Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich (Allgemeines Forum)
Felix, Göttingen, Samstag, 28.07.2012, 19:33 (vor 4998 Tagen)
Das habe ich gerade zufällig gefunden und könnte vielleicht auch andere hier interessieren: Demnächst soll eine neue Fernbuslinie von München nach Konstanz, und ab Herbst weiter nach Zürich eröffnet werden. Die Fahrzeit München-Zürich soll dann 4:20 betragen, bis die Bahn wesentlich schneller ist, wird es ja wohl noch eine Weile dauern.
Hier das, was ich auf der Webseite gefunden habe:
Berlin, 25.07.2012 – Am 10. August, rund einhundert Tage nach der Jungfernfahrt seiner ersten Fernbuslinie, startet die MFB MeinFernbus GmbH seine zweite Fernbuslinie von München nach Konstanz. Die Konzession für diese Linie erhielt MeinFernbus damit noch vor der angekündigten Marktliberalisierung. Fahrten für diese Linie sind ab Mittwoch, den 25.07.2012 auf www.meinfernbus.de und vielen Reiseagenturen in München, Friedrichshafen, Meersburg und Konstanz buchbar.
Die „Übersee-Linie“ führt von München nach Friedrichshafen und überquert nach dem Zwischenhalt Meersburg dann per Fähre den Bodensee bis Konstanz, wo es zwei Haltestellen gibt: Im Stadtteil Allmannsdorf und am Döbeleplatz in der Konstanzer Innenstadt. Für Herbst 2012 ist die Linienerweiterung bis Zürich Hbf geplant. Die zweite MeinFernbuslinie verbindet dann auch München und die Bodenseeregion direkt und schnell mit der Schweizer Metropole.
„Bestärkt durch die sehr positiven Erfahrungen auf unserer ersten Linie München- Freiburg werden wir nun auch ohne die Marktliberalisierung weitere Fernbuslinien wie die neue Direktverbindung München-Konstanz anbieten. Wir freuen uns bereits jetzt auf die Erweiterung der zweiten Linie von Konstanz nach Zürich, die wir für diesen Herbst geplant haben“, sagt Torben Greve, Gründer und Geschäftsführer von MFB MeinFernbus GmbH.
Fahrzeiten
Für die Strecke Konstanz-München benötigt MeinFernbus nur rund 3 1⁄4 Stunden Fahrzeit, von München aus wird Zürich voraussichtlich ab Herbst in 4 1⁄4 Stunden erreicht. Zwischen Friedrichshafen und München fahren die MeinFernbusse nonstop in nur 2 1⁄4 Stunden. Gemeinsam mit den Fahrten der ersten MeinFernbus-Linie Freiburg-Friedrichshafen-München ergeben sich bis zu 8 Fahrtmöglichkeiten zwischen Friedrichshafen und der bayerischen Landeshauptstadt, ab Herbst sogar bis zu 10 Fahrten pro Tag.
Fahrpreise
Auch auf dieser Linie bietet MeinFernbus wieder zahlreiche Sparpreise an: Die einfache Fahrt auf der Gesamtstrecke Konstanz-München kostet ab 11 Euro, die Teilstrecken Meersburg-München und später Konstanz-Zürich kosten ab 8 Euro (einfache Fahrt). Die Normalpreise für die einfachen Fahrten eines Erwachsenen sind 29,50 Euro (Konstanz-München), 24,50 Euro (Meersburg-München) und 11,50 Euro (Konstanz-Zürich). Alle Plätze können mit wenigen Klicks online auf der Internetseite www.meinfernbus.de gebucht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich in einer der zahlreichen Agenturen vor Ort beraten zu lassen und MeinFernbus-Fahrten zu buchen. Grundsätzlich gilt weiterhin: Je eher die Fahrgäste buchen, desto günstiger fahren sie mit MeinFernbus. Jedoch auch Kurzentschlossene können ihre Fahrt noch kurz vor Fahrtantritt zum Normalpreis beim Fahrer buchen.
WLAN an Bord und Fahrradtransport
Wie auf der ersten MeinFernbuslinie werden auch die Busse auf der „Übersee-Linie“ alle mit kostenlosem WLAN (kabelloses Internet) ausgestattet sein und bis zu fünf Fahrräder transportieren (9 Euro/Fahrrad und Strecke).
Pressemitteilung als PDF
Fahrplan voraussichtlich ab Herbst 2012
Die bereits existierende Linie Freiburg-Friedrichshafen-München soll sich gut entwickelt haben und es wurde noch ein zusätzlicher Halt in Titisee eingerichtet.
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
geko, München, Sonntag, 29.07.2012, 09:25 (vor 4998 Tagen) @ Felix
Sehr interessantes Angebot. Es wurde längst Zeit, dass das veraltete Verbot von Busfernverkehren verschwindet. Wettbewerb schadet der Bahn nicht... und die Relation München-Konstanz ist unzumutbar per DB in Hinblick auf die Fahrzeiten.
Fernbuslinienverbot?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 30.07.2012, 14:49 (vor 4997 Tagen) @ geko
Es wurde längst Zeit, dass das veraltete Verbot von Busfernverkehren verschwindet.
Das deutet darauf hin, dass aktuell ein solches Verbot besteht.
Wenn aber ein solches Verbot besteht, warum werden dann besagte Busfernverkehre angeboten?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
kein pauschales Fernbuslinienverbot in D
Philippus, Montag, 30.07.2012, 15:16 (vor 4997 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Philippus, Montag, 30.07.2012, 15:20
Nach dem Personenbeföderungsgesetz können neue Fernbuslinien nur eingerichtet werden, wenn sie keine Konkurrenz zur Bahn oder anderen Buslinien darstellen. Auch im Vekehr von/nach Berlin gibt es historisch begründete Ausnahmen.
Die amtierende schwarz-gelbe Regierungskoalition wollte den Fernbusverkehr komplett liberalisieren, davon habe ich in jüngerer Zeit aber nichts mehr gehört.
Gruß, Philippus
kein pauschales Fernbuslinienverbot in D
Benjamin.Keller, Montag, 30.07.2012, 15:54 (vor 4997 Tagen) @ Philippus
Die amtierende schwarz-gelbe Regierungskoalition wollte den Fernbusverkehr komplett liberalisieren, davon habe ich in jüngerer Zeit aber nichts mehr gehört.
Das Thema ist wohl hochkomplex und so richtig verstanden habe ich es glaube ich auch nicht, aber so wie ich es verstanden habe, ist das wegen Streits innerhalb der Koalitionsparteien ins Stocken geraten. So hat meine ich der Bundesrat (noch mit schwarz-gelber Mehrheit) das Vorgehen der Bundesregierung abgelehnt (sollte sich im Drucksacheninformationssystem des Bundestages nachlesen lassen). Druck kommt da wohl von den städtischen Nahverkehrsbetrieben und den kommunalen Spitzenverbänden, die wohl Angst haben, dass der ursprüngliche Entwurf der Bundesregierung dazu führen könnte, dass auch auf städtischer/regionaler Ebene eigenwirtschaftlicher/privater Busverkehr kommen könnte und damit Rosinen picken würde.
Ich denke nicht, dass da in dieser Legislatur noch was passiert.
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 30.07.2012, 15:31 (vor 4997 Tagen) @ geko
bearbeitet von Twindexx, Montag, 30.07.2012, 15:33
Hoi,
Sehr interessantes Angebot. Es wurde längst Zeit, dass das veraltete Verbot von Busfernverkehren verschwindet. Wettbewerb schadet der Bahn nicht... und die Relation München-Konstanz ist unzumutbar per DB in Hinblick auf die Fahrzeiten.
Das zeigt doch nur, dass nun andere aus der Tatsache Profit schlagen, dass die DB in vielen Regionen kein zeitgemässes Angebot bereitstellen, weil sie es entweder nicht können oder nicht wollen, aber auch weil man Ausbauten auf Jahre hinauszögert. Jetzt könnte man natürlich der Politik vorwerfen, sie gebe absichtlich nicht genügend Geld für den Schienenverkehr aus, um so den Busfernverkehr zu fördern. Denn sass das deutsche Verkehrsministerium eher teerverliebt ist, ist nichts neues.
Tatsache ist jedenfalls, dass mit der Allgäu-Elektrifizierung und einigen weiteren Ausbauten die Fahrzeiten der Bahn von München nach Konstanz durchaus mit dem Bus mithalten können. Der Bus braucht für die Strecke München - Konstanz ca. 3 h 15 min. Wenn wir nun im Jahre 2019 mit dem Zug von München nach Konstanz wollen, dann wird das fast genauso schnell gehen. Ein Beispiel, wie das mit dem Zug 2019 aussehen wird; wir wollen am Vormittag in München abfahren und etwa am Mittag in Konstanz ankommen:
Bahnhof Zeit Produkt
----------------------------------------------------------
München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
St. Gallen an 11:27 Uhr
----------------------------------------------------------
St. Gallen ab 11:45 Uhr RE
Konstanz an 12:20 Uhr (ungefähre Zeit)
----------------------------------------------------------
Der Zug wird also nur etwa fünf Minuten langsamer sein als der Bus. Man müsste nur die beschlossenen Ausbaumassnahmen mal umsetzen. Und via Bodenseegürtelbahn muss man es sowieso nicht versuchen, schneller als der Bus zu sein. Aber über schweizer Gebiet könnten die Fahrzeiten der Bahn durchaus mit dem Bus mithalten.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
? Fahrpreis München - St. Gallen - Konstanz
Jäkii, Montag, 30.07.2012, 17:36 (vor 4997 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Jäkii, Montag, 30.07.2012, 17:38
Schnelle Strecke ja, aber bei den Fahrpreisen kann man sicher nicht mithalten, wenn die Zugverbindung durch die Schweiz und Österreich führt. Was ist da das günstigste Ticket? Europa-Spezial für 39€ oder wie läuft das, wenn man von Deutschland nach Deutschland durch Österreich und die Schweiz fährt?
? Fahrpreis München - St. Gallen - Konstanz
TD, Montag, 30.07.2012, 18:24 (vor 4996 Tagen) @ Jäkii
Schnelle Strecke ja, aber bei den Fahrpreisen kann man sicher nicht mithalten, wenn die Zugverbindung durch die Schweiz und Österreich führt.
Hallo,
das wollte ich auch schon schreiben, habe dann aber bemerkt, dass die Tarife gar nicht so weit auseinanderliegen wie vermutet.
Normalpreis 2.Klasse:
über Deutschland 45,90-64,00 €
über Schweiz 68,00 € (84 CHF)
mit BC 25:
über Deutschland 42,00-48,00 €
über Schweiz 51,00 € (62 CHF)
Nur bei den Sparpreisen gibt's natürlich größere Unterschiede, es gibt zwar auch in der Schweiz ein Angebot, das mit dem Europa-Spezial vergleichbar ist, nur an die 29 € der DB kommt das nicht heran.
Zudem schreckt wahrscheinlich auch schon der Hinweis "Unbekannter Auslandstarif" den unbedarften Fahrgast ab, man kann sich nicht so einfach mit ein paar Mausklicks ein Onlineticket buchen, es gibt keine bahn.bonus-Punkte usw. - all das sind Hürden, die den Weg über die Schweiz unattraktiv machen.
Viele Grüße
Tobias
--
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Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
lokuloi, Montag, 30.07.2012, 19:58 (vor 4996 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Hallo!
Sehr interessantes Angebot. Es wurde längst Zeit, dass das veraltete Verbot von Busfernverkehren verschwindet. Wettbewerb schadet der Bahn nicht... und die Relation München-Konstanz ist unzumutbar per DB in Hinblick auf die Fahrzeiten.
Das zeigt doch nur, dass nun andere aus der Tatsache Profit schlagen, dass die DB in vielen Regionen kein zeitgemässes Angebot bereitstellen, weil sie es entweder nicht können oder nicht wollen, aber auch weil man Ausbauten auf Jahre hinauszögert.
Naja. Für die vorhandenen Infrastruktur ist das Angebot meiner Meinung nach schon ganz in Ordnung. (03:48 alle 2 Stunden bei "nur" 2mal Umsteigen - das gibt's über die Schweiz derzeit nicht, weder bezgl. Fahrzeit noch Taktfrequenz noch Umsteigehäufigkeit).
Was ich mir wünschen würde wären bessere Anschlüsse München - Ulm - Friedrichshafen Hafen - Katameran - Konstanz. Aber das wird wohl so schnell nix ;-)
Tatsache ist jedenfalls, dass mit der Allgäu-Elektrifizierung und einigen weiteren Ausbauten die Fahrzeiten der Bahn von München nach Konstanz durchaus mit dem Bus mithalten können.
Das ist allerdings definitiv so.
Der Bus braucht für die Strecke München - Konstanz ca. 3 h 15 min. Wenn wir nun im Jahre 2019 mit dem Zug von München nach Konstanz wollen, dann wird das fast genauso schnell gehen. Ein Beispiel, wie das mit dem Zug 2019 aussehen wird; wir wollen am Vormittag in München abfahren und etwa am Mittag in Konstanz ankommen:
Bahnhof Zeit Produkt
----------------------------------------------------------
München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
St. Gallen an 11:27 Uhr
----------------------------------------------------------
St. Gallen ab 11:45 Uhr RE
Konstanz an 12:20 Uhr (ungefähre Zeit)
----------------------------------------------------------
Der Zug wird also nur etwa fünf Minuten langsamer sein als der Bus. Man müsste nur die beschlossenen Ausbaumassnahmen mal umsetzen. Und via Bodenseegürtelbahn muss man es sowieso nicht versuchen, schneller als der Bus zu sein.
Nur hier kann ich jetzt nicht folgen. Beispielfahrzeit "2017" oder auch erst 2019:
Bahnhof Zeit Produkt
----------------------------------------------------------
München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
Lindau Hbf an 10:45 Uhr (ungefähre Zeit)
Lindau Hbf ab 10:51 Uhr (entspricht Fahrzeit IRE
Radolfzell an 11:51 Uhr und Taktlage heutiger IRE 3388)
Radolfzell ab 12:00
Konstanz an 12:16 Uhr IRE 5315
----------------------------------------------------------
Aber über schweizer Gebiet könnten die Fahrzeiten der Bahn durchaus mit dem Bus mithalten.
Auch über ausschließlich deutsches Gebiet, wie man sieht sogar ein bisschen schneller.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Grüße aus Süddeutschland ;-)
Uli
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 30.07.2012, 21:14 (vor 4996 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Nur hier kann ich jetzt nicht folgen. Beispielfahrzeit "2017" oder auch erst 2019:
Bahnhof Zeit Produkt
----------------------------------------------------------
München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
Lindau Hbf an 10:45 Uhr (ungefähre Zeit)
Lindau Hbf ab 10:51 Uhr (entspricht Fahrzeit IRE
Radolfzell an 11:51 Uhr und Taktlage heutiger IRE 3388)
Radolfzell ab 12:00
Konstanz an 12:16 Uhr IRE 5315
----------------------------------------------------------
Nein, nicht ganz:
Bahnhof Zeit Produkt
--------------------------------------------------------------
München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
Lindau-Reutin an 10:50 Uhr (laut S21-Netzgrafik)
--------------------------------------------------------------
Lindau-Reutin ab 11:03 Uhr (laut S21-Netzgrafik) IRE
Radolfzell an 11:56 Uhr (laut S21-Netzgrafik)
--------------------------------------------------------------
Radolfzell ab 12:09 Uhr (laut S21-Netzgrafik) IRE
Konstanz an 12:25 Uhr (laut S21-Netzgrafik)
--------------------------------------------------------------
Das natürlich unter dem Vorbehalt, dass das in der S21-Netzgrafik auch stimmt, denn da habe ich schon andere Fehler entdeckt. Die Fahrpläne des Regionalverkehrs in Deutschland sind noch eine Unbekannte. Der EC aus München wird Lindau aber nicht um xx:45 erreichen können. Die Fahrzeit Memmingen-Bregenz wird eine knappe Stunde betragen (beides Orte von Zugskreuzungen zwischen den EC) und von Bregenz nach Lindau braucht man keine 15 min. Etwa 50 min für Memmingen - Lindau sind realistisch.
Die S21-Netzgrafik sagt auch aus, der RE aus St. Gallen erreiche Konstanz um xx:32. Da ich aber von 32 bis 36 min Fahrzeit für St. Gallen - Konstanz gelesen habe, habe ich da noch ungefähr 35 min eingetragen.
Wobei ich schon zugeben muss, dass mir die Fahrzeit Lindau - Radolfzell immer deutlich länger vorkam, als hier präsentiert. Ich weiss da von teils elend langen Fahrten über vergleichsweise schlechte Infrastruktur zu berichten.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
lokuloi, Montag, 30.07.2012, 21:34 (vor 4996 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Nur hier kann ich jetzt nicht folgen. Beispielfahrzeit "2017" oder auch erst 2019:
Bahnhof Zeit Produkt
----------------------------------------------------------
München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
Lindau Hbf an 10:45 Uhr (ungefähre Zeit)
Lindau Hbf ab 10:51 Uhr (entspricht Fahrzeit IRE
Radolfzell an 11:51 Uhr und Taktlage heutiger IRE 3388)
Radolfzell ab 12:00
Konstanz an 12:16 Uhr IRE 5315
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Nein, nicht ganz:
Bahnhof Zeit Produkt
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München Hbf ab 09:00 Uhr (ungefähre Zeit) EC
Lindau-Reutin an 10:50 Uhr (laut S21-Netzgrafik)
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Lindau-Reutin ab 11:03 Uhr (laut S21-Netzgrafik) IRE
Radolfzell an 11:56 Uhr (laut S21-Netzgrafik)
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Radolfzell ab 12:09 Uhr (laut S21-Netzgrafik) IRE
Konstanz an 12:25 Uhr (laut S21-Netzgrafik)
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Das natürlich unter dem Vorbehalt, dass das in der S21-Netzgrafik auch stimmt, denn da habe ich schon andere Fehler entdeckt. Die Fahrpläne des Regionalverkehrs in Deutschland sind noch eine Unbekannte. Der EC aus München wird Lindau aber nicht um xx:45 erreichen können. Die Fahrzeit Memmingen-Bregenz wird eine knappe Stunde betragen (beides Orte von Zugskreuzungen zwischen den EC) und von Bregenz nach Lindau braucht man keine 15 min. Etwa 50 min für Memmingen - Lindau sind realistisch.
Naja. Ich gehe mal davon aus, dass die Elektrifizierung im Allgäu vor S21 kommt. 2019 wäre da schon reichlich optimistisch.
Ich gehe bis jetzt mal davon aus, dass die IREs Friedrichshafen - Singen (- Basel) mit der Elektrifizierung Allgäu wieder aus Lindau kommen, und da den Anschluss auf den EC aufnehmen. Bei Ankunft in Lindau um 10:50, also ca. 10:55 dort abfahren und gegen 11:55 in Radolfzell sein werden. Für eine Verschiebung der Schwarzwaldbahn-IREs sehe ich (ohne S21 sowieso nicht) keinen Grund. Der Knoten zur vollen Stunde in Radolfzell sollte da sowieso erhalten bleiben, für die Anbindung Konstanz' ist der eigentlich unverzichtbar. Eine Fahrzeit von 3:15 für München - Konstanz wäre somit durchaus möglich und m.M.n. auch realistisch.
Wobei ich schon zugeben muss, dass mir die Fahrzeit Lindau - Radolfzell immer deutlich länger vorkam, als hier präsentiert. Ich weiss da von teils elend langen Fahrten über vergleichsweise schlechte Infrastruktur zu berichten.
Die IREs sind da angenehm schnell. Auch die bestehende Verbindung München - Konstanz ist m.M.n. nicht schlecht, sie hat halt nur den Nachteil um den Bodensee herum zu müssen. Es ist schon ein wenig doof, wenn man nach ca. einer 3/4 Stunde Fahrt am anderen Ufer wieder Konstanz sieht..
Grüsse aus der Ostschweiz.
Uli
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 30.07.2012, 23:03 (vor 4996 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Naja. Ich gehe mal davon aus, dass die Elektrifizierung im Allgäu vor S21 kommt. 2019 wäre da schon reichlich optimistisch.
Das hätte eigentlich Dezember 2015 in Betrieb gehen sollen. Die ÖBB und die SBB werden ihre Ausbauten termingerecht fertigstellen. Die DB schafft das aber trotz Finanzspritze aus der Schweiz und von Bayern nicht! Im letzten BAV-Standbericht überdas Projekt HGV-A stand, dass der aktuelle Stand eine Inbetriebnahme im Dezember 2017 ermöglichen würde. In den ganzen Diskussionen um den Lindauer Bahnhof stand letztens sogar in irgendeiner Zeitung, dass die DB ja bis 2020 Zeit hätte. Das ist ja eine tolle Einstellung seitens der DB.
Ich gehe bis jetzt mal davon aus, dass die IREs Friedrichshafen - Singen (- Basel) mit der Elektrifizierung Allgäu wieder aus Lindau kommen, und da den Anschluss auf den EC aufnehmen. Bei Ankunft in Lindau um 10:50, also ca. 10:55 dort abfahren und gegen 11:55 in Radolfzell sein werden.
Siehe die S21-Netzgrafik (die aber teilweise Fehler hat): http://www.kontextwochenzeitung.de/fileadmin/user_upload/2011/7/0607/DZ_zu_stresstest_T...
Für eine Verschiebung der Schwarzwaldbahn-IREs sehe ich (ohne S21 sowieso nicht) keinen Grund. Der Knoten zur vollen Stunde in Radolfzell sollte da sowieso erhalten bleiben, für die Anbindung Konstanz' ist der eigentlich unverzichtbar.
Neu wird Singen zum Knoten 00'. In Verbindung mit einem Knoten 15'/45' in Schaffhausen sollen so optimale Anschlüsse an die Gäubahn-ICE geschaffen werden (wenn die dann mal wieder fahren). Der IRE nach Konstanz soll in Singen den Anschluss vom ICE abnehmen.
In diesem Sinne passt die S21-Netzgrafik nicht: Die Gäubahn-ICE haben in dieser Grafik falsche Fahrzeiten.
Folgende Grafik zeigt die geplanten Zeiten für Schaffhausen: http://www.4-teilergaenzungen.ch/files/cms/tiny/netzplan.pdf
Die IREs sind da angenehm schnell.
Wenn man den nicht verpasst...
Ich kann mich nur erinnern, dass es 2005 vom EC 194 aus München in Lindau direkten Anschluss an einen Zug (ein VT 611) nach Friedrichshafen gab. Dieser hatte dort wiederum einen guten Anschluss an einen IRE nach Basel. Diese Verbindung scheint es aber nicht mehr zu geben, warum?
Einmal hatte der EC aus München Verspätung und dieser VT 611 wartete schon bei der Ausfahrt vor der Abzweigung nach Friedrichshafen, als ich mit dieser Verbindung nach Schaffhausen wollte. Das war dann die schlimmste Zugfahrt meines Lebens. In einem überfüllten Regio-Shuttle von Friedrichshafen nach Radolfzell. Dort dann in einen NPZ der Euro-Thurbo bis Singen. In Singen bin ich dann einfach in den nächsten Zug nach Schaffhausen gestiegen, was ein ETR 470 von Cisalpino war. Es war mir da total egal, ob ich das hätte dürfen oder nicht (bei über 50 min Verspätung interessiert mich irgendein Tarifverhau der DB herzlich wenig).
Die Bodenseegürtelbahn ist von einem auch nur ansatzweise zeitgemässen Schienenverkehr Lichtjahre entfernt.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
lokuloi, Dienstag, 31.07.2012, 08:30 (vor 4996 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Naja. Ich gehe mal davon aus, dass die Elektrifizierung im Allgäu vor S21 kommt. 2019 wäre da schon reichlich optimistisch.
Das hätte eigentlich Dezember 2015 in Betrieb gehen sollen. Die ÖBB und die SBB werden ihre Ausbauten termingerecht fertigstellen. Die DB schafft das aber trotz Finanzspritze aus der Schweiz und von Bayern nicht! Im letzten BAV-Standbericht überdas Projekt HGV-A stand, dass der aktuelle Stand eine Inbetriebnahme im Dezember 2017 ermöglichen würde. In den ganzen Diskussionen um den Lindauer Bahnhof stand letztens sogar in irgendeiner Zeitung, dass die DB ja bis 2020 Zeit hätte. Das ist ja eine tolle Einstellung seitens der DB.
Mit 2019 und optimistisch hab ich jetzt eher Stuttgart 21 gemeint. Also: Allgäu-Elektrifizierung vor S21 > Netzgrafik erstmal nicht gültig.
Ich gehe bis jetzt mal davon aus, dass die IREs Friedrichshafen - Singen (- Basel) mit der Elektrifizierung Allgäu wieder aus Lindau kommen, und da den Anschluss auf den EC aufnehmen. Bei Ankunft in Lindau um 10:50, also ca. 10:55 dort abfahren und gegen 11:55 in Radolfzell sein werden.
Siehe die S21-Netzgrafik (die aber teilweise Fehler hat): http://www.kontextwochenzeitung.de/fileadmin/user_upload/2011/7/0607/DZ_zu_stresstest_T...
Danke! Die kenn ich durchaus. Allerdings gilt die ja eben erst nach Inbetriebnahme von S21. Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit, und ich denke nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist. Das ist eben der Stresstestfahrplan, wo das geforderte Zugangebot abgewickelt werden kann. Das tatsächliche wird dann mit Sicherheit etwas anders aussehen. Aber das soll hier nicht zur S21-Diskusion werden.
Für eine Verschiebung der Schwarzwaldbahn-IREs sehe ich (ohne S21 sowieso nicht) keinen Grund. Der Knoten zur vollen Stunde in Radolfzell sollte da sowieso erhalten bleiben, für die Anbindung Konstanz' ist der eigentlich unverzichtbar.
Neu wird Singen zum Knoten 00'. In Verbindung mit einem Knoten 15'/45' in Schaffhausen sollen so optimale Anschlüsse an die Gäubahn-ICE geschaffen werden (wenn die dann mal wieder fahren). Der IRE nach Konstanz soll in Singen den Anschluss vom ICE abnehmen.
Es geht um den Anschluss Richtung Friedrichshafen, und damit nach Oberschwaben und praktisch ganz Bayern. Den wird man nicht ohne Not viel verlängern. Von dem abgesehen sind auch die ca. 3:20 durch D nach S21-Netzgrafik über Lindau ein durchaus attraktives Angebot.
Die IREs sind da angenehm schnell.
Wenn man den nicht verpasst...Ich kann mich nur erinnern, dass es 2005 vom EC 194 aus München in Lindau direkten Anschluss an einen Zug (ein VT 611) nach Friedrichshafen gab. Dieser hatte dort wiederum einen guten Anschluss an einen IRE nach Basel. Diese Verbindung scheint es aber nicht mehr zu geben, warum?
Ganz einfach: weil es über Ulm derzeit (wesentlich) schneller geht und dabei noch Biberach und Ravensburg mit angeschlossen werden.
Die Bodenseegürtelbahn ist von einem auch nur ansatzweise zeitgemässen Schienenverkehr Lichtjahre entfernt.
Naja. Du musst's ja wissen ;) Ich für meinen Teil bin inzwischen doch das ein oder andere Mal Konstanz - München über Radolfzell und Ulm gefahren, und hatte da nie nennenswerte Probleme, erst recht nicht auf der Bodenseegürtelbahn. Gerade der IRE Radolfzell - Ulm hat eine Reisegeschwindigkeit, die nicht zu verachten ist.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Uli
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 31.07.2012, 08:56 (vor 4996 Tagen) @ lokuloi
Hallo lokuloi,
zuerst mal willkommen im Forum!
Mit 2019 und optimistisch hab ich jetzt eher Stuttgart 21 gemeint. Also: Allgäu-Elektrifizierung vor S21 > Netzgrafik erstmal nicht gültig.
Nicht zu vergessen: Taktknoten Sankt Gallen! Das durfte wohl noch vor diese beiden Projekten fertiggestellt sein. In diesem Fall werden die Fernzüge wohl in den Takt eingebunden. Nur schade, dass die Stunde ZH-SG mit Nicht-Neigezügen nicht machbar ist, Dieselzüge in CH nicht gerne gesehen sind und ein Twindexx ohne Fahrdraht auch nicht weit kommt. Es ist eher davon auszugehen, dass für Zürich-München ein Umstieg erforderlich wird. Da spüren die Busunternehmen zurecht eine Chance.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Diesel vs. Elektro
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 31.07.2012, 11:40 (vor 4996 Tagen) @ Oscar (NL)
Hoi,
[...] Dieselzüge in CH nicht gerne gesehen sind [...]
Das hat auch praktische Gründe:
• Wenn die DB mal wieder vergessen hatte, über Nacht den Dieseltank des ICE-TD nachzufüllen, musste St. Gallen ausgelassen werden. Von Rorschach nach St. Gallen den Berg hoch hätte der sonst soviel Sprit verbraucht, dass er vielleicht nicht mehr zurück gekommen wäre. Eine Fahrt über Weinfelden bedeutet dann auch immer eine Fahrzeitverlängerung von ca. 10 min.
• Der ICE-TD fuhr nicht in Tunnelbahnhöfe. Das war der einzige Zug Zürich - München, der nicht via Zürich Flughafen fuhr. Diesel im Tunnelbahnhof macht sich eben nicht gut.
• Ein Diesel-Neigezug wird die geplanten Fahrzeiten der Elektro-EC nicht halten können. Den Berg nach St. Gallen soll der ICE-TD damals nur Geschwindigkeiten zwischen 60 und 70 km/h erreicht haben. Unsere normalen SBB-Reisezüge schaffen schon 80 km/h und Neigezüge dürften sogar 100 km/h fahren. Der ICE-TD wäre auf lange Sicht nur ein Verkehrshindernis gewesen.
Demgegenüber stehen natürlich eine Reihe von Vorteilen bei der elektrischen Traktion. Der elektrische Antrieb macht deutlich weniger Krach, ist energieeffizienter (besserer Wirkungsgrad, die Möglichkeit der Energierückspeisung) und man muss nicht nachtanken.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Diesel vs. Elektro
Maggus, Ravensburg (Württ), Dienstag, 31.07.2012, 12:32 (vor 4996 Tagen) @ Twindexx
• Der ICE-TD fuhr nicht in Tunnelbahnhöfe. Das war der einzige Zug Zürich - München, der nicht via Zürich Flughafen fuhr. Diesel im Tunnelbahnhof macht sich eben nicht gut.
Das halte ich für ein Gerücht. Ich bin zu Zeiten des ICE-TD öfters in Zürich gewesen. Und bin dabei sehr wohl über Zürich Flughafen gefahren. Bin dort ein- und ausgestiegen und habe diverse "Reisepläne" in der Sammlung.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Grüße über den See.
Diesel vs. Elektro
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 31.07.2012, 14:42 (vor 4996 Tagen) @ Maggus
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 31.07.2012, 14:43
Hoi,
Das halte ich für ein Gerücht. Ich bin zu Zeiten des ICE-TD öfters in Zürich gewesen. Und bin dabei sehr wohl über Zürich Flughafen gefahren. Bin dort ein- und ausgestiegen und habe diverse "Reisepläne" in der Sammlung.
Ok, den ICE Richtung habe ich nie benutzt. Den in die Gegenrichtung aber öfter. Da kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, als mir auffiel, dass im «Ihr Reiseplan» kein Halt in Zürich Flughafen zu finden war. Es gab noch bis Ende 2004 EC, die nicht via Flughafen fuhren.
Aber so oder so ist ein Dieselzug im Tunnelbahnhof grosser Blödsinn. Im Zürcher Flughafen-Bahnhof (und auch in anderen schweizer Tunnelbahnhöfen) ist das Rauchen ja auch nicht grundlos komplett untersagt.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Dieselzüge in Tunnelbahnhöfen.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 01.08.2012, 09:53 (vor 4995 Tagen) @ Twindexx
Hallo Twindexx,
Aber so oder so ist ein Dieselzug im Tunnelbahnhof grosser Blödsinn.
Ich vermute, Dauerpendler Frankfurt-Saarbrücken sind nicht Deiner Meinung.
Der RE zwischen F-SB ist s.i.w. ein Dieselzug (VT 612) und hält in Frankfurt Flughafen Regio, s.i.w. ein Tunnelbahnhof.
Man könnte folgendes machen:
1. die Linie in Mainz brechen -> Direktverbindung von/nach Frankfurt entfällt
2. im Fernbahnhof statt Regiobahnhof halten -> keinen Platz
3. die Strecke elektrifizieren -> teuer
4. bimodale Fahrzeuge beschaffen -> teuer
Bei uns gibt es Tunnelbahnhöfe in z.B. Best, Rotterdam Blaak und Rijswijk.
Dieselzüge halten dort nicht, aber die durchfahrende Cargos sind nicht selten dieselbetrieben.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Dieselzüge in Tunnelbahnhöfen.
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 02.08.2012, 00:03 (vor 4994 Tagen) @ Oscar (NL)
Hoi,
1. die Linie in Mainz brechen -> Direktverbindung von/nach Frankfurt entfällt
2. im Fernbahnhof statt Regiobahnhof halten -> keinen Platz
3. die Strecke elektrifizieren -> teuer
4. bimodale Fahrzeuge beschaffen -> teuer
Hm, manchmal finde ich es amüsant, wenn Eisenbahnfans über verschiedene Möglichkeiten diskutieren, wenn ich selbst bereits die Lösung kenne. ;-)
Ich habe doch hier mal etwas erwähnt: http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=192887
Die von dir angesprochene Strecke Frankfurt-Saarbrücken ist auch eine der Referenzstrecken für das, was ich unter jenem Link angedeutet habe. Wie gesagt, will die DB komplett emissionsfrei werden. Die DB wird sich also bis 2050 von jeglichem verabschieden, was mit Diesel fährt.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Frankfurt-Saarbrücken, emissionsfrei fahren?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 02.08.2012, 09:18 (vor 4994 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 02.08.2012, 09:18
Oscar (NL):
1. die Linie in Mainz brechen -> Direktverbindung von/nach Frankfurt entfällt
2. im Fernbahnhof statt Regiobahnhof halten -> keinen Platz
3. die Strecke elektrifizieren -> teuer
4. bimodale Fahrzeuge beschaffen -> teuer
5. umstellen auf Wagenzug und bei Fahrdrahtende Lok wechseln -> Wagenzugallergie seitens der DB
Twindexx:
Ich habe doch hier mal etwas erwähnt: http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=192887
Da stand etwas über emissionfrei fahren.
Ich kann mich vorstellen dass DB den CO2-Ausstoß mit neuer Bepflanzung neutralisieren möchte, aber ein solches Verfahren ist eher klimaneutral, nicht emissionsfrei.
Wasserstoff/Sauerstoff Brennstofzellen-Lokomotiven sind CO2-frei, aber auch nicht emissionsfrei. Kann ich mich allerdings gut als Diesel-Alternative vorstellen.
Die von dir angesprochene Strecke Frankfurt-Saarbrücken ist auch eine der Referenzstrecken für das, was ich unter jenem Link angedeutet habe. Wie gesagt, will die DB komplett emissionsfrei werden. Die DB wird sich also bis 2050 von jeglichem verabschieden, was mit Diesel fährt.
So betrachtet müßte die Bahn also vorerst die auf F-SB fahrenden 612er durch etwas Elektrisches ersetzen. Nur schade, dass DB keine elektrischen Regio-Neigezüge hat und die Nichtneiger die Fahrzeiten der 612er nicht halten können.
ICE-T mit Traxx auf dieser Strecke? Kann ich mich nicht vorstellen.
Bad Kreuznach als IC-Halt? Nur wenn der IC nach CH- oder NL-Vorbild fahren würde.
gruß,
Oscar (NL).
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Frankfurt-Saarbrücken, emissionsfrei fahren?
Jäkii, Donnerstag, 09.08.2012, 19:58 (vor 4986 Tagen) @ Oscar (NL)
So betrachtet müßte die Bahn also vorerst die auf F-SB fahrenden 612er durch etwas Elektrisches ersetzen. Nur schade, dass DB keine elektrischen Regio-Neigezüge hat und die Nichtneiger die Fahrzeiten der 612er nicht halten können.
ICE-T mit Traxx auf dieser Strecke? Kann ich mich nicht vorstellen.
Bad Kreuznach als IC-Halt? Nur wenn der IC nach CH- oder NL-Vorbild fahren würde.
Wohl doch. Ab 2014 wird Frankfurt - Saarbrücken von der Regentalbahn betrieben. Diese setzen dann LINTe ein (54 und 81 Meter). LINTe packen nur noch 140 km/h und haben keine Neigetechnik. Den Fahrplan wird man aber wohl nur sehr schwer verschieben können und deswegen halten müssen. Das Zeitfenster Frankfurt - Mainz - Ingelheim ist mit S-Bahn und Mittelrheinbahn sehr eng. Als Beispiel: REs fahren in Frankfurt um 25 zur geraden Stunde los, erreichen Mainz um 59 - 4 Minuten nach Ankunft der S8 aus Frankfurt. Um 00 (eine Minute Fahrgastwechsel ist in Mainz schon sehr knapp mit einem 612er, mit einem LINT wird sich das sicher entspannen) geht es in Richtung Ingelheim weiter, nur 3 Minuten vor Aufbruch der Mittelrheinbahn Richtung Koblenz.
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
lokuloi, Mittwoch, 01.08.2012, 18:35 (vor 4994 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo lokuloi,
zuerst mal willkommen im Forum!
Danke!
Mit 2019 und optimistisch hab ich jetzt eher Stuttgart 21 gemeint. Also: Allgäu-Elektrifizierung vor S21 > Netzgrafik erstmal nicht gültig.
Nicht zu vergessen: Taktknoten Sankt Gallen! Das durfte wohl noch vor diese beiden Projekten fertiggestellt sein. In diesem Fall werden die Fernzüge wohl in den Takt eingebunden. Nur schade, dass die Stunde ZH-SG mit Nicht-Neigezügen nicht machbar ist, Dieselzüge in CH nicht gerne gesehen sind und ein Twindexx ohne Fahrdraht auch nicht weit kommt. Es ist eher davon auszugehen, dass für Zürich-München ein Umstieg erforderlich wird. Da spüren die Busunternehmen zurecht eine Chance.
Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen. Acuh nach Ausbau Zürich - St. Gallen und weiter wird der EC "irgendwie" zwischen die Taktzüge passen. Die durchgehenden Züge werden auch dann sicherlich fahren.
gruß,Oscar (NL).
Gruß,
Uli
EC Zürich-München ab Ende 2018.
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 02.08.2012, 00:26 (vor 4994 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen. Acuh nach Ausbau Zürich - St. Gallen und weiter wird der EC "irgendwie" zwischen die Taktzüge passen. Die durchgehenden Züge werden auch dann sicherlich fahren.
Das hängt von der Auslastung der Strecke Zürich-Winterthur ab. Das ist eine doppelspurige Strecke, auf der dann bis zu 20 Züge pro Stunde und Richtung verkehren, also gesamt 40 Züge pro Stunde über zwei Gleise (Fern-, Regio-, S-Bahn- und Güterverkehr im Mischbetrieb). Die Fahrplanplanung liesse anhand der bekannten Fahrpläne für das Fahrplanjahr 2019 nur noch eine einzige mögliche Trassierung zu. Diese Trassierung erfordert im deutschen Abschnitt beim Regioverkehr die ein oder andere grössere Fahrplananpassung.
Ich habe die mögliche Trasse hier schon einmal vorgetragen: http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=165583
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
EC Zürich-München ab Ende 2018.
lokuloi, Donnerstag, 02.08.2012, 19:07 (vor 4993 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Servus!
Das hängt von der Auslastung der Strecke Zürich-Winterthur ab. Das ist eine doppelspurige Strecke, auf der dann bis zu 20 Züge pro Stunde und Richtung verkehren, also gesamt 40 Züge pro Stunde über zwei Gleise (Fern-, Regio-, S-Bahn- und Güterverkehr im Mischbetrieb). Die Fahrplanplanung liesse anhand der bekannten Fahrpläne für das Fahrplanjahr 2019 nur noch eine einzige mögliche Trassierung zu. Diese Trassierung erfordert im deutschen Abschnitt beim Regioverkehr die ein oder andere grössere Fahrplananpassung.Ich habe die mögliche Trasse hier schon einmal vorgetragen: http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=165583
Interessant, danke! Insbesondere dass die Fahrzeiten dann sogar länger würden.
Ich wollt's ja eigentlich nicht, aber da muss ich doch auf einen älteren Vorschlag (von mir) zurückgreifen:
Von München nach Zürich kommt man z.B. mit einem ICE-TD in ca. 4 Stunden auch über Ulm und Singen.
Mit der ohnehin geplanten Elektrifizierung der Südbahn und der auch für andere Sachen (Stichwort: Bodensee-S-Bahn) sinnvollen Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn, könnte man z.B. mit ICE-T fahren, und sollte unter 4 Stunden kommen. 3 1/2 wären allerdings auf diesem Weg nur schwer erreichbar.
St. Gallen könnte man dann über eine Verlängerung des Alex Richtung Bayern anbinden.
Dass so ein Konstruktion nicht im Sinne der Schweiz ist, ist klar, aus deutscher Sicht hätte sie Charme. Würde doch neben München auch Augsburg und Ulm an Zürich angebunden, und vor allem würden die Städte entlang der Achse Ulm - Singen neu sowohl an Zürich, als auch an München angebunden werden.
Oder: man könnte sie zusätzlich zum bestehenden Angebot anbieten.
Gruß,
Uli (auch an heimliche Mitleser ;)
EC Zürich-München ab Ende 2018.
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 03.08.2012, 00:48 (vor 4993 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Interessant, danke! Insbesondere dass die Fahrzeiten dann sogar länger würden.
Naja, die Details überlasse ich den Fahrplanplanern.
Von München nach Zürich kommt man z.B. mit einem ICE-TD in ca. 4 Stunden auch über Ulm und Singen.
Den ICE-TD wurde aber die Neigetechnik komplett ausgebaut. Eh oder so müssten die Fahrzeuge in der Schweiz beim BAV erst wieder rezertifiziert werden.
Und gehören die nicht mittlerweile teilweise der DSB?
Mit der ohnehin geplanten Elektrifizierung der Südbahn und der auch für andere Sachen (Stichwort: Bodensee-S-Bahn) sinnvollen Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn, könnte man z.B. mit ICE-T fahren, und sollte unter 4 Stunden kommen.
Kann man ja alles machen, aber irgendwie hege ich Zweifel, dass DB FV das von sich aus umsetzen wird.
Eine Bodensee-S-Bahn mit elekrischer Bodenseegürtelbahn würde man südlich des Bodensees wohlwollend aufnehmen. Auf schweizer Seite ist das ja schon umgesetzt worden. Ende 2013 werden dann die S-Bahn-Netze St. Gallens und Vorarlbergs direkt verknüpft (direkte S-Bahn-Linie Herisau-Bregenz).
3 1/2 wären allerdings auf diesem Weg nur schwer erreichbar.
Und darum geht es ja eigentlich.
St. Gallen könnte man dann über eine Verlängerung des Alex Richtung Bayern anbinden.
Sind die Wagen mit einer Notbremsanforderung ausgerüstet? Wenn nein, müsste die noch nachgerüstet werden. Das Triebfahrzeug muss dann über ETCS verfügen.
Dass so ein Konstruktion nicht im Sinne der Schweiz ist, ist klar, aus deutscher Sicht hätte sie Charme. Würde doch neben München auch Augsburg und Ulm an Zürich angebunden, und vor allem würden die Städte entlang der Achse Ulm - Singen neu sowohl an Zürich, als auch an München angebunden werden.
Lies mal, mit was sich das schweizer Parlament so zwischendurch mal beschäftigt:
http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/s/4701/96027/d_s_4701_96027_96233.htm (das war Ende 2003 , bevor die Schweiz die 50 Mio Euro für Lindau-Geltendorf gesprochen hat)
Besonders interessant ist dieser Satz:
Wir Ostschweizer möchten beispielsweise, um das ganz konkret zu sagen, dass die Strecke Zürich-München endlich voll elektrifiziert ist - man muss sich das einmal vorstellen! Das ist quasi eine Forderung aus der Steinzeit. Wir haben eine Strecke auf einer internationalen Linie zu einem der wichtigsten Wirtschaftsräume, der an die Schweiz angrenzt, die noch nicht elektrifiziert ist.
Das bringt es für mich eigentlich auf den Punkt.
Oder: man könnte sie zusätzlich zum bestehenden Angebot anbieten.
Von mir aus.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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lokuloi, Sonntag, 05.08.2012, 12:05 (vor 4991 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Von München nach Zürich kommt man z.B. mit einem ICE-TD in ca. 4 Stunden auch über Ulm und Singen.
Den ICE-TD wurde aber die Neigetechnik komplett ausgebaut.
Ich wusste doch, dass ich irgendetwas vergessen hab zu schreiben ;). Jedenfalls wäre es anno 2003 mit einem ICE-TD gegeangen, würde heute mit BR 611/612 gehen - nicht, dass das eine ernsthafte Alternative wäre. Und man wäre schneller als heute über Memmingen.
Mit der ohnehin geplanten Elektrifizierung der Südbahn und der auch für andere Sachen (Stichwort: Bodensee-S-Bahn) sinnvollen Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn, könnte man z.B. mit ICE-T fahren, und sollte unter 4 Stunden kommen.
Kann man ja alles machen, aber irgendwie hege ich Zweifel, dass DB FV das von sich aus umsetzen wird.
Da gebe ich Dir recht. Nichtsdetotrotz wäre das aus Süddeutscher Sicht m.N.m. sinnvoller. Ein Zuglauf München - Zürich könnte dann so aussehen. Voraussetzung wäre eine Elektrfizierung Ulm - Friedrichshafen mit Erhöhung Streckengeschw. auf 160 km/h, und eine Elektrifizierung Friedrichshafen - Radolfzell:
an ab
München 08:07
München Pasing 08:15 08:17
Augsburg 08:38 08:40
Ulm 09:17 09:22
Biberach 09:39 09:41
Ravensburg 10:05 10:07
Friedrichshafen 10:16 10:18
Überlingen 10:36 10:37
Radolfzell 10:53 10:54
Singen 11:00 11:02
Schaffhausen 11:15 11:17
Zürich HB 11:53
03:45
- Zwischen Schaffhausen und Zürich HB hab ich die Fahrzeit aus Deiner Netzgrafik der Stuttgarter Züge genommen.
- In Augsburg würde die Abfahrtszeit in etwa zum Konten zur halben Stunde in Nürnberg passen für Anschlüsse aus dem Norden
- Die Abfahrtszeit in Ulm würde gut zum Knoten in Mannheim und der zukünftigen Fahrzeit von 70 Minuten (bei Halbstundentakt) passen.
- Mit einem auch innerdeutsch sinnvollen und wichtigen Ausbau Augsburg - Ulm (z.B. auf durchgehend 200 km/h) liesen sich nochmals 5-10 Min. einsparen.
- Das für Anschlüsse wichtige München-Pasing kann problemlos angefahren werden.
Nur mal als kurz reingeworfene Zahl. Hier werden in Deutschland (ohne München) Städte mit einer Einwohnerzahl von ca. 620.000 (Stand 2008) angefahren. Über Memmingen wären das gerade einmal 77.000.
3 1/2 wären allerdings auf diesem Weg nur schwer erreichbar.
Und darum geht es ja eigentlich.
3:45 mit Einbeziehung wichtiger Städte und schlankem Anschluss aus Richtung Nürnberg wären aus deutscher Sicht sicherlich zu bevorzugen, auch wenn's 15 Minunten länger dauert.
Lies mal, mit was sich das schweizer Parlament so zwischendurch mal beschäftigt:
http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/s/4701/96027/d_s_4701_96027_96233.htm (das war Ende 2003 , bevor die Schweiz die 50 Mio Euro für Lindau-Geltendorf gesprochen hat)Besonders interessant ist dieser Satz:
Wir Ostschweizer möchten beispielsweise, um das ganz konkret zu sagen, dass die Strecke Zürich-München endlich voll elektrifiziert ist - man muss sich das einmal vorstellen! Das ist quasi eine Forderung aus der Steinzeit. Wir haben eine Strecke auf einer internationalen Linie zu einem der wichtigsten Wirtschaftsräume, der an die Schweiz angrenzt, die noch nicht elektrifiziert ist.
nicht elektrifiziert hat ja erst mal nichts mit Steinzeit zu tun.
"Wichtig ist was hinten rauskommt" :)
Und dass ist bei M - LI derzeit ein Schnitt von 90 km/h, das ist auf der Relation München - Zürich der schnellste Abschnitt. Für eine Verbindung von 200 km, auf der gerade mal 75.000 Leute in den Städten der Haltebahnhöfe wohnen keine schlechte Verbindung.
Wie gesagt, diese Tempo wird auf schweizer Seite erst nach Ausbau gefahren. Dieselbetrieb mag man - gerade in der Schweiz - "doof" finden, aber es ist nicht per se Steinzeit.
Die schweizer Fahrzeiten mit Wako wären auch mit passiver Neigetechnik a la Talgo machbar. Dann könnte man weiter munter in Lindau die Lok wechseln.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Grüße,
Uli
EC Zürich-München ab Ende 2018.
gn87, Sonntag, 05.08.2012, 17:59 (vor 4990 Tagen) @ lokuloi
Als bislang stiller Mitleser möchte ich auch ein Mal einen Gedanken dazu in den Raum werfen.
Über deutsches Gebiet wäre als direkte Verbindung sicher auch eine Führung über die Hegau-Ablachtalbahn interessant, wenn die Strecke entsprechend reaktiviert und ausgebaut würde. Insbesondere im Hinblick auf die Fahrzeiten könnte dies attraktiv sein. Problempunkte sind wohl die Kosten hierfür und das geringere Fahrgastpotential von dazwischen Ein-/Aussteigenden als bei einer Führung über Friedrichshafen.
EC Zürich-München ab Ende 2018.
lokuloi, Donnerstag, 09.08.2012, 19:34 (vor 4986 Tagen) @ gn87
Hallo!
Als bislang stiller Mitleser möchte ich auch ein Mal einen Gedanken dazu in den Raum werfen.
Über deutsches Gebiet wäre als direkte Verbindung sicher auch eine Führung über die Hegau-Ablachtalbahn interessant, wenn die Strecke entsprechend reaktiviert und ausgebaut würde. Insbesondere im Hinblick auf die Fahrzeiten könnte dies attraktiv sein. Problempunkte sind wohl die Kosten hierfür und das geringere Fahrgastpotential von dazwischen Ein-/Aussteigenden als bei einer Führung über Friedrichshafen.
Der Charme der Lösung über Friedrichshafen ist ja gerade, dass zusätzlich zur ohnehin geplanten Südbahn-Elektrifizierung "nur" eine Elektrifizierung Freidrichshafen - Radolfzell notwendig wäre, und sonst keine Streckenausbauten.
Das zweite ist das doch nicht zu unterschätzende Potential von Biberach, Ravensburg und Friedrichshafen und selbst Überlingen, während auf "Deinem" WEg zwischen Ulm und Radolfzell nicht viel Potential liegt
Fahrzeitmäßig wäre der Weg über Hebertingen - Stockach nur dann interessant, wenn man zusätzlich zur Reaktivierung auch noch eine "Ankürzung" zwischen Ulm und Ehingen baut. Das scheint mir doch ein bisschen viel an Investition.
Gruß,
Uli
Fernbuskonkurrenz -> Bodenseegürtelbahn
naseweiß, Dienstag, 31.07.2012, 09:12 (vor 4996 Tagen) @ lokuloi
Mit 2019 und optimistisch hab ich jetzt eher Stuttgart 21 gemeint. Also: Allgäu-Elektrifizierung vor S21 > Netzgrafik erstmal nicht gültig.
Hallo,
der neue RE Lindau-Singen hat nicht unbedingt was mit S21 und dessen Verschiebungen zu tun, zumal auch Stuttgart schon ein Stück weit entfernt ist, sondern vor allem mit den drei geplanten Elektrifizierungen: Hochrhein, Südbahn und Allgäu-Memmingen. Sicher kann man nichts sein, dass es diesen Fahrplan geben wird, denn es ist nur eine Idee der SMA, wie mit den notwendigen Änderungen am besten umzugehen ist. Wichtig an dem Fahrplan ist, dass in der 00er-Lage Lindau die Anschlüsse vom EC aus München und RE aus Kempten aufgenommen werden. In Friedrichshafen erreicht man mit den RE von Ulm bei äußerst kurzer Anschlusszeit diese Linie. Dagegen wird in Singen der 00er-Knoten gerade so verpasst, auch eine Langwende von 2 h nötig, die Schwarzwaldbahn-RE und neu um ca. 15 min verschobenen Hochrhein-RE, die erst im Abstand zum Knoten fahren, erreicht man trotzdem. Dafür muss auf voller Linie die Neigetechnik eingesetzt werden können, ohne geht diese Fahrzeit sicher nicht. Schneller geht es nach Konstanz sicher nicht, denn es liegt von Osten aus gesehen einfach ungünstig. Wann genau die Schwarzwaldbahn-RE fahren ist dabei nicht unbedingt so wichtig. Wenn die Schwarzwaldbahn-RE in Singen den 00er-Knoten für die Anschlüsse aus Stuttgart abwarten, würde vielleicht auch der Seehaas (Engen-Konstanz) verschoben, sodass man in Radeolfzell von Lindau/München aus eben den Seehaas vor dem RE erreicht.
Gruß, Naseweiß
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![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 31.07.2012, 11:14 (vor 4996 Tagen) @ lokuloi
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 31.07.2012, 11:16
Hoi,
Mit 2019 und optimistisch hab ich jetzt eher Stuttgart 21 gemeint. Also: Allgäu-Elektrifizierung vor S21 > Netzgrafik erstmal nicht gültig.
Danke! Die kenn ich durchaus. Allerdings gilt die ja eben erst nach Inbetriebnahme von S21. Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit, und ich denke nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist. Das ist eben der Stresstestfahrplan, wo das geforderte Zugangebot abgewickelt werden kann. Das tatsächliche wird dann mit Sicherheit etwas anders aussehen. Aber das soll hier nicht zur S21-Diskusion werden.
Wie Naseweiß schon sagte, hängt nicht alles von S21 ab. Erst recht nicht der RE St. Gallen - Konstanz ab Ende 2018 und auch nicht der EC (Genève -) Zürich - München.
Dass die Fahrpläne des Regioverkehrs speziell wegen der Lindauer Bahnhofssituation in den nächsten Wochen noch mit den Ländern begutachtet werden, ist bekannt. Da spielt auch die Südbahn-Elektrifizierung eine Rolle, die ja nun überraschenderweise schon deutlich vor S21 kommen soll.
Es geht um den Anschluss Richtung Friedrichshafen, und damit nach Oberschwaben und praktisch ganz Bayern. Den wird man nicht ohne Not viel verlängern.
Die Not ist der ICE-Anschluss nach Stuttgart in Singen. Das sollte für Konstanz auch noch eine grosse Rolle spielen. Daher Knoten 00' in Singen. Wenn der IRE aus Konstanz in Radolfzell anstatt in Singen einen Knoten 00' hätte, dann wäre er erst nach der Abfahrt des ICE nach Stuttgart in Singen.
Ganz einfach: weil es über Ulm derzeit (wesentlich) schneller geht und dabei noch Biberach und Ravensburg mit angeschlossen werden.
Naja. Du musst's ja wissen ;) Ich für meinen Teil bin inzwischen doch das ein oder andere Mal Konstanz - München über Radolfzell und Ulm gefahren, und hatte da nie nennenswerte Probleme, erst recht nicht auf der Bodenseegürtelbahn. Gerade der IRE Radolfzell - Ulm hat eine Reisegeschwindigkeit, die nicht zu verachten ist.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich nicht von München nach Schaffhausen wollte, sondern von Buchloe nach Schaffhausen. Dann fährt man eben nicht über Ulm und ist darauf angewiesen, dass das Konstrukt über Lindau - Friedrichshafen funktioniert.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
lokuloi, Dienstag, 31.07.2012, 17:59 (vor 4995 Tagen) @ Twindexx
Wie Naseweiß schon sagte, hängt nicht alles von S21 ab. Erst recht nicht der RE St. Gallen - Konstanz ab Ende 2018 und auch nicht der EC (Genève -) Zürich - München
Das wollte ich auch gar nicht behaupten. Mir ging es nur um den Anschluss und die die Umsteigezeit in Radolfzell. Aber...
Es geht um den Anschluss Richtung Friedrichshafen, und damit nach Oberschwaben und praktisch ganz Bayern. Den wird man nicht ohne Not viel verlängern.
Die Not ist der ICE-Anschluss nach Stuttgart in Singen. Das sollte für Konstanz auch noch eine grosse Rolle spielen. Daher Knoten 00' in Singen. Wenn der IRE aus Konstanz in Radolfzell anstatt in Singen einen Knoten 00' hätte, dann wäre er erst nach der Abfahrt des ICE nach Stuttgart in Singen.
... die hängt wohl eher an der dann neuen Situation in Schaffhausen, und nicht an S21.
Aber, ob jeztt 3:15 oder 3:20 über Radolfzell, mir ging es vor allem darum:
Die Fahrzeit Lindau - Konstanz über St. Gallen oder Radolfzell dürfte sich auch nach abgeschlossenen Ausbauten in der Schweiz nicht wesentlich unterscheiden, um hier die Fahrgäste auf den Schweizer Weg umzubiegen.
Am schönsten ist's sowieso übern See :-)
Ganz einfach: weil es über Ulm derzeit (wesentlich) schneller geht und dabei noch Biberach und Ravensburg mit angeschlossen werden.
Naja. Du musst's ja wissen ;) Ich für meinen Teil bin inzwischen doch das ein oder andere Mal Konstanz - München über Radolfzell und Ulm gefahren, und hatte da nie nennenswerte Probleme, erst recht nicht auf der Bodenseegürtelbahn. Gerade der IRE Radolfzell - Ulm hat eine Reisegeschwindigkeit, die nicht zu verachten ist.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich nicht von München nach Schaffhausen wollte, sondern von Buchloe nach Schaffhausen. Dann fährt man eben nicht über Ulm und ist darauf angewiesen, dass das Konstrukt über Lindau - Friedrichshafen funktioniert.
Ja. Buchloe - Schaffhausen gibt's alle zwei Stunden, ganz ohne ECs, in 3:20. Die Anschlüsse sollten da eigentlich schon abgewartet werden, kann's jetzt aber nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.
Der Weg mit EC und Umsteigen in Winterthur ist länger, und gibt's halt nur 3x am Tag. Und für die meisten (deutschen)ist er auch teurer.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Gruß,
Uli
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 31.07.2012, 19:57 (vor 4995 Tagen) @ lokuloi
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 31.07.2012, 19:58
Hoi,
Aber die hängt wohl eher an der dann neuen Situation in Schaffhausen, und nicht an S21.
Das ist schon klar, schreibe ich ja die ganze Zeit. Ich habe nur die S21-Netzgrafik verlinkt, weil da vieles einfach mit drauf ist. Vieles auf dieser Netzgrafik, vorallem der Teil, der für unsere Diskussion interessant ist, ist unabhängig von S21. Das ist ein möglicher Zielfahrplan, den SMA aus verschiedenen Studien zusammengesetzt hat. Der Teil mit Hochrhein- und Bodenseegürtelbahn entstammt dieser Studie: http://www.sh.ch/fileadmin/Redaktoren/Dokumente/Medienmitteilungen/2009/Hochrheinbahn.pdf
Vorallem diese Teile sollen deutlich vor S21 umgesetzt werden. Und damit ist diese Studie für deine Fahrplanberechnungen im Jahr xxxx elementar (in dem Fall sprachen wir vom Fahrplanjahr 2019).
Der bestimmende Faktor ist nunmal, dass der IRE von/nach Konstanz keinen Knoten 00' mehr in Radolfzell haben wird. Der wird sich nach Singen verschieben. Von schweizer Seite wird der Ausbau der Verbindung Zürich - Stuttgart in diesem Dezember abgeschlossen. Der IC erreicht dann Singen aus Richtung Zürich kurz vor der 00' (müsste ziemlich genau die Minute 58' sein). Das Problem ist, dass Deutschland und die DB zwar an einen gültigen Staatsvertrag mit der Schweiz gebunden sind ( http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_742_140_313_69/a3.html ), aber man dort scheinbar nicht besonders scharf drauf ist, diesen Vertrag auch einhalten zu wollen.
Die ab Dezember 2012 zwischen Zürich und Singen gewonnene Fahrzeit wird deshalb vorerst in Singen wieder abgebummelt.
Die Fahrzeit Lindau - Konstanz über St. Gallen oder Radolfzell dürfte sich auch nach abgeschlossenen Ausbauten in der Schweiz nicht wesentlich unterscheiden, um hier die Fahrgäste auf den Schweizer Weg umzubiegen.
Man hätte halt schon den Vorteil, nur einmal umsteigen zu müssen anstatt zweimal. Der Komfort eines Elektrozuges ist auch höher, als der eines Dieselzuges. Dann gäbe es noch das Argument, dass ein Umstieg in St. Gallen deutlich bequemer ist, als in Radolfzell (oder ist der Bahnhof in Radolfzell mittlerweile in einem zeitgemässen Zustand?).
Ja. Buchloe - Schaffhausen gibt's alle zwei Stunden, ganz ohne ECs, in 3:20. Die Anschlüsse sollten da eigentlich schon abgewartet werden, kann's jetzt aber nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.
Damals war die schnellste Verbindung mit EC 194, Buchloe ab 13:18 Uhr. In Lindau gab es dann einen knappen Anschluss auf einen 611er als Regiozug nach Friedrichshafen. Dort fuhr dann der IRE nach Basel. So schaffte ich Buchloe-Schaffhausen in knapp 3 h, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.
Der Weg mit EC und Umsteigen in Winterthur ist länger, und gibt's halt nur 3x am Tag. Und für die meisten (deutschen)ist er auch teurer.
Der EC fährt viermal am Tag. Die DB wird dazu eingeladen, mal ihren Teil des Vertrags zu erfüllen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
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lokuloi, Dienstag, 31.07.2012, 20:07 (vor 4995 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Aber die hängt wohl eher an der dann neuen Situation in Schaffhausen, und nicht an S21.
Das ist schon klar, schreibe ich ja die ganze Zeit.
Ich wollte Dir auch nicht widersprechen, sondern Dir recht geben ;)
Man hätte halt schon den Vorteil, nur einmal umsteigen zu müssen anstatt zweimal. Der Komfort eines Elektrozuges ist auch höher, als der eines Dieselzuges. Dann gäbe es noch das Argument, dass ein Umstieg in St. Gallen deutlich bequemer ist, als in Radolfzell (oder ist der Bahnhof in Radolfzell mittlerweile in einem zeitgemässen Zustand?).
Also mir ist in Radolfzell nichts negatives aufgefallen. Zeitgemäß ist in dem Zusammenhang dann dehnbar :)
Damals war die schnellste Verbindung mit EC 194, Buchloe ab 13:18 Uhr. In Lindau gab es dann einen knappen Anschluss auf einen 611er als Regiozug nach Friedrichshafen. Dort fuhr dann der IRE nach Basel. So schaffte ich Buchloe-Schaffhausen in knapp 3 h, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.
Nun ist Buchloe - Schaffhausen wirklich nicht so die bedeutende Verbindung, dass das die "Planungsgrundlage" wäre.
München - Friedrichshafen geht über Ulm. Für Buchloe - Friedrichhafen ist es sinnvoll die Verbindung über Kempten zu Verknüpfen. Kempten ist doch mit Abstand die wichtiste Stadt im Allgäu.
Der Weg mit EC und Umsteigen in Winterthur ist länger, und gibt's halt nur 3x am Tag. Und für die meisten (deutschen)ist er auch teurer.
Aber nur dreimal über Memmingen. Über Kempten ist's noch mla ein wenig länger.
Der EC fährt viermal am Tag. Die DB wird dazu eingeladen, mal ihren Teil des Vertrags zu erfüllen.
Einerseits ja, anderseits musst Du zugeben, dass es aus deutscher Sicht, ja selbst aus bayrischer, sicherlich dringendere Ausbauten gibt als München - Lindau, vor allem über Memmingen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Grüße aus Südbayern.
Uli
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 31.07.2012, 22:13 (vor 4995 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Also mir ist in Radolfzell nichts negatives aufgefallen. Zeitgemäß ist in dem Zusammenhang dann dehnbar :)
Zweitgemäss wäre beispielsweise ein modernes Kundeninformationssystem (visuell und akustisch), ein barrierefreier Zugang zu den Perrons und in die Züge (55-cm-Perrons und Rampen oder Lifte zu den Perrons), taktiles Blindenleitsystem, helle und feundliche Unterführung, Sitzbänke mit Wetterschutz, Touchscreen-Billettautomaten und der optische Zustand der Anlagen (Kein Unkraut etc.).
Nun ist Buchloe - Schaffhausen wirklich nicht so die bedeutende Verbindung, dass das die "Planungsgrundlage" wäre.
Hier merkt man aber eindeutig den Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland. Wir versuchen, es möglichst allen recht zu machen und beziehen sämtliche Bedürfnisse in die langfristige Fahrplanplanung mit ein. Auf diese Planung stützt sich dann die Infrastrukturplanung mit gesicherter Finanzierung.
In Deutschland sagt man dann schnell mal, dass eine Verbindung weniger wichtig ist wie eine andere und nimmt es dann hin, wenn sich die Umsteigebeziehungen und Fahrzeiten mal verschlechtern.
München - Friedrichshafen geht über Ulm.
Das wird sich zeigen, ob das nach den Ausbauten auch noch so ist.
Für Buchloe - Friedrichhafen ist es sinnvoll die Verbindung über Kempten zu Verknüpfen. Kempten ist doch mit Abstand die wichtiste Stadt im Allgäu.
Dass Kempten wichtiger als Memmingen ist, ist mir durchaus bewusst. Aber schau mal her, Memmingen hat über 41'000 Einwohner. In der Schweiz würde das mindestens den Halbstundentakt im Regionalverkehr und den Stundentakt im Fernverkehr bedeuten. Für Kempten wäre natürlich zusätzlich ein ähnlich dimensioniertes Angebot einzuführen.
Einerseits ja, anderseits musst Du zugeben, dass es aus deutscher Sicht, ja selbst aus bayrischer, sicherlich dringendere Ausbauten gibt als München - Lindau, vor allem über Memmingen.
Wenn die so dringend wären, warum schafft man es dann seit Jahren nicht, dafür das nötige Geld bereitzustellen? Aus schweizer Sicht sind uns diese Diskussionen um die deutsche Nachlässigkeit langsam leid. Der Ausbau wurde 1996 im Vertrag von Lugano verbindlich vereinbart. Die Ausbauten müssen bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Wir haben diese Frist um fünf Jahre verlängert und sind so Deutschland sogar noch etwas entgegen gekommen. Wir haben sogar 50 Mio € locker gemacht, um das Projekt Lindau-Geltendorf aktiv zu unterstützen. Es handelt sich ihr um eine wachstumsstarke (pro Jahr +7%) internationale Fernverkehrsverbindung zwischen zwei bedeutenden europäischen Wirtschaftszentren. Es sollte für Deutschland eigentlich peinlich sein, wenn man es trotz finanzieller Unterstützung in 20 Jahren nicht schafft, einen Staatsvertrag einzuhalten.
Und was Memmingen angeht: Erstens ist Memmingen gar nicht so unbedeutend und zweitens wollte man von schweizer Seite auch die Strecke via Kempten ausgebaut sehen. Der DB war das aber zu teuer und sie wollte nur die Strecke via Memmingen elektrifizieren.
Abgesehen davon ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines Ausbaus der Strecke Zürich-München mehr als überzeugend. Da gibt's von den angeblich in Deutschland besonders wichtigen Projekten einige, die nicht dieses Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Memmingen und Kempten, Eisenbahnbudget
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 01.08.2012, 10:44 (vor 4995 Tagen) @ Twindexx
Hallo Twindexx,
Hier merkt man aber eindeutig den Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland. Wir versuchen, es möglichst allen recht zu machen und beziehen sämtliche Bedürfnisse in die langfristige Fahrplanplanung mit ein. Auf diese Planung stützt sich dann die Infrastrukturplanung mit gesicherter Finanzierung.
In Deutschland sagt man dann schnell mal, dass eine Verbindung weniger wichtig ist wie eine andere und nimmt es dann hin, wenn sich die Umsteigebeziehungen und Fahrzeiten mal verschlechtern.
Bei uns gibt es auch einen interessanten Fall: ab Dezember 2012 soll die Strecke Eindhoven-Sittard 15-Minuten-IC-Takt haben, während die viel wichtigere Strecke Eindhoven-Dordrecht nach wie vor mit Halbstundentakt auskommen muss (Tilburg und Breda haben jeweils etwa genauso viele Einwohner als Weert, Roermond und Sittard zusammen).
Grund dafür ist, dass der 15-Minutentakt Eindhoven-Sittard mit der vorhandenen Infra leichter machbar ist. Wichtiger Knackpunkt bei Eindhoven-Dordrecht sind die Cargos die trotz Betuweroute immer noch relativ oft via Brabantroute (Rotterdam-Venlo) fahren.
Na gut, ich soll nicht meckern; Tilburg-Breda hat 15-Minuten-IC-Takt und zwischen Breda-Rotterdam liegt die HSL-Zuid mit zusätzlichem Halbstundentakt.
Für Buchloe - Friedrichhafen ist es sinnvoll die Verbindung über Kempten zu Verknüpfen. Kempten ist doch mit Abstand die wichtiste Stadt im Allgäu.
Dass Kempten wichtiger als Memmingen ist, ist mir durchaus bewusst. Aber schau mal her, Memmingen hat über 41'000 Einwohner. In der Schweiz würde das mindestens den Halbstundentakt im Regionalverkehr und den Stundentakt im Fernverkehr bedeuten. Für Kempten wäre natürlich zusätzlich ein ähnlich dimensioniertes Angebot einzuführen.
Immer wieder diese Zahlenvergleiche (mea culpa).
1. wenn schon absolute Zahlen, dann sollte man (Kandidat-)Bahnfahrer vergleichen und nicht Einwohner. In CH fahren relativ betrachtet weit mehr Leute Bahn als in DE und NL. Dann ist es auch logisch dass Memmingen und Kempten weniger Bahnangebot haben als ähnlich große Städte in CH.
2. wo befinden sich diese 41.000 Einwohner? Bei uns hat Weert 48.000, Roermond 46.000, Sittard 49.000 Einwohner. Alles IC-Städte mit Halbstundentakt. Houten hat auch 48.000 Einwohner aber dort rasen die ICs vorbei, weil Houten nur 10 km von Utrecht entfernt ist und die 3 genannten Provinzstädte ein oberflächenmäßig großes Einzugsgebiet haben. Nicht umsonst hält der IC Stuttgart-Nürnberg auch öfter als der IC Stuttgart-Rheintal-Köln.
Wenn diese Ausbauten so dringend wären, warum schafft man es dann seit Jahren nicht, dafür das nötige Geld bereitzustellen?
CHF und EUR dürfen zwar unterschiedliche Währungen sein, aber beide haben die Eigenschaft, dass man sie nur einmal ausgeben kann.
3. Vielleicht sollen diese 41.000 Einwohner Memmingens als Prozentzahl der Gesamtbevölkerung des Landes betrachtet werden, ggf. dimensioniert auf Eisenbahnbudget (das in DE pro Einwohner weniger ist als in CH).
Für uns ist z.B. die Verlängerung der Betuweroute (Emmerich-Oberhausen) sehr wichtig, aber in Deutschland ist die Strecke eher eine Nebenbahn.
Na gut, ich soll nicht nörgeln; Deutschland meckert ja auch dass die ICEs zwischen Arnhem und Amsterdam nicht anständig vorankommen, weil Prorail ständig verweigert die Strecke zu ICE-Anstand auszubauen.
(ob dort 200 oder mehr km/h lohnen ist, ein anderes Thema)
Und das während man zwischen Amsterdam-Belgien eine 300 km/h Rennbahn hat.
Und was Memmingen angeht: Erstens ist Memmingen gar nicht so unbedeutend und zweitens wollte man von schweizer Seite auch die Strecke via Kempten ausgebaut sehen. Der DB war das aber zu teuer und sie wollte nur die Strecke via Memmingen elektrifizieren.
Zu 1: nach NL-Vorbild hätten dort längst "IC"s in Stundentakt gefahren, sowohl Ulm-Kempten als München-Lindau.
Na gut, lassen wir mal sagen: der IR wurde nicht ohne Grund abgeschafft...
Zu 2: demnach müsste man bei uns statt HSL-Zuid eigentlich 2 "Rennbahnen" bauen: Amsterdam-Den Haag-Rotterdam-Breda und Amsterdam-Utrecht-Breda
(dann wären Verlängerungen wie Utrecht-Arnhem und ggf. Utrecht-Eindhoven ja auch leichter machbar gewesen)
Selbstverständlich ist das bei uns auch nicht passiert, aus demselben Gründen welche DB hat.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
lokuloi, Mittwoch, 01.08.2012, 12:39 (vor 4995 Tagen) @ Twindexx
Hallo!
Hoi,
Nun wird das ganze ja doch etwas grundsätzlicher. Eigentlich ging's ja um die Verbindung Konstanz - München. Dabei darum, dass auch nach Ausbau Allgäu der Weg über St. Gallen wohl nicht wesentlich schneller wird als der über Radolfzell.
Wenn doch - mir soll's nur recht sein. Mich stört eher, dass er im Moment über das Südufer so lange dauert, und das liegt nicht nur am fehlenden Allgäuausbau.
Trotzdem noch ein paar grundsätzliche Aussagen zu den von Dir aufgeworfenen Themen, vor allem eine: Schweiz und Deutschland sind nicht vergleichbar
- Die Schweiz und Deutschland sind bezüglich der Bevölkerungsverteilung sehr unteschiedlich.
Eine Stadt wie Memmingen (40.000 Einwohner. Im Mitten vom nichts, das Unterallgäu ist nun mal recht dünn besiedelt) gibt's in der Schweiz eigentlich nicht. Im "nichts" sind die Städte kleiner, wo die Städte größer sind, ist auch außenherum viel mehr. Vergleichbar wäre vielleicht La Chaux-de-Fonds, da gibt's auch keinen Fernverkehr - nichtmal Direktverbindungen nach Bern, Zürich oder Genf (Memmingen hat Direktverbindungen nach Augsburg und München)
- Dass in der Schweiz mehr Bahn gefahren wird ist kar und steht eigentlich auch nicht zur Diskussion
Demenstsprechend muss man auch die Taktfrequenzen sehen. Sicher, wenn doppelt soviele Menschen Bahn fahren, wird die Taktfreuqenz auf vergleichbaren Strecken in CH mindestens doppelt so hoch sein. Ein besseres Angebot würde sicher auch mehr Nachfrage erzeugen, klar. Aber umgekehrt muss man auch das Angebot an der bestehenden Nachfrage ausrichten.
- Eine Verbindung wie Buchloe - Schaffhausen gibt's in der Schweiz gar nicht.
Da ist nämlich das Land schon zu Ende. Von Bayern aus muss man nach Schaffhausen ja schon ins übernächste Land. Trotzdem gibt's hier einen Zweistundentakt mit guter Fahrzeit, und aufeinander abgestimmten Umsteigehalten (insg. nur 10 Minuten Umsteigedauer). Die zu benutzenden Züge entsprechen mindestens auf den Teilstrecken Buchloe - Lindau und Friedrichhafen - Schaffhausen von Fahrzeit und Haltestellenabstand Schweizer Fernverkehr.
- Einen EC wie München - Lindau gäb's in der Schweiz gar nicht.
Demenstprechend kann man auch nicht sagen, der EC hätte in der Schweiz in Lindau Anschluss. Einen Zug, der auf 200km nur 2mal hält und auf eine Reisegeschwindigkeit von 90 km/h kommt, gibt's in der Schweiz nicht. Erst Recht nicht außerhalb der Achse Zürich - Bern. Dort gäbe es nur in Geschwindigkeit und Haltepolitik mit dem Alex oder den REs München/Augsburg - Lindau vergleichbare Angebote.
- wichtigere Verbindungen
Ich würd' mich freuen, wenn Müchen - Zürich schneller wird. Trotzdem sind natürlich Verbindungen wie München - Berlin, München - Stuttgart oder auch München - Wien bedeutender. Dass insgesamt in Deutschland zu wenig in Eisenbahnstrecken investiert wird, sind sich wohl die meisten einig (wenn ich mich richtig erinnere ca. 6 mal weniger pro Kopf als CH). Aber man muss halt das vorhandene Geld dann dementsprechend sparsam einsetzen. Und was Staatsverträge angeht, sind wohl andere Länder auch nicht besser, vor allem bei bedeutenderen Themen, als eine "kleine" Eisenbahnstrecke.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Grüße,
Uli
Neue Fernbuslinie München-Konstanz-Zürich
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 02.08.2012, 02:30 (vor 4994 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Wenn doch - mir soll's nur recht sein. Mich stört eher, dass er im Moment über das Südufer so lange dauert, und das liegt nicht nur am fehlenden Allgäuausbau.
Dafür gibt es am Südufer einen durchgehenden Halbstundentakt, der in einen integralen Taktfahrplan integriert ist. Und nun wird zusätzlich zu diesem bestehenden Angebot bis Ende 2018 ein neuer stündlicher RegioExpress St. Gallen - Romanshorn - Kreuzlingen Hafen - Konstanz mit einer Fahrzeit von 32-36 Minuten eingeführt. Dafür werden auf schweizer Seite 60 Mio CHF in den Ausbau der Bahninfrastruktur investiert. Das Ziel ist, diesen RE mindestens alle zwei Stunden nach Singen zu führen, wo dann ein direkter Anschluss an den ICE nach Stuttgart besteht. Damit soll dann die Fahrzeit St. Gallen - Stuttgart auf unter zweieinhalb Stunden sinken.
Trotzdem noch ein paar grundsätzliche Aussagen zu den von Dir aufgeworfenen Themen, vor allem eine: Schweiz und Deutschland sind nicht vergleichbar
Da gebe ich dir Recht.
Eine Stadt wie Memmingen (40.000 Einwohner. Im Mitten vom nichts, das Unterallgäu ist nun mal recht dünn besiedelt) gibt's in der Schweiz eigentlich nicht. Im "nichts" sind die Städte kleiner, wo die Städte größer sind, ist auch außenherum viel mehr. Vergleichbar wäre vielleicht La Chaux-de-Fonds, da gibt's auch keinen Fernverkehr - nichtmal Direktverbindungen nach Bern, Zürich oder Genf (Memmingen hat Direktverbindungen nach Augsburg und München)
Google mal nach dem Projekt TransRUN. Ende September wird es dazu im Kanton Neuchâtel zur Volksabstimmung kommen. Bei positivem Ausgang soll das 850 Mio CHF teure Projekt noch in diesem Jahrzehnt umgesetzt werden.
Das Projekt sieht eine NBS Neuchâtel - La Chaux-de-Fonds vor, mit der die Fahrzeit zwischen diesen beiden Orten von derzeit knapp 30 auf knapp 15 Minuten reduziert werden soll. Mit einem neuen Angebot von Direktzügen La Chaux-de-Fonds - Lausanne soll die Fahrzeit zwischen diesen beiden Städten auf unter eine Stunde sinken. Da man in La Chaux-de-Fonds französisch spricht, dürfte eine Direktverbindung nach Lausanne eher dem Bedürfnis entsprechen als eine Direktverbindung nach Bern. In Neuchâtel wird man aber gute und direkte Anschlüsse nach Bern vorfinden. Die Fahrzeit La Chaux-de-Fonds - Bern wird so ebenfalls auf deutlich unter eine Stunde reduziert.
Trotzdem sind natürlich Verbindungen wie München - Berlin, München - Stuttgart oder auch München - Wien bedeutender.
Gibt's da auch jährliche Fahrgastzuwächse von 7% ohne dass das Angebot verbessert wird?
Dass Zürich-München mit einem so schlechten Angebot derartige Fahrgastzuwächse verzeichnet, zeigt, dass hier bedeutendes Potenzial brachliegt und die Strecke gar nicht so unbedeutend ist.
Und was Staatsverträge angeht, sind wohl andere Länder auch nicht besser, vor allem bei bedeutenderen Themen, als eine "kleine" Eisenbahnstrecke.
Mit Frankreich haben wir auch so einen Mitfinanzierungsvertrag abgeschlossen (zur gleichen Zeit, wie auch die Mitfinanzierung von Lindau-Geltendorf vereinbart wurde.). Nur die haben die von der Schweiz mitfinanzierte LGV Rhin-Rhône schon in Betrieb. Die Franzosen haben das also irgendwie hinbekommen. Denen musste niemand ein zweites Mal sagen, dass sie da einen Haufen Geld geschenkt bekommen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Rund um den Allgäuausbau
lokuloi, Donnerstag, 02.08.2012, 19:09 (vor 4993 Tagen) @ Twindexx
Hoi,
Servus!
Und nun wird zusätzlich zu diesem bestehenden Angebot bis Ende 2018 ein neuer stündlicher RegioExpress St. Gallen - Romanshorn - Kreuzlingen Hafen - Konstanz mit einer Fahrzeit von 32-36 Minuten eingeführt. Dafür werden auf schweizer Seite 60 Mio CHF in den Ausbau der Bahninfrastruktur investiert.
Ja. Das ist dann ein schönes Angebot, das ich dann vielleicht sogar mal nutzen werden, wenn's soweit ist. Im Moment ist in der Relation München - Schweiz - Konstanz viermal Umsteigen angesagt. Das wär' nix für mich :-), zumindest nicht auf der Fahrt in den Kurzurlaub.
Eine Stadt wie Memmingen (40.000 Einwohner. Im Mitten vom nichts, das Unterallgäu ist nun mal recht dünn besiedelt) gibt's in der Schweiz eigentlich nicht. Im "nichts" sind die Städte kleiner, wo die Städte größer sind, ist auch außenherum viel mehr. Vergleichbar wäre vielleicht La Chaux-de-Fonds, da gibt's auch keinen Fernverkehr - nichtmal Direktverbindungen nach Bern, Zürich oder Genf (Memmingen hat Direktverbindungen nach Augsburg und München)
Google mal nach dem Projekt TransRUN. Ende September wird es dazu im Kanton Neuchâtel zur Volksabstimmung kommen. Bei positivem Ausgang soll das 850 Mio CHF teure Projekt noch in diesem Jahrzehnt umgesetzt werden.
Das Projekt sieht eine NBS Neuchâtel - La Chaux-de-Fonds vor, mit der die Fahrzeit zwischen diesen beiden Orten von derzeit knapp 30 auf knapp 15 Minuten reduziert werden soll. Mit einem neuen Angebot von Direktzügen La Chaux-de-Fonds - Lausanne soll die Fahrzeit zwischen diesen beiden Städten auf unter eine Stunde sinken. Da man in La Chaux-de-Fonds französisch spricht, dürfte eine Direktverbindung nach Lausanne eher dem Bedürfnis entsprechen als eine Direktverbindung nach Bern. In Neuchâtel wird man aber gute und direkte Anschlüsse nach Bern vorfinden. Die Fahrzeit La Chaux-de-Fonds - Bern wird so ebenfalls auf deutlich unter eine Stunde reduziert.
Interessantes Projekt, ja. Zwecks der franzöischen Sprache hab ich oben Genf als Beispiel aufgeführt. Gut, Lausanne ist auch gut, wenn's die Leute aus La Chaux-de-Fonds eher dahin zieht. Bezweifelt ja niemand, dass sich in der Schweiz einiges tut.
Trotzdem sind natürlich Verbindungen wie München - Berlin, München - Stuttgart oder auch München - Wien bedeutender.
Gibt's da auch jährliche Fahrgastzuwächse von 7% ohne dass das Angebot verbessert wird?
Die Zuwächse im Flugverkehr zwischen München und Berlin dürften in dem Bereich liegen. Und liegen dabei auf einem wesentlich höheren Ausgangniveau als zwischen München und Zürich.
München - Wien kann man so nicht sagen, da es hier ja erhebliche Angeotsverbsserungen gab und gibt. Die Frequenz wurde deutlich erhöht, und demnächst wird es auf österreichischer Seite auch zu Fahrtzeitverkürzungen kommen. Hier hätten die Österreicher eher Grund zur Beschwerde. Dort werden echte Hochleistungsstrecken gebaut, zwischen Salzburg und München bummelt man nur dahin (relativ gesehen).
Während durch den Ausbau München - Lindau ja nur der alte Geschwindigkeitsvorsprung wieder hergestellt wird. Mit den schweizer Ausbauten dürfte die Geschwindigkeit Zürich - St. Magrethen auch irgendwo bei 90 km/h liegen. Durch den Ausbau im Allgäu wird dann der deutsche Ast wieder schneller als der Schweizer.
Dass Zürich-München mit einem so schlechten Angebot derartige Fahrgastzuwächse verzeichnet, zeigt, dass hier bedeutendes Potenzial brachliegt und die Strecke gar nicht so unbedeutend ist.
Oder, wenn man böse sein will: dass das Angebot gar nicht so schlecht ist, wie Du es hier schreibst. Unbedeutend ist die Strecke sicher nicht, nein.
Und was Staatsverträge angeht, sind wohl andere Länder auch nicht besser, vor allem bei bedeutenderen Themen, als eine "kleine" Eisenbahnstrecke.
Mit Frankreich haben wir auch so einen Mitfinanzierungsvertrag abgeschlossen (zur gleichen Zeit, wie auch die Mitfinanzierung von Lindau-Geltendorf vereinbart wurde.). Nur die haben die von der Schweiz mitfinanzierte LGV Rhin-Rhône schon in Betrieb. Die Franzosen haben das also irgendwie hinbekommen. Denen musste niemand ein zweites Mal sagen, dass sie da einen Haufen Geld geschenkt bekommen.
Auch das ist m.M.n. nicht vergleichbar. Die LGV Rhin-Rhône ist in erster Linie innerfranzösisch bedingt und bringt da sowohl in Richtung Paris als auch in Richtung Lyon und Marseille für die Städte entlang der Strecke und im Norden davon erhebliche Fahrzeitvorteile. Die Beschleunigung der Fahrzeiten in die Schweiz ist mehr ein netter Nebeneffekt. Die Franzosen hätten die Strecke sowieso gebaut.
Aus deutscher Sicht ist der Ausbau München - Lindau nicht wirklich notwendig. Wenn man schneller nach Zürich will, wäre da ein Ausbau Augsburg - Ulm - FN - Singen viel intessanter (siehe anderes Posting). Der Ausbau dient ja auch aus Schweizer Sicht in erster Linie dem "HGV-Anschluss Ostschweiz". Der ist aus deutscher Sicht nicht so interessant. Das einzige ist dann wirklich die schnellere Fahrzeit München - Zürich, also eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung - aus deutscher Sicht weitgehend ohne Netzwirkung.
Da haben ja die Österreicher noch mehr Interesse am Allgäuausbau, da dann Vorarlberg - Salzburg - Wien über München schneller sein könnte ;).
Grüsse aus der Ostschweiz.
Gruß,
Uli
Rund um den Allgäuausbau
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 03.08.2012, 01:18 (vor 4993 Tagen) @ lokuloi
Hoi,
Im Moment ist in der Relation München - Schweiz - Konstanz viermal Umsteigen angesagt. Das wär' nix für mich :-), zumindest nicht auf der Fahrt in den Kurzurlaub.
Da stimme ich dir zu. Letzten Dezember hat thurbo an Samstagen im Stundentakt Extrazüge St. Gallen - Romanshorn (- Kreuzlingen) - Konstanz geführt, die die Strecke Konstanz - St. Gallen in 44 Minuten zurücklegten. Gegenüber den normalerweise 70 Minuten mit ein- bis zweimal Umsteigen eine bedeutende Verbesserung. Das ging aber nur, weil an Samstagen die HVZ-Verstärker auf anderen Linien nicht fahren und weil der Güterverkehr am Wochenende geringer ist. Für den neuen Schnellzug werden ja einige neue Kreuzungsmöglichkeiten geschaffen.
Interessantes Projekt, ja. Zwecks der franzöischen Sprache hab ich oben Genf als Beispiel aufgeführt. Gut, Lausanne ist auch gut, wenn's die Leute aus La Chaux-de-Fonds eher dahin zieht. Bezweifelt ja niemand, dass sich in der Schweiz einiges tut.
Aus nationaler Sicht ist Lausanne etwas bedeutender als Genève. Man muss sich aus Richtung Neuchâtel-Yverdon entscheiden, ob der Zug nach Lausanne oder Genève fährt, beides ginge nur mit Richtungswechsel in Lausanne. Lausanne hat noch den Vorteil, einen Anschluss ins Wallis herzustellen. Nach Genève und weiter nach Frankreich kommt man immer auch noch von Lausanne aus.
Oder, wenn man böse sein will: dass das Angebot gar nicht so schlecht ist, wie Du es hier schreibst.
Viermal am Tag mit bis zu fünf Stunden langen Lücken. Das ist ein vorsintflutartiges Angebot, das mit dem Prädikat „Gut“ nicht mal im entferntesten etwas zu tun hat.
Es wird ja nur ein lückenloser 2-h-Takt mit acht Zugspaaren am Tag gewünscht. Normal ist man sich in der Schweiz einen Halbstundentakt gewöhnt.
Aus deutscher Sicht ist der Ausbau München - Lindau nicht wirklich notwendig. Wenn man schneller nach Zürich will, wäre da ein Ausbau Augsburg - Ulm - FN - Singen viel intessanter (siehe anderes Posting).
Das hätte sich Deutschland vor der Unterschrift unter dem Staatsvertrag überlegen müssen und dies auch offen und ehrlich zugeben müssen. Haben sie aber nicht. Deutschland hat mit dieser Unterschrift erklärt, das Projekt bis Ende 2015 umsetzen zu wollen. Mit der Unterschrift hat sich Deutschland auch mit den Bedingungen einverstanden erklärt.
Das Land Bayern hat übrigens auch einen Haufen Geld für das Projekt Lindau-Geltendorf gesprochen. So unwichtig scheint es dann im Süden Deutschlands doch nicht zu sein.
Da haben ja die Österreicher noch mehr Interesse am Allgäuausbau, da dann Vorarlberg - Salzburg - Wien über München schneller sein könnte ;).
Die bauen ja auch ganz fleissig an ihrer neuen Rheinbrücke und dem Ausbau der Strecke St. Margrethen - Bregenz.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Auch DeinBus richtet zwei neue Linien in BaWü ein!
Jäkii, Montag, 30.07.2012, 14:11 (vor 4997 Tagen) @ Felix
bearbeitet von Jäkii, Montag, 30.07.2012, 14:12
Auch DeinBus richtet zwei weitere Linien (neben der bestehenden von Stuttgart über Tübingen nach München) ein. Einmal geht es von Freiburg über Schwenningen und Tübingen nach Stuttgart und das andere Mal von Freiburg über Singen nach Konstanz. Allerdings fahren die Linien von DeinBus seltener als die von MeinFernbus, dienstags und mittwochs wird z. B. gar nicht gefahren!
Somit bildet man zusammen mit MeinFernbus ein kleines Netz von fünf Linien in Baden-Württemberg mit Abstecher nach München. Ist in BaWü das größte Potential?
Und wie sieht die kommende Marktliberalisierung aus? Sind dann auch Strecken wie Frankfurt - Köln möglich, wo heute schon DeinBus jeden Freitag und Sonntag pendelt, wenn auch als "Mietbus". Potenzial für Fernbuslinien gibt es wohl eine Menge... Finde ich eigentlich auch gut, nur ist doch Bahnfahren so viel schöner... :D
Fernbuslinien (abgesehen von den Bussen nach Berlin und den Flughafenbussen) sind dann:
Frankfurt - Mainz - Kaiserslautern - Trier - Luxemburg (DeLuxExpress)
Bremen - Groningen (PublicExpress)
Stuttgart - Tübingen - München (DeinBus)
Freiburg - Schwenningen - Tübingen - München (DeinBus)
Freiburg - Singen - Konstanz (DeinBus)
Freiburg - Titisee - Friedrichshafen - München (MeinFernbus)
Konstanz - Friedrichshafen - München (MeinFernbus)
Hab ich eine vergessen?
Auch DeinBus richtet zwei neue Linien in BaWü ein!
Felix, Göttingen, Montag, 30.07.2012, 15:48 (vor 4997 Tagen) @ Jäkii
Hab ich eine vergessen?
ab9euro.de: Hamburg-Mannheim jede Nacht
touring.de: Im Sommer einmal täglich zwischen Frankfurt und Füssen über die Romantische Straße
und Berlinlinienbus fährt auch einmal täglich zwischen Dresden und München, sowie an einigen Wochentagen Dresden-Würzburg-Füssen und Dresden-Passau-Bad Füssing
Auch anderswo gibt es Konkurrenz auf Gummirädern...
oberzugfahrer, Montag, 30.07.2012, 20:46 (vor 4996 Tagen) @ Felix
...denn es gibt eine neue Fernbuslinie von Zürich über Bregenz und Memmingen nach München, die mit schweizer Kleinbussen (mit Luzerner Kennzeichen) gefahren werden. mfg
Auch anderswo gibt es Konkurrenz auf Gummirädern...
Felix, Göttingen, Montag, 30.07.2012, 22:06 (vor 4996 Tagen) @ oberzugfahrer
...denn es gibt eine neue Fernbuslinie von Zürich über Bregenz und Memmingen nach München, die mit schweizer Kleinbussen (mit Luzerner Kennzeichen) gefahren werden. mfg
Das muß dann wohl diese Firma sein. In Memmingen muß man umsteigen und die Gesamtfahrzeit bis München beträgt 5 Stunden.
Hier gibt es noch eine Firma, die Allgäu-Airport-Express heißt, die Fahrzeit beträgt hier 4:45.
Und hier noch ein ganz exklusives Busunternehmen, das nur Montag und Freitag fährt und wo die einfache Fahrt zwischen Zürich und München 149 Euro kostet.
Ich finde das Konzept von meinfernbus.de am überzeugendsten.