Bericht der Eröffnungsfahrt TGV Marseille-Frankfurt (Reiseberichte)
Einen schönen Guten Morgen an Alle,
letzten Freitag um viertel vor 3 machte ich mich an Gleis 4 des HBF in Karlsruhe.
Dort wartete schon eine Blaskapelle und viel örtliche Prominenz zusammen mit sämtlichen regionalen Fernsehsendern auf DAS Ereignis des Tages.
Der TGV von Marseille nach Frankfurt wird in wenigen Minuten einfahren. Vom Gefühl her hat sich das halbe DSO Sichtungsforum auf dem Bahnsteig versammelt, so dass jeder sein eigenes Bild des neuen HGV Zuges machen kann. Auf die Minute pünktlich fuhr der Zug ein. Ein raunen geht durch die Menge, die Fahrgäste aus allen anderen Züge schauen aus dem Fenster um den neuen Star zu bewundern.
Ich war aber allen anderen Fahrgästen, Journalisten und Fuzzys einene Schritt voraus. Wärend die Menge am Bahnhof nur schauen durfte, hatte ich eine Fahrkarte für den Weg bis nach Frankfurt. Somit war ich einer der wenigen Fahrgäste, die in den Zug einstiegen. Für Inlandsfahrten ist der Zug ja eigentlich nicht gedacht (alleine schon, weil der parallelfahrende ICE nach Hamburg etwas schneller unterwegs ist). In der Reiseauskunft bekommt man den Zug für Baden Baden-Frankfurt gar nicht angezeigt!
Innen im Zug war jedoch wenig außergewöhnliches zu sehen. Der Zug war noch nichtmal wirklich sauber (jaa, er ist schon ein paar Stunden unterwegs gewesen). Die Fenster hätte man von Innen für diesen Tag trotzdem mal vom Schmutz befreien können.
Ich bin ein großer TGV Fan, auch wenn ich hier im Forum auf Abneigung gegen diesen Zug stoße, finde ich ihn einfach klasse (besonders der Doppelstock TGV). Aus Frankreichreisen bin ich schon viel im TGV unterwegs gewesen, so dass die Fahrt von Karlsruhe nach Frankfurt nicht meine erste gewesen ist. Es handelt sich bei dieser Fahrt um den allerneusten TVG 2n2. Viel unterscheidet ihn nicht von der Vorgängervariante, die Sitze sind die gleichen und die Inneneinrichtung mit Außnahme des Bildschirms auch).
In Karlsruhe wird der TGV planmäßig von dem ICE Basel-Hamburg überholt. Schuld daran, sind die engen Zeitfenster auf Rhein- und Riedbahn. Da der ICE aus Basel Verspätung hatte, wartet unser TGV auf die Überholung und baute in Karlsruhe 5-10 Minuten Versätung auf. Das dies auf einer Eröffnungsfahrt nicht gut kommt, schien wohl keinem klar zu sein.
Somit kamen wir auch in Mannheim mit leichter Verspätung an. Hier war jedoch jemand so intelligent gewesen, den ICE nach Hamburg (der ja 1-2 Minuten vor uns fuhr) zur Seite zu nehmen, um den TGV vorzulassen. So sind wir dennoch einigermaßen pünktlich in Frankfurt angekommen.
Die Auslastung war (auch für eine Prämierenfahrt) in der 2. Klasse sehr gering. Komischerweise waren sämtliche Plätze von Marseille-Frankfurt reserviert, auch wenn in Deutschland keiner Reservierungspflicht herrscht.
Kurz hinter Karlsruhe kreuzte uns der Gegenzug nach Marseille, was von einem großen Hupkonzert begleitet wurde.
Im Zug waren Pantomiespieler, die mit die Fahrgäste unterhielten. Zug Begrüßung gab es eine Tasche mit einem Knetsack, einer Ferreropackung, sowie einem Reiseführer über alle Städte zwischen Frankfurt und Marseille.
In Mannheim bot sich übrigens das gleiche Bild wie in Karlsruhe, der Zug wurde von wartender Presse und mit vielen Kameras empfangen. Nichts toppte jedoch die Begrüßung in Frankfurt. Mit roten Teppich und Feuerwerk in der Bahnhofshalle dachte ich, hier steigt gleich Robbie Williams aus. Der Bahnsteig war abgesperr und außenrum stand halb Frankfurt um einen Blick auf die neue Verbindung nach Marseille zu bekommen (wobei 2 Stunden vorher ja der Zug NACH Marseille schon in Frankfurt stand).
Mit mir stiegen noch Bahnchef Grube und einige andere Eisenbahner aus um sich den Fragen der Journalisten zu stellen.
Alles in Allem, war es ein gelungener Tag, ich bin froh gewesen, nicht nur zu gucken, sondern auch mitgefahren zu sein!
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