Ein Unternehmen mit verschiedenen Bedingungen (Fahrkarten und Angebote)
Matthias, Samstag, 14.01.2012, 15:33 (vor 5408 Tagen)
Hallo,
warum gelten bei den verschiedenen zu Veolia Verkehr gehörenden Unternehmen in Deutschland keine einheitlichen Bedingungen bezügl. des Fahrpreises ?
Beispiel:
Nordwestbahn akzeptiert Sparpreistickets der Deutschen Bahn
WEG akzeptiert keine Sparpreistickets
BOB akzeptiert keine Sparpreisrickets
Alle genannten gehören der Veolia Verkehr an.
Weiß jemand warum das so ist mit den Preisen ?
Gruß
Matthias
Ein Unternehmen mit verschiedenen Bedingungen
sflori, Samstag, 14.01.2012, 18:03 (vor 5407 Tagen) @ Matthias
bearbeitet von sflori, Samstag, 14.01.2012, 18:04
warum gelten bei den verschiedenen zu Veolia Verkehr gehörenden Unternehmen in Deutschland keine einheitlichen Bedingungen bezügl. des Fahrpreises ?
Spekulation: Vielleicht wars Bedingung bei einer der Ausschreibungen?
Da die Unternehmen ja eigenwirtschaftlich handeln, kanns natürlich auch sein, dass die Vereinbarungen mit der DB zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Ergebnissen getroffen wurden...
Kann natürlich auch sein, dass die DB unterschiedliche Gelder dafür auszahlt, dass man ihre Sparpreise akzeptiert. Vielleicht rechnet sich das bei einer Strecke, bei einer anderen jedoch nicht...
Bye. Flo.
NE-Anstoßtarife
Giovanni, Samstag, 14.01.2012, 19:42 (vor 5407 Tagen) @ Matthias
bearbeitet von Giovanni, Samstag, 14.01.2012, 19:43
Hallo,
warum gelten bei den verschiedenen zu Veolia Verkehr gehörenden Unternehmen in Deutschland keine einheitlichen Bedingungen bezügl. des Fahrpreises ?
Beispiel:
Nordwestbahn akzeptiert Sparpreistickets der Deutschen Bahn
WEG akzeptiert keine Sparpreistickets
BOB akzeptiert keine Sparpreisrickets
Entgegen der Kreuzliste akzeptieren inzwischen alle dort erwähnten Unternehmen den Sparpreis.
Dabei wird bei WEG und BOB auf den normalen Sparpreis der Teil der zum NE-Anstoßtarif abgewickelt wird ohne Rabatt aufaddiert.
Sollte das nicht funktionieren bitte Fehler melden - der entsprechende Nordbahn-Bug wurde inzwischen gefixt:
http://ice-treff.de/index.php?id=161629
Alle genannten gehören der Veolia Verkehr an.
Und?
Die UBB gehört auch 100% der DB, wendet aber trotzdem den NE-Anstoßtarif an.
DB Fernverkehr gehört auch 100% der DB, wendet aber trotzdem den NE-Anstoßtarif an (Usedom).
DB Regio gehört auch 100% der DB, wendet aber trotzdem den NE-Anstoßtarif an (Usedom).
DB Erzgebirgsbahn gehört auch 100% der DB, wendet aber trotzdem einen inkompatiblen Haustarif an (Berlin).
Zwischen Leipzig Hbf und Leipzig-Paunsdorf gilt in der MRB11 der normale DB-Tarif.
In der MRB113 gilt nur der im Regelfall teurere NE-Anstoßtarif
Weiß jemand warum das so ist mit den Preisen ?
Durch das Tarifmonopol der DB sind alle privaten Eisenbahnunternehmen gezwungen die gleichen Rabatte zu akzeptieren.
Wenn der deutsche Anteil an einem Ticket Österreich - Salzburg - Remscheid 12€ beträgt (selbst so gebucht, ohne BC!) dann verteilen sich die Einnahmen entsprechend der Tarifkilometer. Das sind grob übern Daumen etwa 750, wobei auch noch ICE-Zuschläge berücksichtigt werden müssten.
Für die 18 Tarifkilometer von Solingen bis Remscheid würde der Betreiber der RB47 im besten Fall 29 Cent kassieren. Nach NE-Anstoßtarif würde er hingegen 4,10€ kassieren - d.h. den 14fachen Betrag.
Wobei: Die Zahl der betroffenen Fahrgäste ist überschaubar und der Rabatt liegt in ähnlichen Dimensionen wie bei Ländertickets oder Pendlerzeitkarten.
Übrigens:
Einige touristische Bahnen wie die Harzer Schmalspurbahn machen überhaupt nicht im DB-Tarif mit. Gleiches gilt auch für Saarbahn und die Eisenbahngesellschaft Potsdam.
Letztere fährt nur einige Schülerzüge im VBB im Auftrag des örtlichen Busunternehmens - die Einnahmen würden vermutlich von den Verwaltungskosten aufgefressen.
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)