Mit der Eisenbahn durch die Westschweiz (2) (Reiseberichte)
Servus Forumanen
heute machen wir einen kleinen Ausflug rund um den Lac de Neuchâtel. Die
Stadt, die dem See ihren Namen gab, habe ich leider an einem ziemlich
ungemütlichen Tag besucht, der nur dazu einlud, sich möglichst schnell
vorwärts zu bewegen, um nicht auszukühlen. Vor vielen Jahren konnte ich hier
schon mal länger verweilen.
Desweiteren gibt es Bilder aus Auvernier und Yverdon-les-Bains.
Auf gehts!
Na? Erratet Ihr, worum es sich handelt?
Auvernier ist ein kleines beschauliches Städtchen ca. 10 km vor Neuchâtel.
Gut essen kann man auch, für die entsprechende Menge an Franken.
Viel interessanter als die Restaurants war (für mich!) aber eine
Weichenbaustelle, deren Besichtigung der ehemalige Verkaufsleiter von
Matisa, Herr Pfirter, "eingefädelt" hat.
In Deutschland habe ich den Weichentausch bislang so erlebt: Wochen vorher
werden die Teile angeliefert, und dann sind irgendwie 2 bis 6 Mann damit
beschäftigt, mit Anleitung und Kleingerät die Segmente zusammenzuschrauben.
Ein paar Tage (oder Wochen, oder Monate) noch liegen die Segmente dann in
der Landschaft, dann wird mal schnell die komplette Strecke gesperrt, die
Weichen werden getauscht. So Gott will, geht alles gut, die ausgebauten
alten Weichen gehen dann den umgekehrten Weg, und irgendwann kommt der
Tieflader und nimmt alles mit.
Die SBB machen das, Matisa sei Dank, etwas gewitzter: Erstmal wurde auf
einem Ausweichgleis (das - oh Wunder - fast überall an Schweizer Stationen
vorhanden ist) ein Zug abgestellt, bestehend aus 3 Weichen- Transportwagen,
Kran, Schutz- und Gegenlastwagen.
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"Schiene im Fokus" - ein sehr interessantes Motto!
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Nahverkehrszug nach Neuchâtel, und im Vordergrund der ehemalige Verkaufschef
und nunmehrige MATISA- Berater, Herr Alfred Pfirter, ohne den dieser sehr
informative Einblick niemals möglich gewesen wäre! An dieser Stelle
herzlichen Dank!
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Der Weichen- Transportwagen- Zug in Auvernier.
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Detailaufnahme...
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Immer noch rollt der Verkehr zweigleisig, die Baustelle ist erst ab 21 Uhr
eingerichtet.
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Ein Blick in die imposante Landschaft muß, vor allem für mich als absoluter
"Flachländer", einfach sein!
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KIROW- Kran mit Gegenlastwagen und (nicht im Bild) Schutzwagen
Noch ist zu viel Betrieb, da kann nicht mal ein Gleis gesperrt werden! Ja,
so sind sie drauf, die SBB- ler! Dann wird es Abend, der Betrieb nimmt ab
(oder wird umgeleitet), ein Gleis wird gesperrt, und dann geht irgendwie
alles verdammt schnell. Der Kran (von KIROW Leipzig - wo ich als Schüler mal
Ferienarbeit machte Ahaaaa!) wird in Position gebracht, zwei Arbeiter
senken die Plattform des ersten WTW, der Kran holt mittlerweile das erste
alte Segment, legt es auf die Seite und schnappt sich dann das erste neue
Segment und legt es an Ort und Stelle. Seit Sperrung des Baugleises bis
hierhin ist ungefähr eine Stunde vergangen!
Wobei: Bei jeder Zugvorbeifahrt auf dem Betriebsgleis darf der Kran nicht
arbeiten und nicht fahren und die WTW müssen (obwohl auf dem Ausweichgleis)
arretiert sein (sind sie aber sowieso). Der Uneingeweihte (ich) erkennt,
dass dem Ganzen ein ausgeklügelter Plan zugrunde liegt.
Der Rest geht nicht viel langsamer, im Gegenteil, eine nächtliche Sperrpause
von 45 min (in der das Mittelteil transportiert wird) macht es möglich, dass
morgens um 4 Uhr die Weiche komplett getauscht ist. Inklusive der Verladung
der Segmente der alten Weiche auf die WTW. Und als es Morgen wird in
Auvernier, sind Kran und WTW fort und der Betrieb läuft als wäre gar nichts
geschehen, bis auf eine Langsamfahrt an der nächtlichen Baustelle.
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Mitten in der Nacht wird richtig gearbeitet. Leute, auch wenn die Technik
übermächtig scheint, aber Gleisbau ist ein echter Knochenjob! Ich ziehe den
Hut vor all denen, die da draußen stehen, bei Wind und Wetter, und wenn im
Nebengleis die Züge mit bis zu 160 km/h vorbeidonnern - hier waren es 60
km/h, aber dafür hatte es unter Null Grad...
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Die Stopfmaschine macht sich "warm".
Yverdon liegt am südwestlichen Zipfel des Lac de Neuchâtel, über dem bei
Herbst und Winter oft dichter Nebel liegt. Ich war vor allem wegen einer
Reise nach Ste. Croix hier und habe nebenbei ein paar Bilder geschossen.
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Yverdon- les- Bains, Monate später : ICN nach St. Gallen und abgestellter S-
Bahn- Zug vor der Reise zurück nach Villeneuve.
Damit ist Teil 2 Geschichte.
Bis zum nächsten Mal beste Grüße
Frank
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
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- Mit der Eisenbahn durch die Westschweiz (2) -
Frank Augsburg,
20.11.2011, 01:14
- Mit der Eisenbahn durch die Westschweiz (2) -
Twindexx,
20.11.2011, 09:31
- Die Puffer... - Frank Augsburg, 20.11.2011, 12:34
- Mit der Eisenbahn durch die Westschweiz (2) - rainer1204, 20.11.2011, 10:32
- Mit der Eisenbahn durch die Westschweiz (2) - heinz11, 20.11.2011, 13:25
- Mit der Eisenbahn durch die Westschweiz (2) -
Twindexx,
20.11.2011, 09:31
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![[image]](http://www.abload.de/img/dscf2334bru81.jpg)