In Löhne umsteigen! (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 31.10.2011, 18:46 (vor 5252 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Montag, 31.10.2011, 18:47

Moin!

Vor einiger Zeit zeigte ich Bilder vom Hauptbahnhof in Ludwigshafen. In der anschließenden Diskussion ging es um Bahnhöfe, die viel von ihrer einstigen Bedeutung verloren haben. Dabei wurde auch Löhne erwähnt, Grund genug, dem Bahnhof mal einen Besuch abzustatten.


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Hin ging's über Hildesheim und weiter mit der Eurobahn, beim Aufenthalt in Elze konnte ein Laubfrosch erlegt werden.


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Ein Thema, das ab und an für Diskussionsstoff sorgt.

Es rollte etwas unregelmäßig in der Gegenrichtung, so daß Löhne etwas zehn Minuten später als im Fahrplan angegeben erreicht wurde.

Die Bilder des Bahnhofes in chronologischer Reihenfolge.


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Blick aufs Empfangsgebäude.


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Treppenabgang.


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Treppenaufgang.


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Der Fahrplan ist recht dicht.


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Der Personentunnel.


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Blick vom Südausgang auf die Bahnsteige.


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Der Südausgang. Offenbar kürzlich umgebaut.


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Kurz vor der Kapitulation wurde der Bahnhof angegriffen.


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Die Bahnhofshalle.


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Heute ist Löhne im Selbstverständnis keine Eisenbahnerstadt mehr. Entsprechend gering fällt das Eisenbahndenkmal aus (gut, eine komplette 44 hätte keinen Platz gehabt, da muß ein Treibradsatz reichen).


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Das Empfangsgebäude. Hinter dem links sichtbaren Flügel die Gleise.


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Das Empfangsgbäude von der anderen Seite.


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Der Personentunnel vom Empfangsgebäude gesehen.


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Spuren von Vandalismus und von Reisenden.


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Lastenaufzug.


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Das Stellwerk herangezoomt.


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Ein Alibizugbild zeigt den RE 6 nach Düsseldorf.


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Ein wohl ehemaliger Fernsprecher wollte mit aufs Bild.


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Ein Gebäude auf dem Bahnsteig.


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Die überdachte Bahnsteigmitte.


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Ein Blick hinüber zum mittleren Bahnsteig.

Der Titel meines Beitrages In Löhne umsteigen! soll von einer so benannten militärischen Übung aus der Zeit herstammen, da Löhne als einer der wenigen Bahnhöfe über Treppen verfügte. Nach anderer Lesart aus dem Ersten Weltkrieg, als man dort auf dem Weg an die Front den Zug wechseln mußte.
Das Umsteigen in Löhne beschränkt sich heute im wesentlichen auf die Verbindung Bielefeld - Löhne - Hameln, das geht im Normalfall bahnsteiggleich. Für einen längeren Aufenthalt ist der Bahnhof maximal für Güterzugfotografen zu empfehlen.


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Im Zug zurück Richtung Hannover gab's dann Saures. Auf Kosten der DB (aber in der S-Bahn nach Hildesheim verteilt). Danke!


Viele Grüße, Sören


PS: Weitere Bildbeiträge von mir sind über einen Klick auf das Bild in meiner Signatur zu erreichen.

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Klasse! Gerne mehr davon :)

Kai_ME, Null-zwo-elf, Montag, 31.10.2011, 19:15 (vor 5252 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

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I am older now, but still running against the wind...

Dem kann man sich anschließen. Gerne mehr davon :)

Markus, NNST, Mittwoch, 02.11.2011, 12:19 (vor 5251 Tagen) @ Kai_ME

- kein Text -

Klasse! Gerne mehr davon. Sehe ich genauso.. (owT)

GUM, Donnerstag, 03.11.2011, 17:44 (vor 5249 Tagen) @ Kai_ME

nix

ja, schöne Bilder!

bahn4u, Dienstag, 01.11.2011, 00:57 (vor 5252 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Löhne, meine alte berufliche Heimat...

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 01.11.2011, 08:51 (vor 5252 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,
ein schöner Bilderbogen und er zeigt, dass sich dort immer etwas verändert. Acht Jahre lang ist Löhne meine berufliche Heimat gewesen und ich bin täglich von Hamm nach Löhne bzw. Bad Oeynhausen gefahren und von dort ging es mit dem Bus dann weiter (meine Arbeitsstelle lag in Gohfeld, der Haltepunkt wurde 1991 aufgelassen.

Was man auf den Bildern nicht(mehr) sehen kann:
Auf dem Vorplatz, die Löhner sprachen immer von der "Investorenwiese", befand sich die Eilpostabfertigung, der ursprüngliche Straßenverlauf war entlang der Bebauung, etwas oberhalb vom Bahnhof.

Löhne hatte sogar noch einen Bahnsteig mehr, als man heute erkennen kann. Dort, wo heute die "Mastengasse" ist (der zugewucherte Grünstreifen, der alle zwei Jahre gerodet wird und man erstaunliche Wuchsgeschwindigkeiten erforschen kann), war vor dem Krieg ein weiterer Bahnsteig.

Hinter dem Stellwerk (im grün zugewucherten Bereich) war der Rangierbahnhof und dahinter das (noch teilweise vorhandene) Bw.

Für dieses Forum hat der Bahnhof Löhne übrigens auch eine Bedeutung. Vor vielen Jahren wartete ich dort auf meinen Zug nach Hause und fotografierte aus Langeweile einfach mal Güterzüge. Die Bilder landeten im "alten" ICE-Forum und da erkannte sich fabs auf einer Class66 wieder, das Foto wollte er natürlich haben und so kamen wir ins Gespräch.

Im Gegenzug zu Bad Oeynhausen, wo sich in den späten Abend- und Nachtstunden gerne unangenehmes Volk herumtreibt, kann man in Löhne eigentlich ganz gut warten, denn da ist fast nie jemand. Außer ein paar Umsteigern. Der große Vorteil vom unsanierten Bahnhof sind die langen nutzbaren Bahnsteige. Das war immer wieder klasse, wenn dort dann der IC und der ICE hielt, wenn wegen der Entgleisung in Neubeckum vor eineinhalb Jahren oder aus sonstigen Gründen ein außerplanmäßiger Halt eingelegt wurde. Auch hat die Polizei den Bahnhof nach einigen Gesprächen mittlerweile ganz gut im Blick, ein wachsamer Fahrdienstleiter auf dem Stellwerk übrigens auch.

Das "Eisenbahndenkmal" vor dem Bahnhof ist übrigens aus der Not geboren. Nach dem Ende der Damplokzeit hatte man alles so schön weggeworfen und als man dann nach der Neugestaltung des Platzes etwas aus der Dampflokzeit haben wollte, hatte man nichts mehr. Da half ein Privatmann aus, der sich das in den Garten gestellt hatte.

Eine frührere Kollegin erzählte mir, dass man früher Schulausflüge ins Bw gemacht hat. Man stopfte soviele Kinder wie möglich in eine Lok und fuhr dann munter ins Bw und schaute sich die Dampfloks an.

"Löhne, umsteigen!" stammt von Erich-Maria Remarque und ist ein Zitat aus dem Film "Im Westen nichts neues". http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues
Zu Zeiten, als die Leute nicht nur Kochbücher für ihre Regale kauften, war das ein Buch, was sehr bekannt war. Der Platz vor dem Bahnhof heißt entsprechend Erich-Maria-Remarque-Platz.

[Werbemodus an]Im Bahnhof gibt es natürlich auch eine nette Agentur, die ich bei meinem Fahrkartenkauf noch immer bevorzuge. Auch Erfahrung mit Gruppenreisen hat der Mann und er berät so, dass wirklich niemand zuviel zahlen muss. [Werbemodus aus] Wenn dort allerdings Züge stranden oder ausfallen wird der kleine Laden oft von erbosten Mengen gekapert.

Schön geworden ist der Südausgang. Bis vor etwas einem Jahr befanden sich dort noch die Expressgutabfertigung. Eine hübsche Ruine, die nun den Parkplätzen gewichen ist. Von den Ein- und Aussteigezahlen ist Löhne übrigens gar nicht unerheblich, da das direkt am Bahnhof liegende August-Griese-Berufskolleg (dort steht auch die Kachelmannsche Wetterstation, deshalb taucht Löhne auch auf manchen Wetterkarten auf), für erhebliche Nutzer sorgt.

Ansonsten steht Löhne heute für Küchen. Es gibt etliche Küchenhersteller. Vorne weg natürlich SieMatic, was man von der Bahn auch gut sehen kann. Die größte Menge geht übrigens in den Export mit Hauptabnehmern in den Niederlanden und den arabischen Ländern.

Empfehlen kann ich auch für Nicht-Löhner ein Buch:
Bahnhof Löhne (Westf)
Ein Eisenbahnknoten im Wandel der Zeit
Garrelt Riepelmeier
Hövelhof 2003

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Löhne, meine alte berufliche Heimat...

Tommyboy, OWL, Dienstag, 01.11.2011, 10:08 (vor 5252 Tagen) @ Holger_HAM

Hallo,

warum war der Bahnhof mal bedeutender als heute? Könnte es damit zusammenhängen, dass früher die Strecke nach Hildesheim auch von größerer Bedeutung war?

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Um die Sicherheit in den Zügen und in den Bahnhöfen zu gewährleisten, sind in Gruppen reisende Fußballfans –falls bekannt –unbedingt an das für Ihren Bereich zuständige Regionalbüro Konzernsicherheit zu melden. (Auszug aus dem VKL)

Löhne, meine alte berufliche Heimat...

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 01.11.2011, 10:25 (vor 5252 Tagen) @ Tommyboy

Hallo,

warum war der Bahnhof mal bedeutender als heute? Könnte es damit zusammenhängen, dass früher die Strecke nach Hildesheim auch von größerer Bedeutung war?

die Strecke nach Hildesheim war zweigleisig, Löhne verfügte über ein Bw, einen Rangierbahnhof, eine Eilpostabfertigung, eine Expressgutabfertigung. Für Löhne war das sozusagen "das Tor zur Welt". Vielleicht ist der Begriff "einst bedeutender Knotenpunkt" (was für viele Bahnhöfe gilt) mittlerweile etwas verklärt. Vom Güterverkehr dürfte der aktuelle Verkehr kaum mit früheren Zeiten zu toppen sein. Gleiches gilt auch für den Personenverkehr. Mehr, als was nach dem aktuellen Fahrplan in NRW unterwegs ist, dürfte nie gefahren worden sein. Soviel zum Thema "Früher war alles besser".

Vom Fahrplan her ist heute viel mehr los als in den 60er-Jahren. In dem von mir erwähnten Buch ist ein Fahrplanaushang nach dem Winterfahrplan 67/68 abgedruckt. Reguläre Fahrziele waren Osnabrück, Hildesheim, Hamm, Bielefeld, Minden Rheine, Herford und Detmold. Einzelne Fahrten nach Leese-Stolzenau, Aachen, Moskau, Amsterdam und Bentheim.

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Löhne, meine alte berufliche Heimat...

JanGT, Mittwoch, 02.11.2011, 12:34 (vor 5251 Tagen) @ Tommyboy
bearbeitet von JanGT, Mittwoch, 02.11.2011, 12:36

Hallo,

warum war der Bahnhof mal bedeutender als heute? Könnte es damit zusammenhängen, dass früher die Strecke nach Hildesheim auch von größerer Bedeutung war?

Ich kann mich noch an die Tage nach der Güterzugentgleisung von Neubeckum Anfang 2010 erinnern, wo Löhne dann plötzlich zum großen Umsteige/Knoten-Bahnhof zwischen Berlin und Köln wurde :):)

Da war da richtig der Teufel los(...)
einige Leute waren richtig verzweifelt, weil sie natürlich nicht wussten wo sie denn da gestrandet sind bzw. plötzlich umsteigen sollten

Löhne - Danke!

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 01.11.2011, 16:24 (vor 5251 Tagen) @ Holger_HAM

Moin!

Erstmal vielen Dank für eure Kommentare. Auf die textlosen einzugehen lohnt sich eher nicht.

Dir, Holger, vielen Dank für Deine ausführlichen Schilderungen.

Die langen Bahnsteige werden sicher eine eventuell anstehende Modernisierung nicht überleben - ich war verwundert, wie weit "draußen" die Weitergehen-verboten-Schilder stehen.

Wie es am Südausgang früher aussah, weiß ich kaum. Nur, daß es anders aussah und nicht so herausgeputzt wie heute. Schade eigentlich, daß ich da zu spät gekommen bin. ;-)

Du sprichst den Vergleich der Fahrpläne früher und heute an. Heute hat man zweifellos ein dichteres Angebot durch den Taktfahrplan, aber damit sind die früher gängigen Fernverbindungen (seien es Schnellzüge, seien es Heckeneilzüge) verschwunden. Was da besser war, muß wohl jedermann für sich entscheiden.

Viele Grüße, Sören

Löhne und mehr

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 04.11.2011, 16:22 (vor 5248 Tagen) @ Holger_HAM

Nochmal ich.

Danke an Holger für den Hinweis aufs Buch, Herr Stiletto scheint noch eins für mich zu haben - verlagsseitig ist es ausverkauft.

Was den Wunsch nach mehr angeht, muß ich mal sehen. ;-)

Falls Fabian die münsterschen Bahnhöfe vorstellen mag, würde ich mich drüber freuen. Deine Umbauberichte habe ich jedenfalls immer mit Interesse verfolgt.

Viele Grüße, Sören

Danke!

Matze86, München, Dienstag, 01.11.2011, 16:07 (vor 5251 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

In Löhne umsteigen!

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 02.11.2011, 02:54 (vor 5251 Tagen) @ Sören Heise

Sehr schön, danke! :-)

Falls Interesse besteht könnte ich eigentlich mal meine Reportagen über die Münsterschen Bahnhöfe auch hier zur Verfügung stellen... ;)

Wäre nett !!!!

GUM, Donnerstag, 03.11.2011, 17:44 (vor 5249 Tagen) @ Fabian318

nix

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