Gastronomie im ICE 501 (Allgemeines Forum)

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Sonntag, 08.06.2008, 00:08 (vor 6446 Tagen) @ Frank Augsburg

Hallo Frank,
Hallo Christian,

ich kann mich euren Beiträgen nur anschließen. Der Fernverkehr wird in vielen Bereichen immer schwächer. Natürlich kann es hier und da mal einen Mangel geben, Fahrgäste sich schlecht benommen haben, was auch immer. Aber es fällt ganz deutlich auf, dass immer weniger in die Instandhaltung des Innenraums investiert wird. im Tz 203 ("Cottbus") fehlt schon seit einiger Zeit ein kompletter Sitz, in den ICE2 sind die Armlehnen und viele Teppiche total abgelaufen, abgegriffen. Auch in den neueren Zügen ICE1-Redesign und ICE3 sind die Teppiche in vielen Bereichen total versifft. Wegen der straffen Umläufe und der nicht vorhandenen Resernven fehlt wohl zum Teil die Möglichkeit sich intensiv darum zu kümmern, jedoch vermisse ich auch andererseits den Willen ein Spitzenprodukt auf die Beine zu stellen. Ähnlich wie Frank angemerkt hat, bestelle ich nicht ein Gericht im Bistro des IC sondern frage, ob es noch da ist. So weit ist es schon gekommen. An den Mitarbeitern an der Basis liegt das mit Sicherheit nicht. Mein Arbeitgeber ist wahrlich nicht perfekt und oft drehen wir uns im Kreis um am Ende wieder am Anfang zu stehen, aber die DBler müssen massenhaft den Krampf ausbaden, der von oben verordnet wird. In einem Zug ohne ausländische Gäste muss sich da schon mal der ältere, kurz vor der Rente stehende Zugchef aus Leipzig, da eine englische Ansage rauskrampfen, über die ein drittel der Fahrgäste grinst, ein Drittel lacht und die ein weiteres Drittel gar nicht wahr nimmt. Gleichzeitig fehlen im Zug Mülleimer, Sitze, Klopapier und im Bordrestaurant gibt es mal wieder keine gezapften Getränke weil die Kühlung kaputt ist und Speisen, die gekühlt werden müssen, dürfen auch nicht mehr verkauft werden, weil die Kühlung ausgefallen ist.

Ich sage an dieser Stelle mal ganz groß DANKE an die Mitarbeiter, die trotz dieser ganzen Widrigkeiten, die ihnen der Arbeitgeber zumutet, gute Arbeit leisten. Es gibt wirklich viele Leute, für die ist das kein Job sondern ein Beruf.

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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