UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 09.01.2012, 19:04 (vor 5203 Tagen)
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 09.01.2012, 19:06
Hallo ICE-Fans,
in England ist das Projekt "High Speed 2" angenommen worden. Mit diesem Projekt sollen hochwertige Bahnverbindugen von London Richtung Merseyside (Liverpool, Manchester, Sheffield, Leeds) und Edinburgh/Glasgow entstehen.
Die Geschäftsführenden freuen sich darüber, aber die Meinungen des Volkes sind bestenfalls verteilt, durften sogar eher negativ sein.
Man kann darüber streiten ob UK ein Netz braucht wie in Frankreich (also Flugstrecken auf Höhe null, London-Irgendwo) oder das typisch deutsche Fleckenteppich oder sogar ein ITF wie in der Schweiz. Aber grundsätzlich ist man der Meinung, dass das Argument "es soll nicht sein dass Saudiarabien und Marokko mehr Rennbahnen als wir haben" keineswegs ausschlaggebend sein sollte (eine Meinung die ich teile).
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
ice-t-411, Montag, 09.01.2012, 19:19 (vor 5203 Tagen) @ Oscar (NL)
Hi!
In dem Artikel wird argumentiert, dass weniger direkte Züge nach London fahren würden sondern stattdessen mehr Umsteigeverbindungen über Birmingham. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen, selbst wenn man auf der HS2 Züge nach europäischen Lichtraumprofil einsetzt, spricht nichts dagegen auch Züge mit britischem Profil darüber zu führen, die weitere Städte anlaufen.
Gruß
Johannes
--
Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)
Alle Angaben ohne Gewähr!
400km/h? Flottes Bestandsnetz
Giovanni, Montag, 09.01.2012, 21:04 (vor 5202 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo ICE-Fans,
in England ist das Projekt "High Speed 2" angenommen worden. Mit diesem Projekt sollen hochwertige Bahnverbindugen von London Richtung Merseyside (Liverpool, Manchester, Sheffield, Leeds) und Edinburgh/Glasgow entstehen.
Deshalb will man 250 mph bzw 400 km/h?
Hochwertige Bahnverbindungen existieren schon heute:
London - Liverpool 2h08 (193,5mi / 311,5km)
London - Manchester 2h07 (187mi / 301km) - im 20min-Takt!
London - Glasgow 4h31 (401,5mi / 646,5km)
London - Leeds ab 2h13 (185,5mi / 298,5km)
London - Edinburgh 4h20 (393mi / 633km)
London - Sheffield 2h05 (167,5mi / 270km) - nicht elektrifizierte Strecke
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
400km/h? Flottes Bestandsnetz
Mario, Montag, 09.01.2012, 21:50 (vor 5202 Tagen) @ Giovanni
Deshalb will man 250 mph bzw 400 km/h?
Die Strecke soll dafür ausgelegt sein, doch ob diese Geschwindigkeit in absehbarer Zeit wirklich gefahren wird, steht auf einem ganz anderen Papier. Wenn die Züge hier mit 300 oder 320 km/h fahren, dann ist das schonmal ein Riesenfortschritt. Es ist jedenfalls absolut zukunftssicher, neue HGV-Strecken mit gewissen Reserven auszulegen, was ja letztendlich auch dem Fahrkomfort zu Gute kommt.
Flottes Bestandsnetz! Vergleich Berlin-München
naseweiß, Montag, 09.01.2012, 22:07 (vor 5202 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von naseweiß, Montag, 09.01.2012, 22:08
Deshalb will man 250 mph bzw 400 km/h?
Hochwertige Bahnverbindungen existieren schon heute:
London - Glasgow 4h31 (401,5mi / 646,5km)
Macht im Schnitt 144 km/h.
Im Endausbau nur noch 03:30 h (Wiki), dann Schnitt 185 km/h.
.
Im Eisenbahnforum hatten wir das mal mit Berlin-München verglichen.
Berlin-München, über Ingolstadt, Frankenwald, Halle mit 655 km (Wiki)
aktuelle Nichtneige-L28.1 ca. 05:55 h => Schnitt 111 km/h
Berlin-München, zukünftig über drei SFS (Ingolstadt-Erfurt-Halle): 617 km (Wiki)
mutmaßlicher 300er-Sprinter ca. 03:45 h => Schnitt 164 km/h
mutmaßliche 230/250er-Taktzüge*, deutlich mehr Halte* ca. 04:15 h* => 145 km/h
.
* Anmerkung zu den Taktzügen: Erforderte wohl Umstieg Nürnberg oder Erfurt, da Taktzüge vermutlich nur Ingolstadt-Leipzig oder Augsburg-Halle, also nicht direkter Weg wie Sprinter.
--
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Flottes Bestandsnetz! Vergleich Berlin-München
Giovanni, Dienstag, 10.01.2012, 01:04 (vor 5202 Tagen) @ naseweiß
Deshalb will man 250 mph bzw 400 km/h?
Hochwertige Bahnverbindungen existieren schon heute:
London - Glasgow 4h31 (401,5mi / 646,5km)
Macht im Schnitt 144 km/h.
Im Endausbau nur noch 03:30 h (Wiki), dann Schnitt 185 km/h.
2008 wurden laut Virgin immerhin 4h09 planmäßig gefahren - 155,8km/h.
http://www.virgintrains.co.uk/assets/pdf/media-room/fact-sheet.pdf
Der Rekord liegt bei 3h55: Testfahrt, aber womöglich unter Einhaltung der Limits.
Das erinnert dann schon an Köln Hbf - Frankfurt Hbf.
Wobei mich schon verwundert, dass die Strecke teils mit den kleinen Super Voyager Dieseltriebwagen gefahren wird.
Aber Hochgeschwindigkeitsverkehr (Vmax 200km/h) im 20min-Takt? Das gibt es bei uns nicht. Die hohen Reisegeschwindigkeiten sind bei uns auch eher selten anzutreffen.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
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London-Glasgow vs. Berlin-München
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 10.01.2012, 08:35 (vor 5202 Tagen) @ naseweiß
London - Glasgow 4h31 (401,5mi / 646,5km)
Macht im Schnitt 144 km/h.
Berlin-München, zukünftig über drei SFS (Ingolstadt-Erfurt-Halle): 617 km (Wiki)
mutmaßlicher 300er-Sprinter ca. 03:45 h => Schnitt 164 km/h
mutmaßliche 230/250er-Taktzüge*, deutlich mehr Halte* ca. 04:15 h* => 145 km/h
Sehr interessant.
Der Soll-Schnitt Berlin-München ist also mit 3 Rennbahnen nur marginal besser als der Ist-Schnitt London-Glasgow, während die englischen Züge aktuell nicht über Rennbahnen fahren...
Man würde fast sagen, der ganze deutsche Rennbahnkirmes wäre gar nicht nötig. Daher folgende Fragen:
1. Die englischen Züge halten viel weniger? (nur Birmingham und Manchester?)
2. Die englischen Züge können ihre 200-230 km/h über viel längere Strecken ausfahren?
3. Die englischen Züge spielen die Vorteile der Neigetechnik besser aus?
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
London-Glasgow vs. Berlin-München
ice-t-411, Dienstag, 10.01.2012, 09:04 (vor 5202 Tagen) @ Oscar (NL)
Hi!
1. Die englischen Züge halten viel weniger? (nur Birmingham und Manchester?)
Nicht unbedingt aber teilweise schon. In England geht ähnlich wie
2. Die englischen Züge können ihre 200-230 km/h über viel längere Strecken ausfahren?
Ja, quasi die komplettte Bestandsstrecke ist für 125mph (=201km/h) ausgebaut und kann von den Virgin-Triebwagen komplett ausgereizt werden. Zusätzlich kommt dazu, dass der Güterverkehr in England so massiv zusammengebrochen ist, dass es kaum Behinderungen gibt. Und Nahverkehr findet auch eher wenig statt.
3. Die englischen Züge spielen die Vorteile der Neigetechnik besser aus?
Die Strecke ist einfach schon von vornherein schneller und gerader. Schon die HST sind hier auf vielen Abschnitten 201 km/h gefahren. Mit der Neigetechnik kann Virgin jetzt auch die Abschnitt auf denen vorher z.B. nur 160 km/h möglich war noch schneller befahren.
Das wäre in etwa so als würde man Berlin-Hamburg mit Neigetechnik komplett mit 230 km/h befahren und damit vielleicht auch von neuen Hbf die 1:30 wieder knacken.
Aber auf der Frankenwaldbahn gibts da einfach nicht so viel zu gewinnen, selbst mit Neigetechnik ist die Durchschnittsgeschwindigkeit einfach nicht schnell genug.
Man darf auch nicht vergessen, dass zwischen Berlin und München zwar drei SFS liegen werden, deren Anteil an der Gesamtstrecke aber zusammen weniger als 50% beträgt:
NIM: 77,4 km
Ebensfeld-Erfurt: 106,8 km
Erfurt-Halle/Leipzig: 123 km (bis Halle evtl. sogar kürzer)
Gesamt: 307,2 km
Gesamtstrecke (laut vorigem Beitrag): 617 km
Anteil SFS: 49,7 %
Auf der restlichen Strecke kann zwar im Endausbau, abgesehen von einem kurzen Abschnitt vor Ingolstadt, Nürnberg-Fürth-Eltersdorf und Halle 200-230 km/h gefahren werden, aber immer im Mischverkehr. Dafür ist ein Schnitt von 164 km/h nicht so schlecht.
Gruß
Johannes
--
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London-Glasgow vs. Berlin-München
Giovanni, Dienstag, 10.01.2012, 10:11 (vor 5202 Tagen) @ ice-t-411
Hi!
1. Die englischen Züge halten viel weniger? (nur Birmingham und Manchester?)
Nicht unbedingt aber teilweise schon. In England geht ähnlich wie
Insgesamt hält der Zug typischerweise an 6 Unterwegsstationen.
Dabei werden weder Birmingham noch Manchester angefahren - beide haben leistungsfähige Umfahrungen.
Der 4h08-Sprinter hatte nur in Preston gestoppt.
2. Die englischen Züge können ihre 200-230 km/h über viel längere Strecken ausfahren?
Ja, quasi die komplettte Bestandsstrecke ist für 125mph (=201km/h) ausgebaut und kann von den Virgin-Triebwagen komplett ausgereizt werden. Zusätzlich kommt dazu, dass der Güterverkehr in England so massiv zusammengebrochen ist, dass es kaum Behinderungen gibt. Und Nahverkehr findet auch eher wenig statt.
Das ist falsch: Die Strecke wickelt den Großteil des britischen Güterverkehrs ab und der Nahverkehr ist im südlichen Teil auch sehr dicht.
Da die Strecke dort aber durchgehend viergleisig bzw im Bereich der London Overground sogar sechsgleisig ist, kann der Fernverkehr dort problemlos laufen.
3. Die englischen Züge spielen die Vorteile der Neigetechnik besser aus?
Die Strecke ist einfach schon von vornherein schneller und gerader. Schon die HST sind hier auf vielen Abschnitten 201 km/h gefahren. Mit der Neigetechnik kann Virgin jetzt auch die Abschnitt auf denen vorher z.B. nur 160 km/h möglich war noch schneller befahren.
Nicht ganz: Da die HST vor dem 201km/h-Upgrade von der Strecke abgezogen wurden, dürfte das nicht zutreffen. Aber 177km/h sind die damals schon gefahren.
Das wäre in etwa so als würde man Berlin-Hamburg mit Neigetechnik komplett mit 230 km/h befahren und damit vielleicht auch von neuen Hbf die 1:30 wieder knacken.
Vorstellbar.
Aber auf der Frankenwaldbahn gibts da einfach nicht so viel zu gewinnen, selbst mit Neigetechnik ist die Durchschnittsgeschwindigkeit einfach nicht schnell genug.
Man darf auch nicht vergessen, dass zwischen Berlin und München zwar drei SFS liegen werden, deren Anteil an der Gesamtstrecke aber zusammen weniger als 50% beträgt:
NIM: 77,4 km
Ebensfeld-Erfurt: 106,8 km
Erfurt-Halle/Leipzig: 123 km (bis Halle evtl. sogar kürzer)
Gesamt: 307,2 km
Gesamtstrecke (laut vorigem Beitrag): 617 km
Anteil SFS: 49,7 %Auf der restlichen Strecke kann zwar im Endausbau, abgesehen von einem kurzen Abschnitt vor Ingolstadt, Nürnberg-Fürth-Eltersdorf und Halle 200-230 km/h gefahren werden, aber immer im Mischverkehr. Dafür ist ein Schnitt von 164 km/h nicht so schlecht.
Die Betrachtung ist natürlich von der Definition "Schnellfahrstrecke" abhängig.
--
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London-Glasgow vs. Berlin-München
ice-t-411, Dienstag, 10.01.2012, 13:57 (vor 5202 Tagen) @ Giovanni
Hi!
Die Betrachtung ist natürlich von der Definition "Schnellfahrstrecke" abhängig.
Gut, SFS ist nach EU-Definition wohl ab 200 km/h, HGV ab 250 km/h...
Gruß
Johannes
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London-Glasgow vs. Berlin-München
JW, Dienstag, 10.01.2012, 22:07 (vor 5201 Tagen) @ ice-t-411
Hallo Johannes,
Gut, SFS ist nach EU-Definition wohl ab 200 km/h, HGV ab 250 km/h...
Für die EU beginnt High-Speed bei 190km/h. Es gibt nur zwei Regelwerke für Conventional-Rail und High-Speed.
Ab 250km/h sind nur einige Fahrzeugparameter verschärft. Insbesondere ist die Achslast auf 17t beschränkt.
Gruß Jörg
London-Glasgow vs. Berlin-München
Holger2, Dienstag, 10.01.2012, 22:37 (vor 5201 Tagen) @ Giovanni
Hallo,
also meiner Erinnerung nach ist die Strecke zwischen London und Rugby tatsächlich 4gleisig, aber zumindest hinter Crewe wird sie dann zweigleisig (zwischen Crewe und Rugby bin ich mir nicht sicher).
Und das ist die Hauptstrecke für Züge von London nach Birmingham, Manchester, Glasgow und Chester - also mindestens 6 Intercity pro Stunde.
Holger
London-Glasgow vs. Berlin-München
ITF, Mittwoch, 11.01.2012, 14:20 (vor 5201 Tagen) @ Oscar (NL)
Man würde fast sagen, der ganze deutsche Rennbahnkirmes wäre gar nicht nötig. Daher folgende Fragen:
1. Die englischen Züge halten viel weniger? (nur Birmingham und Manchester?)
Das stimmt. Insbesondere auf der West-Coast-Mainline erinnert der Fahrplan sehr starkt an einen TGV Fahrplan, nur das auf einer ABS statt NBS gefahren wird.
die Pendolini fahren in der Provinz los, halten in ihrem Startgebiet ein paar mal und fahren dann ab einer bestimmten Station nonstop nach London. Das ganze ist sehr zentralistisch auf London ausgerichtet.
2. Die englischen Züge können ihre 200-230 km/h über viel längere Strecken ausfahren?
Ja, vor allem gibt es lange Srecken ohne Halt und irgendwelche Geschwindigkeitseinbrüche. Die Schnellzüge von Glasgow fahren z.B. in der Regel ab Warrington für die letzten 2 Stunden bis London ohne Halt und weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen durch.
Dabei haben die britischen Eisenbahnpioniere weitsichtig geplant und die Strecke an jeglichem größeren Zwangspunkt (Liverpool, Manchester, Birmingham, Nottingham) vorbei gebaut.
3. Die englischen Züge spielen die Vorteile der Neigetechnik besser aus?
Auf jeden Fall dürfen die Pendolini in UK auch im Geschwindigkeitsbereich oberhalb von 160km/h pendeln. Warum das in D nicht geht, habe ich nie begriffen...
London-Glasgow vs. Berlin-München
ice-t-411, Mittwoch, 11.01.2012, 18:40 (vor 5201 Tagen) @ ITF
Hi!
Auf jeden Fall dürfen die Pendolini in UK auch im Geschwindigkeitsbereich oberhalb von 160km/h pendeln. Warum das in D nicht geht, habe ich nie begriffen...
Natürlich ginge das. In Deutschland scheitert es daran, dass man die LZB nicht soweit aufgebort hat, dass sie einen Neigetechnikzug von einem anderen Unterscheiden könnte. ETCS soll das ab Version 3.0 können (eigenes Profil für Neigetechnik). In England hat man nicht so viel Angst und benutzt eine recht einfache Mehrbereichssignalisierung ohne jegliche Fahrerstandssignalisierung.
Andererseits halten sich die Abschnitt wo man mit Neigetechnik schneller als 160 km/h fahren kann in Deutschland auch in Grenzen. Langfristig wohl Ruhrgebiet-Hamburg/Berlin und Berlin-Hamburg. Aber ob der Fahrzeitunterschied hier den Aufwand rechtfertigt ist eine andere Frage.
Gruß
Johannes
--
Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)
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London-Glasgow vs. Berlin-München
ITF, Mittwoch, 11.01.2012, 23:03 (vor 5200 Tagen) @ ice-t-411
Hi!
Natürlich ginge das. In Deutschland scheitert es daran, dass man die LZB nicht soweit aufgebort hat, dass sie einen Neigetechnikzug von einem anderen Unterscheiden könnte. ETCS soll das ab Version 3.0 können (eigenes Profil für Neigetechnik). In England hat man nicht so viel Angst und benutzt eine recht einfache Mehrbereichssignalisierung ohne jegliche Fahrerstandssignalisierung.
Welche Technik auch immer, Fakt ist, dass es in UK funktioniert und D nicht!
Ich kann mich entsinnen, dass man sogar mal ernsthaft ueberlegt hat mit den selben Signalen eine neuen Aspekt zu installieren (irgendetwas sollte blinken oder so) und dann sogar 220 mit herkoemmlichen Signalen zu fahren. Aber hier hat dann wohl doch die Vernunft gesiegt.
Andererseits halten sich die Abschnitt wo man mit Neigetechnik schneller als 160 km/h fahren kann in Deutschland auch in Grenzen. Langfristig wohl Ruhrgebiet-Hamburg/Berlin und Berlin-Hamburg. Aber ob der Fahrzeitunterschied hier den Aufwand rechtfertigt ist eine andere Frage.
Das wuerde ich deutlich zuversichtlicher sehen. Allein zwischen Hamburg-Berlin ist auf etwa 1/3 der Strecke weniger als 230km/h erlaubt. Gleichzeitig darf man dort fast ueberall mehr als 160km/h fahren. Ergo wuerde auf etwa einem Drittel der Strecke die Nutzung der Neigetechnik bei ueber 160km/h eine Beschleunigung bringen.
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
Holger2, Montag, 09.01.2012, 21:20 (vor 5202 Tagen) @ Oscar (NL)
Man kann darüber streiten ob UK ein Netz braucht wie in Frankreich (also Flugstrecken auf Höhe null, London-Irgendwo) oder das typisch deutsche Fleckenteppich oder sogar ein ITF wie in der Schweiz.
Hallo Oscar,
UK ist doch noch monozentrischer als Frankreich, wieso sollte UK darum einen ITF wie in der Schweiz benötigen.
Holger
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
Mario, Montag, 09.01.2012, 21:44 (vor 5202 Tagen) @ Holger2
UK ist doch noch monozentrischer als Frankreich, wieso sollte UK darum einen ITF wie in der Schweiz benötigen.
Richtung London macht es in der Tat wenig Sinn. Jedoch wäre es wichtig, vor allem im Bereich der Städteachsen Manchester/Liverpool/Leeds und später Edinburgh/Glasgow einen sehr gut zu den Nah- und Regionalbahnen abgestimmten Fahrplan zu bieten. Ob es dabei ein starrer ITF sein muss, ist dabei noch lange nicht gesagt. ITF ist nicht selten ein Hindernis für einen besser abgestimmten Gesamtverkehr.
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
ITF, Mittwoch, 11.01.2012, 14:08 (vor 5201 Tagen) @ Mario
England bräuchte sehr wohl eine Integralen Taktfahrplan. Die Franzosen machen es ja gerade vor, wie man auch in einem dünnbesiedelten monozentralisierten Land einen derartigen ITF umsetzt. UK ist allerdings dueltich dichter besiedelt als Frankreich. Dadurch sind auch die Anforderungen an die Verknüfung der Provinz viel stärker ausgeprägt. Daraus würde ich ableiten, dass England einen ITF viel nötiger Hat als Frankreich.
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
Holger2, Mittwoch, 11.01.2012, 22:46 (vor 5200 Tagen) @ ITF
Hallo,
naja, die Bevölkerung ist in UK aber sehr stark auf die Ballungsräume konzentriert. In Wales oder Schottland sieht das schon wieder ganz anders aus. Es gibt doch übrigens in England einen ganz guten Taktfahrplan.
Mit den Fernzügen sieht es allerdings so aus, dass man ohnehin von London nach (fast) überall gelangen kann, ohne umzusteigen. Da braucht man dann auch keinen ITF.
Das Eisenbahnsystem in UK ist übrigens weit besser, als sein Ruf.
Holger
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
ITF, Mittwoch, 11.01.2012, 23:38 (vor 5200 Tagen) @ Holger2
naja, die Bevölkerung ist in UK aber sehr stark auf die Ballungsräume konzentriert. In Wales oder Schottland sieht das schon wieder ganz anders aus.>
UK ist von der Siedlungsstrukur her mit Deutschland vergleichbar. Lediglich bei der Verkehrsstruktur sieht es etwas anders aus, bedingt durch den Londoner Zentralismus.
UK: 244 Mio qkm, 61 Mio EW
BRD (alt): 250 Mio qkm,~62 Mio EW
IT: 301 Mio qkm, 60 Mio EW
FR: 674 Mio qkm, 60 Mio EW
UK hat wie du schreibts teilweise sehr stark verdichtete Raeume auch ausserhalb von London. Und da die radial von London ausgehenden Strecken zumeist an den meisten grossen Staedten vorbeifuehren, ist der Bedarf nach zusaetzlichen Cross-Country Verbindungen sehr gross.
Es gibt doch übrigens in England einen ganz guten Taktfahrplan.>
Taktfahrplan ja, aber keinen integralen Taktfahrplan.
Mit den Fernzügen sieht es allerdings so aus, dass man ohnehin von London nach (fast) überall gelangen kann, ohne umzusteigen. Da braucht man dann auch keinen ITF.
Man kommt bei weitem nicht uebrall hin. Wer auf der East Coast Main Line unterwegs ist, kommt kaum ohne Umsteigen nach Bradford, Harrogate, Hull, Middelsborough oder Sunderland. Verbindungen in diese Grossstaedte sind auch nicht Teil der Ausschreibungsnetze. Hier ist man auf exzellente Umsteigeverbindungen angewiesen. Ein bisschen Ersatz gibt es mittlerweile durch diverse Open Excess Anbieter. Das kann aber aus meiner Sicht kein Ersatz fuer gute Anschluesse und einen ITF sein.
Das Eisenbahnsystem in UK ist übrigens weit besser, als sein Ruf.
Volle Zustimmung.
UK: landesweiter ITF gerechtfertigt?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 12.01.2012, 08:43 (vor 5200 Tagen) @ ITF
Es gibt doch übrigens in England einen ganz guten Taktfahrplan.>
Taktfahrplan ja, aber keinen integralen Taktfahrplan.
Wobhei man sich die Frage stellen kann, ob das für z.B. die Merseyside (Liverpool, Manchester, Sheffield, Leeds) notwendig ist.
Angeblich sollen dort Züge in 15-Minutentakt fahren, etwa genauso wie bei uns in der Randstad. Und ein genauer ITF hat die Randstad ja auch nicht (da wäre dann die Rede von +-Knoten und X-Knoten, bzw. 00/15/30/45 und 7,5/22,5/37,5/52,5).
Anders sieht's aus auf den Nord-Südstrecken oder sonstige Ost-Weststrecken.
Allerdings sollte es schon ITF-Studien gegeben haben, z.B. hier.
Ein bisschen Ersatz gibt es mittlerweile durch diverse Open Excess Anbieter.
Offene Ausschreitung, statt offene Ausschreibung...:)
Das sollte wohl Open Access heißen.
Das kann aber aus meiner Sicht kein Ersatz fuer gute Anschluesse und einen ITF sein.
Theoretisch braucht man einen "supervisor" der Takttrassen ausschreibt, welche dann konzessionsweise vergeben werden. So hat man unterschiedliche Anbieter auf gleicher Strecke und dennoch ITF.
In der harten Praxis funktioniert das weniger, weil die Bahngeschäfte auch Busnetze betreiben (zumindest bei uns in NL, UK wohl auch?) und Anschlüsse Bus/Bahn eine höhere Prio geben als Anschlüsse Fernzug/Fernzug. Bei uns hat Syntus damit neue Maßstäbe gesetzt. Vorerst gibt es dann den Nachteil, dass man übers Syntus-Netz hinaus nicht so gut vorankommt.
NS hatte das Problem aber dadurch gelöst, dass in Arnhem die ICs nach Utrecht und Nijmegen in 15-Minutentakt fahren; zudem ist Zutphen ein gedehnter 00/30 Knoten geworden.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
UK: High Speed 2 genehmigt, Meinungen verteilt
alleo, Dienstag, 10.01.2012, 11:39 (vor 5202 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo ICE-Fans,
in England ist das Projekt "High Speed 2" angenommen worden. Mit diesem Projekt sollen hochwertige Bahnverbindugen von London Richtung Merseyside (Liverpool, Manchester, Sheffield, Leeds) und Edinburgh/Glasgow entstehen.Die Geschäftsführenden freuen sich darüber, aber die Meinungen des Volkes sind bestenfalls verteilt, durften sogar eher negativ sein.
Man kann darüber streiten ob UK ein Netz braucht wie in Frankreich (also Flugstrecken auf Höhe null, London-Irgendwo) oder das typisch deutsche Fleckenteppich oder sogar ein ITF wie in der Schweiz. Aber grundsätzlich ist man der Meinung, dass das Argument "es soll nicht sein dass Saudiarabien und Marokko mehr Rennbahnen als wir haben" keineswegs ausschlaggebend sein sollte (eine Meinung die ich teile).
gruß,Oscar (NL).
Wie ist denn nun die Ankunft in London geregelt? Und wie wird die Verbindung zu HS1 hergestellt?
Anbindung London HS1/2 (mit ASCII-Art)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 10.01.2012, 12:50 (vor 5202 Tagen) @ alleo
Hallo alleo,
Wie ist denn nun die Ankunft in London geregelt?
Startort High Speed 2 ist entweder Euston oder Old Oak Common. Wiki dazu.
Und wie wird die Verbindung zu HS1 hergestellt?
Vermutlich etwa so:
HS2 Birmingham
_______________
<==============================================
\\ \\
\\ \\
\\ \\______
Euston---(Tube)---St. Pancras=============>
HS1 Eurotunnel
____
==== high speed
==== classic speed
---- London Underground
Zur Zeit ist noch unbekannt, wie man London Heathrow Airport anbinden möchte.
gruß,
Oscar (NL, wo St. Pancras ein Ort in der Nähe von Heerhugowaard ist).
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Anbindung London HS1/2 (mit ASCII-Art)
Mario, Dienstag, 10.01.2012, 14:07 (vor 5202 Tagen) @ Oscar (NL)
Startort High Speed 2 ist entweder Euston oder Old Oak Common. Wiki dazu.
Laut http://www.thetransportpolitic.com/wp-content/uploads/2010/03/United-Kingdom-HS2-Route-... ist der Startort Euston und Old Oak Common ist als Zwischenhalt geplant.
Und wie wird die Verbindung zu HS1 hergestellt?
Vermutlich etwa so:
HS2 Birmingham _______________ <============================================== \\ \\ \\ \\ \\ \\______ Euston---(Tube)---St. Pancras=============> HS1 Eurotunnel ____ ==== high speed ==== classic speed ---- London Underground
Zur Zeit ist noch unbekannt, wie man London Heathrow Airport anbinden möchte.
Die Skizze stimmt so. Und die Anbindung von Heathrow Airport soll über Old Oak Common geschehen, wo man Anbindung an Crossrail und Heathrow Express haben soll.
Heathrow Anbindung
echter HGV, Dienstag, 10.01.2012, 20:22 (vor 5202 Tagen) @ Mario
Die Skizze stimmt so. Und die Anbindung von Heathrow Airport soll über Old Oak Common geschehen, wo man Anbindung an Crossrail und Heathrow Express haben soll.
Langfristig plant man aber eine direkte Anbindung an Heathrow. So steht es zumindestens im englischen Wikipedia Artikel (wenn ich es denn richtig verstanden habe, ich finde der ist schwer zu lesen). Ein direkter Halt am Flughafen ist meiner Meinung nach eigentlich unvermeidlich. So könnte man einen Haufen Anschlussflüge, ob GB oder sogar Europa (vielleicht könnte man sogar die Eurostar Sicherheitskontrollen nuten), einsparen und Heathrow würde nicht mehr kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Ein Großflughafen in der Mündung der Themse wird wohl immer Utopie bleiben.
Heathrow Anbindung
Mario, Dienstag, 10.01.2012, 22:11 (vor 5201 Tagen) @ echter HGV
Langfristig plant man aber eine direkte Anbindung an Heathrow. So steht es zumindestens im englischen Wikipedia Artikel (wenn ich es denn richtig verstanden habe, ich finde der ist schwer zu lesen). Ein direkter Halt am Flughafen ist meiner Meinung nach eigentlich unvermeidlich. So könnte man einen Haufen Anschlussflüge, ob GB oder sogar Europa (vielleicht könnte man sogar die Eurostar Sicherheitskontrollen nuten), einsparen und Heathrow würde nicht mehr kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Ein Großflughafen in der Mündung der Themse wird wohl immer Utopie bleiben.
Das Projekt "Thames-Hub", also eine neue und sehr umfangreiche neue Planung zu einem neuen Mega-Airport an der Thamesmündung wird ja gerade sehr stark von Lord Norman Foster und zwei Partners vorangetrieben. Der Bürgermeister von London, Boris Johnson ist jedenfalls sehr angetan davon. Und letztlich haben sie Recht, dann man kann in Heathrow noch so viele neue Terminals bauen wie man will, nur so lange man keine dritte oder gar vierte Landebahn bauen kann, kommt man in einigen Jahren an der absoluten Obergenze dort an. Zwar kann man immer größere Maschinen nach Heathrow einsetzen, doch damit ist dann irgendwann auch mal Schluss. Ein neuer und großer Flughafen ist unvermeidlich und da hat das Projekt Thames-Hub wirklich was. Es beinhaltet ja nicht nur den Flughafen sondern auch noch das neue Thames-Sperrwerk mit Gezeitenkraftwerk, viele neue Strecken für Regionalverkehr, HGV-Züge und Güterzüge und eine gemeinsame Freihandelszone mit dem auf der anderen Seite der Mündung neu entstehenden London Gateway, also einem neuen Containerterminal für die großen Ozeanriesen und dem bestehenden großen Thamesport im Süden.
Also ich bin diesem neuen Thames-Hub wesentlich optimistischer eingestellt, denn wenn London seinen Top-Platz in der Handelswelt nicht verlieren will, braucht er einen Mega-Airport, der auch für die Zukunft genug Raum bietet. Aus diesem Grund würde ich einen direkten Anschluss von Heathrow wirklich schwer überdenken. Und bis die HS2 gebaut ist, kann ja schon eine Entscheidung zu Gunsten des neuen Thames-Hubs gefallen sein. Aber Heathrow ist defintiv nicht die Zukunft von London.
OT: Heathrow-Zukunft
dobal, Mittwoch, 11.01.2012, 14:25 (vor 5201 Tagen) @ Mario
Also ich bin diesem neuen Thames-Hub wesentlich optimistischer eingestellt, denn wenn London seinen Top-Platz in der Handelswelt nicht verlieren will, braucht er einen Mega-Airport, der auch für die Zukunft genug Raum bietet. Aus diesem Grund würde ich einen direkten Anschluss von Heathrow wirklich schwer überdenken. Und bis die HS2 gebaut ist, kann ja schon eine Entscheidung zu Gunsten des neuen Thames-Hubs gefallen sein. Aber Heathrow ist defintiv nicht die Zukunft von London.
Der letzte mir bekannte Stand dazu ist folgender:
Regierung stoppt Pläne für Heathrow-Ausbau
-> Eine Lösung, die jedem Eisenbahn-Freund das Herz aufgehen lassen sollte. Ob das die Leute, die nach London fliegen wollen und in BHX landen sollen ähnlich sehen, sei dahingestellt
OT: Heathrow-Zukunft
Mario, Mittwoch, 11.01.2012, 21:32 (vor 5200 Tagen) @ dobal
Der letzte mir bekannte Stand dazu ist folgender:
Regierung stoppt Pläne für Heathrow-Ausbau
Dies galt jedoch noch für die alten Pläne, also nicht den aktuellen neuen Vorschlag von Foster mit diversen Änderungen und Verbesserungen. In der aktuellen Aero International ist dazu ein guter Bericht drin.
Heathrow Anbindung
heineken, Sonntag, 15.01.2012, 15:11 (vor 5197 Tagen) @ Mario
bearbeitet von heineken, Sonntag, 15.01.2012, 15:11
Also ich bin diesem neuen Thames-Hub wesentlich optimistischer eingestellt, denn wenn London seinen Top-Platz in der Handelswelt nicht verlieren will, braucht er einen Mega-Airport, der auch für die Zukunft genug Raum bietet.
Der »Top-Platz« in der Handelswelt besteht bezüglich UK noch aus zwei Aspekten:
– Die Finanz-»Industrie«, hier mit fleißigem Verkehr der ganzen Zahlenakrobaten von und nach London
– Den Import von Konsum- und Industriegütern, die mehrheitlich (!) eben nicht mehr in UK hergestellt werden.
Wie lange eine solche Mischung funktionieren wird, wird uns die Zeit zeigen.
Ich bin jedoch einigermaßen optimistisch, daß das ganze System eher früher als später von innen heraus erodieren wird.
High Speed 2 RG-Artikel
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 10.01.2012, 21:11 (vor 5201 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo ICEFans,
auch Railway Gazette berichtet jetzt.
Also ist geplant, Stufe 1 (2026):
+ Umbau des Startbahnhofs London Euston
+ Umsteigebahnhof bei Old Oak Common (Crossrail)
+ Flughafenbahnhof Birmingham Airport
+ Ausfahrt zum neuen Stadtbahnhof Birmingham Cruzon Street
Stufe 2 (2032):
+ Vervollständigung der Y-Trasse nach Manchester und Leeds
+ Vollanschluß London Heathrow Airport
+ Verbindungsstrecke HS1-HS2 allerdings "at classic speed"
Auch interessant:
By following in the footsteps of the 19th century railway pioneers, the government is signalling its commitment to providing 21st century infrastructure and connections, laying the groundwork for long-term, sustainable economic growth.
Gegner interpretieren das sehr gerne als/wie (?) "mit Technologie aus dem 19. Jahrhundert versuchen ein Problem des 21. Jahrhunderts zu lösen".
Offenbar sehen die gerne eine berührungsfreie Bahn = der neue InterCity125, der 125 Meter pro Sekunde fährt.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
UK: HS2 Fahrzeuge = Sardinenbüchse vs. Schienenkreuzfahrer?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 12.01.2012, 10:15 (vor 5200 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo ICE-Fans,
nochmal ein Nachtrag zum High Speed 2.
Interessant ist auch zu bedenken, was dort so alles an Fahrzeugen in Einsatz kommt.
Es sei die Rede von 400 m langen Zügen, in denen 1100 Fahrgäste Platz haben sollten.
Mal ein paar Vergleiche:
1. 2x IC230
Der ICx wird in diesem Forum gerne als "Pseudo-Hochgeschwindigkeits-Sardinenbüchse" bezeichnet. Mit edlem Reisen, wie im alten ICE 1, soll er ja kaum noch etwas zu tun haben.
Wenn man aber die Zahlen betrachtet, sollen in einem IC230 499 Fahrgäste einen Sitzplatz haben können. Eine Doppeltraktion hat also bei etwa der gleichen Länge 100 Plätze weniger als der vorgesehene HS2-Zug. Wer ist hier jetzt die Sardinenbüchse? Der ICx jedenfalls nicht!
2. BR 101 + 10 Bpmz + WRmz + 4 Apmz
15 Wagen je 26,4 m entspricht etwa 400 Meter; die A/B-Verteilung durfte zu England passen.
Ein Bpmz bietet 10*8 = 80 Plätze, ein Apmz etwa 9*6 = 54, das Resto 6*6 = 36.
Also haben wir 10*80 + 36 + 4*54 = 800 + 36 + 216 = 1052 Sitzplätze.
So ganz eng sind die IC-Wagen nicht. Würde man in jedem Bpmz eine Sitzreihe extra einreihen, käme man auf 1092 Sitzplätze, und man hätte nach wie vor akzeptables Komfort.
3. 2x TGV Duplex
Eine Garnitur soll 545 Plätze aufweisen; mit einer Doppeltraktion kommt man also fast an die Wunschzahl.
Ist der TGV Duplex unkomfortabel? Nein, kann ich nicht sagen.
4. 1x "TGV Duplex extralang"
Eine Dotra TGV Duplex hat nicht weniger als 4 Loks. Es wäre eine Idee, auf den mittleren Loks zu verzichten und die Leistung dieser Loks über den Zug zu verteilen. Damit kann man 40 m extra Fahrgastraum schaffen, bevor man auf das 400 m-Limit zustößt. Das Endergebnis durfte ein sehr komfi Doppelstockzug sein.
5. 2x "AGV Duplex"
Dieses Jahr sollen bei NTV Italien die ersten AGV verkehren: TGVs mit verteiltem Antrieb, ohne Loks. Was spricht dagegen, diese Züge doppelstöckig zu konzipieren?
Während 2x TGV Duplex nur 320 m Fahrgastraum hat, sind es bei 2x AGV Duplex etwa 380m, bei 1x AGV Duplex extralang sogar 390 m. Dann kommen schon mal wieder Gedanken am Priestmangoode Mercury: ein stahlbereifter Hochgeschwindigkeits-Schienenkreuzfahrer.
gruß,
Oscar (NL).
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Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Visualisierung HS2
ABRob, Bad Oeynhausen, Sonntag, 15.01.2012, 22:16 (vor 5196 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ABRob, Sonntag, 15.01.2012, 22:16
Es gibt ein kleines Video, dass den Bahnverkehr mit und ohne HS2 über den Tag visualisiert:
http://www.guardian.co.uk/news/datablog/video/2012/jan/12/high-speed-2-hs2-rail-britain...