Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0? (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 29.09.2011, 17:03 (vor 5501 Tagen)
Hallo ICE-Fans,
früher war alles einfach. Man hatte eine Reiseidee, ging zum Bahnhof, fand einen Schalter, fand einen kompetenten Mitarbeiter der hinter einer Pappkartondruckmaschine saß; links von ihm eine Schreibmaschine und ein Telefon mit Drehscheibe, rechts die mechanische Kasse. Über ungültigen Seitenfehlern, Fatalausnahmen, leere Handybatterien und QR-Codefälschungen brauchte er keine Sorgen zu machen.
Man bestellte eine Reise am Tag X, Zeitpunkt Y, von A nach B, Produktklasse N. Man nahm sich die Zeit, eine optimale Reise auszuklügeln. Groß war zudem die Überraschung, als die Wunschverbindung gerade am genannten Zeitpunkt dank ausgeklügelter Kurswagen umsteigefrei war.
Dann kam der Fahrkartenautomat. So wurde es möglich, frühmorgens, spätabends und sonntags Fahrkarten zu kaufen, auch beim geschlossenen Schalter. Nur schade, dass der Automat nicht persönlich beraten kann.
Danach kam das Internet. So wurde es möglich, zu Hause, hinter einem Bildschirm, Fahrkarten zu kaufen. Die Schreibmaschine bedienen wir selbst, die Pappkartondruckmaschine ist ein Laser-Farbdrucker geworden und steht ebenfalls zu Hause, das Telefon ist da um einen TAN-Code zu empfangen, welche in das E-Bankingprogramm eingetragen werden muß, um den Zahlungsvorgang erfolgreich abzuschließen.
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So weit, so gut. Fahrkarten kaufen wäre niemals zuvor so einfach, würde man sagen. Nope.
Wer KISSen möchte (Keeping It Safe & Simple), muß entweder einen ordentlichen Preis abkassieren, oder geht in die Lotterie. Im ersten Fall handelt es sich um Normalpreisfahrkarten, ggf. mit BahnCard-Rabatt. Im zweiten Fall handelt es sich um Sparangebote. Diese sind nur verfügbar solange Vorrat reicht, es gibt eine Zugbindung und weitere Einschränkungen. Die Bahnlotterie wird noch mit täglichen Ersatzzügen und Wagenwürflereien ergänzt.
Aber das ist noch nicht alles! Fahrkartenkauf direkt bei DB ist sooooo 2010!
Wer heute Bahn fahren möchte, geht zum Supermarkt, Drogerie oder Baumarkt, genauso logisch wie man in Italien Nahverkehrs-Tageskarten beim Salzverkauf erhält. Man kauft sich einige Gläser Nutella, auch wenn man keine Schoki mag. Es könnten ja Gutscheine der Bahn dabei sein! Wenn das so ist, muss man zuerst einige Codes abtippen, damit erhält dann weitere Codes, die man dann in die online Fahrkartenkaufanwendung eintragen muss.
Inzwischen werden die BahnCards und die Normalpreise immer teurer, ist die Bahn nachgefragt wie niemals zuvor, ist aber der Fahrkartenkauf kompliziert wie niemals zuvor (obwohl im Prinzip alle technologischen Errungenschaften da sind, es einfach wie niemals zuvor zu machen). Dann freut Otto Autofahrer sich immer mehr über das Auto das vor seiner Tür steht: er steigt einfach ein und fährt einfach von A nach B.
Was meint Ihr: ist diese ganze Gutscheinebörse und Codes-Austausch ein Kirmes, der die Bahn zum Untergang bringt, oder haben wir hier mit "Fahrkartenkauf 2.0" zu tun?
gruß,
Oscar (NL).
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Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
Torpedo, häufiger im Zug, Donnerstag, 29.09.2011, 17:14 (vor 5501 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Torpedo, Donnerstag, 29.09.2011, 17:17
Um es kurz zu machen: Ich kann dem nur zustimmen. Ich hatte erst kürzlich eine Dikussion mit ein paar Bekannten über die Komplexität des Bahnfahrens. Allein wenn man sich überlegt, wieviele Tarif- und Preisarten es gibt, um halbwegs günstig innerhalb Deutschlands von A nach B zu kommen - Wahnsinn. Zugleich habe ich mich aber auch irgendwie daran angepasst: ich habe zwei Bahncards (50 & 25F), nutze Sonderangebote und Gutscheine der Bahn und fahre dadurch sehr viel Bahn, ohne dafür (im Verhältnis betrachtet) übermässig viel Geld auszugeben.
Allerdings habe ich mit nunmehr fast vier Jahren Vielfahrerei (vorher nur gelegentlich) so halbwegs alle Kniffe des Bahnfahrens raus (man denke nur an die Sparpreisangebote, bei denen man mehr Strecke bucht, um weniger zu zahlen...). Wenn ich aber an meine Eltern oder meine Großeltern denke - diese werde wohl selbst bei gutem Willen nicht so schnell das System durchschauen.
Wenn man sich dann noch überlegt, welchen organisatorischen Aufwand es bedarf, damit auch die DB selbst über ihre diversen Angebote bescheid weiß, dann fragt man sich, ob bei Abschaffung der diversen Sparpreise, Städeangebote, Europaspezial und Gutscheintickets (Lidl, etc.) nicht vielleicht auch die Tickets in Summe für den Reisenden günstiger werden könnten - einfach weil Aufwand auf Seiten der DB gespart wird, sämtliche Tarife und Preisarten auch bei ihren eigenen Mitarbeitern bekannt zu machen.
T.
Schulungsbedarf bei Bahn und Reisendem
fjk, Donnerstag, 29.09.2011, 17:30 (vor 5501 Tagen) @ Torpedo
Wenn man sich dann noch überlegt, welchen organisatorischen Aufwand es bedarf, damit auch die DB selbst über ihre diversen Angebote bescheid weiß, dann fragt man sich, ob bei Abschaffung der diversen Sparpreise, Städeangebote, Europaspezial und Gutscheintickets (Lidl, etc.) nicht vielleicht auch die Tickets in Summe für den Reisenden günstiger werden könnten - einfach weil Aufwand auf Seiten der DB gespart wird, sämtliche Tarife und Preisarten auch bei ihren eigenen Mitarbeitern bekannt zu machen.
Wenn man sich dann noch überlegt, welchen zeitlichen und intellektuellen Aufwands es bedarf, damit jeder Reisendenwunsch wirklich mit dem günstigsten der diversen Angebote (man denke nur an den Probieraufwand, der sich durch über das Ziel irgednwohin gehende Sparpreise ergibt) befahrkartet wird - einige der wohlgemeinten Tariftipps hier treiben das weit auf die Spitze, wobei der Aufwand durch die Tipps wiederum etwas eingeschränkt wird - könnten die Tickets in der Summe sehr viel billiger werden. weil vielen Bahnfreunden viel mehr Zeit zum Bahnfahren (mit Normalpreiskarten) bliebe, statt "mit dem Finger auf der Landkarte" Schnäppchen zu jagen.
rechnet manchmal(!) die Zeit, die ihn zwei Euro Ersparnis gekostet hat, dagegen
fjk
Schulungsbedarf bei Bahn und Reisendem
Torpedo, häufiger im Zug, Donnerstag, 29.09.2011, 17:36 (vor 5501 Tagen) @ fjk
Wenn man sich dann noch überlegt, welchen organisatorischen Aufwand es bedarf, damit auch die DB selbst über ihre diversen Angebote bescheid weiß, dann fragt man sich, ob bei Abschaffung der diversen Sparpreise, Städeangebote, Europaspezial und Gutscheintickets (Lidl, etc.) nicht vielleicht auch die Tickets in Summe für den Reisenden günstiger werden könnten - einfach weil Aufwand auf Seiten der DB gespart wird, sämtliche Tarife und Preisarten auch bei ihren eigenen Mitarbeitern bekannt zu machen.
Wenn man sich dann noch überlegt, welchen zeitlichen und intellektuellen Aufwands es bedarf, damit jeder Reisendenwunsch wirklich mit dem günstigsten der diversen Angebote (man denke nur an den Probieraufwand, der sich durch über das Ziel irgednwohin gehende Sparpreise ergibt) befahrkartet wird - einige der wohlgemeinten Tariftipps hier treiben das weit auf die Spitze, wobei der Aufwand durch die Tipps wiederum etwas eingeschränkt wird - könnten die Tickets in der Summe sehr viel billiger werden. weil vielen Bahnfreunden viel mehr Zeit zum Bahnfahren (mit Normalpreiskarten) bliebe, statt "mit dem Finger auf der Landkarte" Schnäppchen zu jagen.rechnet manchmal(!) die Zeit, die ihn zwei Euro Ersparnis gekostet hat, dagegen
fjk
Wobei es ja Menschen geben soll, denen das Sammeln von Gutscheinen oder Rabatmarken oder das Suchen des günstigen Preis eine Freude bereitet - somit zwar mehr Zeit für den günstigen Preis aufgewendet werden muss, man das aber nicht so richtig mitbekommt, da man ja ein Schnäpchenjäger ist...
Darf ich noch ein paar Tonnen CO2 addieren ?
GUM, Donnerstag, 29.09.2011, 17:40 (vor 5501 Tagen) @ fjk
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 29.09.2011, 17:41
rechnet manchmal(!) die Zeit, die ihn zwei Euro Ersparnis gekostet hat, dagegen
fjk
Jetzt verwende ich zuerst einmal ein Reizwort: früher
In diesem Fall war es tatsächlich besser: Fahrkarten wurden bis zur Einführung des PEP 2003 lokal ausgestellt. Keine vollkommen sinnfreie Anfrage an eine Datenbank, welcher Zug denn etwa noch den gesuchten 49 Euro Sparpreis hätte.
Tonnen von CO2 Verbrauch weniger, kaum Kommunikation zwischen lokalem Fahrkartenautomaten und Zentrale. Kontakt mit der Zenralfunktion wurde nur dann aufgenommen, wenn eine Platzreservierung gebucht wurde oder der Automat ein normales Update eingespielt hat (Neue Tarife von server auf lokalen Automaten, neue bahn.bonus Punkte von lokalen Automaten auf Zentrale).
Damit könnte man sogar eine Zwischenversion verarbeiten, nämlich SP50/SP25 ohne Kontingente.
[Natürlich das Zahlungssystem nicht vergessen, das ist aber unabhängig von dem Preissystem].
Also kommen zu den Zeitverlusten der Kunden jede Menge Tonnen CO2 !
Das ganze ecoprogram der Bahn kann man einstampfen, wenn man die unnütze Kommunikation über Funk oder Festleitugen reduziert.
Wie Oscar (NL) eben geschrieben hat !
*überzupflanzendebäumenachdenkender*
GUM
Auch Normalpreis kann lustig sein
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 29.09.2011, 17:43 (vor 5501 Tagen) @ fjk
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 29.09.2011, 17:43
Moin!
Auch Normalpreis kann lustig sein.
Gegeben sei eine Reise von A nach C, hin über D, zurück über E (siehe Skizze).
A------B---E---C
\ /
\ /
\ /
D
Je nachdem, ob C, D oder E als Zielort angegeben wurde, gab es drei unterschiedliche Preise für dieselbe Verbindung. Allerdings nur 1,50 Unterschied zwischen billigstem und teuerstem.
Ich denke, auch auf Oscars Frage hin, daß Tarifdschungel ein gutes Wort ist. Abholzen des Regenwaldes ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Ist der Tarifdschungel der DB ein Teil desselben? Von mir aus könnte da mal ordentlich gerodet werden.
Viele Grüße, Sören
--
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
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Dem kann ich nur voll zustimmen !
GUM, Donnerstag, 29.09.2011, 17:17 (vor 5501 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 29.09.2011, 17:19
Habe gerade erst heute wieder versucht für eine private Fahrt einen Fahrschein für eine Strecke von knapp unter 200 Kilometern rauszusuchen.
Und es kommt wie es kommen mußte: Die Vorausbuchungstarife sind in diesem Fall ungeeignet, das einzige Fahrkartenangebot im Fernverkehr ist entweder der Normalpreis oder ein "Freizeit-Ticket" mit einer Fahrplanlücke morgens und einer Fahrplanlücke von >4 Stunden am Nachmittag.
Wenn ich fahre, was wird stattdessen gekauft ?
Länder-Ticket Bayern, 33 Euro pro Person. Seltsame Bahnwelt.
Ich auch!
railan, Augsburg, Donnerstag, 29.09.2011, 19:09 (vor 5501 Tagen) @ GUM
Hallo!
In diversen Diskussionen zum Thema hab' ich ja schon meine ähnlich gelagerte Meinung kund getan und beim letzten 3-Wochen Deutschland-Urlaub kam ernsthaft der Gedanke an Auto kaufen oder zumindest Auto mieten auf.
Mittlerweile glaube ich dem Rätsel Fahrscheinpreis und Fahrstrecke etwas näher gekommen zu sein: Wenn man etwas vorausplanen kann, hat einfach das Einsteigen seinen Preis. Wie weit man dann schlussendlich fährt, ist mehr oder weniger egal.
Das erkennt man auch daran, dass die Sitzplatzreservierung nochmal bis zu 10% des Fahrpreises ausmacht.
Wenn man aber spontan zu zweit, dritt oder viert irgendwo hin will, hat man verloren und nimmt u.U. besser ein Taxi.
Wie schon in einem anderen Thread beschrieben - zu Zweit für 59€ 600km aber spontan für 150 km bis zu 250 Euro!
Wenn ich nur ein bissl lieber Auto fahren würde, hätte ich schon längst wieder eine Karre...
Grüße Rainer
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
fjk, Donnerstag, 29.09.2011, 17:22 (vor 5501 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
danke für die Skizzierung der Entwicklung, die zumindest zum Nachdenken anregt. Manche zum Nachdenken darüber, wo es noch Nutella gibt, andere über den Fisch und 41 weitere Aspekte.
Zu den weiteren Aspekten möchte ich diesen zählen, denn die Gutschein-Manie lockt sogar den ein oder anderen stockkonservativen Schalter- (und Automaten-)benutzer ins Internet, mit (scheinbar*? kurzfristig?) äußerst überzeugenden Argumenten für das eigene Portemonnaie. Für den Kunden geht ein alter Mehdornwunsch in Erfüllung: Schalterkarten sind teurer. Nur nicht wegen Bedienzuschlag, sondern wegen Internet"abschlag". Deswegen geht niemand mehr zum Schalter - und das war's.
Danke aber auch für die drastische Formulierung mit der untergehenden Bahn: Nein, die Bahn wird davon nicht untergehen. Die hat (in Deutschland) sogar ein knappes Jahrhundert als Behörde überstanden, in England (wenn's auch eng war) eine Hammerprivatisierung und überall das Ende der Dampfloks. Ob aber alles immer besser, billiger oder gar nur bequemer wird, darüber muss sich wohl jeder ein eigenes Urteil bilden. Zumal zumindest bei zwei b ganz klar Geschmacksfragen mit hereinspielen. Und damit sind wir wieder bei Nutella;-)
isst eher herzhaft zu Abend
fjk
*) es kursierten hier empirisch belegte Überlegungen, dass zur Laufzeit der WM-Bahncard die "günstigen" Sparpreiskategorien weit spärlicher besetzt gewesen seien als sonst. Warum sollte man diesen total rafinierten Kunstgriff zur Erlöserhaltung nicht auch während der Gutscheinzeiten anwenden? Nach dem Motto "was Saturn kann"...
Das war ein guter Beitrag, danke dafür
GUM, Donnerstag, 29.09.2011, 17:45 (vor 5501 Tagen) @ fjk
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 29.09.2011, 17:46
*) es kursierten hier empirisch belegte Überlegungen, dass zur Laufzeit der >WM-Bahncard die "günstigen" Sparpreiskategorien weit spärlicher besetzt gewesen seien >als sonst. Warum sollte man diesen total rafinierten Kunstgriff zur Erlöserhaltung >nicht auch während der Gutscheinzeiten anwenden? Nach dem Motto "was Saturn kann"...
Ist übrigens interessant. Eine ähnliche Diskussion hatte ich mit einer (etwas genervten) Cd-Verkäuferin im (Ladenname), deren Laden zu Zeiten der Saturn-Aktion fast vollkommen leer war. Obwohl dort die CDs, die *vorgeblich* zum Einkaufspreis verkauft wurden, teurer waren als bei (Ladenname).
Bloß vier oder fünf Schnelldreher aus dem Prospekt waren tatsächlich billiger dort.
Und schließlich haben wir uns über Ladenmiete, Licht etc. unterhalten und sie war erstaunt, dass Kunden auch rechnen können :-)
Daran musste ich gerade denken, nach dem Motoo "was Saturn kann"....
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
michael_seelze, Donnerstag, 29.09.2011, 20:11 (vor 5501 Tagen) @ fjk
Zu den weiteren Aspekten möchte ich diesen zählen, denn die Gutschein-Manie lockt sogar den ein oder anderen stockkonservativen Schalter- (und Automaten-)benutzer ins Internet, mit (scheinbar*? kurzfristig?) äußerst überzeugenden Argumenten für das eigene Portemonnaie. Für den Kunden geht ein alter Mehdornwunsch in Erfüllung: Schalterkarten sind teurer. Nur nicht wegen Bedienzuschlag, sondern wegen Internet"abschlag". Deswegen geht niemand mehr zum Schalter - und das war's.
Na ja, zum Teil auch wegen "Bedienzuschlags" auf Sparpreise des FV und NV-Sonderangebote. Vielleicht steckt hinter den diversen Gutscheinaktionen, die im übrigen auch immer weniger planbar sind (-->siehe BILD-Ticket, buchbar in einem Zeitraum von 9 Tagen) ja tatsächlich, die Kunden vom Schalterkauf abzubringen, um nach der Schließung der meisten Schalter dann die Gutscheinaktionen zurückzufahren.
Es wäre z.B. zu begrüßen, wenn das Verkaufssystem am Schalter mit den gleichen Angaben bezüglich Via-Halten und Verkehrsmittelauswahl gefüttert werden könnte, wie die Online-Verbindungssuche. Dann würde ich ggf. mit den aufgeschriebenen, notwendigen Angaben zum Schalter gehen. So buche ich nur NV-Kurzstrecken-Tickets außerhalb von Verbünden, die günstiger als die LT-Angebote sind, am Schalter.
Zum Ursprungsthema:
Für alle mit dem Internet vertrauten Reisenden ist es ja möglich, die AGB regelmäßig auf neue Angebote zu prüfen und so von den vielen Gutschein-Aktionen zu profitieren.
Wer da nicht mehr durchsteigt (oder nicht kann, wenn man keinen Internetanschluss und nicht jede Woche zum Automaten rennen will) und keinen "Schnäppchenjäger" zur Hand hat (es gibt ja auch Unternehmen, die mit der von Ihnen erreichten Ersparnis für den Kunden Geld verdienen), zahlt einen höheren Preis als notwendig und "die Bahn" freut sich.
Warum sollte "die Bahn" aus ihrer Sicht das Tarifsystem vereinfachen? Würde durch damit zurückgewonnene Kunden der Gewinn steigen?
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
Redesign, Donnerstag, 29.09.2011, 22:11 (vor 5501 Tagen) @ michael_seelze
Es ist wie auf einem Jahrmarkt, Nutella gibt es jetzt halt ein paar Gläser mehr im Schrank... mit jeweils mindestens einem Gutschein - oder sogar 3x pro Glas... wer ausser den Leuten in diesem Forum setzt die Gutscheine so fleissig ein?
Was kostet eigentlich ein Computer inkl. Service, Wartung etc im Jahr und was ein Schalter-Berater? Ich bezweifle, daß die Fahrkartenautomaten wirklich günstiger sind, Automaten erklären nichts, und mit IT-Abteilung, IT-Beratern, Service-Techniker vor Ort für die Automaten, sind die wirklich günstiger als Mitarbeiter im Reisezentrum? Da brauche ich nur kleine PC-Terminals, keine Geldannahme/Wechseleinheiten...
Es wäre z.B. zu begrüßen, wenn das Verkaufssystem am Schalter mit den gleichen Angaben bezüglich Via-Halten und Verkehrsmittelauswahl gefüttert werden könnte, wie die Online-Verbindungssuche. Dann würde ich ggf. mit den aufgeschriebenen, notwendigen Angaben zum Schalter gehen. So buche ich nur NV-Kurzstrecken-Tickets außerhalb von Verbünden, die günstiger als die LT-Angebote sind, am Schalter.
Wo liegen denn da die Unterschiede, was kann der Schaltermitarbeiter nicht und was kann er mehr?
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
michael_seelze, Donnerstag, 29.09.2011, 23:22 (vor 5501 Tagen) @ Redesign
Was kostet eigentlich ein Computer inkl. Service, Wartung etc im Jahr und was ein Schalter-Berater? Ich bezweifle, daß die Fahrkartenautomaten wirklich günstiger sind, Automaten erklären nichts, und mit IT-Abteilung, IT-Beratern, Service-Techniker vor Ort für die Automaten, sind die wirklich günstiger als Mitarbeiter im Reisezentrum? Da brauche ich nur kleine PC-Terminals, keine Geldannahme/Wechseleinheiten...
Ohne Bargeldannahme/Wechselgeldrückgabe hat man es ja mal versucht. Eine IT-Abteilung dürfte für die Bahn notwendig sein- auch ohne Fahrkartenautomaten.
Ich vermute, dass die Zahl der theoretisch notwendigen Fahrkartenverkäufer für die Bahnstationen in Deutschland, auch wenn man die Stationen der niedrigsten beiden Bahnhofskategorien außen vor lässt, die Zahl der für die Automaten zuständigen Techniker weit überschreitet. Auch wäre interessant zu erfahren, wie erstere im Vergleich zu letzteren bezahlt werden und ob sie direkt bei der Bahn beschäftigt sind.
Den wesentlichen Nachteil der Automaten hast du genannt: Fehlende Beratung.
Theoretisch könnten sich die Kunden über die Preise durch Ausprobieren der Verbindungen am Automaten selbst informieren. Die BB sind ja fast gänzlich an den Automaten lesbar. Wobei ich betone, dass das in der Theorie so ist. In der Praxis wäre es kaum einem Kunden zuzumuten, zumal man in den BB einzelne Seiten blättern muss und nicht zu einer Seitenzahl springen kann.
Es wäre z.B. zu begrüßen, wenn das Verkaufssystem am Schalter mit den gleichen Angaben bezüglich Via-Halten und Verkehrsmittelauswahl gefüttert werden könnte, wie die Online-Verbindungssuche. Dann würde ich ggf. mit den aufgeschriebenen, notwendigen Angaben zum Schalter gehen. So buche ich nur NV-Kurzstrecken-Tickets außerhalb von Verbünden, die günstiger als die LT-Angebote sind, am Schalter.
Wo liegen denn da die Unterschiede, was kann der Schaltermitarbeiter nicht und was kann er mehr?
Zu den Unterschieden kann vielleicht der User "Sascha Heß" etwas sagen. Soweit ich mich an Beitragsbäume in diesem forum erinnere, kann man die Verkehrsmittelwahl für Streckenabschnitte bei 2 Via-Halten nur für eine "Kernstrecke" am Schalter festlegen.
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 30.09.2011, 15:03 (vor 5500 Tagen) @ Redesign
Es ist wie auf einem Jahrmarkt, Nutella gibt es jetzt halt ein paar Gläser mehr im Schrank... mit jeweils mindestens einem Gutschein - oder sogar 3x pro Glas... wer ausser den Leuten in diesem Forum setzt die Gutscheine so fleissig ein?
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Was kostet eigentlich ein Computer inkl. Service, Wartung etc im Jahr und was ein Schalter-Berater? Ich bezweifle, daß die Fahrkartenautomaten wirklich günstiger sind, Automaten erklären nichts, und mit IT-Abteilung, IT-Beratern, Service-Techniker vor Ort für die Automaten, sind die wirklich günstiger als Mitarbeiter im Reisezentrum?
Der ganze IT-Kirmes braucht man ohnehin, dafür ist das System schon komplex genug, egal ob Schaltermitarbeiter oder nicht.
Der einzige Unterschied ist die Benutzeroberfläche. Aber Objektklassen wie "Fahrkarte", "BahnCard-Ermäßigung" braucht man ohnehin.
Es wäre z.B. zu begrüßen, wenn das Verkaufssystem am Schalter mit den gleichen Angaben bezüglich Via-Halten und Verkehrsmittelauswahl gefüttert werden könnte, wie die Online-Verbindungssuche. Dann würde ich ggf. mit den aufgeschriebenen, notwendigen Angaben zum Schalter gehen. So buche ich nur NV-Kurzstrecken-Tickets außerhalb von Verbünden, die günstiger als die LT-Angebote sind, am Schalter.
Wo liegen denn da die Unterschiede, was kann der Schaltermitarbeiter nicht und was kann er mehr?
Am Schalter hat man eine Fehlermöglichkeit mehr, weil möglicherweise der Schaltermitarbeiter die Wünsche des Kunden inkorrekt übernimmt.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
Zugfahrer, Donnerstag, 29.09.2011, 22:17 (vor 5501 Tagen) @ Oscar (NL)
Das Preiswirrwarr der Tickets und Tarife finde ich grauenvoll.
Das System der Preise habe ich bisher nie so richtig verstanden.
Berlin Hbf - München Hbf. eine Person ohne BC (ohne umsteigen, Berlin-Leipzig-Jena Paradies-Nürnberg-Ingolstadt-München Hbf.) 116,00 € für eine einfache Fahrt als Normalpreisticket. Fährt man die gleiche Strecke, jedoch anstelle über Ingolstadt, etwas zeitintensiver über Augsburg, dann bezahlt man auch 116,00 € für das Normalpreisticket.
Bei den Ticketprüfungen durch die Zub habe ich schon Online-Tickets bei Fahrgästen für das Produkt Sparpreis Hin- und Rückfahrt gesehen, wo ich 259,00 € auf dem Online-Ticket für eine Person, ohne Reservierung, für die gleiche Strecke erblickte.
Berlin Hbf - München Hbf. eine Person ohne BC, ohne umsteigen, Berlin-Leipzig-Jena Paradies-Nürnberg-Ingolstadt-München Hbf. + Rückfahrt die gleiche Strecke))
Hoffentlich bleiben mir solche "Sparpreise" erspart!!!
Oder Ticketanfrage von Berlin Ostbahnhof nach Wien im EC. Vier verschiedene Preisauskünfte erhalten , Berlin Hbf nennt einen anderen Preis als Magdeburg Hbf und bei der Frage in Hannover Hbf. nannte mir der MA auch einen anderen Preis. Im Internet gab es einen weiteren Preis. Welcher ist denn nun aktuell? Gleiche Abfahrtzeit, gleicher Zug, gleicher Reisetag.
Oft erlebe ich auch Diskussionen von Fahrgästen mit den Zubs, weil die Fahrgäste die Komplexität des Ticketsytems nicht durchschauen. Die Zubs kennen sich oft selbst im Tarifwirrwarr gar nicht mehr aus. Monatlich gibt es ständig neue Ticketvarianten, deren Sinn und Inhalte dem Fahrgast und den Mitarbeitern verborgen bleiben.
Meiner Ansicht nach, sollte einen nach Entfernung berechneten günsntigen Einheitsfahrpreis geben. Günstig bahnfahren für alle, subventioniert vom Bund, da die Bahn ja ein bundeseigenes Unternehmen ist.
Die Züge werden dann zwar von Menschen überquellen, aber bei anschlussrelevanten Verspätungen, Betriebsstörungen, Zugausfällen, etc. kann man immer noch auf den günstigen Einheitspreis verweisen.
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
dvor, Freitag, 30.09.2011, 06:57 (vor 5501 Tagen) @ Zugfahrer
Berlin Hbf - München Hbf. eine Person ohne BC (ohne umsteigen, Berlin-Leipzig-Jena Paradies-Nürnberg-Ingolstadt-München Hbf.) 116,00 € für eine einfache Fahrt als Normalpreisticket. Fährt man die gleiche Strecke, jedoch anstelle über Ingolstadt, etwas zeitintensiver über Augsburg, dann bezahlt man auch 116,00 € für das Normalpreisticket.
Damit legt man sich fest auf eine Fahrt über Jena. Über Fulda gilt die Fahrkarte nicht. EUR 116 für 2. Klasse mit ICE.
Bei den Ticketprüfungen durch die Zub habe ich schon Online-Tickets bei Fahrgästen für das Produkt Sparpreis Hin- und Rückfahrt gesehen, wo ich 259,00 € auf dem Online-Ticket für eine Person, ohne Reservierung, für die gleiche Strecke erblickte.
Wenn das 2. Klasse ist dann ist das schwer zu glauben. Der maximale Normalpreis 2. Klasse beträgt EUR 129. So kann ich mir einen Gesamtpreis von EUR 258 (nicht EUR 259) erklären. Das schliesst bei Berlin-München auch den Weg über Fulda ein.
Unteschiedliche zugelassene Fahrtstrecken erklären unterschiedliche Normalpreise. Aber EUR 259 als Sparpreis? Sparpreise 2. Klasse hören doch bei EUR 99 auf? Mehr als EUR 198 für eine Sparpreis-Rückfahrkarte sind eigentlich gar nicht möglich?
Diskussion: Gutscheinkirmes oder Fahrkartenkauf 2.0?
Giovanni, Freitag, 30.09.2011, 10:17 (vor 5501 Tagen) @ dvor
Berlin Hbf - München Hbf. eine Person ohne BC (ohne umsteigen, Berlin-Leipzig-Jena Paradies-Nürnberg-Ingolstadt-München Hbf.) 116,00 € für eine einfache Fahrt als Normalpreisticket. Fährt man die gleiche Strecke, jedoch anstelle über Ingolstadt, etwas zeitintensiver über Augsburg, dann bezahlt man auch 116,00 € für das Normalpreisticket.
Damit legt man sich fest auf eine Fahrt über Jena. Über Fulda gilt die Fahrkarte nicht. EUR 116 für 2. Klasse mit ICE.
Bei den Ticketprüfungen durch die Zub habe ich schon Online-Tickets bei Fahrgästen für das Produkt Sparpreis Hin- und Rückfahrt gesehen, wo ich 259,00 € auf dem Online-Ticket für eine Person, ohne Reservierung, für die gleiche Strecke erblickte.
Wenn das 2. Klasse ist dann ist das schwer zu glauben. Der maximale Normalpreis 2. Klasse beträgt EUR 129. So kann ich mir einen Gesamtpreis von EUR 258 (nicht EUR 259) erklären. Das schliesst bei Berlin-München auch den Weg über Fulda ein.Unteschiedliche zugelassene Fahrtstrecken erklären unterschiedliche Normalpreise. Aber EUR 259 als Sparpreis? Sparpreise 2. Klasse hören doch bei EUR 99 auf? Mehr als EUR 198 für eine Sparpreis-Rückfahrkarte sind eigentlich gar nicht möglich?
Maximalpreis / höchste Sparpreisstufe zzgl NE-Anstoßtarif?
oder 1. Klasse?
OT: Image von "Nutella" und DB kompatibel?
Thalyseo, Freitag, 30.09.2011, 10:17 (vor 5501 Tagen) @ dvor
Hallo,
habe gestern mal - aus reiner Neugierde - an der Bahn-Befragung zur "Nutella"-Aktion und eine Frage geht mir dabei nicht aus dem Kopf: "Wie gut passt ,Nutella´ zur Bahn?"
Dies galt es auf einer Skala von eins (= passt sehr gut) bis sechs (= passt überhaupt nicht).
Habe mich für eine vier entschieden, da ich - vom Colourcode abgesehen - keine Parallelen sehe! Zwar erscheint mir Ferrero - mit seiner (relativ) überschaubaren Produktpalette - durchaus nicht uninteressant, ich denke aber, dass der "Country of Orgin"-Effekt stärker in den Mittelpunkt rücken sollte; Ferrero ist ein italienisches Unternehmen.
Allerdings wüsste ich jetzt auch keinen "besseren" Partner; im Süßwarensegment würde mir jetzt nur "Ritter Sport" einfallen, deren Image aber ja eher auf Diversität abstellt und daher (potentiell) zur Verwässerung neigt.
Vielleicht wüsste ja der/die eine oder andere was; interessiert mich nicht nur privat. -;)
Hans Riegel Bonn - Haribo?
GUB, Bremen, Freitag, 30.09.2011, 10:26 (vor 5501 Tagen) @ Thalyseo
- kein Text -
OT: Image von "Nutella" und DB kompatibel?
Hustensaft, Freitag, 30.09.2011, 13:51 (vor 5500 Tagen) @ Thalyseo
Weiter OT:
Niederegger Marzipan aus Lübeck.
Die Farben sind denen der Bahn (rot und weiß) sehr ähnlich, ebenso die Form vieler Produkte. Zwar besteht auch eine Ähnlichkeit wegen der Hochpreisigkeit, dafür ist die Qualität aber auch entsprechend gut (es sei denn, der Händler lagert falsch).
OT: Image von "Nutella" und DB kompatibel?
Henrik, Freitag, 30.09.2011, 14:33 (vor 5500 Tagen) @ Hustensaft
Weiter OT:
Niederegger Marzipan aus Lübeck.
Die Farben sind denen der Bahn (rot und weiß) sehr ähnlich, ebenso die Form vieler Produkte. Zwar besteht auch eine Ähnlichkeit wegen der Hochpreisigkeit, dafür ist die Qualität aber auch entsprechend gut (es sei denn, der Händler lagert falsch).
ist aber eher eine regionale Edelmarke. Wie bekannt & verbreitet ist das denn südlich von Hamburg?
"Ich fahr nach Lübeck, was könnte ich mir denn da anschauen?" - "auf jeden Fall zu Niederegger :P" - "Niederegger? Was ist das?"
Wenn schon regional & Edel & gut & Norden, wieso dann nicht Schwartau?
Das erste extra des Tages kennt ganz Deutschland.
und noch besser: Bahlsen, aus Hannover ! Ha!
Bahlsen-Produkte finde ich auch im kleinsten Tante Emma Laden im etruskischen Dörflein.
OT: Image von "Nutella" und DB kompatibel?
dbm, far far away, Freitag, 30.09.2011, 14:35 (vor 5500 Tagen) @ Henrik
Weiter OT:
ist aber eher eine regionale Edelmarke. Wie bekannt & verbreitet ist das denn südlich von Hamburg?
"Ich fahr nach Lübeck, was könnte ich mir denn da anschauen?" - "auf jeden Fall zu Niederegger :P" - "Niederegger? Was ist das?"
Hier in Konstanz kriegst du das in jedem Drogeriemarkt (was ich auch sehr gerne nutze :O)...
--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie GUM nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave GUM unattended!
Marzipan aus Lübeck ist ziemlich bekannt :)
GUB, Bremen, Freitag, 30.09.2011, 15:44 (vor 5500 Tagen) @ Henrik
- kein Text -
Lübecker Marzipan ja - aber Niederegger? ^^
Henrik, Freitag, 30.09.2011, 15:55 (vor 5500 Tagen) @ GUB
bearbeitet von Henrik, Freitag, 30.09.2011, 15:56
wie gesagt - der von mir genannte Dialog ist keine Seltenheit, die mir stets widerfährt.
.....mal vom Image abgesehen, worum es hier ja ging.
Das sehe ich nunmal gar nicht gegeben.
Zeig mir mal die Werbung.
Lübecker Marzipan ja - aber Niederegger? ^^
Hustensaft, Freitag, 30.09.2011, 19:45 (vor 5500 Tagen) @ Henrik
Werbung für Niederegger? Wofür? Offenkundig haben die das gar nicht nötig!
Ab und an gibt es mal Promotion-Aktionen, meist mit sozialem Hintergrund (z.B. Verkauf einer überdimensionalen Marzipan-Torte für einen guten Zweck), ansonsten Fehlanzeige. Bei anderen wirkliche guten Marken (z.B. Lindt) ist das übrigens kaum anders.
Und um zum Thema zurück zu kommen: Von Farbe und Form her würde das defintiv zur Bahn passen - nur habe ich Zweifel, ob Niederegger da mitspielen würde, ich habe Zweifel, ob die ihren Ruf mit dem der Bahn verknüpft sehen wollten.
OT: Image von "Nutella" und DB kompatibel?
Henrik, Freitag, 30.09.2011, 14:53 (vor 5500 Tagen) @ Thalyseo
habe gestern mal - aus reiner Neugierde - an der Bahn-Befragung zur "Nutella"-Aktion und eine Frage geht mir dabei nicht aus dem Kopf: "Wie gut passt ,Nutella´ zur Bahn?"
oohhh, das ist interessant.
Habe mich für eine vier entschieden, da ich - vom Colourcode abgesehen - keine Parallelen sehe! Zwar erscheint mir Ferrero - mit seiner (relativ) überschaubaren Produktpalette - durchaus nicht uninteressant, ich denke aber, dass der "Country of Orgin"-Effekt stärker in den Mittelpunkt rücken sollte; Ferrero ist ein italienisches Unternehmen.
Was meinst Du mit Parallelen? Wofür, in welcher Richtung?
gut, nutella hat ein sehr positives Image, die Bahn nun nicht gerade - keine Parallele, aber davon kann die Bahn doch nur profitieren.
Wieso sollte nutella nicht zur Bahn passen als Partner?
Weil der Hauptsitz der Hersteller Firma irgendwo in Italien ist?
Wen interessiert das? Wer weiß das denn überhaupt? Auf dem nutella-Glas steht Frankfurt drauf, mehr nicht.
Es ist alles sehr deutschem Deutschen Kulturkreis entsprechend,
ist gar Sponsor unserer Deutschen Nationalmannschaft.
Vielleicht wüsste ja der/die eine oder andere was; interessiert mich nicht nur privat. -;)
....sondern beruflich?
OT: Image von "Nutella" und DB kompatibel?
Thalyseo, Freitag, 30.09.2011, 16:35 (vor 5500 Tagen) @ Henrik
Was meinst Du mit Parallelen? Wofür, in welcher Richtung?
Der Konsument verbindet mit einer Marke - sofern sie stark ist - ein spezifisches Image. Wenn man, wie im Fall der DB und Nutella, Cobranding (= Markenallianz) betreibt, ist der Zweck, dass zumindest eine Marke vom Image der anderen profitiert (oder idealerweise beide von einander).
"Tesa" ist bspw. eine starke Marke, die ein ganz anderes Image als die Bahn hat. Hier wäre ein Cobranding wenig sinnvoll, da die Marken nicht wirklich zueinander passen/kompatibel sind (= jedenfalls in meinen Augen).
Bei der Bahn hat man - wie bei allen Dienstleistungen - das Problem der fehlenden physischen Elemente, daher erfolgt auf gern der Rückgriff auf klassische "Produkte" (= physische Elemente).
gut, nutella hat ein sehr positives Image, die Bahn nun nicht gerade - keine Parallele, aber davon kann die Bahn doch nur profitieren.
Das wäre im Rahmen der DB-Befragung eigentlich ex ante zu klären gewesen. Welches Image hat die Bahn bzw. welches Nutella? Evtl. hat man das ja auch gemacht, aber der direkte Vergleich kann den Probanden doch allzu leicht überfordern. Daher erfragt man - idealerweise - zunächst das Image von der Bahn und von Nutella (= Reihenfolge entscheidend!). Alledings bedeutet das auch mehr Fragen und eine höhere Abbrecherquote...
Übrigens, habe ich selbst einmal eine empirische Untersuchung zum Thalys durchgeführt, in der die DB (vergleichsweise) deutlich besser abschnitt!
Wieso sollte nutella nicht zur Bahn passen als Partner?
Nun ja, in meinen Augen ist eine Stärke der Marke "Deutsche Bahn" der Country-of-Origin-Effekt. Farblich passt es natürlich sehr gut. -;)
In der Bewertung habe ich mit "vier" ein Passung zwar eher verneint als bejaht, damit aber nicht völlig ausgeschlossen.
Weil der Hauptsitz der Hersteller Firma irgendwo in Italien ist?
Wen interessiert das? Wer weiß das denn überhaupt? Auf dem nutella-Glas steht Frankfurt drauf, mehr nicht.
Wenn dem wirklich so ist - kann ich weder bestätigen, noch widerlegen - wäre die Dachmarke "Ferrero" eher im Hintergrund, bzw. relativ schwach (Stichwort: Markenherkuft). Das könnte, muss aber nicht die Strategie des Unternehmens sein!
Es ist alles sehr deutschem Deutschen Kulturkreis entsprechend,
ist gar Sponsor unserer Deutschen Nationalmannschaft.
Ja, ein guter Moderatoreffekt (= aus Sicht der DB): Nutella bedient sich hier der Marke "DFB", ebenfalls Cobranding. Das macht übrigens auch "Lufthansa" (ansatzweise) in seinem Brandmovie "A symphony of angels".
Vielleicht wüsste ja der/die eine oder andere was; interessiert mich nicht nur privat. -;)
....sondern beruflich?
Wenn ich da genauer drauf eingehen wollte, hätte ich das sicherlich schon getan. -;)