Reisebericht: Weltmeisterinnen-Pass / die Erste (m16B) - 1.T (Reiseberichte)

ICE-Railjet, Montag, 04.07.2011, 00:47 (vor 5372 Tagen)

Hallo,

mit besten Erinnerungen an die letzten beiden Sommer, war es klar auch dieses Jahr wieder das Passangebot der Bahn zu nutzen. Am Freitag war der erste Geltungstag meines Weltmeinsterinnen-Passes und die Route für das erste Wochenende stand bereits seit längerem fest.
Ich fuhr also wie jeden morgen mit dem Bus nach Euskirchen und mein erster Tag begann ganz spektakulär mit ...
... einer Doppelstunde Chemie :-)
Aber auch diesen Schultag sollte ich rumbekommen und nach einer weiteren Doppelstunde Geschichte und einer Stunde Biologie wurde dann mit dem Gongschlag nach der 5.Stunde das Wochenende um 12 Uhr eingeläutet.
Nach einem kurzen Abstecher zum REWE begab ich mich dann zum Bahnhof und wartete dort noch die letzten zwanzig Minuten bis zur Abfahrt meines Zuges ab. Der erste Teil der Reise ist sowieso immer der langweiligste, mit dem Nahverkehr nach Köln, praktisch meine Stammstrecke. Ich entschied mich am Hauptbahnhof auszusteigen und zu Fuß nach Deutz zu laufen.

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2x403 als ICE1008 Basel SBB - Essen Hbf auf der Hohenzollernbrücke

Nach Ankunft in Deutz informierte ich mich noch über die Wagenreihung des Zuges und platzierte mich bewusst am hinteren Ende des Bahnsteiges. Per Lautsprecherdurchsage wurde noch auf eine geänderte Wagenreihung hingewiesen. Die erste Klasse des hinteren Zugteils sollte sich im Abschnitt D befinden, statt planmäßig im Abschnitt A. Bei Einfahrt des Zuges befand sich die erste Klasse doch im Abschnitt A, sodass zumindest der hintere Zugteil richtig gereiht war.

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ICE629 führt nur Schlafwagen :D

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Einfahrt des ICE629 in Köln Messe/Deutz

Im Wagen 26 fand ich noch einen Gangplatz, welcher zwar ab Frankfurt reserviert war, ich wollte jedoch auch nur bis Frankfurt Flughafen mitfahren. Die Abfahrt in Köln-Deutz erfolgte mit +2, Frankfurt Flughafen erreichten wir mit -2.
Am Frankfurter Flughafen stieg ich dann in den ICE519 um, diesen hätte ich auch ab Köln nutzen können, ich hatte mich aber bewusst entschieden schonmal bis zum Flughafen vor zu fahren. Der 519 war wie zu erwarten auch sehr gut ausgelastet. Aber auch hier fand ich im hinteren Zugende im Wagen 36 noch einen Gangplatz, ab Stuttgart hatte ich einen Fensterplatz. Mein Plan war es in Ulm in den IRE nach Lindau umzusteigen. Dieser geriet aber zwischenzeitlich wegen einer kleinen Verpätung in Gefahr. Bei Einfahrt in Ulm stand der IRE nach Lindau aber am selben Bahnsteig gegenüber bereit. Wegen der sehr guten Auslastung des IRE's (die Pendler standen bis an die Türen) entscheied ich mich spontan für die Verbindung nach Lindau mit umsteigen in Aulendorf und Hergatz. Ich nutzte also die RB Richtung Tübingen, welche aus zwei Triebwagen BR650 der Hohenzollerischen Landesbahn bestand bis Aulendorf und stieg dort in die RB nach Hergatz um. Diese RB bestand aus einem alten BR628 mit den orangefarbenen Sitzen. Für mich war es die erste Fahrt in einem BR628 mit dieser Einrichtung. Die Fahrt war landschaftlich sehr reizvoll, ins Allgäu wird mich bestimmt die ein oder andere Fahrt während meiner WM-Pass-Zeit noch führen. Wir erreichten dann Hergatz mit 3-minütiger Verspätung und am selben Bahnsteig gegenüber fuhr kurz darauf der RE nach Lindau, mit 2xBR612 ein. Nach kurzer Fahrt fuhren wir pünktlich gegen viertel nach sieben auf die Insel und erreichten Lindau.
Ein kurzer Spaziergang führte mich zum Lindauer Hafen und durch Lindau selbst. In Lindau war eine/(mehrere?) große Touristengruppe unterwegs.

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Im Lindauer Hafen

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Am Bodensee

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BR612 fährt als RE3996 nach Kempten(Allgäu)Hbf zurück über den Damm

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Ankunft des EC197 aus Zürich in Lindau

Bereits nach einem 1-stündigem Aufenthalt in Lindau fuhr ich um 20:20 mit +4 mit EC197 aus Zürich weiter. Zuerst setzte ich mich in den letzten Wagen und wunderte mich bereits über die geringe Auslastung des Zuges. Doch kurz darauf kam ein Zugbegleiter durch den Wagen und bat uns einen Wagen weiter vor zu gehen, da der letzte Wagen in Lindau verbleibt. Im nächsten Wagen sah das mit der Auslastung schon wieder anders aus, ich bekam aber noch problemlos einen Gangplatz. Auch von diesem ließ sich, wenn auch nur eingeschränkt, die abendliche Fahrt durchs Allgäu genießen. Kempten verließen wir dann mit +6, hier sah ich schon meinen 3-Minuten-Anschluss an den RE nach Augsburg in Buchloe in Gefahr, doch der Zugbegleiter, sagte das der Zug warten wird. Letztlich erreichten wir Buchloe aber nach plan, die komplette Verspätung war aufgeholt und der Anschluss funktionierte problemlos. Nach weitere 30-minütiger Fahrt im Triebwagen der BR642 erreichten wir pünktlich um 22:36 Uhr Ausgburg Hbf.
An Gleis 1 suchte ich dann, vorerst erfolglos, nach dem Wagenstandsanzeiger um die Position des Wagen 24, im CityNightLine nach Hamburg zu erfahren. Den Wagenstandsanzeiger fand ich letztlich an Gleis 1 Richtung Bahnhofsgebäude statt Richtung Gleis gerichtet, diesen Standpunkt fand ich ziemlich unglücklich ausgewählt, aber ich hab's ja gefunden. :D
Verwunderung kam erst wieder bei Einfahrt des Zuges auf, als statt des erwarteten Liegewagens ein Schlafwagen an der Position des Wagen 24 eingereiht war. Kurz darauf klärte sich die Situation dann auf, das der Liegewagen wegen eines Defektes gegen einen Schlafwagen ausgetauscht wurde. Nach kurzem Gespräch mit dem (Liege-)Schlafwagenbetreuer bekam ich dann meine neue Platznummer zugteilt und konnte mein Glück kaum fassen, dies sollte heute also völlig unerwartet meine Premierenfahrt im Schlafwagen werden. Mein Platz war dann ein Bett in einem Abteil im oberen Stockwerk des Schlafwagen. Bei der kurz darauffolgenden Fahrscheinkontrolle erklärte mir der Schlafwagenbetreuer, dass ich heute doppeltes Glück habe. Einmal das der Liegewagen durch den Schlafwagen ausgetauscht wurde und zweitens dass das obere Bett im Abteil defekt sei und ich deswegen ein Single-Abteil habe. :-)
Meinen Fahrschein und die Reservierung nahm er mit und sagte mir das ich sie am nächsten Morgen wieder bekommen werde. Weiß jemand wieso die einbehalten wird? Im Liege- oder Sitzwagen war das bisher nie so.
Jedenfalls habe ich sehr gut geschlafen, auch wenn ich mehrfach wach geworden bin, und wurde dann gegen zwanzig nach sechs, kurz bevor die Weckdurchsage kam wach. Als sehr positiv empfand ich, dass es mehrfach sehr gute und deutlich Durchsagen, auch in englischer Sprache gab.

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Gang im Doppelstock-Schlafwagen

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Für mich, 1,86m groß, ein doch recht kleines Bett, aber ich hab trotzdem gut geschlafen.

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Waschgelegenheit im Abteil

Nur eine Minute verspätet erreichten wir um 07:56Uhr Hamburg Hbf. So kenne ich CityNightLine bisher gar nicht ;-)
Ich stieg sofort in den am selben Bahnsteig gegenüber bereitstehenden RE nach Travemünde Stand um, welchen ich bis Lübeck Hbf benutzte. Auch diese Fahrt verlief pünktlich. Nach Ankunft in Lübeck kaufte ich mir dann noch eine Packung Kaugummis. Die Zahnhygiene kommt ja bei Nachtfahrten doch irgendwie immer zu kurz. Und ich weiß nicht wie sehr man den Zahnreinigungs-Werbeversprechen trauen kann, aber ein besseres Gewissen hatte man ja dann doch :-)
Meine Fahrt setzte ich um 09:04 mit dem RE nach Bad Kleinen fort und stieg dort in den RE nach Rostock um. Die Ankunft in Rostock erfolgte mit +1 und ich stieg in den kurz darauf ankommenden RE aus Sassnitz, der zurück nach Sassnitz fährt um.

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RE aus Sassnitz macht eine Kurzwende in Rostock und fährt zurück nach Sassnitz

Die Fahrt verlief weitesgehend pünktlich, der Kundenbetreuer machte aus der Fahrkartenkontrolle eine kleine Komödie und wir hatten alle noch was zu lachen :D
In Bergen aus Rügen standen wir dann noch einige Minuten herum, der Anschluss nach Binz wurde in Lietzow jedoch sichergestellt. Nach dem Umstieg in Lietzow verzögerte sich die Abfahrt noch. Der Grund zeigte sich kurz darauf. Der saisonale ICE Binz-München sauste an uns vorbei. Daran hatte ich überhaupte nicht gedacht und habe zumindest mit dem Handy noch ein Stück des Zuges filmen können. Foto wäre noch schlechter gewesen. Binz erreichten wir letztlich mit +11 und ich machte mich auf Richtung Strand. Normalerweise sollte in Binz Sommerfest gewesen sein, das Wetter machte da aber leider einen Strich durch Rechnung.

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Strandabgang in Binz

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Der Strand in Binz wie leer gefegt

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Am Schmachter See


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