Jena(h)isches Quartett (55 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)
Moin!
Normalerweise sollte eine deutsche Stadt von dicht über 100.000 Einwohnern, wenn sie mehrere Bahnhöfe hat, einen Hauptbahnhof haben. Eine Stadt dieser Größenordnung, der ein Hauptbahnhof fehlt, ist Jena. Das allerdings durch die Geographie entschuldigt und führt dazu, daß es heute vier Stationen vorzustellen gilt.
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Jena liegt im Saaletal. Der Fluß fließt etwa von Süd nach Nord durchs Stadtgebiet. Die zweite wichtige Verkehrsachse läuft hingegen in Ost-West-Richtung. Ich weiß nicht, ob man hier noch von der Thüringer Städteachse sprechen kann. Solange die Postkutsche das schnellste Verkehrsmittel war, stellte die Lage kein allzugroßes Problem dar - das oder die Postämter dürfte(n) sich in der Stadt befunden haben.
Als am 30. April 1874 die Bahnstrecke zwischen Großheringen und Saalfeld eröffnet wurde, der einzige Halt auf Jenas heutigem Stadtgebiet hieß schlicht und ergreifend Jena, war auch das kein Problem. Er liegt einige 100 Meter nördlich der Altstadt im Saaletal. Es ist der heutige Saalbahnhof, also der Bahnhof der Saalebahn.
Am aber 29. Juni 1876 erhielt Jena seine zweite Bahnstrecke mit der Eröffnung der Verbindung von Weimar nach Gera. Diese bekam ihren Bahnhof, Jena Weimar-Gera, seit 1924 Jena West, westlich der Innenstadt in Hanglage.
Im Vorfeld des Baus der Weimar-Geraer-Bahn gab es Gedanken über einen gemeinsamen Bahnhof für die damals etwa 8.000 Einwohner zählende Stadt, die beiden Bahngesellschaften konnten sich nicht einigen. Mehraufwand und ungünstige Steigungsverhältnisse verhinderten einen gemeinsamen Bahnhof an beiden Standorten, auch ein Gemeinschaftbahnhof dicht an der Saale, aber im Süden der Stadt kam nicht zustande.
So kam es, daß sich die Saalbahn und die Weimar-Geraer-Bahn in Göschwitz kreuzen, damals ein Dorf südlich Jenas. Dieser Bahnhof trägt erst seit Dezember 2010 Jena im Namen, vorher hieß er Göschwitz und seit 1953 Göschwitz (Saale).
Jena Paradies betritt die Bühne im Jahr 1880 als stadtnaher Haltepunkt. Als der Fernverkehr auf der Saalbahn auf ICE-T umgestellt werden sollte, kam die Bahnhofsfrage wieder auf. Man entschied sich dafür, den Fernverkehr vom Saalbahnhof zum Paradiesbahnhof (Paradies heißt der zwischen Bahnanlagen und Saale gelegene Park) zu verlegen. Dafür baute man südlich des bisherigen Haltepunkts eine praktische Holz-Container-Konstruktion. Wem der Weg zwischen den Bahnsteigenden zu lang war, konnte die Straßenbahn nutzen: An beiden Enden befanden sich Haltestellen, die Haltestelle Paradiesbahnhof gehörte nicht dazu. Seit dem Sommerfahrplan 2005 schließlich befindet sich der Paradiesbahnhof direkt an der namensgebenden Straßenbahnhaltestelle, nördlich der ursprünglichen Station.
Die Saalbahn wird stündlich von der ICE-Verbindung Berlin - München befahren. Im Regionalverkehr trägt die RB-Verbindung zwischen Naumburg oder Großheringen und Saalfeld die Hauptlast. Loks der Baureihe 143 fahren mit drei Reichsbahn-Doppelstockwagen. Zwischen dem Saalbahnhof und Saalfeld verkehrt auch der neu eingeführte Regionalexpreß nach Nürnberg, eingesetzt werden Talent2-Triebwagen (derzeit mit Baureihe 612 nur bis Lichtenfels). Ferner verkehren in Orlamünde auf die Orlabahn nach Pößneck Oberer Bahnhof übergehende Regionalbahnen, ab demnächst mit Regioshuttles der Erfurter Bahn. Am 2. Juni waren zwei 641er eingesetzt.
Die Weimar-Geraer-Bahn ist nicht elektrifiziert, der stündliche Regionalexpreß zwischen Erfurt und Gera fährt mit der Baureihe 612, direkte Verbindungen bestehen nach Göttingen, Altenburg, Glauchau und Zwickau. Zwischen Weimar und Gera fahren Regionalbahnen mit der Baureihe 642, auch diese Verbindung wird durch die Erfurter Bahn übernommen.
Im folgenden werde ich Jena West, Göschwitz, Jena Paradies und Jena Saalbahnhof bildlich vorstellen. Die Bildtexte finden sich wie üblich unter den Bildern.
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Die kurzen Fahrten zwischen den Bahnhöfen nutzen wir für kurze Blicke auf die Straßenbahn, die am 2. Juni ihren 111. Geburtstag feierte. Alle Bilder dieses Beitrags entstanden an diesem Tag.
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1 Intermezzo: Der 1929 gebaute Wagen 26 der Jenaer Straßenbahn konnte auf dem Betriebshof fotografiert werden.
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2 Der Westbahnhof. Sein Vorbau ist jüngeren Datums (um 1908). Im Bahnhofsgebäude fotografierte ich nicht. Es macht einen guten Eindruck, auch wenn der Fahrkartenschalter samstags zu hat.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena02q67co.jpg)
3 In die Stadt nimmt man am besten den Stadtbus. Und am allerbesten zurück, da geht es nämlich bergauf.
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4 Der Tunnel führt am Empfangsgebäude vorbei.
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5 Ein Blick vom Hausbahnsteig auf den ehemaligen Inselbahnsteig.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena05e6ubq.jpg)
6 Altschwellen verhindern das Befahren des Bahnsteiges mit größeren Fahrzeugen. Die partielle Gelbfärbung soll das Benutzen der Altschwellen als Stolperschwellen verhindern helfen.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena06niu3k.jpg)
7 Vom Inselbahnsteig aus ein Blick aufs alte Stellwerk in der Nordausfahrt. Warum es so aussieht, sieht man links im Bild.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena07u2u4f.jpg)
8 Blick aufs Empfangsgebäude.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena081j7bn.jpg)
9 Gleis 3 dient als Feldweg. Sein Entfernen ermöglicht einen Zugang zum Bahnhof von der westlichen Gleisseite. Der Güterschuppen teilt das Schicksal vieler deutscher Güterschuppen.
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10 Hinter dem alten Lokschuppen (für den Schiebebetrieb in Richtung Weimar) stehen fünf versprühte Reichsbahnwagen, drei Bghw und zwei Schlafwagen.
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11 Mit diesem Übersichtbild verabschieden wir uns von Jena West. In wenigen Minuten erreichen wir Göschwitz.
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12 Intermezzo: Jena war der letzte städtische Betrieb in der ehemaligen DDR, der in größerem Stil Zweiachser aus DDR-Produktion einsetzte. Der museal erhaltene Gotha-Zug aus Triebwagen 101 (Baujahr 1958) und Beiwagen 155 (1959) vor dem Nollendorfer Hof.
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13 In Göschwitz sehen wir als erstes die Rücklichter von 642 063. Das ist nicht weiter schlimm, sind wir doch gerade ausgestiegen. Ferner sehen wir den wunderschönen Bahnsteig und das Nachbargleis, das wir nicht sehen.
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14 Göschwitz ist ein Keilbahnhof. Im Westen die elektrifizierte Saalbahn, im Osten die dieselifizierte Weimar-Geraer-Bahn. Unter hohen Bäumen das nur noch als Standort für externe Automaten genutzte Empfangsgebäude. Hier dienen Bahnsteigkantenfertigteile als Schutz gegen unbefugtes Bahnsteigbefahren.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena14et7wh.jpg)
15 Weiß-blau die Bahnsteigunterführung. Man kommt zum Eindruck, daß das die Farben Jenas sein könnten. Jenahs Farben sind es. Gleis 5 hat keine Schienen, aber einen Zugzielanzeiger. Bei Gleis 4 ist es andersherum.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena15b0uca.jpg)
16 Nach Norden fällt der Blick über den guten Bahnsteig zum ehemaligen Stellwerk. Das Zentralstellwerk B 1 wurde 1977 in Betrieb genommen. Es war keine zweieinhalb Jahrzehnte in Betrieb.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena1609utz.jpg)
17 Über Gleis 6 geht der Blick hin zur Ostseite. Hinter dem Gewerbegebiet sieht man eine kaputte Burg (der helle Fleck im Wald über dem Imbiß) und einen heilen Plattenbau. Beide gehören sie zu Jenas Stadtteil Lobeda.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena17r17wk.jpg)
18 Eine kleine Spiegelei muß sein.
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19 Wie die Stadt so der Himmel.
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20 612 117 und ein weiterer Triebwagen als Regionalexpreß nach Göttingen beschließen die Bilder von der Ostseite. Beachte den Zustand des Bahnsteiges.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena20xuuhv.jpg)
21 Durch den Bahnsteigtunnel begeben wir uns kurz auf die Ostseite der Gleise.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena21pxu6e.jpg)
22 An der Straßenbahnhaltestelle Wagen 605 auf dem Weg stadteinwärts. Durch die noch recht junge Straßenbahnstrecke hat das große Neubaugebiet Lobeda einen direkten Anschluß an den Bahnhof Göschwitz bekommen. Links im Hintergrund ist ein Bahnsteigdach zu sehen.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena22lr7sn.jpg)
23 Im Gegensatz zur Deutschen Bahn muß der Imbiß auf sich aufmerksam machen.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena230fut4.jpg)
24 Gleis 1 oder Gleis 1?
![[image]](http://www.abload.de/img/jena24j97gm.jpg)
25 Egal, die Regionalbahn nach Saalfeld hätte man über beide Aufgänge erreicht. 143 178 war am Zug.
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26 641 025 und 641 038 sind unterwegs von Pößneck nach Jena. Hier auf der elektrischen Seite ist der Bahnsteig in besserem Zustand.
![[image]](http://www.abload.de/img/jena26k0uiv.jpg)
27 Der doppelte Schildschaden ist symbolisch: Der ICE hält am abfahrtsreichsten Jenaer Bahnhof nicht. Der DB-Verkehr von Pößneck liegt in den letzten Zügen.
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28 Mit einem Blick aufs gepflegte Empfangsgebäude verlassen wir Göschwitz.
Fortsetzung folgt.
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Jena(h)isches Quartett (55 Bilder), Teil 2
Fortsetzung.
29 Intermezzo: Jüngeren Datums als die Gotha-Wagen sind die Reko-Wagen. Der Zug, bestehend aus den Wagen 134, 187 und 189 ebenfalls am Nollendorfer Hof. Diese Wagen wurden Anfang der 1970er in der S-Bahn-Hauptwerkstatt in Schöneweide gebaut.
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30 Am Paradiesbahnhof werfen wir zunächst einen Blick auf die Rückseite des Empfangsgebäudes. Einstmals befand sich der Bahnsteig zwischen den Gleisen. Wir begeben uns jetzt auf dem Bahnsteig Richtung Norden ebendort hin.
31 Die Fernwärmeleitung wurde partiell zum Parktor umfunktioniert.
32 Ein Blick über den Bahnsteig. Die Konstruktion deutet eine Bahnsteighalle an.
33 Die Paradiesbrücke mit schweinchenrosa Masten dient nur der Straßenbahn, Fußgängern und Radfahrern. Links im Bild der Jenzig.
34 Paradiesbahnhof, das ehemalige Uni-Hochhaus, die neogotische Heimat einer Burschenschaft sowie die Stadtkirche St. Michael sind dauerhafte Bestandteile Jenas.
35 Der Blick über den einzigen Treppenabgang zeigt die parknahe Lage.
36 Von hinten sieht es nicht gerade einladend aus.
37 Jena ist das Zentrum der Eisenbahnwelt. Noch.
38 Der Eingang zur kleinen Bahnhofshalle.
39 Vor dem Bahnhof die Haltestelle der Straßenbahnlinie 1 nach Winzerla. Die Linien nach Lobeda halten weiter nördlich, noch dichter am Zugang zum Bahnsteig. Links das Volksbad.
40 Etwa auf Höhe der gerade Richtung Innenstadt fahrenden Partybahn 666 (ein Düwag-Sechsachser, ex-Heidelberg 221) befindet sich der Bahnhofseingang. Rechts der neugestaltete Busbahnhof.
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41 Intermezzo: Heute werden im Planverkehr ausschließlich Zweirichtungs-Niederflurwagen vom Typ GT6M eingesetzt. Wagen 606 verläßt die Endstelle im ehemaligen Carl-Zeiß-Werk durch die charakteristische Hausdurchfahrt.
Zur Verstärkung erhält Jenah demnächst als erster deutsche Betrieb Traminos des polnischen Herstellers Solaris.
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42 Einige Wünsche offen läßt das Foto der Bushaltestelle Saalbahnhof:
- Auto im Bild
- Auto abgeschnitten
- Wartehalle abgeschnitten
- Keine Straße zu sehen
- Kein Bahnhof zu sehen
Ich zeige es trotzdem, ein anderes gibt es nicht.
Rechts im Bild übrigens das Empfangsgebäude des Saalbahnhofs.
43 Der Saalbahnhof. Irgendwie merkwürdig.
- Bahnhofsuhr kaputt
- Keine DB-Fahne
- Keine Taxen
- Komische Streifen auf der kombinieren Tür-und-Fenster-Front
- Aufkleber, denen zufolge das Mitbringen eigener Getränke nicht gestattet ist
Des Rätsels Lösung: Die Halle dient keinen Bahnzwecken mehr.
44 Die Scheiben waren zwar dreckig, aber nicht so dreckig als daß man nicht hätte hindurchfotografieren können.
Die Halle ist leer. Ein Schild verbietet Unbefugten hier den Zugang zum Bahnsteigtunnel. Die Uhr ist kaputt, ansonsten hätte sie um 12:23 Uhr nicht 11:40 Uhr angezeigt.
45 Wohin das Passieren der offenstehenden Tür führt weiß ich nicht. Das Wandbild über dem ehemaligen Fahrkartenschalter scheint ein astronomisches Thema zu haben.
46 Vorbei am Innenhof des Empfangsgebäudekomplexes bietet sich, nach Osten blickend, dieses Bild.
47 Ein Blick auf die Gleisseite des Empfangsgebäudes.
48 Fahrkartenautomat, Informationsvitrine und Treppenabgang. Blick Richtung Paradies.
49 Mit leichter Verspätung passiert ein ICE nach München das ehemalige Stellwerk am Nordkopf des Bahnhofes.
50 Der Güterbahnhof.
51 Die Bahnsteige wurden kürzlich modernisiert. Kurz nach dem ICE wird sich der RE nach Lichtenfels auf den Weg machen.
52 Der Fußgängertunnel. Geradeaus käme man wohl in die Bahnsteighalle.
53 612 155 aus dem Tunnelaufgang gesehen.
54 Blick auf das Südende des Bahnsteigs.
55 143 178 schiebt ihre Regionalbahn nach Naumburg aus dem Saalbahnhof. Links der alte Güterschuppen.
Damit verlassen auch wir Jena.
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Bleibt die Frage: Welchen Bahnhof Jenas könnte man denn nun als Hauptbahnhof bezeichnen?
Saalbahnhof?
Die meisten Züge, die in Jena beginnen oder enden, tun dies hier. Der Saalbahnhof scheint auf der anderen Seite von unserem Quartett die geringsten Fahrgastzahlen aufzuweisen.
Paradies?
Betrieblich nur ein Haltepunkt. Aber: Innenstadtnah und einziger Halt von Fernzügen. Sehr gute Anschlüsse an städtischen und regionalen ÖPNV.
Westbahnhof?
Ebenfalls innenstadtnah. Durch Lage an der die Städteachse erschließenden Bahnstrecke hohes Reisendenaufkommen.
Göschwitz?
Einziger Bahnhof zwecks Umstieg zwischen verschiedenen Strecken. Für die Bewohner des Neubaugebietes in Lobeda der nächstgelegene.
Jeder der vier Bahnhöfe hat unterschiedliche Funktionen. Einen davon als Hauptbahnhof zu bezeichnen ist in meinen Augen nicht möglich.
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Bei vier Bahnhöfen fällt ein Beitrag natürlich ein wenig länger aus. Schön, daß ihr trotzdem durchgehalten habt.
Viele Grüße, Sören
Verwendete Literatur:
Werner Drescher, Die Saalbahn. Die Geschichte der Eisenbahn zwischen Großheringen, Jena und Saalfeld. Freiburg 2004.
Werner Drescher, Die Weimar-Geraer Bahn. Von der Privatbahn zum Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung. Freiburg 2001.
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Jena(h)isches Quartett
Danke für die tolle Dokumentation.
Leider habe ich dort keine örtlichen Kenntnisse (außer einige Durchfahrten mit ICE 1105/1004) um zu beurteilen, welcher der vier Bahnhöfe der wichtigste ist, aber das wäre auch dann wohl noch sehr schwierig.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Danke!
- kein Text -
Danke!
- kein Text -
Trasse von Göschwitz Gleis 5 wurde übrigens überbaut
Wie wär's mit Jena Haupthaltepunkt? ;-)
- kein Text -
Welcher denn? Jena hat 3 davon ;)
- kein Text -
Ich dachte, es gäbe nur einen (betriebl.) Haltepunkt?
- kein Text -
Nein, Jena hat insgesamt 6 Betriebsstellen (Hp + Bhf).
"Jena-Zwätzen" und "Neue Schenke" sind glaube auch nur Hp, wobei "Neue Schenke" auch Bhf sein könnte, hat ja immerhin Weichen.
Nein, Jena hat insgesamt 6 Betriebsstellen (Hp + Bhf).
Wo ich die Überschrift Deiner Antwort gelesen habe, dachte ich mir sofort: "Oh verdammt, da hast du ja wirklich Zwätzen und Neue Schenke vergessen."
Ich habe ausgehend vom Ursprungsbeitrag nur an die "vier Großen" gedacht.
Jena(h)isches Quartett - Sammelantwort
Moin!
Besten Dank für die Kommentare.
Eine Korrektur: Bild 33 zeigt nicht den Jenzig (der ist ein Tal weiter nördlich), sondern den Hausberg. Danke an Thomas W. bei DSO.
@Markus: Überbaut? Na ja, ein Schaltschrank, eine Bodenplatte und zwei Rohre. Die hätte man doch anderswo noch unterbringen können?
@Haltepunktdiskussion: Neue Schenke ist laut Eisenbahnatlas eine Überleitstelle. Und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Zöllnitz. ;-)
Viele Grüße, Sören
Jena(h)isches Quartett - Sammelantwort
Moin!
Besten Dank für die Kommentare.
Eine Korrektur: Bild 33 zeigt nicht den Jenzig (der ist ein Tal weiter nördlich), sondern den Hausberg. Danke an Thomas W. bei DSO.
@Markus: Überbaut? Na ja, ein Schaltschrank, eine Bodenplatte und zwei Rohre. Die hätte man doch anderswo noch unterbringen können?
Gleis 5 wird wohl nicht mehr in Betrieb gehen. Zumindest nicht im aktuellen Zustand, mit Gulli-Deckel usw.
@Haltepunktdiskussion: Neue Schenke ist laut Eisenbahnatlas eine Überleitstelle. Und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Zöllnitz. ;-)
Also dann ist es ein Bahnhof, da ja Bahnsteige vorhanden sind.
Die Mehrzahl der Aussteiger geht wohl nach Lobeda-Ost, also Jena. :-)
Viele Grüße, Sören
Neue Schenke
@Haltepunktdiskussion: Neue Schenke ist laut Eisenbahnatlas eine Überleitstelle.
Haltepunkt und Überleitstelle hätte es heißen sollen.
Also dann ist es ein Bahnhof, da ja Bahnsteige vorhanden sind.
Wenn Du Bahnhof so definierst, dann ja. Eisenbahnmäßig nicht. Da ich kein Eisenbahner bin, ist mir das egal. :-)
Die Mehrzahl der Aussteiger geht wohl nach Lobeda-Ost, also Jena. :-)
Dem wage ich nicht zu widersprechen.
Viele Grüße, Sören
Neue Schenke
@Haltepunktdiskussion: Neue Schenke ist laut Eisenbahnatlas eine Überleitstelle.
Haltepunkt und Überleitstelle hätte es heißen sollen.
Also dann ist es ein Bahnhof, da ja Bahnsteige vorhanden sind.
Wenn Du Bahnhof so definierst, dann ja. Eisenbahnmäßig nicht. Da ich kein Eisenbahner bin, ist mir das egal. :-)
Ich definiere es nicht so, ich bin davon ausgegangen, dass du die Bahnsteige einfach unterschlagen hast, darum dieser Einwand.
Defakto ist "Neue Schenke" eine Zugangsstelle für den Personenverkehr und betrieblich wohl ein Haltepunkt.
Bahnhof oder nicht Bahnhof - das ist hier die Frage... :)
Neue Schenke ist betrieblich ein Haltepunkt und eine Überleitstelle, genauso wie Stadtroda und Papiermühle sowie - kurz vor Gera - Töppeln.
Ganz korrekt nach Fahrdienstvorschrift wären es also Haltestellen. Den Begriff nimmt betrieblich (!) aber keiner mehr, wenigstens in meiner alten Heimat Hessen und in meiner neuen Baden-Württemberg nicht.
Hermsdorf-Klosterlausitz, Jena West, Mellingen und Großschabhausen sind Bahnhöfe um diese Strecke noch zu vervollständigen...
Ich zitierte die Bibel des Eisenbahners, die Fahrdienstvorschrift - äh Pardon, die Ril 408...
Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen und enden dürfen.
Haltestellen sind Abzweigstellen, Überleitstellen oder Anschlussstellen, die mit einem Haltepunkt örtlich verbunden sind.
Überleitstellen sind Blockstellen der freien Strecke, wo Züge auf ein anderes Gleis derselben Strecke übergehen können. Eine Überleitstelle wird durch Blocksignale begrenzt.
Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, halten, kreuzen, überholen oder wenden dürfen. (...)
Jena(h)isches Quartett
Hallo Sören,
noch ein paar Anmerkungen:
Die Orlatalbahn fährt nach Pößneck unterer Bahnhof.
Zum Pößneck oberer Bahnhof (Berggold Schokoladenfabrik!) geht es zu Fuß, vor langer Zeit mal über Oppurg..
Paradiesbahnhof, das ehemalige Uni-Hochhaus, die neogotische Heimat einer Burschenschaft sowie die Stadtkirche St. Michael sind dauerhafte Bestandteile Jenas.
Das Unihochhaus steht auf weichem Boden und neigt sich, ist vermutlich nicht so dauerhaft.
Wandbilder mit dem was der 'bedeutende Industriebetrieb des Ortes' herstellt(e) gibt es nicht im Saalbahnhof. In Albstadt-Ebingen hängen auch welche..
Vielen Dank
Wie von dir gewohnt - Klasse Bericht! Vor allem bei Gleis 1 oder 1 musste ich doch sehr lachen. Gibts auch ein Gl. 9 3/4?
Grüße
Hintergrund Abriss Gleis 5
-> http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?3,4081724
(eben gerade gefunden mit google, wenn auch schon 4 Jahre alt)
Nachtrag - Hintergrund Abriss Gleis 5
Bahnhof oder nicht Bahnhof - das ist hier die Frage... :)
Neue Schenke ist betrieblich ein Haltepunkt und eine Überleitstelle, genauso wie Stadtroda und Papiermühle sowie - kurz vor Gera - Töppeln.
Töppeln ist mir nicht als Überleitstelle bekannt.
Jena(h)isches - 2. Sammelantwort
Moin!
Aus betrieblichen Gründen ist eine zweite Sammelantwort erforderlich.
@GUB: Danke! Es gibt kundenseitig weder 9 oder 10, also auch nichts dazwischen. ;-)
@Markus: Besten Dank für die Hintergrundlinks. Im ersten Link stoße ich auf diese Sätze von kabelschmidt: Man braucht beim Einsteigen in Züge Richtung Weimar fast eine Leiter. Zu den niedrigen Bahnsteigen kommt die Überhöhung in der Kurve noch hinzu. Das fiel mir auch auf.
@Turbonegro: Danke fürs Bibelzitat. Da kommt mir wieder in den Sinn, mal gelesen zu haben, daß eine Station mit Sondergenehmigung ein Bahnhof ohne Weiche war.
Übrigens nicht Schaben, sondern Schwaben. ;-)
@Bernd August: Laut Atlas Hp. Töppeln in 61,1, weiter Richtung Gera in 62,0 Üst Töppeln.
Viele Grüße, Sören
Jena(h)isches - 2. Sammelantwort
@Turbonegro: Danke fürs Bibelzitat. Da kommt mir wieder in den Sinn, mal gelesen zu haben, daß eine Station mit Sondergenehmigung ein Bahnhof ohne Weiche war.
Übrigens nicht Schaben, sondern Schwaben. ;-)
Autsch, Schreibfehler...:P
Ja, es gibt manchmal diesen kurriosen Fall eines Bahnhofs ohne Weichen, z.B. als Folge von Bauzuständen, wenn die Weichen bereits weg sind, Signalanlage noch nicht angepasst wurde. (Wie lange ein Bauzustand dauert, ist nirgens definiert, daher teilweise sehr dehnbar...)
Wird dann in der Regel in der La bekannt gegeben.
Jena(h)isches Quartett (55 Bilder), Teil 2
Saalbahnhof?
Die meisten Züge, die in Jena beginnen oder enden, tun dies hier. Der Saalbahnhof scheint auf der anderen Seite von unserem Quartett die geringsten Fahrgastzahlen aufzuweisen.
So gering sind die Fahrgastzahlen am Saalbahnhof aber dennoch nicht, immerhin liegt der Bahnhof günstig für einen nicht unerheblichen Wohnbereich sowohl in Jena-Ost als auch im nördlichen Jena. Gerade Studenten, die in der Gegend wohnen, nutzen oft auch noch den Saalbahnhof (wegen der Studenten-Flatrate sind für diese Fahrgastgruppen ja mehrheitlich die Regionalzüge interessant).
Eigentlich müsste man Deinem Beitrag als Vergleich Fotos aus den 80ern und 90ern entgegen setzen. Da sah einiges doch noch anders aus. Ich erinnere mich noch gut an die langen Bahnsteige am Saalbahnhof, als dieser bis 1999 noch Fernzughalt war. Auch das Gleis 3 am Westbahnhof ist mir noch in (benutzter) Erinnerung. Heute ist es aber eben wirklich nicht mehr nötig.
natürlich Paradies ;-)
- kein Text -
Jena(h)isches Quartett - Sammelantwort
Gleis 5 wird wohl nicht mehr in Betrieb gehen. Zumindest nicht im aktuellen Zustand, mit Gulli-Deckel usw.
Dafür soll aber ein zusätzlicher Aussenbahnsteig am Überholgleis entstehen.
Jena(h)isches Quartett - Sammelantwort
Ja, habe ich schon gelesen.
Mir wäre ein drittes Gleis betrieblich aber lieber, da die Verstärker-RB ja dort enden und beginnen und kein riesiger Zeitpuffer zu den RE besteht.
Zudem will man 2017 dann ja im 20 min-Takt fahren (50% mehr Züge als aktuell), wahrscheinlich nur bis Göschwitz. Nur wohin dann mit den Zügen? Dann müsste man die RE-Zugkreuzung nach Stadtroda verlegen.
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