Kleiner Unwetterbericht über die Fahrt Mannheim-Biebesheim (Aktueller Betrieb)
HeyHo,
ENDLICH! Ich habe es nach Hause geschafft. Ich möchte euch einen kleinen Einblick über das Chaos, welches durch das Unwetter entstanden ist geben Bitte versteht diesen Beitrag nicht als einen typischen "Bahn-Bashing" Beitrag. Vieles ist höhere Gewalt, aber auch vieles lässt sich in so einer Situation besser machen...
Leider müsst ihr euch in der Rhein/Main/Neckar Region etwas auskennen, um diesem Bericht folgen zu können. Uhrzeiten und Zugnummern anzugeben hat keinen Sinn, da die meisten Züge im Ersatzverkehr nach Bedarf gefahren sind.
In Mannheim wollte ich am späten Nachmittag in den RE nach Frankfurt einsteigen um in 30 Minuten in Biebesheim zu sein. Zu dieser Zeit (17:30 Uhr) gab es vereinzelt Verspätungen aus den Zügen aus Frankfurt kommend, aber ich machte mir keine großen Sorgen. Bis dann mein Zug nicht bereitgestellt wurde (na klar, er kommt ja aus Frankfurt, wird er halt etwas Verspätung haben). Durchgesagt wurde er mit 45 Minuten Verspätung.
Auch ok, dachte ich und stieg in die nächste, pünktlich fahrende RB nach Biblis. Von dort kann ich ja immer noch den RE bis ans Ziel nehmen, was solls :) Man hat ja Zeit.
Noch nichts von meinem Unglück ahnend hieß es in Lampertheim "Zug fällt von hier wegen Unwetters aus). Alle Reisenden total baff. Wie kommen wir jetzt weiter?
Ja, darauf gab es keine Antwort. Ab Lampterheim wurde oft und regelmäßig durchgesagt, dass man mit dieser jetzt ankommenden RB nach Mannheim fahren könne und das es Probleme gibt. Aber in keiner Durchsage gab es einen Hinweis über Fahrten nach Biblis/Frankfurt.
Hunderte Menschen warteten vergebens auf einen Anschlusszug. Busnotverkehr (oder SEV, oder wie auch immer es genannt wurde) wurde nicht eingerichtet. Der Lokführer der RB war auch nicht gerade daran interessiert, den Fahrgästen auf ihrem Weg nach Biblis zu helfen (was hätte er sagen sollen: "Es fährt nix? Auf unbestimmte Zeit! Und Busse gibt es auch keine".
Da mir Lampertheim nichts brachte bin ich mit der RB zurück nach Mannheim HBF gefahren und nahm den nächsten (Pünktlichen!) IC über Darmstadt nach Frankfurt HBF.
Dieser war recht leer und eine angenehme Fahrt, nichts deutete auf weitere Probleme hin. Mein Gedankengang war folgender: "Wenn die Strecke zw. Lampertheim und Biblis gesperrt ist, fahr ich einfach von Norden kommend nach Biebesheim, ist doch kein Problem"
In Mannheim stand (woher auch immer kommend) noch ein RE nach Biebesheim und Frankfurt bereit. Die ZuB konnte mir aber nichts sagen, ob wann wie denn gefahren wird. Sie habe mit ihrem Zug eine Stunde irgendwo auf der Riedbahn gestanden und wurde dann über Worms und Ludwigshafen nach Mannheim umgeleitet.
Aber dann in Frankfurt angekommen:
CHAOS, wohin das Auge reicht. Hier gab es Durchsagen und Verspätungsmeldungen an den Anzeigen, aber das war alles komplett nutzlos. Es fuhr ja sowieso jeder Zug irgendwie anders. Kaum ein Zug stand mit einer Verspätung von unter 60 Minuten dran, die Schlange vor dem Service Point war mehrere Hundert Meter lang. Hier hätten ein Paar zusätzliche Berater gutgetan.
Menschenmassen strömten von den einen in den anderen Ersatzzug. Konkret bei mir lief ging es um folgendes. Der RE von Frakfurt nach Mannheim (auch über Biebesheim) fuhr mit ein paar Minuten Verspätung ein (zu meiner Freude). Ich hoffte, dass dieser Zug zumindest bis nach Biblis fährt, denn ab da ist ja die Strecke gesperrt.
Jedoch dann ging das Gerücht im Zug um dass auch zwischen Groß-Gerau und Mörfelden das Unwetter die Strecke blockiert habe. Deshalb wurde der Zuglauf geändert und dieser RE fuhr NONSTOP von Frankfurt nach Mannheim (wohl über Darmstadt). Da mir dies nichts brachte stieg ich in die nächste S7 in Richtung Riedstadt, diese hatte zwar keine Verspätungsmeldung, stand aber noch mit +20 am Bahnsteig. Irgendwann fuhr sie dann los, aber auch nur bis Mörfelden.
Dort wurden alle Leute abgesetzt und standen rum (diese Situation erinnerte mich an Lampertheim drei Stunden vorher). Von Mörfelden wurde ich dann mit dem Auto abgeholt, war aber noch so sozial und suchte ein paar Mitfahrer. Dies war nicht schwer, waren doch genügend in Mörfelden gestrandet. So hatte ich noch einige nette Kontakte und konnte etwas Gutes tun (hoffe es haben sich mehrere Leute bereit erklärt, andere mitzunehmen)
Auch nach 5-6 Stunden Streckensperrung wurde hier kein SEV eingerichtet und es gab KEINERLEI Informationen über mögliche Verbindungen in Richtung Riedstadt.
Alles in Allem ein sehr chaotischer Abend der immer noch anhält. Laut RIS sind die Züge auf der Riedbahn immer noch "ausfallend". Natürlich kann die Bahn für so ein Wetter nichts, und Streckensperrung sind bei solch einem Wetter nichts ungewöhnliches.
Aber einige mehr Informationen (auch mehr Personal am Service Point) hätte gut getan.
Traurig ist es aber, dass kein SEV eingerichtet wurde, nach 6 Stunden sollte dies doch möglich sein. Es gibt hier viele lokale Busunternehmen die Nahverkehrsleistungen erbringen und bestimmt hätten einspringen können.
Hut ab an alle Mitarbeiter (auch Fahrgäste) die noch einen kühlen Kopf bewart haben.
Meine Fahrt von Mannheim nach Biebesheim hat jetzt ca. 4 Stunden mehr als erwartet gedauert und ist auch nur so "schnell" zu Ende gegangen, da meine Eltern mich nicht in Mörfelden übernachten ließen
Kleiner Unwetterbericht über die Fahrt Mannheim-Biebesheim
![[image]](http://farm4.static.flickr.com/3100/2553590542_eeff90e042_o.jpg)
Klasse Bericht - immerhin eine Umweg von über 100 km und dann noch die Autofahrt von Walldorf nach Biebesheim - von der verlorenen Zeit gar nicht zu reden.
Ich denke aber, dass SEV für die Bahn ja sehr schwierig und kurzfristig schon gar nicht organisierbar ist, da man ja kaum eigene Regionalbus-Kapazität hat - wenn SEV funktioniert dann nur im Rahmen von Baustellen mit monatelanger Vorlaufzeit, da gab es ja in letzter Zeit auch positive Beispiele.
Aber in der Ausnahmesituation zeigen sich eben die Schwachstellen - der Betrieb ist eben nicht auf Ausnahme ausgerichtet, in einem Konzernverbund "macht mal nicht so eben" ...das klappt in keinem Konzern, da ist die Bahn keine Ausnahme.
Fürs nächste Mal - es gibt auch den Bus DA, via Griesheim nach Gernsheim.
Kleiner Unwetterbericht über die Fahrt Mannheim-Biebesheim
Ich denke aber, dass SEV für die Bahn ja sehr schwierig und kurzfristig schon gar nicht organisierbar ist, da man ja kaum eigene Regionalbus-Kapazität hat
Im allgemeinen wird schon ein SEV eingerichtet oder es zumindest versucht. Dabei wird auch nicht unbedingt auf die eigenen Busse zurück gegriffen sondern auf das, was gerade im Umkreis von ein paar Kilometern organisiert werden kann.
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Kleiner Unwetterbericht über die Fahrt Mannheim-Biebesheim
Ich hatte schon oft kurzfristigen SEV gehabt (kommt bei Unwetter ja oft vor). In den Bussen darf man dann stehen, aber immerhin fahren sie
Update: In einer Stunde wieder Riedbahn fahren, Strecke noch zu Teilen dicht, so dass der RE heute als RB mit Halt in allen Unterwegsbahnhöfen fährt
Was wäre wenn?
Traurig ist es aber, dass kein SEV eingerichtet wurde, nach 6 Stunden sollte dies doch möglich sein. Es gibt hier viele lokale Busunternehmen die Nahverkehrsleistungen erbringen und bestimmt hätten einspringen können.
Ohne die Bahn in Schutz nehmen zu wollen ...
ABER: bedenkt bitte, dass um ganz Frankfurt CHAOS herrscht(e). Das heißt also: Züge stehen irgendwo rum und warten, werden umgeleitet oder fallen doch aus. Und da denkt man immer: "Kann man doch [schnell mal] einen SEV einrichten." Aber dabei ist man nur eine von ganz vielen betroffenen Linien. Und selbst wenn man für jede RE und RB Linie ganze 3 Busse organisiert, was ja bei den vielen Linien völlig utopisch ist, würden diese vorne und hinten nicht ausreichen, damit es für jeden Reisenden dieser Linie dann gleich weitergeht.
Und selbst bei der Information scheitet es oft. Aber auch hier ist das ganze wieder nicht so einfach. Es ist natürlich immer leicht gesagt, dass man den Kunden informieren soll. Nur wie will man das als Zugbegleiter oder Tf machen, wenn man selber keine Infos hat? Und sobald der Zugbegleiter Infos für die Reisenden hat, sagt er per Lautsprecher durch. Oder meint ihr, der Zub behält die Infos für sich? Sobald sie von der Zentrale bescheid bekommen, wird es auch der Kunde erfahren. Und man muss auch bedenken, dass die Leute in der Zentrale viel mehr zu tun haben, um alles zu managen. ;) Und ich denke, jeder gibt sein Bestes. Auch wenn das für den Kunden meistens nicht so aussieht ...
Mit freundlichen Grüßen
Baselaner
Was wäre wenn?
Traurig ist es aber, dass kein SEV eingerichtet wurde, nach 6 Stunden sollte dies doch möglich sein. Es gibt hier viele lokale Busunternehmen die Nahverkehrsleistungen erbringen und bestimmt hätten einspringen können.
Ohne die Bahn in Schutz nehmen zu wollen ...
ABER: bedenkt bitte, dass um ganz Frankfurt CHAOS herrscht(e). Das heißt also: Züge stehen irgendwo rum und warten, werden umgeleitet oder fallen doch aus. Und da denkt man immer: "Kann man doch [schnell mal] einen SEV einrichten." Aber dabei ist man nur eine von ganz vielen betroffenen Linien. Und selbst wenn man für jede RE und RB Linie ganze 3 Busse organisiert, was ja bei den vielen Linien völlig utopisch ist, würden diese vorne und hinten nicht ausreichen, damit es für jeden Reisenden dieser Linie dann gleich weitergeht.Und selbst bei der Information scheitet es oft. Aber auch hier ist das ganze wieder nicht so einfach. Es ist natürlich immer leicht gesagt, dass man den Kunden informieren soll. Nur wie will man das als Zugbegleiter oder Tf machen, wenn man selber keine Infos hat? Und sobald der Zugbegleiter Infos für die Reisenden hat, sagt er per Lautsprecher durch. Oder meint ihr, der Zub behält die Infos für sich? Sobald sie von der Zentrale bescheid bekommen, wird es auch der Kunde erfahren. Und man muss auch bedenken, dass die Leute in der Zentrale viel mehr zu tun haben, um alles zu managen. ;) Und ich denke, jeder gibt sein Bestes. Auch wenn das für den Kunden meistens nicht so aussieht ...
Mit freundlichen Grüßen
Baselaner
Du hast eigentlich schon alles wesentliche geschrieben, es soll auch keine Entschuldigung sein oder ein Blick durch die rosarote Brille. Sicher ist es wünschenswert dann mehr Personal, z.B. am Servicepoint zu haben. Nur wo bekommst du so kurzfristig diese Personale an den Ort. In deinem Beispiel wären dann vielleicht mehr Servicemitarbeiter in Frankfurt gewesen, für viele gestrandete Reisende auf den kleinen Unterwegsbahnhöfen ist aber dann leider immer noch kein Ansprechpartner vorhanden. Auch ist das Vorhandensein von zusätzlichen Mitarbeitern noch kein Garant das es ein Mehr an Informationen gibt. Man bleibt ja abhängig von den Infos der jeweiligen Leitstellen, die bei solch komplexen Störungen hoffnungslos überlastet sind. Auch hier gilt, das man nicht einfach mal mehr Disponenten hinsetzen kann, denn er braucht ja auch einen entsprechenden Arbeitsplatz um seinen Job zu machen. Warum kein BNV eingerichtet worden ist kann man aus der Ferne schwer beurteilen, ich kann mir zumindest nicht vorstellen das nichts dergleichen versucht wurde.
Was wäre wenn?
DANKE! Niemand bei der Bahn ist froh über so eine Situation. Jeder Reisende sieht natürlich sich und will für sich eine Ersatzmöglichkeit. Aber bei so eine Großraumstörung ist es nicht ganz einfach schnell mal hunderte von Bussen zu organisieren. Jeder Mitarbeiter ist bemüht Infos zu ermitteln und die dann auch weiterzugeben. Auch die Reisenden sollten nicht vergessen, auch Eisenbahner haben ein Privatleben mit Familie etc. und möchten pünktlich nach Hause. Deshalb tun sie alles möglich um den Verkehr aufrecht zu erhalten.
Muß eure Harmonie da mal stören ;-(
Und selbst bei der Information scheitet es oft. Aber auch hier ist das ganze wieder nicht so einfach. Es ist natürlich immer leicht gesagt, dass man den Kunden informieren soll. Nur wie will man das als Zugbegleiter oder Tf machen, wenn man selber keine Infos hat? (…) Und man muss auch bedenken, dass die Leute in der Zentrale viel mehr zu tun haben, um alles zu managen. ;) Und ich denke, jeder gibt sein Bestes.
Auch unter der Gefahr, hier jetzt die sich gerade anbahnende und die Herzen erwärmende Harmonie zu stören:
Es tut mir leid, aber gerade in Bezug auf »die Zentrale« habe ich desöfteren bereits in normalen Betrieb, bei kleinen Störungen, so meine Zweifel. Ich meine damit im wesentlich diejenigen »Zentralen«, in denen bspw. Anschlußaufnahmen disponiert werden. (Früher hieß das mal Transportleitung. K.A. obs jetzt auch noch so ist.) – Eigene Erlebnisse sind da keine Einzelfälle, weshalb man sich auch als Fahrgast schon mal fragen kann, ob »da oben« alles so optimal eingerichtet ist. Und das Frustrierende an der Sache ist, daß einem das auch noch von geeigneter Stelle bestätigt wird – sich aber über Jahre einfach nichts ändert.
Was im Normalbetrieb schon nicht richtig funktioniert, wird bei großräumigen Störungen dann kaum besser werden können.
Die Gut- oder Schlechtleistung von Zubs betrifft das alles nur sekundär. Ist mir völlig klar, daß ein Zub nichts machen kann (resp. nichts machen darf), wenn »von oben« Sand ins Getriebe rieselt.
Was wäre wenn?
Hallo!
Auch ich war gestern betroffen vom Unwetter, mein ICE wurde über Darmstadt geleitet anstatt über die Riedbahn.
Das passiert, da kann man kaum was machen, aber die Informationspolitik war wieder mal unterirdisch schlecht.
Bei Abfahrt Mannheim hieß Ankunft in Frankfurt Fern um X-Uhr. Dies war bis zur Einfahrt im Flughafen die einzige Durchsage. Zu der genannten Zeit fuhren wir gerade mal durch Darmstadt, somit hätte man spätestens dann nochmal sagen können, das wir später in Frankfurt sein werden.
Bei Einfahrt in Frankfurt kam dann auch nur noch die Ansage "für Anschlüsse achten Sie bitte auf die örtlichen Lautsprecher durchsagen"
Hier hat sich das Personal komplett zurückgezogen, es gab keine Infos für Reisende mit Umstieg. Im Flughafen auf Durchsagen zu hören ist schon ab einem ICE3 im Bahnhof nicht mehr möglich, die Klimaanlage und Motoren sind einfach zu Laut.
Und das wäre jetzt nicht übermäßig viel gewesen, mal eben noch eine weitere Prognose für die Ankunft durch zu geben oder selbst mal ins Diensthandy zu schauen.
Das nur als weiterer Bericht zu gestern.
Gruß
Martin
Muß eure Harmonie da mal stören ;-(
Auch bei einem Anschlußverlust, sieht jeder Reisende nur sich selber und nicht den gesamten Zugverkehr. Die Zentrale muss aber für ganz Deutschland entscheiden. Und das sind jeden Tag sehr viele Entscheidungen.
Das war jetzt aus dem Textbaukasten?
Genau solche Antworten können einen so richtig auf die Palme bringen!
Wenn ein Reisender bestimmte Strecken regelmäßig fährt und auch ganz allgemein vlt. nicht das totale Irrlicht im Hinblick auf die Zwänge des Bahnbetriebs ist, dann kann auch ein ebenso durchschnittlich begabter Mitarbeiter des roten Riesen anerkennen, daß es da einiges gibt was im Argen liegt.
Nochmal: Die Zubs sind die Allerletzten, die kraft ihrer Position (und schon gar nicht ihrer Persönlichkeit wegen) dazu etwas können. Der Fisch stinkt vom Kopfe an.
Was wäre wenn?
Glaube mir der Zugchef hat seeeeehr oft in sein Diensthandy geschaut. Aber ohne zuverlässige Prognose ist auch keine zufriedenstellende Ansage möglich. Und würde der Zugchef durchsagen "Ich habe leider keine Infos" würde auch gemeckert werden. Und nochmal zur Info: Es war ein schweres Unwetter. Und selbst auf den Strassen gab es viele Probleme. Wir sollten froh sein das niemand zu Schaden gekommen ist. Aber Hauptsache meckern über die Bahn.
Kadavergehorsam
Auch hier einmal wieder: Man muß nicht alles durch die rosarote Brille sehen.
Ich sehe dies genauso !
Auch bei einem Anschlußverlust, sieht jeder Reisende nur sich selber und nicht den gesamten Zugverkehr. Die Zentrale muss aber für ganz Deutschland entscheiden. Und das sind jeden Tag sehr viele Entscheidungen.
In den meisten Fällen lösen wartende Anschlüsse einen Dominoeffekt innerhalb des Netzes aus. Man denke nur an eingleisige Abschnitte.
Noch besser ist es dann, wenn sich Fahrgäste beschweren über die Auskunft:
"Verspätung wegen verspäteter Übergabe aus dem Ausland !" (oder wie das genau heisst)
Da ist doch alles klar: Zug aus der Vorleistung zu spät reingekommen führt nach München und dreht dann dort um. Irgendwer muss ja auch reinigen und die Futterkiste neu beladen. Aber die Info reicht dann auch wieder nicht.
Ich sehe dies genauso !
Auch bei einem Anschlußverlust, sieht jeder Reisende nur sich selber und nicht den gesamten Zugverkehr. Die Zentrale muss aber für ganz Deutschland entscheiden. Und das sind jeden Tag sehr viele Entscheidungen.
In den meisten Fällen lösen wartende Anschlüsse einen Dominoeffekt innerhalb des Netzes aus. Man denke nur an eingleisige Abschnitte.Noch besser ist es dann, wenn sich Fahrgäste beschweren über die Auskunft:
"Verspätung wegen verspäteter Übergabe aus dem Ausland !" (oder wie das genau heisst)Da ist doch alles klar: Zug aus der Vorleistung zu spät reingekommen führt nach München und dreht dann dort um. Irgendwer muss ja auch reinigen und die Futterkiste neu beladen. Aber die Info reicht dann auch wieder nicht.
Naja Ausland ist eher Übergabe an der Grenze gedacht. Also zum Beispiel die ICE International aus den Niederlanden etc. Verspätung aus Vorleistung wäre dein Beispiel mit München.
Was wäre wenn?
Sicher ist es wünschenswert dann mehr Personal, z.B. am Servicepoint zu haben. Nur wo bekommst du so kurzfristig diese Personale an den Ort.
Also wenn ohnehin alle Züge stehen, würden doch Tfzf und Zub frei werden.
Das war jetzt aus dem Textbaukasten?
Genau solche Antworten können einen so richtig auf die Palme bringen!
Wenn ein Reisender bestimmte Strecken regelmäßig fährt und auch ganz allgemein vlt. nicht das totale Irrlicht im Hinblick auf die Zwänge des Bahnbetriebs ist, dann kann auch ein ebenso durchschnittlich begabter Mitarbeiter des roten Riesen anerkennen, daß es da einiges gibt was im Argen liegt.
Nochmal: Die Zubs sind die Allerletzten, die kraft ihrer Position (und schon gar nicht ihrer Persönlichkeit wegen) dazu etwas können. Der Fisch stinkt vom Kopfe an.
Werde doch mal detaillierter. Richtig ist dass es gewisse Anschlüsse im Netz gibt, die eher selten funktionieren. Warum das so ist kann vielfältige Ursachen haben. Ja ich behaupte auch, dass es menschliche Fehlentscheidungen in der Disposition gibt und auch in Zukunft immer geben wird. Das dabei der Fisch immer vom Kopf stinkt könnte man genauso als Satz aus dem Bausteinkastenformat bezeichnen.
Könnte es vielleicht sein das die Entscheider auch Zwängen unterliegen, die Entscheidungen mit beeinflussen. Nimm doch das Beispiel Anschluss. Alle werden zur Pünktlichkeit getrieben, weil sonst Strafzahlungen drohen. Und wenn eben dem Regionalverkehr seine Pünktlichkeit wichtiger ist als den ICE-Kunden mitzunehmen dann fährt der Zug halt ab. Das EVU freut es, der Besteller ist zufrieden, es fehlen halt paar Reisende im Zug, ist ja aber egal Mein Geld bekomme ich ja trotzdem. So lange solche Standards gelten kannst du den "Arbeitern" vor Ort keinen Vorwurf machen, das dein Anschluss vor der Nase wegfährt. Der Fehler liegt im Konzept, dass der Regionalverkehr sich immer mehr eigene Linienführungen geschaffen hat ohne Rücksicht auf den Fernverkehr. Aber auch der Fernverkehr ist nicht unschuldig daran, da er sich aus immer mehr Regionen verabschiedet hat. Früher galt mal der Fernverkehr bedient die Knoten und der Regionalverkehr übernimmt die Verteilung. Heute ist das eher Zufall wenn es mal klappt.
Aber auch die Zubs können ihren Beitrag leisten in dem sie nämlich ordentlich vormelden.
Was wäre wenn?
Und was sollen die deiner Meinung tun?
Was wäre wenn?
Und was sollen die deiner Meinung tun?
Fahrgastrechteformulare und Taxi- und Hotelgutscheine ausgeben und über alternative Verbindungen (soweit vorhanden) Auskunft geben.
Was wäre wenn?
Ich denke mal das jeder Zugbegleiter auf seinem Zug genug zu tun hat. Und Zubs auf nicht Heimathafen Bahnhöfen Auskunft erteilen lassen bringt nur bedingt etwas. Ob das arbeitsrechtlich überhaupt möglich ist lass ich jetzt mal dahingestellt.
Kadavergehorsam
Sorry, aber was bedeutet Kadavergehorsam? Ich hoffe es ist keine Beleidigung. Weil dies ist hier nicht gewünscht.
Was wäre wenn?
Ist nicht möglich. Zubs und Tfs müssen bei ihrem Zug bleiben.
Das war jetzt aus dem Textbaukasten?
Aber auch die Zubs können ihren Beitrag leisten in dem sie nämlich ordentlich vormelden.
Keine Angst das passiert schon.
Ich stell' mir gerade vor...
Moin!
Ich stell' mir gerade vor, wenn Baseler Zugpersonal, welches in Berlin gestrandet ist zu Auskunftzwecken herangezogen werden und die Frage kommt: "Wie komme ich jetzt am besten nach Hubertushöhe?" Wie wird wohl die Antwort sein?
Zur Info: Hubertushöhe liegt im Landkreis Oder-Spree auf der von der ODEG betriebenen Strecke Berlin-Schöneweide - Beeskow - Frankfurt (Oder).
Viele Grüße
fabs, der gestern von Mannheim nach Braunschweig gefahren und absolut pünktlich angekommen ist.
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Das war jetzt aus dem Textbaukasten?
Aber auch die Zubs können ihren Beitrag leisten in dem sie nämlich ordentlich vormelden.
Keine Angst das passiert schon.
Dann frag ich mich immer wenn Servicemitarbeiter erzählen, dass trotz Nachfrage bei
Zub ob Reisende Anschlusszüge wollen da keine Aussage bei ihrer Leitstelle machen können und dann plötzlich doch 15 Umsteigen wollen.
Das war jetzt aus dem Textbaukasten?
Sorry aber pauschal ohne weitere Angaben ist eine Beantwortung nicht möglich. Verspätungshöhe? Übergangszeit? Haben sich die Reisende beim Zub gemeldet? Ist besonders bei der BC 100 notwendig, weil das Ziel nicht ersichtlich ist. etc.
Das war jetzt aus dem Textbaukasten?
Sorry aber pauschal ohne weitere Angaben ist eine Beantwortung nicht möglich. Verspätungshöhe? Übergangszeit? Haben sich die Reisende beim Zub gemeldet? Ist besonders bei der BC 100 notwendig, weil das Ziel nicht ersichtlich ist. etc.
Sorry wenn die Leitstelle beim Zub nachfragt und das nicht aussagefähig ist, weil man die Anschlussbeziehungen gar nicht kennt lässt das manchmal auch auf Desinteresse schliessen. Aber schwarze Schafe gibt es überall und ich will nicht verallgemeinern.
Reisende vs Mitarbeiter
Sorry, aber Pendler haben in meinen Augen für ihre Strecke 10x mehr ahnung als ein "gewöhnlicher" DB-Mitarbeiter am Schalter!
Manchmal würde Zuhören helfen!
Reisende vs Mitarbeiter
Sorry, aber Pendler haben in meinen Augen für ihre Strecke 10x mehr ahnung als ein "gewöhnlicher" DB-Mitarbeiter am Schalter!
Manchmal würde Zuhören helfen!
In welchem Bezug?
Reisende vs Mitarbeiter /
Sorry, aber Pendler haben in meinen Augen für ihre Strecke 10x mehr ahnung als ein "gewöhnlicher" DB-Mitarbeiter am Schalter!
Manchmal würde Zuhören helfen!
Sorry, aber in der Überschrift kommt schon eine gewisse Grundhaltung zum Ausdruck. Noch mehr im Text.
Denn eigentlich gilt ja: Reisende UND Mitarbeiter. Diese beiden Menschengruppen gestalten die Atmosphäre und die Wahrnehmung der Dienstleistung gemeinsam. Es gibt also keinen künstlichen Konflikt.
Und beim Schalter-Mitarbeiter weise ich darauf hin, dass er eine ordentliche Ausbildung absolviert und bestanden hat. Ganz im Gegensatz zu manchem pöbelnden Fahrgast. Und er trifft auf eine stetig steigende Anspruchshaltung seitens der Kunden und des Arbeitgebers. Alles dies zusammenzubringen - und das auch noch an Feier- und Schichtdiensttagen - alle Achtung.
Dies ist übrigens ganz normal gesehen und nicht durch die rosarote Brille, denn das Angebot "rosarote Eelefanten" ist schon lange abverkauft.
Grüße GUM
Reisende vs Mitarbeiter
Na z.B. hier im Forum auf Tipps/Verbesserungsmöglichkeiten der Fahrgäste.
Reisende vs Mitarbeiter
Stimmt, die Bahn sollte diesen Forum als Pflichtlektüre in die Aus-/Weiterbildung aufnehmen. Weil Reisende sind die besseren Eisenbahner. Am besten bleiben alle Mitarbeiter der Bahn einen Tag zu Hause und die Fahrgäste dürfen machen was sie wollen. Bin ja mal gespannt wie pünktlich und anschlusssicher die Züge fahren.
Den Chef hab ich auch schon parat *fg*
Stimmt, die Bahn sollte diesen Forum als Pflichtlektüre in die Aus-/Weiterbildung aufnehmen. Weil Reisende sind die besseren Eisenbahner. Am besten bleiben alle Mitarbeiter der Bahn einen Tag zu Hause und die Fahrgäste dürfen machen was sie wollen. Bin ja mal gespannt wie pünktlich und anschlusssicher die Züge fahren.
Den Verfasser von diesem Beitrag ;P
Kleiner Unwetterbericht über die Fahrt Mannheim-Biebesheim
Ich war gestern abend auch in Frankfurt und habe statt Gastfahrt nach Hause noch einen Zug mitgenommen. Das nutzloseste auf dem ganzen Bahnhof war gestern die Blechelse. Das Ding erzählt alle 5 min den selben Mist, das der Zug nach xy 120 min (o.ä.) Verspätung hat. Keine nächsten Fahrmöglichkeiten, keine Bahnsteigwechsel, und wenn dann zu spät. Das Problem ist, das durch diesen unsinnigen Quatschkasten diverse Ansagerarbeitsplätze abgebaut wurden und genau diese braucht man an solchen Tagen wie gestern.
Die braucht man an jedem Tag (!)
Das Problem ist, das durch diesen unsinnigen Quatschkasten diverse Ansagerarbeitsplätze abgebaut wurden und genau diese braucht man an solchen Tagen wie gestern.
Ansagerarbeitsplätze braucht man an jedem Tag. Dies personalisiert einen Bahnhof. Und vor einem individuellen Bahnhof haben die Leute mehr Respekt und Anstand, als vor einer Computerstation.
Jeder Ansager Euro spart zig Vandalismus Euro ein.
Jedenfalls meine Meinung.
Reisende vs Mitarbeiter
Na z.B. hier im Forum auf Tipps/Verbesserungsmöglichkeiten der Fahrgäste.
Und die verehrten Forumsteilnehmer haben mehr Ahnung als der "gewöhnliche" Mitarbeiter? Sorry, diese Aussage finde ich anmaßend.
Reaktion
Genau diese Reaktion macht das Dilemma deutlich. Woher diese Angst?
Ich sprach ausdrücklich von Pendlern auf Ihrer Strecke. Und was schadet es zuzuhören bzw. zu lesen und zu prüfen? Das nicht alles sinnvoll ist was kommt ist mir klar, die Anregungen aber aufzunehmen könnte helfen.
Reisende vs Mitarbeiter
Es geht um Anregungen: Zur verdeutlichung zwei Beispiele welche ich in jüngster Vergangenheit erlebt habe:
Erster Fall:
Fahrt heute von Dresden nach Hanau, Umstieg (mit +5) in Fulda. Mein Handy zeigte mir eine Verspätung des Anschluss ICE (aus Berlin, regulär ab 10:47) von 5 Minuten an und eine Ankunft in Hanau von +50, da die Strecke noch gesperrt war. Auf Nachfrage am Service Point in Fulda sagte die Dame, dass die Strecke wieder frei wäre und der Zug nur +7/8 hat. Auf Nachfrage bestätigte sie dies nochmal. Strecke war letztendlich natürlich (wie im RIS gesehen) noch gesperrt, vermute, die Dame hat einfach nur die Ankunftszeit in Fulda gelesen und nicht auch noch die von Hanau. Klare Fehlinformation also, die nicht passieren darf! Letztendlich erhöhte sich überigens die Verspätng in Fulda kurzfristig auf +20, in Hanau dann +65! Übrigens, obwohl höhere Gealt (war ja Unwetter) gabs überraschend abgestempelte Verspätungsmeldungen.
Zweiter Fall:
Vor ca. 3 Wochen Fahrt von Hanau nach Dresden. Der ICE nach Berlin hat +20, also wäre es das einfachste, den Dresdner ICE zusätzlich in Hanau halten zu lassen. Das geschieht aber meist nur auf Nachfrage und ausdrückliche Aufforderung in Hanau. In dem Fall war ich 10 Minuten vor der regulären Abfahrt am Bahnhof, ehe ich am Schalter war (ca. 8 Minuten gewartet, Service Point war mal wieder unebsetzt) und die Dame nach kurzer Diskussion dann doch bei der Fahrdienstleitung anrief, war der Dresdner ICE gerade durch Mühlheim durch und angeblich wäre es zu kurzfristig, ihn zu stoppen. Ich fuhr dann mit +20 nach Fulda, waretete dort auf den eine Stunde späteren verkehrenden langsameren IC, musste dann nochmal in Leipzig in den ICE (der auch aus Frankfurt kam) umsteigen, Ankunft in Dresden war dann mit +123! Wieso lässt man den IC(ICE) nach Leipzig/Dresden nicht immer im Hanau stoppen, wenn der Berliner ICE solch große Verspätung hat, dass der Anschluss in Fulda verloren geht? Das dies problemlos möglich ist, sieht man daran, dass es auf Nachfrage ja z.T. geht!
Reisende vs Mitarbeiter
Im Fall 1 bestätigst du indirekt die Praxis, dass eher mehr entschädigt wird als zu wenig. Die Fehlinfo ist sicherlich ärgerlich, stellt aber im Verhältnis zur Anzahl gegebener Infos von Mitarbeitern sicher nicht den Standard dar.
Zu 2. geb ich dir Recht, nur ist der Weg zu einem zusätzlichen Halt leider sehr weit, der Fahrdienst der DB Netz darf das nicht mehr entscheiden.
Ich stell' mir gerade vor...
Moin!
Ich stell' mir gerade vor, wenn Baseler Zugpersonal, welches in Berlin gestrandet ist zu Auskunftzwecken herangezogen werden und die Frage kommt: "Wie komme ich jetzt am besten nach Hubertushöhe?" Wie wird wohl die Antwort sein?
Zur Info: Hubertushöhe liegt im Landkreis Oder-Spree auf der von der ODEG betriebenen Strecke Berlin-Schöneweide - Beeskow - Frankfurt (Oder).
Dafür gibt es Dienstsmartphones, bzw. sollte es solche geben.
Was wäre wenn?
Ist nicht möglich. Zubs und Tfs müssen bei ihrem Zug bleiben.
Selbst wenn der Zug geräumt und verschlossen ist?
Ich stell' mir gerade vor...
Moin!
Ich stell' mir gerade vor, wenn Baseler Zugpersonal, welches in Berlin gestrandet ist zu Auskunftzwecken herangezogen werden und die Frage kommt: "Wie komme ich jetzt am besten nach Hubertushöhe?" Wie wird wohl die Antwort sein?
Zur Info: Hubertushöhe liegt im Landkreis Oder-Spree auf der von der ODEG betriebenen Strecke Berlin-Schöneweide - Beeskow - Frankfurt (Oder).
Dafür gibt es Dienstsmartphones, bzw. sollte es solche geben.
Die bekommt nicht jeder Zugbegleiter.
Was wäre wenn?
Ist nicht möglich. Zubs und Tfs müssen bei ihrem Zug bleiben.
Selbst wenn der Zug geräumt und verschlossen ist?
Tf muss dann auf jedenfall bleiben. Und Zub macht sich dann genauso wie die Reisenden auf die Suche nach einer Ersatzmöglichkeit. Sobald der Zug aufgegeben wurde, ist das Zub ohne Dienst unterwegs. Am Bahnhof darf das Zub nicht eingesetzt werden.
Reaktion
Genau diese Reaktion macht das Dilemma deutlich. Woher diese Angst?
Ich sprach ausdrücklich von Pendlern auf Ihrer Strecke. Und was schadet es zuzuhören bzw. zu lesen und zu prüfen? Das nicht alles sinnvoll ist was kommt ist mir klar, die Anregungen aber aufzunehmen könnte helfen.
Welche Angst?
Reisende vs Mitarbeiter
Im Fall 1 bestätigst du indirekt die Praxis, dass eher mehr entschädigt wird als zu wenig. Die Fehlinfo ist sicherlich ärgerlich, stellt aber im Verhältnis zur Anzahl gegebener Infos von Mitarbeitern sicher nicht den Standard dar.
Das Ziel sollte aber 100% richtige Information sein, nicht 60% oder 80%.
Zu 2. geb ich dir Recht, nur ist der Weg zu einem zusätzlichen Halt leider sehr weit, der Fahrdienst der DB Netz darf das nicht mehr entscheiden.
Für die Nicht-Eisenbahner: Wie läuft hier der Entscheidungsweg? Zugchef oder Servicepoint ruft Transportzentrale Frankfurt an? Und dann?
Reisende vs Mitarbeiter
Dann fragt die Transportleitung bei der Betriebszentrale des Netzes an ob der Zug dort außerplanmäßig halten darf, wenn diese die Genehmigung gibt muß die Transportleitung den Tf und das Zub verständigen.
Reisende vs Mitarbeiter
Dann fragt die Transportleitung bei der Betriebszentrale des Netzes an ob der Zug dort außerplanmäßig halten darf, wenn diese die Genehmigung gibt muß die Transportleitung den Tf und das Zub verständigen.
Danke, so dachte ich mir das auch, wunderte mich nur über "der Fahrdienst der DB Netz darf das nicht mehr entscheiden." (Beitrag von Mario-ICE)
Dann ist damit wohl die lokale Transportleitung in Frankfurt gemeint!?
Detaillierter
Werde doch mal detaillierter. Richtig ist dass es gewisse Anschlüsse im Netz gibt, die eher selten funktionieren. Warum das so ist kann vielfältige Ursachen haben. Ja ich behaupte auch, dass es menschliche Fehlentscheidungen in der Disposition gibt und auch in Zukunft immer geben wird. Das dabei der Fisch immer vom Kopf stinkt könnte man genauso als Satz aus dem Bausteinkastenformat bezeichnen.
Könnte es vielleicht sein das die Entscheider auch Zwängen unterliegen,
Wenn wir den Baukasten jetzt weitertreiben wollten, dann würde ich entgegnen: Könnte es sein, daß auch Reisende Zwängen unterliegen? Nämlich denen, in einem bestimmten Zeitkorridor von A nach B zu kommen, oder besser: In einem Zeitkorridor in B auch anzukommen? Eisenbahn ist kein Selbstzweck.
Detailliert geht es um gebrochene Anschüsse vom RE aus Gera auf die Linie 50 (50.1/50.2) in den güldenen Westen:
Wenn wg. 5 Minuten Plus des FV bei Abfahrt in Weimar (50.2) oder Erfurt (50.1/50.2) die Reisenden aus dem RE auf dem Bahnsteig stehengelassen werden, dann fehlt mir bei dieser Linie jedes Verständnis. Denn sofern nicht gerade Unwetterschäden in Rhein/Main zu beseitigen sind, dann ist für diese 5 Minuten ausreichend Luft im Fahrplan.
Aber auch die Zubs können ihren Beitrag leisten in dem sie nämlich ordentlich vormelden.
Klar, können Sie. Und wenn Reisende den Zub dann sogar explizit darauf ansprechen und gerade wg. diverser Erfahrungen mit dieser Reisekette darum bitten, entsprechend engagiert vorzugehen, der Zub dann aber nur noch achselzuckend dasteht und eröffnet »bringt sowieso nichts, die warten nicht« – dann darf der Reisende wohl auch mal Zweifel anmelden, ob da alles so richtig funktioniert oder wir nicht einen »systemischen« Fehler haben?
Der Fehler liegt im Konzept, dass der Regionalverkehr sich immer mehr eigene Linienführungen geschaffen hat ohne Rücksicht auf den Fernverkehr. Aber auch der Fernverkehr ist nicht unschuldig daran, da er sich aus immer mehr Regionen verabschiedet hat. Früher galt mal der Fernverkehr bedient die Knoten und der Regionalverkehr übernimmt die Verteilung. Heute ist das eher Zufall wenn es mal klappt.
Da stimme ich dir zu. Allerdings möge dann doch bitte auch »die Bahn« in der Außenwerbung sich nicht so verkaufen, als sei sie ein Konzern und böte die Reisekette an.
Müßte ich für meine Fahrkarte nichts bezahlen: Kein Problem, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
Aber so …
Detaillierter
Detailliert geht es um gebrochene Anschüsse vom RE aus Gera auf die Linie 50 (50.1/50.2) in den güldenen Westen:
Wenn wg. 5 Minuten Plus des FV bei Abfahrt in Weimar (50.2) oder Erfurt (50.1/50.2) die Reisenden aus dem RE auf dem Bahnsteig stehengelassen werden, dann fehlt mir bei dieser Linie jedes Verständnis. Denn sofern nicht gerade Unwetterschäden in Rhein/Main zu beseitigen sind, dann ist für diese 5 Minuten ausreichend Luft im Fahrplan.
Um welchen genauen Anschluss geht es? Habe mal bei Hafas geschaut. Da sind die Übergange vom RE auf den IC/ICE entweder 10 min oder sogar 17 min in Weimar. Also sollten 5 min Verzögerung kein Problem sein.
Detaillierter
Um welchen genauen Anschluss geht es? Habe mal bei Hafas geschaut. Da sind die Übergange vom RE auf den IC/ICE entweder 10 min oder sogar 17 min in Weimar. Also sollten 5 min Verzögerung kein Problem sein.
Im jüngsten Fall geht es um 3664 auf 2152.
Das wir uns nicht falsch verstehen: Mit den +5 meine ich nicht eine Ankunftsverspätung des 3664. Sondern eine Abfahrsverspätung des 2152, wenn er auf die Reisenden aus dem 3664 gewartet hätte.
Wobei der Übergang bei beiden erwähnten Verkehrshalten, Weimar wie Erfurt, planmäßig sowieso am selben Bahnsteig und damit zeitsparend stattfindet.
Fürs Protokoll: Dieser Murks sorgte zumindest bei mir für eine Ankunftsverspätung am Zielort von +90. Hat was mit der Fahrzeit des nachfolgenden 1552 und dem Regionalverkehr in Rhein/Main zu tun.
Da dürfte es dann wohl auch beim Betriebspersonal auf Verständnis stoßen, wenn die 10 Euro »Entschädigung« nicht wirklich als solche angesehen wird. Selbst das Rotkäppchen in Erfurt schüttelte nur noch mit dem Kopf und meinte, daß dieser Anschlußbruch nun wirklich nicht hätte sein müssen.
Detaillierter
Um welchen genauen Anschluss geht es? Habe mal bei Hafas geschaut. Da sind die Übergange vom RE auf den IC/ICE entweder 10 min oder sogar 17 min in Weimar. Also sollten 5 min Verzögerung kein Problem sein.
Im jüngsten Fall geht es um 3664 auf 2152.
Das wir uns nicht falsch verstehen: Mit den +5 meine ich nicht eine Ankunftsverspätung des 3664. Sondern eine Abfahrsverspätung des 2152, wenn er auf die Reisenden aus dem 3664 gewartet hätte.
Wobei der Übergang bei beiden erwähnten Verkehrshalten, Weimar wie Erfurt, planmäßig sowieso am selben Bahnsteig und damit zeitsparend stattfindet.Fürs Protokoll: Dieser Murks sorgte zumindest bei mir für eine Ankunftsverspätung am Zielort von +90. Hat was mit der Fahrzeit des nachfolgenden 1552 und dem Regionalverkehr in Rhein/Main zu tun.
Da dürfte es dann wohl auch beim Betriebspersonal auf Verständnis stoßen, wenn die 10 Euro »Entschädigung« nicht wirklich als solche angesehen wird. Selbst das Rotkäppchen in Erfurt schüttelte nur noch mit dem Kopf und meinte, daß dieser Anschlußbruch nun wirklich nicht hätte sein müssen.
Wieviel Minuten Verspätung hatte der RE 3664. Sorry, das ich so genau frage. Möchte es nur genau verstehen.
Reisende vs Mitarbeiter
Mit Fahrdienst meinte er den Fahrdienstleiter des Bahnhofs, der darf das nicht mehr entscheiden, sondern die Disponenten in der Betriebszentrale.
Detaillierter
Wieviel Minuten Verspätung hatte der RE 3664. Sorry, das ich so genau frage. Möchte es nur genau verstehen.
Bist aber ein ganz Genauer ;-)
Der 3664 kam 2–3 Minuten nach Planabfahrt des 2152 in Weimar herein. In Erfurt war es wg. Zugfolge etwas mehr. Aber auch nur im Minutenbereich.
Ich stell' mir gerade vor...
Moin!
Ich stell' mir gerade vor, wenn Baseler Zugpersonal, welches in Berlin gestrandet ist zu Auskunftzwecken herangezogen werden und die Frage kommt: "Wie komme ich jetzt am besten nach Hubertushöhe?" Wie wird wohl die Antwort sein?
Zur Info: Hubertushöhe liegt im Landkreis Oder-Spree auf der von der ODEG betriebenen Strecke Berlin-Schöneweide - Beeskow - Frankfurt (Oder).
Dafür gibt es Dienstsmartphones, bzw. sollte es solche geben.
Die bekommt nicht jeder Zugbegleiter.
Dann sollten sie es bekommen.
Was wäre wenn?
Tf muss dann auf jedenfall bleiben.
Wozu? Damit den Zug niemand klaut?
Und Zub macht sich dann genauso wie die Reisenden auf die Suche nach einer Ersatzmöglichkeit.
Leider scheint diese Ersatzmöglichkeit zu oft der Pausenraum zu sein.
Sobald der Zug aufgegeben wurde, ist das Zub ohne Dienst unterwegs. Am Bahnhof darf das Zub nicht eingesetzt werden.
Warum nicht?
Detaillierter
Wieviel Minuten Verspätung hatte der RE 3664. Sorry, das ich so genau frage. Möchte es nur genau verstehen.
Bist aber ein ganz Genauer ;-)
Der 3664 kam 2–3 Minuten nach Planabfahrt des 2152 in Weimar herein. In Erfurt war es wg. Zugfolge etwas mehr. Aber auch nur im Minutenbereich.
Das Problem ist dann aber, das der 2152 bei Ankunft des 3664 und zugesagtem Anschluss 6-7 min warten muss. Damit alle Reisenden den Anschluss dann bekommen, hat der wartende Zug ein festgelegte Zeit die er dann warten muss. Also werden aus den in deinen Augen 5 min schnell 10 min und mehr. Nur zur Info.
Was wäre wenn?
Tf muss dann auf jedenfall bleiben.
Wozu? Damit den Zug niemand klaut?
Weil der Bahnhof kein Parkplatz ist und irgendwann der Zug auch weggefahren werden muss. Also entweder kommt Ersatz oder der Plan-Tf fährt den Zug in die Abstellung.
Und Zub macht sich dann genauso wie die Reisenden auf die Suche nach einer Ersatzmöglichkeit.
Leider scheint diese Ersatzmöglichkeit zu oft der Pausenraum zu sein.
Auch Zubs brauchen Pause.
Sobald der Zug aufgegeben wurde, ist das Zub ohne Dienst unterwegs. Am Bahnhof darf das Zub nicht eingesetzt werden.
Warum nicht?
Weil der Zugbegleitdienst nicht bei Station und Service arbeitet. Deshalb kommt auch das Wort Zug bei Zugbegleitdienst vor.
Was wäre wenn?
Weil der Bahnhof kein Parkplatz ist und irgendwann der Zug auch weggefahren werden muss. Also entweder kommt Ersatz oder der Plan-Tf fährt den Zug in die Abstellung.
Und warum muss der Tf die Zeit zwischen Abstellung im Bahnhof und Abstellung in der Abstellanlage am Zug bleiben?
Auch Zubs brauchen Pause.
Natürlich. Aber wenn der Zub - sagen wir - fünf Stunden auf dem Zug Dienst hätte, und der Zug ausfällt, dann könnte er diese fünf Stunden Dienst ja ersatzweise auf dem Bahnhof haben.
Weil der Zugbegleitdienst nicht bei Station und Service arbeitet. Deshalb kommt auch das Wort Zug bei Zugbegleitdienst vor.
Also wieder einmal ein bahnreformbedingter Schwachsinn.
Was wäre wenn?
Sorry aber du willst es wohl nicht verstehen. Nein das ist nicht möglich. Und wir sollten damit das Thema beenden.
Was wäre wenn?
Sorry aber du willst es wohl nicht verstehen. Nein das ist nicht möglich. Und wir sollten damit das Thema beenden.
Erkläre doch, warum das nicht möglich sein soll.
Wozu, wenn du es nicht verstehen willst?
- kein Text -
Was wäre wenn?
Sorry aber du willst es wohl nicht verstehen. Nein das ist nicht möglich. Und wir sollten damit das Thema beenden.
Erkläre doch, warum das nicht möglich sein soll.
Mal ein anderes Beispiel. Bei Ford fehlt ein Fließbandmitarbeiter bei der Automontage. Nun sitzt aber in der Verwaltung eine Sekretärin im Moment ohne Arbeit. Als ab mit ihr ans Fließband. Ich glaube nicht sehr sinnvoll und auch nicht möglich. Das gleiche geht bei der Bahn auch nicht. Ich würde auch nie eine Lok fahren können oder als Rangierer tätig sein.
Ein anderes Beispiel zur Informationspolitik...
Vor etwa zwei Wochen, Tatort: ein IC aus Richtung Stuttgart kommend mit ein bisschen mehr als +5 kurz vor Karlsruhe: Durchsage, dass ICE-Anschluss in Richtung Schweiz leider nicht warten kann.
Ankunft zur Abfahrtszeit des ICE. Auf Verdacht rübergelaufen und siehe da, der ICE war noch nicht mal da...
Ein anderes Beispiel zur Informationspolitik...
sowas hatte ich letztens auch in Augsburg.
ICE aus Berlin hatte +10 Minuten und wir hatten nur 10 Minuten Umsteigezeit auf den EC Richtung Ulm. Es wurde durchgesagt das der EC nicht mehr erreicht wird und man eine RB am selben Bahnsteig nehmen soll.
Als wir in Augsburg einfuhren, stand der EC noch auf Gleis 1, kleiner Spurt mit Koffer und siehe da, der Zug wartete sogar noch ein paar Minuten auf Anschlussfahrgäste. Einige andere Reisende sind in die RB gestiegen, da es eben hieß, EC wartet nicht. Im RIS stand dann beim EC +5 Warten auf Anschlussfahrgäste
Was wäre wenn?
Sorry aber du willst es wohl nicht verstehen. Nein das ist nicht möglich. Und wir sollten damit das Thema beenden.
Erkläre doch, warum das nicht möglich sein soll.
Mal ein anderes Beispiel. Bei Ford fehlt ein Fließbandmitarbeiter bei der Automontage. Nun sitzt aber in der Verwaltung eine Sekretärin im Moment ohne Arbeit. Als ab mit ihr ans Fließband. Ich glaube nicht sehr sinnvoll und auch nicht möglich. Das gleiche geht bei der Bahn auch nicht. Ich würde auch nie eine Lok fahren können oder als Rangierer tätig sein.
Ein passender Vergleich wäre eher: Am Fließband 1 ist ein Arbeiter zu viel, am Fließband 2 zu wenig. Also schickt man einen Arbeiter vom einen zum anderen Fließband.
Wer im Zug Auskünfte geben kann, kann das auch am Bahnsteig. Dazu braucht man im Gegensatz zum Lokführen oder Rangieren keine zusätzliche Ausbildung.
Was wäre wenn?
Sorry aber du willst es wohl nicht verstehen. Nein das ist nicht möglich. Und wir sollten damit das Thema beenden.
Erkläre doch, warum das nicht möglich sein soll.
Mal ein anderes Beispiel. Bei Ford fehlt ein Fließbandmitarbeiter bei der Automontage. Nun sitzt aber in der Verwaltung eine Sekretärin im Moment ohne Arbeit. Als ab mit ihr ans Fließband. Ich glaube nicht sehr sinnvoll und auch nicht möglich. Das gleiche geht bei der Bahn auch nicht. Ich würde auch nie eine Lok fahren können oder als Rangierer tätig sein.
Ein passender Vergleich wäre eher: Am Fließband 1 ist ein Arbeiter zu viel, am Fließband 2 zu wenig. Also schickt man einen Arbeiter vom einen zum anderen Fließband.Wer im Zug Auskünfte geben kann, kann das auch am Bahnsteig. Dazu braucht man im Gegensatz zum Lokführen oder Rangieren keine zusätzliche Ausbildung.
Dann kann ja auch ein Servicemitarbeiter der am Bahnhof arbeitet als Zugbegleiter fahren. Wer am Bahnhof Auskünfte geben kann, kann das auch im Zug.
Was wäre wenn?
Sorry aber du willst es wohl nicht verstehen. Nein das ist nicht möglich. Und wir sollten damit das Thema beenden.
Erkläre doch, warum das nicht möglich sein soll.
Mal ein anderes Beispiel. Bei Ford fehlt ein Fließbandmitarbeiter bei der Automontage. Nun sitzt aber in der Verwaltung eine Sekretärin im Moment ohne Arbeit. Als ab mit ihr ans Fließband. Ich glaube nicht sehr sinnvoll und auch nicht möglich. Das gleiche geht bei der Bahn auch nicht. Ich würde auch nie eine Lok fahren können oder als Rangierer tätig sein.
Ein passender Vergleich wäre eher: Am Fließband 1 ist ein Arbeiter zu viel, am Fließband 2 zu wenig. Also schickt man einen Arbeiter vom einen zum anderen Fließband.Wer im Zug Auskünfte geben kann, kann das auch am Bahnsteig. Dazu braucht man im Gegensatz zum Lokführen oder Rangieren keine zusätzliche Ausbildung.
Dann kann ja auch ein Servicemitarbeiter der am Bahnhof arbeitet als Zugbegleiter fahren. Wer am Bahnhof Auskünfte geben kann, kann das auch im Zug.
Wenn es die einzige Pflicht des Zub wäre, Auskünfte zu geben, wäre das so.
Ein Dienst-Smartphone...
Dafür gibt es Dienstsmartphones, bzw. sollte es solche geben.
Die bekommt nicht jeder Zugbegleiter.
Dann sollten sie es bekommen.
... ersetzt Ortskenntnisse nicht mal im Ansatz. Es spuckt Dir maximal irgendwelche Verbindungen aus, die HAFAS und Co. hergeben, und das war's dann. Wenn es aber noch weitere Möglichkeiten gibt, die in HAFAS und Co. nicht drin sind, bist Du auf Ortskenntnisse angewiesen.
--
bye, Dan
![[image]](http://meine.flugstatistik.de/pic/DanP77.gif)
Meine Fotos im Netz - http://www.dans-photos.net/
Ein Dienst-Smartphone...
Und viele Zugchefs haben auch noch kein Smartphone sondern noch ein Diensthandy :)
Detaillierter
Wieviel Minuten Verspätung hatte der RE 3664. Sorry, das ich so genau frage. Möchte es nur genau verstehen.
Bist aber ein ganz Genauer ;-)
Der 3664 kam 2–3 Minuten nach Planabfahrt des 2152 in Weimar herein. In Erfurt war es wg. Zugfolge etwas mehr. Aber auch nur im Minutenbereich.
Da gibt's eigentlich keine zwei Meinungen. Bedenke bitte aber auch, nach aktuellen Regularien warten Fernzüge vom Grundsatz nicht auf Regionalzüge. Auf Antrag wird das schon gemacht, nur muss der Disponent des Zubringers mit dem des Abbringers auch reden. Geht der Disponent des Zubringers schon gar nicht zum Abbringer, weiß in deinem Beispiel der Fernverkehr nicht das sich im Regionalzug Reisende für den Fernverkehrszug befinden. Über den Grundsatz, dass nur gewartet wird wenn eine Vormeldung vorliegt kann man sich streiten, ist aber ein Bestandteil der Wartezeitregelung, eine Regelung, die der Infrastrukturbetreiber aufgestellt hat. Auch ich bin der Meinung, dass Erfahrungswerte mit einfliessen sollen, der Fakt ist aber aktuell ein anderer. Es ist ja aberwitzig auf eine Vormeldung bei einer Korrespondenz zu warten, die man extra im Vorfeld des Fahrplans eingerichtet hat. Im Umkehrschluss müsste man ja davon ausgehen, das kein Mensch die Züge nutzt.
Zu deinem konkreten Beispiel ist natürlich blöd das beide Züge in die selbe Richtung fahren. Bei Anschlussaufnahme des IC hätte das mindestens +6 bedeutet, der RE wäre mit dem Warten des IC+ der Zugfolge zusätzlich verspätet worden. Wäre der RE vorgefahren, so hätte der IC etwa +10 bekommen.
Ein Dienst-Smartphone...
was ja bereits genannt wurde. Mich stört nur, dass diese Smartphones als der große Heilsbringer in dieser Sache gesehen werden.
--
bye, Dan
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Sammelantwort und pragmatisches Gegenbeispiel
bahnerausleidenschaft schrieb:
Das Problem ist dann aber, das der 2152 bei Ankunft des 3664 und zugesagtem Anschluss 6-7 min warten muss. Damit alle Reisenden den Anschluss dann bekommen, hat der wartende Zug ein festgelegte Zeit die er dann warten muss. Also werden aus den in deinen Augen 5 min schnell 10 min und mehr. Nur zur Info.
Mario-ICE schrieb:
Zu deinem konkreten Beispiel ist natürlich blöd das beide Züge in die selbe Richtung fahren. Bei Anschlussaufnahme des IC hätte das mindestens +6 bedeutet, der RE wäre mit dem Warten des IC+ der Zugfolge zusätzlich verspätet worden. Wäre der RE vorgefahren, so hätte der IC etwa +10 bekommen.
Vorschriften sind etwas Tolles. Die kann man nämlich auch so befolgen, daß man selbst überhaupt nicht mehr denken muß und damit v.a. auch keine Verantwortung übernehmen muß. Insofern kann ich da nur jeden Bahner, der streng nach Vorschrift arbeitet, beglückwünschen zu seiner ruhigen Kugel die er schieben kann.
Wie man es pragmatisch lösen kann, zeigt vlt. ein Beispiel aus Würzburg:
Dort kommt um 20:24 Uhr Plan der RE aus Nürnberg via Bamberg an, Gleis 9.
Hafas meldet für eine Reisekette von diesem RE auf FV nach Frankfurt wg. Mindestübergang in Würzburg von ? Minuten als nächste Möglichkeit ICE 524 Plan ab 20:55 Uhr.
Nicht nur Bahnmitarbeiter, sondern auch manch Fahrgäste wissen aber um den ICE 22 Wien – Dortmund, Plan ab 20:27 Uhr, Gleis 6. Das bedeutet hier: Bei Planankunft des RE zügig in die Unterführung und den anderen Bahnsteig wieder hoch. Ist halt lt. Hafas kein »Plananschluß«. Ab und zu hat der 22 auch mal ein paar Minuten Ankunftsverpätung – da läuft es dann ganz locker.
Aber – und das ist das eigentlich Interessante: Die noch nicht Blechelse in Würzburg gibt einem bei Ankunft des RE und unverspätetem 22 die Information »Sie haben noch Anschluß an den ICE 22 auf Gleis 6«.
Und dann erdreistet sich dieser 22 auch noch, am Ende mit +3 aus Würzburg abzufahren. Und auch noch pünktlich in FF anzukommen. Unverschämtheit sowas! Das geht doch nicht, da sind doch Vorschriften einzuhalten!
Das mal auf die Linie 50 übertragen: Selbst wenn besagter 2152 mit +7 aus Weimar oder Erfurt raus wäre: Die Chance in FF resp. FFS pünktlich anzukommen, ist zur Zeit sehr groß. Anders wäre es, wenn Bauarbeiten wären. Und in diesem Fall hätte zumindest *ich* dann auch Verständnis dafür, knapp eine Stunde stehengelassen zu werden.
Verständnis und pragmatisches Handeln übrigens, welches ich bei manch kraft Namen leidenschaftlichem Mitarbeiter leider ab und zu vermisse.
Passion to perform eben.
Leistung die Leiden schaft. ;-)
Ende der Durchsage.
Reisende für Mitarbeiter
Und die verehrten Forumsteilnehmer haben mehr Ahnung als der "gewöhnliche" Mitarbeiter? Sorry, diese Aussage finde ich anmaßend.
Wieso soll das anmaßend sein? Die Fahrplanbastler, Disponenten etc. haben einen ganz anderen Input als der Fahrgast, der nur "seine" Strecke kennt, dafür aber geradezu botanisch genau.
Zur Illustration: Ich hatte mal ein schönes zweistündiges Gespräch (auf Einladung :-) ) mit einem Fahrplanmenschen eines lokalen VU (mit Straßenbahn und Bussen, keine U-Bahn). Er zeigte sich über diverse Details des realen Fahrplans überrascht. Unter anderem über einen Übergang, den Tramfahrer und Busfahrer an einer bestimmten, außerhalb liegenden Haltestelle regelmäßig alle zehn Minuten gesichert haben - obwohl dieser Übergang lt. Fahrplaner gar nicht geplant war... Ein ungeplanter, aber regelmäßiger Sichtanschluss quasi. Es war immer eine größere Handvoll von Fahrgästen, die sich darauf verließen und genau dort umgestiegen sind. Ich dachte deswegen sogar, dieser Anschluss wäre so vorgesehen gewesen...
Will sagen, die Verwirklichung des Fahrplans entwickelt eine Eigendynamik mit eigenen unvorgesehenen neuen Regelmäßigkeiten, bei der die Fahrplaner und häufig auch nicht mal die Disponenten hinterherkommen.
Sammelantwort und pragmatisches Gegenbeispiel
Zunächst sei gesagt, dass es Regelungen sind und keine Vorschriften. Diese Regelungen werden deutschlandweit aufgestellt, das geht ja gar nicht anders, da es Regeln geben muss sonst würde ja jeder machen was er will (z.B. Heute ist Montag, es ist schönes Wetter, da warten wir mal in x 25 Minuten. Was du nicht verstehen willst ist das jeder Mensch der Entscheidungen trifft eine anderes Empfinden zur Situation hat. Während Dispo x sagt na 8 Minuten können wir warten , sagt der andere nein bei max 5 ist Schluss mit Warten. Für dich ist letztere nun weniger engagiert oder wie? Das es pragmatische Lösungen gibt ist doch begrüssenswert, sie sind aber nicht für jeden Ort einfach automatisch übertragbar. Das 8 Minuten warten kann am Montag gut gewesen sein, könnte aber am Dienstag völlig falsch gewesen sein bezogen auf die betriebliche Lage. Aus deiner Sicht zeigt der am Dienstag zuständige Mitarbeiter dann weniger Leistung und schiebt deiner Meinung nach ne ruhige Kugel.
Nochmal zu deinem Beispiel der RE fährt ab Gotha wieder in eine eingleisige Strecke, die Auswirkungen sind dann meist nicht so positiv.
Ein Dienst-Smartphone...
was ja bereits genannt wurde. Mich stört nur, dass diese Smartphones als der große Heilsbringer in dieser Sache gesehen werden.
Mit ihrer Hilfe kann man einfache Auskünfte wie "wie komme ich von A nach B" erteilen.
Ein Dienst-Smartphone...
was ja bereits genannt wurde. Mich stört nur, dass diese Smartphones als der große Heilsbringer in dieser Sache gesehen werden.
Mit ihrer Hilfe kann man einfache Auskünfte wie "wie komme ich von A nach B" erteilen.
Das können viele Reisende mit ihren privaten Smartphones manchmal schneller wie ich mit meinem Diensthandy.
Ein Dienst-Smartphone...
was ja bereits genannt wurde. Mich stört nur, dass diese Smartphones als der große Heilsbringer in dieser Sache gesehen werden.
Mit ihrer Hilfe kann man einfache Auskünfte wie "wie komme ich von A nach B" erteilen.
Das können viele Reisende mit ihren privaten Smartphones manchmal schneller wie ich mit meinem Diensthandy.
Dann hast du ja umso mehr Zeit für die anderen.
Ein Dienst-Smartphone...
Deine Diskussion geht eben ein bisschen an der Realität vorbei. Es gab da mal eine Bahnreform. Ich hab auch noch kein privates EVU gesehen, dass sich neben den Servicepoint gestellt hat und Auskünfte erteilt.
Ob man das alles für Gut oder Schlecht betrachtet überlass ich jedem selbst, aber es gibt da noch rechtliche und versicherungstechnische Aspekte zu betrachten und ich könnte mir gut vorstellen das es auch die Meinung gibt, ich muss hier als EVU Stationsgebühren bezahlen und soll den Infrastrukturbetreiber jetztnoch zusätzlich unterstützen.
Ich stell' mir gerade vor...
Dafür gibt es Dienstsmartphones, bzw. sollte es solche geben.
Die bekommt nicht jeder Zugbegleiter.
Dann sollten sie es bekommen.
Idee gut und nicht neu - allerdings scheitert das an den Kosten.... Die Bahn ist nicht bereit jeden "popeligen" Zugbegleiter mit einem Smartphone auszustatten. Überleg mal, was das an Kosten mit sich bringt...
Ein Dienst-Smartphone...
Deine Diskussion geht eben ein bisschen an der Realität vorbei. Es gab da mal eine Bahnreform. Ich hab auch noch kein privates EVU gesehen, dass sich neben den Servicepoint gestellt hat und Auskünfte erteilt.
Ob man das alles für Gut oder Schlecht betrachtet überlass ich jedem selbst, aber es gibt da noch rechtliche und versicherungstechnische Aspekte zu betrachten und ich könnte mir gut vorstellen das es auch die Meinung gibt, ich muss hier als EVU Stationsgebühren bezahlen und soll den Infrastrukturbetreiber jetztnoch zusätzlich unterstützen.
Nur, weil es die Bahnreform gab, heißt es nicht, dass es immer dabei bleiben wird.
In spätestens zehn Jahren wird jedem die zerstörerische Wirkung der Bahnreform ersichtlich sein, und nach weiteren zehn Jahren wird es auch die Politik begreifen und die Bahnreform zurücknehmen.
Ich stell' mir gerade vor...
Dafür gibt es Dienstsmartphones, bzw. sollte es solche geben.
Die bekommt nicht jeder Zugbegleiter.
Dann sollten sie es bekommen.
Idee gut und nicht neu - allerdings scheitert das an den Kosten.... Die Bahn ist nicht bereit jeden "popeligen" Zugbegleiter mit einem Smartphone auszustatten. Überleg mal, was das an Kosten mit sich bringt...
Vernachlässigbare, insbesondere bei den Mengen, die die DB abnehmen würde.
Ein Dienst-Smartphone...
Nur, weil es die Bahnreform gab, heißt es nicht, dass es immer dabei bleiben wird.In spätestens zehn Jahren wird jedem die zerstörerische Wirkung der Bahnreform ersichtlich sein, und nach weiteren zehn Jahren wird es auch die Politik begreifen und die Bahnreform zurücknehmen.
Naja 17 Jahre sind ja nun schon ins Land gegangen. Es hat auch keiner gesagt, das es mal anders kommt oder geändert wird. Nur im Moment existieren Tatsachen und da kann man schlecht lamentieren warum nun grün grün ist und nicht lila.