Katastrophale Sicherheitslücken bei der Bahn (Allgemeines Forum)

Freestyler, Freitag, 14.11.2008, 17:23 (vor 6334 Tagen)

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,590504,00.html

anscheinend ist man im Notfall auf sich allein gestellt nach dem Prinzip, jeder ist sich selber der Nächste!

Erst Sícherheitsmängel bei den Nahverkehrszügen, zumindestens einen Teil und jetzt kommt raus, dass die Bahn an lebenswichtigen Sicherheitsrelevanten Sachen spart.

Na dann gute Nacht allerseits!

Untersuchungsbericht: Unfall im Landrückentunnel

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Freitag, 14.11.2008, 17:27 (vor 6334 Tagen) @ Freestyler

Hallo,
gerne würde ich mal wieder eine positive Meldung hier ins Forum setzen. Aber leider finde ich nur solche Sachen:
***
Behörde kritisiert massive Versäumnisse der Bahn

Die Deutsche Bahn hat offenbar nicht nur bei den ICE-Achsen, sondern auch bei Unfällen auf der Schnellzugstrecke Hannover-Würzburg ein massives Sicherheitsproblem.

Berlin - Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des Regierungspräsidiums Hessen über den Zusammenstoß eines ICE mit einer Schafherde Ende April in einem Tunnel bei Fulda, die dem Tagesspiegel vorliegt. "Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind bedenklich", urteilte Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) in einem Schreiben an Bahn-Chef Hartmut Mehdorn, das der Zeitung ebenfalls vorliegt. Er bittet, die Sicherheitsvorkehrungen "zu überdenken". Bei dem Unfall waren 19 Menschen zum Teil schwer verletzt worden, nachdem eine Schafherde unter noch ungeklärten Umständen in den Tunnel gelaufen war.

Der Bericht listet eine Reihe von schweren Mängeln bei der Bahn auf, sowohl bei der Sicherheit an der Infrastruktur als auch beim Rettungseinsatz nach der "Beinahe-Katastrophe", wie es heißt. "Zwingend erforderliche technische Ausstattungen, die heute Stand der Technik sind und bei allen Verkehrsprojekten eingebaut werden, fehlen auf der Strecke." So habe ein Kamerasystem gefehlt, das ähnlich wie in Straßentunneln den Betrieb überwacht und vor den Schafen hätte warnen können. Mit einem solchen System "wäre der Unfall wahrscheinlich vermeidbar gewesen", heißt es in der Studie. Auch ein Zaun fehlte an der Unfallstelle. "Der Gleiskörper konnte an dieser gefährlichen Stelle ungehindert durch die Tiere betreten werden."

Mit dem Rettungseinsatz habe die Bahn große Probleme gehabt. So habe nach der Kollision die Notfallzentrale im Konzern Informationen an die Feuerwehr "nicht oder nur unzureichend" weitergegeben. Zunächst sei sogar "eine falsche Kilometerangabe" übermittelt worden. Die Spezial-Rettungszüge für Tunnel-Unfälle seien danach "nicht unverzüglich alarmiert und entsandt" worden. Ein Lokführer dieser Züge sei nach Aussagen der Feuerwehr überdies "nicht nüchtern" gewesen, ein anderer habe erst die Gebrauchsanweisung des Zuges lesen müssen, bevor er in den Tunnel habe einfahren können. Dies habe zu "erheblichen Verzögerungen" geführt, heißt es weiter. Ohnehin hätten diese Züge "lange Anfahrzeiten", zudem stünde etwa der Rettungszug Kassel "regelmäßig für mehrere Monate am Standort nicht zur Verfügung". Insgesamt sei die Informationspolitik der Bahn "als mangelhaft zu bezeichnen".

Die örtliche Feuerwehr konnte der Studie zufolge zuvor an der Unfallstelle nicht eingreifen. Zum einen habe sie den Strom der Oberleitung nicht abstellen können, da an der Strecke Hannover-Würzburg entsprechende Schalter fehlten. Zum anderen fehle es den Einsatzkräften an Ausrüstung, um bei Tunnel-Unfällen helfen zu können. Auch gebe es in den Tunneln keine Versorgung mit Löschwasser, und der Vorrat in den Rettungszügen sei "nicht ausreichend". (Tsp)
***
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Deutsche-Bahn;art271,2661454

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
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Freestyler war schneller: Habe meinen Beitrag verschoben!

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Freitag, 14.11.2008, 17:31 (vor 6334 Tagen) @ Holger_HAM

Hallo,
gleiches Thema zur fast gleichen Zeit eröffnet. Da habe ich mal meinen Beitrag rasch verschoben. ;-)

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Freestyler war schneller: Habe meinen Beitrag verschoben!

Freestyler, Freitag, 14.11.2008, 17:37 (vor 6334 Tagen) @ Holger_HAM

Hah, war ich mal schneller :)


Ich hätte im Moment tierisch Panik einen ICE zu betreten. Ich hab ja keine Ahnung, an was für Sicherheiten die DB noch spart.

Hätte ich die entsprechende Entscheidungsbefugniss, würde ich erstmal alle ICEs Drosseln, vorallem in Tunneln.

Vielleicht klingt es ja jetzt ein wenig suspekt, aber wenn die Bahn ja nun an die Börse gehen will braucht Sie ja nun andere die der Bahn Kapital in Form vom Aktienkauf geben. Wenn nun eine Negativschlagzeile der Anderen folgt, wird es sich mit dem Börsengang eh erledigt haben.

Denn fehlende Sicherheit = Angst der Reisenden = weniger Passagiere = weniger Interesse 3. Unternehmen / Personen an Kapital = weniger Kapital = kein Nutzen einer AG.

Vertrauen in die Basis!

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Freitag, 14.11.2008, 17:52 (vor 6334 Tagen) @ Freestyler

Hallo,

Ich hätte im Moment tierisch Panik einen ICE zu betreten. Ich hab ja keine Ahnung, an was für Sicherheiten die DB noch spart.

das habe ich nicht. Vertrauen in die Führung der DB habe ich leider absolut nicht mehr. Aber vorhanden ist noch das Vertrauen in die Mitarbeiter, von denen ich viele im Freundes- und Bekanntenkreis habe. Denen vertraue ich, dass sie den Mumm haben einen Zug stillzulegen und sich gegebenenfalls auf Diskussionen mit Vorgesetzten einlassen müssen, wenn sie Zweifel an der Sicherheit haben.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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@Holger_HAM: Dank an die Basis

GUM, Freitag, 14.11.2008, 19:07 (vor 6334 Tagen) @ Holger_HAM

Dem möchte ich mich als (einfacher) Fahrgast anschließen.

Und darf ich allen Mitarbeitern der DB einen herzlichen Dank aussprechen. Schon eine enorme Leistung bei DIESER Führung den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Auch die S-Bahn-München fährt ja mit Ausnahme der geringfügigen Taktverschiebungen im 10- Min-Takt normal. Was wäre München ohne S-Bahn....

Freestyler war schneller: Habe meinen Beitrag verschoben!

101-Fan, Köln, Freitag, 14.11.2008, 19:48 (vor 6334 Tagen) @ Freestyler

Hah, war ich mal schneller :)


Ich hätte im Moment tierisch Panik einen ICE zu betreten.

Hallo Freestyler,

also ganz ehrlich, wenn ich sehe, was auf den Strassen abgeht, da hab ich aber, trotz aller Negativschlagzeilen, vollstes Vertrauen in die DB und ihre Mitarbeiter.

--
Es grüsst aus Köln
Markus

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Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 14.11.2008, 22:47 (vor 6333 Tagen) @ Freestyler
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 14.11.2008, 22:48

Hah, war ich mal schneller :)


Ich hätte im Moment tierisch Panik einen ICE zu betreten.

Im Straßenverkehr Deutschlands gibt es etwa 800 Todesopfer pro Jahr = eine volle ICE 3 Dotra.


gruß,

Oscar (NL).

--
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ExpressFreak, Freitag, 14.11.2008, 22:59 (vor 6333 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ExpressFreak, Freitag, 14.11.2008, 22:59

Wenn du so denken würdest, dürftest du nicht einmal mehr Fahrrad fahren! ;-)

Aber trotzdem, es stimmt das die SFS Hannover - Würzburg und automatisch natürlich auch Stuttgart - Mannheim längst nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Zudem sind sämtliche Bauwerke und Einrichtungen veraltet bzw. herunter gekommen.

Die beiden Schnellfahrstrecken - in erster Linie aber Würzburg=>Hannover, Stuttgart=>Mannheim scheint in meinen Augen doch noch ganz fit zu sein - bräuchten mal wieder eine Grundsanierung.

Grüße,
ExpressFreak

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Steffen, Freitag, 14.11.2008, 23:01 (vor 6333 Tagen) @ ExpressFreak

Naja - die Strecken sind erst 17 Jahre in Betrieb!!

Das ist nicht alt und auch nicht veraltet. Es ggibt Tunnels, die sind 150 Jahre alt - wie bezeichnest Du die dann?

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dennis k., Freitag, 14.11.2008, 23:20 (vor 6333 Tagen) @ Steffen

Da wird dann in der Regel auch nicht mit 250 durchgefahren und die sind nicht so lang oder?

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Steffen, Freitag, 14.11.2008, 23:26 (vor 6333 Tagen) @ dennis k.

Da wird dann in der Regel auch nicht mit 250 durchgefahren und die sind nicht so lang oder?

Sind auch wesentlich schlanker im Durchschnitt ;)

Lang sind die teilweise schon, der Kaiser-Wilhelm-Tunnel an der Mosel ist 130 Jahre alt und war bis vor kurtzem der längste Tunnel Deutschlands.

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ExpressFreak, Samstag, 15.11.2008, 09:08 (vor 6333 Tagen) @ Steffen

Vor 17 Jahren war ich noch nicht mal auf der Welt und du nennst das vor kurzem? ;-)
Aber wie dennis schon richtig angemerkt hat, durch diese wird auch nicht mit 250 km/h gefahren!

Grüße,
ExpressFreak

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Steffen, Samstag, 15.11.2008, 09:48 (vor 6333 Tagen) @ ExpressFreak

Vor 17 Jahren war ich noch nicht mal auf der Welt und du nennst das vor kurzem? ;-)

So ist es ;)

Aber wie dennis schon richtig angemerkt hat, durch diese wird auch nicht mit 250 km/h gefahren!

Problematisch an Tunnels ist ja weniger ihre durchfahrene Geschwindigkeit, sondern dass man im Falle eines Unfalls nicht so gut rauskommt. Und das Problem hast Du bei den 100 Jahre alten Tunnels noch mehr als bei denen, die erst 15 Jahre alt sind.

Oder meinst Du, dass die Unfallgefahr bei Strecken, die mit 250 km/h befahren werden, größer ist als bei denen mit 140?

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ExpressFreak, Samstag, 15.11.2008, 10:27 (vor 6333 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von ExpressFreak, Samstag, 15.11.2008, 10:27

Nun das Unfallrisiko dürfte natürlich in etwas gleich hoch sein.
Jedoch sind die Auswirkungen und Folgen eines Unfalls bei 250 km/h in der Regel deutlich fataler als die Folgen eines Unfalls bei 140 km/h!

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Pater Piet, Samstag, 15.11.2008, 01:05 (vor 6333 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Pater Piet, Samstag, 15.11.2008, 01:06

2007 waren es laut Bundesverkehrsministerium 4970 Verkehrstote (davon fallen etwa 90% in den Straßenverkehr laut einem Wikipediaartikel).

Aber anhand dieser Zahlen sieht man, welch eigentlich guten Ruf (bezogen auf die tatsächliche Sicherheit) die Bahn mit der viel und zurecht kritisierten Öffentlichkeitsarbeit gerade in den Sand setzt.

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Oscar (NL), Eindhoven (NL), Samstag, 15.11.2008, 11:08 (vor 6333 Tagen) @ Pater Piet

2007 waren es laut Bundesverkehrsministerium 4970 Verkehrstote (davon fallen etwa 90% in den Straßenverkehr laut einem Wikipediaartikel).

-> etwa 4473 pro Jahr, also ungefähr 1 ICE 3 Dotra pro 10 Wochen.


gruß,

Oscar (NL).

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Steffen, Samstag, 15.11.2008, 11:19 (vor 6333 Tagen) @ Oscar (NL)

Man darf bei dem Vergleich nicht vergessen, dass man die Zahl der Unfallopfer in Relation zur Verkehrsleistung setzen muss - nicht, weil Kamele das sicherste Verkehrsmittel sind, haben wir in Deutschland so wenige Kamelunfälle ;)

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Burkhard, Samstag, 15.11.2008, 13:18 (vor 6333 Tagen) @ Steffen

Man darf bei dem Vergleich nicht vergessen, dass man die Zahl der Unfallopfer in Relation zur Verkehrsleistung setzen muss - nicht, weil Kamele das sicherste Verkehrsmittel sind, haben wir in Deutschland so wenige Kamelunfälle ;)

Das ist richtig, aber selbst wenn man die Zahlen in ein sinnvolles Verhältnis zur Verkehrsleistung setzt, schneidet die Bahn einfach unschlagbar gut ab!

Wenn man dann liest und hört, dass Menschen lieber in ihr "sicheres" Auto setzen, als in den "unsicheren" ICE3 zu steigen, kann man nur den Kopf schütteln. Wenn man dann noch die 30.000 bis 40.000 MONATLICH verletzten im Straßenverkehr sieht....

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Steffen, Samstag, 15.11.2008, 13:51 (vor 6333 Tagen) @ Burkhard

Das ist richtig, aber selbst wenn man die Zahlen in ein sinnvolles Verhältnis zur Verkehrsleistung setzt, schneidet die Bahn einfach unschlagbar gut ab!

Ja, das will ich überhaupt nicht bestreiten! Nur mit den Zahlen muss man vorsichtig umgehen.

Wenn man dann liest und hört, dass Menschen lieber in ihr "sicheres" Auto setzen, als in den "unsicheren" ICE3 zu steigen, kann man nur den Kopf schütteln.

Das hat (imo) auch einen Grund: Es gibt das EBA, das wegen recht intensiven Suchens immer wieder "böse" Dinge aufdeckt, aber keine vergleichbare Organisation für den Strassenverkehr, die dem Autofahrer sagt, wo die Sicherheitslücken des Autos sind. Der Tüv ist lange nicht so streng und kontrolliert auch nur einen Teil des Strassenverkehrs, nämlich das Fahrzeug. Die Fahrweise des Autofahrers überprüft nichts und niemand.

Wenn man dann noch die 30.000 bis 40.000 MONATLICH verletzten im Straßenverkehr sieht....

Nein, das bedenke ich lieber nicht :(

Man hört ja auch schon gar nicht mehr hin, wenn morgens in den Nachrichten gleich nach dem üblichen Anschlag im Irak von dem tödlichen LKW-Unfall auf der A2 oder von den fünf Schwerstverletzen irgendwo im Westerwald berichtet wird ... da fällt ein belangloser Rangierunfall mit einer entgleisten Achse auf!

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ExpressFreak, Samstag, 15.11.2008, 14:45 (vor 6333 Tagen) @ Steffen

Eben deshalb weil Tote oder Verletzte im Straßenverkehr an der Tagesordnung sind und mit der Deutschen Bahn sehr selten etwas passiert! Wenn dann jedoch etwas passiert wird aus der Mücke gleich ein Elefant gemacht.

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Fabian318, Münster i. W., Samstag, 15.11.2008, 15:11 (vor 6333 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Fabian318, Samstag, 15.11.2008, 15:11

Die Fahrweise des Autofahrers überprüft nichts und niemand.

Doch, die Polizei.

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Regiosprinter, Samstag, 15.11.2008, 15:29 (vor 6333 Tagen) @ Fabian318

Die Fahrweise des Autofahrers überprüft nichts und niemand.

Doch, die Polizei.

Naja, aber wie oft kommt das vor?
Ich habe in den letzten acht Jahren mehrere tausend Kilometer am Steuer zugebracht. Kontrolliert wurde ich bisher genau einmal...
Klaus

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ExpressFreak, Samstag, 15.11.2008, 15:56 (vor 6333 Tagen) @ Regiosprinter

Dafür vielleicht mal geblitzt? ;-)

Grüße,
ExpressFreak

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Fabian318, Münster i. W., Samstag, 15.11.2008, 16:44 (vor 6333 Tagen) @ Regiosprinter

Ja, wenn du nichts böses machst, wirst du im Regelfall auch nicht angehalten...

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ExpressFreak, Samstag, 15.11.2008, 17:57 (vor 6333 Tagen) @ Fabian318

Also nimms mir nicht übel aber ich möchte meine Hand darauf verwetten, dass früher oder später fast jeder Deutsche einmal geblitzt wird/worden ist ;-).

Grüße,
ExpressFreak

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NIM rocks, Sonntag, 16.11.2008, 14:41 (vor 6332 Tagen) @ ExpressFreak

Also nimms mir nicht übel aber ich möchte meine Hand darauf verwetten, dass früher oder später fast jeder Deutsche einmal geblitzt wird/worden ist ;-).

Grüße,
ExpressFreak

Zustimmung, ein Jahr Führerschein, und meine ersten 35 Euro bin ich schon los... aber wie gesagt, man ist dabei IMMER selber Schuld, also nicht aufregen und es beim nächsten mal besser machen :-)

MfG NIM rocks

Sicherheitshinweis

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Sonntag, 16.11.2008, 15:53 (vor 6332 Tagen) @ NIM rocks

Hallo,

Also nimms mir nicht übel aber ich möchte meine Hand darauf verwetten, dass früher oder später fast jeder Deutsche einmal geblitzt wird/worden ist ;-).

Grüße,
ExpressFreak


Zustimmung, ein Jahr Führerschein, und meine ersten 35 Euro bin ich schon los... aber wie gesagt, man ist dabei IMMER selber Schuld, also nicht aufregen und es beim nächsten mal besser machen :-)

beziehst du das auf die Geschwindigkeitsüberschreitung?

Ich habe übrigens 15 Jahre Führerschein zu bieten und habe lediglich ein Knöllchen wegen der Nichtnutzung einer Parkscheibe bekommen. Wenig bin ich auch nicht gefahren, da ich einige Jahre meinen Lebensunterhalt bei der Deutschen Post / DHL bestritten habe.

Eigentlich könnte der Straßenverkehr sich was bei der Bahn abschauen. Ich wäre ja für eine Zwangsbremsung bei der Geschwindigkeitsüberschreitung. Da würde Disziplin auf der Straße herrschen.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Steffen, Sonntag, 16.11.2008, 13:37 (vor 6332 Tagen) @ Fabian318

Die Fahrweise des Autofahrers überprüft nichts und niemand.

Doch, die Polizei.

Ja, hinterher. Wenn überhaupt.

EISENBAHN: Zug fährt zu schnell ==> zwangsbremsung (oder ähnliches) ==> nichts passiert (kein Unfall)

AUTO: Auto fährt zu schnell ==> keine Kontrolle ==> Unfall

Das meine ich damit.

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Sehr o.T., aber

Tob, Sonntag, 16.11.2008, 12:37 (vor 6332 Tagen) @ Pater Piet

ich habe gerade auf Youtube ein gutes Video gesehen, welches für mehr Verkehssicherheit (im Straßenverkehr) appelliert.

http://www.youtube.com/watch?v=Tf6f-gpFgDY

Gruß

Tobias

Gesucht: Positive Beispiele für das Lernen aus Krisen

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Freitag, 14.11.2008, 17:47 (vor 6334 Tagen) @ Freestyler

Hallo,
beim gebetsmühlenartigen Herunterbeten des "Sicherheit hat oberste Priorität" der DB-Führung vermisse ich die Konsequenzen. Beim Blick über den Tellerrand kann man erkennen, wie in anderen Bereichen des Verkehrsgeschehens Konsequenzen gezogen wurden.

Beispiel: Brand einer Bustoilette
Nach wenigen Tagen schlägt der Lobbyverband vor, alle Toiletten von Reisebussen mit Rauchmeldern auszustatten. Hauptsache schnell raus aus der negativen Berichterstattung

Beispiel: Fährschiffahrt
Die Fälle SCANDINAVIAN STAR, HERALD OF FREE ENTERPRISE und ESTONIA haben zu einer massiven Verbesserung der Sicherheit beigetragen. Man hat aus den Unglücksfällen gelernt. Die Folge waren kurze Übergangsfristen, in denen entweder der Einbau von Sicherheitsvorkehrungen oder die Ausmusterung zu erfolgen hat. Die Ergebnisse der Hafenstaatenkontrollen werden im Internet veröffentlicht. Jeder kann nachschauen, wie sein gebuchtes Schiff bei der letzten Kontrolle abgeschnitten hat und wo Defizite vorhanden waren oder gar das Schiff im Hafen festgehalten wurde. Unglücke, die ähnlich den oben genannten Fällen verlaufen, lassen sich sehr weit ausschließen.

Beispiel: Bahn
Auch hier hat man gelernt ganz ohne Zweifel. Nach Eschede hat es viele Nachbesserungen gegeben. So kann man mittlerweile die ICE-Wagen nicht nur über die Türen verlassen oder in sie hineingelangen

Weitere Beispiele für das Lernen aus Unfällen oder Zwischenfällen gibt es mit Sicherheit. Diese Liste kann gerne ergänzt werden.

ABER leider vermisse ich das Lernen aus Zwischenfällen wie zum Beispiel hier im konkreten Fall des Unfalls im Landrückentunnel. Die Bahn sagt, dass bei ihr alles in Ordnung ist und die Sicherheit immer oberste Priorität hat. Ein Untersuchungsbericht sagt in für mich plausibler Art das Gegenteil. Lernen aus Fehlern kann man nur, wenn man sie eingesteht. Das vermisse ich leider im Moment total.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Gesucht: Positive Beispiele für das Lernen aus Krisen

ICE-TD, Freitag, 14.11.2008, 17:56 (vor 6334 Tagen) @ Holger_HAM

Lernen wird man daraus schon, der Bericht liegt ja auch grad erst vor. Nach dem Unfall in Brühl hat man auch erst nach dem Vorliegen der Untersuchungsberichteund nach dem Prozess Änderungen eingeführt, wie z.B. Geschwindigkeitsprüfabschnitte vor Weichen bei größeren Abständen nach dem Signal.

Rauchmelder und anderes

Burkhard, Freitag, 14.11.2008, 17:59 (vor 6334 Tagen) @ Holger_HAM
bearbeitet von Burkhard, Freitag, 14.11.2008, 18:03

Beispiel: Brand einer Bustoilette
Nach wenigen Tagen schlägt der Lobbyverband vor, alle Toiletten von Reisebussen mit Rauchmeldern auszustatten. Hauptsache schnell raus aus der negativen Berichterstattung

Übrigens, soweit ich das verstanden habe, geht es bei den Bussen nur um NEUzulassungen!

Vorbildlich hingegen die Bahn:
Die Bahn hat nach einem Schlafwagenbrand alle Schlaf- (und Liege-?)wagen mit Rauchmeldern ausgerüstet und zum Beispiel die Doppelstockwagen sogar mit einer Strickleiter ausgerüstet, mit deren Hilfe man die oberen Abteile verlassen kann.
Nun aber zur Toilette: Wie sieht das eigentlich bei der Bahn aus? Mir ist von neuen Triebwagen anderer Anbieter bekannt, dass diese Rauchmelder haben. Und bei der DB?

Strickleiter?

Steffen, Freitag, 14.11.2008, 18:09 (vor 6334 Tagen) @ Burkhard

Vorbildlich hingegen die Bahn:
Die Bahn hat [...] zum Beispiel die Doppelstockwagen sogar mit einer Strickleiter ausgerüstet, mit deren Hilfe man die oberen Abteile verlassen kann.

Wo sind die Strickleitern? Komme ich als Reisender da dran?

Bei einem Unfall ist man ja auf sich gestellt - viele Doppelstockzüge fahren ja ohne Zugbegleiter, und ob der Lokführer nach einem Unfall helfen kann?

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Strickleiter in Dostos?

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Freitag, 14.11.2008, 18:18 (vor 6334 Tagen) @ Steffen

Hallo,

Vorbildlich hingegen die Bahn:
Die Bahn hat [...] zum Beispiel die Doppelstockwagen sogar mit einer Strickleiter ausgerüstet, mit deren Hilfe man die oberen Abteile verlassen kann.


Wo sind die Strickleitern? Komme ich als Reisender da dran?

Bei einem Unfall ist man ja auf sich gestellt - viele Doppelstockzüge fahren ja ohne Zugbegleiter, und ob der Lokführer nach einem Unfall helfen kann?

ich denke, dass Burkhard nur die Dosto-Schlafwagen meinte. In den Regio-Doppelstockwagen wurden ja sogar im Oberstock die Zuggriffe für die Fenstergummis abgeschnitten und die Hinweisschilder, dass man diese als Notausstieg nutzen könnte, entfernt. Klar, bei einem aufrecht stehenden Wagen sollt man da nicht raushüpfen, wenn aber der Wagen ohnehin auf der Seite liegt kann man das durchaus als Notausstieg nehmen.

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Holger
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Schlafwagen!

Burkhard, Freitag, 14.11.2008, 18:18 (vor 6334 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Burkhard, Freitag, 14.11.2008, 18:22

Die Bahn hat [...] zum Beispiel die Doppelstockwagen sogar mit einer Strickleiter ausgerüstet, mit deren Hilfe man die oberen Abteile verlassen kann.


Wo sind die Strickleitern? Komme ich als Reisender da dran?

Du hast gerade sinnentstellend meinen Beitrag gekürzt *g* - es ging nur um die Nachtzüge!
Dort liegen sie in den oberen Abteilen im Schrank. Es geht dabei in erster Linie um Fluchtmöglichkeit im Brandfall - im Tagesreiseverkehr ist das sicherlich nicht so problematisch.

Strickleiter?

Steffen, Freitag, 14.11.2008, 18:22 (vor 6334 Tagen) @ Burkhard

Die Bahn hat [...] zum Beispiel die Doppelstockwagen sogar mit einer Strickleiter ausgerüstet, mit deren Hilfe man die oberen Abteile verlassen kann.


Wo sind die Strickleitern? Komme ich als Reisender da dran?


Du hast gerade sinnentstellend meinen Beitrag gekürzt *g* - es ging nur um die Nachtzüge!

Oh - ich sah zwischen den zwei Punkten keinen Zusammenhang *schäm*

Holger hatte das richtig verstanden, der fährt wohl öfter (Nacht-)Zug als ich^^

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Katastrophale Sicherheitslücken bei der Bahn

heinz11, Freitag, 14.11.2008, 18:45 (vor 6334 Tagen) @ Freestyler

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,590504,00.html

anscheinend ist man im Notfall auf sich allein gestellt nach dem Prinzip, jeder ist sich selber der Nächste!

Erst Sícherheitsmängel bei den Nahverkehrszügen, zumindestens einen Teil und jetzt kommt raus, dass die Bahn an lebenswichtigen Sicherheitsrelevanten Sachen spart.

Na dann gute Nacht allerseits!

Mich schockiert, daß die Bahn die Schlüssel zu den Tunneleingängen nicht an die Feuerwehr (!) herausgeben will. Wenn in einem (öffentlichen) Gebäude eine Brandmeldeanlage eingebaut wird, gibt es keine Abnahme, wenn der Feuerwehr die Schlüssel für das Gebäude nicht ausgehändigt werden.

gruß heinz

Katastrophale Sicherheitslücken bei der Bahn

dennis k., Freitag, 14.11.2008, 22:10 (vor 6333 Tagen) @ heinz11

Der schöne satz" Unsere Tunnel sind sicher" kann er sich Herr Mehdorn auch sparen. Wenn Ein 10Km Langer Tunnel auf Seite A einen Tunnelportal hat und auf seite B erst nach etwa 7000 metern ein Notausgang kommt, ist das alles andere als sicher! Das wären im blödsten fall etwa 3500 meter die man durch Rauch z.b laufen müsste....

Katastrophale Sicherheitslücken bei der Bahn

heinz11, Freitag, 14.11.2008, 22:33 (vor 6333 Tagen) @ dennis k.

Der schöne satz" Unsere Tunnel sind sicher" kann er sich Herr Mehdorn auch sparen. Wenn Ein 10Km Langer Tunnel auf Seite A einen Tunnelportal hat und auf seite B erst nach etwa 7000 metern ein Notausgang kommt, ist das alles andere als sicher! Das wären im blödsten fall etwa 3500 meter die man durch Rauch z.b laufen müsste....

Bei Rauch dürften die Chancen eher gering sein...

gruß heinz

Katastrophale Sicherheitslücken bei der Bahn

Freestyler, Samstag, 15.11.2008, 12:25 (vor 6333 Tagen) @ heinz11

Ich glaube, ich würde überall, wo die Bahn an Sicherheitsrelvanten Dingen spart, die Abschnitte regungslos dicht machen! Dann würden die aber schnell nachbessern.

Vielleicht würde ja eine Beschwerde an das Eisenbahnbundesamt weiterhelfen :D

Katastrophale Sicherheitslücken bei der Bahn

Maggus, Ravensburg (Württ), Samstag, 15.11.2008, 16:32 (vor 6333 Tagen) @ Freestyler

Ich glaube, ich würde überall, wo die Bahn an Sicherheitsrelvanten Dingen spart, die Abschnitte regungslos dicht machen! Dann würden die aber schnell nachbessern.

Vielleicht würde ja eine Beschwerde an das Eisenbahnbundesamt weiterhelfen :D

Bei Ärger mit Airlines ist es auch Usus, an das LBA zu schreiben.

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