War der Film echt so toll...? (Allgemeines Forum)

Jogi, Donnerstag, 17.05.2012, 11:07 (vor 5072 Tagen) @ DG
bearbeitet von Jogi, Donnerstag, 17.05.2012, 11:10

Falls jemand den Film noch nicht gesehen hat, aber noch anscheun will - ich spreche vorsorglich eine Spoiler-Warnung für meinen Beitrag aus.

Hab eben nochmal reingeguckt, war definitiv zwischendurch eine 411.

Das ist aber auch in anderen TV-Spielfilmen mit ICE-Beteiligung nicht anders ;) Vor ein paar Monaten kam im ZDF ein akzeptabler Krimi mit Thrillereinschlag, wo die Polizei ein wahrscheinliches Opfer aus einem auch in Frankfurt ankommenden ICE finden wollte. Da wurde alles durcheinander gewürfelt, was Frankfurt ICE-mäßig so anfährt.
Sieht man aber erst mal, aus wie vielen Aufnahmen eine einzelne Szene zusammengeschnitten wird.

Warum ihr den Film allerdings gut gefunden habt, verstehe ich nicht so ganz.

Sonst wäre Kunst (wenn auch hier im weitesten Sinne gebraucht) ja auch langweilig, hätte jeder die gleiche Ansicht ;)

Aber generell sollte man a) deutsche Produktionen und b) TV-Produktionen nicht mit dem Unterhaltungsanspruch ansehen wie einen Tarantino- oder Scorsesefilm. Dafür wollen die Öffis in ihren Eigenproduktionen oberhalb von Kitsch-"Pilchern" IMO irgendiwe immer noch eine betont künstlerisch-intellektuelle Note einbringen, was aber mit der Unterhaltung nicht wirklich vollständig zusammenpasst; so wie hier bei "Sprinter" etwa diese merkwürdig reduzierte Farbtiefe, wodurch die Aufnahmen etwas unterkühlt-distanziert wirken. Oder die Rolle der Hauptdarstellerin, wo zwar erst am Ende ihre wahre Identität rauskommt, diese "Überraschung" aber allerallerspätestens in der Tiefgarage klar war.

Meiner Meinung nach war das eine recht schwache Story mit einigen unerwarteten
und teilweise auch nicht ganz nachvollziehbaren Wendungen,

O ja. Zufällig findet ein verkappter Autor seine Muße und darf einfach so ohne Erklärungen bei der Schnitzeljagd mitmachen. Zufällig findet ein Däne auf der Flucht in Frankfurt ein von Dänen gemietetes Schiff, wo er sich verstecken kann. Zufällig kennt der Taxifahrer jemanden an genau dem einen Flughafen, um ohne Sicherheitskontrollen direkt aufs Flugfeld zu kommen.

Ganz schlimm fand ich die Filmmusik. Schlagzeug, Gitarre, manchmal noch ein Klavier und ansonsten noch ein paar Synthesizerklänge, alles auf Endlosschleife und noch oft länger als nötig abgespielt. Nervig...

Aber positiv - routiniert erzählt, mehr als solide gefilmt; und die Idee der Rahmenhandlung, im Sprinter jemand Mysteriösen kennen zu lernen finde ich interessant. Da hätte ich eigentlich weniger von der ARD erwartet, sprich schwächere Story, schlechtere Schauspieler und verschmalzteren Ausgang mit größerem "Happy Ending".

die Schauspieler waren auch nicht das Gelbe vom Ei.

TV-Produktionen :-)
Ich finde deren Leistung wie den ganzen Film: grundsolide. Weder oscar- noch weglaufverdächtig.

Insgesamt einer der Filme, die ich zwar nicht gut finde, schlecht aber auch wieder nicht...

Kann heute mit dem BBC-"Sherlock" nur besser werden :-))


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