Ausbau der MDV zwischen Erfurt und Jena beginnt bald (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 00:49 (vor 5124 Tagen)

-> http://Erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Bahn-tre...

Lustig, dass in dem Zusammenhang immer gleich Meldungen zur NBS nach Leipzig erwähnt werden.

Hoffentlich kommt die versprochene Bahnhofssanierung von Jena West, da dieser Bahnhof unter aller Sau ist..

Ansonsten wird man sich in Jena wohl mit dem Umstieg in Erfurt abfinden müssen.

Weitere Meldung unter http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Keine-Bimmelbahn-als-Ersatz-fuer-Fernzug...

Bissl Lesestoff zum zukünftigen Verkehr

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 01:47 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Bissl Lesestoff zum zukünftigen Verkehr - Linkfix

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 02:03 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Fahrplanentwurf der verlinkten Studie

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 02:58 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

In der Studie wurde zum Zwecke eben dieser auch ein entsprechender Fahrplanentwurf hinterlegt.

Fahrzeit Erfurt-Halle (Saale) = 32 min
Fahrzeit Erfurt-Leipzig = 45 min
Fahrzeit Erfurt-Nürnberg = 75 min (ohne Coburg), 86 min (mit Coburg)

Hier mal die unterstellten Linien:

München-Nürnberg-Coburg-Erfurt-Halle-Berlin
Erfurt: x:28/30
Frankfurt-Eisenach-Erfurt-Leipzig-Berlin
Erfurt: x:24/34
(L18/28 überholt L15)

sowie

München-Nürnberg-Erfurt-Leipzig-Berlin
Erfurt: x:20/32
Frankfurt-Eisenach-Erfurt-Leipzig-Dresden
Erfurt: x:24/26
(L50 überholt L18/28)

Und in Gegenrichtung:

Berlin-Halle-Erfurt-Coburg-Nürnberg-München
Erfurt: x:29/31
Berlin-Leipzig-Erfurt-Eisenach-Frankfurt
Erfurt: x:25/35
(L18/28 überholt L15)

sowie

Berlin-Leipzig-Erfurt-Nürnberg-München
Erfurt: x:28/40
Dresden-Leipzig-Erfurt-Eisenach-Frankfurt
Erfurt: x:33/35
(L50 überholt L18/28)

Hinzu kommt
L51 Düsseldorf-Kassel-Eisenach-Erfurt-Weimar
Erfurt: x:18/20
Weimar: x:34

L51 Weimar-Erfurt-Eisenach-Kassel-Düsseldorf
Weimar: x:24
Erfurt: x:38/40

RE1 Göttingen-Gotha-Erfurt-Weimar-Jena-Gera-Zwickau
Erfurt: x:46/48
Weimar: x:00/02
Jena: x:15/16
Göschwitz: x:21/22

RE1 Zwickau-Gera-Jena-Weimar-Erfurt-Gotha-Göttingen
Göschwitz: x:37/38
Jena: x:43/44
Weimar x:58/00
Erfurt: x:12/14

Fahrplanentwurf der verlinkten Studie

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 11:53 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ausgehend von den gegebenen Zahlen ergeben sich dann noch folgende Abfahrten/Ankünfte:

Erfurt-Halle-Berlin in Halle: x:02/04
Berlin-Halle-Erfurt in Halle: x:55/57

Erfurt-Leipzig-Dresden in Leipzig: x:11/15
Dresden-Leipzig-Erfurt in Leipzig: x:44/48

Erfurt-Leipzig-Berlin in Leipzig: x:17/21 bzw. x:19/23
Berlin-Leipzig-Erfurt in Leipzig: x:39/43 bzw. x:36/40

Erfurt-Nürnberg - Ankunft in Nürnberg: x:55 (direkt) bzw. x:57 (via Coburg)
Nürnberg-Erfurt - Abfahrt in Nürnberg: x:05 (direkt) bzw. x:02 (via Coburg)

Fahrplanentwurf der verlinkten Studie

R 450, Freitag, 30.03.2012, 18:29 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Kürzlich hieß es im Zusammenhang mit Lindau-Reutin hier in einer Diskussion, dass die Fahrpläne konsequent auf eine exakte Nullsymmetrie umgestellt werden sollen. Jedoch wenn man sich diese Zeiten anschaut, ergibt sich (aus der Addition Abfahrtszeit plus Gegenrichtungs-Ankunftszeit) als Summe in den meisten Fällen 59, anders als z.B. in Belgien, wo bereits konsequente Nullsymmetrie herrscht und daher die Summe immer 60 ist.

--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute

Symmetrieminute 00

Alphorn (CH), Sonntag, 01.04.2012, 17:49 (vor 5122 Tagen) @ R 450

Kürzlich hieß es im Zusammenhang mit Lindau-Reutin hier in einer Diskussion, dass die Fahrpläne konsequent auf eine exakte Nullsymmetrie umgestellt werden sollen. Jedoch wenn man sich diese Zeiten anschaut, ergibt sich (aus der Addition Abfahrtszeit plus Gegenrichtungs-Ankunftszeit) als Summe in den meisten Fällen 59, anders als z.B. in Belgien, wo bereits konsequente Nullsymmetrie herrscht und daher die Summe immer 60 ist.

Vorsicht: Die Addition von Abfahrts- und Gegenrichtungs-Ankunftszeit ist nicht die Symmetrieminute. Sie ergibt sich laut Wikipedia aus dem Durchschnitt derselben.

Im gezeigten Fahrplan ist die Oft ist die Symmetrieminute der ICE im gezeigten Fahrplan 00 oder 30 (z.B. in Nürnberg und Leipzig), an den anderen Stellen meistens 59,5 oder 29,5 (Coburg, Erfurt). Diese Abweichung ist so klein, dass die keine Probleme mehr machen sollte.

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

Alphorn (CH), Sonntag, 01.04.2012, 18:14 (vor 5122 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Alphorn (CH), Sonntag, 01.04.2012, 18:18

Ich kann verstehen, wenn man in Deutschland nicht ganz so viel Geld für die Eisenbahn ausgeben will wie in anderen Ländern. Sowas ist halt eine politische Entscheidung, und Deutschland ist ein Autoland.

Was mir aber nicht so recht in den Kopf will ist, wo das wenige Geld eingesetzt wird. Neben Stuttgart 21 mit NBS, welche beide nicht wirklich dringend waren, jetzt auch die Neubaustrecke Nürnberg Erfurt. Dass es hier auch eine politische Komponente gibt (Förderung von Ostdeutschland) ist mir klar, aber kann man sich diesen Luxus wirklich leisten?

Laut der verlinkten Netzgrafik wird dort nur ein Personenzug pro Stunde und Richtung fahren, früher war immerhin von zweien die Rede:

Im Fernverkehr soll dabei ein Stundentakt mit Verdichterzügen und ICE Sprintern angeboten werden. [...] Auch solle zusätzlich ein Stundentakt mit einem Verkehrsangebot „unterhalb des ICE-Standards“ eingerichtet werden. Quelle

Hoffen wir, dass sich wenigstens die versprochenen Güterverkehrsmengen einstellen. Aber warum investiert man dann nicht zuerst an denjenigen Stellen, wo Güterkapazitäten fehlen? Die sind ja bekannt (Seite 19) und liegen anderswo.

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

ICE-T-Fan, Sonntag, 01.04.2012, 18:50 (vor 5122 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hoffen wir, dass sich wenigstens die versprochenen Güterverkehrsmengen einstellen. Aber warum investiert man dann nicht zuerst an denjenigen Stellen, wo Güterkapazitäten fehlen? Die sind ja bekannt (Seite 19) und liegen anderswo.

Da hat man aber wieder das Problem mit den Begegnungen in Tunneln, da doch auch einröhrige Tunnel dabei sein sollen.

Im Endeffekt ist der einzige Zweck der südlichen NBS die Beschleunigung der Linie 28, was aber durch den Umweg über Erfurt effektiv wieder aufgezehrt wird.

Die nördliche NBS kann immerhin noch den Verkehr Dresden-Frankfurt/Düsseldorf und Berlin-Frankfurt aufnehmen. Sie stellt damit aber auch eine direkte Konkurrenz zur NBS Berlin-Wolfsburg und Göttingen-Fulda dar. Eine Umlegung der L11 oder 12 hätte wieder die unangenehme Konsequenz, dass damit die SFS von Berlin nach Wolfsburg nicht mehr kostendeckend ausgelastet wäre.

Deutschlands Schienennetz ist ein Chaos, dass durch 40 Jahre falscher Verkehrsplanung aufgrund der Teilungsgrenze entstanden ist. Wäre das SFS-Netz vor 1945 geplant worden oder erst nach 1990, so sähe die Sache wohl anders aus.

Da hätte man wohl keine NBS Kassel-Fulda-Würzburg gebaut, sondern eine NBS Hannover-Göttingen-Erfurt-Nürnberg-München und eine NBS Hannover-Kassel-Gießen-Frankfurt sowie eine NBS Frankfurt-Würzburg-Nürnberg.

Das wäre viel sinnvoller gewesen als diese vielen parallelen und somit konkurrierenden NBS. Jetzt müssen wir halt damit leben, dass wir mit Fulda-Würzburg und Erfurt-Coburg-Nürnberg zwei konkurrierende und damit unausgelastete SFS haben werden, die zudem beide noch güterzuguntauglich sein werden.

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 02.04.2012, 14:42 (vor 5121 Tagen) @ ICE-T-Fan

Aber warum investiert man dann nicht zuerst an denjenigen Stellen, wo Güterkapazitäten fehlen? Die sind ja bekannt (Seite 19) und liegen anderswo.

Da hat man aber wieder das Problem mit den Begegnungen in Tunneln, da doch auch einröhrige Tunnel dabei sein sollen.

In Vergleich zur gewählten Rennbahn von € 5,2 Mia. sind die Tunnelröhren billig zu haben...

Die nördliche NBS kann immerhin noch den Verkehr Dresden-Frankfurt/Düsseldorf und Berlin-Frankfurt aufnehmen. Sie stellt damit aber auch eine direkte Konkurrenz zur NBS Berlin-Wolfsburg und Göttingen-Fulda dar.

Aber diese 5,2 Milliarden betreffen doch Bamberg-Erfurt und nicht Bamberg-Erfurt-Halle, oder?

Eine Umlegung der L11 oder 12 hätte wieder die unangenehme Konsequenz, dass damit die SFS von Berlin nach Wolfsburg nicht mehr kostendeckend ausgelastet wäre.

Seitdem die HSL-Zuid in Betrieb genommen ist, kann man Amsterdam-Tilburg via Rotterdam (HSL-Zuid) oder Utrecht-Den Bosch (Altstrecke) reisen. Die Anzahl der Umsteiger in Den Bosch ist trotz HSL-Zuid nicht abgenommen, und ich vermute, dass das mit dem V250 nicht ändern wird.

In der Schweiz kann man Basel-Mailand via Lötschberg oder via Gotthard reisen. Beide Strecken werden ausgebaut.

Das (H-GÖ-EF-N-M, H-KS-GI-F, F-WÜ-N) wäre viel sinnvoller gewesen als diese vielen parallelen und somit konkurrierenden NBS.

Ich denke, dass die geographische Verhältnisse das Problem sind und nicht die geschichtliche Zweiteilung.

Wenn der Fernverkehr von/nach Berlin wirklich so wichtig wäre, hätte man direkt nach Mauerfall einen Masterplan entwickelt, mit dem man einige Magistralen baute. Zwei davon gibt es jetzt: Berlin-Hamburg und Berlin-NRW.
Nach München ginge es dann via Leipzig und Nürnberg (via Geradelinie, nicht via Erfurt).

Dass man L-N nicht schnurgerade gebaut hat, liegt eher an die "fränkische Schweiz" und die "sachsische Alpen"; der Tunnelanteil wäre unwahrscheinlich groß gewesen. Also mußte man einen Kompromiss machen und hatte man Erfurt gewählt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

ICE-T-Fan, Montag, 02.04.2012, 15:57 (vor 5121 Tagen) @ Oscar (NL)

Aber warum investiert man dann nicht zuerst an denjenigen Stellen, wo Güterkapazitäten fehlen? Die sind ja bekannt (Seite 19) und liegen anderswo.

Da hat man aber wieder das Problem mit den Begegnungen in Tunneln, da doch auch einröhrige Tunnel dabei sein sollen.


In Vergleich zur gewählten Rennbahn von € 5,2 Mia. sind die Tunnelröhren billig zu haben...

Die nördliche NBS kann immerhin noch den Verkehr Dresden-Frankfurt/Düsseldorf und Berlin-Frankfurt aufnehmen. Sie stellt damit aber auch eine direkte Konkurrenz zur NBS Berlin-Wolfsburg und Göttingen-Fulda dar.


Aber diese 5,2 Milliarden betreffen doch Bamberg-Erfurt und nicht Bamberg-Erfurt-Halle, oder?

Eine Umlegung der L11 oder 12 hätte wieder die unangenehme Konsequenz, dass damit die SFS von Berlin nach Wolfsburg nicht mehr kostendeckend ausgelastet wäre.


Seitdem die HSL-Zuid in Betrieb genommen ist, kann man Amsterdam-Tilburg via Rotterdam (HSL-Zuid) oder Utrecht-Den Bosch (Altstrecke) reisen. Die Anzahl der Umsteiger in Den Bosch ist trotz HSL-Zuid nicht abgenommen, und ich vermute, dass das mit dem V250 nicht ändern wird.

In der Schweiz kann man Basel-Mailand via Lötschberg oder via Gotthard reisen. Beide Strecken werden ausgebaut.

Das (H-GÖ-EF-N-M, H-KS-GI-F, F-WÜ-N) wäre viel sinnvoller gewesen als diese vielen parallelen und somit konkurrierenden NBS.


Ich denke, dass die geographische Verhältnisse das Problem sind und nicht die geschichtliche Zweiteilung.

Naja eine NBS Erfurt-Nürnberg war schon immer notwendig. Aber nur als Y-Trasse Nürnberg-Erfurt-Halle/Göttingen. Alles andere ist unwirtschaftlich.

Wenn der Fernverkehr von/nach Berlin wirklich so wichtig wäre, hätte man direkt nach Mauerfall einen Masterplan entwickelt, mit dem man einige Magistralen baute. Zwei davon gibt es jetzt: Berlin-Hamburg und Berlin-NRW.
Nach München ginge es dann via Leipzig und Nürnberg (via Geradelinie, nicht via Erfurt).

Dass man L-N nicht schnurgerade gebaut hat, liegt eher an die "fränkische Schweiz" und die "sachsische Alpen"; der Tunnelanteil wäre unwahrscheinlich groß gewesen. Also mußte man einen Kompromiss machen und hatte man Erfurt gewählt.


gruß,

Oscar (NL).

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

Holger2, Sonntag, 01.04.2012, 20:19 (vor 5121 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Holger2, Sonntag, 01.04.2012, 20:22

Was mir aber nicht so recht in den Kopf will ist, wo das wenige Geld eingesetzt wird. Neben Stuttgart 21 mit NBS, welche beide nicht wirklich dringend waren, jetzt auch die Neubaustrecke Nürnberg Erfurt.

Wieso sollte die NBS Wendlingen - Ulm nicht dringend nötig sein. Das ist eine persönliche Meinung ohne jeden Bezug zur Realität. Genauso könnte ich den Lötschberg - Basistunnel in Frage stellen. Ging vorher schließlich auch ohne....

Dass die Autobahn Stuttgart - München komplett dreispurig ausgebaut wird, ist Dir bekannt?

Was ich gehört habe, soll die NBS Würzburg - Fulda nachts übrigens ziemlich gut ausgelastet sein, durch Güterzüge.

Holger

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

ICE-T-Fan, Sonntag, 01.04.2012, 21:35 (vor 5121 Tagen) @ Holger2

Was mir aber nicht so recht in den Kopf will ist, wo das wenige Geld eingesetzt wird. Neben Stuttgart 21 mit NBS, welche beide nicht wirklich dringend waren, jetzt auch die Neubaustrecke Nürnberg Erfurt.


Wieso sollte die NBS Wendlingen - Ulm nicht dringend nötig sein.

Im Vergleich zu Rhein/Main-Rhein/Neckar könnte man diese NBS sicherlich hinten anstellen, aber langfristig ist sie absolut notwendig, wenn man München stärker an Stuttgart und Mannheim anbinden will.

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

Alphorn (CH), Sonntag, 01.04.2012, 22:03 (vor 5121 Tagen) @ ICE-T-Fan

Im Vergleich zu Rhein/Main-Rhein/Neckar könnte man diese NBS sicherlich hinten anstellen, aber langfristig ist sie absolut notwendig, wenn man München stärker an Stuttgart und Mannheim anbinden will.

Ich verweise auch nochmal auf die Überlastungs-Grafik hier Seite 19. Nördlich von Mannheim ist die Farbe Rot für überlastet, zwischen Wendlingen und Ulm nicht mal gelb. Wennschon Hochgeschwindigkeitsstrecken, dann zuerst an den Orten, wo beim Güterverkehr Engpässe da sind - und solche gibt es.

5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

Holger2, Sonntag, 01.04.2012, 22:55 (vor 5121 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo,

wieso, seit wann braucht der Güterverkehr Hochgeschwindigkeitsstrecken.
Gerade die Rheintalbahn Mannheim - Basel wird gerade für den Güterverkehr ausgebaut. Ebenso wird die Strecke Frankfurt - Würzburg für den Güterverkehr ausgebaut.

Dass die Strecke Fulda - Frankfurt - Mannheim noch nicht ausgebaut worden ist, liegt vor allem an politischen Gründen und heute fehlt dann das Geld, so dass nur noch angefangene Projekte weitergebaut werden. Übrigens ist es durchaus möglich, die Streckenkapazitäten zu erhöhen, wenn die drei fast parallelen Strecken über Worms, Biblis und Darmstadt konsequenter für bestimmte Zuggattungen verwendet werden.

Dann zeigt die von Dir gezeigte Grafik ja nur den Ist - Zustand im Güterverkehr. Was die Grafik nicht zeigt, ist der Personennahverkehr, der Personenfernverkehr und vor allem auch das Potenzial bzw. die Konsequenz eines Nichtausbaus.

Außerdem verstehe ich auch nicht, wieso Du verschiedene Strecken gegeneinander ausspielst. Ich könnte mir durchaus vorstellen, einzelne Autobahnprojekte zugunsten des Eisenbahnverkehrs auf Eis zu legen.


Holger

Dringlichkeit Wendlingen-Ulm

Alphorn (CH), Sonntag, 01.04.2012, 21:48 (vor 5121 Tagen) @ Holger2

Wieso sollte die NBS Wendlingen - Ulm nicht dringend nötig sein. Das ist eine persönliche Meinung ohne jeden Bezug zur Realität. Genauso könnte ich den Lötschberg - Basistunnel in Frage stellen. Ging vorher schließlich auch ohne....

Laut Wikipedia sollen auf der Strecke 53 Züge pro Tag und Richtung verkehren, das wären drei pro Stunde. Und solche Zahlen können, wie man auf Nürnberg-Erfurt sieht, durchaus noch nach unten korrigiert werden.

Drei Züge pro Stunde sind für mich eine passable, aber keine gute Auslastung, insebesondere weil wohl kein Güterverkehr dazukommen wird.

Dass die Autobahn Stuttgart - München komplett dreispurig ausgebaut wird, ist Dir bekannt?

Man ist laut Google trotzdem heute schon per Bahn gleich schnell wie per Auto.

Aber vielleicht hätte man viel mehr Autokilometer auf die Bahn verlagert, wenn man das gleiche Geld in guten Nah- und Regionalverkehr investiert hätte? Stuttgart-München fährt niemand täglich, seinen Arbeitsweg hingegen schon. Und im Regionalbereich gibt es diverse Projekte, welche aus Geldmangel liegenbleiben, zum Beispiel der RRX und die zweite Stammstrecke in München.

Was ich gehört habe, soll die NBS Würzburg - Fulda nachts übrigens ziemlich gut ausgelastet sein, durch Güterzüge.

Das mag sehr wohl sein. Aber Würzburg-Fulda hat mit unter 13 Promille definitiv andere Voraussetzungen als Wendlingen-Ulm mit 31 Promille (das ist steiler als die Gotthardbahn, wo man mit bis zu 14 angetriebenen Achsen hochmuss!)

Dringlichkeit Wendlingen-Ulm

Holger2, Montag, 02.04.2012, 00:32 (vor 5121 Tagen) @ Alphorn (CH)


Man ist laut Google trotzdem heute schon per Bahn gleich schnell wie per Auto.

Ja, demnächst sogar schneller. Und wenn man nicht von Bahnhof zu Bahnhof will, ist man heute schon schneller mit dem Auto, und zwar tagsüber.


Aber vielleicht hätte man viel mehr Autokilometer auf die Bahn verlagert, wenn man das gleiche Geld in guten Nah- und Regionalverkehr investiert hätte?

Wenn die schnellen Züge nicht mehr auf der Altstrecke fahren, ist auch mehr Platz für Nahverkehr. Die S - Bahn kann heute wegen Kapazitätsengpässen nicht bis Göppingen verlängert werden.

Stuttgart-München fährt niemand täglich, seinen Arbeitsweg hingegen schon. Und im Regionalbereich gibt es diverse Projekte, welche aus Geldmangel liegenbleiben, zum Beispiel der RRX und die zweite Stammstrecke in München.

Stuttgart - Ulm (und nur darum geht es) fahren sehr wohl etliche Pendler täglich. Und der Schwabe interessiert sich herzlich wenig für die Stammstrecke in München oder den RRX. In der Schweiz werden die Gelder für Basel - Land ja auch nicht im Aargau verbaut, oder. Außerdem verstehe ich nicht, warum die Stammstrecke in München besser, als die NBS Stuttgart - Ulm sein soll. Genauso kann ich behaupten, dass Birnen besser als Äpfel sind.

Was ich gehört habe, soll die NBS Würzburg - Fulda nachts übrigens ziemlich gut ausgelastet sein, durch Güterzüge.


Das mag sehr wohl sein. Aber Würzburg-Fulda hat mit unter 13 Promille definitiv andere Voraussetzungen als Wendlingen-Ulm mit 31 Promille (das ist steiler als die Gotthardbahn, wo man mit bis zu 14 angetriebenen Achsen hochmuss!)

Ich glaube nicht, dass man einen einen 500m langen Anstieg mit einem 20km langen Anstieg vergleichen kann.

Holger

Dringlichkeit Wendlingen-Ulm

Alphorn (CH), Montag, 02.04.2012, 01:25 (vor 5121 Tagen) @ Holger2

Stuttgart-München fährt niemand täglich, seinen Arbeitsweg hingegen schon. Und im Regionalbereich gibt es diverse Projekte, welche aus Geldmangel liegenbleiben, zum Beispiel der RRX und die zweite Stammstrecke in München.


Stuttgart - Ulm (und nur darum geht es) fahren sehr wohl etliche Pendler täglich. Und der Schwabe interessiert sich herzlich wenig für die Stammstrecke in München oder den RRX. In der Schweiz werden die Gelder für Basel - Land ja auch nicht im Aargau verbaut, oder.

Doch, werden sie. Denn die Gelder werden gar nicht an Basel zugewiesen, sondern es wird schweizweit festgelegt, welches die dringendsten Projekte sind. Und wenn die im Aargau liegen, bekommt Basel-Land keinen Rappen.

Außerdem verstehe ich nicht, warum die Stammstrecke in München besser, als die NBS Stuttgart - Ulm sein soll. Genauso kann ich behaupten, dass Birnen besser als Äpfel sind.

Selbstverständlich kann man die vergleichen, denn es gibt Vergleicheinheiten: Produzierte Personenkilometer. Alternativ: Eingesparte Reisendenminuten. Alternativ: CO2-Reduktion. Je nachdem, wie man seine Prioritäten wählt.

Das mag sehr wohl sein. Aber Würzburg-Fulda hat mit unter 13 Promille definitiv andere Voraussetzungen als Wendlingen-Ulm mit 31 Promille (das ist steiler als die Gotthardbahn, wo man mit bis zu 14 angetriebenen Achsen hochmuss!)


Ich glaube nicht, dass man einen einen 500m langen Anstieg mit einem 20km langen Anstieg vergleichen kann.

Laut Wikipedia ist der 31-Promille-Abschnitt 1,47 Kilometer lang. Und etwa 15 km liegen bei 24 Promille oder höher (Gotthardbahn: 26 Promille und keine konkurrierenden ICEs). Tagsüber kann man die Strecke für Güterzüge definitiv vergessen: Nur schon beim laut S21-Netzgrafik vorgesehenen Halbstundentakt passt da kein einziger normaler Güterzug zwischen die ICEs: Der braucht bei Tempo 80 45 Minuten für Wendlingen-Ulm... bei der Zeit hängt längst der nächste ICE hintendran.

Dringlichkeit Wendlingen-Ulm

hfrik, Montag, 02.04.2012, 11:38 (vor 5121 Tagen) @ Alphorn (CH)

Alphorn,

bitte daran danken: die 31 Promille folgen auf ein 12 Promille Gefälle, und sind recht kurz, und daher in Schwungfahrt zu überrollen. Ansonsten werden die 2,5 Promille mehr Steigung bei der NBS gegenüber der Geislinger Steige durch den geringeren Kurvenwiderstand überkompensieert - was zur Folgehat, dass die maximal über die NBS fahrbaren Anhängelaasten ein winziges bischen oberhalb der für die Geislinger Steige liegen. (Auch energetisch geben sich die beiden sTrecken bei guter Rückspeisung nicht viel)
Allerdings ist die NBS WEndlingen - Ulm auch keine Güterzug -Flachstrecke. (Den Basistunnel dafür hat man einmal gerechnet - und wegen einiger Milliarden Mehrkosten gleich wieder verworfen)

Dringlichkeit Wendlingen-Ulm

Giovanni, Montag, 02.04.2012, 18:25 (vor 5121 Tagen) @ hfrik

Alphorn,

bitte daran danken: die 31 Promille folgen auf ein 12 Promille Gefälle, und sind recht kurz, und daher in Schwungfahrt zu überrollen. Ansonsten werden die 2,5 Promille mehr Steigung bei der NBS gegenüber der Geislinger Steige durch den geringeren Kurvenwiderstand überkompensieert - was zur Folgehat, dass die maximal über die NBS fahrbaren Anhängelaasten ein winziges bischen oberhalb der für die Geislinger Steige liegen.

Nicht ganz:
Unter grüner Welle sind auf der Geislinger Steige deutlich größere Anhängelasten möglich. Allerdings lässt sich eine Grüne Welle zu den Spitzenzeiten natürlich nicht realisieren...

Da ich in den Planungen der Schnellfahrstrecke bisher keine Überholbahnhöfe gefunden hab, wird in den Spitzenzeiten wohl kein Güterverkehr möglich sein.

(Auch energetisch geben sich die beiden sTrecken bei guter Rückspeisung nicht viel)

a) höherer Luftwiderstand im Tunnel
b) da die E-Bremsleistung deutlich geringer als die Fahrleistung ist, ließe sich die "gute Rückspeisung" nur dann erreichen wenn erheblich übermotorisierte Züge eingesetzt werden

Allerdings ist die NBS WEndlingen - Ulm auch keine Güterzug -Flachstrecke. (Den Basistunnel dafür hat man einmal gerechnet - und wegen einiger Milliarden Mehrkosten gleich wieder verworfen)

Ein Verzicht auf die Pseudo-Güterzüge könnte eine tunnelärmere und damit deutlich billigere Trassierung ermöglichen.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Dringlichkeit Wendlingen-Ulm

hfrik, Dienstag, 03.04.2012, 10:01 (vor 5120 Tagen) @ Giovanni

Nun, die SPiele mit grüner WElle funktionieren auf der NBS gleich wie auf der Geislinger Steige - sonst würde DB-Netz bei der NBS nicht auf 2150t Anhängelast kommen.
Den Luftwiderstand im Tunnel kann man bei Tempo 80 in für 250km/h ausgelegten Tunneln vergessen.

Die Einspeiseleistung der Motoren ist nicht das Problem, auch nicht die 4Quadranten steller. Wenn es ein Problem mit der E-Breemse gibt, dann mit den Seitenpuffern, die Fahrdynamisch geringere Druckkräfte übertragen können als die Schraubkupplung Zugkräfte - auch hier schafft eine automatiche Mittelkupplunk Abhilfe, diese kann nämlich in beide Richtungen Kräfte übertragen.

Das mit den Überholbahnhöfeen sit richtig, Mischverkehr ist wohl nicht vorgesehen.
Das mitden kürzeren Tunneln ohne Güterverkehr ist wieder nciht richtig.
Da man auch mit ICE 1, 2, ICX sowie diversen Nahverkehrszügen über die sTrecke fahren will, sind die 25 Promille durchaus ein sinnvoller Kompromiss, bei grösserer Steigung kommt wirklich nurnoch ein ICE3 oder ein 42x-Zug schnell über die Strecke.
Und noch eine KRM-Neubaustrecke mit zu vielen Einschränkungen beim Rollmaterial wollte man wohl - ganz unabhängig vom Güterzugthema nicht.

Problem Stuttgart-Ulm nicht optimal zu lösen.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 02.04.2012, 15:41 (vor 5121 Tagen) @ Alphorn (CH)

Holger2:

Wieso sollte die NBS Wendlingen - Ulm nicht dringend nötig sein?

Alphorn (CH):

Laut Wikipedia sollen auf der Strecke 53 Züge pro Tag und Richtung verkehren, das wären drei pro Stunde. Und solche Zahlen können, wie man auf Nürnberg-Erfurt sieht, durchaus noch nach unten korrigiert werden.

Ich stelle mich vor:

a. 1h-Takt ICE NRW-Stuttgart-München (Linie 42 verdoppelt)
b. 2h-Takt IC250 NRW-Rheintal-Stuttgart-München (Linie 32)
c. 2h-Takt IC250 Frankfurt-Stuttgart-Salzburg (Linie 62)
d. 2h-Takt RE Stuttgart-Ulm via Rennbahn

Bei 18 Betriebsstunden pro Tag sind das 45 Züge. Vielleicht noch 2h-Takt RE Stuttgart-Flughafen-Tübingen (wenn technisch möglich?) -> 54 Züge.
Nach NL-Vorbild hätte es wohl FV und NV jeweils in Halbstundentakt gegeben. Das macht 72 Züge. Selbstverständlich müssen die Regioverkehre bestellt werden aber Platz dafür sollte es geben.

Drei Züge pro Stunde sind für mich eine passable, aber keine gute Auslastung, insebesondere weil wohl kein Güterverkehr dazukommen wird.

Unsere Hanzelijn (Lelystad-Zwolle) wird für 2 IC + 2 RB pro Stunde gebaut. Man hatte aufgrund dieser niedrigen Zahlen die Importanz dieser Strecke zur Diskussion gestellt.
Auf der HSL-Zuid sollen übrigens bei Vollbetrieb (vorgesehen 2013) 108 Züge pro Tag/Richtung fahren, also das doppelte von Stuttgart-Ulm.

Man ist laut Google trotzdem heute schon per Bahn gleich schnell wie per Auto.

Aber wohl auch nur Bahnhof-Bahnhof. Nur schade, dass man meistens nicht in einem Bahnhof wohnt, arbeitet oder Freizeit spendiert.

Aber vielleicht hätte man viel mehr Autokilometer auf die Bahn verlagert, wenn man das gleiche Geld in guten Nah- und Regionalverkehr investiert hätte? Stuttgart-München fährt niemand täglich, seinen Arbeitsweg hingegen schon.

Bin ich mir nicht sicher, ob keiner Stuttgart-München täglich fährt.
Aus CH- und NL-Sicht gäbe es das "Problem Stuttgart-Ulm" gar nicht, denn die Ist-Zeit Stuttgart-Ulm 60 Minuten ist ITF-konform.
Aus DE-Sicht ist 60 Minuten aber keine konkurrenzfähige Fahrzeit.

Allerdings denke ich, dass das "Problem" Stuttgart-Ulm gar nicht optimal zu lösen ist. Eine Alternative wäre Beibehalt des Kopfbahnhofs und Entschärfung der Altstrecke, damit man den Güterverkehr nicht mehr nachschieben muss. Dafür wäre aber ein Geislinger Basistunnel notwendig; zudem würde Geislingen selber gar nicht profitieren. Wenn dann auch noch die ICEs durch den Tunnel fahren müssen, bleibt vom Güterverkehr nicht viel übrig (bei FV-Halbstundentakt wohl nichts). Bündelt man die IC(E)s stündlich, dann hat man zwar Platz für Cargos aber in Stuttgart etwa ein 55-5 Takt.
Über die Anbindung des Stuttgarter Flughafens habe ich erst noch gar nicht geredet.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Alb-NBS gut ausgelastet - kein Problem

naseweiß, Montag, 02.04.2012, 17:03 (vor 5121 Tagen) @ Oscar (NL)

a. 1h-Takt ICE NRW-Stuttgart-München (Linie 42 verdoppelt)
b. 2h-Takt IC250 NRW-Rheintal-Stuttgart-München (Linie 32)
c. 2h-Takt IC250 Frankfurt-Stuttgart-Salzburg (Linie 62)
d. 2h-Takt RE Stuttgart-Ulm via Rennbahn

Bei 18 Betriebsstunden pro Tag sind das 45 Züge.

- 1h-Takt L42 NRW-Mannheim-Stuttgart-München
- 2h-Takt L12 Berlin-Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München
- 2h-Takt L62 (...-)Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München
(zusammen 30-min-Takt Mannheim-München)
- 2h-Takt L82 Paris-Karlsruhe-Stuttgart-München
- 2h-Takt L60 (Basel-)Karlsruhe-Stuttgart-München
- 1h-Takt RE (...-)Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen-Lindau

- zur HVZ RE im 30-min-Takt
- zur HVZ weitere Verstärker-IC
- ggf. Urlaubszüge der L30-32 Hamburg-NRW-Rheintal-Mannheim-Alpenregion (Innsbruck, Oberstdorf, Berchtesgarden, usw.)

18 Betriebsstunden * 4 Grundtaktzüge/h = 72 Züge/Tag
3 Stunden HVZ * 2 HVZ-Züge/h = 6 Züge/Tag (HVZ richtungsabhängig)
2 Urlaubszüge/Tag
=> am Tag ganze 80 Personenzüge

Vielleicht noch 2h-Takt RE Stuttgart-Flughafen-Tübingen (wenn technisch möglich?) -> 54 Züge.

Die fahren im 30-min-Takt, benutzen aber nicht die SFS, die namentlich erst in Wendlingen beginnt.

Aus CH- und NL-Sicht gäbe es das "Problem Stuttgart-Ulm" gar nicht, denn die Ist-Zeit Stuttgart-Ulm 60 Minuten ist ITF-konform.
Aus DE-Sicht ist 60 Minuten aber keine konkurrenzfähige Fahrzeit.

15, 30, 45, 60, 75, 90, ... min - bei 30-min-Takt Alles ITF-konform!
Mannheim/Karlsruhe(00/30) -45- Stuttgart(15/45) -30- Ulm(15/45) -45- Augsburg(00/30) -30- München(00/30)

Allerdings denke ich, dass das "Problem" Stuttgart-Ulm gar nicht optimal zu lösen ist. Eine Alternative wäre Beibehalt des Kopfbahnhofs und Entschärfung der Altstrecke, damit man den Güterverkehr nicht mehr nachschieben muss. Dafür wäre aber ein Geislinger Basistunnel notwendig; zudem würde Geislingen selber gar nicht profitieren. Wenn dann auch noch die ICEs durch den Tunnel fahren müssen, bleibt vom Güterverkehr nicht viel übrig (bei FV-Halbstundentakt wohl nichts). Bündelt man die IC(E)s stündlich, dann hat man zwar Platz für Cargos aber in Stuttgart etwa ein 55-5 Takt.

Für den Güterverkehr ist die Alternativroute über Aalen und Donauwörth besser, da hier keine großen Steigungen im Weg sind. Es fehlt der ein Verbindungskurve in Stuttgart, der viergleisige Ausbau Waiblingen-Schorndorf und der zweigleisige Ausbau Goldshöfe-Donauwörth. Der Güterverkehr in der hier relevanten Ost-West-Richtung spielt aber eine untergeordnete Rolle.

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Alb-NBS gut ausgelastet - kein Problem

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 02.04.2012, 22:25 (vor 5120 Tagen) @ naseweiß

Oscar (NL):

a. 1h-Takt ICE NRW-Stuttgart-München (Linie 42 verdoppelt)
b. 2h-Takt IC250 NRW-Rheintal-Stuttgart-München (Linie 32)
c. 2h-Takt IC250 Frankfurt-Stuttgart-Salzburg (Linie 62)
d. 2h-Takt RE Stuttgart-Ulm via Rennbahn

naseweiß:

- 1h-Takt L42 NRW-Mannheim-Stuttgart-München
- 2h-Takt L12 Berlin-Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München
- 2h-Takt L62 (...-)Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München
(zusammen 30-min-Takt Mannheim-München)
- 2h-Takt L82 Paris-Karlsruhe-Stuttgart-München
- 2h-Takt L60 (Basel-)Karlsruhe-Stuttgart-München
- 1h-Takt RE (...-)Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen-Lindau

- zur HVZ RE im 30-min-Takt
- zur HVZ weitere Verstärker-IC
- ggf. Urlaubszüge der L30-32 Hamburg-NRW-Rheintal-Mannheim-Alpenregion (Innsbruck, Oberstdorf, Berchtesgarden, usw.)

Diesmal umgekehrt: normal übertreibe ich, jetzt bin ich bescheiden...:)

Ich dachte eher dran, dass Linie 12 in Stuttgart endet, dafür die Rheintal-ICs weiter nach München fahren. Mit den neuen IC-Triebwagen sehe ich 2x Siebenteiler vor. Wenn die Südbahn elektrifiziert ist, dann in Ulm 1 Zugteil abtrennen Richtung Bodenseeregion.
Zudem bin ich mir nicht sicher, ob die Franzosen 6x pro Tag von Paris aus München ansteuern möchten; so oft geht's aktuell gar nicht nach Frankfurt. Vermute eher 3x Stuttgart + 3x München. Dann wohl eher L60 + L82 zusammen 2h-Takt.

Andererseits kann ich auch verstehen, dass die Linie 32 über die Steige hoch geht, da die Kundschaft dieser Linie vermutlich nicht so zeitkritisch ist. So haben Plochingen und Göppingen noch Fernverkehr.

Die Regionalvekehre müssen erst noch bestellt werden. Wenn ich sehe, dass der MüNüx nur in 2h-Takt fährt, habe ich dort keine hohen Erwartungen.

Aus CH- und NL-Sicht gäbe es das "Problem Stuttgart-Ulm" gar nicht, denn die Ist-Zeit Stuttgart-Ulm 60 Minuten ist ITF-konform.
Aus DE-Sicht ist 60 Minuten aber keine konkurrenzfähige Fahrzeit.


15, 30, 45, 60, 75, 90, ... min - bei 30-min-Takt Alles ITF-konform!
Mannheim/Karlsruhe(00/30) -45- Stuttgart(15/45) -30- Ulm(15/45) -45- Augsburg(00/30) -30- München(00/30)

Das setzt aber auch KA-S Halbstundentakt voraus. Bestenfalls hat man dort aber Stundentakt (ich nehme mal an dass die Nürnberg-Stuttgart ICEs via die Gäubahn weitergeleitet werden, weil die vorgesehenen ICE-T dort ihre Neigetechnik ausspielen können).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Alb-NBS gut ausgelastet - kein Problem

naseweiß, Montag, 02.04.2012, 23:28 (vor 5120 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Montag, 02.04.2012, 23:29

Diesmal umgekehrt: normal übertreibe ich, jetzt bin ich bescheiden...:)

Stimmt, normalerweise "schreie" ich dich immer an, wieviel du doch wieder vorsiehst, meist z.B. IC und ICE als separate, komplette Takte.

Ich dachte eher dran, dass Linie 12 in Stuttgart endet, ...

Die Idee ist, dass nicht nur (NRW-)Frankflug-Stuttgart-München schneller als (NRW-)Frankflug-Nürnberg-München wird, sondern auch Frankfurt-Stuttgart-München schneller als Frankfurt-Nürnberg-München. Aus beiden Gründe könnte ich mir vorstellen, dass ein 2-h-Takt von der L41 auf die L42 von Nürnberg nach Stuttgart rübergeschoben wird. Um die Verbindung Frankfurt-München dadurch nicht zu vernachlässigen (die L41 bedient Frankfurt, die L42 nicht) und auch die Mehrnachfrage durch die lokale Beschleunigung von Stuttgart-Ulm-München abzudecken, würde der weitere 2-h-Takt passen.

Zugegebenermaßen wird F-S-M nur dann schneller als F-N-M, wenn die Ried-NBS gebaut, aber die Mottgersspange nicht gebaut wird. Sicher ist da bekanntlich noch nichts.

Normalerweise würde man sagen, dass zusätzlich zur L11 auch die L22, die heute schon bis Stuttgart fährt, nach München verlängert wird. Da ich aber gerne das Schema umkremple und alle Linie etwas verändere - die ewige Suche nach dem vermeintlichen Optimum, etwas anders: Um Stundentakte zu bilden, rede ich von der L22/62 (sehe gerade, hatte ich falsch gemacht: L22 nicht L12), wobei die L62 als ICE-Linie Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München gedacht ist, nichts als IC wie heute. Diese Rolle des IC Heidelberg-Stuttgart käme stattdessen der L26 zu. Auf Stuttgart-München reicht es, wenn die L60 allein als IC die einzig verbleibenden, zusätzlichen IC-Halte S-Flughafen und Günzburg im 2-h-Takt bedient.

... dafür die Rheintal-ICs weiter nach München fahren.
Mit den neuen IC-Triebwagen sehe ich 2x Siebenteiler vor. Wenn die Südbahn elektrifiziert ist, dann in Ulm 1 Zugteil abtrennen Richtung Bodenseeregion.

Ich denke nicht, dass das Rheintal so wichtig ist, dass es im Takt die Direktverbindung über Stuttgart hinaus braucht. Über Urlaubs-IC kann es das noch weiterhin geben.

Die 7er-IC sind außerdem nicht von vornherein dafür gedacht in Doppeltraktion zu fahren, worauf wir von Mario mit Quelle hingewiesen wurden.

Zudem bin ich mir nicht sicher, ob die Franzosen 6x pro Tag von Paris aus München ansteuern möchten; so oft geht's aktuell gar nicht nach Frankfurt. Vermute eher 3x Stuttgart + 3x München. Dann wohl eher L60 + L82 zusammen 2h-Takt.

Da magst du Recht habe. Schließlich werden es wohl auch sicher nicht ganze 80 Züge/Tag werden, irgendwas muss also weniger fahren. Zusätzlich zu den z.B. 3 Paris-TGV könnte aber auch in Zukunft ein Lyon-TGV nach München kommen. Auch nach Frankfurt wird das Angebot verbessert werden.

Die L60 muss im 2-h-Takt bleiben, zum einen für Karlsruhe und das Oberrheintal, zum anderen um S-Flughafen und Günzburg mit Fernverkehr zu versorgen. Natürlich könnte letztres auch die L32 erledigen, es würde aber von Ulm-München noch mehr Züge nach Mannheim und fast keine mehr nach Karlsruhe bedeuten.

Andererseits kann ich auch verstehen, dass die Linie 32 über die Steige hoch geht, da die Kundschaft dieser Linie vermutlich nicht so zeitkritisch ist. So haben Plochingen und Göppingen noch Fernverkehr.

Genauso wie auf Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart würde ich auf Stuttgart-Plochingen-Ulm keinen Alibi-Fernverkehr erwarten und dort lieber schneller, auf die Knoten ausgelegten und gut vertakteten Regionalverkehr, möglichst im 30-min-Takt (RE + IRE zusammengelegt, "mittelschnell") erwarten.

Die Regionalvekehre müssen erst noch bestellt werden. Wenn ich sehe, dass der MüNüx nur in 2h-Takt fährt, habe ich dort keine hohen Erwartungen.

Der RE Stuttgart-Ulm über Alb-NBS könnte in der Tat aus politischen Gründen, zur Stimmungsmache für S21, unnötig hoch angesetzt sein. Teuer wird er mit Sicherheit und sinnvoll wird er meines Erachtens erst mit mehr Zwischenhalten (vgl. Allersberg, Kinding).

Mannheim/Karlsruhe(00/30) -45- Stuttgart(15/45) -30- Ulm(15/45) -45- Augsburg(00/30) -30- München(00/30)

Das setzt aber auch KA-S Halbstundentakt voraus. Bestenfalls hat man dort aber Stundentakt (ich nehme mal an dass die Nürnberg-Stuttgart ICEs via die Gäubahn weitergeleitet werden, weil die vorgesehenen ICE-T dort ihre Neigetechnik ausspielen können).

Richtig, erwischt, Ungenauigkeit:
- Mannheim-Stuttgart    30-min-Takt ICE     L42/42, L12/62
- Heidelberg-Stuttgart  60-min-Takt IC      L26/30-32
- Karlsruhe-Stuttgart   60-min-Takt IC/TGV  L60/82
- Karlsruhe-Pforzheim-Stuttgart 30/60-min-Takt RE (Kantenzeit 01:15 h)

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Alb-NBS gut ausgelastet - kein Problem

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 03.04.2012, 09:38 (vor 5120 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Stimmt, normalerweise "schreie" ich dich immer an, wieviel du doch wieder vorsiehst, meist z.B. IC und ICE als separate, komplette Takte.

Aus NL-Sicht verstehlich, denn bei uns haben die Zuggattungen ja auch ihren eigenen Takt. Zu Stuttgart-Ulm: dort wird der ICE wohl nonstop fahren, der IC zusätzlich in Stuttflug halten. Es kann auch ein kunterbuntes Mischmasch werden, mit haltenden ICEs und nicht-haltenden ICs.
Wie es auch sei, dies hat zu Folge dass der Nonstop-Zug eine andere Fahrzeit hat als der haltende Zug. Wenn der ICE+IC Takt in Stuttgart sauber halbstündlich ist, ist das in Ulm also nicht mehr so. Da die Regionalzüge in Ulm bestenfalls einen 1h-Grundtakt haben, ist aus DB-Sicht zu erwarten, dass die ICEs die Anschlüsse gewährleisten.

Normalerweise würde man sagen, dass zusätzlich zur L11 auch die L22, die heute schon bis Stuttgart fährt, nach München verlängert wird. Da ich aber gerne das Schema umkremple und alle Linie etwas verändere - die ewige Suche nach dem vermeintlichen Optimum, etwas anders: Um Stundentakte zu bilden, rede ich von der L22/62 (sehe gerade, hatte ich falsch gemacht: L22 nicht L12), wobei die L62 als ICE-Linie Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München gedacht ist, nichts als IC wie heute. Diese Rolle des IC Heidelberg-Stuttgart käme stattdessen der L26 zu.

Hier verstehe ich etwas nicht.

Auf MA-S-UL-A-M haben wir also 5 Linien: 11, 22, 42a, 42b und 62. 4 von 5 Linien bilden zusammen einen Halbstundentakt. Die 22 müßte m.W. dann weichen, da diese Linie in Frankflug wendet. Also folgendes Halbstundentaktrahmen (CMIIW):

Frankfurt-Mannheim   11 12 20             62
Frankflug-Mannheim            22 42a/b 43
Mannheim-München     11          42a/b    62
Mannheim-Basel          12 20          43    SBB

Linie 22 soll ab Mannheim als IC weiter nach Stuttgart fahren, der SBB-Zug via Bergstraße nach Frankfurt.
Problem ist allerdings, dass auf Frankfurt-Hamburg die Linien 20 und 22 dann wieder aus dem Takt sind. Als Alternative könnte man die Rheintal-ICs (30/32) die Rolle der Linie 22 übernehmen lassen. Linien 20 und 22 habenn dann ihre Laufwege HH-MA identisch.

Die Direktverbindung von Stuttgart über Frankfurt hinaus Richtung Fulda soll bevorzuglich nach Hamburg führen und nicht nach Berlin, weil mit Inbetriebnahme der Thüringer Rennbahn B-N-S schneller ist als B-F-S.

Ansatz 2:

Frankfurt-Mannheim   11 12 20 22         
Frankflug-Mannheim               32 42a/b 43
Mannheim-München              22    42a/b    62
Mannheim-Basel          12 20             43    SBB

Linien 11 und 32 fahren ab Mannheim als IC weiter nach Stuttgart, Linien 62 und SBB starten in Frankfurt als IC via Bergstraße. Hier würde aber auf der Bergstraße ein Überangebot bestehen; zudem ist die Direktverbindung F-M nur zweistündlich.

Ansatz 3:

Frankfurt-Mannheim   12 20 22             62
Frankflug-Mannheim            32 42a/b 43
Mannheim-München           22    42a/b    62
Mannheim-Basel       12 20             43    SBB

Linie 11 endet in Wiesbaden. Damit haben zumindest Göttingen, Kassel und Fulda wieder ihre Direktverbindung mit Frankflug. Zudem Frankfurt wieder stündlich Direktverbindungen mit München und Basel. NRW-München war in allen Ansätzen schon stündlich direkt. Frankflug-Basel leider keine Verbesserung aber auch keine Verschlechterung. SBB gewährleistet den FV-Anschluß der Bergstraße, Linie 32 als IC weiter nach Stuttgart und in die Urlaubsregionen.
Problem ist jetzt NRW-Basel. Das ist nur in 2h-Takt direkt, und Linien 32 und 43 durften in Köln fast zeitgleich abfahren. Es wäre denkbar, dass Linie 41 (K-N-M) in Frankfurt den Anschluß an Linie 32 gewährleistet, aber dann bleibt der Umstieg in Mannheim. Man muß also doppelt umsteigen, während heute ein Umstieg ausreicht.

Auf Stuttgart-München reicht es, wenn die L60 allein als IC die einzig verbleibenden, zusätzlichen IC-Halte S-Flughafen und Günzburg im 2-h-Takt bedient.

Ich bin mir nicht sicher, ob Stuttgart sich mit einer 2h-Takt IC(E)-Bedienung des Flughafens zufrieden stellt.

Da magst du Recht habe. Schließlich werden es wohl auch sicher nicht ganze 80 Züge/Tag werden, irgendwas muss also weniger fahren. Zusätzlich zu den z.B. 3 Paris-TGV könnte aber auch in Zukunft ein Lyon-TGV nach München kommen. Auch nach Frankfurt wird das Angebot verbessert werden.

Mit Takteinbindung von TGVs wäre ich vorsichtig und erst recht mit Linie 60. Dieser hält noch in Bruchsal und ggf. auch Vaihingen und dort möchte SNCF mit Sicherheit nicht halten.

Die L60 muss im 2-h-Takt bleiben, zum einen für Karlsruhe und das Oberrheintal, zum anderen um S-Flughafen und Günzburg mit Fernverkehr zu versorgen. Natürlich könnte letztres auch die L32 erledigen, es würde aber von Ulm-München noch mehr Züge nach Mannheim und fast keine mehr nach Karlsruhe bedeuten.

Linie 60 ist s.i.w. Strasbourg-München. Diese Linie könnte man in Basel-München umwandeln; der TGV deckt das Angebot Süddeutschland-Frankreich schon ab. Allerdings ist Einbindung dieser Linie in den Halbstundentakt Karlsruhe-Basel nicht sinnvoll.

Ansatz 4:

Frankfurt-Mannheim   12 20 22                62
Frankflug-Mannheim            32 42a/b 43
Mannheim-München           22    42a/b       62
Mannheim-Karlsruhe   12 20    32       43   
Karlsruhe-Basel      12 20             43 60

Linie 32 endet in Karlsruhe und bietet dort Anschluß an Linie 60. Das ist dann auch der einzige Vorteil dieses Ansatzes, ansonsten sehe ich nur Nachteile:
- Bergstraße vom Taktfernverkehr abgehängt
- Linie 32 bedient die Urlaubsregionen nicht mehr
- SBB (eine reine Taktbahn) aus dem Taktfernverkehr geworfen

Die Regionalvekehre müssen erst noch bestellt werden. Wenn ich sehe, dass der MüNüx nur in 2h-Takt fährt, habe ich dort keine hohen Erwartungen.

Der RE Stuttgart-Ulm über Alb-NBS könnte in der Tat aus politischen Gründen, zur Stimmungsmache für S21, unnötig hoch angesetzt sein. Teuer wird er mit Sicherheit und sinnvoll wird er meines Erachtens erst mit mehr Zwischenhalten (vgl. Allersberg, Kinding).

Für uns ICE-Fans ist nicht zu hoffen, dass die angesiedelten Städte um ICE-Halte meckern: "Montabaur und Limburg haben auch ICE-Halte, wieso dürfen wir das nicht haben?"
Stuttgart-Ulm gehört nonstop, schlimmstenfalls mit einem Halt im Flughafen.
Allerdings würde es mich gar nicht überraschen, wenn dennoch ein Halt "Kirchheim/Teck ICE" kommt, mit Anschluß an die dort endende/beginnende S-Bahn.
Oder "Wendlingen ICE", dort wo Rennbahn und Neckarbahn einander kreuzen; dies ermöglicht ja eine Reise Tübingen-München ohne Umweg über Stuttgart.
Ich sehe aber lieber, dass hier dann REs über die Rennbahn fahren, welche die Anschlüsse gewährleisten. Dagegen spricht aber, dass:

a. eine Reise Tübingen-München mit doppelter Umstieg (RE->RE Wendlingen, RE->ICE Ulm), wenn auch komplett ITF-konform vertaktet, weniger attraktiv ist als die aktuelle Reise via Stuttgart mit nur 1 Umstieg;
b. Durchbindung der Express-REs nach München den Ferverkehr kannibalisiert.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Alb-NBS gut ausgelastet - kein Problem

naseweiß, Dienstag, 03.04.2012, 10:32 (vor 5120 Tagen) @ Oscar (NL)

Wie es auch sei, dies hat zu Folge dass der Nonstop-Zug eine andere Fahrzeit hat als der haltende Zug. Wenn der ICE+IC Takt in Stuttgart sauber halbstündlich ist, ist das in Ulm also nicht mehr so.

Deshalb ist ja ein sauberer 30-min-Takt der ICE ohne IC wünschenswert. Der IC käme noch hinzu. S-Flughafen und Günzburg sind recht unwichtige Halte, für die ein 2-h-Takt reicht.

Da die Regionalzüge in Ulm bestenfalls einen 1h-Grundtakt haben, ist aus DB-Sicht zu erwarten, dass die ICEs die Anschlüsse gewährleisten.

Alle Strecken ab Ulm bis auf eine Ausnahme (Ulm-Augsburg) haben min. stündliche RE und stündliche RB. Bei einem 15/45er-Knoten kann im Zulauf auf Ulm ein 30-min-Takt gebildet werden. Außerhalb an den RB-Endpunkten (Memmingen, Bieberach/Aulendorf, Ehingen, Geislingen/Göppingen, Langenau/Aalen) holen die REs die RBs irgendwann ein, sodass Anschluss zueinander besteht.

Normalerweise würde man sagen, dass zusätzlich zur L11 auch die L22, die heute schon bis Stuttgart fährt, nach München verlängert wird. Da ich aber gerne das Schema umkremple und alle Linie etwas verändere - die ewige Suche nach dem vermeintlichen Optimum, etwas anders: Um Stundentakte zu bilden, rede ich von der L22/62 (sehe gerade, hatte ich falsch gemacht: L22 nicht L12), wobei die L62 als ICE-Linie Frankfurt-Mannheim-Stuttgart-München gedacht ist, nichts als IC wie heute. Diese Rolle des IC Heidelberg-Stuttgart käme stattdessen der L26 zu.


Hier verstehe ich etwas nicht.

Auf MA-S-UL-A-M haben wir also 5 Linien: 11, 22, 42a, 42b und 62. 4 von 5 Linien bilden zusammen einen Halbstundentakt. Die 22 müßte m.W. dann weichen, da diese Linie in Frankflug wendet. Also folgendes Halbstundentaktrahmen (CMIIW):
(...)
Linie 22 soll ab Mannheim als IC weiter nach Stuttgart fahren, der SBB-Zug via Bergstraße nach Frankfurt.
Problem ist allerdings, dass auf Frankfurt-Hamburg die Linien 20 und 22 dann wieder aus dem Takt sind. Als Alternative könnte man die Rheintal-ICs (30/32) die Rolle der Linie 22 übernehmen lassen. Linien 20 und 22 habenn dann ihre Laufwege HH-MA identisch.

Richtig, es kann Probleme mit der Taktung geben. Züge Frankfurt-Mannheim über die Bergstraße oder Frankflug würde ich aber erstmal außen vorlassen. Frankfurt-Mannheim soll genauso ein klarer 30-min-Takt bestehen.

Die Direktverbindung von Stuttgart über Frankfurt hinaus Richtung Fulda soll bevorzuglich nach Hamburg führen und nicht nach Berlin, weil mit Inbetriebnahme der Thüringer Rennbahn B-N-S schneller ist als B-F-S.

Nein, schneller wird es nicht, da Stuttgart-Nürnberg genauso wie Frankfurt-Erfurt weiterhin sehr langsam sind:
- Stuttgart -45- Mannheim -30- Frankfurt -60- Fulda -60- Eisenach -30- Erfurt => 03:45 h
- Stuttgart -75- Crailsheim -30- Ansbach -30- Nürnberg -30- Bamberg -60- Erfurt => 03:45 h
(Bitte an alle anderen: nicht Kantenzeit mit Fahrzeit verwechseln, natürlich dauert Bamberg-Erfurt nur ca. 40 min, genauso auch Fulda-Eisenach!)

Ansatz 3:

Frankfurt-Mannheim   12 20 22             62
Frankflug-Mannheim            32 42a/b 43
Mannheim-München           22    42a/b    62
Mannheim-Basel       12 20             43    SBB

Linie 11 endet in Wiesbaden. Damit haben zumindest Göttingen, Kassel und Fulda wieder ihre Direktverbindung mit Frankflug. Zudem Frankfurt wieder stündlich Direktverbindungen mit München und Basel. NRW-München war in allen Ansätzen schon stündlich direkt. Frankflug-Basel leider keine Verbesserung aber auch keine Verschlechterung. SBB gewährleistet den FV-Anschluß der Bergstraße, Linie 32 als IC weiter nach Stuttgart und in die Urlaubsregionen.

Das kommt meinen Vorstellungen noch am nächsten:
(Spalten für 30-min-Takt)
Frankfurt-Franklug     50             14
Frankfurt-Mannheim     13|   22 83|   15|23 62
Frankflug-Mannheim  42   |43      |42   | 
Mannheim-München    42   |   22   |42   |   62
Mannheim-Basel         13|43      |   15|23   

ICs als Mainz/Frankfurt-Darmstadt-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart L26/32
(Bergstraße ggf. kein Fernverkehr mehr)

Problem ist jetzt NRW-Basel. Das ist nur in 2h-Takt direkt, und Linien 32 und 43 durften in Köln fast zeitgleich abfahren. Es wäre denkbar, dass Linie 41 (K-N-M) in Frankfurt den Anschluß an Linie 32 gewährleistet, aber dann bleibt der Umstieg in Mannheim. Man muß also doppelt umsteigen, während heute ein Umstieg ausreicht.

Man kann im 30-30-60-min-Takt Köln-Mannheim fahren und im 30-min-Takt Mannheim-Basel. Die L42 und L13/15 bieten eine stündliche Umsteigemöglichkeit in Mannheim. Solange die L43 nicht im Stundentakt verkehrt, mangels Wagen und Bedarf, gibt es nur zweistündlich die Direktverbindung.

Ich bin mir nicht sicher, ob Stuttgart sich mit einer 2h-Takt IC(E)-Bedienung des Flughafens zufrieden stellt.

Man schaue sich die Bedienung von "Kölnflug" und "Düsselflug" an, auch kaum Fernverkehr.

Wenn S21 umgesetzt wird, kann in Stuttflug halten:
- 2h-Takt L60 Karlsruhe-München
- 2h-Takt L87 Zürich-Nürnberg
- 60-min-Takt RE (...)-Stuttgart-Ulm
- 60-min-Takt RE (...)-Stuttgart-Rottweil
- 30-min-Takt RE (...)-Stuttgart-Tübingen
- min. 30-min-Takt S-Bahnen

Die RE können im Norden zu den verschiedenen regionale Ziele durchgebunden werden. Das Alles gibt eine 1A-Anbindung ist noch einer der größten Vorteile von S21.

Mit Takteinbindung von TGVs wäre ich vorsichtig und erst recht mit Linie 60. Dieser hält noch in Bruchsal und ggf. auch Vaihingen und dort möchte SNCF mit Sicherheit nicht halten.

Ich wollte Karlsruhe-Stuttgart in 45 min Kantenzeit. Bruchsal, Vaihingen werden nur von REs und HVZ-IC bedient, Vaihingen höchstens von Heidelberger IC (L26/32).

Linie 60 ist s.i.w. Strasbourg-München. Diese Linie könnte man in Basel-München umwandeln; der TGV deckt das Angebot Süddeutschland-Frankreich schon ab. Allerdings ist Einbindung dieser Linie in den Halbstundentakt Karlsruhe-Basel nicht sinnvoll.

Die Verbindung nach Strasbourg werden die TGV abdecken können. Wenn die L60 auf Basel-Karlsruhe fährt, kann einer der ICE Frankfurt-Basel (L13, 15, 23) in Karlsruhe enden, vorzüglich L13 oder L15, da beide nach Berlin führen (L13 über Braunschweig, L15 über Erfurt).

Gruß, Naseweiß

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FV-Halbstundentakt auf Hauptachsen

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 03.04.2012, 14:27 (vor 5120 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

Richtig, es kann Probleme mit der Taktung geben. Züge Frankfurt-Mannheim über die Bergstraße oder Frankflug würde ich aber erstmal außen vorlassen. Frankfurt-Mannheim soll genauso ein klarer 30-min-Takt bestehen.

Da sind wir einverstanden.

Nein, schneller wird es (B - F/N - S) nicht, da Stuttgart-Nürnberg genauso wie Frankfurt-Erfurt weiterhin sehr langsam sind:
- Stuttgart -45- Mannheim -30- Frankfurt -60- Fulda -60- Eisenach -30- Erfurt => 03:45 h
- Stuttgart -75- Crailsheim -30- Ansbach -30- Nürnberg -30- Bamberg -60- Erfurt => 03:45 h

Wird Berlin-Frankfurt via Erfurt schneller sein als via Hildesheim? (vermute ja, ansonsten könnte B-N-S ja niemals schneller als B-F-S sein).

Ansatz Oscar (NL):

Frankfurt-Mannheim   12 20 22             62
Frankflug-Mannheim            32 42a/b 43
Mannheim-München           22    42a/b    62
Mannheim-Basel       12 20             43    SBB

Ansatz naseweiß:
(Spalten für 30-min-Takt)
Frankfurt-Franklug     50             14
Frankfurt-Mannheim     13|   22 83|   15|23 62
Frankflug-Mannheim  42   |43      |42   | 
Mannheim-München    42   |   22   |42   |   62
Mannheim-Basel         13|43      |   15|23   

ICs als Mainz/Frankfurt-Darmstadt-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart L26/32
(Bergstraße ggf. kein Fernverkehr mehr)

Mal ein Liniennummernrätselspiel:

13 = B-BS-KS-F-MA-KA-Basel (wie meine Linie 12)?
14 = B-HAL-EF-F-MZ-WI?
15 = B-HAL-EF-F-MA-KA-Basel?
23 = HH-H-KS-F-MA-KA-Basel? (wie meine Linie 20)?

Ich sehe, dass Du schon die Erfurter Linien mitgenommen hast. Diese habe ich vorerst noch nicht betrachtet.
Interessant ist, das auf Sorsum-FD 6 Linien nebeneinander existieren (11/13, 22/23, 25a/25b), genauso wie FD-F (11/13, 15/50, 22/23) und F-MA (13/15, 22/23, 62, 83). Hier muß natürlich einiges in Blockabstand fahren, damit ausreichend Kapazität für Cargos da ist.

Mit zusätzlich Berlin-NRW, Berlin-Hamburg, Hamburg-NRW, Hamburg-Sorsum, München-Nürnberg und Berlin-Erfurt müßte ein landesweiter FV-Halbstundentakt fast darzustellen sein (ggf. dadurch, dass ICE und IC bestimmte Halte abwechselnd bedienen). Lediglich Nürnberg-Erfurt und Würzburg-Frankfurt bleiben Lücken.

Mit Takteinbindung von TGVs wäre ich vorsichtig und erst recht mit Linie 60. Dieser hält noch in Bruchsal und ggf. auch Vaihingen und dort möchte SNCF mit Sicherheit nicht halten.

Ich wollte Karlsruhe-Stuttgart in 45 min Kantenzeit. Bruchsal, Vaihingen werden nur von REs und HVZ-IC bedient, Vaihingen höchstens von Heidelberger IC (L26/32).

OK, im Soll-Zustand kann man BR und VAI noch mit ICs bedienen (gefahren mit den neuen IC-Triebwagen), ein Takt-ICE braucht dort nicht zu halten.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

FV-Halbstundentakt auf Hauptachsen

naseweiß, Dienstag, 03.04.2012, 15:33 (vor 5120 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 03.04.2012, 15:37

Nein, schneller wird es (B - F/N - S) nicht, da Stuttgart-Nürnberg genauso wie Frankfurt-Erfurt weiterhin sehr langsam sind:
- Stuttgart -45- Mannheim -30- Frankfurt -60- Fulda -60- Eisenach -30- Erfurt => 03:45 h
- Stuttgart -75- Crailsheim -30- Ansbach -30- Nürnberg -30- Bamberg -60- Erfurt => 03:45 h

Wird Berlin-Frankfurt via Erfurt schneller sein als via Hildesheim? (vermute ja, ansonsten könnte B-N-S ja niemals schneller als B-F-S sein).

Auch nicht unbedingt. Es kommt auch auf die Zahl der Halte an, die derzeit auf den L11/12 sehr hoch sind, gerade Hanau und Fulda sowie Wolfsburg nicht unbedingt immer nötig. Auf der L15 (F-Ef-B) könnte man auch in Hanau, Fulda, Hersfeld, Eisenach, Gotha, Bitterfeld, Wittenberg halten oder auch nur minimal in Erfurt und Halle (+ Südkreuz sowieso). Die L15 könnte auch mit Neigetechnik fahren oder nicht. Die L12/13 könnten zwischen Spandau und Hbf durch den Nord-Süd-Tunnel fahren oder wie bisher über die Stadtbahn.

Ich erwarte, dass beide Routen (Ef, Bs) weiterhin knapp über 4 h dauern.

Ansatz naseweiß:
(Spalten für 30-min-Takt)
Frankfurt-Franklug     50             14
Frankfurt-Mannheim     13|   22 83|   15|23 62
Frankflug-Mannheim  42   |43      |42   | 
Mannheim-München    42   |   22   |42   |   62
Mannheim-Basel         13|43      |   15|23   

ICs als Mainz/Frankfurt-Darmstadt-Mannheim-Heidelberg-Stuttgart L26/32
(Bergstraße ggf. kein Fernverkehr mehr)


Mal ein Liniennummernrätselspiel:

13 = B-BS-KS-F-MA-KA-Basel (wie meine Linie 12)?
14 = B-HAL-EF-F-MZ-WI?
15 = B-HAL-EF-F-MA-KA-Basel?
23 = HH-H-KS-F-MA-KA-Basel? (wie meine Linie 20)?

Sorry, ich immer mit meinen Bezeichnungen:
Stundentakt L13 Basel-F-KS-BS-B , L14 WI-F-KS-BS-B
Stundentakt L15 Basel-F-EF-HAL-B, L50 WI-F-EF-L-DD
In Frankfurt Korrespondenz untereinander, in Mannheim mit L42 NRW-MA-S-M.

Edit: L23, richtig.

Ich sehe, dass Du schon die Erfurter Linien mitgenommen hast. Diese habe ich vorerst noch nicht betrachtet.

Genau. Man könnte die L15 einfach nur wie heute die L50.2 nach Frankflug/WI fahren lassen, aber das gäbe ja weniger Direktverbindungen, da "nur" Stundentakt WI-EF und Basel-B. Die L15 bringt Direktverbindungen MA-EF usw., die L14 Frankflug-KS (ähnlich der L22 heute) usw.

Interessant ist, das auf Sorsum-FD 6 Linien nebeneinander existieren (11/13, 22/23, 25/25), genauso wie FD-F (11/13, 15/50, 22/23) und F-MA (13/15, 22/23, 62, 83). Hier muß natürlich einiges in Blockabstand fahren, damit ausreichend Kapazität für Cargos da ist.

Auf den SFS sollen tagsüber doch keine Güterzüge verkehren? Das betrifft höchstens die Kinzigtalbahn (F-FD). Natürlich soll es einen 30-min-Takt von HH-H-GÖ-KS-FD-F-MA-KA-FR-Basel und auch (NRW-)MA-S-U-A-M geben. Das heißt natürlich, dass die L13/14 und L25/25 auf Sorsum-FD, die L13/14 und L15/50 auf FD-F, die weiteren Linien auf Zeppelinheim-Mannheim-Saalbach (rund um die Mannheimer Korrespondenz) jeweils paarweise im Blockabstand fahren.

Mit zusätzlich Berlin-NRW, Berlin-Hamburg, Hamburg-NRW, Hamburg-Sorsum, München-Nürnberg und Berlin-Erfurt müßte ein landesweiter FV-Halbstundentakt fast darzustellen sein (ggf. dadurch, dass ICE und IC bestimmte Halte abwechselnd bedienen). Lediglich Nürnberg-Erfurt und Würzburg-Frankfurt bleiben Lücken.

Da bleiben auch weiterhin vermutlich viele Lücken. Viele Linien im Osten werden garantiert nur im Stundentakt sinnvoll sein (FD-EF, N-EF, EF-HAL-B, EF-L-DD, H-BS-MD-HAL-L, L-DD, B-DD). Aber wo die Zugzahlen den 30-min-Takt erlauben, sollte man ihm dem heute meist vorherrschenden 10/50- bis 15/45-min-Takt (vgl. L11/12 - L20/22 oder L20/22 - L25/25 heute oder L11/42 - L60/62 oder L12/43 - L20, L30) vorziehen.

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5,2 Milliarden für einen Personenzug pro Stunde?

Mario-ICE, Montag, 02.04.2012, 15:45 (vor 5121 Tagen) @ Alphorn (CH)

Ich kann verstehen, wenn man in Deutschland nicht ganz so viel Geld für die Eisenbahn ausgeben will wie in anderen Ländern. Sowas ist halt eine politische Entscheidung, und Deutschland ist ein Autoland.

Was mir aber nicht so recht in den Kopf will ist, wo das wenige Geld eingesetzt wird. Neben Stuttgart 21 mit NBS, welche beide nicht wirklich dringend waren, jetzt auch die Neubaustrecke Nürnberg Erfurt. Dass es hier auch eine politische Komponente gibt (Förderung von Ostdeutschland) ist mir klar, aber kann man sich diesen Luxus wirklich leisten?

Laut der verlinkten Netzgrafik wird dort nur ein Personenzug pro Stunde und Richtung fahren, früher war immerhin von zweien die Rede:

Im Fernverkehr soll dabei ein Stundentakt mit Verdichterzügen und ICE Sprintern angeboten werden. [...] Auch solle zusätzlich ein Stundentakt mit einem Verkehrsangebot „unterhalb des ICE-Standards“ eingerichtet werden. Quelle

Hoffen wir, dass sich wenigstens die versprochenen Güterverkehrsmengen einstellen. Aber warum investiert man dann nicht zuerst an denjenigen Stellen, wo Güterkapazitäten fehlen? Die sind ja bekannt (Seite 19) und liegen anderswo.

Ja so ist das in Deutschland, da werden eben Prestigeobjekte geplant, dann kommt eine längere Bauzeit und dann merkt man später dass man inzwischen seine Produktpalette umgestellt hat und nun auf einigen Abschnitten der NBS nur ein Personenzug pro Stunde fahren wird. Woanders hat man eine Fahrplanidee und versucht diese mit gezielten (Aus-) Baumaßnahmen zu verwirklichen. Was wurde uns da nicht alles erzählt von transeuropäischen Korridor von Malmö bis Palermo, von schnellen Regionalverkehr Ilmenau NBS - Erfurt etc. Am Ende bleibt auf dem südlichen Ast ein Personenzug pro Stunde. Wenn dann der noch nach Süden morgens in Erfurt beginnt wird man eine handvoll Leute zählen können, die dort einsteigen.
Auch beim Güterverkehr erwarte ich keine drastischen Zugzahlen. Dazu müssten alle EVU das sicherungstechnische Level auf ihre Fahrzeuge bringen, was das ganze für private Betreiber verteuert. Ein weiterer Punkt dürften dort die Trassenkosten sein. Hinzu kommt dass die NBS nicht an den direkten Güterströmen liegt. Das wird auch nicht die neue ZBA für Mitteldeutschland in Halle retten dürfen. Die Chemiezüge werden wohl andere (direktere) Wege nehmen. Zusammenfassend ein Milliardengrab, was ja viele hinter vorgehaltener Hand schon lange sagen, nur keiner will den Altvorderen zumal wenn sie das eigene Parteibuch besitzen in die Parade fahren. Das kleine Land Thüringen hätte mit den verbauten Mitteln wohl einiges andere bewegen können als sich nur zum Transitland mit einem Verkehrshalt degradieren zu lassen.

Zustimmung!

ICE-T-Fan, Montag, 02.04.2012, 16:04 (vor 5121 Tagen) @ Mario-ICE

Viel dringender wäre zweigleisiger Ausbau und Oberleitung Weimar-Gera sowie Gera-Gößnitz.

Ebenso wie elektrische ABS160 Neudietendorf-Arnstadt-Suhl-Würzburg, der Lückenschluss Eisfeld-Coburg und die elektrische ABS160 Gotha-Leinefelde-Heiligenstadt sowie ABS160 Halle-Nordhausen-Kassel.

Als Ï-Tüpfelchen noch ABS200 Bebra-Eisenach-Erfurt.

Die NBS Erfurt-Leipzig sehe ich allerdings als Alternativlos.

ETCS im Güterverkehr

Alphorn (CH), Montag, 02.04.2012, 23:58 (vor 5120 Tagen) @ Mario-ICE

Auch beim Güterverkehr erwarte ich keine drastischen Zugzahlen. Dazu müssten alle EVU das sicherungstechnische Level auf ihre Fahrzeuge bringen, was das ganze für private Betreiber verteuert.

Mit den anderen Punkten bin ich völlig einverstanden, aber die Sicherungstechnik wird höchstens ein temporäres Problem sein. Bahnstrecken haben ein sehr langes Leben, und schon in 5 Jahren wird man im internationalen Güterverkehr ohne ETCS nicht mehr weit kommen (die ganze Schweiz wird umgestellt sein, die Betuweroute ist es schon heute, Dänemark folgt auch bald komplett, auch Frankreich plant eine erste ETCS-NBS mit Güterverkehr).

Bissl Lesestoff zum zukünftigen Verkehr

CNL484, Freitag, 30.03.2012, 12:32 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Jena-Hamburg 3:45 h damals heute auch 03:58 h / Jena-Leipzig 00:52 min nicht 00:59 h stimmt alles garnicht von 2007 und heute.Wieso IC-Züge auf der Saalebahn ab 2017?Will man die vielen vielen ICE-T heute gibts ja Stundentakt verkaufen oder wie?

Bissl Lesestoff zum zukünftigen Verkehr

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 22:46 (vor 5123 Tagen) @ CNL484

Jena-Hamburg 3:45 h damals heute auch 03:58 h / Jena-Leipzig 00:52 min nicht 00:59 h stimmt alles garnicht von 2007 und heute.Wieso IC-Züge auf der Saalebahn ab 2017?Will man die vielen vielen ICE-T heute gibts ja Stundentakt verkaufen oder wie?

Die Fahrzeit war 2007 von ICE zu ICE unterschiedlich. Es gab welche, die von Hamburg nach Berlin 90 oder 93 oder 96 min, welche die von Berlin nach Leipzig mal 60, mal 62, mal 65 min brauchten.

Also dürften die Fahrzeiten um bis zu 11 min variieren. Die Studie geht, wie dort geschrieben, nicht nur von der kleinstmöglichen Zeit aus, sondern von der durchschnittlichen.

Was bringt der Ausbau der MDV?

Reisender, München, Freitag, 30.03.2012, 07:56 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Danke für den Link. Die Wikipedia scheint in Sachen Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) noch nicht up to date zu sein.

Für mich stellt sich die Frage, welche Verbesserung der Ausbau der MDV für das Zugangebot bringt. Im Report Mainz wurde u.a. auch die schlechte Verbindung zwischen Chemnitz und Gera kritisiert. Kann der Ausbau der MDV da Abhilfe schaffen?

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Was bringt der Ausbau der MDV?

naseweiß, Freitag, 30.03.2012, 09:44 (vor 5124 Tagen) @ Reisender

Für mich stellt sich die Frage, welche Verbesserung der Ausbau der MDV für das Zugangebot bringt.

Soweit ich gehört habe, können dann zur HVZ 3 Züge/h auf (Erfurt-)Weimar-Jena verkehren, welche durch die Nachfrage gerechtfertigt sind.

Im Report Mainz wurde u.a. auch die schlechte Verbindung zwischen Chemnitz und Gera kritisiert. Kann der Ausbau der MDV da Abhilfe schaffen?

Die MDV ist sehr lang - erst recht, wenn man Dortmund-Paderborn-Kassel-Erfurt auch noch mit dazurechnet. Der Ausbau geschieht auf Weimar-Jena. Chemnitz-Gera ist noch weiter östlich. Das Problem ist dem Fall wohl keines der Infrastruktur, sondern dass die Sächsichen Zweckverbände keine Mittel haben um den MDV-RE von Glauchau bis Chemnitz über die Franken-Sachsen-Magistrale zu verlängern. Als Folge dessen muss man in Glauchau umsteigen und bis Chemnitz mit der RB weiterfahren.

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Was bringt der Ausbau der MDV?

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 11:18 (vor 5124 Tagen) @ naseweiß

Da man die RE1 Göttingen-Erfurt-Gera-Glauchau wegen Fernanschluss in Göttingen bis auf partielle Beschleunigungen um 5-10 min nicht in der Zeitlage ändern kann und sollte, müsste man hier eh einen 30 min-RE-Takt anstreben.

Kann Jena sein ICE-Paradies behalten?

Reisender, München, Freitag, 30.03.2012, 13:52 (vor 5124 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ansonsten wird man sich in Jena wohl mit dem Umstieg in Erfurt abfinden müssen.

Weitere Meldung unter http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Keine-Bimmelbahn-als-Ersatz-fuer-Fernzug...

Wenn das wirtschaftlich- und bevölkerungsstarke Ostthüringen mit seinem ICE-Bahnhof Jena Paradies mit der Inbetriebnahme der Bahnmagistrale Nürnberg-Erfurt-Halle(S)/Leipzig-Berlin jeglichen Fernverkehr verlieren sollte, wäre das natürlich ein Problem. Der künftige ICE-Knoten Erfurt liegt auch nicht gerade bei Jena um die Ecke, sodass ich die Forderungen des Jenaer Fernbahnbündnisses schon nachvollziehen kann.

Muss es aber wirklich soweit kommen? Bislang hieß es doch immer, dass auch nach 2017 zumindest in Tagesrandlage noch ICE über die alte Strecke durch das Saaletal und damit nach Jena fahren werden. Hat sich da etwa etwas geändert? Außerdem dürfte die alte Strecke doch wohl noch als Umleitung bei Störungen oder bei Bauarbeiten auf der künftigen NBS gebraucht werden. ICE-Halte in Tagesrandlage und außerplanmäßige Halte bei Umleitungen stellen natürlich keinen vollwertigen Fernverkehrsanschluss dar, sie aber gleichwohl besser als nichts.

Ich finde das Jenaer Fernbahnbündnis hat Recht und es müsste doch möglich sein, dass ab 2017 dann halt InterCitys oder schnelle InterRegioExpress-Züge im Saaletal verkehren. Was ich mir eigentlich gut vorstellen könnte wäre die IC-Linie 61 Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg über Jena weiter nach Leipzig zu verlängern. Damit würde nicht nur Jena Paradies weiter Fernverkehr haben, auch die Verbindungen von Baden-Württemberg nach Thüringen und Sachsen würden sich dadurch erheblich verbessern. Von Stuttgart nach Leipzig gibt es derzeit z. B. nur schlechte Umsteigeverbindungen.

Da die ICEs München-Berlin wohl auch nach 2017 alternierend über Leipzig und Halle (Saale) geführt werden, hätte ein zusätzlicher IC alle zwei Stunden von Nürnberg über Jena nach Leipzig auch den zusätzlichen Vorteil, dass man von Bayern auch in der Stunde, in der die ICEs via Halle nach Berlin fahren, eine direkte Verbindung nach Leipzig hätte. In Leipzig bestehen wiederum für Reisende aus Ostthüringen Anschlüsse zur Weiterfahrt nach Berlin oder Hamburg. Mit dieser Lösung wäre Jena zwar immer noch schlechter gestellt als heute, aber zumindest nicht vollständig vom Fernverkehr abgeschnitten.

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Stuttgart-Nürnberg-Berlin lieber als ICE

naseweiß, Freitag, 30.03.2012, 14:23 (vor 5124 Tagen) @ Reisender

Ich finde das Jenaer Fernbahnbündnis hat Recht und es müsste doch möglich sein, dass ab 2017 dann halt InterCitys oder schnelle InterRegioExpress-Züge im Saaletal verkehren. Was ich mir eigentlich gut vorstellen könnte wäre die IC-Linie 61 Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg über Jena weiter nach Leipzig zu verlängern. Damit würde nicht nur Jena Paradies weiter Fernverkehr haben, auch die Verbindungen von Baden-Württemberg nach Thüringen und Sachsen würden sich dadurch erheblich verbessern. Von Stuttgart nach Leipzig gibt es derzeit z. B. nur schlechte Umsteigeverbindungen.

Da die ICEs München-Berlin wohl auch nach 2017 alternierend über Leipzig und Halle (Saale) geführt werden, hätte ein zusätzlicher IC alle zwei Stunden von Nürnberg über Jena nach Leipzig auch den zusätzlichen Vorteil, dass man von Bayern auch in der Stunde, in der die ICEs via Halle nach Berlin fahren, eine direkte Verbindung nach Leipzig hätte. In Leipzig bestehen wiederum für Reisende aus Ostthüringen Anschlüsse zur Weiterfahrt nach Berlin oder Hamburg. Mit dieser Lösung wäre Jena zwar immer noch schlechter gestellt als heute, aber zumindest nicht vollständig vom Fernverkehr abgeschnitten.

Ich gebe zu bedenken, dass das Einzugsgebiet der L61 in Baden-Württemberg sicher eher an einer Verlängerung der L61 über die SFS nach Berlin interessiert ist. Was wollen die denn im Saaletal? Der Vorschlag wäre die L18 mit 2x ICE-T zu fahren und in Nürnberg zu flügeln nach:
(Stralsund/Rostock-) Berlin - Halle - Erfurt - Bamberg - Erlangen - Nürnberg:
- Nürnberg - Augsburg - München
- Nürnberg - Ansbach - Crailsheim - Aalen - Schw.Gmünd - Stuttgart (- Karlsruhe/Zürich)

Meiner Ansicht nach bringt der Fernverkehr Jena nichts, wenn man in Leipzig umsteigen muss. Dafür reichen auch die RE zweistündlich nach Halle und Leipzig, mit Umstieg in Naumburg sogar stündlich. Diese werden auch direkten Anschluss an die ICE weiter nach Berlin haben. Wenn dann wäre eine Verlängerung der in Leipzig von Norden endenden Verstärkerlinien L28.2 von Hamburg (bzw. L10.1 von NRW) nach Jena - oder auch des Interconnex - am zweckmäßigsten.

Dabei gehe ich davon aus, dass das Verkehrsbedürfnis von Jena nach Süden deutlich geringer ist als das nach Norden, ersteres mit der schnellen Umstiegsverbindung RE-ICE in Erfurt ausreichend befriedigt wird. Wenn das nicht stimmt, dann wäre so ein Saaletal-IC doch zu erwägen.

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Bodenhaftung

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 30.03.2012, 14:25 (vor 5124 Tagen) @ Reisender

Moin!

Ein Paradies war Jena mit Reisezentrum-Container, Holzbahnsteig und Anschluß an Gotha- und Reko-Wagen.

Beachte bitte, daß der Fernverkehr von der DB eigenwirtschaftlich betrieben wird.
Mit diesem Modell (ich wiederhole mich) wird der Fernverkehr auf die wichtigsten Strecken konzentriert und weniger wichtige Routen werden im wahrsten Sinne des Wortes auf Kosten der Länder ausgedünnt oder ganz -getrocknet.

Da hilft dann maximal eine penetrant nervende Regional- und Lokalpolitik. Erstere wird in ihrer Hauptstadt profitieren, kann man also vergessen. (Wo kommt der thüringische Ministerpräsident hier? Das könnte dann doch positive Auswirkungen haben.) Tagesrandlage klingt ungefähr, als ob der in Saalfeld endende/beginnende ICE von Berlin bleibt. Dann könnte Jena sich weiterhin mit Fug und Recht ICE-Halt nennen. Wer nach München will, nimmt halt den zweistündlichen Hamsterbackenexpreß nach Franken und steigt dort um. Pech gehabt oder ein Auto.

Nach der NBS-Inbetriebnahme ist Jena die größte Stadt, die den regelmäßigen Anschluß verliert. Lichtenfels und Saalfeld haben neben einem gewissen Einzugsgebiet zusammen keine 50.000 Einwohner, sind also vom Eigenaufkommen her nicht wirklich fernverkehrswürdig, sondern eher aufgrund ihrer Knotenfunktion. Gleiches gilt für Naumburg mit 35.000 wohl zumeist heidnischen Seelen.

Ein vertakteter IC über den Frankenwald wäre um einiges langsamer und auch um einiges billiger als der zukünftig via Krämerbrücke fahrende ICE. Eine Einführung halte ich für unrealistisch. Ich kenne die geplanten Fahrzeiten nicht, aber der Stundentakt auf einem Ende könnte am anderen Ende auf zwei Züge alle zwei Stunden im Blockabstand hinauslaufen. Das kann es auch nicht sein. 30/90 ist auch doof. Da ist vielleicht ein Sprint in Erfurt die bessere (und kassenklingelfreudigere) Wahl.

Träumen ist gut und schön (und manchmal das einzige Mittel, das hilft), aber man sollte nicht die Bodenhaftung verlieren: Sobald die Neubaustrecke von Erfurt nach Fulda fertig ist, hat Thüringen nur noch einen ICE-Halt, nämlich Erfurt. Basta. Oder bin ich gerade abgehoben?

Viele Grüße, Sören

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Jena-Süden über Erfurt

naseweiß, Freitag, 30.03.2012, 14:33 (vor 5124 Tagen) @ Sören Heise

Wer nach München will, nimmt halt den zweistündlichen Hamsterbackenexpreß nach Franken und steigt dort um. Pech gehabt oder ein Auto.

Wer schnell nach München will, kann auch über Erfurt fahren. Bei günstigem Umstieg in Erfurt ist man sogar etwas schneller als zu besten Neigetchnik-Zeiten im Saaletal (Jena-West - Nürnberg < 2 h), leider natürlich wegen Umweg teurer und durch Umstieg etwas unkomfortabler.

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Jena-Süden über Erfurt

CNL484, Freitag, 30.03.2012, 22:33 (vor 5123 Tagen) @ naseweiß

Fragt sich nur wie man nach Erfurt kommt?Gestappelt?Bin früher immer Jena nach Hamburg mit Gepäck über Göttingen gefahren.Nie wieder !!!!Ohne Reservierung natürlich, proppe voll bis Erfurt. Eine Zumutung ist das ,das das Pendler und Fernreisende sich die Züge teilen müssen. Wie jetzt ja auch noch die nach Frankfurt bzw. Düsseldorf wollen.Sie alle müssen mit RE,RB fahren bis Weimar/Erfurt.Seit dem es die Direkten ICE der Linie 28 gibt ist es sehr angehnem zu Reisen,auf wenn es immer teurer ist da Sparpreisse sehr schnell weg sind.Also wie soll das 2017 werden da ?Sollte man doch über 20 min Takt Art S-Bahn nachdenken.Die roten Flitzer sind nicht dafür geeignet Massen aufzunehmen. Eher Dostos die Hamburg-Lübeck eingesetzt werden, aber auch hier chaotisch wenn man mit viel Gepäck reisst.Gibt keine grossen Ablagen über Sitze.

zur thüringischen MP

safe go, Chemnitz, Freitag, 30.03.2012, 14:41 (vor 5124 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von safe go, Freitag, 30.03.2012, 14:42

(Wo kommt der thüringische Ministerpräsident hier? Das könnte dann doch positive Auswirkungen haben.)

Im Rahmen der "political correctness" muss ich darauf hinweisen, dass der Freistaat Thüringen seit Ende 2009 durch eine Ministerpräsidentin regiert wird. ;-)
Frau Lieberknecht hat ihren Wahlkreis im Weimarer Land (Apolda, Bad Sulza, ...), ist also eher an der Thüringer Bahn angesiedelt und hat wohl bahnbezüglich außer geografischer Nähe nichts mit Jena zu tun.

Grüße aus einem Nachbarfreistaat
safe go

Bodenhaftung

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 14:45 (vor 5124 Tagen) @ Sören Heise

Träumen ist gut und schön (und manchmal das einzige Mittel, das hilft), aber man sollte nicht die Bodenhaftung verlieren: Sobald die Neubaustrecke von Erfurt nach Fulda fertig ist, hat Thüringen nur noch einen ICE-Halt, nämlich Erfurt. Basta. Oder bin ich gerade abgehoben?


Eisenach hast du noch vergessen ;-)

Eine NBS Bebra-Erfurt ist nicht sehr wahrscheinlich, da die Bestandsstrecke genügend Kapazitäten für 30min-Takt-Fernverkehr hat und Eisenach-Erfurt eh als ABS200 geplant ist.


Viele Grüße, Sören

IC durchs Saaletal wirtschaftlich unsinnig?

Reisender, München, Freitag, 30.03.2012, 15:29 (vor 5124 Tagen) @ Sören Heise

Beachte bitte, daß der Fernverkehr von der DB eigenwirtschaftlich betrieben wird.
Mit diesem Modell (ich wiederhole mich) wird der Fernverkehr auf die wichtigsten Strecken konzentriert und weniger wichtige Routen werden im wahrsten Sinne des Wortes auf Kosten der Länder ausgedünnt oder ganz -getrocknet.

Eigenwirtschaftlich heißt aber nicht, dass die DB im Fernverkehr machen darf, was sie will. Ich erinnere nur an die verfassungsrechtliche Pflicht des Bundes Fernverkehr in der Fläche zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG). Diese Verpflichtung gerät leider immer mehr in Vergessenheit. Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?

Nach der NBS-Inbetriebnahme ist Jena die größte Stadt, die den regelmäßigen Anschluß verliert. Lichtenfels und Saalfeld haben neben einem gewissen Einzugsgebiet zusammen keine 50.000 Einwohner, sind also vom Eigenaufkommen her nicht wirklich fernverkehrswürdig, sondern eher aufgrund ihrer Knotenfunktion. Gleiches gilt für Naumburg mit 35.000 wohl zumeist heidnischen Seelen.

Ein vertakteter IC über den Frankenwald wäre um einiges langsamer und auch um einiges billiger als der zukünftig via Krämerbrücke fahrende ICE.

Also billiger für die DB und/oder billiger für die Fahrgäste? Ersteres wäre zweifellos ein Argument für einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb. Zweiteres ein Argument dafür, dass preisbewusste Fahrgäste eher mit dem IC durchs Saaletal als mit dem ICE über die NBS via Erfurt fahren würden. Völlig unrealistisch halte ich diese Idee jedenfalls nicht. Prüfen könnte man die Frage der Wirtschaftlichkeit ja mal...

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Zu geringes Potential

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 30.03.2012, 16:41 (vor 5124 Tagen) @ Reisender

Moin!

@naseweiß: Erfurt hatte ich nicht bedacht, da ich mich mit Fahrten in die falsche Richtung schwer tue, wenn's zu weit ist.

@safe go: Danke für die Sachinformation. Ansonsten sei aufs generische Maskulinum verwiesen.

@Markus: Eisenach habe ich nicht vergessen. Unter der Annahme einer möglichst direkten Linienführung komme ich nördlich an Wernshausen und Kaltennordheim vorbei (Schmalkalden 21 sozusagen). Realistisch ist das absolut nicht, da stimme ich Dir zu. Das war nur als Provokation gedacht.


@Reisender:

Eigenwirtschaftlich heißt aber nicht, dass die DB im Fernverkehr machen darf, was sie will. Ich erinnere nur an die verfassungsrechtliche Pflicht des Bundes Fernverkehr in der Fläche zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG). Diese Verpflichtung gerät leider immer mehr in Vergessenheit.

Der letzte Satz ist der entscheidende. Es hat allen Anschein, als ob der Bund seiner verfassungsrechtlichen Pflicht nicht nachkommt und keinerlei Anstalten macht, ihnen nachzukommen. War nicht mal von sechs Fernzugpaaren pro Großstadt die Rede?

Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?

Da müßte man über entsprechende Zahlen verfügen. In Unkenntnis dieser zweifele ich. Die große Mehrheit der Fernreisenden wird zum (vermutlich) höheren Preis schneller unterwegs sein. Da bleiben die preissensiblen und diejenigen mit Start/Ziel im Saaletal und anschließenden Bahnstrecken. In meinen Augen eine Minderheit.

Ein vertakteter IC über den Frankenwald wäre um einiges langsamer und auch um einiges billiger als der zukünftig via Krämerbrücke fahrende ICE.


Also billiger für die DB und/oder billiger für die Fahrgäste?

Die Gedanken eines Zugreisenden reichten nur bis zu seinen Artgenossen. Sprich: Die Fahrkarte Nürnberg - Leipzig dürfte im IC via Saalfeld billiger sein als im ICE via Erfurt (und zwar mit einer größeren Differenz als die heutigen zwei Euro bei gleicher Strecke).

Da ich eine schwächere Nutzung eines solchen ICs gegenüber dem NBS-ICE unterstelle, vermute ich, daß der ICE auch im Fall, daß er für die DB teurer im Betrieb ist als ein IC, letztendlich für den Betreiber billiger ist als der IC.

Falls mich da jemand mit einer detaillierten Untersuchung widerlegen kann (ich würde das Fachchinesisch allerdings nicht verstehen), gebe ich mich gerne geschlagen.

In meinen Augen hat die Altstrecke nach Inbetriebnahme des Weges via Erfurt ein zu geringes Reisendenpotential, als daß es für einen Zweistundentakt im Fernverkehr reicht.

Viele Grüße, Sören

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Zu geringes Potential

Benjamin.Keller, Freitag, 30.03.2012, 17:16 (vor 5124 Tagen) @ Sören Heise

Reisender: Eigenwirtschaftlich heißt aber nicht, dass die DB im Fernverkehr machen darf, was sie will.

Warum nicht? Die Verpflichtung des Bundes nach Art 87e muss ja nicht durch die DB erfüllt werden. Ganz im Gegenteil sind zu subventionierende Leistungen auszuschreiben.

Ich erinnere nur an die verfassungsrechtliche Pflicht des Bundes Fernverkehr in der Fläche zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG). Diese Verpflichtung gerät leider immer mehr in Vergessenheit.

Sie gerät in Vergessenheit? Ich würde es anders formulieren: durch den zunehmenden Rückzug von DB Fernverkehr aus der Fläche wird eine Klärung, welche Pflicht der Bund hier tatsächlich hat, immer nötiger. Denn bislang ist dies ja durchaus umstritten.

Sören: Es hat allen Anschein, als ob der Bund seiner verfassungsrechtlichen Pflicht nicht nachkommt und keinerlei Anstalten macht, ihnen nachzukommen. War nicht mal von sechs Fernzugpaaren pro Großstadt die Rede?

Interessant, weißt du noch woher du diese Größenordnung her hast?
Die nordrhein-westfälische Einzelhandelsrichtlinie sah ursprünglich vor, dass Malls einer bestimmten Größe nur in Städten über 100.000 Einwohnern (=Großstadt) gebaut werden dürfen. Vor Gericht fiel diese Regelung durch, da die Einwohnerzahl zu beliebig sei. Statt dessen solle ein solches Verbot sich an der Funktion einer Stadt orientieren, zum Beispiel den klassischen raumordnischeren Kategorien Grund-/Mittel-/Oberzentrum. Und sicher kann Krefeld Fernverkehr (durch seine Nähe zu Duisburg etc.) eher verschmerzen als Chemnitz.

Sechs Fernzugpaare: Leider keine Quelle

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 30.03.2012, 17:39 (vor 5124 Tagen) @ Benjamin.Keller

Moin!

Nein, eine Quelle kann ich nicht einreichen. Es könnte ein Gesetzentwurf gewesen sein. Google bringt diese DSO-Diskussion; ich meine aber, es wäre später gewesen.
Tut mir leid. Vielleicht finde ich auch einfach nur die richtigen Suchbegriffe nicht.

Viele Grüße, Sören

Apropos SFS Fulda-Eisenach-Erfurt

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 18:59 (vor 5124 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

@Markus: Eisenach habe ich nicht vergessen. Unter der Annahme einer möglichst direkten Linienführung komme ich nördlich an Wernshausen und Kaltennordheim vorbei (Schmalkalden 21 sozusagen). Realistisch ist das absolut nicht, da stimme ich Dir zu. Das war nur als Provokation gedacht.

Die Idee ist nicht neu. Bei Vieregg-Rösler wurde sogar mal eine NBS Hünfeld-Eisenach direkt an Vacha vorbei vorgeschlagen. Allerdings hat dieser Vorschlag ein Problem, da große verkehrlich Kunstbauwerke in einem erdbebenaktiven Bergbaugebiet kaum genehmigungsfähig sind. Das ist auch der Hauptkritikpunkt, da man die Region rund um Vacha/Philippsthal großräumig umgehen müsste oder eben auf Tunnel und große Brücken verzichtet, was in der Rhön eine 300 km/h-SFS fast unmöglich macht.

Die beste Chance besteht immer noch in dem SFS-Abzweig Niederaula-Hersfeld und der ABS200 Eisenach-Erfurt. Ich habe vorgestern in einer Arbeitspause mal in Google-Maps diese Ecke betrachtet und tatsächlich kreuzt die eingleisige Nebenbahn Niederaula-Bad Hersfeld im Gewerbegebiet von Niederaula die alte Nord-Süd-SFS. Koordinaten +50° 47' 8.81", +9° 35' 36.08"

Apropos SFS Fulda-Eisenach-Erfurt

Christian_S, Freitag, 30.03.2012, 21:45 (vor 5123 Tagen) @ ICE-T-Fan


Die beste Chance besteht immer noch in dem SFS-Abzweig Niederaula-Hersfeld und der ABS200 Eisenach-Erfurt. Ich habe vorgestern in einer Arbeitspause mal in Google-Maps diese Ecke betrachtet und tatsächlich kreuzt die eingleisige Nebenbahn Niederaula-Bad Hersfeld im Gewerbegebiet von Niederaula die alte Nord-Süd-SFS. Koordinaten +50° 47' 8.81", +9° 35' 36.08"

Ja, die nur im Güterverkehr bediente Nebenbahn verläuft im Tal und wird auf einer hohen Talbrücke von der SFS gequert.
Es ist übrigens auch entfernungsmäßig gar nicht weit von Bad Hersfeld bis zur SFS. Das sind nur ein paar Kilometer, wäre also eine recht kurze NBS als Zubringer. Jedoch aufgrund des Höhenunterschiedes nur mit diversen Kunstbauten in den umliegenden Bergen realisierbar - ähnlich der Nantenbacher Kurve.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 22:10 (vor 5123 Tagen) @ Christian_S
bearbeitet von ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 22:13


Die beste Chance besteht immer noch in dem SFS-Abzweig Niederaula-Hersfeld und der ABS200 Eisenach-Erfurt. Ich habe vorgestern in einer Arbeitspause mal in Google-Maps diese Ecke betrachtet und tatsächlich kreuzt die eingleisige Nebenbahn Niederaula-Bad Hersfeld im Gewerbegebiet von Niederaula die alte Nord-Süd-SFS. Koordinaten +50° 47' 8.81", +9° 35' 36.08"


Ja, die nur im Güterverkehr bediente Nebenbahn verläuft im Tal und wird auf einer hohen Talbrücke von der SFS gequert.
Es ist übrigens auch entfernungsmäßig gar nicht weit von Bad Hersfeld bis zur SFS. Das sind nur ein paar Kilometer, wäre also eine recht kurze NBS als Zubringer. Jedoch aufgrund des Höhenunterschiedes nur mit diversen Kunstbauten in den umliegenden Bergen realisierbar - ähnlich der Nantenbacher Kurve.

Man müsste gleich nach dem Tunnel eine Überleitstelle bauen und dann im langen Bogen ins Tal hinab, dort wo die SFS die L3471 überquert. Direkt neben Niederaula geht dann die NBS in die Nebenbahn über, dort wo die Nebenstrecke am Klärwerk vorbeiführt.

Ab da müsste man die alte Strecke zweigleisig ausbauen und begradigen, sodass zumindest 160 km/h möglich sind, was aber kein Problem ist, da keine Kurven mit besonders geringen Radien kommen. Die Strecke ist sogar über weite Strecke fast absolut gerade. Problem könnte der Verlauf in Asbach sein, da dort vielleicht kein Platz für das zweite Gleis ist. Im Hersfelder Stadtgebiet dürfte es auch Probleme mit dem zweiten Gleis geben, insbesondere wo die Nebenstrecke am Gewerbegebiet beim Obi-Markt vorbei führt.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld - Zeitersparnis?

Jäkii, Freitag, 30.03.2012, 22:24 (vor 5123 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Jäkii, Freitag, 30.03.2012, 22:25

Ist denn eine solche Verbindung von der SFS nach Bad Hersfeld überhaupt notwendig? Wieviele Minuten können dadurch gespart werden? Wenn die gewonnenen Minuten dann aber wieder in irgendwelche Knoten abgesessen werden, war der Bau auch für die Katz.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld - Zeitersparnis?

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 22:39 (vor 5123 Tagen) @ Jäkii

Ist denn eine solche Verbindung von der SFS nach Bad Hersfeld überhaupt notwendig? Wieviele Minuten können dadurch gespart werden? Wenn die gewonnenen Minuten dann aber wieder in irgendwelche Knoten abgesessen werden, war der Bau auch für die Katz.

Aktuelle Fahrzeit Fulda-Hersfeld ohne Neigetechnik sind 24 min. Mit NT waren es glaube 22 min.

Der Abzweig bei Niederaula liegt ungefähr 30 km von Fulda entfernt, also 1/3 der Strecke Fulda-Kassel. Dafür würde ein ICE-T mit 230 km/h etwa 10-12 min brauchen. Die Nebenstrecke ist etwa 15 km lang. Dafür würde man bei 160 km/h 8-9 min brauchen. Macht in der Summe 18-21 min. Ist also nur wenige Minuten schneller als NT-Trasse über die Altstrecke, aber bestenfalls 6 min schneller als die konventionelle Fahrzeit über die Bestands-Nord-Süd-Strecke.

Die ABS Eisenach-Erfurt würde netto 3 min Zeitgewinn bringen, brutto maximal 5 min. Zusammen könnte man also 9 min sparen. Das würde noch nicht ganz reichen um Fulda-Erfurt auf einen Kantenzeit von genau einer Stunde zu bringen. Es fehlt noch der Ausbau Bad Hersfeld-Bebra-Eisenach. Da könnte man durch Streckenbegradigung und konsequentem Ausbau auf 160 km/h sicher noch 5 min herausschlagen.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld - Zeitersparnis?

echter HGV, Freitag, 30.03.2012, 22:53 (vor 5123 Tagen) @ Jäkii

Diese Verbindungskurve kann sicher dazu beitragen die Fahrzeit von Fulda nach Erfurt (aktuell 1:20) auf unter eine Stunde zu bekommen. Allerdings sollte man lieber mit einem Ausbau der Thüringer Bahn anfangen: durchgehend 160 km/h, abschnittsweise 200, zweite Röhre für den Hönebachtunnel. Davon dürfte deutlich mehr Verkehr profitieren als 1- 1 1/2 ICE in der Stunde.
Was vielleicht noch für die Verbindung NBS - Niederaula sprechen würde sprechen könnte wäre eine kleine Entlastung der Nord - Süd Strecke im Bereich Bad Hersfeld - Fulda.
Wo wir gerade bei Verbindungskurven sind. Hätte man damals nicht direkt eine Kurve von der NBS Erfurt - Ebensfeld zur Thüringer Bahn bauen können. So hätte man die Verkehrsströme in Erfurt wunderbar entmischen können.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld - Zeitersparnis?

ICE-T-Fan, Samstag, 31.03.2012, 16:05 (vor 5123 Tagen) @ echter HGV
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 31.03.2012, 16:05

Diese Verbindungskurve kann sicher dazu beitragen die Fahrzeit von Fulda nach Erfurt (aktuell 1:20) auf unter eine Stunde zu bekommen. Allerdings sollte man lieber mit einem Ausbau der Thüringer Bahn anfangen: durchgehend 160 km/h, abschnittsweise 200, zweite Röhre für den Hönebachtunnel. Davon dürfte deutlich mehr Verkehr profitieren als 1- 1 1/2 ICE in der Stunde.
Was vielleicht noch für die Verbindung NBS - Niederaula sprechen würde sprechen könnte wäre eine kleine Entlastung der Nord - Süd Strecke im Bereich Bad Hersfeld - Fulda.
Wo wir gerade bei Verbindungskurven sind. Hätte man damals nicht direkt eine Kurve von der NBS Erfurt - Ebensfeld zur Thüringer Bahn bauen können. So hätte man die Verkehrsströme in Erfurt wunderbar entmischen können.

Die ABS200 Eisenach-Erfurt wird sowieso viel früher kommen, wenn diese Relation in Angriff genommen wird. Eine ABS Eisenach-Bebra ist topografisch schwierig, da die Bestandsstrecke genau im Werratal verläuft und auch durch größere Ortschaften. Da bräuchte es schon eine NBS, die hier durchaus 10 min Zeitgewinn bringen kann. Bebra-Hersfeld kann prinzipiell so bleiben, wenn die Verbindungsstrecke Niederaula-Herfeld kommt, bräuchte hier vielleicht noch ein drittes oder viertes Gleis oder besser zusätzliche Überholstellen für den Güterverkehr.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld

naseweiß, Samstag, 31.03.2012, 11:51 (vor 5123 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von naseweiß, Samstag, 31.03.2012, 11:54

Es ist übrigens auch entfernungsmäßig gar nicht weit von Bad Hersfeld bis zur SFS. Das sind nur ein paar Kilometer, wäre also eine recht kurze NBS als Zubringer. Jedoch aufgrund des Höhenunterschiedes nur mit diversen Kunstbauten in den umliegenden Bergen realisierbar - ähnlich der Nantenbacher Kurve.

Man müsste gleich nach dem Tunnel eine Überleitstelle bauen und dann im langen Bogen ins Tal hinab, dort wo die SFS die L3471 überquert. Direkt neben Niederaula geht dann die NBS in die Nebenbahn über, dort wo die Nebenstrecke am Klärwerk vorbeiführt.

Du weißt aber schon, dass der Tunnel direkt in die Brücke übergeht. Hier (Wiki) der Blick auf die andere Seite. Ein Überleitstelle für höhere Geschwindigkeiten braucht vermutlich einige hundert Meter, was da nicht zu machen ist. Man müsste schon im Tunnel anfangen, welcher da angebohrt und aufgeweitet werden müsste - ziemlich illusorisch. Der Abzweig Rollenberg (an der Kraichgau-SFS bei Bruchsal) müsste vergleichbar sein.

Ab da müsste man die alte Strecke zweigleisig ausbauen und begradigen, sodass zumindest 160 km/h möglich sind, was aber kein Problem ist, da keine Kurven mit besonders geringen Radien kommen. Die Strecke ist sogar über weite Strecke fast absolut gerade. Problem könnte der Verlauf in Asbach sein, da dort vielleicht kein Platz für das zweite Gleis ist. Im Hersfelder Stadtgebiet dürfte es auch Probleme mit dem zweiten Gleis geben, insbesondere wo die Nebenstrecke am Gewerbegebiet beim Obi-Markt vorbei führt.

In Hersfeld dürfte es nicht nur mit dem zweiten Gleis, vorallem mit den Radien, Probleme geben.

Ich vermute, dass so eine Verbindungsstrecke nur weiter südlich zwischen Langenschwarz(SFS) und Neukirchen(Altstrecke) möglich ist. Vielleicht bei Hermannsspiegel(Altstrecke) noch ein Tunnel durch den Hügel um ein paar Kurven zu entschärfen.

.

Jäkii schrieb:
Wenn die gewonnenen Minuten dann aber wieder in irgendwelche Knoten abgesessen werden, war der Bau auch für die Katz.

Problematisch könnte sein, wenn man die L15/50 und die L25 in Fulda korrespondieren lassen will, dass beide im weiteren Verlauf is Hersfeld sich ein Gleis teilen müssen. Somit müsste die L15/50 weitere 3 min in Fulda abstehen um den Blockabstand zu gewährleisten, ein Teil der Einsparung wäre wieder weg.

.

@echter-HGV:
Guter Punkt, stellenweisen Verbesserungen der Altstrecken könnte besser sein, da davon auch der Güterverkehr profitiert!

.

Vom ITF her sollte man für Fulda-Eisenach-Erfurt auf 01:15 h gehen, z.B. 70 min Fahrzeit - möglichst ohne Neigetechnik. Da müsste man wahrscheinlich nur 10 min gegenüber heute einsparen. 1 h Kantenzeit halte ich für zu ambitioniert, dafür bräuchte es zumindest eine direkte SFS Fulda-Eisenach. Die 01:15 h (70 min Fahrzeit) passen auch wunderbar zur Route Nürnberg-Bamberg-Erfurt, die mit der späteren Umsetzung der 230er-ABS Erlangen-Ebensfeld die gleichen Werte haben soll.

Prinzip:
Fulda(00) - Eisenach(15/45) - Erfurt(15/45) - Leipzig(00) - Dresden(00)
Nürnberg(00) - Bamberg(30) - Erfurt(15/45) - Halle(...) - Berlin(00)

--
[image]

NBS Niederaula-Bad Hersfeld

ICE-T-Fan, Samstag, 31.03.2012, 15:36 (vor 5123 Tagen) @ naseweiß

Es ist übrigens auch entfernungsmäßig gar nicht weit von Bad Hersfeld bis zur SFS. Das sind nur ein paar Kilometer, wäre also eine recht kurze NBS als Zubringer. Jedoch aufgrund des Höhenunterschiedes nur mit diversen Kunstbauten in den umliegenden Bergen realisierbar - ähnlich der Nantenbacher Kurve.

Man müsste gleich nach dem Tunnel eine Überleitstelle bauen und dann im langen Bogen ins Tal hinab, dort wo die SFS die L3471 überquert. Direkt neben Niederaula geht dann die NBS in die Nebenbahn über, dort wo die Nebenstrecke am Klärwerk vorbeiführt.

Du weißt aber schon, dass der Tunnel direkt in die Brücke übergeht. Hier (Wiki) der Blick auf die andere Seite. Ein Überleitstelle für höhere Geschwindigkeiten braucht vermutlich einige hundert Meter, was da nicht zu machen ist. Man müsste schon im Tunnel anfangen, welcher da angebohrt und aufgeweitet werden müsste - ziemlich illusorisch. Der Abzweig Rollenberg (an der Kraichgau-SFS bei Bruchsal) müsste vergleichbar sein.

Man kann doch den ganzen Abzweig auf der Brücke machen. Dann baut man links und rechts neue eingleisige Brücken daneben, die langsam ins Tal hinabsteigen.
Solche Bauformen gibts bei Autobahnen zuhauf.

Ab da müsste man die alte Strecke zweigleisig ausbauen und begradigen, sodass zumindest 160 km/h möglich sind, was aber kein Problem ist, da keine Kurven mit besonders geringen Radien kommen. Die Strecke ist sogar über weite Strecke fast absolut gerade. Problem könnte der Verlauf in Asbach sein, da dort vielleicht kein Platz für das zweite Gleis ist. Im Hersfelder Stadtgebiet dürfte es auch Probleme mit dem zweiten Gleis geben, insbesondere wo die Nebenstrecke am Gewerbegebiet beim Obi-Markt vorbei führt.

In Hersfeld dürfte es nicht nur mit dem zweiten Gleis, vorallem mit den Radien, Probleme geben.

Ich vermute, dass so eine Verbindungsstrecke nur weiter südlich zwischen Langenschwarz(SFS) und Neukirchen(Altstrecke) möglich ist. Vielleicht bei Hermannsspiegel(Altstrecke) noch ein Tunnel durch den Hügel um ein paar Kurven zu entschärfen.

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Jäkii schrieb:
Wenn die gewonnenen Minuten dann aber wieder in irgendwelche Knoten abgesessen werden, war der Bau auch für die Katz.


Problematisch könnte sein, wenn man die L15/50 und die L25 in Fulda korrespondieren lassen will, dass beide im weiteren Verlauf is Hersfeld sich ein Gleis teilen müssen. Somit müsste die L15/50 weitere 3 min in Fulda abstehen um den Blockabstand zu gewährleisten, ein Teil der Einsparung wäre wieder weg.

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@echter-HGV:
Guter Punkt, stellenweisen Verbesserungen der Altstrecken könnte besser sein, da davon auch der Güterverkehr profitiert!

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Vom ITF her sollte man für Fulda-Eisenach-Erfurt auf 01:15 h gehen, z.B. 70 min Fahrzeit - möglichst ohne Neigetechnik. Da müsste man wahrscheinlich nur 10 min gegenüber heute einsparen. 1 h Kantenzeit halte ich für zu ambitioniert, dafür bräuchte es zumindest eine direkte SFS Fulda-Eisenach. Die 01:15 h (70 min Fahrzeit) passen auch wunderbar zur Route Nürnberg-Bamberg-Erfurt, die mit der späteren Umsetzung der 230er-ABS Erlangen-Ebensfeld die gleichen Werte haben soll.

Prinzip:
Fulda(00) - Eisenach(15/45) - Erfurt(15/45) - Leipzig(00) - Dresden(00)
Nürnberg(00) - Bamberg(30) - Erfurt(15/45) - Halle(...) - Berlin(00)

NBS Niederaula-Bad Hersfeld

ICE-T-Fan, Samstag, 31.03.2012, 16:09 (vor 5123 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 31.03.2012, 16:10


Vom ITF her sollte man für Fulda-Eisenach-Erfurt auf 01:15 h gehen, z.B. 70 min Fahrzeit - möglichst ohne Neigetechnik. Da müsste man wahrscheinlich nur 10 min gegenüber heute einsparen. 1 h Kantenzeit halte ich für zu ambitioniert, dafür bräuchte es zumindest eine direkte SFS Fulda-Eisenach. Die 01:15 h (70 min Fahrzeit) passen auch wunderbar zur Route Nürnberg-Bamberg-Erfurt, die mit der späteren Umsetzung der 230er-ABS Erlangen-Ebensfeld die gleichen Werte haben soll.

Prinzip:
Fulda(00) - Eisenach(15/45) - Erfurt(15/45) - Leipzig(00) - Dresden(00)
Nürnberg(00) - Bamberg(30) - Erfurt(15/45) - Halle(...) - Berlin(00)

Ob Fulda 00-Knoten bleibt, ist fraglich. Wenn die ABS/NBS Fulda-Frankfurt kommt und man dort nicht mehr 50-55 min sondern 40-45 min Fahrzeit hat, wird Fulda eher 15/45 werden.

Dann hätte man nach deinem Beispiel und den aktuellen Kantenzeiten:

Fulda(15/45)- Eisenach(00)-Erfurt(30)-Leipzig(15/45)-Dresden(15/45)

Eisenach als 15/45 würde wegen der Zeitlage der RB20 Eisenach-Halle auch nicht so ohne weiteres gehen.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld

Mario-ICE, Samstag, 31.03.2012, 17:51 (vor 5123 Tagen) @ ICE-T-Fan


Vom ITF her sollte man für Fulda-Eisenach-Erfurt auf 01:15 h gehen, z.B. 70 min Fahrzeit - möglichst ohne Neigetechnik. Da müsste man wahrscheinlich nur 10 min gegenüber heute einsparen. 1 h Kantenzeit halte ich für zu ambitioniert, dafür bräuchte es zumindest eine direkte SFS Fulda-Eisenach. Die 01:15 h (70 min Fahrzeit) passen auch wunderbar zur Route Nürnberg-Bamberg-Erfurt, die mit der späteren Umsetzung der 230er-ABS Erlangen-Ebensfeld die gleichen Werte haben soll.

Prinzip:
Fulda(00) - Eisenach(15/45) - Erfurt(15/45) - Leipzig(00) - Dresden(00)
Nürnberg(00) - Bamberg(30) - Erfurt(15/45) - Halle(...) - Berlin(00)


Ob Fulda 00-Knoten bleibt, ist fraglich. Wenn die ABS/NBS Fulda-Frankfurt kommt und man dort nicht mehr 50-55 min sondern 40-45 min Fahrzeit hat, wird Fulda eher 15/45 werden.

Dann hätte man nach deinem Beispiel und den aktuellen Kantenzeiten:

Fulda(15/45)- Eisenach(00)-Erfurt(30)-Leipzig(15/45)-Dresden(15/45)

Eisenach als 15/45 würde wegen der Zeitlage der RB20 Eisenach-Halle auch nicht so ohne weiteres gehen.

Die Frage ist ja, ob die RB in der jetzigen Konstellation überhaupt noch Sinn macht. Unterstellt man das neue Konzept mit RE ist es fraglich ob man dann noch so eine Milchkannen-RB mit diesem Zuglauf benötigt. Schon heute hat diese RB auf Teilstrecken erschreckende Auslastungszahlen.

NBS Niederaula-Bad Hersfeld

ICE-T-Fan, Samstag, 31.03.2012, 18:20 (vor 5123 Tagen) @ Mario-ICE


Vom ITF her sollte man für Fulda-Eisenach-Erfurt auf 01:15 h gehen, z.B. 70 min Fahrzeit - möglichst ohne Neigetechnik. Da müsste man wahrscheinlich nur 10 min gegenüber heute einsparen. 1 h Kantenzeit halte ich für zu ambitioniert, dafür bräuchte es zumindest eine direkte SFS Fulda-Eisenach. Die 01:15 h (70 min Fahrzeit) passen auch wunderbar zur Route Nürnberg-Bamberg-Erfurt, die mit der späteren Umsetzung der 230er-ABS Erlangen-Ebensfeld die gleichen Werte haben soll.

Prinzip:
Fulda(00) - Eisenach(15/45) - Erfurt(15/45) - Leipzig(00) - Dresden(00)
Nürnberg(00) - Bamberg(30) - Erfurt(15/45) - Halle(...) - Berlin(00)


Ob Fulda 00-Knoten bleibt, ist fraglich. Wenn die ABS/NBS Fulda-Frankfurt kommt und man dort nicht mehr 50-55 min sondern 40-45 min Fahrzeit hat, wird Fulda eher 15/45 werden.

Dann hätte man nach deinem Beispiel und den aktuellen Kantenzeiten:

Fulda(15/45)- Eisenach(00)-Erfurt(30)-Leipzig(15/45)-Dresden(15/45)

Eisenach als 15/45 würde wegen der Zeitlage der RB20 Eisenach-Halle auch nicht so ohne weiteres gehen.


Die Frage ist ja, ob die RB in der jetzigen Konstellation überhaupt noch Sinn macht. Unterstellt man das neue Konzept mit RE ist es fraglich ob man dann noch so eine Milchkannen-RB mit diesem Zuglauf benötigt. Schon heute hat diese RB auf Teilstrecken erschreckende Auslastungszahlen.

Das Problem ist, ob ohne die Durchbindung nach Halle (Saale), die Auslastung nicht noch weiter zurück geht. Zwar steigen in Erfurt weit mehr als 1/3 der Fahrgäste um, aber die RB dient ja vor allem als Zubringer für die RB21 Weimar-Jena(-Gera). Die RB20 wird eigentlich hauptsächlich von Studenten aus Südwestthüringen und Osthessen genutzt, um nach Weimar und Jena zu kommen.

Hinter Weimar ist aber die Auslastung, wie du schon andeutest, ziemlich gering. Erst von Naumburg nach Halle ist sie wieder besser, da hat man in Zukunft aber halt auch die RE Halle-Naumburg-Jena und Halle-Naumburg-Weimar-Erfurt.

Vielleicht sollte man den Zuglauf auf Eisenach-Weimar kürzen. Wäre die MDV elektrifiziert wäre der ideale Zuglauf wohl Eisenach-Jena Göschwitz. Ohne den Umstieg im Weimar wäre diese Linie wohl richtig attraktiv.

IC durchs Saaletal wirtschaftlich unsinnig?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 30.03.2012, 16:45 (vor 5124 Tagen) @ Reisender

Hallo Reisender,

Eigenwirtschaftlich heißt aber nicht, dass die DB im Fernverkehr machen darf, was sie will. Ich erinnere nur an die verfassungsrechtliche Pflicht des Bundes Fernverkehr in der Fläche zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG).

Gefährliches Wort, "Fläche". Damit kann man vieles verstehen.
Coburg wäre Fläche, weil der ICE dort wohl nicht halten wird (IC schon).
Jena könnte man auch als Fläche bezeichnen.

Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?

Problem ist aber, wie man den Zug erfolgreich durchbinden könnte. Ich erwarte nicht, dass ein prestigeträchtiges Geschäft wie DB ihre ICE-T als IC einsetzt. Dagegen spricht aber, dass man Neigetechnik braucht, um attraktive Fahrzeiten auf der Saalebahn zu schaffen.

Bei uns hat NS dasselbe Problem mit Dordrecht. Diese Stadt (vgl. Jena) befürchtet ihre IC-Anbindung nach Breda (Nürnberg) zu verlieren, weil der Zug bereits in Rotterdam (Leipzig) auf die Rennbahn geht.

Denkbar wäre noch: Dresden-Leipzig-(Saaletal = langsam)-Nürnberg-(Rennbahn = schnell)-München,
als Alternative zu Berlin-Halle-(Rennbahn = schnell)-Nürnberg-(Augsburg, langsam)-München (Vorschlag "naseweiß").


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Neigetechnik als Voraussetzung?

Reisender, München, Freitag, 30.03.2012, 17:34 (vor 5124 Tagen) @ Oscar (NL)

Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?


Problem ist aber, wie man den Zug erfolgreich durchbinden könnte. Ich erwarte nicht, dass ein prestigeträchtiges Geschäft wie DB ihre ICE-T als IC einsetzt. Dagegen spricht aber, dass man Neigetechnik braucht, um attraktive Fahrzeiten auf der Saalebahn zu schaffen.

Also die ICE-T fahren ja derzeit ohnehin nicht mit aktiver Neigetechnik, erst recht nicht die IC, die aktuell auf der Strecke fahren. Ich kann nicht erkennen, dass diese Züge zurzeit alle leer durchs Saaletal fahren würden.
Deshalb scheinen derzeit die ICs der Linie 28 München-Augsburg-Nürnberg-Jena Paradies-Leipzig-Berlin Gesundbrunnen für viele Fahrgäste durchaus ein attraktives Angebot zu sein, obwohl es schon heute für diese Reiseziele auch die Alternativen schnellerer ICE und Auto gibt.

Aber es mag natürlich sein, dass die Altstrecke nach Inbetriebnahme der NBS via Erfurt ein eher geringeres Reisendenpotential hat. Da es immer heißt, dass die alten IC-Wägen von der DB bereits abgeschrieben sind, könnte ich mir vorstellen, dass mit diesem Rollmaterial gleichwohl ein wirtschaftlicher Betrieb durchs Saaletal möglich wäre, ob es für einen IC-Zweistundentakt reicht, ist eine andere Frage, für den ICx dürfte es dann wohl eher nicht reichen.

--
[image]

Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Neigetechnik als Voraussetzung?

ICE-T-Fan, Freitag, 30.03.2012, 18:47 (vor 5124 Tagen) @ Reisender

Unabhängig davon stellt sich doch die Frage, ob sich ein IC durchs Saaletal nicht auch ab 2017 wirtschaftlich betreiben lassen könnte. Gibt es dafür wirklich keine ausreichende Nachfrage?


Problem ist aber, wie man den Zug erfolgreich durchbinden könnte. Ich erwarte nicht, dass ein prestigeträchtiges Geschäft wie DB ihre ICE-T als IC einsetzt. Dagegen spricht aber, dass man Neigetechnik braucht, um attraktive Fahrzeiten auf der Saalebahn zu schaffen.


Also die ICE-T fahren ja derzeit ohnehin nicht mit aktiver Neigetechnik, erst recht nicht die IC, die aktuell auf der Strecke fahren. Ich kann nicht erkennen, dass diese Züge zurzeit alle leer durchs Saaletal fahren würden.
Deshalb scheinen derzeit die ICs der Linie 28 München-Augsburg-Nürnberg-Jena Paradies-Leipzig-Berlin Gesundbrunnen für viele Fahrgäste durchaus ein attraktives Angebot zu sein, obwohl es schon heute für diese Reiseziele auch die Alternativen schnellerer ICE und Auto gibt.

Das Problem ist, dass diese konventionellen Fahrzeiten durchaus dazu führen, dass einige Anschlüsse nicht mehr richtig funktionieren und der Nahverkehr behindert wird.
Bogenschneller Betrieb wäre schon wünschenswert und die BR 411 wurde ja als IC-T entwickelt.

IC durchs Saaletal wirtschaftlich unsinnig?

CNL484, Samstag, 31.03.2012, 12:08 (vor 5123 Tagen) @ Reisender

Mann könnte schon glaube München-Berlin anbieten über Saalebahn gerade mal wenns ,an eiskallt Kalkuliert 1:15h oder so brauch man länger als über NBS.Dafür brüchte man 300 km schnelle Züge für Nonstop München-Nürnberg und dazu noch mit Neigetechnik.Dazu Halten bis Jena wie heute aber Halte Naumburg und Lutherstadt Wittenberg entfallen lassen sowie Berlin Südkreuz.Kann man sich ja ausrechnen.München-Nürnberg 1 h ,Nürnberg-Jena 2:05 h.Jena -Leipzig 52-56 min.Leipzig-Berlin 1h - 1:05 h zum Hbf dann nonstop weiter nach Hamburg ohne Halt Spandau in 90-93 min.Auf jedenfall kommt man wenn man will recht flott München-Berlin.Wenn man will.Aber dazu braucht man schnellere Züge als ICE-T sowie Zulassung Neigetechnik.Preissbewusste Kunden die die fast 90 min länger in Kauf nehmen. Wenn man als Privater zum Beispiel muss man Punkten zb wie beim Thalys mit Gratis Essen breitere Stühlen grosses Display im Vordersitz mit 100ten Spielfilmen Live TV ,Internet dann würde man schon Kunden gewinnen. DB kann das nicht bieten.Pratisch Emirates Airlines oder Singapore Airlines der Schiene bräuchte man in Deutschland.DB im Vergleich währe Lufthansa.Wenn man nach Dubai fliegt würde ich immer Emitates vorziehen.Gleicher Preiss wie LH aber man bekommt mehr geboten fürs Geld.Das fehlt auf deutschen Schienen einer der Sich abhebt vom Trott.Hamburg-Köln-Express versucht es ja schonmal. Mit Solo Bestuhlung 2.Kl ,sowie breite bequeme Sitze, Mahlzeit am Platz gratis 1.Kl.

IC durchs Saaletal wirtschaftlich unsinnig?

naseweiß, Samstag, 31.03.2012, 13:11 (vor 5123 Tagen) @ CNL484

Mann könnte schon glaube München-Berlin anbieten über Saalebahn gerade mal wenns, an eiskallt Kalkuliert 1:15h oder so brauch man länger als über NBS.
... Nürnberg-Jena 2:05 h. Jena -Leipzig 52-56 min ...

Richtig, wenn schön mit Neigetechnik durchs Saaletal fährt, braucht man nur 3 h für Nürnberg-Halle/Leipzig und ist so prinzipiell nur 1 h langsamer als die SFS.

Dafür brüchte man 300 km schnelle Züge für Nonstop München-Nürnberg und dazu noch mit Neigetechnik.

Eher fahren über die SFS nur 230 km/h schnelle Züge (300 km/h nur Sprinter) als 300 km/h Zügen im Saaletal. Für den in der Jenaer Studie vorgeschlagenen IR, Leipzig-Nürnberg in rund 03:40 h, höchstens nach Stuttgart weiter, reichen 160 km/h mit x-beliebigen Altwagen.

Wenn man als Privater zum Beispiel muss man Punkten, z.b. wie beim Thalys mit Gratis Essen, breitere Stühlen grosses Display im Vordersitz mit 100ten Spielfilmen Live TV, Internet dann würde man schon Kunden gewinnen. DB kann das nicht bieten. Praktisch Emirates Airlines oder Singapore Airlines der Schiene bräuchte man in Deutschland. DB im Vergleich währe Lufthansa. Wenn man nach Dubai fliegt würde ich immer Emitates vorziehen. Gleicher Preiss wie LH aber man bekommt mehr geboten fürs Geld. Das fehlt auf deutschen Schienen einer der Sich abhebt vom Trott. Hamburg-Köln-Express versucht es ja schonmal. Mit Solo Bestuhlung 2.Kl ,sowie breite bequeme Sitze, Mahlzeit am Platz gratis 1.Kl.

Das ist Alles schön und gut, nur was hat es mit Jena zutun? Wo sind denn die Luxuszüge über Chemnitz, Zwickau, über Siegen, über Paderborn usw.?

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