Reisebericht: Mit dem Zug nach Übersee (mit vielen Bildern) (Reiseberichte)

TD, Sonntag, 12.06.2011, 17:23 (vor 5403 Tagen)

Hallo zusammen,

mit dem Zug nach Übersee – das hatte ich schon länger auf dem Plan. Und nachdem mich zuletzt Sten Nadolny mit seinem Roman Netzkarte wieder inspiriert hat, mit der Bahn nach Übersee zu fahren, hatte ich am verlängerten Wochenende von Christi Himmelfahrt eine erstklassige Tour eingeplant, allerdings nicht auf direktem Wege, sondern als kleine Rundfahrt – mitgebracht habe ich diesen Reisebericht und einige Bildchen.

Da ich die meisten der Strecken in dieser Ecke schon kannte, habe ich mir als neue Herausforderung exotische Züge zusammengesucht. Mit exotisch meine ich Züge, die beispielsweise nur einmal am Tag verkehren wie der IC 119, der D-Zug München-Linz oder der Railjet nach Lindau. Bis auf eine Fahrt im ICE auf der Mittenwaldbahn habe ich das auch hinbekommen.


Tag 1: Konstanz – Seefeld in Tirol

Diesmal beginnen wir die Reise ausnahmsweise nicht mit der Bahn, sondern gönnen uns eine Fahrt mit dem Katamaran nach Friedrichshafen. Es ist zwar recht windig, aber immerhin kommt schon wieder die Sonne raus, nachdem es Vortag noch kräftig geregnet hatte. Und so kommen wir bei der Überfahrt über den Bodensee schon in Urlaubsstimmung.

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Hafen in Konstanz

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Der Katamaran fährt ein

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Katamaran Konstanz-Friedrichshafen

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Überfahrt von Konstanz nach Friedrichshafen…

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…wir passieren Meersburg

In Friedrichshafen ist ausreichend Zeit, um zunächst noch auf die Aussichtsplattform am Hafen zu steigen und danach gemütlich zum Stadtbahnhof zu schlendern.

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Blick vom Aussichtsturm auf Friedrichshafen

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Für die Fahrt nach Innsbruck habe ich mir den IC 119 ausgesucht, der morgens um 7 Uhr in Münster gestartet war und nun am Nachmittag pünktlich in Friedrichshafen einrollt.

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Die Loks umfahren den Zug und dann geht es weiter durch die Obstanlagen am Bodenseeufer nach Lindau.

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In Lindau steht der nächste Lokwechsel an

Zwischen dem österreichischen Bodenseeufer und dem Arlberg schauen wir auf Kaffee und Kuchen im Bordbistro vorbei. Da der Lokwechsel in Lindau etwas länger gedauert hat, haben wir etwa 8 Minuten Verspätung. Der Lokführer versucht wohl, die Verspätung durch einen rasanten Fahrstil und insbesondere abrupte Bremsmanöver aufzuholen. Das ist für die Pünktlichkeit zwar löblich, wenn man aber im Bistro sitzt und ständig Kaffeetasse und Kuchenteller festhalten muss, ist das doch auch anstrengend.

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Bis Dalaas haben wir die Verspätung weitgehend aufgeholt - um dort dann wegen eines verspäteten Railjets 20 Minuten zu stehen. Dabei kommt es zu einer weiteren Zugüberholung tierischen Ausmaßes.

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Fahrt über den Arlberg

Unser Fahrplan scheint jedoch einige Reserven zu haben, denn bis Innsbruck ist die Verspätung auf 5 Minuten geschrumpft. Schon in Friedrichshafen war die Auslastung in der 1. Klasse überschaubar, jetzt beim Aussteigen stellen wir fest, dass außer uns gerade mal noch ein weiterer Fahrgast bis Innsbruck im Wagen war.

In Innsbruck haben wir eine gute Stunde Aufenthalt, die wir für einen kleinen Stadtspaziergang und einen Besuch in der Lounge nutzen.

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ÖBB-Lounge in Innsbruck

Anschließend fahren wir mit einer S-Bahn weiter nach Seefeld. Dieser Abschnitt der Mittenwaldbahn ist landschaftlich herrlich, es geht kräftig auf der Hangstrecke bis zur Martinswand den Berg rauf und die Ausblicke zunächst über den Flughafen und dann hoch über das Inntal sind toll. Leider kann ich von den Schluchten und Ausblicken keine Fotos zeigen, da es langsam dämmerte und das Licht nicht mehr ausreichte.

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Am liebsten wäre ich am nächsten Tag die Strecke noch mal runter nach Innsbruck gefahren, aber für den Tag gibt es schon ein anderes Programm.

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Am Abend vertreten wir uns noch die Füße bei einem Spaziergang um den Wildsee und durch Seefeld – wobei man fast den Eindruck bekommt, der ganze Ort bestehe nur aus Hotels.


Tag 2: Seefeld – Zugspitze – Linz

Zunächst schauen wir uns Seefeld noch bei Tageslicht an, leider ist der Himmel noch ziemlich wolkenverhangen.

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Seekirchl in Seefeld - die Interpretation des Bildes überlasse ich dem Betrachter.

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Blick auf Seefeld

Anschließend fahren wir mit einer Regionalbahn nach Garmisch-Partenkirchen. Auf der Fahrt kommt die Sonne raus und die Fenster lassen sich auch öffnen, dazu die beeindruckende Alpenlandschaft – herrlich!

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In Garmisch-Partenkirchen deponieren wir unser Gepäck im Schließfach und steigen um auf die Zugspitzbahn. Wir sind nicht die einzigen Ausflügler, die den Brückentag und das schöne Wetter nutzen wollen, und so steht vor uns an der Kasse schon eine lange Schlange. Aber immerhin verkehren Zusatzzüge, so dass wir schließlich eine halbe Stunde später als geplant im Zug sitzen (der Stundentakt wird wegen des Ansturms auf einen Halbstundentakt verkürzt).

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Auf dem Talabschnitt bis Grainau fährt ein alter Triebwagen…

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…in Grainau, wo der Zahnstangenabschnitt beginnt, müssen wir umsteigen auf die Zahnradbahn, dann geht es hinauf zum Haltepunkt Riffelriss, wo ein Fotohalt eingelegt wird. Dort hat man einen tollen Blick auf den Eibsee.

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Fotohalt am Haltepunkt Riffelriss

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Unmittelbar nach dem Haltepunkt Riffelriss geht es dann für 25 Minuten durch den Tunnel hinauf zum Zugspitzplatt. Von hier aus geht es mit der Gletscherbahn-Seilbahn weiter hinauf bis auf den Gipfel.

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In der Seilbahn zum Gipfel - wie man sieht wäre auch eine Besteigung zu Fuß möglich gewesen…

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Über den Gipfel verläuft die Grenze zu Österreich, das rechte Gebäude liegt schon in Tirol.

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Nach einem kurzen Grenzübertritt in den österreichischen Teil fahren wir dann mit der Eibsee-Seilbahn wieder hinunter und schließlich von der Talstation mit der Zugspitzbahn wieder nach Garmisch-Partenkirchen.

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Gleich geht’s mit der Seilbahn durch die Wolkendecke…

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…dann gibt es einen tollen Blick auf den Eibsee.

An der Talstation steigen wir wieder um auf die Zugspitzbahn, diesmal ist ein Zug der neuen Generation unterwegs, wobei wir auch auf der Rückfahrt in Grainau wieder umsteigen müssen.

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Der Triebwagen der Zugspitzbahn fährt im Bahnhof Eibsee ein

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Fahrt auf der Talstrecke nach Garmisch

Auch in Garmisch-Partenkirchen reicht die Zeit für einen kleinen Abstecher in den Ort.

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Garmisch

Anschließend fahren wir mit der nächsten Regionalbahn nach München. Die Loisach, das Murnauer Moos, der Staffelsee und der Starnbergersee – diese Strecke ist landschaftlich einfach wunderschön.

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Auf dem bayerischen Abschnitt sind wir mit Bayerntickets Single 1. Klasse unterwegs, deshalb können wir in München nicht in die Lounge, stattdessen machen wir uns auf Richtung Stachus.

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Fortsetzung folgt...

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Vielen Dank! Die Mittenwaldbahn bei Sonnenschein...

GUB, Bremen, Sonntag, 12.06.2011, 17:31 (vor 5403 Tagen) @ TD
bearbeitet von GUB, Sonntag, 12.06.2011, 17:33

...ist noch ne Ecke schöner ;)
und auch aus der Lokführersicht sehr schön :)

Schöne Tour mit tollen Fotos! Dein Eindruck über Seefeld kann ich nur sehr bestätigen, trotzdem (oder auch deshalb?) ein schöner Fleck.

Grüße aus Innsbruck, 5 min. von der Mittenwaldbahn entfernt ;)

Reisebericht: Mit dem Zug nach Übersee (Fortsetzung)

TD, Sonntag, 12.06.2011, 17:32 (vor 5403 Tagen) @ TD

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München

Eigentlich hatte ich dieses Jahr Linz gar nicht auf dem Plan, aber bei der Reiseplanung und der Suche nach außergewöhnlichen Zügen bin ich über den RE nach Linz gestolpert - den nehmen wir natürlich noch mit. Der Zug fährt über Mühldorf und ist gebildet aus österreichischen Fernverkehrswagen, nur am Zugschluss hängt bis Mühldorf ein n-Wagen der Südostbayernbahn.

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Ein „Hercules“ der ÖBB zieht uns nach Linz

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Reisevergnügen im RE - Abteilwagen der ÖBB

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Mit dem Inn queren wir bei Braunau die Grenze zu Österreich, hier wechselt auch die Zuggattung, nun sind wir als D-Zug unterwegs.

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Verglichen mit Arlberg und Mittenwaldbahn kann diese Strecke landschaftlich natürlich nicht mithalten, aber dafür lerne ich eine neue Strecke kennen.

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Heute Morgen noch ein Spaziergang durch Seefeld, dann die Zugspitze, Garmisch-Partenkirchen und München – dieses umfangreiche Programm macht mir jetzt doch etwas zu schaffen. Und so bin ich nicht allzu traurig, dass ein Gewitterschauer den Abendspaziergang durch Linz vorzeitig beendet.

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Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz von Linz

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Blick auf die Donau mit dem beleuchteten Lentos Kunstmuseum

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Mariä-Empfängnis-Dom in Linz


Tag 3: Linz – Übersee

Heute ist es also endlich so weit, wir fahren mit dem Zug nach Übersee. Zunächst erwartet uns eine etwa einstündige Fahrt mit dem Railjet nach Salzburg.

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In der 1. Klasse gibt’s einen Welcome Drink, diesmal lose, bei meiner letzten Fahrt waren Serviette, Schokoriegel und Orangensaft noch eingeschweißt.

Das Hotel in Linz war zwar preiswert, dafür hätte das Frühstück aber extra gekostet. Stattdessen nutzen wir die Stunde Fahrzeit im Railjet für ein Frühstück.

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Frühstück im Railjet

In Salzburg müssen wir umsteigen. Eigentlich führe von hier ein direkter Regionalexpress nach Übersee - aber wir nutzen eine andere Verbindung. Wer sich schon näher mit den Bahntarifen beschäftigt hat, dem wird die Logik, dass ein teurer Zug billiger sein kann, nicht fremd sein. Und so habe ich für die Strecke eine IC-Fahrkarte gebucht, um den 20-Euro-Zeitungsgutschein nutzen zu können.

Zunächst geht es nun mit der S-Bahn nach Freilassing. Ich hatte darauf spekuliert, auf der Strecke mal einen Flirt der Berchtesgadener Land Bahn anzutreffen, stattdessen fährt ein ÖBB-Talent - na ja, irgendwann komme ich sicher auch mal wieder nach Berchtesgaden.

Wenn wir schon einen IC-Fahrschein haben, fahren wir natürlich auch IC - besonders wenn es der legendäre „IC Königssee“ ist. Übrigens der einzige Fernverkehrszug, der in Übersee hält.

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Der IC Königssee fährt in Freilassing ein

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Fahrt durchs Chiemgau

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Geschafft, wir sind in Übersee angekommen! - „Kalauer, die man verwirklicht, erweitern den Erfahrungskreis“ (Sten Nadolny in Netzkarte)

Den Rest des Tages verbringen wir am Chiemsee, wo mein Bruder beim Angeln einige Fische aus dem Wasser zieht.

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Fraueninsel im Chiemsee

Später fahren wir noch mit dem Schiff zur Fraueninsel. Auf der Insel leben rund 300 Einwohner, sie ist autofrei und in einer halben Stunde hat man die Insel zu Fuß umrundet.

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Kloster Frauenwörth auf der Fraueninsel

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Glockenturm des Klosters

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Tag 4: Übersee – Zell am See - Konstanz

Der kürzeste Heimweg würde wohl über München oder das deutsche Eck führen. Stattdessen will ich aber mal die Alternativstrecke zum deutschen Eck fahren, denn die Strecke Salzburg –Innsbruck über Zell kenne ich bisher noch nicht. Und so fahren wir zunächst zurück nach Salzburg.

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RE München-Salzburg in Übersee

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Wir passieren Traunstein

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In Salzburg können wir während einer halben Stunde Aufenthalt nach den Baufortschritten am Hauptbahnhof sehen und fahren dann mit dem „ÖBB IC 542 Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang“ nach Zell am See.

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Bahnhofsbaustelle Salzburg

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OIC nach Innsbruck

Wir haben einen ganzen Wagen für uns allein, so lassen sich die Reise und die schöne Landschaft auf der Salzburg-Tiroler-Bahn genießen.

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Die Bahnstrecke ist auch als Giselabahn oder Kaiserin-Elisabeth-Bahn bekannt, sie führt durch den Tennengau und den Pongau…

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…und folgt dabei dem Tal der Salzach.

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In Zell am See legen wir eine kleine Pause ein und gesellen uns zu den zahlreichen Touristen, die am Ufer flanieren.

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Zeller See

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Stadtpfarrkirche zum heiligen Hippolyt in Zell am See

Anschließend fahren wir mit einem Regionalzug weiter nach Wörgl. Der Regionalzug besteht aus einem Cityshuttle und ändert unterwegs die Zuggattung in eine S-Bahn.

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Die Strecke durch den Pinzgau ist auch als Brixentalbahn bekannt.

Von Wörgl nach Innsbruck nehmen wir einen DB-ÖBB-EC nach Mailand, der aus einer ÖBB-Garnitur gebildet ist. Die etwa halbstündige Fahrt verbringen wir bei einem Kaffee in Bordrestaurant.

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DB-ÖBB-EC in Wörgl

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ÖBB-Speisewagen

In Innsbruck steigen wir dann um auf den Railjet aus Wien nach Lindau. Diesmal hatte ich Sitzplätze in der Ruhezone gewählt, allerdings scheint mir die Anordnung der Ruhezone im Steuerwagen neben dem Premium-Bereich doch etwas unglücklich. Selbst wenn sich die Mitreisenden nämlich an die Ruhezone halten, herrscht ein ständiger Lärm aus der Galley für den Premium-Bereich, die nur durch einen Vorhang abgetrennt ist: Geschirr- und Besteck klappert, Türen werden zugeschlagen, die Kaffeemaschine zischt, die Mikrowelle piepst und so weiter, das nervt ganz schön.

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Ebenfalls nicht sehr gelungen ist dieser Wandplatz, wobei man den ÖBB zu Gute halten muss, dass der Platz offenbar für Reservierungen gesperrt ist (zumindest in der grafischen Sitzplatz-Reservierung ist er deaktiviert) - dieser Platz wäre für mich schrecklich, besonders auf einer so schönen Strecke wie hier am Arlberg.

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Railjet auf Abwegen

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Der Railjet fährt von Lindau leer zurück nach Bregenz.

In Lindau bleibt noch etwas Zeit für ein paar Schritte in Richtung Hafen.

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Mangenturm in Lindau

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Hafeneinfahrt von Lindau mit dem Bayrischen Löwen

Zugegeben, mit dem Railjet bis nach Lindau zu fahren war nicht so geschickt, denn als schnellste Verbindung nach Konstanz schlägt die Fahrplanauskunft vor, zurück nach Bregenz zu fahren und dann am schweizer Seeufer entlang nach Hause zu fahren. Darauf habe ich eigentlich keine Lust - genauso wenig, wie mit der Regionalbahn auf der deutschen Seite um den See zu schleichen. Jetzt fahren wir aber erst mal mit dem IRE von Lindau nach Friedrichshafen.

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IRE Lindau-Stuttgart

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Im Doppelstockwagen der RAB (DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee) überqueren wir die Grenze von Bayern zu Baden-Württemberg.

Fortsetzung folgt...

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Reisebericht: Mit dem Zug nach Übersee (Fortsetzung 2)

TD, Sonntag, 12.06.2011, 17:33 (vor 5403 Tagen) @ TD

In Friedrichshafen verlassen wir nun die Schiene und fahren stattdessen mit dem Bus bis nach Meersburg, wo wir auf die Fähre nach Konstanz umsteigen. So sind wir nicht nur schneller zu Hause, sondern können auch noch eine schöne Überfahrt als Abschluss der 3-Seen-Tour genießen.

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Am Fährehafen in Konstanz beenden wir unsere Reise.

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Viele Grüße

Tobias


PS: Meine früheren Reiseberichte gibt’s hier.

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Ahhhh, danke! :)

john-vogel, Sonntag, 12.06.2011, 18:10 (vor 5403 Tagen) @ TD

Eigentlich hatte ich dieses Jahr Linz gar nicht auf dem Plan, aber bei der Reiseplanung und der Suche nach außergewöhnlichen Zügen bin ich über den RE nach Linz gestolpert - den nehmen wir natürlich noch mit. Der Zug fährt über Mühldorf und ist gebildet aus österreichischen Fernverkehrswagen, nur am Zugschluss hängt bis Mühldorf ein n-Wagen der Südostbayernbahn.

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Ein „Hercules“ der ÖBB zieht uns nach Linz

Ahh, endlich klärt mich mal jemand über diese außergewöhnliche Kombination auf. Seit knapp nem halben Jahr sehe ich nun diesen Zug werktäglich beim Warten auf meinen Zug nach Hause ein paar Gleise weiter am Müncher Ostbahnhof. Jedesmal wundere mich über den angehängten n-Wagen, aber bisher habe ich es zu Hause immer vergessen mal im RIS nachzuschaun. ;) Vielen Dank auf die anderen Bilder! :)

Darf man sich denn mit nem NV-Ticket dann nur in den n-Wagen setzen oder auch in den Rest des Zuges?

Warum nicht? (RE 969)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 12.06.2011, 18:13 (vor 5403 Tagen) @ john-vogel

Darf man sich denn mit nem NV-Ticket dann nur in den n-Wagen setzen oder auch in den Rest des Zuges?

Warum solltest Du Dich im Regionalexpress mit einem Nahverkehrsfahrschein nur in bestimmte Wagen setzen dürfen - der Zug verkehrt in Bayern als RE, RE 969 um genau zu sein. ;-)

/Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Man weiß ja nie... ;-)

john-vogel, Sonntag, 12.06.2011, 22:30 (vor 5403 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Vielen Dank! Superschöner Bericht!

SST, Köln-Südstadt, Sonntag, 12.06.2011, 17:41 (vor 5403 Tagen) @ TD

- kein Text -

Ebenfalls großes Dankeschön!

Markus, NNST, Sonntag, 12.06.2011, 18:14 (vor 5403 Tagen) @ SST

- kein Text -

Wer kennt schon Übersee?

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 12.06.2011, 17:54 (vor 5403 Tagen) @ TD
bearbeitet von Sören Heise, Sonntag, 12.06.2011, 17:54

Tach!

Wer denkt schon bei Übersee an ein Kaff irgendwo im Süden? :-D
Ich werde wohl doch mal die Straßenbahn in Peking besuchen müssen und hier in die Irre leiten. ;-)

Spaß beiseite: Vielen Dank für Deinen Bericht, wie immer sehens- und lesenswert.

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Als ich im Jahr 2000 die Mittenwaldbahn gefahren bin (in der Gegenrichtung im durchgehenden 4020 Reutte i.T. - Innsbruck), hatte ich hier oder in der Nähe davon die seltene Gelegenheit, ein Flugzeug von oben zu sehen, und dabei selber auf festem Boden zu sein. ;-)

Interessant wäre auch der 118/963 zwischen Salzburg und Kufstein gewesen, der mit deutschen Wagen durch Deutschland fährt, aber mit deutschen Fahrscheinen nicht benutzbar ist. ;-)

Viele Grüße, Sören


Kein Beitrag ohne Edith.

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Flugzeuge und Boden ;)

GUB, Bremen, Sonntag, 12.06.2011, 17:59 (vor 5403 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von GUB, Sonntag, 12.06.2011, 17:59

Als ich im Jahr 2000 die Mittenwaldbahn gefahren bin (in der Gegenrichtung im durchgehenden 4020 Reutte i.T. - Innsbruck), hatte ich hier oder in der Nähe davon die seltene Gelegenheit, ein Flugzeug von oben zu sehen, und dabei selber auf festem Boden zu sein. ;-)

Da kann ich auch die neue Hungerburgbahn empfehlen. Oder den Rathausturm, wo man den Piloten in die Augen schauen kann ;)
Für Flugzeugliebhaber wäre auch die neue Innpromenade im Westen (nach der Innverlegung) lohnenswert, da kann man sich von den Düsen anpusten lassen :D

Wenn Mittenwaldbahn dann doch am liebsten in einem n-Wagen: Festern auf, Kopf raus ;)

Grüße

Einöde Amerika

SST, Köln-Südstadt, Sonntag, 12.06.2011, 19:55 (vor 5403 Tagen) @ Sören Heise

Tach!

Wer denkt schon bei Übersee an ein Kaff irgendwo im Süden?

Die Fahrplanauskunft gibt auch nette Infos wie man nach "Einöde Amerika" kommt :-). Von "Übersee" ganz gut erreichbar :-).

Sehr schön, danke!

Matze86, München, Sonntag, 12.06.2011, 23:31 (vor 5403 Tagen) @ TD

- kein Text -

Danke für den Reisebericht: Mit dem Zug nach Übersee

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 13.06.2011, 01:06 (vor 5403 Tagen) @ TD

Zwischen dem österreichischen Bodenseeufer und dem Arlberg schauen wir auf Kaffee und Kuchen im Bordbistro vorbei. Da der Lokwechsel in Lindau etwas länger gedauert hat, haben wir etwa 8 Minuten Verspätung. Der Lokführer versucht wohl, die Verspätung durch einen rasanten Fahrstil und insbesondere abrupte Bremsmanöver aufzuholen. Das ist für die Pünktlichkeit zwar löblich, wenn man aber im Bistro sitzt und ständig Kaffeetasse und Kuchenteller festhalten muss, ist das doch auch anstrengend.

Das ist leider normal. Der IC 119 fährt einfanh nie pünktlich um 16:01 in Lindau ab. Man muss froh sein, wenn er mal mit "nur" +4 wegkommt.

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Das ist mal ein schöner Zug.:)


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Die 1. Klasse Sitze sind in den n-Wagen und in den älteren Dostos identisch und m.E. im im n-Wagen angenehmer aufgeteilt. In den Dostos kann man das wegen dem Dach aber auch nicht anders machen.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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