)   27 (Wien)
10-11   2005 (KO)    101 (Chur)   2013 (Obdf.) 1023 (F)
12-13                2313 (S)                  2025 (F)
14-15   134 (LUX)    2217 (S)     2011 (TÜ)    2327 (PA)
16-17   132 (LUX)    2311 (S)                  2329 (N)
18-19   130 (KO)     2213 (S)     556 (KO)     2029 (N)
20-21   856 (KO)     2315 (F)                  2221 (F)
22-23                2307 (KO)                 61419 (Basel)

Wie zu gerne im deutschen FV gibt es meist mehr Abweichungen als Regelmäßigkeiten :-(
Auch deshalb würde ich sagen: Klarer Stundentakt mit 10er-ICx (wegen Hamburg-Köln)!
Weitere Urlaubszüge und Verstärker können dann gerne um 30 min versetzt dazukommen.

--
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