Ich war eine Stunde "schlechter" (Allgemeines Forum)
Hallo in die Runde,
am 14.3. dieses Jahres war ich nur 2,5 h zu spät zuhause, auf 3,5 h kann ich also nicht verweisen. Und zu einer Grillparty wollte ich auch nicht. Bloß heim. Das schwieriger als gedacht.
Wie kam es dazu?
Am bewußten 14.3. war eine Besichtigung des Katzenbergtunnels angesagt. Nun, für die Münchner Fraktion der Gruppe ergaben sich einige Schwierigkeiten bei der Anreise, aber immerhin trafen alle mehr oder weniger planmäßig in Efringen- Kirchen ein. Also gut, Erkundigungen eingeholt und die Baustelle besichtigt (Südportal), eine Einfahrt in den Tunnel war leider nicht möglich. Auch nicht schlimm, immerhin erkennt man angesicht solcher Gelegenheiten die Dimensionen eines Tunnelbaues und man entwickelt ein gewisses Vorstellungsvermögen für den Knochenjob, den alle Beteiligten da ausführen. Ganz nachvollziehen kann man den wohl erst, wenn man selber mal mitgemacht hat...
17 Uhr irgendwas mit dem Regionalzug von EK nach Freiburg, gut, die Mühle ist ein paar Minuten später, der Umstieg in Freiburg ist komfortabel (denke ich). Dort also schnell mit Teigteilen und Getränken eingedeckt und dann die ernüchternde Mitteilung: ICE Richtung Karlsruhe ist wegen Personen im Gleis vsl. 30 min später. Hoi? Unser RE war doch halbwegs pünktlich...?
Hm, verdammt, es wird eng mit dem IC 2165 nach Nürnberg. Im ICE also den Zugchef beiseite genommen und gefragt. Antwort: TPL ist verständigt, aber zu große Hoffnungen solle ich mir nicht machen. Und tatsächlich, bei der Anfahrt auf Karlsruhe wird lapidar mitgeteilt, daß der IC nach Nürnberg leider nicht warten konnte, nebst üblicher Entschuldigungsformulierungen.
Also gut, im Zug geblieben bis Frankfurt, von dort mit dem ICE nach Würzburg, wenn der halbwegs pünktlich ist, bin ich vor Mitternacht in Ansbach (Plan: 21:50 Uhr mit dem IC). Auf Bahnsteig 3 sehe ich Null Zug, und hunderte Menschen. Die RB 21.41 Uhr nach Ansbach ist noch angeschlagen mit unbestimmter Verspätung wegen Personen im Gleisbereich, die eigentliche RB 34837 (22.41) hat man geflissentlich weggelassen. Dafür der Hinweis auf SEV.
Nur: Niemand hat eine Ahnung, wo der losfahren soll. Also trabe ich den Bf. entlang, greife mir den erstbesten Bahnuniformierten und fordere ihn (zugegeben: brüsk!) auf, sich mal zu kümmern. Service- Personal: Null.
Wenig später latscht der gesamte Bahnsteig 3 raus vor das Gebäude, wo irgendwann der SEV abfahren soll. Da steht auch ein Bus, aber der Fahrer weiß von nix. Dann kommt ein Bahn- MA gerannt und verkündet, die RB nach Treuchtlingen stehe zum Einsteigen bereit.
Retour das Ganze, und irgendwann gegen 23.15 geht die Eisenbahn los. Wir stehen hier, wir stehen da, aber der Tf macht Betrieb und um ca. 0.30 erreichen wir Ansbach.
Vom BCS bekam ich ein Haus geschenkt - aus Text- Bausteinen. Zum Teufel mit dem Schwachsinn! Ich hatte argumentiert: erstens hat der IC 2165 zwischendurch keinerlei Anschlüsse zu gewähren ("dank" eines "wohlkonstruierten" Fahrplans - hätte er in Karlsruhe 6 min gewartet, hätte sogar der Umstieg zum ICE aus Mannheim Richtung München und umgekehrt geklappt), und zweitens wurden die Reisenden in Würzburg sträflich allein gelassen.
Den BCS hats nicht interessiert.
Viele Grüße aus Ansbach
Frank
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"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)
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- Eine Gute-Nacht-Geschichte -
SuperMazza,
19.11.2008, 18:56
- Ich war eine Stunde "schlechter" - Frank Augsburg, 19.11.2008, 21:35
- Eine Gute-Nacht-Geschichte - ICE-T-Fan, 20.11.2008, 00:40