[OT] Fukushima: Es brodelt immer weiter... (Allgemeines Forum)

NIM rocks, Donnerstag, 19.05.2011, 12:39 (vor 5437 Tagen)

Hi,

ich weiß, es ist hier schwer OT und hat in keiner Form etwas mit der Bahn zu tun, trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass es in Fukushima immer noch vor sich hinbrodelt, von dem Medien größtenteils unbeobachtet.

Mittlerweile gibt es wichtigere Themen in den Zeitungen, lediglich irgendwo weit hinten findet man hin und wieder einen kleinen Artikel zur Atomkatastrophe in Japan. Mittlerweile ist klar, was viele von Anfang an vermutet haben: Eine Kernschmelze hat bereits in den ersten Stunden nach dem Erdbeben stattgefunden, das Unglück zieht mittlerweile riesige Kreise und die japanische Regierung bzw. die Betreibergesellschaft des Kraftwerks TEPCO verfolg(t)en für meinen Geschmack exakt die gleiche Informationspolitik wie die Sowjetunion in der Zeit während und nach dem Unglück von Tschernobyl.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Fukushima - eine Bestandsaufnahme
Die Wahrheit findet ihren Weg

Von Peter Poprawa

Als am 11. März in Japan die Erde bebt, beginnt eine der größten Katastrophen in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie. In der Folge bestimmen Ahnungslosigkeit, Falschmeldungen und offenbar auch gezielte Desinformationen das Geschehen in den Medien. Jetzt – mehr als zwei Monate nach dem Unglück – zeichnet sich allmählich ein klareres Bild der Vorgänge in Fukushima ab.
Die Tsunami-Welle trifft auf die Küste der Präfektur Miyagi.

Als um 14.46 Uhr in Japan, also um 06.46 Uhr MEZ, die Erde für ganze fünf Minuten bebte, waren die Folgen noch nicht absehbar. Erdbeben sind in dieser Region der Welt fast so häufig wie Sonnenaufgänge. Diesmal allerdings korrigierten die Behörden die Stärke der Erschütterungen von zunächst 7,8 kontinuierlich nach oben. Schon wenige Minuten nach dem Beben warnte die Japan Meteorological Agency vor einer bis zu sechs Meter hohen Tsunami-Welle für die Küste der Präfektur Miyagi, also der Nachbarregion von Fukushima und Iwate. Dort waren nur drei Meter und für die restlichen Regionen der Ostküste ein halber bis zwei Meter erwartet worden.

Den ganzen Artikel gibt es hier: http://www.n-tv.de/panorama/Die-Wahrheit-findet-ihren-Weg-article3365931.html

Ich hoffe ihr nehmt mir diesen OT-Beitrag nicht übel, aber wollte einfach mal alle hier Lesenden darauf hinweisen, dass das Thema Fukushima, obwohl es bei den meisten schon vom Radar verschwunden ist, noch lange nicht gegessen ist.

Japanische Eisenbahn?

Steffen, Donnerstag, 19.05.2011, 13:21 (vor 5437 Tagen) @ NIM rocks

Dann machen wir doch ein Bahnthema daraus: In wie weit ist denn die Japanische Eisenbahn von dem AKW-Unfall betroffen?

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?
(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?


Zum OT: Ich weiß noch genau, wie ein-zwei Tage nach dem Erdbeben deutsche Wissenschaftler gesagt haben, dass aufgrund der Fernsehbilder und der wenigen Informationen alles dafür spricht, dass es eine Kernschmelze gegeben haben muss. In Japan war man da ganz offensichtlich anderer Auffassung, oder man tat zumindest so.

Beängstigend finde ich, wie sich Geschichte wiederholt. Doch während man sich in Russland immer damit rausreden konnte, dass das kommunistische System ja ohnehin Informationen systematisch verschweigt, kann man das jetzt in Japan nicht mehr als Ausrede gelten lassen.

Die Ereignisse zeigen mir, dass immer mal wieder ein Reakktor außer Kontrolle geraten kann. Und wenn man die Anlage erst mal nicht mehr im Griff hat, macht sie was sie will und richtet immensen Schaden an der Natur, aber auch in der Volkswirtschaft an. Und während sich zuvor die Industrie mit dem Betrieb eines solchen kraftwerks bereichert, geht der Betreiber an einem Super-GAU definitiv pleite, die Zeche zahlt dann das Volk.

--
[image]

Japanische Eisenbahn?

NIM rocks, Donnerstag, 19.05.2011, 13:54 (vor 5437 Tagen) @ Steffen

Dann machen wir doch ein Bahnthema daraus: In wie weit ist denn die Japanische Eisenbahn von dem AKW-Unfall betroffen?

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?

Ich weiß, dass die Shinkansen-Strecke unmittelbar nach dem Erdbeben gesperrt wurde. Wikipedia verrät, dass in der Folge des Erdbebens ein Zug, der auf Testfahrt war, entgleist ist, ansonsten gab es aufgrund der Frühwarnsysteme keinerlei Beschädigungen an Rollmaterial bzw. Todesopfer überhaupt zu beklagen.

Außerdem solle der Tohoku-Shinkansen nach und nach wieder in Betrieb genommen werden. Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass es mittlerweile schon wieder durchgehende Züge Tokio-Morioka/Shin-Aomori gibt...

(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?

Keine Ahnung, ich würde eher auf "Nein" tippen.

Beängstigend finde ich, wie sich Geschichte wiederholt. Doch während man sich in Russland immer damit rausreden konnte, dass das kommunistische System ja ohnehin Informationen systematisch verschweigt, kann man das jetzt in Japan nicht mehr als Ausrede gelten lassen.

Sehe ich genauso, aber was mich noch sehr verwundert, ist auch das Vorgehen der Japaner selbst: Einerseits spielt man die Katastrophe herunter, andererseits wagt sich sogar der Kaiser aus seinem Fuchsbau und spendet trost...

Die Ereignisse zeigen mir, dass immer mal wieder ein Reakktor außer Kontrolle geraten kann. Und wenn man die Anlage erst mal nicht mehr im Griff hat, macht sie was sie will und richtet immensen Schaden an der Natur, aber auch in der Volkswirtschaft an. Und während sich zuvor die Industrie mit dem Betrieb eines solchen kraftwerks bereichert, geht der Betreiber an einem Super-GAU definitiv pleite, die Zeche zahlt dann das Volk.

Exakt, wie im Artikel zu lesen ist, bekommt TEPCO umgerechnet 43 Milliarden Euro vom Staat... und bei uns hier streitet man sich wegen eines dämlichen Tiefbahnhofes um einstellige Milliardensümmchen *duck*

Aber wie man sehr schön anhand der RWE sieht, ist die Botschaft, die die zahlreichen Unglücke gesendet haben/senden, noch nicht wirklich angekommen. Ich hoffe inständig, dass TEPCO ihren Schlamassel in den Griff bekommt, wie auch immer. Zwar sagt man immer, Japan ist ja so weit weg, aber die Gefahr ist näher, als man zu ahnen vermag *Horrerszenario ausmahl*

Japanische Eisenbahn?

Steffen, Donnerstag, 19.05.2011, 14:30 (vor 5437 Tagen) @ NIM rocks

Beängstigend finde ich, wie sich Geschichte wiederholt. Doch während man sich in Russland immer damit rausreden konnte, dass das kommunistische System ja ohnehin Informationen systematisch verschweigt, kann man das jetzt in Japan nicht mehr als Ausrede gelten lassen.


Sehe ich genauso, aber was mich noch sehr verwundert, ist auch das Vorgehen der Japaner selbst: Einerseits spielt man die Katastrophe herunter, andererseits wagt sich sogar der Kaiser aus seinem Fuchsbau und spendet trost...

Das Herunterspielen der Katastrophe an sich finde ich nicht verkehrt - sonst entsteht Panik im Volk, das macht das Ausmaß der Katastrophe nur noch schlimmer.

Aber es scheint trotz des Herunterspielens so, als hätte die japanische Regierung weder die Lage noch den Betreiber Tepco im Griff. Möglicherweise belügt man sich mit dem Herunterspielen aber auch selbst, was zu unnötigen Fehlern führen kann - dann ist es natürlich nicht mehr witzig.

Exakt, wie im Artikel zu lesen ist, bekommt TEPCO umgerechnet 43 Milliarden Euro vom Staat... und bei uns hier streitet man sich wegen eines dämlichen Tiefbahnhofes um einstellige Milliardensümmchen *duck*

Ich frag' mal in Japan nach, ob man drei Milliärdchen in der Portokasse übrig hat.

Aber wie man sehr schön anhand der RWE sieht, ist die Botschaft, die die zahlreichen Unglücke gesendet haben/senden, noch nicht wirklich angekommen.

Das sehe ich anders: RWE versucht, möglichst viel Gewinne zu machen - das ist ihre Aufgabe. Geht es gut, freut man sich über die Milliardengewinne. Geht es schief (=Super-GAU), freut man sich über die bis dahin entstandenen Millionengewinne. RWE ist dann zwar Pleite, aber die bisherigen Gewinne lagern sicher auf einem Konto. RWE ist also auf jeden Fall der Gewinner, während im Fall des Super-GAUs viele Menschen umsiedeln und das gesamte Volk dafür bezahlt.

--
[image]

Zur japanischen Eisenbahn

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 19.05.2011, 13:55 (vor 5437 Tagen) @ Steffen

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?
(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?

Moin!

Zumindest zum 1. Punkt gab es einige Informationen bei DSO.
Sei mir bitte nicht böse, wenn ich die Links hier unkommentiert einstelle.

11.3.: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,5294289
18.3.: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,5303690
18.3.: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,5304078
7.4.: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,5333088
7.5.: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,5372198

Zusammenfassend: Mit Ausnahme der Strecke an der Küste (durch den Tsunami zerstört) sind die Strecken mittlerweile wieder in Betrieb. [Ob es in der Sperrzone weitere Strecken gibt, weiß ich nicht.]

Unter http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,5306237 ein Reisebericht, der Nutzer war während des Bebens im Zug unterwegs.

Viele Grüße, Sören

Japanische Eisenbahn?

Mario, Donnerstag, 19.05.2011, 13:58 (vor 5437 Tagen) @ Steffen

Dann machen wir doch ein Bahnthema daraus: In wie weit ist denn die Japanische Eisenbahn von dem AKW-Unfall betroffen?

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?
(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?

Diese Betrachtung ist sehr einschränkend. Viel interressanter und wichtiger ist die Frage, wie stark das Erdbeben und der Tsunami die Strecken beeinträchtigt oder zerstört haben und ob der Betrieb schon wieder normal läuft bzw. wie der Wiederaufbau vorangeht. Hunderttausende Menschen wurden obdachlos und mehr als 25.000 kamen ums Leben. Ganze Landstriche sind betroffen und teils nicht mehr bewohnbar. Stromleitungen und -versorgungen wurden fortgespült oder zerstört, so dass kein Strom aus AKWs und anderen Kraftwerken mehr ankommt. Es ist deshalb aus meiner Sicht falsch, hier nur rein das AKW-Thema zu betrachten, auch wenn dies natürlich schon allein schwerwiegend und schlimm war.

Japanische Eisenbahn?

Henrik, Donnerstag, 19.05.2011, 14:06 (vor 5437 Tagen) @ Mario

Dann machen wir doch ein Bahnthema daraus: In wie weit ist denn die Japanische Eisenbahn von dem AKW-Unfall betroffen?

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?
(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?

Diese Betrachtung ist sehr einschränkend. Viel interressanter und wichtiger ist die Frage, wie stark das Erdbeben und der Tsunami die Strecken beeinträchtigt oder zerstört haben und ob der Betrieb schon wieder normal läuft bzw. wie der Wiederaufbau vorangeht. Hunderttausende Menschen wurden obdachlos und mehr als 25.000 kamen ums Leben. Ganze Landstriche sind betroffen und teils nicht mehr bewohnbar. Stromleitungen und -versorgungen wurden fortgespült oder zerstört, so dass kein Strom aus AKWs und anderen Kraftwerken mehr ankommt. Es ist deshalb aus meiner Sicht falsch, hier nur rein das AKW-Thema zu betrachten, auch wenn dies natürlich schon allein schwerwiegend und schlimm war.

Genau!

Alles rund ums AKW ist sehr beunruhigend, heftig & besorgniserregend etc.
Aber es ist kein einziger Mensch allein wegen des AKW ums Leben gekommen,
wegen des Tsunamis/Erdbebens hingegen zig Tausende..... und direkt betroffen nochmal erheblich mehr.

Japanische Eisenbahn?

Steffen, Donnerstag, 19.05.2011, 14:07 (vor 5437 Tagen) @ Mario

Dann machen wir doch ein Bahnthema daraus: In wie weit ist denn die Japanische Eisenbahn von dem AKW-Unfall betroffen?

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?
(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?


Diese Betrachtung ist sehr einschränkend.

Ich weiß - ist aber Absicht. Ich wollte (1) in einem Eisenbahnforum nur den Focus auf die Eisenbahn legen (was in Anbetracht der gesamten Katastrophe natürlich vollkommen nebensächlich ist, keine Frage), und (2) nur die ungewöhnlicheren Fragen nehmen. Denn eine Überschwemmung mit anschließendem Wiederaufbau hat man ja leider öfters, auch bei uns in Deutschland. Aber weder Verkehr durch verstrahltes Gebiet noch akkuten Strommangel haben uns hier in Deutschland je beschäftigen müssen. Diese Fragestellungen sind also neu.

--
[image]

Betr. Stromausfälle in Japan

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 19.05.2011, 14:17 (vor 5437 Tagen) @ Steffen

Moin!

Nochmal ich. Bzgl. der Stromausfälle ist im verlinkten Reisebericht von eingeschränktem Verkehr kurz nach dem Beben aufgrund der Stromsituation die Rede. Die aktuelle Situation kenne ich nicht, eventuell steht etwas auf den Seiten bei Wikipedia (dt. oder en.) oder bei den Bahnbetreibern, so die englische Seiten haben.

Links

Steffen, Donnerstag, 19.05.2011, 14:32 (vor 5437 Tagen) @ Sören Heise

Danke für Deine Links! Weil mich gerade die Disziplin besiegt hat ;), lese ich das erst später, dann aber mit der nötigen Aufmerksamkeit :)

--
[image]

Japanische Eisenbahn?

Henrik, Donnerstag, 19.05.2011, 14:21 (vor 5437 Tagen) @ Steffen

Dann machen wir doch ein Bahnthema daraus: In wie weit ist denn die Japanische Eisenbahn von dem AKW-Unfall betroffen?

(1) Sind Strecken stillgelegt, weil sie durch verseuchtes Gebiet führen?
(2) Gibt es (teilweise) Zugausfälle, weil nicht genügend Strom vorhanden ist?


Zum OT: Ich weiß noch genau, wie ein-zwei Tage nach dem Erdbeben deutsche Wissenschaftler gesagt haben, dass aufgrund der Fernsehbilder und der wenigen Informationen alles dafür spricht, dass es eine Kernschmelze gegeben haben muss. In Japan war man da ganz offensichtlich anderer Auffassung, oder man tat zumindest so.

man war überall auch anderer Auffassung, auch hier.
Natürlich gibt es in solchen Situation immmer etliche "Fachleute", die meinen, es absolut besser wissen zu müssen.
Das beste war ja noch dieses "es muss ganz unbedingt innerhalb der nächsten 48 Stunden was getan werden, es muss gekühlt werden, sonst geschieht der absolute große Super-GAU und ganz Tokio wird verstrahlt", fortan wurden diese Stunden medial rückwärts gezählt..... man schaffte es nicht - und die Katastrophe blieb dennoch aus.
holla.
.......und die Millionen Tsunami-Opfer waren völlig Nebensache.

Beängstigend finde ich, wie sich Geschichte wiederholt. Doch während man sich in Russland immer damit rausreden konnte, dass das kommunistische System ja ohnehin Informationen systematisch verschweigt, kann man das jetzt in Japan nicht mehr als Ausrede gelten lassen.

Ich würds eher Begründung nennen - die Hintergründe sind ja grundverschieden.
Über die Katasrophe von Tschernobyl haben wir nicht von der UdSSR erfahren, sondern von den Skandinaviern & USA.
Hier haben wir direkte Infos sofort von Japan erhalten, es gab Info-Probleme, aber auch politische Folgen deswegen. Es gab aber auch Unsicherheiten, man wusste eben nicht alles vor Ort und dann spielt eben die japanische Mentalität auch eine Rolle.

Die Ereignisse zeigen mir, dass immer mal wieder ein Reaktor außer Kontrolle geraten kann. Und wenn man die Anlage erst mal nicht mehr im Griff hat, macht sie was sie will und richtet immensen Schaden an der Natur, aber auch in der Volkswirtschaft an.

Das kommt eben darauf an.
100% Kontrolle gibt es eben nicht, aber man kann immer zusätzliche Sicherheitsebenen einbauen.
Und Interpretationen / Schlussfolgerungen können ja auch (subjektiv) unterschiedlich sein.
Wir hier in Deutschland haben unsere (aus unserer Sicht richtige) gezogen,
alle anderen europäischen Staaten ziehen entgegengesetzte, eben dass Fukushima ja gezeigt habe, AKWs könnten auch schwere Erdbeben / Tsunamis aushalten ohne dass ein Mensch daran dann stirbt.

Und während sich zuvor die Industrie mit dem Betrieb eines solchen kraftwerks bereichert, geht der Betreiber an einem Super-GAU definitiv pleite, die Zeche zahlt dann das Volk.

....das Volk bereichert sich in dem Sinne vorher ja auch daran.

Danke!

heinz, Donnerstag, 19.05.2011, 13:53 (vor 5437 Tagen) @ NIM rocks

- kein Text -

[OT] Fukushima: FAZ-Titelseite gestern

Henrik, Donnerstag, 19.05.2011, 14:42 (vor 5437 Tagen) @ NIM rocks

ich weiß, es ist hier schwer OT und hat in keiner Form etwas mit der Bahn zu tun, trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass es in Fukushima immer noch vor sich hinbrodelt, von dem Medien größtenteils unbeobachtet.

Mittlerweile gibt es wichtigere Themen in den Zeitungen, lediglich irgendwo weit hinten findet man hin und wieder einen kleinen Artikel zur Atomkatastrophe in Japan.
[...]

Fukushima - eine Bestandsaufnahme
Die Wahrheit findet ihren Weg


[...]
Den ganzen Artikel gibt es hier: http://www.n-tv.de/panorama/Die-Wahrheit-findet-ihren-Weg-article3365931.html

Ich hoffe ihr nehmt mir diesen OT-Beitrag nicht übel, aber wollte einfach mal alle hier Lesenden darauf hinweisen, dass das Thema Fukushima, obwohl es bei den meisten schon vom Radar verschwunden ist, noch lange nicht gegessen ist.

So ganz unzufällig kommt das jetzt ja nicht, der Bericht der RSK ist seit Dienstag draußen.
Vorgestern war Fukushima bei den Tagesthemen großes Thema
und gestern war es das Titelthema der FAZ schlechthin:
http://pixhost.info/avaxhome/3e/88/001b883e.jpeg
--> Hauptsache Nebensache
Ach, Fukushima
- Die mediale Halbwertzeit für Katastrophen beträgt ungefähr einen Monat. Dann ist aus der größten anzunehmenden Meldung eine Nebensache geworden [...]

wie treffend!

rechts daneben Kommentar
und weiter auf Seite 3, die ganze halbe Seite dieser Artikel:

Die Sehnsucht nach der Heimat wächst stetig
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EDE42F9AFDFFF43D1B99D39C96...

Da gehts aber eigentlich nur um die Anwohner,
um die Menschen und ihre Sehnsucht nach zuhause, Wunsch nach Rückkehr.

Da muß Dr. No ran!

Blaschke, Samstag, 21.05.2011, 18:53 (vor 5435 Tagen) @ NIM rocks

Mahlzeit!

Ist nur dummerweise ein Chinese. Und auch schon hops. In der eigenen giftigen Brühe abgesoffen.

Aber interessant, wie man Anfang der 60er meinte, mit Atomkraft umgehen zu können.


Heute sind wir klüger. Allerdings werden wir - also unsere Nachfahren - 2050 auch klüger sein als 2011.

Wer weiß also schon wirklich, welche Auswirkungen die Erfindung vor allem langfristig betrachtet auf uns hat?

Und wie sehr etliche Hirne schon verstrahlt sind, sieht man ja daran, dass diese Betroffenen allen Ernstes meinen, ein ENDlager für den Abfall definieren zu können. Da soll was für Tausende von Jahren verschwinden. Dabei reicht es, allein 1000 Jahre zurückzuschauen und sich mal all die Veränderungen allein in der Mini-Zeitspanne klar zu machen. Und dann soll jetzt Müll für Tausende von Jahren sicher verschlossen sein? Da könnte man sich ja genaugenommen tot lachen, wenn's nicht so traurig wäre.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum