Sehe ich das korrekt... (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Montag, 07.05.2012, 20:49 (vor 5082 Tagen)

dass der Zug einfach weiterfährt?

Klick

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Sehe ich das korrekt... (Linkfix für Not-Mobil-Surfer)

DG, Montag, 07.05.2012, 21:09 (vor 5082 Tagen) @ moonglum

dass der Zug einfach weiterfährt?

Klick

Für alle die nicht mobil surfen sei dieser Link empfohel,
zitierten kann ich nicht öffnen bzw. kriege kein Video angezeigt!

Sehe ich das korrekt...

bahnerausleidenschaft, Montag, 07.05.2012, 22:13 (vor 5082 Tagen) @ moonglum

dass der Zug einfach weiterfährt?

Klick

Ich denke nicht das der Zug einfach weitergefahren ist. Aufgrund der fehlenden Informationen über die gefahrene Geschwindigkeit ist es auch schwer einzuschätzen wie lange der Zug braucht zum anhalten.

ein aussagekraeftiger Betreff ist immer gut!

Burkhard, Dienstag, 08.05.2012, 08:42 (vor 5081 Tagen) @ moonglum

- kein Text -

Siehst Du nicht korrekt

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Dienstag, 08.05.2012, 18:04 (vor 5081 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Meinrad aus Kanada, Dienstag, 08.05.2012, 18:05

Ein 125-Wagenzug (typisch) ist ungefaehr 2.5km lang. In der ersten 20 Sekunden merkt der letzte Wagen ueberhaupt nichts von einer Bremsaktion (Schallgeschwindigkeit der Luftleitung ist der begrenzende Wert, aber Schallgeschwindigkeit wird nicht erreicht, wegen Luftleitungsquerschnitt und Schlauchrauheit). Die Lokomotive verlangsamt sich zwar, kann aber nur beschraenkt ueber die Kompression der Kupplungsfedern zu der Gesamtverzoegerung beitragen. Nach ungefaehr 20 Sekunden sind die Bremsen angelegt. In der Zeit hat sich der Zug (typische Geschwindigkeit 70 mph = 112km/h) um 30 Wagen weiterbewegt, bevor effective Bremsung beginnt. Ein US-Gueterzug hat ein Fahrverhalten wie ein Tankschiff. Bei 15000 Tonnen auch kein Wunder.

zu Zügen in den Staaten

safe go, Chemnitz, Dienstag, 08.05.2012, 22:41 (vor 5081 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Mir ist aus irgendeiner Vorlesung in den letzten Wochen in Erinnerung geblieben, dass man zum Teil die Bremsung parallel an beiden Enden des Zuges einleitet. Die Kommunikation mit dem Zugschluss (und den dortigen Einrichtungen - Ventil oder was auch immer) geschieht über Funk.

Kennst Du derartiges?

zu Zügen in den Kanada und den USA

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Mittwoch, 09.05.2012, 03:15 (vor 5081 Tagen) @ safe go

Mir ist aus irgendeiner Vorlesung in den letzten Wochen in Erinnerung geblieben, dass man zum Teil die Bremsung parallel an beiden Enden des Zuges einleitet. Die Kommunikation mit dem Zugschluss (und den dortigen Einrichtungen - Ventil oder was auch immer) geschieht über Funk.

Kennst Du derartiges?

Auf Steilstrecken (mehr oder weniger alles westlich von Denver oder Calgary) gibt es "pushers", das sind festverkoppelte Loks am Schluss des Zuges. Sie sind funkgesteuert, und die Bremsventilansteuerung kommt dann beidseitig. Noch extremer ist der Betrieb der "British Columbia Railway" in Kanada. Dort wird auf einer Strecke mit Kurvenradien bis runter auf 120m und Gradienten von 2% mit "intermediate slaves" gefahren. Bis zu 12 Lokomtiven pro Zug, verteilt in Zweiergruppen. Hier gibt es dann nicht die gefuerchtete Verzoegerung, die man auch in dem Video gesehen hat. Ich habe noch einen Artikel beigefuegt. Er bedient sich zwar des amerikanschen Masssytems (das jeden SI-Gewoehnten zur Weissglut bringt), aber der Artikel zeigt trotzdem den Unterschied zwischen dem amerikanisch-kanadischen Bremssystem und dem europaeischen System auf. Man bedenke, dass der als Beispiel gewaehlte 4000t-Zug auf Hauptbahnen noch ein putziges Zueglein ist. Ich habe schon einmal ueber 240 Container auf einem Zug gezaehlt.
Bremsen auf US-Zuegen

zu Zügen in den Kanada und den USA

heinz, Mittwoch, 09.05.2012, 06:53 (vor 5080 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Man bedenke, dass der als Beispiel gewaehlte 4000t-Zug auf Hauptbahnen noch ein putziges Zueglein ist. Ich habe schon einmal ueber 240 Container auf einem Zug gezaehlt.

Wer dieses Thema vertiefen möchte, sollte sich bei der nächsten Gelegenheit den Film RR von James Bening anschauen. Selten habe ich ein solch intensives Bahnerlebnis gehabt wie beim "Vorüberziehen" dieses Filmes.

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