Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 14.05.2012, 16:45 (vor 5060 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Montag, 14.05.2012, 16:45

Moin!


Da wir in einem Eisenbahnforum sind, beginnen wir heute mit einem Rathaus.


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1 Warum denn das? Ganz einfach: Damit wir uns später nicht wundern. Das Altonaer Rathaus ist nämlich der ehemalige Bahnhof der Hafenstadt an der Elbe. Auf Straßenniveau errichtet, wurden die Bahnanlagen mit zunehmender Verkehrsdichte und Bebauung ein Verkehrshindernis, auch für sich selbst. Daher entschloß man sich, den Bahnhof nach Norden zu verlegen; Anfang 1898 wurde der neue Hauptbahnhof an seiner heutigen Stelle eingeweiht.

Der erste Zug verließ Altona am 18. September 1844. Das Datum war nicht zufällig gewählt, war es doch der 58. Geburtstag des Landesherrn, König Christian VIII. von Dänemark. Die König Christian VIII.-Ostsee-Eisenbahn war die erste Eisenbahn des dänischen Gesamtstaates. Auch wenn das Herzogtum Holstein zum Deutschen Bund gehörte, so residierte der Landesherr seit langer Zeit in Kopenhagen. Die Strecke führte nach Kiel, in Elmshorn zweigt die Bahnstrecke ab, die seit 1927 bis nach Sylt führt (der erste Abschnitt bis Glückstadt wurde 1845 eröffnet). Seit 1866 besteht über die Verbindungsbahn Anschluß nach Hamburg und weiter ans deutsche Eisenbahnnetz, ein Jahr später eröffnete die Vorortbahn nach Blankenese (heute ein Teil der S-Bahn und bis Wedel führend).
Seit 1979 ist Altona für die S-Bahn kein Kopfbahnhof mehr, damals wurde der erste Abschnitt der City-S-Bahn eröffnet. Zwischen Holstenstraße und Altona verkehrt die S-Bahn noch heute im Linksverkehr.
Mittlerweile stillgelegt ist die Altonaer Hafenbahn, die den Altonaer Hafen mit dem Bahnhof verband. Einstmals war sie sogar elektrifiziert.

Die ehemaligen Bahnanlagen werden heute weitgehend als Grünanlage genutzt. Mal sehen, was man mit dem heutigen Bahnhofsgelände macht, wenn der Bahnhof weiter nach Norden verlegt wird. Geplant ist es schon länger, ob es sinnvoll ist, ihn weg aus dem Zentrum Altonas zu legen, möge ein jeder selber beurteilen.


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2 Schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat das Hinweisschild auf den Bahnhof.
Im Hintergrund sehen wir das aus dem Betonzeitalter stammende Empfangsgebäude, wenn es denn ein Empfangsgebäude ist (der dominante Teil rechts ist ein ehemaliges Kaufhaus, heute Einkaufszentrum).


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3 Man kann auch untendurch. So vermeidet man, den Busbahnhof mit seinem dichten Verkehr kreuzen zu müssen.


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4 Auch vom Busbahnhof leitet man die Beförderungsfälle in die Unterwelt.


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5 Zwischen Bahnhof und Busbahnhof die Taxivorfahrt.


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6 Zuschlagpflichtige Schnellbusse sind eine Spezialität des hiesigen Stadtverkehrs. Wagen 6914, trotz fehlendem Stern ein Citaro, auf Linie 37.


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7 Auch die S-Bahn war präsent. Wegen einer Baustelle bestand nach Eidelstedt Schienenersatzverkehr. In "altem Feindesland" Wagen 978 der KVG aus dem kürzlich mal schwedischen Stade.


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8 Begeben wir uns eine Etage tiefer. Nicht nur vom örtlichen Verkehrsverbund und einer nicht blöden Ladenkette verspiegelt, ein Dampflokfahrwerk.


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9 Mehr Informationen zu ihm liefert uns freundlicherweise die Bundesbahndirektion Hamburg.


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10 Die Modellbahn darf nicht fehlen. Das Kind interessierte sich jedoch mehr für die Geldeinwurfsdampflok (wie auch immer diese Art Geld zu verschwenden auf Deutsch heißt).

Wo wir schon im Keller sind, gehen wir noch weiter in den Keller. Der viergleisige Tunnelbahnhof ist das westliche Ende der City-S-Bahn. Er wird durch die ganztägig bedienten Linien S 1 (Wedel - Flughafen und Poppenbüttel, Teilung in Ohlsdorf), S 3 Pinneberg - Neugraben - Stade sowie S 31 nach Harburg Rathaus (teilweise weiter nach Neugraben) bedient. Die S 1 und die S 3 nutzen den Tunnel, die S 31 die Verbindungsbahn. Diesen Weg nimmt auch die nur in der Hauptverkehrszeit fahrende S 11 (Blankenese - Ohlsdorf), die in Altona Kopf macht.


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11 Der Bahnhof ist im Stil der 70er Jahre gehalten, auch die Bahnhofsschilder. Der Aufzug ist zweifellos eine neuere Zutat.


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12 Kurzzug, die Bezeichnung für S-Bahnen aus nur einem Zugteil. Die Halteposition ist an den Bahnsteigen markiert, ggfs. wird mit Pfeilen darauf hingewiesen. Das Wandbild zeigt das Bahnhofsrathaus mit dem Denkmal für Kaiser Wilhelm. Sein Blick ist zum neuen Bahnhof hin gerichtet.


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13 Die Kanzel für die Zugabfertigung ist verwaist.


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14 Ein Blick auf den gegenüberliegenden Bahnsteig. Aus Brandschutzgründen wurde nicht nur hier vor den Treppenaufgang eine Verkleidung gesetzt.

Wir verlassen jetzt die Unterwelt.


Fortsetzung in Teil 2.

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Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 14.05.2012, 16:45 (vor 5060 Tagen) @ Sören Heise

Fortsetzung aus Teil 1.


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15 Oben kommen wir gleich zur Enttäuschung: Es fand keine Autoverladung statt. Ansonsten wäre rechts im Bild ein Auto zu sehen gewesen.


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16 Autoverladeprellböcke beschließen das Gleis. Auf dem Bahnsteig gilt die StVO.


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17 Das 1898 zeitgemäße backsteingotische Empfangsgebäude wurde durch ein 1979 zeitgemäßes betonbrutales Kaufhaus mit Bahnhofsfunktion ersetzt. Dies nach dem Bau des S-Bahn-Tunnels.


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18 Wie man am Abgang zur S-Bahn sieht, verwendet diese Zugzielanzeiger, die nicht im Einheitsblau der verkehrsroten Deutschen Bahn gehalten sind.


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19 Auch auf dem ICE gälte die StVO, wenn man denn rauffahren könnte.


Gehen wir den westlichsten der vier Kopfbahnsteige entlang. Westlich von ihm kommt die S-Bahn ans Tageslicht - aus dem Bahnhof sieht man es.


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20 Man sieht die Neigung der S-Bahn-Gleise, das S-Bahn-Stellwerk, ein paar S-Bahn-Fahrzeuge, ein paar S-Bahn-Signale und die S-Bahn-Stromschiene.
Sehen wir den Wasserturm später noch besser? Falls nicht: Er gehört zum ehemaligen Bahnbetriebswerk, das sich inmitten der Gleisanlagen befand. Die Grube der bekannten ehemaligen Doppeldrehscheibe (mit teilweiser Überschneidung) kann man aus dem Zug sehen. Ein paar alte Bilder gibt es hier (Achtung: Das dritte Bild im Ausgangsposting ist mit dem Spiegel zu betrachten!). Der erst 1954/55 erbaute Wasserturm steht unter Denkmalschutz.


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21 Kilometer 1,0 auf dem Bahnsteig. Kilometer 0,0 ist am alten Bahnhof. Der ICE wird seinen Taufbahnhof nicht erreichen, es ist der Triebzug "Rosenheim".


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22 Trotz Gegenlicht ein Blick zurück gen Empfangskaufhaus. Den Zug sehen wir auf dem nächsten Bild.


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23 Geschoben von 143 276-4 macht sich dieser Zug auf den Weg nach Itzehoe. Hierfür ist aus weichentechnischen Gründen auf den ersten Metern ein Bahnsteigwechsel erforderlich.
Rechts neben der Lok das moderne Stellwerk, das bei seiner Inbetriebnahme viel Kummer bereitete. Die Kilometrierung erfolgt hier von Berlin.

Altona ist Endbahnhof für zahlreiche Fernzüge aus Deutschland. Seit der 1995 vollendeten Elektrifizierung der Strecke nach Norden fahren die Fernzüge Richtung Sylt, Dänemark und Kiel den Bahnhof Altona nicht mehr an.

Im Regionalverkehr ist Altona Endbahnhof der Züge von und nach Sylt. Hier fährt derzeit die Nord-Ostsee-Bahn. Daneben verkehren Regionalbahnen der Deutschen Bahn (BR 143 und n-Wagen) nach Itzehoe und nach Neumünster. In wenigen Jahren werden diese Leistungen von der Nordbahn übernommen.


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24 Während sich ein ICE gerade auf den Weg macht, hat ein anderer seinen in wenigen Metern vollendet. Jedenfalls für den Augenblick.


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25 Nochmal ein Blick ins Gegenlicht. Neben einigen Aussteigern sehen wir auch Betriebsspuren auf dem Triebkopf 401 508-7.


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26 Eine kleine Spiegelei (die Rechtschreibprüfung würde gerne Ein kleines Spiegelei schreiben, aber das darf sie nicht).


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27 Es standen keine Autotransportwagen da.


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28 Ein Blick über die Bahnsteige. Ab und an stehen Treppen rum. Ab und an werden sie geschoben, damit die Autozugfahrer leichter zwischen Auto und Zug wechseln können.


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29 Ein Blick quer über die Fernbahnsteige.


Hier sollte ein vernünftiger Abschluß kommen, es muß aber auch ohne gehen.


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Viele Grüße, Sören

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Nice...

Ozzwald, Montag, 14.05.2012, 17:08 (vor 5060 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Ozzwald, Montag, 14.05.2012, 17:13

Ich mag Altona, das hat noch was von Bundesbahn bzw. kurz dannach.

"Alte" Mülltonnen, " Alte Gleis- und Abschnittsbezeichnungen" und ein "Altes Bahnhofsschild". Einzig die Beschilderung der Aschenbecher, sowie der Warnung vor der Bahnsteigkante / fahrenden Zügen" erfüllt die aktuellen CD Ansprüche ;)

Das soll nich negativ klingen. Ich finde das schöner, als das neuartige (ist es Kobalt?)Blau ?

Obowhl mich sowas bei Städten wie Hamburg doch immer wieder wundert, wie man dort nicht den aktuellen Stand haben möchte .... ;-)

EDIT: Doch die Wegeleitung im Bahnhof ist aktuell.

Hamburg, meine Perle ...

AndyUlm, TDI, Montag, 14.05.2012, 18:11 (vor 5060 Tagen) @ Ozzwald

Danke für die schönen Bilder!

Gruß,
Andy

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Wer früher bremst, ist länger schnell.

Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder), Teil 2

fabs, Braunschweig, Montag, 14.05.2012, 20:07 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise

Auch auf dem ICE gälte die StVO, wenn man denn rauffahren könnte.

*gröhl*
Warum hast du nicht gefragt, ob du die Klappe mal runter machen und es ausprobieren darfst? :-)

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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder)

Joachim, Neustadt, Montag, 14.05.2012, 21:42 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise

Hallo zusammen,
vielen Dank für die Bilder! - Hier noch ein paar ergänzende Informationen:
Bild 2: Links im Bild ist das Gebäude der früheren Bundesbahndirektion Hamburg zu sehen. Das westlichste S-Bahngleis im (Tunnel-) S-Bahnhof Hamburg-Altona liegt unter dem Bauwerk, das aufwändig abgefangen werden musste. Unter der Fassade wurden Pfähle in den tragfähigen Untergrund abgeteuft. Damit das Gebäude von den Erschütterungen aus dem Bahnbetrieb möglichst entkoppelt wird, wurden auf dem westlichen Bahnsteig einige Stützen des Tunnelbahnhofs um diese Pfähle herum als hohle Ringe gebaut. Man kann diese Bauweise auch heute noch daran erkennen, dass die Stützen auf dem östlichen Tunnelbahnsteig wesentlich dünner sind. Das BD-Gebäude hat keinen Keller. Ob der Tunnelbahnhof für die S-Bahn genauso auch unter einem Keller hätte gebaut werden können, weiß ich nicht.
Bilder 5–7: Im hell verputzten, zweistöckigen Gebäude mit dem Walmdach war zu Reichsbahnzeiten die Dienstwohnung des Direktionspräsidenten. In den 1980er Jahren waren dort das Betriebsamt Hamburg-Altona und das Maschinenamt Hamburg-Altona der Deutschen Bundesbahn untergebracht.
Bild 23: Das frühere Stellwerk Af in Bahnhof Hamburg-Altona war ein Reiterstellwerk, was sich quer über mehrere Gleisen erstreckte. Das westliche Kante des Bauwerks mit einer Stützenreihe darunter lag zwischen zwei Gleisen. Um diese Stützenreihe herum machte eines der beiden Gleise einen "Schlenker", den die Bahnsteigkante daneben natürlich auch mitmachte. Ob man nach dem Rückbau des alten Stellwerks die Bögen im Gleis und in der Bahnsteigkante ebenfalls zurückgebaut (und "glattgebügelt") hat, ist mir nicht bekannt. Vielleicht lässt sich das anhand neuerer Fertigbeton-Bahnsteigkanten noch erkennen.

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mfG - Joachim

Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder), Teil 2

Zugfahrer, Montag, 14.05.2012, 21:45 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise

Außerordentlich informativ und lehrreich berichtet und bebildert..

Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder), Teil 1

ICE-TD, Montag, 14.05.2012, 21:59 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise

Danke für die Bilder und den Geschichtsunterricht.

Nicht nur Endbahnhof: Altona (29 Bilder), Teil 2

Ede, Montag, 14.05.2012, 22:03 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

sehr schöne Bilder. Nur fehlt noch die Andeutung zu Gleis dreizehn, die damalige Einfahrt zum Schellfischtunnel.

Gefällt mir

Markus, NNST, Dienstag, 15.05.2012, 08:26 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise

Danke für die Bilder :-)

Altona - Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 15.05.2012, 09:00 (vor 5059 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Sören Heise, Dienstag, 15.05.2012, 09:01

Moin!

Eine Sammelantwort:

@Ozzwald: Die mittelalten Schilder auf den Bahnsteigen waren mir gar nicht aufgefallen, nur die alten im Tunnelbahnhof.

@fabs: Ich hatte leider kein Auto dabei.

@Joachim: Vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Die BD hatte ich in dem Gebäude vermutet, wollte aber nichts Falsches schreiben. Vom Südteil des betreffenden Tunnelbahnsteiges habe ich leider keine Bilder.

@Ede: Vom Schellfischtunnel habe ich leider keine Bilder.


Viele Grüße, Sören

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Auf den ICE fahren:

fjk, Dienstag, 15.05.2012, 10:43 (vor 5059 Tagen) @ fabs

Auch auf dem ICE gälte die StVO, wenn man denn rauffahren könnte.


*gröhl*
Warum hast du nicht gefragt, ob du die Klappe mal runter machen und es ausprobieren darfst? :-)

Na, weil das Blinklicht nicht leuchtet (für Autoreisezug- und(oder Altonaunkundige vgl. Bild 27). Rauffahren ginge ja vielleicht noch so, aber jeder Wissende würde das aus dem Auto(?) gemachte Bild ohne Blinkelämpchen umgehend als gestellt entlarven.

bedankt sich auch für die angenehme Altonaüberraschung (war da nicht was mit "eigentlich nicht Preußen"?) und fragt, wieso der vermeintlich Stader Bus* (Bild 7) eine Lüneburger Nummer hat: Celle ist ja auch woanders?!.

*) ein guter Grund, hier zu stolpern: es geht schließlich nicht um ein Gewächs, sondern um ein Gefährt. Und bei Schtade vernuschelt man das leicht. Wie:

tschüß
fjk

Ergänzung(sfrage) Altona: BD. Und PTB?

fjk, Dienstag, 15.05.2012, 11:14 (vor 5059 Tagen) @ Joachim

Hallo zusammen,
vielen Dank für die Bilder! - Hier noch ein paar ergänzende Informationen:
Bild 2: Links im Bild ist das Gebäude der früheren Bundesbahndirektion Hamburg zu sehen.

Moin.

"Früher" (in den Bildern und im Weiteren ist ja zumindest vom Ende der 80er durchaus noch die Rede - oder wie heißt das beim Bild?) gab es noch recht verbreitet funktionierende Bahnhofsuhren, die (Stichwort: Zeigersprung) von einer Zentralfunk(?)uhr gesteuert wurden. Da Post und Forschung natürlich mit der Bahn nichts zu tun hatten, konnten Braunschweig und DCF-77 hier nicht helfen: die Bahn betrieb eine eigene "Referenzuhr". Und die befand sich in Altona, ich nehme an: in eben diesem atombunkermäßig gegen Bahnstörungen abgesicherten Gebäude.

Und auch wenn es mit dem "Zeit vom Bahnhof holen" (ob auf Papier, in der Tasche oder am Arm) nicht mehr so weit her ist: vorstellbar ist durchaus, dass für die verbliebenen zeigersprunguhren die Steuerungsinfrastruktur noch die gleiche und ebendort vorhanden ist?!?

Ergänzt und fragt
fjk

KVG: Stade, Lüneburg, Cuxhaven, Buxtehude, Winsen

RhBDirk, Dienstag, 15.05.2012, 12:38 (vor 5059 Tagen) @ fjk
bearbeitet von RhBDirk, Dienstag, 15.05.2012, 12:42

...bedankt sich auch für die angenehme Altonaüberraschung (war da nicht was mit "eigentlich nicht Preußen"?) und fragt, wieso der vermeintlich Stader Bus* (Bild 7) eine Lüneburger Nummer hat: Celle ist ja auch woanders?!.

*) ein guter Grund, hier zu stolpern: es geht schließlich nicht um ein Gewächs, sondern um ein Gefährt. Und bei Schtade vernuschelt man das leicht. Wie:

tschüß
fjk

Ob der Bus aus Stade, Lüneburg, Cuxhaven, Buxtehude oder Winsen stammt, ist ja bis aufs Kennzeichen nicht zu erkennen. Die tauschen die Fahrzeuge vielleicht immer mal wieder durch. Wobei Buxtehude kein eigenes Kennzeichen hat.

In CUX hab ich auch schon Fahrzeuge mit LÜ und STD gesehen.
http://www.kvg-bus.de/index.php/ueber-uns/betriebe.html

Nebenbei: Eine KVG gibts auch in Kiel und Kassel ;-)
Und bei Grünzeugs kenn ich nur den Begriff Staude ("Schtaude" gesprochen)

KVG-Schtadtbusch Lüneburg und Stadtbus Stade. Staude? Üstra.

fjk, Dienstag, 15.05.2012, 13:28 (vor 5059 Tagen) @ RhBDirk

...bedankt sich auch für die angenehme Altonaüberraschung (war da nicht was mit "eigentlich nicht Preußen"?) und fragt, wieso der vermeintlich Stader Bus* (Bild 7) eine Lüneburger Nummer hat: Celle ist ja auch woanders?!.

*) ein guter Grund, hier zu stolpern: es geht schließlich nicht um ein Gewächs, sondern um ein Gefährt. Und bei Schtade vernuschelt man das leicht. Wie:

tschüß
fjk


Ob der Bus aus Stade, Lüneburg, Cuxhaven, Buxtehude oder Winsen stammt, ist ja bis aufs Kennzeichen nicht zu erkennen. Die tauschen die Fahrzeuge vielleicht immer mal wieder durch. Wobei Buxtehude kein eigenes Kennzeichen hat.

In CUX hab ich auch schon Fahrzeuge mit LÜ und STD gesehen.
http://www.kvg-bus.de/index.php/ueber-uns/betriebe.html

Nebenbei: Eine KVG gibts auch in Kiel und Kassel ;-)
Und bei Grünzeugs kenn ich nur den Begriff Staude ("Schtaude" gesprochen)

Moin,

nach intensiverer Lektüre des Wikiartikels ist mir dann auch der Lüneburger Stadtbus über den Weg gefahren. Das erklärt die Nummer wohl. Aus CUXhaven kenne ich die KVG genauso wie freizeitlich aus Kiel und beruflich (leider nicht nur) aus Kassel, aber das ist eine andere Geschichte: BUX käme ja ohnehin davor.

Staude passt zwar ins Konzept, da fährt aber eher die Üstra hin (die ich bisher trotz der Schtraße nur spitz gehört habe). Ich meinte "Busch", der ist dagegen phonetisch zweifelsfrei: Meine liebe Großmutter stolperte dezidiert und war große Staudenliebhaberin (oder vielmehr Nichtliebhaberin allzu intensiver Enkelaufenthalte in ihrem S-beet, dafür gab es andere Gartengegenden). Was sie an dieser Stelle (wo meine Schwiegergroßmutter, die ich bei Gelegenheit noch fragen könnte, nicht ganz so dezidiert stolpert) aber gesagt hat, erinnere ich nicht.
Kann da ein Mutters'prachler (gerne auch aus Altona) mit grünem Daumen helfen: Schtaude oder S'taude?

isst sich jetzt 'ne Schtulle
fjk

Danke!

GUM, Mittwoch, 16.05.2012, 10:08 (vor 5058 Tagen) @ Sören Heise

nix

Noch ein paar spezielle Eindrücke... (8 Bilder)

ABRob, Bad Oeynhausen, Montag, 23.07.2012, 14:45 (vor 4990 Tagen) @ Sören Heise

Auch hier möchte ich mal noch 2 Dinge ergänzen.

15 Oben kommen wir gleich zur Enttäuschung: Es fand keine Autoverladung statt. Ansonsten wäre rechts im Bild ein Auto zu sehen gewesen.

Und so sieht das dann aus, wenn auf dem Personenquerbahnsteig Autoverladung stattfindet:

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Der Verladebereich ist mit Ketten abgetrennt.

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Mitarbeiter von "DB AutoZug" und "DB Sicherheit" überwachen den Vorgang.

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Links ging es an diesem Tag nach Lörrach und rechts als CNL-Anhängsel nach München.

20 [...]
Sehen wir den Wasserturm später noch besser? Falls nicht: Er gehört zum ehemaligen Bahnbetriebswerk, das sich inmitten der Gleisanlagen befand. [...] Der erst 1954/55 erbaute Wasserturm steht unter Denkmalschutz.

Außerdem sind dort noch die Reste des alten Güterbahnhofs Altona.
Der Bereich ist heutzutage großflächig eingezäunt und das Betreten ist verboten. Da ich aber im Zuge einer Führung zur "Neuen Mitte Altona" dort war, sind die folgenden Bilder völlig legal aufgenommen worden.

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Vor der Kulisse des Wasserturms ist ein ICE 1 auf den letzten Metern seines Weges nach Altona auf der Brücke über die ehemaligen Zufahrtsgleise zum Altonaer Güterbahnhof.

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Ein Blick in die Reste der Ladebahnsteig-Hallen. Für die neue Mitte Altona sollen diese Hallen abgerissen werden, man will aber durch eine spezielle Pflastergestaltung o.ä. die Erinnerung daran festhalten.

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Auch die unter Denkmalschutz stehenden Güter-Verladeschuppen sind in einem so schlechten Zustand, dass der Zutritt normalerweise verboten ist. Von den Gebäuden möchte man bei der Realisierung des besagten Städtebauprojekts möglichst viel erhalten.

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Das innere der bis zu 450m langen Schuppen. Die meisten der Gleiströge sind inzwischen mit Beton verfüllt.

[image]
Nur der Gleistrog ganz außen ist noch vorhanden.

Und mit diesem 2. Bericht hoffe ich, dass ich es jetzt mal schaffe, auch ein paar andere Touren für das Forum fotografisch aufzuarbeiten. Mal sehen, ob ich den Bericht schaffe, den ich mir für Donnerstag vorgenommen habe.

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NBS/SFS Hannover - Hamburg statt NBS/SFS Isernhagen - Lauenbrück; NBS/SFS Frankfurt - Fulda statt NBS/SFS Gelnhausen - Mottgers

Danke - und: Betriebsspuren..

GUB, Bremen, Montag, 23.07.2012, 15:05 (vor 4990 Tagen) @ Sören Heise

Vielen Dank, ich habs leider meist nur bis Harburg, ab und zu bis Hbf und einmal bis Dammtor geschafft - Altona muss wohl auch nochmal sein ;)

Gestern in München ist mir aufgefallen, dass die ICE 1- Triebköpfe mehr schwarz als weiß sind - ist das nur das Graphit vom Stromabnehmer, dass derzeit bei vielem Regen vorne (hinten) runterläuft? Weiß ist eben doch keine gute Farbe...
Mein Zug war dann der gestern wohl sauberste ICE 1 im ganzen Land - scheint frisch aus der Waschstrasse gekommen zu sein, man hätte jedenfalls ohne Bedenken von Essen können...was man aber genau wie drauffahren natürlich nicht macht ;)

Vielen Dank für die vielen schönen...

Flatrate-Bahnfahren, Montag, 23.07.2012, 18:23 (vor 4990 Tagen) @ Sören Heise

...Berichte und Fotos.

Nach Altona komme ich zum ersten Mal in etwa 2 Wochen und freue mich (nach Betrachten der Fotos) schon drauf.

Noch ein paar spezielle Eindrücke - Danke!

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 23.07.2012, 21:04 (vor 4989 Tagen) @ ABRob

Danke Dir für die späten, aber interessanten Ergänzungen, besonders aus den nichtzugänglichen Teilen.

@GUM: Vielleicht hat man auch keine Frontwäsche mehr, warum auch immer. Der Dreck ist auch mir negativ aufgefallen.

Viele Grüße, Sören

Abriss Triebwagenhallen im BW Hamburg-Altona geplant

michael_seelze, Dienstag, 24.07.2012, 20:56 (vor 4988 Tagen) @ ABRob

Im Bw Hamburg-Altona ist der "Abbruch [von] Triebwagenhallen einschließlich Anbau, Werkstatt und ehemaligem Magazin" beabsichtigt.
Siehe hier.

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