Maritim: Kiels Hauptbahnhof (30 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 29.07.2012, 11:34 (vor 4983 Tagen)

Moin!

Schleswig-Holstein ist das Flächenland mit den wenigsten Hauptbahnhöfen, gerade einmal zwei gibt es zwischen den Meeren: Lübeck und Kiel. In Lübeck war das Wetter an jenem 19. Juli so, daß ich mich nach einem Abstecher zum Bäcker gleich wieder in den Zug von Lüneburg nach Kiel gesetzt habe. Dort in Kiel dann gab es sogar ein wenig Sonne.


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Seinen Eisenbahnanschluß erhielt Kiel im Jahr 1844, als am 18. September, dem Geburtstag des Landesherren, die Bahnstrecke von Altona eröffnet wurde. 1899 wurde der heutige Hauptbahnhof eröffnet. Der erste Bahnhof lag am Ziegelteich, ungefähr einen halben Kilometer weiter nördlich des heutigen Hauptbahnhofs, war aber dem wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen.

1866 kam die Bahnstrecke nach Ascheberg und weiter nach Neustadt in Betrieb, 1881 in zwei Etappen die Strecke über Eckernförde und Süderbrarup nach Flensburg. 1904 kam die Strecke nach Rendsburg hinzu.

Mit der Kiel-Schönberger Eisenbahn wurde 1897 eine erste Kleinbahn, die weitere Gegenden per Eisenbahn erschloß, eröffnet. Sie verläuft auf der Ostseite der Kieler Förde nach Schönberger Strand und bietet somit den Eisenbahnanschluß für Kalifornien und Brasilien. Der Personenverkehr wurde 1981 eingestellt, er wurde zuletzt vom Hauptbahnhof abgewickelt. Derzeit verkehren hier nur Museumszüge, eine Wiederaufnahme des regulären Reiseverkehrs ist vorgesehen. In einem ersten Schritt verkehrt ab demnächst ein halbes Zugpaar zur Zuführung von Schülern zu einem Schulzentrum.

Keine Zukunft mehr hat die Kleinbahn Kiel-Segeberg. Das schon recht lange, 1961 wurde sie im Alter von nur 50 Jahren eingestellt.


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Der Reiseverkehr in Kiel ist fest in der Hand der DB.
Die wichtigste Strecke ist die nach Hamburg. Es verkehren einzelne Fernzüge, die Hauptlast trägt der Regionalexpreß, hauptsächlich mit Doppelstockwagen und Loks der Baureihe 112. Bis Neumünster fahren zusätzliche Regionalbahnen, der vorgesehene Einsatz der Baureihe 425 verzögert sich, so daß, wie auf den anderen von Kiel ausgehenden Strecken, Triebwagen der Baureihe 648 zum Einsatz kommen. Diese fahren auch über Rendsburg nach Husum, über Eckernförde nach Flensburg und über Lübeck nach Lüneburg. Nach Lübeck gibt es noch einzelne diesellokbespannte Doppelstockzüge.
Nach Husum, Eckernförde und Neumünster verkehrte zeitweise die Nord-Ostsee-Bahn, verlor diese Verkehre in einer Neuausschreibung jedoch wieder.


Nach dieser Einführung nun zu den Bildern. Diesmal in chronologischer, aber etwas chaotischer Reihenfolge.


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1 648 346 ist aus Lübeck gekommen, der am Prellbock stehende Lint (so allmählich gewöhne ich mich an sie) hat den ganzen Weg aus Lüneburg zurückgelegt. Die Rückfahrt wird etwas inkongruent angezeigt.


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2 Die neue Bahnhofshalle wurde 2006 fertiggestellt. Rechts die Regionalbahn nach Neumünster, zwei Gleise weiter gerade die von Flensburg und auf Gleis 6 der RE nach Hamburg.


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3 Gerade ist an der Halle wenig. Bunte Pflanzen bieten einen Kontrast zum Hallengrau.


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4 Auf Höhe des Querbahnsteigs ist die hölzerne Halle erhalten geblieben. Wie so oft, wirbt auch in Kiel die führende Tageszeitung der Stadt auf dem Bahnhof um Leser.


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5 Das ist nicht der Zug zum Einkaufen, er fährt durch. Drei der Züge fahren nicht montags, dienstags und mittwochs. Sonntags fährt keiner, aber da kann man ja auch nicht einkaufen.


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6 Über dem Nicht-mehr-Service-Point sieht man schön den Wechsel zwischen alt und neu.


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7 Die Gleise liegen über dem Straßenniveau. Jedenfalls wenn man den Haupteingang benutzt.


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8 Der Haupteingang mit Autovorfahrt.


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9 Das Empfangsgebäude aus Nordost. Links die ehemalige Kaisertreppe, heute für alle nutzbar.


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10 Hin zur Förde muß man einen Bahnübergang queren.


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11 Die Bahnhofsbrücke bietet 20 Hafenrundfahrten pro Woche an.


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12 Rathausturm und Schwedenfähre. Am Kai Containerwagen.


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13 Das Bahnhofsgebäude ist kaum zu sehen, der Raddampfer Freya schon eher. 1905 gebaut, gehört er seit 1999 zur Hallig- und Inselreederei Kurt Paulsen, vielleicht auch unter dem Namen Adler-Schiffe bekannt.


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14 Die Hörnbrücke führt über den südlichsten Teil der Kieler Förde.


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15 Aber nur außerhalb der Öffnungszeiten.


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16 Am Ostufer der Förde liegt die Fähre von und nach Oslo. Die Möwe interessiert's nicht.


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17 Bevor wir weiter abschweifen, kehren wir lieber zum Bahnhof zurück.


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18 Über der Kaisertreppe fest verankert der Preußische Adler.


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19 Von oben ein letzter Blick auf die Fähren.


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20 Ein Blick aus der Halle auf den stadtseitigen Ausgang. Die Beschilderung ist dreisprachig deutsch/englisch/schwedisch.


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21 Wir verlassen den Bahnhof auf der anderen Seite.


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22 Hier befindet sich eine Bushaltestelle. Das Kieler Liniennetz ist für Außenstehende schwer durchschaubar. Das fängt schon damit an, am Bahnhof die richtige Halteposition zu finden.


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23 Von der Seite bietet sich ein Blick auf die Öffnung der Bahnsteighalle. Gerade ist einer der wenigen Fernzüge da.


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24 101 066 fährt ihren Zug in die Abstellung. Seit 1995 erreicht man Kiel elektrisch; bis einige Zeit vorher bot sich von der Gablenzbrücke ein nicht durch Fahrleitungen gestörter Blick auf die Bahnsteige. Im Hintergrund sind doch nochmal die Fähren zu sehen.


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25 Blick aufs Gleis der Hafenbahn.


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26 Blick in die Bahnhofshalle.


Wir begeben uns wieder zum Bahnhofsgebäude. Den Bahnhofsplatz hatte ich von meinem letzten Besuch anders in Erinnerung. Ich vermißte den Busbahnhof. Nach einer kleinen Suche wurde ich hinter dem neugebauten Hotel fündig.


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27 Im Erdgeschoß eines Parkhauses befindet sich der sehr attraktive Busbahnhof. Ursprünglich direkt am Bahnhofsplatz, wurde für den Hotelbau ein Teil abgerissen. Schade eigentlich, der Kontrast zwischen dem schönen Bahnhof und diesem dunklen Loch könnte kaum größer sein. Weshalb wir uns wieder zurück zum Bahnhof begeben.


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28 Der Nahverkehr in Schleswig-Holstein geht seinen Weg.


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29 Auf uns wartet schon die Regionalbahn nach Flensburg.


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30 Aber seien wir ehrlich: Wollen wir bei diesem schönen Wetter Flensburgs Bahnhof wirklich verlassen?
Ich denke nicht, weshalb wir beim nächsten Mal irgendwo anders zu Gast sind.


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Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Danke für die Bilder!

HB_Vincent, Bremen, Sonntag, 29.07.2012, 12:01 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Danke für die Bilder!

Holger2, Sonntag, 29.07.2012, 12:09 (vor 4983 Tagen) @ HB_Vincent

Danke und eine Frage:

Hat der Kieler Bahnhof nur 6 Gleise?

Holger

! und ?. Und ;-)

Blaschke, Sonntag, 29.07.2012, 13:37 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 29.07.2012, 13:39

Moin!

Sören knipst im Akkord... ;-) Ist die Kamera nicht heißgelaufen? Das alles in gut 30 Minuten?! Respekt... ;-)

Bunte Pflanzen bieten einen Kontrast zum Hallengrau.

Schöne Idee! Sollte man viel öfter machen. Aber ich will mal nicht zu laut schreien, denn die Umsetzung zöge bestimmt eine Fahrpreiserhöhung nach sich - Pflanzenpflege kostet schließlich auch Geld...

So nah an der Küste böte sich vielleicht auch ein Aquarium an...

Das ist nicht der Zug zum Einkaufen, er fährt durch. Drei der Züge fahren nicht montags, dienstags und mittwochs. Sonntags fährt keiner, aber da kann man ja auch nicht einkaufen.

Und wie ist das am 7. Oktober und 4. November? Gibt's da einen Sonderfahrplan?
http://www.citti-park-kiel.de/oeffnungszeiten.html

Die Hörnbrücke führt über den südlichsten Teil der Kieler Förde.
Aber nur außerhalb der Öffnungszeiten.

Ist ja 'ne tolle Location: Sie hat geöffnet, aber ich kann sie nicht nutzen...
Verkehrte Welt an der Küste...
;-)))

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

Vielen Dank

TGV99, Sonntag, 29.07.2012, 13:55 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise

Jetzt hab ich ein Ziel was ich Mir mal angucken muss.
Nochmals danke
Mit Grüßen
TGV99

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Eisenbahn das Verkehrsmittel der Zukunft!!!

Mit freundlichen Grüßen
TGV99

Maritimer Dank!

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 29.07.2012, 14:11 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Danke (bis hier?)!

@Holger2: Ja, Kiel Hbf hat nur sechs Bahnsteiggleise.

@TGV99: Der Kieler Hbf ist schön, die Innenstadt kenne ich nicht.

@Jörg: Das waren mehr Minuten, 11:17 bis 12:23 sagen die EXIF-Daten der Originalbilder. :-) Also pünktliche Ankunft und längeres Sitzen im Zug vor der Abfahrt.

Für Hassee empfiehlt sich die Fahrplantabelle. Sonntags 00:52, 22:46 und 23:46 gen Flensburg; 00:33, 01:41 und 06:55 nach Kiel. Schick, oder?


Bei DSO erfahre ich übrigens gerade, daß die bei Bild 5 genannten Taktlücken auch mo-mi geschlossen sind. Da ist also die Reklame veraltet.


Viele Grüße, Sören

Danksagung & weitere Fragen

Thalyseo, Sonntag, 29.07.2012, 14:36 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

auch von mir vielen Dank für die sehr beeindruckenden Bilder!

Noch ein paar - wohl eher unwesentliche - Fragen (bzw. Anmerkugen):

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6 Über dem Nicht-mehr-Service-Point sieht man schön den Wechsel zwischen alt und neu.

Geht es nur mir so, oder wirkt das irgendwie "unsympathisch"? Als Kunde fühle ich mich irgendwie nicht ernst genommen/wert geschätzt, wenn mir so etwas unterkommt: Eben ein Service, der nicht mehr angeboten wird. Da ich zudem einen Mitarbeiter zu erkennen glaube, hätte ich ihn wahrscheinlich so wie noch angesprochen. Dennoch gäbe das Ganze einen schönen, wenn auch kleinen Verkaufsstand (z. B. Eisdiele) ab.

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20 Ein Blick aus der Halle auf den stadtseitigen Ausgang. Die Beschilderung ist dreisprachig deutsch/englisch/schwedisch.

Das finde ich interessant, da ich bislang nur die Kombination Deutsch/Englisch/Französisch kannte. Ich überlege gerade, ob mir in Aachen nicht zusätzlich auch Niederländisch untergekommen ist. *grübel*

Sinnvoll finde ich das schon, neben Englisch, die nahegelegenen Sprachen (z. B. Polnisch in Stralsund) zu berücksichtigen. Inwieweit das tatsächlich getan wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Bemerkenswert finde ich übrigens, dass man sich für Schwedisch - und "gegen" Dänisch - entschieden hat. Gut, das lässt sich sicherlich über die Fährverbindungen erklären, aber Dänemark ist ja trotzdem (geografisch) sehr nahe (und näher als Schweden).

Mißverständnis

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 29.07.2012, 14:51 (vor 4983 Tagen) @ Thalyseo

Danke Dir!

6 Über dem Nicht-mehr-Service-Point sieht man schön den Wechsel zwischen alt und neu.


Geht es nur mir so, oder wirkt das irgendwie "unsympathisch"?

Das war ein Mißverständnis. Nicht-mehr-Service-Point einfach nur, weil er jetzt Information heißt. Dort wird man weiterhin geholfen. Deine Befürchtungen sind also falsch.

20 Ein Blick aus der Halle auf den stadtseitigen Ausgang. Die Beschilderung ist dreisprachig deutsch/englisch/schwedisch.


Das finde ich interessant, da ich bislang nur die Kombination Deutsch/Englisch/Französisch kannte. Ich überlege gerade, ob mir in Aachen nicht zusätzlich auch Niederländisch untergekommen ist. *grübel*

Angebracht wäre Niederländisch dort durchaus.

Sinnvoll finde ich das schon, neben Englisch, die nahegelegenen Sprachen (z. B. Polnisch in Stralsund) zu berücksichtigen. Inwieweit das tatsächlich getan wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Beschilderung ist in Stralsund einsprachig Deutsch, hier auf Bild 3 läßt es sich mit guten Augen erkennen. Wobei Schwedisch für Stralsund auch eine Möglichkeit wäre, in der Innenstadt gibt es einzelne Beschilderungen auf Schwedisch, Polnisch habe ich nicht gesehen.


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Flensburg hat jedenfalls Dänisch mit drauf.

Bemerkenswert finde ich übrigens, dass man sich für Schwedisch - und "gegen" Dänisch - entschieden hat. Gut, das lässt sich sicherlich über die Fährverbindungen erklären, aber Dänemark ist ja trotzdem (geografisch) sehr nahe (und näher als Schweden).

Da die Schriftsprachen gegenseitig verständlich sind, sehe ich da kein großes Problem. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, in Kiel Dänisch gehört zu haben.
Auch hat Kiel keine direkte Fährverbindung mit Dänemark.


Viele Grüße, Sören


PS @Thalyseo: Freitag gibt es einen Bahnhof, den Du vermutlich kennst. ;-)

Weiteres Mißverständnis -;)

Thalyseo, Sonntag, 29.07.2012, 15:01 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Thalyseo, Sonntag, 29.07.2012, 15:05

6 Über dem Nicht-mehr-Service-Point sieht man schön den Wechsel zwischen alt und neu.


Geht es nur mir so, oder wirkt das irgendwie "unsympathisch"?


Das war ein Mißverständnis. Nicht-mehr-Service-Point einfach nur, weil er jetzt Information heißt. Dort wird man weiterhin geholfen. Deine Befürchtungen sind also falsch.

Okay, dann ist ja alles klar! :) Irgendwie habe ich die "DB-Werbung" vermisst.

Auch hat Kiel keine direkte Fährverbindung mit Dänemark.

Ich meinte auch die Fährverbindung nach Schweden. -;) Nach Oslo gibt es m. W. auch eine(?).

Bemerkenswert finde ich übrigens, dass man sich für Schwedisch - und "gegen" Dänisch - entschieden hat. Gut, das lässt sich sicherlich über die Fährverbindungen erklären, aber Dänemark ist ja trotzdem (geografisch) sehr nahe (und näher als Schweden).


Da die Schriftsprachen gegenseitig verständlich sind, sehe ich da kein großes Problem. Ich kann mich jetzt nicht erinnern, in Kiel Dänisch gehört zu haben.
Auch hat Kiel keine direkte Fährverbindung mit Dänemark.

Ja, das hattest du erzählt, so dass mir klar ist, dass es relativ unerheblich sein muss. Aus diesem Grunde hätte man sich eigentlich auch für Dänisch und gegen Schwedisch entscheiden können. Ich weiß jetzt nicht, ob eine der drei Schriftsprachen (Dänisch, Norwegisch, Schwedisch) für die jeweils beiden "anderssprachigen" Länder leichter zu lesen ist.

Kann natürlich auch einfach so sein, dass mehr Schweden als Dänen und Norweger nach Kiel reisen. :)

Kein Mißverständnis

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 29.07.2012, 15:19 (vor 4983 Tagen) @ Thalyseo
bearbeitet von Sören Heise, Sonntag, 29.07.2012, 15:20

Auch hat Kiel keine direkte Fährverbindung mit Dänemark.


Ich meinte auch die Fährverbindung nach Schweden. -;) Nach Oslo gibt es m. W. auch eine(?).

Göteborg gibt's und Oslo, nach Dänemark gibt es nichts. Das war von mir so gemeint wie geschrieben.

Lisco bietet darüberhinaus Memel (Klaipėda) und Ust-Luga an, aber die Verbindungen sind touristisch weniger bedeutend.

Ich weiß jetzt nicht, ob eine der drei Schriftsprachen (Dänisch, Norwegisch, Schwedisch) für die jeweils beiden "anderssprachigen" Länder leichter zu lesen ist.

Dänisch und Norwegisch liegen schriftlich dichter beieinander, mündlich ist Dänisch der "Exot".


Viele Grüße, Sören

Polnische Sprache bei Bahnen

BHSH, Sonntag, 29.07.2012, 16:06 (vor 4983 Tagen) @ Thalyseo


Sinnvoll finde ich das schon, neben Englisch, die nahegelegenen Sprachen (z. B. Polnisch in Stralsund) zu berücksichtigen. Inwieweit das tatsächlich getan wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nun, Stralsund liegt ja nicht wirklich an der polnischen Grenze, gehörte früher bis 1815 wirklich zu Schweden...
aber von Stralsund gelangt man ja mit der Usedomer Bäderbahn ins polnische Sprachgebiet bis Świnoujście Centrum.
http://www.ubb-online.com/pl/index.html

Auch bei der Niederbarnimer Eisenbahn NE26, die von Berlin nach Kostrzyn fährt, sind die Ansagen im Zug selbstverständlich zweisprachig. Genauso wie die Aufkleber und Beschriftungen im Zug. Und auch die Website ist deutsch und polnisch.
http://www.neb.de/index.php?id=397

Viele Grüße Ullrich

Danksagung & weitere Fragen

Fabian318, Münster i. W., Sonntag, 29.07.2012, 19:05 (vor 4983 Tagen) @ Thalyseo

Erstmal vielen Dank für den netten Bericht!

Das finde ich interessant, da ich bislang nur die Kombination Deutsch/Englisch/Französisch kannte. Ich überlege gerade, ob mir in Aachen nicht zusätzlich auch Niederländisch untergekommen ist. *grübel*

Deutsch/Englisch/Französisch ist der Standard. Mir wurde mal gesagt, dass eine Abweichung nur an Grenzbahnhöfen zulässig sei, wo ich für Dresden (um dort Tschechisch anbringen zu können) um den Gegenbeweis, nämlich Münster mit Deutsch/Englisch/Niederländisch, in Fotoform gebeten wurde.

So ganz kann ich auch nicht nachvollziehen, was diese Fixierung auf Französisch soll. - Wäre neben Englisch nicht anhand der weltweiten Sprecher Spanisch vorzuziehen?

Französisch als "Welteisenbahnsprache"

Philippus, Sonntag, 29.07.2012, 19:16 (vor 4983 Tagen) @ Thalyseo

Ist Französisch, ähnlich wie im Postwesen, nicht eine Art "Welteisenbahnsprache"? Der UIC etwa ist ja sehr französisch geprägt.

Gruß, Philippus

Französisch für die Kunden, Englisch für die Ingenieure..

Blaschke, Sonntag, 29.07.2012, 19:47 (vor 4983 Tagen) @ Philippus

Moin!

Ist Französisch, ähnlich wie im Postwesen, nicht eine Art "Welteisenbahnsprache"?

Zumindest läßt sich das auch einem älteren Artikel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", in der es allerdings um die deutsche Sprache ging, ableiten. Demnach war Französisch die Sprache, wenn es um die Kunden ging und Englisch die Sprache, wenn die Ingenieure am Werk waren.

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?3,3108509


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

Kieler Innenstadt und Schweden

RhBDirk, Sonntag, 29.07.2012, 19:37 (vor 4983 Tagen) @ Sören Heise

Zunächst mal vielen Dank auch wieder für diesen Bericht. Die Kieler Innenstadt bietet nichts wirklich sehenswertes. Zum Shopping aber okay. Das freut die Skandinavier. Die Stenaline Verbindung nach/von Göteborg wird als "Tagesfahrt" von Schweden sehr rege benutzt. Es gibt sogar direkt ab Anleger (bei Ankunft) einen Shuttlebus zum CITTI Park EKZ.

Ich bin meist am späten Nachmittag nach Feierabend (nach 17:21) in Kiel (für ein wenig mehr als eine Stunde). Dort hört man dann auch noch viele Skandinavier - hier tippe ich dann auf Schweden, weil die Fähre um 19:XX ablegt. Auch sieht man sie mit Einkaufswagen (wie man sie von Oma kennt) voll beladen Richtung Fähre ziehen.

Zwischen 10 und 14 Uhr war ich noch nicht zu einem Stadtbummel in Kiel. Das ist die Zeit, in der die Norweger zu einer Minikreuzfahrt in Kiel weilen (können) - das gibts auch in der Gegenrichtung für Deutsche nach Oslo.

Kiel in vier Stunden geht locker, Oslo eher weniger ;-)

Touristisch hat Kiel nicht so viel zu bieten. Wenn man aber in Urlaub an Nord- oder Ostseeküste weilt, lohnt sich ein Shoppingtag.

Teils bahnlastige Kieler Ausflugstipps

heinz, Montag, 30.07.2012, 06:57 (vor 4983 Tagen) @ RhBDirk

Touristisch hat Kiel nicht so viel zu bieten. Wenn man aber in Urlaub an Nord- oder Ostseeküste weilt, lohnt sich ein Shoppingtag.

Wenn man nicht shoppen möchte, empfehle ich:

- Fährfahrt nach Laboe, Strandtag und Fischbrötchenessen,
- Es gibt eine (Fahrrad?)Tour durch Kiel auf den Spuren von TATORT-Kommissar Borowski (Axel Milberg). Broschüre gibts in der Tourist-Info.
- Fahrt über die Holtenauer Hochbrücke, Schiffegucken am Holtenauer Leuchtturm, retour mit der kostenlosen Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal,
- Ausflug nach Rendsburg inkl. Fahrt über die Hochbrücke, dann zu Fuß vom Bahnhof zur Schiffsbegrüßungsanlage, mit der Schwebefähre ans andere Ufer übersetzen. Dort picknicken.
- Museumseisenbahn nach Schönberger Strand.
- Eckernförde ist auch nett.

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