ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU (Allgemeines Forum)
Hallo!
Die laufenden Verbesserungen der Infrastruktur und Maßnahmen rund um die Pünktlichkeit haben sich ausgezahlt: Mit 96,6 % Pünktlichkeit im Jahr 2011 gehören die ÖBB zu den pünktlichsten Bahnen Europas und bieten ihren Kunden die höchste Pünktlichkeit innerhalb der EU.
-> http://www.oebb.at/de/Services/Puenktlichkeitsstatistik/
m b g,
Anoj
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Aber nur weil die Fahrzeiten gestreckt wurden. Anderen Bahnen wird dem Personal gesagt, sie müssen ihr bestes tun, bei der ÖBB gibt es eben viele Gewerkschaftslokführer, die wollen ihre Arbeit gemütlich nehmen - deswegen haben wir jetzt längere Fahrzeiten als in den letzten Jahren oder Jahrzehnten. mfg
Wie peinlich für die Deutsche Bahn!!!
http://www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/puenktlichkeit_personenverkehr.shtml
Dort ist ein Zug noch nach 15 min. "Pünktlich" und das Ergebniss!
:-) Seht selbst und lasst euch hmhm ;-) überraschen ;-)!!!
Sonst heißt es wieder man schimpft immer nur! Aber das sind die offiziellen Daten der DB!
Wie peinlich für die Deutsche Bahn!!! SBB- Bitte nachmachen!
http://www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/puenktlichkeit_personenverkehr.shtml
Dort ist ein Zug noch nach 15 min. "Pünktlich" und das Ergebniss!
:-) Seht selbst und lasst euch hmhm ;-) überraschen ;-)!!!
Sonst heißt es wieder man schimpft immer nur! Aber das sind die offiziellen Daten der DB!
Bitte drückt beim Fernverkehr eure Augen zu!!!
Also Februar und 80,9% der Züge waren pünktlich (das heißt bis zu 5 min Verspätung!!!
92,3% hatten bis zu 15 min. Verspätung!
SBB:
Die Schweizer hatten 2011 89,8% der Züge unter 3 Minuten Verspätung!!!
http://www.sbb.ch/sbb-konzern/medien/medienmitteilungen.newsdetail.2012-3-2903_45_01.html
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Wie peinlich für die Deutsche Bahn!!! SBB- Bitte nachmachen!
SBB:
Die Schweizer hatten 2011 89,8% der Züge unter 3 Minuten Verspätung!!!
Ja, ob die SBB ganz geil sind, haben wir hier schon zur Genüge ausdiskutiert. Das verstehen wir aber auch, wenn man nur ein Ausrufezeichen nutzt.
Ich sehe in deinem Beitrag ehrlich gesagt nicht, was du damit aussagen willst. Wieso soll die SBB die DB nachmachen?
Hey Fabian,
ich meinte damit dass es wünschenswert und nett wäre, wenn wenigstens endlich einmal annähernd solche Werte erreicht werden könnten, denn es bringt nichts wenn es immer nur auf dem Blatt gut aussieht!
Wie peinlich für die Deutsche Bahn!!! SBB- Bitte nachmachen!
Hoi,
SBB:
Die Schweizer hatten 2011 89,8% der Züge unter 3 Minuten Verspätung!!!
Nicht ganz: Ersetze Züge durch Reisenden und es passt. Das ist die Kundenpünktlichkeit. Da sind auch unterschiedliche Auslastungen und erreichte Anschlüsse enthalten. Die Pünktlichkeit der Züge liegt immer um etwa 3 Prozentpunkte drüber. Leider gibt es für die Zugpünktlichkeit keine veröffentlichten Zahlen mehr. Die Kundenpünktlichkeit ist den Reisenden ja wichtiger, als die Zugpünktlichkeit.
Eine nette Karte: http://www.sbb.ch/sbb-konzern/verantwortung-fuer-gesellschaft-und-umwelt/puenktlichkeit... (Auch hier ist wieder die Pünktlichkeit der Reisenden erfasst, nicht die der Züge.) Man bemerke den Einfluss Italiens in Bellinzona :-(
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Wie peinlich für die Deutsche Bahn!!! SBB- Bitte nachmachen!
Nicht ganz: Ersetze Züge durch Reisenden und es passt. Das ist die Kundenpünktlichkeit. Da sind auch unterschiedliche Auslastungen und erreichte Anschlüsse enthalten. Die Pünktlichkeit der Züge liegt immer um etwa 3 Prozentpunkte drüber. Leider gibt es für die Zugpünktlichkeit keine veröffentlichten Zahlen mehr. Die Kundenpünktlichkeit ist den Reisenden ja wichtiger, als die Zugpünktlichkeit.
Interessante Statistik und allemal aussagefähiger als die Zug-bezogenen DB-Zahlen.
Spannend wäre noch, was mit den 10% Reisenden ist, die später als 3 Minuten ankommen. Bei dem engen Takt der SBB, und dem generellen Hang zur Genauigkeit der Schweizer, dürfte auch der Wert traumhaft gut sein (also um die 30 Minuten).
Gruß Avmz
Der Einfluss der Nachbarländer^^
Eine nette Karte: http://www.sbb.ch/sbb-konzern/verantwortung-fuer-gesellschaft-und-umwelt/puenktlichkeit... (Auch hier ist wieder die Pünktlichkeit der Reisenden erfasst, nicht die der Züge.) Man bemerke den Einfluss Italiens in Bellinzona :-(
Ja, die guten Werte in Winterthur liegen sicher an der DB :)
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Ich finde die pünktlichkeit der DB hat sich (subjektiv) in den letzten 2 Jahren verbessert. Vor allem in Regional Betrieb ist es besser geworden (NRW) auch die letzten ICE Fahrten waren pünktlich was start und ziel Bahnhof betrifft, dazwischen gab es mal 10 min die aber während der Fahrt aufgeholt worden sind.
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Wenn die ÖBB die Kundenpünktlichkeit messen würde wie die SBB, dann würde sie schlecht aussehen. Bei der ÖBB fahren viele Züge den Kunden vor der Nase davon, weil sie zwar für die ÖBB pünktlich ankommen, aber die Verspätung von 4 Minuten bedeutet für den Kunden hingegen eine verspätete ankunft - genauso wie bei der SBB. Ausserdem wird bei der ÖBB ähnlich wie bei der SNCF die Türen vor der eigentlichen Zugsabfahrt geschlossen. Während bei der SBB jeder Kunde noch 10 Sekunden vor der Abfahrt reinkommt, wird dies bei diesen 2 Bahnen schnell mal untersagt. mfg
? Bellinzona
Wie kommt es, dass Bellinzona so schlecht abschneidet (ca. 70%)?
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Äpfel und Erdbeeren
Bitte drückt beim Fernverkehr eure Augen zu!!!
Also Februar und 80,9% der Züge waren pünktlich (das heißt bis zu 5 min Verspätung!!!
92,3% hatten bis zu 15 min. Verspätung!SBB:
Die Schweizer hatten 2011 89,8% der Züge unter 3 Minuten Verspätung!!!
Dann nimm aber auch bitte vergleichbare Zahlen: Du nimmst bei der DB nur die schlechten Fernverkehrszahlen und vergleichst sie mit dem Gesamtverkehr der Schweiz! Der Gesamtverkehr in Deutschland ist auch deutlich pünktlicher.
(dass die SBB-Zahlen die Kundenpünktlichkeit ist lassen wir mal unberücksichtigt)
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! Bellenz
Wie kommt es, dass Bellinzona so schlecht abschneidet (ca. 70%)?
Schau mal auf die Sch...alpino-Seite. Das ist in Bellenz bestimmt die influenza italiana.
Gruß Sören
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Verstehen Sie Bahnhof!
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! Bellenz
Wie kommt es, dass Bellinzona so schlecht abschneidet (ca. 70%)?
Schau mal auf die Sch...alpino-Seite. Das ist in Bellenz bestimmt die influenza italiana.
Das hieße dass fast alle Reisenden während ihrer Fahrt auch mit den Sch...alpino-Zügen fahren (müssen). Gibt es da keine Regional-Reisenden?
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Fernzüge überdurchschnittlich verspätet?
Moin!
Das nicht. Ich denke, die Fernzüge, sind überdurchschnittlich verspätet. Das zieht die Zahlen nach unten.
Viele Grüße, Sören
Fernzüge überdurchschnittlich verspätet?
Hallo Sören!
Das nicht. Ich denke, die Fernzüge, sind überdurchschnittlich verspätet. Das zieht die Zahlen nach unten.
Bei der Statistik der DB fallen die mieserabel pünktlichen Fernzüge in der Gesamtstatistik kaum ins Gewicht, bei der SSB drücken 1 Dutzend Züge am Tag die Pünktlichkeit auf 70%? Da bin ich skeptisch ob es nur daran liegt. Oder gibt es um Bellinzona vielleicht kaum Nahverkehr?
Gruß zurück,
Steffen
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Einzeleffekt?
Hello Steffen!
Bei der Statistik der DB fallen die mieserabel pünktlichen Fernzüge in der Gesamtstatistik kaum ins Gewicht, bei der SSB drücken 1 Dutzend Züge am Tag die Pünktlichkeit auf 70%? Da bin ich skeptisch ob es nur daran liegt. Oder gibt es um Bellinzona vielleicht kaum Nahverkehr?
Das regt zum Nachdenken an.
Fernverkehr sind zwei bis zweieinhalb Züge pro Stunde und Richtung, abhängig von Doppelführung über den Gotthard.
Regionalverkehr sind fünfeinhalb oder sechseinhalb Züge pro Stunde und Richtung (der halbe nach Luino, ob nach Norden ein oder zweimal die Stunde gefahren wird, müßte man nachschauen).
Also grob gesagt: Zwei Drittel Nahverkehr, ein Drittel Fernverkehr. Paßt also nicht.
Die derzeitigen Zahlen sind vom März 2012, kann da die Sperrung der Gotthardbahn (gibt's bestimmt auch hier im Forum) hineingewirkt haben? Nur mal als Vermutung. Was sagen unsere Schweizer dazu? Gibt es eventuell ältere Übersichten?
Viele Grüße und Schluß für heute, Sören
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! Bellinzona
Hoi,
Die schlechte Pünktlichkeit in Bellinzona dürfte verschiedene Ursachen haben:
Pünktlichkeit der Züge aus Italien:
Neben allen EC gibt es auch mehrere, mindestens im 1h-Takt verkehrende S-Bahnen, die über die Grenzen hinweg durchlaufen und ihren Endpunkt in Italien haben. Die (Un-)Pünktlichkeit der EC ist ja berühmt berüchtigt, wie es mit der Pünktlichkeit der S-Bahnen steht, ist mir hingegen nicht bekannt.
Bellinzona ist ein Nadelöhr:
Die Strecke Bellinzona-Giubiasco ist mit ihren nur zwei Gleisen ein riesiges Nadelöhr. Dort müssen alle Züge durch, S-Bahnen, Fernzüge und sämtliche Güterzüge der Gotthard-Transit-Achse. Das dürfte nicht ganz unerheblich sein, wenn noch ein verspäteter EC daherkommt.
Zuverlässigkeit des international eingesetzten Rollmaterials:
Die ETR 470 sind weder in die eine, noch in die andere Richtung zuverlässig. Von den fünf FS - ETR 470 waren die letzten Tage ganze null Züge einsatzfähig. Ersatzzüge mit italienischen Wagenmaterial bis Zürich (immerhin!) sind in letzter Zeit keine Seltenheit mehr. Wagenzüge können die Fahrzeiten der Neigezüge allerdings nicht einhalten, weshalb es da zu Verspätungen kommt. Einige ETR 470 wurden auch mit ICN bis/ab Chiasso ersetzt. Das klappt aber nicht bei jedem Zug, die SBB haben die ICN ja auch nicht wie Sand am Meer vorrätig.
Streckensperre im März:
Mitte März war die Gotthardbahn für über eine halbe Woche komplett gesperrt ( ich berichtete: http://ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=172406 ). Die hieraus entstandenen Reisenden-Verspätungen dürften nicht unerheblich gewesen sein und ihren Beitrag für die Statistik geleistet haben.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Danke!
Ich danke Dir! Ja, das klingt plausibel. Da ist also in und um Bellinzone nicht unbedingt mit baldiger Besserung zu rechnen. Wobei durch den Halbstundentakt die Verspätung aus deutscher Sicht kaum spürbar ist...
Wie ist eigentlich die Pünktlichkeit der Züge, die nicht bis Italien durch fahren? Die müsste ja fast so gut sein wie im Rest des Landes.
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Rechentricks mit der Pünktlichkeit
Bei der Statistik der DB fallen die mieserabel pünktlichen Fernzüge in der Gesamtstatistik kaum ins Gewicht, bei der SSB drücken 1 Dutzend Züge am Tag die Pünktlichkeit auf 70%? Da bin ich skeptisch ob es nur daran liegt.
Angenommen, 50% der Züge wären Nahverkehrszüge und 50% Fernverkehrszüge. Wenn man nun einfach den Durchschnitt aller Verspätungen an allen Halten nimmt (und das macht die DB), dann fliesst die Pünktlichkeit der NV-Züge viel, viel stärker in den Gesamtdurchschnitt ein, weil sie viel mehr Halte haben. So rechnet meines Wissens die DB (unberechtigterweise, denn diese Zahl sagt nichts über die Chance, dass ein Reisender pünktlich sein wird).
An der einzelnen Station Bellinzona hingegen (welche FV und NV hat) ist die Gewichtung beider Kategorien genau 50 zu 50, weil die zusätzlichen Halte der NV-Züge an anderen Stationen nicht einfliessen. Der FV hat also ein höheres Gewicht.
In Bellinzona gibt's 4 FV- und 8 NV-Abfahrten pro Stunde (wovon eine NV-Linie nach Italien führt). Unpünktlicher FV hat da schon ein ziemliches Gewicht; beim Mailand-Verkehr ist die Verspätungsquote gigantisch. Andere Gründe hat Twindexx noch genannt.
Definition Pünktlichkeit bei verschiedenen Bahnen?
Zweifellos hat die ÖBB ihre Pünktlichkeit enorm verbessert (was sie angesichts des kommenden ITFs auch muss - ein ITF funktioniert nur mit sehr pünktlichen Zügen). Das ist begrüssenswert und es wird interessant sein zu sehen, ob sich auch entsprechender Erfolg bei den Fahrgastzahlen einstellt - die ÖBB macht ja genau das, was ich für richtig halte.
Aber was gilt bei der ÖBB überhaupt noch als pünktlich? Ein Zug mit 5 Minuten 59 Sekunden Verspätung, so wie bei der DB? Ich hab die Definition nirgends gefunden.
Weiss jemand, wie die anderen Bahnen zählen? 4 Minuten 59 Sekunden?
Bei den SBB sind es wie schon erwähnt 2 Minuten 59 Sekunden, aber nicht bezogen auf Züge, sondern auf (potentiell umgestiegene) Reisende. Ein mutiges Mass, weil es erstmal wesentlich schlechter aussieht, aber ein vernünftiges. Pünktliche leere Züge in den Randstunden bringen wenig...
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Ausserdem wird bei der ÖBB ähnlich wie bei der SNCF die Türen vor der eigentlichen Zugsabfahrt geschlossen.
Sowas will mir absolut nicht in den Kopf... publiziert werden soll doch verdammt nochmal die Zeit, bis zu der man einsteigen kann. Alle anderen Zeiten sind für den Kunden irrelevant. Ob der interne Fahrplan dann eine andere Zeit enthält, ist mir dann völlig egal.
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Sowas will mir absolut nicht in den Kopf... publiziert werden soll doch verdammt nochmal die Zeit, bis zu der man einsteigen kann. Alle anderen Zeiten sind für den Kunden irrelevant. Ob der interne Fahrplan dann eine andere Zeit enthält, ist mir dann völlig egal.
Kann man so oder so sehen. Es wird eine Abfahrtszeit publiziert, keine Einsteigezeit. Dass man zu der Zeit in Frankreich nicht mehr in den Zug kommt, ist dort völlig normal. - Andere Länder, andere Sitten.
PS.: Schon mal probiert, in ein Flugzeug mit Abflugzeit 10:30 um 10:29:50 noch einzusteigen? ;-)
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Mich als Fahrgast interessiert allerdings die Abfahrzeit nicht, sondern lediglich die Einsteigezeit.
Thalys
Weiss jemand, wie die anderen Bahnen zählen? 4 Minuten 59 Sekunden?
Beim Thalys sind es 15 Minuten (ob 14:59 oder 15:59 macht da auch keinen Unterschied).
Ein Zug aus Paris, der gerade durch Düren rast, obwohl er gerade in Köln hätte ankommen sollen, ist also püntlich.
Möglicher weise rechnet die SNCB auch mit 15 Minuten.
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ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Ausserdem wird bei der ÖBB ähnlich wie bei der SNCF die Türen vor der eigentlichen Zugsabfahrt geschlossen.
Sowas will mir absolut nicht in den Kopf... publiziert werden soll doch verdammt nochmal die Zeit, bis zu der man einsteigen kann. Alle anderen Zeiten sind für den Kunden irrelevant. Ob der interne Fahrplan dann eine andere Zeit enthält, ist mir dann völlig egal.
Kein pro - kein contra, nur eine Beobachtung: Bei der DB ist es genau so. Ich beobachte das oft bei der Dresdner S-Bahn, Zug kommt 45 oder 60 Sekunden zu früh an. Dann parkt er zwei Minuten an der Kante (planmäßig laut Kundenfahrplan eine Minute, nach Sekundenfahrplan (?) wahrscheinlich etwas weniger). Zehn Sekunden vor der Abfahrt geht das Fenster an Lok/Steuerwagen runter, Tf guckt raus, abwechselnd am Zug entlang und zur vor seiner Nase hängenden Bahnhofsuhr. Dann ist die Abfahrtszeit genau erreicht, kommt noch jemand die Treppe heraufgeeilt, der augenscheinlich eben diese S-Bahn erreichen möchte, bleibt der Tf am Fenster und verriegelt erst, wenn die Türen selbstständig zugelaufen sind. Kommt niemand mehr die Treppe hoch, wird mit Zeigerschlag das Fenster hochgefahren, fünf Sekunden nach der Abfahrtszeit verriegelt und zehn bis 20 Sekunden nach der Abfahrtszeit abgefahren.
Bitte!
Hoi,
Da ist also in und um Bellinzone nicht unbedingt mit baldiger Besserung zu rechnen.
Für den Güterverkehr ist eine Direktverbindung vom Südportal des Gotthard-Basistunnel bis zum Nordportal des Ceneri-Basistunnel angedacht. Das ganze wird auch als "Güterumfahrung Bellinzona" bezeichnet. Der Realisationszeitpunkt dieses Projekts wird allerdings in den Jahren nach 2030 liegen.
Wobei durch den Halbstundentakt die Verspätung aus deutscher Sicht kaum spürbar ist...
Im Tessin ist der Halbstundentakt bis jetzt leider nur auf zwei S-Bahn-Linien vorhanden: Auf der S10 zwischen Bellinzona und Chiasso und auf der S20 auf der Strecke Bellinzona-Locarno. Der Fernverkehr verkehrt im 1h-Takt und die S-Bahnen zwischen Luino und Bellinzona verkehren nur im 2h-Takt. Zwischen Biasca und Erstfeld gibt es eigentich keinen Regionalverkehr auf der Schiene mehr (Der Güterverkehr braucht die Trassen).
Mit den beiden Basistunnels am Gotthard und Ceneri wird es möglich sein, einen Halbstunden-IC/EC-Takt zwischen Lugano und der Deutschschweiz einzurichten.
Wie ist eigentlich die Pünktlichkeit der Züge, die nicht bis Italien durch fahren? Die müsste ja fast so gut sein wie im Rest des Landes.
Die ist auch auf dem gewohnten Schweizer Niveau. Ich habe meine Reiseziele im Tessin bis jetzt immer pünktlich erreicht und bin auch immer pünktlich von dort wiedergekommen. Ich bin dort allerdings noch nie mit einem EC oder sonst einem Zug unterwegs gewesen, der vorher aus Italien kam.
Mittlerweile soll es Trenitalia offensichtlich geschafft haben, einen ETR 470 wieder zum laufen gebracht zu haben. Es fährt wieder einer der ihren.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
? Regionalverkehr Gotthard
Moin!
Zwischen Biasca und Erstfeld gibt es eigentich keinen Regionalverkehr auf der Schiene mehr (Der Güterverkehr braucht die Trassen).
Frage: Die Nordrampe betreffend las ich, der Regionalverkehr sei eingestellt worden, da die Bahnhöfe abseits der Ortschaften liegen und mit dem Bus besser bedient werden können. Weißt Du, wie die Stationen auf der Sürampe zu den Orten liegen und ob nicht die Lage ausschlaggebend war?
Viele Grüße, Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Mich als Fahrgast interessiert allerdings die Abfahrzeit nicht, sondern lediglich die Einsteigezeit.
Dann solltest du dich als erstes bei den ganzen Fluggesellschaften beschweren, wieso die groß immer nur die Abflugzeiten und nicht die "last security controle"-Zeiten angeben. ;)
Wenn in Frankreich immer eine Minute vor Abfahrt die Türen geschlossen werden, dann ist das so, dann ist das kein Problem und der gemeine Tourist möge sich einfach auf die Gegebenheiten in seinem Reiseland einstellen.
! Regionalverkehr Gotthard
Hoi,
Frage: Die Nordrampe betreffend las ich, der Regionalverkehr sei eingestellt worden, da die Bahnhöfe abseits der Ortschaften liegen und mit dem Bus besser bedient werden können.
Das mag eine Begründung sein. Ein Hauptgrund war aber die Trassenkapazität für den Güterverkehr.
Die Station Wassen wäre 500 m nördlich besser platziert und gleich am Dorf selbst. Die Stationen Gurtnellen und Amsteg-Silenen liegen zwar nicht unbedingt im Zentrum der Dörfer nach denen sie benannt wurden, sie liegen aber in besiedelten Gebieten. So abseits liegen sie also nicht. Mit dem richtigen Konzept liesse sich nach Eröffnung der Basistunnels einiges erreichen. Ein Konzept könnte so aussehen, dass stündlich ein Regionalzug fährt und ab den Zwischenstationen kleine Busse die Feinverteilung übernehmen. Der Regio könnte 30 min versetzt zum zwischen Erstfeld und Göschenen ohne Halt verkehrenden IR fahren, wodurch bis Göschenen ein Halbstundentakt entstünde.
Dass der Bus eine bessere Feinverteilung zustandebringt, als ein Zug, ist klar. Das darf aber kein Argument gegen den Schienenverkehr sein! Der Bus kann die Feinverteilung auch ab den Zwischenstationen bereitstellen.
Weißt Du, wie die Stationen auf der Sürampe zu den Orten liegen und ob nicht die Lage ausschlaggebend war?
Die liegen eigentlich mitten in den Dörfern. Am Morgen um 6:29 und 6:57 Uhr ab Airolo fahren sogar zwei S-Bahnen mit Halt in Ambri-Piotta, Faido, Lavorgo (nur eine der beiden) und Bodio nach Biasca und weiter Richtung Bellinzona - Chiasso. Nur in Rodi-Fiesso und Giornico halten diese beiden S-Bahnen nicht. In die Gegenrichtung gibt es nur eine S-Bahn mit Ankunft um 23:58 Uhr in Airolo, die nach Biasca noch in Faido und Ambri-Piotta hält.
Dass nicht mehr S-Bahnen fahren, liegt an der für Güterzüge benötigten Trassenkapazität. Wenn es diese Trassenkapazität gäbe, dürften also durchaus mehr als nur diese drei Alibi-Regionalzüge verkehren.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Züge vs. Flugzeuge
Man darf die Flugzeuge nicht mit Züge vergleichen. Bei den Flugzeugen braucht es eine viel längere Eincheckzeit, als bei den Zügen. Daher kann man dies nicht vergleichen. Die Züge sind eher Zubringer zu den Flugzeugen. Eine Bahn, die Fahrgäste vor der Abfahrtszeit aussperrt, muss nicht mit der pünktlichkeit werben, da dies unfair ist. mfg
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
"Andere machen es auch so" ist kein Argument.
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
"Andere machen es auch so" ist kein Argument.
Richtig, aber andere Länder, andere Sitten ist eins. In Deutschland wird übrigens auch planmäßig vor Abfahrtszeit bereits geschlossen. Und dass eine Abfahrtszeit auch eine Abfahrtszeit und keine last boarding time ist, finde ich irgendwie nachvollziehbarer als dass eine last boarding time plötzlich Abfahrtszeit heißen soll.
Ergo: Abfahrtszeit = Abfahrtszeit ist nachvollziehbarer als dass, was du gerne hättest, nämlich Abfahrtszeit = Einsteigezeit.
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Ergo: Abfahrtszeit = Abfahrtszeit ist nachvollziehbarer als dass, was du gerne hättest, nämlich Abfahrtszeit = Einsteigezeit.
Mir als Fahrgast ist allerdings die tatsächliche Abfahrtszeit egal, mich interessiert nur die Einsteigezeit. Da Abfahrtszeit - Einsteigezeit nicht immer konstant ist, will ich die Einsteigezeit wissen. Ich verstehe nicht, was daran so komplex ist.
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Mir als Fahrgast ist allerdings die tatsächliche Abfahrtszeit egal, mich interessiert nur die Einsteigezeit. Da Abfahrtszeit - Einsteigezeit nicht immer konstant ist, will ich die Einsteigezeit wissen. Ich verstehe nicht, was daran so komplex ist.
Daran ist überhaupt nichts komplex. Der clevere Fahrgast versucht ja sowieso nicht, erst zum Zeigersprung einzusteigen. Und in Frankreich ist man halt einfach nichts anderes gewöhnt.
ÖBB: Pünktlichste Bahn in der EU
Mir als Fahrgast ist allerdings die tatsächliche Abfahrtszeit egal, mich interessiert nur die Einsteigezeit. Da Abfahrtszeit - Einsteigezeit nicht immer konstant ist, will ich die Einsteigezeit wissen. Ich verstehe nicht, was daran so komplex ist.
Daran ist überhaupt nichts komplex. Der clevere Fahrgast versucht ja sowieso nicht, erst zum Zeigersprung einzusteigen. Und in Frankreich ist man halt einfach nichts anderes gewöhnt.
Man ist bei vielen Dingen nichts anderes gewöhnt - Stichwort: Komplizierte Buchungsprozeduren bei Nachtzügen, Tarifdschungel allgemein, Unflexibilität/Zugausfälle, usw.
Natürlich kommt der clevere Fahrgast irgendwie durch. Trotzdem könnte man die Attraktivität der Bahn massiv steigern, wenn man da einmal aufräumen würde.
Die Veröffentlichung der Einsteigezeit statt der Abfahrtszeit ist zwar nur eine kleine Verbesserung mit entsprechend kleiner Wirkung, aber sie ist fast kostenneutral und einfach umsetzbar.
Wenn jedes Jahr auch nur 100 Fahrgäste dadurch verärgert wurden, dass sie zur Abfahrtszeit am Bahnsteig standen und sie nicht mehr einsteigen konnten, würde eine Änderung bedeuten, dass 100 Menschen mit größerer Wahrscheinlichkeit die Bahn für ihre nächste Reise wählen. Auch, wenn sie den Zug so oder so nicht mehr bekommen hätten, weil dann eben die publizierte Abfahrtszeit eine Minute früher gewesen wäre: Auf den Eindruck kommt es an.
Bus vs. Zug
Moin!
Danke für Deine Antwort. Die Einstellung ist auch schon eine Weile her.
Was Deine Fahrplangedanken betrifft: Sinnvoll wäre eine bessere Ausnutzung der Bergstrecke allemal. In Erstfeld (oder weiter nördlich) müßte Anschluß aus Ri. Zürich und Luzern gegeben sein, aber ich unterstelle Dir mal, daß Du den ohnehin voraussetzt. ;-)
Bus vs. Zug:
Dass der Bus eine bessere Feinverteilung zustandebringt, als ein Zug, ist klar. Das darf aber kein Argument gegen den Schienenverkehr sein! Der Bus kann die Feinverteilung auch ab den Zwischenstationen bereitstellen.
Sicherlich.
Unabhängig vom Gotthard: Auf der anderen Seite kann ein bewußtes Brechen von Busverbindungen kontraproduktiv sein (Umsteigezwang, längere Fahrtzeiten). Daher kann es durchaus sinnvoll sein, parallel zum Zug auch einen Bus fahren zu lassen.
Viele Grüße, Sören
--
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Umstellung auf Bus kann Trassen freiräumen
Eine Verlagerung des Regionalverkehrs auf Busse finde ich gar nicht schlecht. Busse haben durchaus ihre Stärken: Sie können mehr Stationen erschliessen, fahren immer ins Zentrum und sind billig. Bahnen hingegen sind bequem und stauresistent.
Es gibt diverse Orte, wo man die Stärken der beiden Transportmittel kombiniert hat. Die Stadt Zug hat das zum Beispiel gemacht: Die meisten Busse fahren nicht mehr ins Zentrum, sondern laden ihre Passagiere an peripheren Stadtbahnhaltestellen aus. So kommt man auch zur Hauptverkehrszeit pünktlich ins Zentrum. Luzern plant Ähnliches.
Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, solche Modelle auch in Regionen zu machen, wo man die Trassenkapazitäten für den Güterverkehr braucht. Auf der Lötschbergstrecke wurde das umgesetzt, mit dem Resultat, dass die Passagierzahlen markant stiegen. Ich sehe bei der geringen Bevölkerkungsdichte im Gotthardgebiet wenig Probleme damit, die Feinverteilung weiter mit Bussen zu machen, solange die Distanz bis zum nächsten Umsteigebahnhof (natürlich mit abgestimmten Fahrplänen) nicht zu lang wird.
Wobei Zustiegszeit statt Abfahrtszeit auch Nachteile hat...
... wenn dann massenhaft Leute erst genau zum Zeigersprung einsteigen. Oder noch schlimmer: Einsteigen (zu versuchen), wenn noch der verspätete vorrausfahrende Gz durchfährt ;-)
Mir ist es relativ egal, welche der beiden Zeiten nun veröffentlicht wird. Nur sollte man diese Zeit dann auch so nennen. Momentan vermisse ich auch die Dekasekundenangabe.
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How to waste bits in a MySQL-Database? Don't use DS100-Abbreviations.
Bus vs. Zug
Hoi,
In Erstfeld (oder weiter nördlich) müßte Anschluß aus Ri. Zürich und Luzern gegeben sein, aber ich unterstelle Dir mal, daß Du den ohnehin voraussetzt. ;-)
Ich hatte mir folgendes ausgedacht:
Es gibt folgende Züge:
2h-Takt IR Basel-Luzern-Bergstrecke-Locarno
2h-Takt IR Zürich-Bergstrecke-Locarno
(Die beiden ergänzen sich zwischen Arth-Goldau und locarno zum 1h-Takt.)
2h-Takt EC (Frankfurt-)Basel-Luzern-Basistunnel-Lugano-Milano
2h-Takt EC Zürich-Basistunnel-Lugano-Milano
(Die beiden ergänzen sich zwischen Arth-Goldau und Milano zum 1h-Takt.)
Zwischen Arth-Goldau und Zürich/Luzern-Basel tauschen sich die EC und IR im Stundenrythmus ab, sodass dort dann auch immer ein 1h-Takt herrscht. In Arth-Goldau findet die stündliche Korrespondenz zwischen beiden Zügen statt.
Dies ist ja eigentlich heute schon so. Neu wird es dann zusätzlich einen stündlichen IC Zürich HB - Zug - Arth-Goldau - Altdorf - (Basistunnel) - Bellinzona - Lugano geben. Damit wird zwischen Zürich und Lugano zusammen mit den EC der Halbstundentakt eingeführt. Der neue IC wird dabei die gleichen Halte wie die EC bedienen, allerdings noch zusätzlich im Kanton Uri einen einzelnen zusätzlichen Halt einlegen, wahrscheinlich in Altdorf (Flüelen wäre allerdings alternativ auch nicht unwahrscheinlich).
Der Regio auf der Bergstrecke könnte dann eine halbe Stunde versetzt zum IR fahren und in Altdorf jeweils Anschluss an den schnellen neuen IC von/nach Zürich bieten. Der Regio selbst könnte dann mit den Regionalzügen, die bis Erstfeld fahren, verknüpft werden.
Unabhängig vom Gotthard: Auf der anderen Seite kann ein bewußtes Brechen von Busverbindungen kontraproduktiv sein (Umsteigezwang, längere Fahrtzeiten). Daher kann es durchaus sinnvoll sein, parallel zum Zug auch einen Bus fahren zu lassen.
Das wird so zwischen Cadenazzo und Luino gemacht. Da fährt der Zug im 2h-Takt und stündlich zumindest auf schweizer Gebiet ein Bus. Die Strecke ist neben ihrer Eingleisigkeit allerdings auch eine wichtige Güterstrecke. Viele Güterzüge fahren dort lang, da diese Strecke im Gegensatz zur Strecke nach Chiasso keine Steigungen mehr aufweist (Bei Lugano wird es ja trotz Basistunnel noch Steigungen haben).
Wo eine Bahnstrecke verläuft, da sollte schon mindestestens stündlich auch ein Regiozug fahren, besser wäre halbstündlich. Und diese Regiozüge sollten dann auch in allen Unterwegsstationen halten und diese nicht links lassen, wazo sollten sie denn sonst Regiozüge sein. Das ist meine Meinung dazu.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Bus vs. Zug
Hoi,
Eine Verlagerung des Regionalverkehrs auf Busse finde ich gar nicht schlecht.
Ich nicht! Busfahren kann ich auch daheim in St.Gallen, dafür muss nicht extra nach Wassen fahren.
Busse haben durchaus ihre Stärken: Sie können mehr Stationen erschliessen, fahren immer ins Zentrum und sind billig.
Kann schon sein, aber diese Feinerschliessung können sie auch ab der nächsten Bahnstation machen und nicht von irgendweiner anderen Bahnstation sonstwo.
Es gibt diverse Orte, wo man die Stärken der beiden Transportmittel kombiniert hat. Die Stadt Zug hat das zum Beispiel gemacht: Die meisten Busse fahren nicht mehr ins Zentrum, sondern laden ihre Passagiere an peripheren Stadtbahnhaltestellen aus. So kommt man auch zur Hauptverkehrszeit pünktlich ins Zentrum. Luzern plant Ähnliches.
Stärken kombinieren ist immer schön, dagegen habe ich nichts. Auch im Klettgau wird es so gemacht, dass die Busse ab den nächsten Bahnstationen die Feinverteilung übernehmen. So wird eben clever kombiniert, und nicht mit Komplettumstellung auf Bus.
Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, solche Modelle auch in Regionen zu machen, wo man die Trassenkapazitäten für den Güterverkehr braucht.
Und was ist dann mit dem Kanton St. Gallen? Zwischen Buchs und Sargans streicht man lieber Halte, anstatt mal das zweite Gleis zu bauen, dass es ohnehin braucht. Das nenne ich nicht Lösung, sondern Problem-Verdrängung.
Zwischen Wil und St. Gallen streicht man auch lieber Halte, um die Fahrzeit zu verkürzen, anstatt die Strecke anständig zu ertüchtigen. Das Resultat: Die S-Bahn wird dann schneller als der IC, tolle Lösung!
Auf der Lötschbergstrecke wurde das umgesetzt, mit dem Resultat, dass die Passagierzahlen markant stiegen.
Das Busangebot kann auch unabhängig vom Zugangebot existieren. Mit dem Auslassen von Halten im Schienenverkehr hat dies nichts zu tun. Warum hält der Zug eigentlich nicht mehr in Blausee-Mitholz?
Ich sehe bei der geringen Bevölkerkungsdichte im Gotthardgebiet wenig Probleme damit, die Feinverteilung weiter mit Bussen zu machen, solange die Distanz bis zum nächsten Umsteigebahnhof (natürlich mit abgestimmten Fahrplänen) nicht zu lang wird.
Stellt sich die Frage, warum dann da Schienen und Stationen liegen, wenn keine Züge kommen. Wo Schienen liegen, da soll es auch Schienenverkehr geben, Busfahren kann ich wie schon gesagt auch daheim.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Bus + Zug
Eine Verlagerung des Regionalverkehrs auf Busse finde ich gar nicht schlecht.
Ich nicht! Busfahren kann ich auch daheim in St.Gallen, dafür muss nicht extra nach Wassen fahren.
Ich sage ja nicht, dass das am Gotthard schon ideal gelöst ist und die Gotthard-Bergstrecke ist nach Eröffnung des Basistunnels sowieso keine Strecke mehr, wo man Trassen für den Güterverkehr durch Verlagerung auf Bus gewinnen muss. Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Ein Dorf mit 466 Einwohnern brauch nicht notwendigerweise einen Bahnhof.
Busse [...] können mehr Stationen erschliessen, fahren immer ins Zentrum und sind billig.
Kann schon sein, aber diese Feinerschliessung können sie auch ab der nächsten Bahnstation machen und nicht von irgendweiner anderen Bahnstation sonstwo.
Dagegen sprechen zwei Argumente:
Erstens muss dann an jeder Bahnstation auch ein Zug halten. Das schränkt die Kapazität für Verkehre, welche definitiv aufs Gleis gehören (IC, Güter) ziemlich ein.
Zweitens muss ein Bus auch ausgelastet werden. Bei Bahn-Stundentakt sollte er etwa ein Einzugsgebiet von einer halben Stunde Fahrzeit haben, damit nach Hin- und Rückfahrt genau zum nächsten Zug wieder da ist. Viele kurze Buslinien ab jedem Bahnhof sind für so dünn besiedelte Gebiete unbezahlbar.
Stärken kombinieren ist immer schön [...] So wird eben clever kombiniert, und nicht mit Komplettumstellung auf Bus.
Selbstverständlich sollte man das nicht ohne Not (Trassen, Finanzen) machen. Aber das schöne an der schweizerischen Verkehrspolitik ist doch, dass es eine integrierte ist; dass eben Bahn und Bus gemeinsam betrachtet werden, um die Transportbedürfnisse zu befriedigen. Und manchmal, nicht oft, müssen halt einige Bahnhalte dran glauben. Oft gewinnt man aber dadurch besser gelegene Haltestellen und besseren Takt.
Und was ist dann mit dem Kanton St. Gallen? Zwischen Buchs und Sargans streicht man lieber Halte, anstatt mal das zweite Gleis zu bauen, dass es ohnehin braucht. Das nenne ich nicht Lösung, sondern Problem-Verdrängung.
Klar wäre das Gleis von Vorteil. Aber gehört es zu den dringendsten Projekten der ganzen Schweiz? Das Geld ist knapp, der Wünsche sind viele, da haben die zusammen 6000 Einwohner von Sevelen und Trübbach nicht sehr viel Gewicht.
Zwischen Wil und St. Gallen streicht man auch lieber Halte, um die Fahrzeit zu verkürzen, anstatt die Strecke anständig zu ertüchtigen. Das Resultat: Die S-Bahn wird dann schneller als der IC, tolle Lösung!
Dort kenne ich mich weniger aus, aber es wird wohl am Geld gescheitert sein. Und nochmal: Beispiele wie der Lötschberg kann zeigen, dass durch Bus-Umstellung auf kurzen Strecken die Akzeptanz sogar zunehmen kann.
Das Busangebot kann auch unabhängig vom Zugangebot existieren. Mit dem Auslassen von Halten im Schienenverkehr hat dies nichts zu tun. Warum hält der Zug eigentlich nicht mehr in Blausee-Mitholz?
Sobald man ein Busangebot fährt, wird es schwierig, ein paralleles und noch schlechter ausgelastetes Bahnangebot zu rechtfertigen. Der Grund am Lötschberg war die Güterzugskapazität.
Stellt sich die Frage, warum dann da Schienen und Stationen liegen, wenn keine Züge kommen. Wo Schienen liegen, da soll es auch Schienenverkehr geben, Busfahren kann ich wie schon gesagt auch daheim.
Wenn die Stationen ausserhalb des Dorfkerns liegen und die Einwohner den Bus bevorzugen (oder das Geld für die Bahnlösung nicht haben), warum soll man sie zur Bahn zwingen? Diese Konstellation ist zum Glück nicht häufig in der Schweiz, aber ich finde, es sollte keine Denkverbote geben.
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
Hallo,
wieso unberechtigt? Streng genommen müsste man einen Bahnhof, an dem viele Fahrgäste aussteigen, stärker gewichten, als etwa einen Haltepunkt mitten auf dem Land. Das ist wohl der Schweizer Ansatz. Wobei die Deutsche Bahn - meines Wissens nach - auch nicht jeden Haltepunkt zählt, sondern es gibt über das Land verteilt verschiedene Zählpunkte, an denen die Pünktlichkeit erfasst wird. Dies ist dann auch wichtig für die Abrechnung mit den Verkehrsverbünden.
Dass bei der Deutschen Bahn nicht alles rund läuft, möchte ich nicht bestreiten, jedoch hier Parallelen mit der ÖBB oder der SBB zu ziehen, finde ich auch etwas unfair. Ein Zuglauf Hamburg - München ist eben schon von der Länge her verspätungsanfälliger, als ein Zuglauf Zürich - Genf.
Und die ÖBB hat eigentlich sowieso nur zwei echte Bahnlinien: Salzburg - Wien und der Brenner. Alles andere sind doch mehr oder weniger schwach befahrene Nebenbahnen
Holger
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
Dass bei der Deutschen Bahn nicht alles rund läuft, möchte ich nicht bestreiten, jedoch hier Parallelen mit der ÖBB oder der SBB zu ziehen, finde ich auch etwas unfair. Ein Zuglauf Hamburg - München ist eben schon von der Länge her verspätungsanfälliger, als ein Zuglauf Zürich - Genf.
Naja, ganz so ist es jetzt auch nicht. Sicher, es gibt in der DB naturgemäß deutlich mehr längere Strecken (Österreich hat ja noch weniger Einwohner als Bayern, was ja gerade mal ein deutsches Bundesland ist). Aber die Strecke Wien - Bregenz z.B. ist trotzdem mit Hamburg - München vergleichbar (eigentlich ist Wien - Bregenz sogar noch komplexer, da eine Stück im Korridor befahren werden muss).
Und die ÖBB hat eigentlich sowieso nur zwei echte Bahnlinien: Salzburg - Wien und der Brenner. Alles andere sind doch mehr oder weniger schwach befahrene Nebenbahnen
Auf der Südbahn (Wien - Graz/Klagenfurt) fährt auch einiges, und Salzburg - Bregenz würde ich jetzt auch nicht als Nebenbahn bezeichnen. Trotz Langsamverkehr. ;-)
Meinem subjektiven Empfinden nach (viele Fahrten in Österreich, einige in Deutschland und der Schweiz) ist eindeutig die Schweiz der Sieger (keine einzige Minute Verspätung, außer wenn ich aus dem Ausland gekommen bin).
In Österreich bin ich im Fernverkehr erst einmal wirklich eingefahren (2 Stunden Verspätung wegen einer Fliegerbombe).
In Deutschland hingegen rechne ich jedes Mal mit einer Verspätung. Fairerweise muss ich hinzufügen, dass ich ich Deutschland nur wirklich lange Strecken fahre, z.B. Düsseldorf - Dresden, Berlin - Kopenhagen, Wien - Berlin (Verspätung meist schon in CZ) udgl. Und preislich ist die DB auch nicht ohne.
LG,
Fox
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
wieso unberechtigt? Streng genommen müsste man einen Bahnhof, an dem viele Fahrgäste aussteigen, stärker gewichten, als etwa einen Haltepunkt mitten auf dem Land.
Die Pünktlichkeit sollte meiner Meinung eine Zahl sein, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ich als reisender pünktlich ankomme. Dies ist nicht der Fall, wenn der (meist pünktliche) Nahverkehr so stark übergewichtet wird.
Das ist wohl der Schweizer Ansatz. Wobei die Deutsche Bahn - meines Wissens nach - auch nicht jeden Haltepunkt zählt, sondern es gibt über das Land verteilt verschiedene Zählpunkte, an denen die Pünktlichkeit erfasst wird.
Oh, dann ist die Übergewichtung ja nicht so schlimm, wie ich dachte.
Dass bei der Deutschen Bahn nicht alles rund läuft, möchte ich nicht bestreiten, jedoch hier Parallelen mit der ÖBB oder der SBB zu ziehen, finde ich auch etwas unfair. Ein Zuglauf Hamburg - München ist eben schon von der Länge her verspätungsanfälliger, als ein Zuglauf Zürich - Genf.
Dafür haben die SBB das dichtestbefahrene Netz der Welt: Dem :58-Zug ab Zürich folgen fünf weitere jeweils im 2-Minuten-Abstand; wenn er ein Problem hat, sind sofort fünf weitere verspätet.
Der wichtigere Unterschied liegt meiner Meinung nach anderswo. Die SBB rechnen 8% Fahrzeitreserve ein, die DB wesentlich weniger, ich glaub ich hab schon von 3% auf einigen neuen Strecken gehört. Mit genügend Fahrzeitreserve sind auch lange Zugläufe weniger problematisch: Man hat ja viel Zeit, um Verspätungen wieder aufzuholen. Der Nachteil ist eine längere Fahrzeit, der Vorteil bessere Planbarkeit und sicherere Anschlüsse. Zudem sind die verlängerten Standzeiten in den ITF-Knotenbahnhöfen sozusagen auch Fahrzeitreserven: Sie können im Verspätungsfall gekürzt werden.
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
Hallo Alphorn (CH),
Die Pünktlichkeit sollte meiner Meinung eine Zahl sein, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ich als reisender pünktlich ankomme.
Wobei "pünktlich" an sich wieder ein relativer [1] und auch ein subjektiver [2] Begriff ist.
Zu [1]: Bei uns gibt es 3- und 5-Minutenpünktlichkeit. Noch wichtiger ist die Prozentzahl der dargestellten Anschlüsse, ggf. auch mit den Fahrgastzahlen gewichtet. Wenn zwei Züge gleichermaßen verspätet sind, kann die Korrespondenz immer noch dargestellt werden und sogar beide Züge danach ihre Verspätung dichtfahren. Passiert mehrmals täglich in Eindhoven (und erst recht mit der aktuellen Umleitung des ICE International wegen einer Baustelle).
Zu [2]: jeder hat einen "boiling point" und dieser ist auch nicht konstant. Über eine bestimmte Verspätung wird man nervig, fängt man zu nörgeln an. "Nein Schätzchen, mein Zug hat mal wieder 10 Minuten Verspätung also kann ich jetzt 10 Minuten weniger bei Dir sein!"
Dafür haben die SBB das dichtestbefahrene Netz der Welt: Dem :58-Zug ab Zürich folgen fünf weitere jeweils im 2-Minuten-Abstand; wenn er ein Problem hat, sind sofort fünf weitere verspätet.
Aber auch nur wenn all diese Züge vom selben Gleis abfahren.
Mit etwas Reservekapazität kann man die Folgezüge auf ein anderes Gleis abfertigen. Zürich HB steht gut da, jedenfalls besser als Utrecht Centraal. Dokument (PDF, NL) dazu.
Der wichtigere Unterschied liegt meiner Meinung nach anderswo. Die SBB rechnen 8% Fahrzeitreserve ein, die DB wesentlich weniger, ich glaub ich hab schon von 3% auf einigen neuen Strecken gehört.
Mit einer Anhebung von 3% auf 8% würde eine Reise, die normal 1:43 dauert, 1:48 dauern. Das sieht für Strecken wie Utrecht-Sittard oder Amsterdam-Nijmegen noch nicht so dramatisch aus. Im letzten Fall verlängert man die Standzeiten in Utrecht und Arnhem um eine Minute und addiert man eine Minute auf den 3 Streckenabschnitten, fertig.
Es wird schon anders, wenn aus 3:26 3:36 wird, oder es von 5:09 nach 5:24 geht. Wir Möchtegern-Fahrplanschreiber werden das wohl akzeptieren, aber Otto Normalbahnfahrer auch? Die Lokalpolitiker? Die Immobilien-Investoren?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
... Aber die Strecke Wien - Bregenz z.B. ist trotzdem mit Hamburg - München vergleichbar.>
Aber wieviele Züge fahren denn auf dieser Strecke, wenn ich richtig geschaut habe, sind das gerade einmal drei Züge pro Tag und Richtung. Und diese drei Züge pünktlich fahren zu lassen, dürfte deutlich einfacher sein, zumal sich der Güterzugverkehr auf dem Arlberg ja auch in Grenzen hält.
Auf der Südbahn (Wien - Graz/Klagenfurt) fährt auch einiges, und Salzburg - Bregenz würde ich jetzt auch nicht als Nebenbahn bezeichnen. Trotz Langsamverkehr. ;-
Wien - Graz einverstanden, wobei das von der Länge her auch eher eine bessere Regionalzugverbindung ist, praktisch eine isolierte Strecke ohne äußere Störeinflüsse. Von Bruck bis Klagenfurt ist ja wieder deutlich weniger los.
Dass die Deutsche Bahn praktisch keine Reserven hat, wegen der "Achse des Bösen", ist ja auch bekannt. Andererseits - Billigflieger halten ihre Maschinen auch im Schnitt 14 Stunden am Tag im Einsatz, warum soll das die Bahn nicht können.
Mich würde einmal interessieren, wie andere Bahnen Störungen behandeln, wie z.B. Personen im Gleis, oder Notfalleinsätze. Gefühlt ist das ein großer Anteil an den Verspätungen. Wird in der Schweiz oder in Österreich auch auf den Staatsanwalt gewartet? Sind größere Anteile der Strecken eingezäunt? Gibt es keine Bäume entlang der Strecke?
Holger
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
... Aber die Strecke Wien - Bregenz z.B. ist trotzdem mit Hamburg - München vergleichbar.>
Aber wieviele Züge fahren denn auf dieser Strecke, wenn ich richtig geschaut habe, sind das gerade einmal drei Züge pro Tag und Richtung.
Das durften aber nur die Züge sein, die die gesamte Strecke fahren.
Die ICE International Amsterdam-Frankfurt sind ja auch nur 7 Zugpaare pro Tag. Diese müssen aber die Strecke Amsterdam-Utrecht mit halbstündlich 4 IC teilen, auf Utrecht-De Haar mit 2 IC + 2 RB und auf Ede-Wageningen mit 2 IC + 1 RB.
Und diese drei Züge pünktlich fahren zu lassen, dürfte deutlich einfacher sein, zumal sich der Güterzugverkehr auf dem Arlberg ja auch in Grenzen hält.
Dafür sind die Zulaufstrecken des Arlbergs eingleisig.
Dass die Deutsche Bahn praktisch keine Reserven hat, wegen der "Achse des Bösen", ist ja auch bekannt. Andererseits - Billigflieger halten ihre Maschinen auch im Schnitt 14 Stunden am Tag im Einsatz, warum soll das die Bahn nicht können.
Tut sie doch? Ein Umlauf ICE International Amsterdam-Basel-Amsterdam sollte z.B. schon 14 Stunden sein.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
Das durften aber nur die Züge sein, die die gesamte Strecke fahren.
Ich habe ja auch nie bestritten, dass Teilstrecken dieser Strecke "richtige" Eisenbahnstrecken mit entsprechendem Verkehr sind, nämlich die Brennerbahn und die Strecke Wien - Salzburg. Der Rest ist eher schwach ausgelastet und damit eher wenig störungsanfällig. Es ist auch richtig, dass die Züge Vorarlberg - Wien zu den sehr wenigen Langläufern im ÖBB - Netz gehören, das sind aber deutlich weniger langlaufende Züge, als in Deutschland.
Und diese drei Züge pünktlich fahren zu lassen, dürfte deutlich einfacher sein, zumal sich der Güterzugverkehr auf dem Arlberg ja auch in Grenzen hält.
Dafür sind die Zulaufstrecken des Arlbergs eingleisig.
Müsste man jetzt mal zusammenzählen, wie viele Züge dort insgesamt fahren im Vergleich zu einer repräsentativen zweigleisigen Strecke in D, etwa Augsburg - Ulm.
Dass die Deutsche Bahn praktisch keine Reserven hat, wegen der "Achse des Bösen", ist ja auch bekannt. Andererseits - Billigflieger halten ihre Maschinen auch im Schnitt 14 Stunden am Tag im Einsatz, warum soll das die Bahn nicht können.
Tut sie doch? Ein Umlauf ICE International Amsterdam-Basel-Amsterdam sollte z.B. schon 14 Stunden sein.
ok, das wäre ein Beispiel....gibts noch mehr?
Holger
gruß,
Oscar (NL).
Schon wieder der Apfel-Birnen-Vergleich?
Diese Diskussion Schweiz - Deutschland hatten wir ja schon zur genüge. ITF hin oder her, Ländergröße, Bahnnetz etc. Letzendlich sinds eben zwei verschiedene System mit ihren Vor- und Nachteilen. Und ob das System Schweiz (bahntechnisch) in Deutschland so gut funktionieren würde und überhaupt funktioniert, sei auch dahin gestellt.
Edit: Sehe grade, Steffen hat treffend die Erdbeere gewählt.
Macht sich bei soviel Obst nun in fjk-Manier einen Obsalat *fg*
Definition Pünktlichkeit bei verschiedenen Bahnen?
Stimmt, ein einheitliches Pünktlichkeitssystem wäre schon wünschenswert - v.a. bei solche Vergleichen. Ansonsten sagt diese Statistik nämlich sehr wenig bis gar nichts aus. Von wem wird die Grenze - bis wo ein Zug als pünklt. gilt - gesetzt? Macht das jede Bahnverwaltung selbst?
Rechentricks mit der Pünktlichkeit
Wobei "pünktlich" an sich wieder ein relativer [1] und auch ein subjektiver [2] Begriff ist.
Klar, aber unter "5-Minuten-Pünktlichkeit" verstehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass meine Verspätung unter 5 Minuten liegt. Und das ist halt nicht der Fall, weil der Regionalverkehr zu stark gewichtet ist und weil pünktliche halbleere Züge mitzählen.
Dafür haben die SBB das dichtestbefahrene Netz der Welt: Dem :58-Zug ab Zürich folgen fünf weitere jeweils im 2-Minuten-Abstand; wenn er ein Problem hat, sind sofort fünf weitere verspätet.
Aber auch nur wenn all diese Züge vom selben Gleis abfahren.
Tun sie nicht, aber auf der Strecke ist bis Killwangen ist das Paket hintereinander unterwegs - und dort darf dann nichts passieren. Die Strecke ist zwar vierspurig, aber die anderen beiden Gleise sind für die S-Bahn. Selbst wenn sie genutzt werden können, kommt es sicherlich zu Verspätungen.
[Fahrzeitreserven]
Es wird schon anders, wenn aus 3:26 3:36 wird, oder es von 5:09 nach 5:24 geht. Wir Möchtegern-Fahrplanschreiber werden das wohl akzeptieren, aber Otto Normalbahnfahrer auch? Die Lokalpolitiker? Die Immobilien-Investoren?
Wenn dafür die Zahl der verpassten Anschlüsse sinkt, hat man mindestens einen Teil der verlorenen Zeit wieder hereingeholt. Fahrzeitreserven sind übrigens auch ökologisch: Falls sie nicht benötigt werden, kann durch langsameres Fahren Energie gespart werden.
Störungsbehandlung
Mich würde einmal interessieren, wie andere Bahnen Störungen behandeln, wie z.B. Personen im Gleis, oder Notfalleinsätze. Gefühlt ist das ein großer Anteil an den Verspätungen. Wird in der Schweiz oder in Österreich auch auf den Staatsanwalt gewartet? Sind größere Anteile der Strecken eingezäunt? Gibt es keine Bäume entlang der Strecke?
Ob es in CH weniger Gleislatscher gibt, weiss ich nicht aber die notwendige Langsamfahrt kann eher durch die Fahrzeitreserve aufgefangen werden. Häufig ist es nicht.
Das genau Vorgehen beim Notarzteinsatz kenne ich nicht, aber mindestens die Polizei muss sicher aufgeboten werden. Hier hilft aber die hohe Dichte von Ersatzzügen. Die bestehen oft aus Uraltmaterial, was aber immer noch besser als nichts ist.
Eingezäunt wird in der Schweiz ab Tempo 200, in Deutschland mindestens bis Tempo 250 nicht. Frankreich zäunt alle HGV-Strecken ein, hat aber trotzdem noch mehrere Wildunfälle pro Jahr.
Dass die Vegetationskontrolle bei der DB Netz auf's Minium reduziert wurde, hab ich schon anderswo gelesen. Vielleicht eine Sparmassnahme vor dem Börsengang. Vielleicht ist reparieren billiger als zurückschneiden, aber man kriegt halt Verspätungen.
Ich denke schon, dass von all diesen Gründen die grössere Fahrzeitreserve der wichtigste ist, weil sie in allen Situationen hilft.
FV-Linien Österreich
Hallo!
Es wäre schön, wenn du deine Aussagen prüfst, bevor du irgendwelche falschen Behauptungen aufstellst.
FV-Linien in Österreich:
2-h-Takt railjet Budapest - Wien - Salzburg - München
2-h-Takt railjet Wien - Salzburg - Feldkirch - Zürich/Bregenz
2-h-Takt ICE Wien - Passau - Frankfurt (- NRW/Hamburg)
2-h-Takt ÖBB-IC Wien - Salzburg
2-h-Takt ÖBB-IC Wien - Salzburg - Landeck (- Bregenz)
1-h-Takt Wien - Graz (- Ljubljana/Zagreb)
2-h-Takt Wien - Villach
2-h-Takt EC Wien - Breclav (- Prag/Berlin/Hamburg / Warschau)
2-h-Takt EC/ÖBB-IC Klagenfurt - Salzburg (- München - ...)
2-h-Takt München - Kufstein - Innsbruck - Brenner - ...
2-h-Takt IC-Bus Graz - Klagenfurt
EC-Linie Zürich - Bregenz - München (einzelne Züge)
einzelne Züge Graz - Bischofshofen (- Salzburg - ...)
Wenn du sagst, dass die Brennerbahn eine FV-Linie ist, was ist dann mit der Arlbergbahn (mehr als 2-h-Takt), der Südbahn (mehr als Stundentakt) und der Tauernbahn (2-h-Takt)? (um nur ein paar Beispiele zu nennen)
m b g,
Anoj
... Aber die Strecke Wien - Bregenz z.B. ist trotzdem mit Hamburg - München vergleichbar.>
Aber wieviele Züge fahren denn auf dieser Strecke, wenn ich richtig geschaut habe, sind das gerade einmal drei Züge pro Tag und Richtung. Und diese drei Züge pünktlich fahren zu lassen, dürfte deutlich einfacher sein, zumal sich der Güterzugverkehr auf dem Arlberg ja auch in Grenzen hält.
Auf der Südbahn (Wien - Graz/Klagenfurt) fährt auch einiges, und Salzburg - Bregenz würde ich jetzt auch nicht als Nebenbahn bezeichnen. Trotz Langsamverkehr. ;-
Wien - Graz einverstanden, wobei das von der Länge her auch eher eine bessere Regionalzugverbindung ist, praktisch eine isolierte Strecke ohne äußere Störeinflüsse. Von Bruck bis Klagenfurt ist ja wieder deutlich weniger los.Dass die Deutsche Bahn praktisch keine Reserven hat, wegen der "Achse des Bösen", ist ja auch bekannt. Andererseits - Billigflieger halten ihre Maschinen auch im Schnitt 14 Stunden am Tag im Einsatz, warum soll das die Bahn nicht können.
Mich würde einmal interessieren, wie andere Bahnen Störungen behandeln, wie z.B. Personen im Gleis, oder Notfalleinsätze. Gefühlt ist das ein großer Anteil an den Verspätungen. Wird in der Schweiz oder in Österreich auch auf den Staatsanwalt gewartet? Sind größere Anteile der Strecken eingezäunt? Gibt es keine Bäume entlang der Strecke?
Holger
FV-Linien Österreich
Hallo Anoj,
mir ging es ja nicht um die Zahl von Fernverkehrslinien, sondern um die Auslastung der Strecken. Und die einzigen wirklich ausgelasteten Strecken sind eben nun mal die Strecke Wien - Salzburg und die Brennerbahn. Ich wollte Dch ja auch nicht damit beleidigen, dass in Österreich eben weniger Menschen leben, als etwa in Bayern.
Nur mal so zum Vergleich: Auf der zweigleisigen Strecke Augsburg - Ulm fahren zwei Fernverkehrszüge pro Stunde und zusätzlich noch Regionalverkehr.
Holger
FV-Linien Österreich
Hallo Holger!
Hallo Anoj,
mir ging es ja nicht um die Zahl von Fernverkehrslinien, sondern um die Auslastung der Strecken.
Das hast du aber nicht explizit geschrieben.
Und die einzigen wirklich ausgelasteten Strecken sind eben nun mal die Strecke Wien - Salzburg und die Brennerbahn.
Bei Wien - Salzburg stimme ich dir absolut zu. Allerdings denke ich nicht, dass die Züge der Brennerbahn besser ausgelastet sind als die der Südbahn. Hast du dafür eine Quelle?
Ich wollte Dch ja auch nicht damit beleidigen, dass in Österreich eben weniger Menschen leben, als etwa in Bayern.
Ich weiß und keine Sorge, ich hab es nicht als Beleidigung aufgefasst.
Nur mal so zum Vergleich: Auf der zweigleisigen Strecke Augsburg - Ulm fahren zwei Fernverkehrszüge pro Stunde und zusätzlich noch Regionalverkehr.
...und das ist gut so...
m b g,
Anoj
Bus + Zug
Hoi,
Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Ein Dorf mit 466 Einwohnern brauch nicht notwendigerweise einen Bahnhof.
Ich würde dir zustimmen, wenn es dort noch keinen Bahnhof gäbe, aber es gibt einen. Die ganze Infrastruktur sollte dort nicht nur zum Spass an der Freude herumstehen.
Erstens muss dann an jeder Bahnstation auch ein Zug halten. Das schränkt die Kapazität für Verkehre, welche definitiv aufs Gleis gehören (IC, Güter) ziemlich ein.
Neue Verkehre sollten nicht zu Lasten bestehender Angebote durchgedrückt werden.
Zweitens muss ein Bus auch ausgelastet werden. Bei Bahn-Stundentakt sollte er etwa ein Einzugsgebiet von einer halben Stunde Fahrzeit haben, damit nach Hin- und Rückfahrt genau zum nächsten Zug wieder da ist. Viele kurze Buslinien ab jedem Bahnhof sind für so dünn besiedelte Gebiete unbezahlbar.
Zwischen Glovelier und Saignelégier hat die Verdichtung zum durchgehenden Stundentakt die Bahn vor der Einstellung bewahrt. Mal ein positives Beispiel, wo man lieber trotz schlechten Aussichten ausgebaut hat und damit die für den Bahnbetrieb nötigen Fahrgastmengen erreicht hat.
Ich bin überzeugt davon, dass sich dieses Beispiel auch auf die Gotthardbahn übertragen lässt. Mit einem durchgehenden Stundentakt auf der Schiene können die nötigen Frequenzen erreicht werden. Bei geringerem Takt wird das Angebot eventuell nicht angenommen, weshalb ein 2h-Takt wohl nicht wirtschaftlich wäre. Genau das dürfte bei der CJ wahrscheinlich der Fall gewesen sein.
Selbstverständlich sollte man das nicht ohne Not (Trassen, Finanzen) machen. Aber das schöne an der schweizerischen Verkehrspolitik ist doch, dass es eine integrierte ist; dass eben Bahn und Bus gemeinsam betrachtet werden, um die Transportbedürfnisse zu befriedigen. Und manchmal, nicht oft, müssen halt einige Bahnhalte dran glauben. Oft gewinnt man aber dadurch besser gelegene Haltestellen und besseren Takt.
Ein Bus führt aber zwangsläufig auch zu Fahrzeitverlängerungen und oft auch zusätzlichen Umsteigezwang, das muss in die Überlegung immer mit einfliessen! Es kann nicht sein, wenn man zwar trotz besser gelegener Haltestelle insgesamt länger braucht, als mit zum Zug laufen und dort dann den Zug nehmen.
Klar wäre das Gleis von Vorteil. Aber gehört es zu den dringendsten Projekten der ganzen Schweiz? Das Geld ist knapp, der Wünsche sind viele, da haben die zusammen 6000 Einwohner von Sevelen und Trübbach nicht sehr viel Gewicht.
Dort gehen internationaler Personen-Fernverkehr, internationaler sowie nationaler Güterverkehr, S-Bahnen und RE’s durch. Dass die Strecke an der Leistungsgrenze ist, ist allen klar, nur wer für den Ausbau zahlen soll, darüber ist sich niemand einig.
Zwischen Wil und St. Gallen streicht man auch lieber Halte, um die Fahrzeit zu verkürzen, anstatt die Strecke anständig zu ertüchtigen. Das Resultat: Die S-Bahn wird dann schneller als der IC, tolle Lösung!
Dort kenne ich mich weniger aus, aber es wird wohl am Geld gescheitert sein. Und nochmal: Beispiele wie der Lötschberg kann zeigen, dass durch Bus-Umstellung auf kurzen Strecken die Akzeptanz sogar zunehmen kann.
Gilt die Aussage bezüglich der Lötschbergstrecke auch in der heutigen Zeit noch? Wann wurde der Regionalverkehr auf der Schiene denn eingestellt? Bei der CJ hat der Fahrplanausbau auf der Schiene die Strecke auch vor der Einstellung bewahrt.
Zwischen Wil und St. Gallen ist das Problem derzeit, dass die Fahrpläne des Fern- und Regionalverkehrs nicht zusammen passen und somit keine Trasse für eine an allen Stationen haltende S-Bahn da wäre, wenn dann der REX nach Wil weiterfährt. Man kann ab Ende 2018 wieder über S-Bahn-Halte in Algetshausen-Henau und Schwarzenbach SG nachdenken. Diese Bahnhalte werden heute täglich von im Schnitt über 200 Reisenden genutzt. Für diese Leute wird sich ab Ende 2013 die Fahrzeit nach St. Gallen zur Arbeit um bis zu 15 Minuten verlängern und sie müssen einmal zusätzlich umsteigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs steigert.
Andernfalls hätte man auch Flirt statt GTW einsetzen können, mit der besseren Beschleunigung eines Flirt wäre der ein oder andere Halt weiterhin möglich gewesen. Ich habe mal jemanden von Thurbo gefragt, warum sie denn keine Flirt kaufen würden. Die Antwort: Die kosten mehr.
Klar, wenn man sich selbst als M-Budget-Bahn bezeichnet, können natürlich keine Flirt beschafft werden…
Sobald man ein Busangebot fährt, wird es schwierig, ein paralleles und noch schlechter ausgelastetes Bahnangebot zu rechtfertigen. Der Grund am Lötschberg war die Güterzugskapazität.
Ich finde es interessant, dass es zwischen Thun und Bern Platz für S-Bahnen im Halbstundentakt hat, zwischen Thun und Spiez aber nicht. Wer sagt, dass ein Bahnangebot dort nicht genug ausgelastet sei neben den Bussen? Zwischen Cadenazzo und Luino fahren Busse und Bahnen auch nebeneinander her.
Wenn die Stationen ausserhalb des Dorfkerns liegen und die Einwohner den Bus bevorzugen (oder das Geld für die Bahnlösung nicht haben), warum soll man sie zur Bahn zwingen? Diese Konstellation ist zum Glück nicht häufig in der Schweiz, aber ich finde, es sollte keine Denkverbote geben.
Studien haben gezeigt, dass wenn jemand die Wahl zwischen Bahn und Bus hat, er in der Regel die Bahn bevorzugt, auch wenn er etwas weiter zur Haltestelle laufen müsste. Ich sage ja nicht, dass man auf Teufel komm raus neue Bahnstrecken bauen müsste, aber dort wo schon Strecken liegen, soll es auch ein Angebot auf dieser Infrastruktur geben. Der Kanton Jura und die CJ haben es vorgemacht.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.