RB: An die bulgarische Schwarzmeerküste und zurück (mB) 2.T. (Reiseberichte)

ICE-Railjet, Sonntag, 29.07.2012, 18:36 (vor 4987 Tagen) @ ICE-Railjet

Der D293 nach Sofia, hatte sogar noch einen Verstärkerwagen nach Sofia, also außerplanmäßig zwei Liegewagen, welche tatsächlich ausgebucht schienen.

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D293 "Nusic" nach Sofia

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Reservierung nach Sofia

Wir verließen Belgrad pünktlich um 21:50, mit im Abteil Hanni, eine junge Südkoreanerin, und Elke&Sandro ein Paar aus Berlin, es ergaben sich einige interessante Gespräche bis wir alle ein bisschen schliefen. Nachts in Nis stiegen noch zwei Interrailer, einer aus Holland, der andere aus Belgien mit ins Abteil zu und nicht jeder fand mehr einen Sitzplatz.
In Nis stieg auch eine Sicherheitspolizei zu, die eine allgemeine Ausweiskontrolle durchführte. Ein weiteres mal vorzeigen mussten wir dann an der serbischen Grenze und eben auf bulgarischer Seite. Der bulgarische Grenzpolizist war sehr freundlich und sprach sogar Deutsch :)

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Während der Passkontrolle auf bulgarischer Seite

Danach schlief ich noch eine Weile, bis wir Sofia letztlich mit +57 um kurz nach 9 erreichten. Sofias Hauptbahnhof hinterlässt wirklich ein sehr armes Bild, ich ging allerdings in die Bahnhofshalle und besorgte mir eine Reservierung nach Varna für gerade mal umgerecht 0,25€, nachdem ich am Geldautomaten bulgarische Lewa gezogen hatte.

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Reservierung Sofia-Varna

Unangenehm fielen mir in Sofia im Bahnhof bloß die Bulgaren auf, die einem Informationen geben wollte, und ich hatte schon bei DSO gelesen, im Anschluss dafür Geld haben wollten.
Ich fand einfach das diese Personen zum Teil zu aufdringlich vorgingen :/
Allerding blieb mir auch nicht mehr viel Zeit bis zur Weiterfahrt nach Varna.

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Abfahrtstafel Sofia

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R 2613 Sofia-Varna

Die Fahrt von Sofia nach Varna dauerte 07:40 Stunden und hat sich verdammt lang gezogen, da es echt verdammt heiß im Zug war und es war einfach zu lang :D
Die Platzreservierung war übringens notwendig, da der Zug sehr voll war.
Während der Fahrt besuchte ich das Bordbistro und kaufte mir einen Snack für 1 Lewa.
Also auch hier sehr günstige Preise :)

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Jedoch ganz in deutscher Manier sitzt man hier mit Laptop ^^ xD

Varna erreichten wir dann mit knapp +20 nach 8-stündiger Fahrt gegen 18 Uhr.

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Bahnhof Varna

Mein Hotel in Saint Constantin lag etwa 10km vom Bahnhof entfernt und ich steuerte zielgerichtet zum Taxistand und fragte nach dem Preis. Er wollte 40 Lewa für die 10 km, ganz offensichtlich ein Touristen-Verarsch-Preis und ich steuerte mal mit 10 Lewa entgegen. Daraufhin tat er zuerst als wär ich bescheuert, wollte dann aber nur noch 20. Ich hab erwidert das ich nicht mehr als 15 zahle, das war ihm nicht genug, darauf hin bin ich gegangen, doch schnell rief er mich schon zurück und wollte mich dann auch für 15 fahren :D
Also da sollte man echt aufpassen o:

Ich war jedenfalls sehr erleichtert als ich im Hotel angekommen war und mich nach der langen Reise endlich duschen konnte und ging später nochmals in die Lobby da es nur dort freies Wlan gab.
So verbrachte ich einige Tage in Saint Constantin, kaufte mir auch noch eine Badeshorts, angesichts der Temperaturen :D
Allerdings war es iwie schon ein bisschen doof und langweilig so allein da -.-

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Küste in St. Constantin

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Blick vom Hotelzimmer

Ich war nahezu jeden Tag sehr günstig und sehr gut dort essen :)
Zur Vorspeise gabs immer einen Shoppska Salat, mit dem leckeren Käse *-*

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Shoppska Salat :D

Das Hotel hatte ich bis zum 25.07. reserviert, an diesem Vormittag fuhr ich zurück nach Varna, diesmal mit dem Bus und erwarb bei der Schaffnerin im Bus einen Fahrschein für umgerechnet 0,80€
In Varna deponierte ich meine Koffer für 2 Lewa in der Gepäckaufbewahrung und reservierte einen Sitzplatz im reservierungspflichtigen IC nach Karnobat. Es gab zwar leichte Kommunikationsprobleme, jedoch half mir eine freundliche Bulgarin beim übersetzten :)

Daraufhin ging ich in die Innenstadt und habe wiederrum ein sehr gutes und günstiges Mittagessen in einem arabisch-türkischem Restaurant erhalten.
Auch einen McDonalds gibts in Varna, daran erinnerte ich mich noch, als wir früher öfters den Familienurlaub in Albena verbrachten, gegessen hatte ich allerdings ja schon :)

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McDonalds Varna

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Fußgängerzone in Varna

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Strand von Varna

Da ich noch einige Zeit bis zur Weiterfahrt hatte kaufte ich mir noch einen frisch gepressten Orangensaft und setzte mich in einen schattigen Park , wo ich den Skatern (eigentlicht nur einem ;)) ein wenig zusah :D
In Varna, speziell in diesem PArk liefen auch viele halterlose Hunde herum.

http://www.abload.de/img/mobile.78xlrrv.jpg
Im Park in Varna.

Nachdem ich dann wieder am Bahnhof angekommen war holte ich meinen Koffer ab und wollte mit dem Zug nach Burgas fahren und abends von dort mit dem direkten Kurswagen nach PRag.
Die Reservierung bis Karnobat hatte ich ja bereits vormittags gekauft und somit nahm ich den IC Richtung Plovdiv bis Karnobat um von dort nach Burgas umzusteigen.

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Reservierung Varna-Karnobat

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Ausblick auss dem Zug

Leider verpasste ich in Karnobat den Anschluss nach Burgas, sodass ich zwangsläufig dort auf den Nachtzug Richtung Budapest/Prag warten musste.
Die freundliche Dame vom fahrkartenschalter bemühte sich allerdings mir mitzuteilen, wann der Zug in Karnobat abfährt und kam später extra nochmal zu mir um mir zu erklären von welchem Gleis.
Ich hoffte bloß, das der Schlafwagenschaffner meinen Platz nicht schon anderweitig vergeben hatte, nachdem ich nicht in Burgas erschienen war.

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Bahnhof Karnobat

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Einfahrt D1470 Richtung Budapest mit Kurswagen nach Prag

Ich stieg also in diesen Zug ein und tatsächlich war mein reservierter Platz belegt und vom Schlafwagenschaffner war weit und breit keine Spur.
Die anderen Reisenden legten mir nahe, dass ich einfach in das benachbarte noch freie Abteil gehen sollte, was ich aber eigentlich nicht wollte.
Glücklicherweise tauchte der sehr freundliche und deutschsprachige Schlafwagenbetreuer bald auf, und er erlaubte mir sofort das benachbarte Abteil zu nehmen und sagte mir auch, dass ich das Abteil allein haben kann, obwohl ich T3 reserviert habe :)

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Zuglaufschild von der Hinfahrt

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Fahrt durch Bulgarien

Nachts in Ruse wurden wir dann von der bulgarischen Grenzpolizei geweckt und der Polizist kontrollierte meinen Personalausweis aufs genaueste und ließ ihn dann noch mal fernmündlich über seine Dienststelle prüfen, doch dann war es auch okay :)
Der rumänische Polizist hingegen, kommentierte bloß kurz und freundlich mit "Ahhh, Germania" und gab mir meinen Perso zurück.
Dann konnte ich am endlich schlafen und als ich am nächsten Morgen aufwachte hatten wir knapp +60, welche wir allerdings bis Szolnok komplett abbauten und dann Budapest letztlich wieder mit +30 erreichten

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Reservierung Burgas-Prag

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Bis Curtici(Gr) fuhr ich mit dem Balkan-Flexi-Pass

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Europa-Spezial Bekescsaba-Bad Schandau

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Ankunft in Budapest-keleti pu

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Beim Umrangieren in Budapest

Nachdem wir in Budapest umrangiert waren, war noch knapp eine Stunde Zeit bis zur Weiterfahrt um 20:05 und nachdem der Schlafwagenbetreuer mein Abteil abgeschlossen hatte, machte ich mich auf den Weg mir etwas zu essen zu besorgen und so steuerte ich den McDonalds in Bahnhofsnähe in Budapest an, diesmal nicht wegen dem freien Wlan, sondern weil ich keine Ungarische Forint hatte und dort mit Kreditkarte zahlen kann, ohne vorher tauschen zu müssen.
Zurück im Abteil und später gut gestärkt, ging es dann weiter Richtung Prag.
Ich wurde gegen 5:45 geweckt, da wir pünktlich waren, leider bauten wir allerdings zwischen Kolin und Prag noch 8 Minuten Verpätung auf, sodass wir Prag erst um 06:28 statt 06:20 erreichten und ich den EC Richtung Berlin um 06:29 verpasste. :/

So nahm ich also den R770 um 06:50 bis Decin um von dort weiter mit dem Os nach Bad Schandau zu fahren.

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Zugzielanzeiger in Prag

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RB nach Bad Schandau in Decin

Von Bad Schandau fuhr ich dann mit meinem zweiten Deutschland-Pass weiter mit der S-Bahn nach Dresden, von dort mit dem IC 2158 nach Frankfurt, wo ich noch gerade den ICE 206 erreichte, weil der selbst ein paar Minuten Verspätung hatte und in Köln erreichte ich wieder nur knapp den RE12087 sodass ich gegen 18 Uhr wieder in Euskirchen war.

Es war wirklich eine interessante und vielseitige Reise, jedoch fand ich 55 Stunden Fahrt im Hochsommer ohne Dusche schon hart an der Grenze ;)

Schönen Abend noch,

Fabian

@ philundso: Ich hab an die Postkarte für dich gedacht ;)


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