Ein Bahnhof, 32 Bilder und Hundertwasser - Uelzen (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 08.05.2012, 09:32 (vor 5066 Tagen)

Moin!

Eigentlich wäre er einer unter vielen, der Bahnhof Uelzen. Wenn nicht (stark vereinfacht gesagt) der Künstler Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser des Weges gekommen wäre und ihn in seinem unverkennbaren Stil umgestaltet hätte. Die Einweihung des umgebauten Bahnhofs erfolgte im November 2000, neun Monate nach dem Tod des Künstlers und einige Wochen, nachdem die EXPO 2000 in Hannover ihre Tore geschlossen hatte - der Bahnhof war ein dezentrales Projekt.

Nachfolgend einige Bilder aus diesem und dem letzten Jahr.


Das Bahnhofsgebäude befindet sich in Insellage. Auf der Ostseite führt die Bahnstrecke von Hannover nach Hamburg vorbei, nach Norden zweigt die stillgelegte Bahnstrecke nach Dannenberg ab.
Auf der Westseite führt die Amerikalinie von Berlin nach Bremen hier vorbei. Markant ist die Unterführung der Amerikalinie unter der Nord-Süd-Verbindung südlich des Bahnhofes: Sie wird von einer Straßenbrücke gekreuzt (Bildlink).

Die erste Bahnstrecke, die Uelzen erreichte, war die Strecke von Celle nach Harburg, damals noch eine Stadt im Königreich Hannover. Sie wurde vor 165 Jahren eröffnet, am 1. Mai 1847. Die Weiterführung über die Elbbrücken gibt es erst seit 1872, zuvor war für acht Jahre der Umweg über Lauenburg (Eisenbahnfähre) erforderlich.
Diese Strecke zählt heute wohl zu Deutschlands wichtigsten Bahnstrecken und weist dichten Personen- und Güterverkehr (Hamburger Hafen) auf.
Es sind nur wenige ICE-Züge, die in Uelzen halten, alle zwei Stunden halten Intercitys (mittlerweile mit einer Taktlücke, aber auch mit zusätzlichen Verbindungen). Der Regionalverkehr von Norden nach Süden ist fest in der Hand des Metronom. In Uelzen befindet sich das Bw dieser Firma, durchgehende Züge gibt es nicht (mehr).

Die Amerikalinie wurde 1873 eröffnet. Ihr Name erinnert an die zahlreichen Auswanderer, die über Bremerhaven in die Neue Welt und ein hoffentlich besseres Leben reisten. Nach 1945 wurde die Verbindung durch die deutsche Teilung unterbrochen. Erst seit 1999 kann man zwischen Stendal und Uelzen wieder durchgehend mit dem Zug fahren, neben zweistündlichen Regionalzügen fährt hier als einziger Fernzug der EC "Wawel" zwischen Hamburg und Krakau, benannt nach der Burg der polnischen Könige. In Wieren zweigt von ihr die Nebenbahn über Gifhorn nach Braunschweig ab. Der Personenverkehr wird von Dieseltriebwagen der Baureihe 628 bedient.

Westlich Uelzens ist die Amerikalinie nicht elektrifiziert. Der Personenverkehr wird durch den Heidesprinter Erixx mit modernen Dieseltriebwagen der Baureihe 648 betrieben, zwischen Uelzen und Bremen besteht ein Zweistundentakt.

Die letzte Bahnstrecke, die von Uelzen ausging, ist die Nebenbahn nach Dannenberg. Sie verläßt Uelzen gen Nordosten und führt durch dünnbesiedeltes Gebiet. Erst 1924 eröffnet, ist sie seit 1996 stillgelegt (der Personenverkehr endete 1975). Der Förderverein Ostheide-Elbe-Bahn bemüht sich um eine Reaktivierung.


Ach ja, die Bilder. Tun wir mal so, als ob wir zu Fuß kommen.


[image]

So kennt der Fremde ihn nicht: Der Eingang von der Stadtseite. Zugang zum nahen Parkhaus nebst Supermarkt, Abfahrtsstelle der Regionalbusse (Betreiber: Regionalbus Braunschweig, das Depot befindet sich auf der anderen Bahnhofsseite).


[image]

Nach einigen Metern hört die Normalität auf.


[image]

Umsteigende Fahrgäste sind über die Numerierung verwundert: Im Osten gibt es 101 bis 103, im Westen 301 bis 304. Auf 1 endet jeweils der Hausbahnsteig.


[image]

Neben der Treppe, die vom Tunnel direkt ins Empfangsgebäude führt, befindet sich eine Wasserspielerei.
Wir nehmen diese Treppe.


[image]

Manche haben es eilig.


[image]

Manche stehen still.

[image]

Als Fotograf ist man hier selten allein.


[image]

Strom nicht aus der Steckdose, sondern aus der Sonne.

Wie verlassen das Empfangsgebäude durch das Hauptportal.


[image]

So kennt ihn der Fremde: Das Portal des im Dreikaiserjahr Achtzehnhundertachtundachtzig fertiggestellten Empfangsgebäudes. Architekt: Hubert Stier, Umbau: nach Friedensreich Hundertwasser.


[image]

Unverkennbar an einem anderen Tag: Gesamtansicht der Südfront. Der Stadtbus hält hier vorne (und kam auch zielsicher kurz nach der Aufnahme...).


[image]

Das Fahrdienstleiterstellwerk steht auf der rechten Seite, wenn man von Süden kommt.


[image]

Wir begeben uns zur Westseite. Über die Gleise geht der Blick zum ehemaligen Lokschuppen.


[image]

Blick von Südwesten. Der Neun-Uhr-Metronom nach Hamburg steht an, die Wartenden konzentrieren sich mit wenigen Aufnahmen wegen des Regens unter dem schützenden Dach. Ein Verrückter lief sogar herum und fotografierte wie verrückt.


[image]

Der Aufgang zu Gleis 303/304.


[image]

Rauchfreier Bahnhof. Nein, da muß ich weiterfahren. Ich wollte nach Uelzen.


[image]

Bahnhofgebäude von Nordwesten.


[image]

Fensterdetail.


[image]

Der Aufgang zu Gleis 302.


[image]

Ein Blick rüber zur Stadtkirche. St. Marien, wie sonst.


[image]

107,4 von Stendal. Weiter nach Langwedel geht fängt sie von vorne an, die Kilometrierung.


[image]

Zuviel versprach der Zugzielanzeiger am 18. Juni letzten Jahres: Am Hauptbahnhof war Schluß.


[image]

Das Restaurant ist derzeit in Betrieb. In letzter Zeit war es öfter mal geschlossen.


[image]

Vom Hausbahnsteig geht der Blick zum Bahnsteig 102/103.


[image]

Das mehrfach vorhandene Warnschild an der Treppe zu Gleis 102/103 war bei dem nicht so großen Andrang nicht so wichtig.


[image]

Für die letzten Bilder begeben wir uns auf den Inselbahnsteig auf der Ostseite.


[image]

Links der verspätete Intercity Richtung Hamburg. Rechts wird in Kürze der Metronom nach Göttingen bereitgestellt.


[image]

Ein Blick zum Hausbahnsteig zeigt den Aufzugsturm.


[image]

Eine Gesamtansicht.


[image]

Ein Detailbild mit Metronom.


[image]

Der Warteraum auf Gleis 102/103. Das auf dem vorigen Bild verbretterte Fenster ist mittlerweile repariert, die Dachrinnenschmiererei gibt es weiterhin.


[image]

Eine Gesamtansicht mit einem Metronom. 146 518 wird über Großburgwedel, dem Bahnhof ihrer Patengemeinde, in Kürze nach Göttingen aufbrechen.


[image]

Vor dem Einsteigen wurde noch diese Spiegelei mitgenommen.


------------


Das war es aus Uelzen. Das nächste Bahnhofsportrait erscheint demnächst irgendwann.


Viele Grüße, Sören

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Vielen, vielen Dank!!!

Horst1, Dienstag, 08.05.2012, 09:43 (vor 5066 Tagen) @ Sören Heise

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!
Vielen Dank, dass du meinen Wunsch nach Fotos aus Uelzen so schnell erfüllt hast.
Ich danke dir!!!

Uelzen - ein sehr zwiespältiger Bahnhof

fabs, Braunschweig, Dienstag, 08.05.2012, 10:05 (vor 5066 Tagen) @ Sören Heise

Moin!
Zunächst einmal "Danke" für die - wie immer - sehr informativen und tollen Bilder.

Dem Bahnhof Uelzen selbst bin ich nicht so positiv gegenüber eingestellt:
Der Tunnel ist VIEL zu klein. Es gibt eigentlich kaum ein Wochenende, an dem die Bundespolizei ihn nicht kurzzeitig sperren muss. Dabei muss man wissen, daß die Züge immer x:37, x:45, x:52, x:54, x:56 ankommen und x:01, x:02, x:07, x:07, x:09 abfahren. Klar, ein Knoten zur vollen Stunde scheint zunächst positiv für den Fahrgast, aber wenn die Infrastruktur es nicht hergibt, muss man sich etwas anderes einfallen lassen.*
Weiterhin haben es mobilitätseingeschränkte Fahrgäste (und damit meine ich nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern insbesondere auch Personen mit Gehwagen) sehr schwer auf den - aus Designgründen - nicht ebenen Wegen auf den Bahnsteigen und im Tunnel unfallfrei voran zu kommen.

*=Zum Beispiel die Metronom-Züge von Göttingen nach Lüneburg verlängern, bzw. die von Hamburg bereits in Lüneburg enden zu lassen. Kleinere Fahrzeitänderungen sind dabei wegen Überholungen durch ICE-Züge zwar unvermeidlich, dafür müsste ab Bahnsteig West in Lüneburg dann gar kein Tunnel genutzt werden. (Aber das Konzept, daß ich im Kopf habe, jetzt hier zu vertiefen würde doch vom eigentlichen Thema abweichen.)

Viele Grüße und noch einmal "Danke" für den Bildbericht
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Warum nicht so, wie es schonmal war...

Sputnik, Overath, Dienstag, 08.05.2012, 11:08 (vor 5066 Tagen) @ fabs

*=Zum Beispiel die Metronom-Züge von Göttingen nach Lüneburg verlängern, bzw. die von Hamburg bereits in Lüneburg enden zu lassen.

... gab doch zu DB-Zeiten und auch schon zu ME-Zeiten durchgehende Züge Göttingen - Hamburg

Warum nicht so, wie es schonmal war...

fabs, Braunschweig, Dienstag, 08.05.2012, 11:18 (vor 5066 Tagen) @ Sputnik

Ich bin gerade nicht so im Bilde, aber die Metronom fährt glaube ich zur Zeit zwischen Hamburg und Uelzen mit sieben, zwischen Göttingen und Uelzen nur mit sechs Wagen, oder? Wenn das Fahrgastaufkommen zwischen Lüneburg und Uelzen sieben Wagen erfordert, ist mein Konzept natürlich auch für die Tonne...

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Warum nicht so, wie es schonmal war...

Ludo, Niedersachsen, Dienstag, 08.05.2012, 11:51 (vor 5065 Tagen) @ fabs

Ich bin gerade nicht so im Bilde, aber die Metronom fährt glaube ich zur Zeit zwischen Hamburg und Uelzen mit sieben, zwischen Göttingen und Uelzen nur mit sechs Wagen, oder? Wenn das Fahrgastaufkommen zwischen Lüneburg und Uelzen sieben Wagen erfordert, ist mein Konzept natürlich auch für die Tonne...

Göttingen-Uelzen: 6 Wagen (mehr gibt der Bahnsteig in Eschede nicht her)
Uelzen-Hamburg: Je nach Zeitfenster bis zu 8 Wagen

Das Problem eines durchgehenden ME-Zuges (davon gab es bis zuletzt noch ca. 2-3) ist neben der unterschiedlichen Wagenanzahl der lange Laufweg. Denn die aus Uelzen ankommenden ME fahren von Hamburg meistens weiter nach Bremen, von da aus wieder zurück nach Hamburg und wieder nach Uelzen. Das wäre dann ein Endlosumlauf, da in Göttingen wieder auf den Gegenzug gewendet wird.

Danke -

GUB, Bremen, Dienstag, 08.05.2012, 10:31 (vor 5066 Tagen) @ Sören Heise

- auch wenn ich doch schon das ein oder andere Mal dort umgestiegen bzw. gehalten habe (der Zug dort gehalten hat ;) ) sind die Bilder doch mal ganz interessant. Soviel Zeit hatte ich dort nämlich noch nich - und wenn doch, dann war der Bahnhof komplett mit Menschenmassen überfüllt...

Danke!

GUM, Dienstag, 08.05.2012, 11:29 (vor 5066 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von GUM, Dienstag, 08.05.2012, 11:30

nix

Danke, Günter - und Harburg:

fjk, Dienstag, 08.05.2012, 12:03 (vor 5065 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sonntagsabends-Sören!

Also erstmal danke, dass hier "aus dem Archivkeller auf den Plattenteller" die eingesandten Wunschpostkarten abgearbeitet werden. Ich hoffe, mein Wunsch kommt auch irgendwann dran - Sonntag hätte es an der Weser auch mittelprächtiges Wetter und Außergewöhnliches gegeben, aber beides ist bestimmt wiederholbar.

Ansonsten wäre die Frage "Kann ich den dreiwägigen Regionalzug von der 124 irgendwo wiedertreffen? Du hattest außerdem, wie Dein doppelstöckiger Konterpart, eine Einheitsellok dran." vielleicht auch was für die Kontaktecke. Außerdem kam mir ein n-Wagen, der einzeln im Wunschbahnhofsabstellfeld herumstand, irgendwie verdächtig vor. Aber das gehört hier nicht her,

im Gegensatz zum sachlichen Dank, dass die Betrachtungen über Uelzen den bereits genutzten Anlass geben, die umsteigefußgängerverkehrliche Situation dort einmal mehr kritisch zu beleuchten. Vielleicht ist der Vorschlag mit Lüneburg nicht schlecht, die wirklich vielen Wagen würden aber in wirklich kritischen Zeiten wohl eher schon von Hannover aus gebraucht; von Lüneburg dürfte die BimMErlbahn doch einiges abnehmen?

Oder

Harburg, damals noch eine Stadt im Königreich Hannover.

Wieso? Isses doch immer noch, heißt jetzt nur Winsen.

vermischt Allerlei
fjk

ME vs. MEr

Ludo, Niedersachsen, Dienstag, 08.05.2012, 12:22 (vor 5065 Tagen) @ fjk

Vielleicht ist der Vorschlag mit Lüneburg nicht schlecht, die wirklich vielen Wagen würden aber in wirklich kritischen Zeiten wohl eher schon von Hannover aus gebraucht; von Lüneburg dürfte die BimMErlbahn doch einiges abnehmen?

Nein, bestimmt nicht. Kaum jemand fährt freiwillig mit dem MEr, wenn der ME um XX:28 und der MEr um XX:33. Der MEr ist nur für die Provinzhalte Bardowick, Radbruch, Stelle, Meckelfeld und Maschen interessant. Einzige Zielgruppe in Lüneburg für diesen Zug könnten Harburg-Umsteiger sein (z.B. nach Cuxhaven), da es die Wartezeit im Bahnhof verkürzt und der Zug normalerweise leerer ist.

ME vs. MEr

fjk, Dienstag, 08.05.2012, 12:53 (vor 5065 Tagen) @ Ludo

Vielleicht ist der Vorschlag mit Lüneburg nicht schlecht, die wirklich vielen Wagen würden aber in wirklich kritischen Zeiten wohl eher schon von Hannover aus gebraucht; von Lüneburg dürfte die BimMErlbahn doch einiges abnehmen?


Nein, bestimmt nicht. Kaum jemand fährt freiwillig mit dem MEr, wenn der ME um XX:28 und der MEr um XX:33. Der MEr ist nur für die Provinzhalte Bardowick, Radbruch, Stelle, Meckelfeld und Maschen interessant. Einzige Zielgruppe in Lüneburg für diesen Zug könnten Harburg-Umsteiger sein (z.B. nach Cuxhaven), da es die Wartezeit im Bahnhof verkürzt und der Zug normalerweise leerer ist.

Moin,

ungefähr das meinte ich: das Gesamtverkehrsaufkommen zwischen Lüneburg und Harburg dürfte wegen der diversen Hamburgpendler zwar höher sein als südlich Lüneburgs, aber ein Großteil davon wiederum den "Provinzhalte[n] Bardowick, Radbruch, Stelle, Meckelfeld und Maschen" zuzurechnen - und darum im MEr landen. Dass man, wenn es zeitlich passt, direkt von Lüneburg nach Harburg wohl meist eher nicht den MEr nehmen wird, ist klar.

Aber da der Bahnsteig in Eschede das Problem zu sein scheint, ist es ohnehin illusorisch, dem Wochenendverkehr ab Hannover mit längeren Zügen zu begegnen. Ob Uelzen oder Lüneburg ist dann fast egal. In Uelzen kommen die horrenden Umsteigermassen aus Stendal und Soltau hinzu, in Lüneburg die aus Dannenberg.

zählt sechs und acht zusammen
fjk

Uelzen - Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 08.05.2012, 13:35 (vor 5065 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Danke für Kommentare. Eine Sammelantwort.

@Horst1: Kein Problem. Einmal Hamburg und zurück. Den Hauptbahnhof habe ich aber nicht mehr geschafft. ;-)

Lüneburg statt Uelzen: Überfüllungen habe ich in Uelzen glücklicherweise noch nicht mitbekommen. Deine Kritikpunkte teile ich.
Einer Verlegung der Brechung stehe ich dennoch kritisch gegenüber. Erst recht nach Lüneburg. Ich war jetzt Samstag unterwegs, südlich Uelzens war ein Fahrgastbefrager im Wagen. Soweit ich mitbekommen habe, wollte die große Mehrheit der Reisenden nach Hamburg.
Südlich Uelzen fahren, wie gesagt, sechs Wagen, nördlich sieben (bzw. beim MEr fünf) Wagen. Sieben braucht man zwischen Lüneburg und Hamburg definitiv, zwischen Lüneburg und Uelzen müßte man sich die Hauptreisezeiten anschauen. Ansonsten reichen sechs Wagen völlig. Nur: Kaum einer möchte nach Lüneburg, alle wollen nach Hamburg.
Aus Fahrgastsicht wäre wohl eine Brechung in Hannover oder gar, wie in guten alten Zeiten (mit 120, Postwagen, einem n-Wagen und fünf m-Wagen) Göttingen - Hamburg die bessere Wahl. Geht bloß nicht, weil die Bahnsteige so teuer sind.

@fjk: Daß Du einen Wunsch geäußert hattest, erinnere ich. Ebenso, daß ich Deine Zeilen is auf die Weser schon damals nicht dechiffrieren konnte. ;-( Vielleicht magst Du ihn ein wenig einfacher verschlüsseln? ;-)

ME und MEr Hamburg - Lüneburg: So, wie es jetzt ist, hat der MEr keine Fernzugüberholung, ist aber in Fahrtrichtung Norden für Lüneburg und eingeschränkt Winsen eher wenig attraktiv, da er gleich hinter dem schnellen Zug fährt. In der Gegenrichtung sieht das eventuell anders aus.

Viele Grüße, Sören

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

wUEmallweserätsel - Hinweis, voll OT

fjk, Dienstag, 08.05.2012, 14:41 (vor 5065 Tagen) @ Sören Heise

@fjk: Daß Du einen Wunsch geäußert hattest, erinnere ich. Ebenso, daß ich Deine Zeilen is auf die Weser schon damals nicht dechiffrieren konnte.

Hmm. [zählt das als Gruß?]

Ich hatte es verstanden. Lassen wir den Themenkomplex Günter mal außen vor, Uelzen ohnehin, und konzentrieren uns auf Hinweise zur Wunschzettellektüre.

Das Original findet sich in diesem Buchstabensalat. Und die direkten Hinweise hier sind anscheinend zu kryptisch. Also gut: rechnen wir Wümme, Aller und Weser zusammen und ziehen 124 wochentags ab. Dann noch einen Umstieg von Langenhagen an der Han dazu. Das ist doch nicht schwierig?

Und Kreiensen wie Uelzen sind durchaus gerngesehene Cousins.

Naja, vielleicht ja auch zu langweilig. Und die Wurstendenidee kann man hier nicht direkt sehen (sehr hübsch, wie man kreativ einen "Liniennamen" einpflegen kann, aber dann von Automatismen durcheinandergebracht wird), hier aber schon. Dass Brat zu Bock wird, steht ja lediglich in der Phosphatliste.

WÜnscht (auch zu enger Tunnel) weiter werktäglichen Rätselspaß
fjk

Rätselhaft

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 08.05.2012, 17:10 (vor 5065 Tagen) @ fjk

Hmm. [zählt das als Gruß?]

Gute Frage. [das nicht.]

...(sehr hübsch, wie man kreativ einen "Liniennamen" einpflegen kann, aber dann von Automatismen durcheinandergebracht wird)...

Aua. [das auch nicht.]


Das Rätsel betreffend: Wenn ich die Rechnung durchführe und die Cousins betrachte (die sehensmäßig beide irgendwie doch in einer anderen Liga spielen. Wenn ich nicht auf den falschen Zug aufgesprungen bin, spielt der Bahnhof in einer anderen Liga zusammen mit Duisburg.), lande ich in einer Stadt, deren namensmäßiger Fast-Zwilling einst preußisch war und gleichtzeitig irgendwie auch nicht. NE?
Dahingehende Pläne bestehen derzeit nicht, eine Kontrolle eventueller Umsteigezeiten ergibt leider auch kein positiveres Ergebnis. Abwarten!

Viele Grüße, Sören

In der Tat ;-). Minden goes Duisburg?

Blaschke, Dienstag, 08.05.2012, 18:55 (vor 5065 Tagen) @ Sören Heise

Mahlzeit!

spielt der Bahnhof in einer anderen Liga zusammen mit Duisburg.


Was hat Minden mit Duisburg zu tun?

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

Falscher Zug?

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 09.05.2012, 09:00 (vor 5065 Tagen) @ Blaschke

Moin!

Was hat Minden mit Duisburg zu tun?

Unter anderem den RE 6. Ich war allerdings von einem anderen Bahnhof ausgegangen und da wäre es was anderes. Zu kompliziert für mich. Sag' ich ja.

Viele Grüße, Sören

RE 6. Treffer versenkt.

fjk, Mittwoch, 09.05.2012, 09:34 (vor 5065 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Ja, [...]

Was hat Minden mit Duisburg zu tun?


Unter anderem den RE 6.

in der Tat. Ich deutete ja schon einen sonntäglichen Aufenthalt am Ende der 124 an. Natürlich mit dem Ziel RE6. Auf den "immer besser bald sechs Wagen"-Aufklebern aus dem letzten Jahr ist das die orange Linie. Und die knickt in Duisburg nach Süden ab.

Was allerdings (und darauf, außer auf die Startstadt, ist der Betreff gemünzt) unsere liebe Tochter (2 1/2) dazu ermutigt hat, die ganze RE6-Fahrt bis zum Abknicken von Duisburg zu reden, erscheint äußerst rätselhaft. Der Zoobesuch am letzten Wochenende? Die regelmäßige Bahnhofsbetrachtung aus dem Bimz? Der Umzug des Kindergartenfreundes? Alles eigentlich nicht mit intensiver elterlicher Städtenamensnennung verbunden.
Aber Sören weiß es: schon ein halbstündiger Aufwachaufenthalt in Minden genügt, um an Duisburg zu denken. Dann ist ja alles klar. Danke:-)

Was das Wunschkonzert angeht: wir gedulden uns gerne bis zum Tag der offenen Tür im Zentralamt oder so.

Ich war allerdings von einem anderen Bahnhof ausgegangen und da wäre es was anderes.

Da rätseln wir dann wohl mal weiter. "Was hat Thedinghausen mit Duisburg zu tun", "wo steht der braunschweiger Löwe in Hesepe" oder "warum macht Sören nicht mal Ferien in Geestemünde". Alles keine Antworten, und erstmal wird gearbeitet...

spart sich das Rätselheft für die RE5-Fahrt heut nachmittag
fjk

Einige Bilder gehen (zur Zeit) nicht mehr

fabs, Braunschweig, Mittwoch, 09.05.2012, 10:25 (vor 5065 Tagen) @ Sören Heise

[image]

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Bilder ...

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 09.05.2012, 13:31 (vor 5064 Tagen) @ fabs

Moin!

Einige Bilder habe ich sicherheitshalber rausgenommen, Panoramafreiheit wegen Kunstwerk, vgl. bei DSO.


@fjk: Minden ist was anderes als Nienburg. Das ließe sich auch ohne BZA einrichten. Die Warteliste wird länger...


Viele Grüße, Sören

Panoramafreiheit wegen Kunstwerk

Steffen, Mittwoch, 09.05.2012, 14:35 (vor 5064 Tagen) @ Sören Heise

Einige Bilder habe ich sicherheitshalber rausgenommen, Panoramafreiheit wegen Kunstwerk, vgl. bei DSO.

Bin ich mir nicht sicher, da Du ja quasi an einem für die Öffentlichkeit gedachtebn Ort warst. Problematischer ist da eher das Hausrecht, aber die DB akzeptiert ja solche Fotos.

Unabhängig davon - müsstest Du nicht dieses Bild auch raus nehmen (und das darüber)? Ich erkenne daran auch eindeutig Hundertwasser.
[image]

--
[image]

MI nicht NI? Doch, aber RI nicht.

fjk, Mittwoch, 09.05.2012, 15:15 (vor 5064 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

@fjk: Minden ist was anderes als Nienburg.

nein. Rinteln ist etwas anderes als Minden und Nienburg, weswegen man für entsprechenden Urlaub jetzt nach Italien statt mit dem Rad an der Weser entlang muss. Außer man trifft einen alten Trecker.

Der Nienburger Bahnhof ist vielleicht auch eine Dokumentation wert, der untergründige Vergleich zur RE6-Knickstelle drängt sich auf. Was die bisher erschienenen Folgen angeht, würde ich es aber in die Kategorie Löhne und Ludwigshafen einsortieren (ex-Leinefachhochschulenstadt? Landwirtschaftsgerätelokalzeitungsnamenstadt? Leesestolzenauumsteigestadt?), nicht bei Kreiensen oder Uelzen - wie Minden.

Aber wie war das mit Preußen? 340 (komisches Konstrukt, Nummern alle?) ist doch nicht 124 und Bonn nicht Rhein-Sieg?! Von der TWE gar nicht zu reden. Rätselhaft...

befürchtet, eine Dreiviertelstunde reicht nicht
fjk

Fragezeichen über Fragezeichen

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 09.05.2012, 16:54 (vor 5064 Tagen) @ fjk

Moin,

nein. Rinteln ist etwas anderes als Minden und Nienburg, weswegen man für entsprechenden Urlaub jetzt nach Italien statt mit dem Rad an der Weser entlang muss. Außer man trifft einen alten Trecker.

Da ziehen die Fragezeichen in dichter Folge durch den Malermief.

Der Nienburger Bahnhof ist vielleicht auch eine Dokumentation wert, der untergründige Vergleich zur RE6-Knickstelle drängt sich auf.

Genau. Bahnhofsgebäude vom Gleis bei Nebel nicht sichtbar. Das meinte ich oben. ;-)

Was die bisher erschienenen Folgen angeht, würde ich es aber in die Kategorie Löhne und Ludwigshafen einsortieren (ex-Leinefachhochschulenstadt? Landwirtschaftsgerätelokalzeitungsnamenstadt? Leesestolzenauumsteigestadt?), nicht bei Kreiensen oder Uelzen - wie Minden.

Der Zeitungsname, ja. Seltsam und ungewohnt. ;-)

Aber wie war das mit Preußen? 340 (komisches Konstrukt, Nummern alle?) ist doch nicht 124 und Bonn nicht Rhein-Sieg?! Von der TWE gar nicht zu reden. Rätselhaft...

Und wieder Fragezeichen. Preußen liegt jedenfalls nicht an der KBS 340, sondern an der Vierhundertnullnochwas und der nebenan.

Viele Grüße, Sören
(der gleich die elektrisch betriebene Innenraumharke zum Leben erweckt)

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum