Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren! (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.02.2012, 19:52 (vor 5154 Tagen)
Hallo ICE-Fans,
bei Facebook hat man es dieser Zeit nicht leicht.
Ständig Aufrufe Donnerstag (ggf. bis Sonntag) nicht zu tanken.
Ich habe stattdessen folgendes geschrieben:
Liebe deutsche Freunde, bitte schickt mir KEINE ANREGUNGEN ZUM TANKSTELLEN-BOYKOTT.
Ich boykottiere nicht 4 Tage sondern schon DREIUNDZWANZIG JAHRE sehr erfolgreich sämtliche Tankstellen, und zwar dadurch, dass ich BUS UND BAHN FAHRE.
Darunter eine Erklärung auf englisch:
@non-germans: someone on FB organised a protest against high fuel prices. One should not refuel his/her car during the first four days of March. This will not work, as people are likely to refuel their cars tomorrow or Monday (one needs to drive a car those days), thereby moving a problem instead of solving it.
In dieser Hinsicht wäre es besser, wenn die Jungs ein Monat das Auto stehen lassen oder zumindest nur für das höchstnotwendige vewenden und stattdessen Bus und Bahn fahren.
Wie seht Ihr das?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
ktmb, Dienstag, 28.02.2012, 19:59 (vor 5154 Tagen) @ Oscar (NL)
Was gehen mich diese Autofahrer an? :)
Muss jeder selbst wissen, was er tut.
Ich setze mich in so eine Kiste nur, wenn es sein muss (Taxi).
Grüße
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
Jens, Bayern/NRW, Dienstag, 28.02.2012, 20:19 (vor 5154 Tagen) @ ktmb
Wisst ihr was Schlimm daran ist?
Damit der Bus fährt oder die Bahn kommt MUSS jemand morgens ins Auto steigen und dahin Fahren wo die Eisenbahn steht... Und da kann einiges an Spritkosten zusammenkommen...
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
fabs, Braunschweig, Dienstag, 28.02.2012, 21:29 (vor 5154 Tagen) @ Jens
Wisst ihr was Schlimm daran ist?
Damit der Bus fährt oder die Bahn kommt MUSS jemand morgens ins Auto steigen und dahin Fahren wo die Eisenbahn steht... Und da kann einiges an Spritkosten zusammenkommen...
Jain, nicht zwingend...
Ich gehe(!) zum Bahnhof, nehme den ersten Zug in die Stadt, in der meine Einsatzstelle ist, benutze die städtischen öffentlichen Verkehrsmittel zum Abstellbahnhof und stelle pünktlich zu um 05:51 Uhr den ersten Zug auf unserer Strecke bereit.
Klar, der Lokführer, der den Zug fährt, in dem ich Fahrgast bin und auch das Personal der städtischen öffentlichen Verkehrsmittel muss irgendwie zur Arbeit kommen. Aber zumindest bin ich - dank geringerer Betriebszeiten als auf Hauptstrecken - ohne Auto unterwegs.
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
ÖPNV leidet auch unter den Benzinpreisen
JoergFr, Mittwoch, 29.02.2012, 05:37 (vor 5154 Tagen) @ fabs
Hallo,
Ich gehe(!) zum Bahnhof, nehme den ersten Zug in die Stadt, in der meine Einsatzstelle ist, benutze die städtischen öffentlichen Verkehrsmittel zum Abstellbahnhof und stelle pünktlich zu um 05:51 Uhr den ersten Zug auf unserer Strecke bereit.
Wenn jetzt der Tf des 'ersten Zuges' mit dem 'letzten Nachtbus' zur Arbeit fährt, haben wir ein sich selbst erhaltendes System :-).
Aber ansonsten sei angemerkt, dass auch Busse und die nicht elektrischen Züge am hohen Dieselpreis leiden. Ich kenne Fälle, wo ganz aktuell über Linienstreichungen im Busverkehr aus genau diesem Grund nachgedacht wird :-(.
Grüße,
Jörg
ÖPNV leidet auch unter den Benzinpreisen
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 29.02.2012, 09:04 (vor 5154 Tagen) @ JoergFr
Hallo JoergFr,
Aber ansonsten sei angemerkt, dass auch Busse und die nicht elektrischen Züge am hohen Dieselpreis leiden. Ich kenne Fälle, wo ganz aktuell über Linienstreichungen im Busverkehr aus genau diesem Grund nachgedacht wird :-(.
Gibt es in Deutschland einheitliche Dieselpreise für Bus-, PKW-, LKW- und Treckerfahrer?
Bei uns ist zumindest Landwirtschaftsdiesel (roter Diesel (NL)) niedriger besteuert als PKW/LKW-Diesel. Ist vermutlich auch ein unterschiedlicher Treibstoff, bin mir da nicht sicher. Zumindest ergibt eine Google-Suche auf NL zahlreiche Geschichten von Werkstattmitarbeitern, die bestimmten Autoschäden auf Benutzung von rotem Diesel zurückführen konnten.
Hinweis: da Benutzung von rotem Diesel in PKWs zumindest bei uns Steuerbetrug und daher gesetzwidriges Verhalten ist, werde ich hier keine Verknüpfungen zu den genannten Geschichten erstellen.
gruß,
Oscar (NL).
--
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ÖPNV leidet auch unter den Benzinpreisen
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 29.02.2012, 09:10 (vor 5154 Tagen) @ Oscar (NL)
Gibt es in Deutschland einheitliche Dieselpreise für Bus-, PKW-, LKW- und Treckerfahrer?
Ja und nein. Siehe unten meine Frage. - Mir ist nicht bekannt, dass der Kraftstoff je nach Verwendungszweck anders besteuert wird.
Allerdings werden Bus- und Lkw-Fahrer nach Möglichkeit auf ihren eigenen Höfen tanken, wo sie locker im deutlich zweistelligen Centbereich weniger pro Liter als Großabnehmer zahlen müssen.
Agrardiesel: auch in Deutschland!
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 29.02.2012, 09:22 (vor 5154 Tagen) @ Fabian318
Gibt es in Deutschland einheitliche Dieselpreise für Bus-, PKW-, LKW- und Treckerfahrer?
Ja und nein. Siehe unten meine Frage. - Mir ist nicht bekannt, dass der Kraftstoff je nach Verwendungszweck anders besteuert wird.
Angeblich doch: Agrardiesel.
gruß,
Oscar (NL).
--
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Agrardiesel: auch in Deutschland!
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 29.02.2012, 09:32 (vor 5154 Tagen) @ Oscar (NL)
Gibt es in Deutschland einheitliche Dieselpreise für Bus-, PKW-, LKW- und Treckerfahrer?
Ja und nein. Siehe unten meine Frage. - Mir ist nicht bekannt, dass der Kraftstoff je nach Verwendungszweck anders besteuert wird.
Angeblich doch: Agrardiesel.
Tatsächlich, hier kann ich noch was lernen. ;-) Siehe auch unten, habe mal die Steuerentlastung für den ÖPNV recherchiert. Im Gegensatz zu den Niederlanden wird das hier aber nicht weniger besteuert, sondern rückvergütet, heißt also, ich habe dann nicht eine Plörre hier rumstehen, die ich nur für Agrarzwecke nutzen darf.
Das erklärt auch die im Linienbusverkehr zur führenden Fahrtenbücher "aus steuerlichen Gründen" inkl. getanktem Kraftstoff und Fahrtzweck. Klar, jeder Kilometer ist u.U. ein bisschen Diesel, wofür dann später rückvergütet wird.
Aspekte von ÖPNV-Steuerbefreiung und so
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 29.02.2012, 13:10 (vor 5154 Tagen) @ Fabian318
Hallo Fabian,
Das erklärt auch die im Linienbusverkehr zur führenden Fahrtenbücher "aus steuerlichen Gründen" inkl. getanktem Kraftstoff und Fahrtzweck. Klar, jeder Kilometer ist u.U. ein bisschen Diesel, wofür dann später rückvergütet wird.
Ich nehme mal an, dieses Verfahren gilt nur für die Linienbusverkehre und nicht für Reisebusse.
Ein ähnliches Verfahren gibt es bei uns bei freien Busspuren. Die sind auch alle mit "LIJNBUS" beschriftet. Heißt also, dass nur Linienbusse dort fahren dürfen und nicht die Reisebusse. In Stadtzentren gibt es dann auch noch Busschleusen (Ölbehalterzerstörer) und Sperren, die man nur mit geschickter Elektronik eines Linienbusses (ggf. Polizeistreifenwagen, Feuerwehr-LKW oder Rettungswagen) öffnen kann.
Idealerweise wäre ÖPNV-Diesel natürlich vom Steuer befreit.
Nur schade, dass es nicht leicht ist, den Unterschied ÖPNV ja/nein zu machen. Zumindest bei uns verkehren Reisebusse von Busunternehmen und Kleinbusse von Taxiunternehmen auch im Linienverkehr (Verstärkungsfahrten). Anfärben des Kraftstoffs (wie bei rotem Diesel der Trecker) ist also keine Option.
Auch gibt es viele unklare Bereiche, bei denen man über die Befreiung diskutieren kann:
1. Schulbusverkehre
2. Klassenfahrt (Ausflug)
3. Anruf-Sammeltaxi
4. Charterbusse
Und dann gibt es auch noch Verkehrsmittel, die mit Diesel kaum oder nichts zu tun haben: Oberleitungsbusse, (gummibereifte) Straßenbahnen, Busse mit Gasantrieb.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
ICE628, Mittwoch, 29.02.2012, 12:30 (vor 5154 Tagen) @ fabs
Es hat nicht jeder den Luxus einen Bahnhof im Ort zu haben. Da bin ich die ersten 3km leider aufs Auto angewiesen :-(
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
bahnsocke, Flensburg, Mittwoch, 29.02.2012, 12:54 (vor 5154 Tagen) @ ICE628
Es hat nicht jeder den Luxus einen Bahnhof im Ort zu haben. Da bin ich die ersten 3km leider aufs Auto angewiesen :-(
3km ist eine optimale Fahrrad Distanz. Oder E-Roller, oder oder oder...
Alternativlos ist man nie!
Fahrrad bei sibirischen Temperaturen???
Maggus, Ravensburg (Württ), Mittwoch, 29.02.2012, 17:00 (vor 5154 Tagen) @ bahnsocke
bearbeitet von Maggus, Mittwoch, 29.02.2012, 17:01
Es hat nicht jeder den Luxus einen Bahnhof im Ort zu haben. Da bin ich die ersten 3km leider aufs Auto angewiesen :-(
3km ist eine optimale Fahrrad Distanz. Oder E-Roller, oder oder oder...Alternativlos ist man nie!
Setzt du dich bei -20 Grad aufs Fahrrad? Auch bei nem halben Meter Schnee und spiegelglatten Strassen? Oder wenn es regnet wie bei einem Monsun, kannst du es dir leisten, dass deine Kleidung nass wird?
Warum nur bin ich nicht so schlau wie du?
Fahrrad bei sibirischen Temperaturen???
Christian_S, Mittwoch, 29.02.2012, 17:07 (vor 5154 Tagen) @ Maggus
Setzt du dich bei -20 Grad aufs Fahrrad? Auch bei nem halben Meter Schnee und spiegelglatten Strassen? Oder wenn es regnet wie bei einem Monsun, kannst du es dir leisten, dass deine Kleidung nass wird?
Derzeit herrschen aber nirgendwo in Deutschland mehr sibirische Temperaturen. Und bei leichten Minusgraden bin ich selbst erst vor ein paar Wochen mit dem Fahrrad zum Bahnhof gefahren, das war kein Problem. Nur geht es ja um jetzt aktuell und da hat es vielerorts schon sehr frühlingshafte Temperaturen.
schon sehr überspitzt betrachtet ...
safe go, Chemnitz, Mittwoch, 29.02.2012, 17:08 (vor 5154 Tagen) @ Maggus
Setzt du dich bei -20 Grad aufs Fahrrad? Auch bei nem halben Meter Schnee und spiegelglatten Strassen? Oder wenn es regnet wie bei einem Monsun, kannst du es dir leisten, dass deine Kleidung nass wird?
Warum nur bin ich nicht so schlau wie du?
Ich würde Dir dringend zu einem Umzug raten, wenn es bei Dir das ganze Jahr über Starkfrost, Schneefall oder Monsunregen gibt. Mal ganz davon abgesehen, kämst Du in dann auch mit dem Auto nicht voran, wenn es überhaupt anspringt.
Was spricht denn dagegen, ein Auto (insofern die Fixkosten auf erträglichem Niveau sind) für die fahrradunfreundliche Zeit und für Ausflüge in die bahn- und busverbindungsarme Region (gerade an Wochenenden) im ganzen Jahr vorzuhalten?
schon sehr überspitzt betrachtet ...
Maggus, Ravensburg (Württ), Mittwoch, 29.02.2012, 21:54 (vor 5153 Tagen) @ safe go
bearbeitet von Maggus, Mittwoch, 29.02.2012, 21:56
Gesetzt den Fall, meine Bahnstation ist 3 km weg und ich hab noch 5-6 km weiter zu fahren, dann würde ich gleich im Auto sitzen bleiben.
Nun ist es aber so, dass meine Stelle wo ich meine Abschlussarbeit schreibe, 15 km entfernt. Die Autofahrt dauert 15 Minuten, die Busfahrt mit Wartezeit von Tür zu Tür 45 Minuten. Das ist mir zu lang. Jedoch werde ich manchmal (2-3x pro Woche) auf die Öffis zurückgreifen... Habe ich zumindest vor.
schon sehr überspitzt betrachtet ...
safe go, Chemnitz, Donnerstag, 01.03.2012, 09:45 (vor 5153 Tagen) @ Maggus
Gesetzt den Fall, meine Bahnstation ist 3 km weg und ich hab noch 5-6 km weiter zu fahren, dann würde ich gleich im Auto sitzen bleiben.
Nun ist es aber so, dass meine Stelle wo ich meine Abschlussarbeit schreibe, 15 km entfernt. Die Autofahrt dauert 15 Minuten, die Busfahrt mit Wartezeit von Tür zu Tür 45 Minuten. Das ist mir zu lang. Jedoch werde ich manchmal (2-3x pro Woche) auf die Öffis zurückgreifen... Habe ich zumindest vor.
Das kann ich gut verstehen, ändert aber nichts an meiner Meinung zu Deinem vorherigen Beitrag.
Fahrrad bei sibirischen Temperaturen!
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 29.02.2012, 18:34 (vor 5153 Tagen) @ Maggus
bearbeitet von Fabian318, Mittwoch, 29.02.2012, 18:36
3km ist eine optimale Fahrrad Distanz. Oder E-Roller, oder oder oder...
Alternativlos ist man nie!
Setzt du dich bei -20 Grad aufs Fahrrad? Auch bei nem halben Meter Schnee und spiegelglatten Strassen? Oder wenn es regnet wie bei einem Monsun, kannst du es dir leisten, dass deine Kleidung nass wird?
Ganz im Ernst: Damit hat man hier (Münster) offenbar überhaupt kein Problem. Und die Kleidung wird ja nicht nass. Das sind alles Fragen der Vorkehr, die man treffen muss. - Die -20 Grad sind meines Erachtens das kleinste Problem, schwieriger wird es bei den spiegelglatten Straßen und dem halben Meter Schnee, aber nicht unmöglich. Und ich wusste gar nicht, dass Autos durch einen halben Meter Schnee fahren können. ;)
Fahrrad bei sibirischen Temperaturen???
Memminger1985, Memmingen, Mittwoch, 29.02.2012, 20:41 (vor 5153 Tagen) @ Maggus
ich bin diesen Winter (und auch viele vergangene) bei -28°C, viel Schnee, spiegelglatte Straßen, jeden Tag meine 20-30 km mit dem Fahrrad gefahren. Allerdings berufsbedingt. Es geht alles irgendwie. Gescheit anziehen und vorallem vorsichtig fahren, dann klappt das schon. Also nichts ist unmöglich.
Fahrrad bei sibirischen Temperaturen???
bahnsocke, Flensburg, Mittwoch, 29.02.2012, 21:28 (vor 5153 Tagen) @ Maggus
Setzt du dich bei -20 Grad aufs Fahrrad? Auch bei nem halben Meter Schnee und spiegelglatten Strassen? Oder wenn es regnet wie bei einem Monsun, kannst du es dir leisten, dass deine Kleidung nass wird?
Hallo Maggus,
ja ich bin auch schon bei -20 Grad Fahrrad gefahren. Natürlich sind dafür Vorkehrungen in Form von passender Kleidung zu treffen. Als Fahrradkurier (7 Jahre) kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Eine Erfahrung die ich dabei gesammelt habe ist, dass es in Deutschland deutlich seltener regnet (Dauerregen) als man gemeinhin annimmt. Schauerereignisse kann man mit einem kurzen Blick auf ein Wetterradar sehr gut disponieren, dass man etwas früher losfährt oder Regenpausen abpasst. Alternativ könnte man sich ein vollverkleidetes Liegerad kaufen, dann bleibt man auch trocken.
Aber natürlich ist ein Fahrrad keine Universallösung. Das wollte ich mit dem "oder oder oder" zum Ausdruck bringen. Bei 3 km könnte man z.B. folgende Verkehrsmittel wählen: die eigenen Füße, Inlineskates, Moped, Pedalec, Fahrrad, Skateboard, Motorroller, Pferd, Esel, Kabienenroller (e-Antrieb), Segway, Elektro Auto, Elektrorollstuhl, Gokart, Motorrad, Quad, Roller, Bobbycar...
Du wirst selbst merken, dass nicht jede dieser Lösungen den eigenen Bedürfnissen gerecht werden wird. Das ist okay. Aber ich hatte mit meiner Antwort auch nur aufzeigen wollen, dass es immer alternativen gibt. Die muss natürlich jeder für sich selbst abwägen. Wenn man dort zum Ergebnis kommt, dass das Auto die eigenen Bedürfnisse am besten bedient, ist dies das Ergebnis einer solchen Abwägung der dennoch vorhandenen Alternativen. Keinesfalls wollte ich hiermit irgendjemanden irgendwelche vorschriften machen!
Ps.
Übrigens ist es auch im Auto bei -20 Grad verdammt kalt. Auf eine so kurze Strecke 3km ist der Wagen ja noch lange nicht warm. Bei einem halben Meter Schnee würde ich dann vielleicht aber auch die Langlaufski vorziehen.
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
Tw 17, Dienstag, 28.02.2012, 21:49 (vor 5154 Tagen) @ ktmb
Ganz einfach...
Der Spritpreis bestimmt den Fahrpreis.
Wenn der Spritpreis immer höher wird, werden auch spätestens zum nächsten Fahrplanwechsel die Fahrpreise nachziehen, immerhin brauchen 605,612, 628 und Co sowie alle Busse des ÖPNVs auch Sprit ;)
Tankstellen boykottieren? Bus und Bahn ausprobieren!
GibmirZucker, Dienstag, 28.02.2012, 23:07 (vor 5154 Tagen) @ Tw 17
Nur macht der Dieselpreis bei den Betriebskosten einen kleineren Anteil aus, als der Bezinpreis für die Betriebskosten eines PKW. Selbst auf verdieselten Strecken sollte die Teuerung geringer ausfallen, als beim privaten Auto. Ganz abgesehen davon wird der viel größere Teil mit Strom gefahren. Aber als Ausrede für eine Fahrpreiserhöhung ist es immer gut.
Macht ich schon immer so! -> kein Auto ;)
ICE-T-Fan, Mittwoch, 29.02.2012, 08:45 (vor 5154 Tagen) @ GibmirZucker
Nur macht der Dieselpreis bei den Betriebskosten einen kleineren Anteil aus, als der Bezinpreis für die Betriebskosten eines PKW. Selbst auf verdieselten Strecken sollte die Teuerung geringer ausfallen, als beim privaten Auto. Ganz abgesehen davon wird der viel größere Teil mit Strom gefahren. Aber als Ausrede für eine Fahrpreiserhöhung ist es immer gut.
Zumal die DB und der ÖPNV nicht die vollen Steuern und Abgaben bezahlen müssen.
Macht ich schon immer so! -> kein Auto ;)
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 29.02.2012, 08:51 (vor 5154 Tagen) @ ICE-T-Fan
Zumal die DB und der ÖPNV nicht die vollen Steuern und Abgaben bezahlen müssen.
Inwiefern zahlen die DB und der ÖPNV verringerte Steuern und Abgaben beim Dieselkraftstoff?
Macht ich schon immer so! -> kein Auto ;)
ICE-T-Fan, Mittwoch, 29.02.2012, 09:12 (vor 5154 Tagen) @ Fabian318
Gab es mal, wurde aber im Falle von Berlin ( http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=Mineral%C3%B6lsteuer+%C3%B6pnv&sourc... ) wohl wieder aufgehoben.
Gibt aber die Initiative, die Mineralölsteuer für den ÖPNV aufzuheben -> http://roter-renner.de/detail/datum/2012/02/22/bdo-weg-mit-mineraloelsteuer-im-oepnv.html
Macht ich schon immer so! -> kein Auto ;)
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 29.02.2012, 09:26 (vor 5154 Tagen) @ ICE-T-Fan
Gab es mal, wurde aber im Falle von Berlin ( http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=Mineral%C3%B6lsteuer+%C3%B6pnv&sourc... ) wohl wieder aufgehoben.
Zurzeit gibt es in der Tat einen geringeren Steuersatz (um 54,02 Euro für 1000 L Diesel) für Diesel, der bspw. für Linienfahrten genutzt wurde. Dies entspricht einem Rabatt von rund 10 %.
ÖPNV zumindest bei uns voll besteuert.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 29.02.2012, 09:19 (vor 5154 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hallo ICE-T-Fan,
Zumal die DB und der ÖPNV nicht die vollen Steuern und Abgaben bezahlen müssen.
Nope, zumindest bei uns bezahlt man den vollen Steuerbetrag.
Nur Diesel, der nicht der Fortbewegung eines konventionellen oder kommerziellen Fahrzeugs (PKW, LKW, Bus) dient, ist niedriger besteuert. Dazu gehören:
1. Landwirtschaftsfahrzeuge (Trecker, Erntemaschinen)
2. Straßenbaufahrzeuge (Asphaltfräse, Straßenwalze, Bulldozer, Raupenbagger, aber nicht die gummibereiften Bagger)
3. die Berufsschifffahrt
4. stationäre Anlagen (Generatoren, Holz- und Metallshredder)
5. mobile Anlagen, wobei der rote Diesel sich in einem separaten Kraftstofftank befinden muss und nicht für die Fortbewegung des Tragerfahrzeugs verwendet werden darf.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Danke für diesen tollen Beitrag!
GUM, Mittwoch, 29.02.2012, 10:23 (vor 5154 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 29.02.2012, 10:24
Hallo ICE-Fans,
bei Facebook hat man es dieser Zeit nicht leicht.
Ständig Aufrufe Donnerstag (ggf. bis Sonntag) nicht zu tanken.
Ich habe stattdessen folgendes geschrieben:
Liebe deutsche Freunde, bitte schickt mir KEINE ANREGUNGEN ZUM TANKSTELLEN-BOYKOTT.
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gruß,Oscar (NL).
Ich sehe das ganz genauso! Auch wenn ich 23 Jahre ganz ununterbrochen ohne Auto nicht schaffen werde. Für die wenigen Fahrten, für die ein Auto von mir wirklich gebraucht wird gibt´s ja diverse Mietwagenunternehmen und Carsharing Organisationen.
Danke auch für den Hinweis, dass die facebook Gruppe inzwischen gelöscht worden ist. Dies zeigt wieder einmal den Einfluss der Autolobby auf das private Datensammel- und Werbungsverschick-Unternehmen facebook.
Meine persönliche Botschaft an alle die weiterhin Autofahren möchten lautet:
1.) In einem ersten Schritt kann jeder ja beim Neuwagen-/Gebrauchtwagenkauf einen Motor herunterschalten. Sprich: Es muss keine PS-Zahl mehr jenseits der 100er Marke sein.
2.) Den nächsten Beitrag, den Ihr im "Mobiles Leben"-Teil oder der Auto Bl*d Zeitung findet einmal gründlich linguistisch analysieren. Da werdet Ihr dann fündig.
Manchmal werden dort religiöse und emotionalisierende Motive verwendet wie hier:
Ein kurzes Zitat daraus:
"Aufsehen? Erregend. Ein Auto, konstruiert von den Machern des Todessterns, erschaffen [Heraushebung von mir] irgendwo unter Sant'Agata und verkauft an jene, [...] dann aber doch lieber reich geworden sind. Man sitzt tief, Auge in Auge [...], inmitten eines Monocoques aus Kohlefaser."
Um die Käufer in teurere und gewinnbringendere Motorvarianten upzusellen werden dann gerne auch mal abgrenzende und wertende Begriffe verwendet.
Bei einem fiktiven Neuwagen:
So lautet die Ansage für die teurere Variante: "Der Pilot vertraut hier auf die Krafte eines Triebwerks mit ... , welches das Auto von 0-100 katapultiert."
Die Ansage für das Brot-und-Butter-Modell (auch wieder eine Wertung) mit gleichem Gehäuse: "Der Fahrer kann insbesondere auf der Landstraße mit dem kraftlosen Motor nur wenig Überholmanöver wagen. Trotz des hohen Innenraumangebotes wirkt das Fahrzeug nicht sehr spritzig."
Etc. etc. etc.
Wer also die Werbesprache durchschaut hat, der wird keine "Chromleisten an den Seitenfenstern" zum sagenhaft günstigen Preis von 240,-- Euro mehr erwerben (Selbstkosten wohl unter 10 Euro), um sein Fahrzeug aufzuwerten oder zu individualisieren.
Der erste Schritt zu mehr Umweltschonung ist es also, die Tricks der Werbung und Autoindustrie zu durchschauen und das Auto auf den wesentlichen Transportzweck zu reduzieren.