KR: World Expo 2012 erhält Anbindung mit "Rennzügen" (Allgemeines Forum)
Hallo ICE-Fans,
diesmal eine Nachricht aus Südkorea.
Bekanntlich findet Mai 2012 in Yeosu die World Expo 2012 statt. Die Stadt war allerdings zuvor mangels Oberleitung nur mit Dieselzügen erreichbar.
Seit Anfang Oktober ist aber die wichtigste Anbindung dieser Stadt (die 180 km Jeolla-Strecke nach KTX-Bahnhof Iksan) elektrifiziert und doppelspurig ausgebaut worden. Somit ist eine direkte Anbindung von Yeosu mit KTX-Zügen möglich geworden; statt 5:13 sind es nur noch 3:30 ab Hauptstadt Seoul. Die Züge sollen die Strecken mit 180 km/h befahren können.
Und das ist dann erst Ausbaustufe 1.
Stufe 2 sieht eine weitere Anhebung der vmax auf 230 km/h vor; mit einer neuen Rennbahn Iksan-Osong sollen weitere Städte innerhalb 2 Stunden Bahnreisezeit von Seoul gebracht werden.
gruß,
Oscar (NL), der als ICE-Fan mal schmunzelt, wie schön es wäre, wenn alle wichtigen Städte Deutschlands innerhalb 2 Stunden von Frankfurt waren, aber als pragmatischer Niederländer zugeben muss, dass sowas in Deutschland nicht möglich ist; Deutschland ist ja kein Südkorea.
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Danke für die Info !
gruß,Oscar (NL), der als ICE-Fan mal schmunzelt, wie schön es wäre, wenn alle wichtigen Städte Deutschlands innerhalb 2 Stunden von Frankfurt waren, aber als pragmatischer Niederländer zugeben muss, dass sowas in Deutschland nicht möglich ist; Deutschland ist ja kein Südkorea.
Und Deutschland hat zu wenige TGV ! Mit ihrem silbrigen Äußeren und den quietschbunten Farben im Innenraum schon eine Abwechslung.
Gibt aber nur einen einzigen ab München, der für einen Tagesausflug geeignet ist.
KR: World Expo 2012 erhält Anbindung mit "Rennzügen"
Hallo ICE-Fans,
diesmal eine Nachricht aus Südkorea.
Bekanntlich findet Mai 2012 in Yeosu die World Expo 2012 statt. Die Stadt war allerdings zuvor mangels Oberleitung nur mit Dieselzügen erreichbar.
Seit Anfang Oktober ist aber die wichtigste Anbindung dieser Stadt (die 180 km Jeolla-Strecke nach KTX-Bahnhof Iksan) elektrifiziert und doppelspurig ausgebaut worden. Somit ist eine direkte Anbindung von Yeosu mit KTX-Zügen möglich geworden; statt 5:13 sind es nur noch 3:30 ab Hauptstadt Seoul. Die Züge sollen die Strecken mit 180 km/h befahren können.
Das ist halt der Unterschied. Hier in Deutschland würde so eine Strecke wohl maximal für 160 km/h hergerichtet, weil sich die Investitionskosten für 20 km/h mehr nicht rentieren würden. Im Gegenteil hier senkt man sogar noch die Vmax. von Streckenabschnitten, weil sich 200 km/h nicht lohnen. Lengerich-Münster oder Hailer-Meerholz-Wolfgang sind da gute Beispiele.
Therotisch könnte man Bohmte-Buchholz (Nordh) für 200 km/h durchgehend herrichten. Stattdessen schleicht man in Diepholz mit 160 km/h durch und die Güterzugumgehung ist auch mit nur 80 km/h-Ausfädelungen versehen. Typisch Deutschland halt.
KR: World Expo 2012 erhält Anbindung mit "Rennzügen"
Im Gegenteil hier senkt man sogar noch die Vmax. von Streckenabschnitten, weil sich 200 km/h nicht lohnen. Lengerich-Münster oder Hailer-Meerholz-Wolfgang sind da gute Beispiele.
??? Hailer-Meerholz - Wolfgang wird doch mit 200 km/h befahren ...
Therotisch könnte man Bohmte-Buchholz (Nordh) für 200 km/h durchgehend herrichten. Stattdessen schleicht man in Diepholz mit 160 km/h durch und die Güterzugumgehung ist auch mit nur 80 km/h-Ausfädelungen versehen. Typisch Deutschland halt.
Südkorea ist eben eines jener aufstrebenden Länder, die viel in fortschrittliche Technik investerien. Da gibt es keine langwierigen Untersuchungs- und Planungsverfahren, ewig dauernde Ausschreibungen o.ä. - in solchen Ländern wird ein gewollter Ausbau zum Programm gemacht und dann schnellstmöglich realisiert. Das ist eben der Unterschied zu uns ...
Naja, wobei die Koreaner aber auch ein Problem haben, bei dem sie länger brauchen als alle anderen weltweiten Vorhaben: Die transkoreanische Bahn ist wohl weiterhin ferne Zukunftsmusik. Seoul-Pjöngjang müsste man nicht mal als HGV-Strecke ausbauen, um Fahrzeiten von unter 2 Stunden zu erreichen (kleiner Seitenhieb ;) ).
Wozu auch schneller?
Wenn man eh maximal alle 50 km einen Halt einplanen muss, lohnen sich hohe Geschwindigkeit aufgrund des höheren Energiebedarfs einfach nicht.
Das wäre unter gleichen Vorzeichen in Südkorea nicht viel anders.
Das deutsche Schienennetz ist für solche Züge einfach nicht reif, da wir allgemein Mischverkehr haben, damit sich die Streckeninvestitionen schneller auszahlen.
In Deutschland wäre auch mehr möglich
Oscar (NL), der als ICE-Fan mal schmunzelt, wie schön es wäre, wenn alle wichtigen Städte Deutschlands innerhalb 2 Stunden von Frankfurt waren, aber als pragmatischer Niederländer zugeben muss, dass sowas in Deutschland nicht möglich ist; Deutschland ist ja kein Südkorea.
Wobei etliche Städte nicht weit weg sind:
<=2 Stunden
Frankfurt-Köln
Frankfurt-Mannheim
Frankfurt-Karlsruhe
Frankfurt-Aachen
Frankfurt-Stuttgart
2-3 Stunden
Frankfurt-Nürnberg
Frankfurt-Erfurt
Frankfurt-Dortmund
Frankfurt-Hannover
Frankfurt-Leipzig / Frankfurt - Halle (mit SFS Erfurt-Leipzig)
Frankfurt-Basel
3-4 Stunden
Frankfurt-München
Frankfurt-Hamburg
> 4 Stunden
Frankfurt-Berlin
Frankfurt-Dresden
Frankfurt-Passau
Frankfurt-Rostock
Frankfurt-Kiel
Frankfurt-Flensburg
Der Problem ist eigentlich nur der Nordosten. Nach Südost und Südwest sind die Fahrzeiten so schlimm nicht.
Die kursiven Relationen können mit wenig Aufwand auf unter 2 Stunden gebracht werden. Nach Nürnberg fehlen nur 5 min, nach Erfurt fehlen etwa 10 min, nach Dortmund und Hannover etwa 20 min
Frankfurt-Berlin und Frankfurt-Dresden ließen sich auch mit wenig Aufwand auf deutlich unter 4 Stunden bringen. Dafür braucht es nur NBS Frankfurt-Fulda und die schon im Bau befindliche NBS Erfurt-Leipzg. Damit würde Frankfurt-Leipzig auch auf unter 3 Stunden sinken.
Wozu auch schneller?
Wenn man eh maximal alle 50 km einen Halt einplanen muss, lohnen sich hohe Geschwindigkeit aufgrund des höheren Energiebedarfs einfach nicht.
Na ja nehmen wir mal eine Stammstrecke von dir Bebra-Erfurt. Warum hat man hier nur auf 160 km/h ertüchtigt und fährt nicht 200 km/h.
Wozu auch schneller?
Wenn man eh maximal alle 50 km einen Halt einplanen muss, lohnen sich hohe Geschwindigkeit aufgrund des höheren Energiebedarfs einfach nicht.
Na ja nehmen wir mal eine Stammstrecke von dir Bebra-Erfurt. Warum hat man hier nur auf 160 km/h ertüchtigt und fährt nicht 200 km/h.
Weil der Zeitunterschied nur 3-4 min betragen würde, wenn man den obligatorischen Zwischenhalt in Eisenach miteinbezieht. Um 200 km/h fahren zu können, sind laut EBO etliche Veränderungen an der Strecke nötig:
Bü entfernen -> wird derzeit schon gemacht, ist aber teuer
Kurvenradien und Gleisbogenüberhöhung verändern -> trifft nur auf einzelne Kurven zu, ist aber mit Grundstückskauf und Trassenänderung verbunden (notfalls Enteignung)
LZB installieren -> wohl der einfachste Teil der Übung, wenn der Rest steht
Reisendensicherung an Bahnsteigen verbessern (weiß jetzt nicht 100% genau, welche Änderungen sich gegenüber 160 km/h ergeben. Sperrgitter braucht es erst über 200 km/h)
Die Investition lohnt sich derzeit nicht, weil der Zeitgewinn nicht gebraucht wird. Das kann sich mit der SFS nach Halle und Leipzig natürlich ändern, wenn man einen bestimmten Knoten in Erfurt und Fulda haben will. Zudem gibt es hier Mischverkehr mit Regionalzügen (stündliche RB Bebra-Eisenach und Eisenach-Erfurt, zweistündlicher RE Gotha-Erfurt, etliche NV-Züge Neudietendorf-Erfurt) und Güterverkehr (vor allem Ganzzüge mit Kesselwagen für die Chemiebetriebe bei Merseburg).
Die ICE laufen ja jetzt schon ständig auf irgendwelche langsameren Züge auf... erlebe ich jede zweite Fahrt. Richtung Westen ist es besonders schlimm.
Wenn, müsste man Bebra-Erfurt drei- oder viergleisig ausbauen, damit die schnellen ICE die langsameren Züge leichter überholen können.
Hergerichtet wurde die Strecke für 200 km/h, die Kurvenradien geben bis auf Ausnahmen diese Geschwindigkeit her. Bü gibt es nur noch vereinzelt, der in Mechsterstädt wird gerade durch einen Tunnel ersetzt, darum gibt es dort seit 4 Monaten eine 120er La.
Wozu auch schneller?
Hergerichtet wurde die Strecke für 200 km/h, die Kurvenradien geben bis auf Ausnahmen diese Geschwindigkeit her. Bü gibt es nur noch vereinzelt, der in Mechsterstädt wird gerade durch einen Tunnel ersetzt, darum gibt es dort seit 4 Monaten eine 120er La.
Naja, die 120er-La in Mechterstädt gibts aber schon wesentlich länger als 4 Monate ;)
Beim Ausbau der Strecke samt Elektrifizierung in den frühen 90ern wurde ursprünglich sogar der Ausbau für 200 km/h erwogen, dann aber wegen der vielen Bü doch wieder verworfen. Die Strecke sollte ja auch irgendwann mal fertig sein, immerhin ging es ja darum, hier eine Hauptstrecke, die durch die deutsche Teilung geschädigt war, wieder in einen Fernstrecken-würdigen Zustand zu bringen. Das sollte damals eben möglichst schnell passieren, weswegen man den zusätzlichen Aufwand der Bü-Beseitungen sowie einiger anderer Ausbauten dann doch gescheut hat. 160 km/h reichen da eigentlich auch aus, eben wegen der Haltabstände.
Wozu auch schneller?
Ich habe heute aus dem 2355 extra mal aufgepasst. Wenn der Bü in Mechterstädt weg ist, bleibt nur noch einer in Schönau. Da geht also noch was.