zughalt.de: "Die Deutsche Bahn und der Fahrkartenverkauf" (Fahrkarten und Angebote)
Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 21.09.2011, 23:04 (vor 5507 Tagen)
bearbeitet von Fabian318, Mittwoch, 21.09.2011, 23:05
Auf www.zughalt.de wird der Nicht-Fahrkartenverkauf durch die DB angeprangert, wenn auf einer Strecke kein DB-Zug mehr verkehrt. Ich finde es Bahn-Bashing vom Feinsten und mir scheint, als wolle man nur die positiven Auswüchse vom Wettbewerb akzeptieren, der auf diesem Blog so rosarot beschrieben wird.
Ich habe dies auch schon kommentiert, zum Eintrag geht es dort: http://www.zughalt.de/2011/09/die-deutsche-bahn-und-der-fahrscheinverkauf/#comment-7361
Auslöser ist in der Tat die Tatsache gewesen, dass die DB nun ihre Automaten auf den NWB-Strecken abbauen möchte, weil sie sich nicht rechnen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/warendorf/1693355_Deuts...
zughalt.de: "Die Deutsche Bahn und der Fahrkartenverkauf"
Hustensaft, Donnerstag, 22.09.2011, 06:40 (vor 5507 Tagen) @ Fabian318
Wobei auch hier wieder die Wahrheit in der Mitte liegt ...
Die Basis-Frage, woher denn Fahrgäste, die das Glück/Pech haben, an einer solchen Strecke zu wohnen, Fahrkarten bekommen sollen, die über den Bereich des lokalen Anbieters hinaus führen, ist sehr wohl berechtigt und das Internet als alleiniger Vertriebskanal ist eben - aus den dort genannten Gründen - nur bedingt als Ersatz geeignet. Solche Probleme sind bei der Gesetzgebung nicht gesehen worden und werden jetzt letzten Endes auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen.
... Frage nach Zuständigkeit.
mausgalaxy99, Donnerstag, 22.09.2011, 09:15 (vor 5507 Tagen) @ Fabian318
Mich würde mal interessieren, wer für die Automaten bzw. auch für den Fahrkartenverkauf zuständig ist. Ist es die DB Station & Service AG - oder wie sich diese Untergruppierung (Unterfirmierung) nennt? Wenn es die DB Station & Service AG ist, dann ist hier die Gesetzgebung gefragt um einheitliche Regelungen zu schaffen. Das Argument, dass die Automaten sich nicht rechnen kann stimmen, aber wenn die DB die DB überprüft, ist halt nicht Alles. ;)
... Frage nach Zuständigkeit.
Dancingmachine, Donnerstag, 22.09.2011, 09:50 (vor 5507 Tagen) @ mausgalaxy99
Mich würde mal interessieren, wer für die Automaten bzw. auch für den Fahrkartenverkauf zuständig ist. Ist es die DB Station & Service AG - oder wie sich diese Untergruppierung (Unterfirmierung) nennt? Wenn es die DB Station & Service AG ist, dann ist hier die Gesetzgebung gefragt um einheitliche Regelungen zu schaffen. Das Argument, dass die Automaten sich nicht rechnen kann stimmen, aber wenn die DB die DB überprüft, ist halt nicht Alles. ;)
Für den Verkauf von Fahrkarten ist soweit ich weiß bei der DB nur DB Vertrieb zuständig
... Frage nach Zuständigkeit.
cc-drake, Donnerstag, 22.09.2011, 16:17 (vor 5506 Tagen) @ Dancingmachine
Mich würde mal interessieren, wer für die Automaten bzw. auch für den Fahrkartenverkauf zuständig ist. Ist es die DB Station & Service AG - oder wie sich diese Untergruppierung (Unterfirmierung) nennt? Wenn es die DB Station & Service AG ist, dann ist hier die Gesetzgebung gefragt um einheitliche Regelungen zu schaffen. Das Argument, dass die Automaten sich nicht rechnen kann stimmen, aber wenn die DB die DB überprüft, ist halt nicht Alles. ;)
Für den Verkauf von Fahrkarten ist soweit ich weiß bei der DB nur DB Vertrieb zuständig
DB Vertrieb ist aber wiederum ein eigenwirtschaftliches Unternehmen, d.h. irgendjemand bezahlt DB Vertrieb für das Betreiben der Fahrkartenautomaten. Daher würde ich mal fragen: Bezahlt DB Station & Service AG für den Vertrieb und legt die Kosten auf die Stationsgebühren um, oder wäre hier die NWB als Betreiber gefordert, mit DB Vertrieb einen Vertrag über den Vertrieb von Fahrscheinen abzuschließen? Bei letzterer Variante kann ich mir durchaus vorstellen, dass die NWB die Kosten einfach einspart...
... Frage nach Zuständigkeit.
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 22.09.2011, 16:55 (vor 5506 Tagen) @ cc-drake
DB Vertrieb ist aber wiederum ein eigenwirtschaftliches Unternehmen, d.h. irgendjemand bezahlt DB Vertrieb für das Betreiben der Fahrkartenautomaten.
Die Eisenbahnverkehrsunternehmen sind für den Vertrieb zuständig (wieso sollte es auch der Stationsbetreiber sein?) wie es in der Vergangenheit der Metronom gemacht hat, schließen DB Fernverkehr und DB Regio also nur Vertriebsverträge mit dem Unternehmen ab. Diese kosten wollen Nordwestbahn & Co. natürlich einsparen, auf DSO wird von einer Vertriebsprovision von 10-20 % gesprochen.
Danke für den Beitrag & Meine Meinung dazu
GUM, Donnerstag, 22.09.2011, 09:26 (vor 5507 Tagen) @ Fabian318
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 22.09.2011, 09:27
Auf www.zughalt.de wird der Nicht-Fahrkartenverkauf durch die DB angeprangert, wenn auf einer Strecke kein DB-Zug mehr verkehrt. Ich finde es Bahn-Bashing vom Feinsten und mir scheint, als wolle man nur die positiven Auswüchse vom Wettbewerb akzeptieren, der auf diesem Blog so rosarot beschrieben wird.
Danke für den Hinweis, übrigens ist der Beitrag auf zughalt.de ausserordentlich schlecht recherchiert. Der Autor hat nicht einmal den Fahrkartenautomaten slebst ausprobiert. Beispielsweise die angebliche Nicht-Akzeptanz von 20 Euro Scheinen: Vollkommener Blödsinn. Er hat wahrscheinlich nur eine Kurzstrecke o. ä. gekauft und dort gibt es wegen der beschränkten Wechselgeldmöglichkeit nur die Akzeptanz von 10 Euro Scheinen.
Ich habe aber an NTA in den Fällen wo ich zu blöd war meinen Fahrschein im Vorverkauf am Schalter zu kaufen auch mit 20 Euro etc. bezahlt.
Auslöser ist in der Tat die Tatsache gewesen, dass die DB nun ihre Automaten auf den NWB-Strecken abbauen möchte, weil sie sich nicht rechnen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/warendorf/1693355_Deuts...
Auslöser ist aber in der Tat das "lokale" Bahnunternehmen. Dies übernimmt die Strecke und organisiert den Fahrkartenverkauf selbständig. Dies sollte man diesem Unternehmen aber auch nicht nehmen. Für Organisationsmängel ist übrigens das "neue" Verkehrsunternehmen zuständig, nicht die Bahn. Dies ist seit 10+ Jahren so.
Positivbeispiel dazu: Die Bayerische Oberlandbahn verkauft schon lange die Fahrkarten selbst, sogar mit innovativen Produkten. Dort gibt es zusätzlich oder anstatt einer BahnCard25/25 First ein 4er-Ticket mit Rabatt:
http://www.bayerischeoberlandbahn.de/tickets-tarife/tickets-tarife/einzelfahrscheine/in...
Motto: 3 x zahlen, 4 x fahren.
Kann man übrigens auch zu zweit fahren, dann also 2 "Felder" pro Richtung. Gibt´s für die 1. und 2. Klasse.
Kurz geschrieben: Qualitätsmängel im Journalismus und nicht bei der Bahn !
Für "Innovation" reicht's, wenn man "neu" draufschreibt?
fjk, Donnerstag, 22.09.2011, 09:58 (vor 5507 Tagen) @ GUM
Positivbeispiel dazu: Die Bayerische Oberlandbahn verkauft schon lange die Fahrkarten selbst, sogar mit innovativen Produkten. Dort gibt es zusätzlich oder anstatt einer BahnCard25/25 First ein 4er-Ticket mit Rabatt:
http://www.bayerischeoberlandbahn.de/tickets-tarife/tickets-tarife/einzelfahrscheine/in...
Motto: 3 x zahlen, 4 x fahren.
Moin,
das ist ja toll. Wirklich. Aber ob man das "innovativ" nennen kann? Zehnerkarten hatte mein Opa schon im Freibad - und auch im öffentlichen Personennahverkehr ist das Konstrukt der Mehrfahrtenkarte in vielen technischen und regulativen Ausprägungen weltweit bekannt.
Aber im Spezialtarifland Bayern ist so etwas natürlich innovativ ("Laptop, Lederhose und Streifenkarte") ;-)
knibbelt sich morgen früh "NEU"-Aufkleber von der Shampooflasche
fjk
Grrrrr
GUM, Donnerstag, 22.09.2011, 12:19 (vor 5506 Tagen) @ fjk
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 22.09.2011, 12:20
Moin,
das ist ja toll. Wirklich. Aber ob man das "innovativ" nennen kann? Zehnerkarten hatte mein Opa schon im Freibad - und auch im öffentlichen Personennahverkehr ist das Konstrukt der Mehrfahrtenkarte in vielen technischen und regulativen Ausprägungen weltweit bekannt.
Ich finde den Zeitpunkt der Einführung aber interessant. Damals war von sonstigen Rabatten im Nahverkehr wenig zu lesen/zu hören. Mehrfahrtenkarten kannte ich nur vom VRR und von der Streifenkarte des Verkehrsverbundes.
Und wer vor 09 Uhr fahren möchte kann damit beliebige Kombinationen zusammenstückeln. Beispielsweise bis zum Übergabepunkt MVV/BOB in Holzkirchen mit dem MVV fahren und dann mit einem 4er-Ticket der Oberlandbahn. Dies ist dann so günstig, als wenn alle eine BC25/BC25 F hätten.
Und 4er-Tickets gibt´s auch für die 1. Klasse.
Aber im Spezialtarifland Bayern ist so etwas natürlich innovativ ("Laptop, Lederhose und Streifenkarte") ;-)
Deshalb Grrrrr.
Solange es nur "Laptop, Lederhose und Streifenkarte" ist, ist´s ja ok. Schlimmer ist dann schon "Laptop, Lederhose und Neon-Dirndl". Da sollte man jeder Fahrkarte zur Wiesn eine kostenlose Sonnenbrille beilegen....
knibbelt sich morgen früh "NEU"-Aufkleber von der Shampooflasche
fjk
JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA !
GUM
:-)
Grrrrr...oßes Kino:-)
fjk, Donnerstag, 22.09.2011, 12:59 (vor 5506 Tagen) @ GUM
Aber im Spezialtarifland Bayern ist so etwas natürlich innovativ ("Laptop, Lederhose und Streifenkarte") ;-)
Deshalb Grrrrr.
Solange es nur "Laptop, Lederhose und Streifenkarte" ist, ist´s ja ok. Schlimmer ist dann schon "Laptop, Lederhose und Neon-Dirndl". Da sollte man jeder Fahrkarte zur Wiesn eine kostenlose Sonnenbrille beilegen....
Zum Neondirndl passt aber besser ein Ipad als ein "echtes" Laptop.
Ich meinte ja auch nur: so richtig neu ist die Idee der Mehrfahrtenkarte nicht - obwohl sie in Deutschland eher im kommunalen ÖPNV verbreitet ist. Trotzdem kann ich die Innovation nicht so richtig sehen. Neuigkeitswert hat das allerdings schon, und die Tarifkonstruktionen werden damit - mal wieder komplizierter.
Hübsch wäre (wir haben dem WM-Pass zeitweise ähnlich genutzt) vielleicht auch eine Fernverkehrsstreifenkarte. Für Exilmünchener: "4* innerhalb eines Jahres in die Heimat (Laptop, Lederhosen, Wiesn und Starkbieranstich oder so, man muss dem Klischee ja gerecht werden), auch gerne per erster Klasse, die vierte Fahrt ist dabei für umme (und kann daher auch zur Meisterfeier gehen)." Und das ohne weiteren bürokratischen Aufwand. Und vielleicht noch kombiniert mit BC50-Rabatt.
Das wär mal ein Stammkundengeschenk! Würde die Fahrgeldeinnahmen auf so mancher Wochenendpendlerstrecke allerdings effektiv und schnell um bis zu 25% senken...
... versucht's mal bei Airberlin
fjk
Zehnertickets
sfn17, Donnerstag, 22.09.2011, 17:57 (vor 5506 Tagen) @ fjk
bearbeitet von sfn17, Donnerstag, 22.09.2011, 17:59
Das Modell "Zehnerticket" gibt es im FV sogar. (Gelegentlich.)
Bei der Vogtland-Bahn mindestens zu der Zeit, als sie aus dem Vogtland über L nach B via Schönefeld-Zoo fuhr - mit ohne Halt im Hbf(oben) *gg*. Leider passte mir die Fahrplanlage nicht :-/
Jetzt: eine Werbeaktion von InterConnex mit Treuekarte (10x abstempeln, mit der vollgestempelten Karte beim 11. Mal [angeblich] einfach einsteigen sogar für jede Strecke des Zugs.)
Die Bahn kriegt es ja nicht mal auf eigenen Strecken hin
Giovanni, Donnerstag, 22.09.2011, 14:01 (vor 5506 Tagen) @ Fabian318
Auf www.zughalt.de wird der Nicht-Fahrkartenverkauf durch die DB angeprangert, wenn auf einer Strecke kein DB-Zug mehr verkehrt. Ich finde es Bahn-Bashing vom Feinsten und mir scheint, als wolle man nur die positiven Auswüchse vom Wettbewerb akzeptieren, der auf diesem Blog so rosarot beschrieben wird.
Die Deutsche Bahn schafft es ja nicht mal auf ihren eigenen Strecken, wie z.B. im Netz der Berliner S-Bahn, die Mindestanforderungen für den Fahrkartenverkauf einzuhalten.
Ich habe dies auch schon kommentiert, zum Eintrag geht es dort: http://www.zughalt.de/2011/09/die-deutsche-bahn-und-der-fahrscheinverkauf/#comment-7361
Auslöser ist in der Tat die Tatsache gewesen, dass die DB nun ihre Automaten auf den NWB-Strecken abbauen möchte, weil sie sich nicht rechnen: http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/warendorf/1693355_Deuts...
Für rund 70% der deutschen Bevölkerung ist legal kein Onlinekauf bei der Bahn möglich.
Mein Kommentar
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 22.09.2011, 17:01 (vor 5506 Tagen) @ Fabian318
Moin nochmal,
mein Kommentar auf zughalt.de ist sicher ganz zufällig verschwunden... Die Kritikfähigkeit da ist schon beachtlich.
Ich habe allerdings eine Sicherungskopie angefertigt beim 2. Versuch:
![[image]](http://www.abload.de/img/zughalt1uej4.jpg)
![[image]](http://www.abload.de/img/zughalt2xdps.jpg)
Dein Kommentar ist übrigens wieder verschwunden...
Dan_P, St. Ilgen/Sandhausen, Donnerstag, 22.09.2011, 17:16 (vor 5506 Tagen) @ Fabian318
- kein Text -
--
bye, Dan
![[image]](http://meine.flugstatistik.de/pic/DanP77.gif)
Meine Fotos im Netz - http://www.dans-photos.net/
Ich weiß, die sind dort halt kritikresistent...
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 22.09.2011, 17:23 (vor 5506 Tagen) @ Dan_P
...denn mit einem gut recherchierten Artikel wäre der Automatenabbau wahrscheinlich nur halb so schlimm dargestellt worden, wie mit diesem Schmuh.
kritikresistent? verlogen trifft es wohl eher...
Dan_P, St. Ilgen/Sandhausen, Donnerstag, 22.09.2011, 18:49 (vor 5506 Tagen) @ Fabian318
- kein Text -
--
bye, Dan
![[image]](http://meine.flugstatistik.de/pic/DanP77.gif)
Meine Fotos im Netz - http://www.dans-photos.net/
Oh, eine Antwort
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 22.09.2011, 18:55 (vor 5506 Tagen) @ Dan_P
bearbeitet von Fabian318, Donnerstag, 22.09.2011, 18:55
...auf meinem Kommentar, der es nach dem dritten Versuch doch noch reingeschafft hat:
" > Wenn die Bahn Automaten auf Stationen betreiben will, wo sie nicht fährt (jedem EVU stehen pro genutztem Bahnsteig zwei Automatenplätze zu), muss sie dafür Miete bezahlen.
Das ist völliger Unsinn, die Gleise gehören nach wie vor der DB Netz AG und die Bahnhöfe der DB Station & Service GmbH.
-> Wieso soll die DB also eine Dienstleistung anbieten auf einer Strecke, die ihr weggenommen wurde und wo sich der Vertrieb nicht mehr rechnet?
Vielleicht, damit sie Fernverkehrstickets dort verkaufen kann? Im übrigen bekommt die DB eine Provision für jedes an ihren Automaten gekaufte Ticket, auch wenn ein anderer Betreiber auf der Strecke fährt."
Der glaubt wohl, die DB=EVU könnte kostenlos die Infrastruktur benutzen.