Fahrkarte von fremder Person personengebunden buchen lassen? (Fahrkarten und Angebote)

zetzmann, Freitag, 11.11.2011, 23:30 (vor 5464 Tagen) @ Jipii

Hallo,

[...]

Hier einmal das Angebot, auf das ich stieß:
"Es handelt sich um ein ICE Ticket der Deutschen Bahn, da die Bahn letztes Jahr verspätungen hatte habe ich 4 Fahrten geschenkt bekommen und kann diese nutzen wann ich will. Ob für eine hinfahrt oder Rückfahrt oder beides oder auch mit einem Freund..

Die Tickets müssen an einem Namen ausgestellt werden und der Reisetermin müsste vorher bekannt gegeben sein.

Daher brauche ich von den Reisenden den Namen, Nachnamen und die letzten vier Ziffern seines Personalausweises..

Das Ticket wird dann an seine e-mail adresse als PdF datei geschickt zum downloaden (Onlineticket)

Zahlung: Da Sie sich sowieso ausweisen müssen (im Zug) ist es mir egal ob Sie vor der Reise Zahlen oder danach."

Unseriös oder durchaus plausibel?
Freue mich über eure Meinungen.

Ach das Ding wieder.

Ich kenne das in folgendem Zusammenhang:

A) Verkäufer benutzt geklaute Kreditkartendaten

und

B) Verkäufer benutzt Geschenkgutscheine, die vorher mit geklauten Kreditkartendaten "gekauft" wurden.

"B" ist schon etwas seltener geworden, seit Geschenkgutscheine über das Internet nicht mehr anonym ausgestellt werden ...

"A" scheint gerade wieder aktuell zu sein. Vor einem halben Jahr in meinem beruflichen Umfeld passiert:

Kunde K kauft Ticket bei Verkäufer V. V "bezahlt" diese Tix mit einer geklauten Kreditkarte. Als Ausweis-ID wird ein Personalausweis angegeben. Etwa 5 Monate später klingeln freundliche Herren und eine Staatsanwältin bei K um 06:00 Uhr an der Tür. Es folgt eine vierstündige Wohnungsdurchsuchung mit Beschlagnahme zweier PCs, eines Laptops und diverser Unterlagen. Tatvorwurf: U.a. §259 StGB, Hehlerei. Das Verfahren gegen V läuft noch, v.a. deswegen, weil die Staatsanwältin sagt: "Wer ein 100,00-EUR-Ticket für 50 EUR bekommt UND davon mehrere kauft, MUSS davon ausgehen, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht".

V hat man übrigens nicht gefunden, weil der nach der altbekannten Masche Schüler oder leichtgläubige Menschen anspricht, die ihm seine Kontodaten zur Verfügung stellen: "Du, ich bin hier im Urlaub, man hat mir meine ...-Karte geklaut, kann ich Dir auf Dein Konto Geld überweisen lassen, das Du mir auszahlst? Du bekommst auch 50,- EUR ab." ...

Berichte uns doch in einem halben Jahr, ob Du "Glück" hattest ;-)

Z.

P.S.: JEGLICHE Form von Gutscheinen werden auf Onlinetickets irgendwie ausgewiesen.


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