Skandal/Südkor. Reisepass gilt neuerdings als MVV-Karte (Allgemeines Forum)
GUM, Freitag, 28.11.2008, 17:37 (vor 6384 Tagen)
bearbeitet von GUM, Freitag, 28.11.2008, 17:42
@Alle:
Wollte mir einfach einmal Luft verschaffen: Offensichtlich gilt (neuerdings)
ein südkoreanischer Reisepass auch als MVV-Karte. Dies hat mich wirklich geärgert, da Monatskarten jedes Jahr teurer werden und die Zahl der Schwarzfahrer nicht unbedingt abnimmt.
Vorhin in der S-Bahn-München: Ein südkoreanischer/leitender Mitarbeiter eines Münchner IT-Unternehmens fährt zwischen den beiden Standorten München-S*** und München-F*** OHNE Fahrschein.
Der Kontrolleur läßt sich nur KURZ den Reisepass zeigen, schreibt keine Daten auf und füllt dann ein leeres Kontrollformular aus. Offensichtlich entsprechend der (internen ?) Weisung wird dieses leere Formular dann abgeheftet. Vielleicht weil Strafen in Asien nicht eingetrieben werden können. Trotzdem gilt:
Folge 1:
Ich bin jetzt stinksauer, denn ab sofort gilt wohl ein südkorean.Reisepass als MVV-Ticket. Ich habe es leider ganz explizit und aus einer Entfernung von nur wenigen Zentimetern gesehen. Ich aber muß meine Monatskarte bezahlen.
Folge 2:
Mein Vertrauen in die DB Sicherheit von DB NETZE ist insoweit aber beibehalten, als die Mitarbeiter der DB Sicherheit KEINEN Gebrauch von einem großen Bündel Scheine gemacht haben, die der Südkoreaner beim (angeblichen) Fahrscheine suchen bereitgestellt hat.
Wollte das nur mal gesagt haben, da ich mich sonst noch eine Stunde weiterärgere !
Habt Ihr auch sowas schon erlebt ? Jetzt weiß ich auch gar nicht, ob ich mit der entsprechenden Waggon-Nr. ein Lob oder ein Ärger an die Bahn loslassen soll.
Skandal/Südkor. Reisepass gilt neuerdings als MVV-Karte
Steffen, Freitag, 28.11.2008, 18:04 (vor 6384 Tagen) @ GUM
Hallo GUM,
ich würde an Deiner Stelle mal ganz tief in Deiner Vergangenheit forschen, ob Du nicht auch südkoreanische Wurzeln hast oder eine andere Abstammung nachweisen kannst, und dort einfach einen Pass beantragen. Ist bestimmt billiger als eine MVV-Jahreskarte ;)
Vielleicht kann ja auch mein moldavischer Rotfuchs (auf dem Foto links) was drehen.
Wollte das nur mal gesagt haben, da ich mich sonst noch eine Stunde weiterärgere !
[...] Jetzt weiß ich auch gar nicht, ob ich mit der entsprechenden Waggon-Nr. ein Lob oder ein Ärger an die Bahn loslassen soll.
Da Du Dich ja ärgerst, würde ich das auch an die entsprechenden Stellen weiter geben! Ich finde eine solche Beschwerde angebrachter als wegen 10 Minuten Verspätung o.ä.. Auf die Antwort bin ich gespannt!
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Gesunder Humor, danke für den Beitrag !
GUM, Freitag, 28.11.2008, 18:22 (vor 6384 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von GUM, Freitag, 28.11.2008, 18:23
Danke für den Beitrag ! Ich lasse das erst mal "sacken". Wagen-Nr. und Zug und Richtung habe ich mal aufgeschrieben.
Mich hat's halt wirklich gestört und zwar nicht wegen dem Rassismus- oder Landmannschafts-Thema, sondern auch wegen der Art des Verhaltens des Reisenden.
(Man klebt ja gerne mal das Rassismus-Etikett an, wenn man sich über sowas aufregt). Ein geringes Verständnis habe ich bei wirklich armen Schluckern (z. B. osteuropäischen Wanderarbeitern), aber das Verhalten dieses Reisenden war wirklich extrem nervig:
1. Versuch war eine uralte, zusammengeknüllte Mehr-Personen-Tageskarte vom MVV. (Wer weiß, wie oft er mit diesem "Trick" schon durchgekommen ist.) In diesem Fall ist gut, dass die Fahrkartenautomaten auch das Verkaufsdatum mit ausdrucken. so kann man bei "echten" Touristen oder neu eingereisten Arbeitnehmern erkennen, dass es sich um ein aus Versehen nicht entwerten handelt oder es Strategie ist.
2. Versuch war das Ausbreiten diverser Reichtumssymbole wie goldene Kreditkarten einer Bank, einer Fluggesellschaft und eines großen Haufen Bargelds. Komischerweise war der Fahrschein und auch der Reisepass nicht auffindbar.
3. Offenes Hinlegen des Bargeldes mit fast schon einer stummen Aufforderung und erst dann Überreichen des Reisepasses an die Kontrolleure.
4. Der gegenübersitzende Fahrgast (mit Fahrschein, gleiche Nationalität) hat sich überhaupt nicht gerührt. Keine Aufregung nach dem Motto "hilft mit beim Suchen". Daran kann man erkennen, dass es sich wohl um abgesprochenes Verhalten gehandelt hat.
Für mich sah dies schon fast nach professioneller Schwarzfahrerei aus, obwohl der Fahrgast es gar nicht nötig hat. Bin nur froh, dass die Kontrolleure sich korrekt verhalten haben und diesen offensichtlichen Bargeld-Versuch abgewendet haben. Ansonsten hätte mein Weltbild einen weiteren Kratzer bekommen.
Schlimm genug, dass dieser (leitende) Mitarbeiter des Elektronikkonzerns mit der Schwarzfahrvariante durchgekommen ist.
Gesunder Humor, danke für den Beitrag !
103er-fan, Freitag, 28.11.2008, 18:43 (vor 6384 Tagen) @ GUM
3. Offenes Hinlegen des Bargeldes mit fast schon einer stummen Aufforderung und erst dann Überreichen des Reisepasses an die Kontrolleure.
Hätte der Kontrolleur nicht direkt die 40€ erhöhtes Beförderungsentgeld kassieren und können und ein Quittung ausstellen können? Oder geht das im MVV nicht?
Keine Ahnung, ich glaube aber bargeldlos
GUM, Freitag, 28.11.2008, 19:08 (vor 6384 Tagen) @ 103er-fan
Hätte der Kontrolleur nicht direkt die 40€ erhöhtes Beförderungsentgeld kassieren und können und ein Quittung ausstellen können? Oder geht das im MVV nicht?
Keine Ahnung. Ich zahle monatlich 69,20 Euro am Schalter und damit hat sich die Sache für einen Monat erledigt. Selber habe ich noch nie eine Nacherhebung gehabt.
Gesunder Humor, danke für den Beitrag !
Steffen, Freitag, 28.11.2008, 18:43 (vor 6384 Tagen) @ GUM
Achso - Deine Vrärgerung richtet sich mehr gegen den Fahrgast als gegen die Kontrolleure?!?
Das Verhalten des Fahrgastes klingt schwer dannach, dass er seinen Richtum bei gere anderen zeigt.
4. Der gegenübersitzende Fahrgast (mit Fahrschein, gleiche Nationalität) hat sich überhaupt nicht gerührt. Keine Aufregung nach dem Motto "hilft mit beim Suchen". Daran kann man erkennen, dass es sich wohl um abgesprochenes Verhalten gehandelt hat.
Hm, mit der Vermutung wäre ich vorsichtig. Es sind ja Asiaten, und die haben ein anderes Verhalten, aber auch eine ganz ganz andere Körpersprache als wir. Es kann ganz viele Gründe gehabt haben, warum er sich nicht geregt hat.
Auch gibt es Situationen, bei denen ich mich auch als deutscher Fahrgast nicht unbedingt regen würde. Beispielsweise wenn ich als einfacher Angestellter mit dem Oberboss eines führenden deutschen Konzerns in der S-Bahn sitzen würde und ich mir ein so peinliches Verhalten mit ansehen müsste. Ich würde mich eher in Grund und Boden schämen, als mich zu bewegen.
Für mich sah dies schon fast nach professioneller Schwarzfahrerei aus, obwohl der Fahrgast es gar nicht nötig hat.
Mit arm und reich hat das nicht unbedingt was zu tun. Man denke nur an Kleptomanie, die auch vor wohlhabenden Menschen nicht halt macht.
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Die Folgen eines solchen Verhaltens
Tob, Freitag, 28.11.2008, 20:13 (vor 6383 Tagen) @ Steffen
Das Verhalten des Fahrgastes klingt schwer dannach, dass er seinen Richtum bei gere anderen zeigt.
sieht man dann unter Umständen auch in der Sendung Aktenzeichen yx ungelöst....
Fahrkartenkontrolle im RE --> nicht viel besser
103er-fan, Freitag, 28.11.2008, 18:40 (vor 6384 Tagen) @ GUM
Gestern in einem gering ausgelasteten RE im RMV:
Der Zug startet am Startbahnhof (einem größeren Hbf).
Direkt nach Abfahrt kommt der ZUB zur Fahrkartenkontrolle.
Diese lief wie folgt ab:
Beförderungsfall 1: Fahrkarte vorhanden - alles okay
Beförderungsfall 2: Fahrkarte vorhenden - alles okay
Beförderungsfall 3: Fahrkarte vorhanden - alles okay
Beförderungsfall 4: keine Fahrkarte - Aussage gegenüber ZUB: Er habe keinen Automaten gefunden (es gibt an dem Bahnhof deutlich mehr als 10 RMV-Automaten). Der ZUB ermahnt ihn das nächste Mal eine Fahrkarte und geht weiter.
Beförderungsfall 5: erwachsener Mann mit Kinderfahrkarte. Der ZUB weist auf die Kinderfahrkarte hin und fragt bis wohin der Mann fahren möchte. Er wollte ca. 10 Stationen fahren. Der ZUB ist zufrieden und geht weiter.
Wie es weiterging konnte ich nicht sehen/hören.
Ich bin ja sehr für einen freundlichen Umgang mit unseren Mitmenschen. Aber warum kontrolliert man überhaupt Fahrkarten wenn man keine erhöhten Fahrpreise der "Betrüger" kassiert? Immerhin ist der ZUB vorbeigekommen und hat nicht die ganze Zeit in einem 1. Klasse Abteil oder im Führerstand des Steuerwagens gesessen und ist nur zum "Abpfeifen" des Zuges an den Halten auf- und ausgestiegen.
Dann bin ich ja beruhigt (owT)
GUM, Freitag, 28.11.2008, 19:53 (vor 6384 Tagen) @ 103er-fan
nix
Erfahrungen mit Leuten aus Fernost...
Frank Augsburg, Ansbach, Freitag, 28.11.2008, 23:38 (vor 6383 Tagen) @ GUM
Hallo,
in unserer kleinen Firma waren seit März 6 sehr angenehme Mneschen aus dem selben Land beschäftigt. Auf ihren Visitenkarten steht überall das Wort "Manager" - also waren sie nicht irgendwer. Denn irgendwer ist nur "Engineer", nach deren Verständnis jedenfalls. Die Paarung war immer so: Einer war höher gestellt (und den sollte man morgens zuerst begrüßen, abends zuletzt verabschieden!), der andere war nur mit. Diese Zuteilung bekamen wir vorher gesagt, damit wir uns drauf einstellen konnten. Denn - sehr richtig - trotz die Asiaten Menschen mit bewundernswerter Haltung sind, tobt in ihnen bei kleinsten "Vergehen" ein Sturm!
Ach ja - es waren 3 x 2 Mann je für 3 Monate.
Was ich aber verbrieft sagen kann: Alle kauften sich für ihre Fahrten akribisch Fahrkarten und erkundigten sich freilich bei uns, was und wo und wie am preiswertesten ginge. Na, da haben meine Kollegen und ich aber gehörig weitergeholfen. Fast alle Touren, auch Geschäftsreisen, haben wir am Computer geplant. War recht lustig. Vor allem wenn es darum ging, was man (als Koreaner an sich) in Deutschland und Europa einfach gesehen haben sollte - da gingen selbst bei uns die Meinungen schweeer auseinander!
Für den VGN hatten sie eine übliche MobiCard.
Eingeladen zu werden war ihnen unangenehm, lieber luden sie selber ein, was wir wiederum nicht gut fanden, schließlich waren die 3 x 2 Kollegen unsere Gäste. Also wurde abgewechselt, mal geht der mit ihnen weg, mal jener... (und bezahlt freilich auch den ganzen Spaß).
Alle standen sie förmlich auf deutsches Essen (außer Fisch, der muß wohl in Korea besser sein als hierzulande - naja, von Karpfen abgesehen ist ja Nürnberg nicht unbedingt Fischregion). Aber einmal im Quartal aßen wir gemeinsam koreanisch (oder die europäische Variante davon, aber ich denke, eher nicht...!). Aber hoppla, da tanzten die Puppen! Da waren unsere Kollegen (und Freunde) auf ihrem Terrain und heimisch.
Freilich haben unsere koreanischen Freunde auch so den einen oder anderen Witz gemacht. Langsames Netzwerk... Haben wir denen erklärt, daß unsere Sicherheitsstandards eventuell höher sind (?). Naseputzen am Mittagstisch, in Korea absolut verboten, bei uns nicht, wenn man sich wegdreht. Und so weiter.
Summa summarum: Der Südkoreaner an sich ist auf fremdem Gebiet eher zurückhaltend, löst brav sein Ticket und schaut, daß er nicht aneckt. Das gilt für den einfachen Arbeiter und den Manager.
Was da in München abgegangen ist, kann ich aus diesem Blickwinkel nur schwer beurteilen, würde mich aber der Meinung anschließen, daß es hier jemand versuchen wollte... Oder daß es A... [zensiert] hier gibt genau so wie da.
Viele Grüße aus Ansbach
Frank
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
Danke für den Artikel
GUM, Sonntag, 30.11.2008, 20:09 (vor 6381 Tagen) @ Frank Augsburg
Dem kann ich nur beipflichten. Mir ging es auch nicht darum, eine schlechte Stimmung zu verbreiten. War einfach nur schockiert.
Offensichtlich gibt es bei der besagten Q******-Firma auch Kurse für neuangekommene Mitarbeiter. Manchmal stehen dann Trauben von Mitarbeitern und ein "Kursleiter" oder "relocation manager" um den Fahrkartenautomaten herum und erklären die Tickets. Kann man manchmal morgens oder am Vormitag in München-F* beobachten.
Mich hat halt schockiert, dass da die absolute Chefebene schwarz gefahren ist und wie das abgelaufen ist. Einen von beiden könnte man wenn man Glück hat, auch in einem Zeitungsartikel finden.
Danke für den Artikel
Frank Augsburg, Ansbach, Sonntag, 30.11.2008, 21:21 (vor 6381 Tagen) @ GUM
Hallo GUM,
um Himmels Willen, ich wollte Dir auch nicht miese Stimmungsmache unterstellen, sondern nur Erfahrungen weitergeben, die ich in den letzten Monaten sammeln konnte.
Klar: diese Ignoranz und Respektlosigkeit, so wie beschrieben, hätte mich wahrscheinlich auch sprachlos gemacht. Und wer mich kennt, weiß, daß das eher selten der Fall ist.
Falls es mich mal Südkorea verschlagen sollte (beruflich? privat?), habe ich mir sagen lassen, daß dort meistens alles in englisch angeschlagen ist, weil mein Koreanisch ist etwas nachholebedürftig (soll heißen: ich kann nix!). Also würde ich lieber 2x fragen, als 1x schwarzfahren.
Angenehmen Abend noch und guten Start in die Woche
(gilt für alle!)
Frank
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
Skandal/Südkor. Reisepass gilt neuerdings als MVV-Karte
bahn-user, Samstag, 29.11.2008, 10:55 (vor 6383 Tagen) @ GUM
Mein Vertrauen in die DB Sicherheit von DB NETZE ist insoweit aber beibehalten, als die Mitarbeiter der DB Sicherheit KEINEN Gebrauch von einem großen Bündel Scheine gemacht haben, die der Südkoreaner beim (angeblichen) Fahrscheine suchen bereitgestellt hat.
Hier ist IMO das Problem, dass keine Zahlung vor Ort vorgegenommen wurde! Sowas sollte man immer machen bei Ausländern.
Ansonsten ist es halt so, daß solche "Kulanz-Schwachstellen" (ich nenn es mal so) ausgenutzt werden. Und dann eben eher von Leuten, die schon lange vor Ort leben und Ortkenntnisse haben als von Touristen (ganz schlimm auch Leute mit doppelter oder x-facher Staatsbürgerschaft! Da wechselt man dann ja munter je nach Sachlage).
Ich hab selber z.b. mal ein paar Jahre lang keine Parkscheine gekauft (Auto mit D-Kennzeichen), weil ich in dem Land wusste, daß ich die nicht nach D geschickt bekomme. (Ohne Fahrschein gefahren bin ich aber doch nie)
New York hatte immer mit den Knöllchen der UN-Diplomaten zu kämpfen: Teilweise liefen da 6-stellige Beträge im Jahr und pro Land auf (die Russen waren die schlimmsten, die Deutschen zahlten brav), die unbezahlt blieben, weil die Diplomaten wussten, man kann sie nicht zwingen kann.
Wie ist das eigentlich im Fernverkehr? Ein Argentinier ohne EU-Wohnsitz steigt ohne Bargeld in den Sprinter ein, weil er von Berlin nach Frankfurt will? In Haft nehmen kann man so jemanden ja nicht?
Im Einzelfall ärgerlich, aber insgesamt IMO marginal.
Skandal/Südkor. Reisepass gilt neuerdings als MVV-Karte
stuttgarter, Samstag, 29.11.2008, 21:54 (vor 6382 Tagen) @ bahn-user
Wie ist das eigentlich im Fernverkehr? Ein Argentinier ohne EU-Wohnsitz steigt ohne Bargeld in den Sprinter ein, weil er von Berlin nach Frankfurt will? In Haft nehmen kann man so jemanden ja nicht?
Na ja, so einfach ist es dann wohl doch nicht. Wenn die Personalien erfasst sind, z.B. anhand eines Ausweises oder durch Bundespolizei, dann kann die DB schon an das Geld kommen, wenn sie möchte:
Hat die DB in dem Wohnsitzland des "Schwarzfahrers" eine Niederlassung (d.h. eine Firma, die in dem jeweiligen Land ins Firmenregister eingetragen ist - in deinem Beispiel Schenker Argentinien), dann kann die DB die Forderung über diese Niederlassung nach dortigem Recht anmahnen und die Zahlung norfalls auch gerichtlich durchsetzen. Die entstehenden Kosten durch den Aufwand kann sie sich natürlich ebenfalls erstatten lassen.
Das ist natürlich reine Theorie. Ich glaube jedoch kaum, dass die DB diesen Aufwand wirklich durchführt, zumal man ja nie weiß, ob der Betreffende überhaupt zahlen kann.
Deswegen wird es in der Praxis wohl eher auf einen sofortigen Fahrtausschluss hinauslaufen. Ist wirkungsvoller und schreckt in Verbindung mit Polizei vielleicht ein bisschen ab.