London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln (Allgemeines Forum)

ICE11, Aachen, Mittwoch, 13.04.2011, 12:17 (vor 5524 Tagen)

Laut KSTA (Link) wird es in Köln wohl auf eine Sicherheitsschleuse an Gleis 1 herauslaufen.

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

Steffen, Mittwoch, 13.04.2011, 12:24 (vor 5524 Tagen) @ ICE11

Laut KSTA (Link) wird es in Köln wohl auf eine Sicherheitsschleuse an Gleis 1 herauslaufen.

Und da steht auch, dass nur 3 Züge nach London fahren werden (bislang letzter Stand waren 6).

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London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

GUM, Mittwoch, 13.04.2011, 12:41 (vor 5524 Tagen) @ Steffen

Mir gefällt die in dem Artikel angesprochene Lösung eines Umsteigens in Brüssel besser.

Warum nicht einfach einen BAUGLEICHEN Zug nehmen, die gleiche ZUGNUMMER und die Plätze dann durchreservieren. Damit gewinnen alle Passagiere bis Brüssel eine halbe Stunde Zeit für den nicht notwendigen Check-In. Und für die London-Fahrgäste ist es wahrscheinlich egal, ob in Köln oder Brüssel kontrolliert wird !

Aber Gleis 1 in Köln komplett umbauen für 3 oder 6 Züge ?

Irgendwie seltsam. Zumal man diese Gleise dann für nichts anderes nutzen kann, denn nach jedem "nicht kontrollierten" Inlands-Zug muss man den entsprechenden Platz wieder absuchen.

Meint kopfschüttelnd GUM

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

ice-t-411, Mittwoch, 13.04.2011, 12:49 (vor 5524 Tagen) @ GUM

Hi!

Mir gefällt die in dem Artikel angesprochene Lösung eines Umsteigens in Brüssel besser.

Warum nicht einfach einen BAUGLEICHEN Zug nehmen, die gleiche ZUGNUMMER und die Plätze dann durchreservieren. Damit gewinnen alle Passagiere bis Brüssel eine halbe Stunde Zeit für den nicht notwendigen Check-In. Und für die London-Fahrgäste ist es wahrscheinlich egal, ob in Köln oder Brüssel kontrolliert wird !

Also eine halbe Stunde umsteigen in Brüssel (was ja nicht an gleicher Bahnsteigkante funktioniert) halte ich nicht für eine gute Lösung. Klappt ja im Moment auch nicht besonders toll, vor allem wenn Thalys/ICE verspätet sind.

Im Unterschied zum Flugzeug muss man bei der Bahn nämlich sein Gepäck selber tragen und das macht wirklich keinen Spaß.

Gruß
Johannes

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

Steffen, Mittwoch, 13.04.2011, 12:58 (vor 5524 Tagen) @ GUM

Mir gefällt die in dem Artikel angesprochene Lösung eines Umsteigens in Brüssel besser.

Nachteile:

  • Man muss umsteigen
  • Es wird ein Tz mehr benötigt (oder kann man nach Durchlaufen der Schleuse evtl. in den selben, ggf. nach Sprengstoff kontrollierten ICE-Zug einsteigen? Brüssel Midi müsste dabei allerdings umgebaut werden; oder der ICE rangiert in auf die EST-Gleise (die sind mit Prellbock), wobei dann der zwingend notwendige zweite Zugteil (aus Amsterdam) nicht/schlecht ankuppeln kann)
  • Die Kontrollen dürften recht lange dauern, wenn ein Zug ankommt (200 zu kontrollierende Fahrgäste zum selben Zeitpunkt)

Vorteile:

  • Züge können bis Brüssel "ganz normal" genutzt werden
  • Klassische Haltebahnhöfe
  • Keine Umbaumaßnahmen
  • Personaleinsparungen (Gepäckkontrollierer an allen Haltebahnhöfen)

Es ist so oder so nicht das Gelbe vom Ei.

Irgendwie seltsam. Zumal man diese Gleise dann für nichts anderes nutzen kann, denn nach jedem "nicht kontrollierten" Inlands-Zug muss man den entsprechenden Platz wieder absuchen.

In Lille Europe werden soweit ich weiß die selben Bahnsteige für EST und TGV genutzt, d.h. auf Köln übertragen, dass auch weiterhin andere Züge dort halten könnten. Wie das in der Praxis gemacht wird kann ich aber nicht sagen.


Werden eigentlich die Autofahrer, die mit den Shuttlezügen durch den Tunnel fahen, auch so penibel kontrolliert? Oder betrifft das nur die EST-Kunden?

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London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

ICE-TD, Mittwoch, 13.04.2011, 13:01 (vor 5524 Tagen) @ ICE11

Gleis 1 ist eigentlich betrieblich vollkommen ungeeignet, da es in der Gegenrichtung liegt. Der Zug müßte übers Gegengleis aus Deutz kommen und auch übers Gegengleis bis Ehrenfeld fahren. Das dürfte einiges an Kapazität im Kölner Hbf kosten.

PKW keine Ahnung / Lastwagen werden kontrolliert

GUM, Mittwoch, 13.04.2011, 13:12 (vor 5524 Tagen) @ Steffen

Irgendwie seltsam. Zumal man diese Gleise dann für nichts anderes nutzen kann, denn nach jedem "nicht kontrollierten" Inlands-Zug muss man den entsprechenden Platz wieder absuchen.


In Lille Europe werden soweit ich weiß die selben Bahnsteige für EST und TGV genutzt, d.h. auf Köln übertragen, dass auch weiterhin andere Züge dort halten könnten. Wie das in der Praxis gemacht wird kann ich aber nicht sagen.

Klingt mir dan schon wieder etwas zu nachlässig. Wenn es diese Tunnelregelungen gibt, dann muss man jede Art von Mischbetrieb vermeiden.


Werden eigentlich die Autofahrer, die mit den Shuttlezügen durch den Tunnel fahen, auch so penibel kontrolliert? Oder betrifft das nur die EST-Kunden?

Kann mich nur an einen englischsprachigen Artikel in der "offline" (also Papier)-Ausgabe der International Herald Tribune erinnern, da wurde von unterschiedlich intensiven Kontrollen gesprochen. Schon vor der Überfüllung der italienischen Insel Lampedusa galt wohl England als Wunschziel vieler Einwanderer. Weshalb eben Lastwagen mit ihren großen Versteckmöglichkeiten penibler kontrolliiert werden.

In Gegenrichtung nicht so intensiv, denn wer will schon weg von der schönen Insel England :-)

Und mit dem PKW würde ich nicht nach England fahren, wegen Linksverkehr und so. Weiss nicht wie schnell man sich darauf umstellen kann ?!

Falschfahrer

Steffen, Mittwoch, 13.04.2011, 13:15 (vor 5524 Tagen) @ ICE-TD

Gleis 1 ist eigentlich betrieblich vollkommen ungeeignet, da es in der Gegenrichtung liegt. Der Zug müßte übers Gegengleis aus Deutz kommen und auch übers Gegengleis bis Ehrenfeld fahren. Das dürfte einiges an Kapazität im Kölner Hbf kosten.

Ich habe eben auf den Gleisplänen von Köln Hbf und Köln Deutz nachgeschaut. Die Fahrt im Gegengleis beginnt, aus Frankfurt kommend, zwischen dem Bahnhof Deutz und der Hohenzollernbrücke. Und gleich hinter Köln Hbf kann man wieder auf das "richtige" Gleis wechseln. Man blockiert dabei lediglich die Gleise von und nach Koblenz, von (und nach) Ehrenfeld und von Neuss. Immerhin - nach Neuss kann man währenddessen fahren :)

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Der Dreinamenbahnhof ggü. der Dreikönigskirche...

fjk, Mittwoch, 13.04.2011, 13:17 (vor 5524 Tagen) @ ICE-TD

... würde sich doch auch als Viernamenbahnhof "Köln/Cologne Messe/Deutz" gut machen: wäre wegen der etwas entspannteren Platzlage dort die betriebliche Behandlung ...

Gleis 1 ist eigentlich betrieblich vollkommen ungeeignet, da es in der Gegenrichtung liegt. Der Zug müßte übers Gegengleis aus Deutz kommen und auch übers Gegengleis bis Ehrenfeld fahren. Das dürfte einiges an Kapazität im Kölner Hbf kosten.

... einfacher zu gestalten? Wenn man Deutz "umbaute", ist ja eigentlich egal, welchen Bahnsteig. Oder geht SFS->Deutz, Richtungsgleis Hbf->Ehrenfeld (ohne Halt im Hbf) auch nicht?

Andererseits ist baulich das Gleis 1 im Hbf natürlich prädestiniert für so etwas. Direkter Anschluss an Lounge und Lokführerwohnheim (oder was ist das blaue Haus da am Ende?), hinreichende Thalyserfahrung und überhaupt.

Und Umsteigen in Brüssel wird die Premium-DB schon im Hinblick auf die Reisezeit (die die Kontrolle in Brüssel enthalten würde, die in Köln aber nicht) ja wohl in jedem Fall vermeiden.

schaut auf die Uhr
fjk

Teilweise Zustimmung...

GUM, Mittwoch, 13.04.2011, 13:17 (vor 5524 Tagen) @ ice-t-411

Hi!

Also eine halbe Stunde umsteigen in Brüssel (was ja nicht an gleicher Bahnsteigkante funktioniert) halte ich nicht für eine gute Lösung. Klappt ja im Moment auch nicht besonders toll, vor allem wenn Thalys/ICE verspätet sind.

Ja aber eine Kontrollstelle auf Gleis 1 in Köln ist wahrscheinlich unwirtschaftlich. Es sei denn, das Sicherheitsunternehmen bildet jeweils ein Zeitfenster von ca. 1,5 Stunden in der die Leute kontrollieren.

Und dann ? Dann gibt es wieder das Problem der geteilten Dienste. Bei beispielsweise 6 Abfahrten am Tag gibt es einen Neun-Stunden-Tag. Aber dann so blöd verteilt, dass man mit einer Stunde Freizeit vor dem Wiederbesetzen der Kontrollstelle nicht wirklich viel anfangen kann. Und eine Bereitschafts-Zeit / halbe bezahlte Pause ??

Wahrscheinlich müsste man einen echten EIN-Stunden-Takt nach London haben, um easyjet & Co. zu plätten. Ansonsten hat die Gewerkschaft wieder ein neues Betätigungsfeld (á la GDL = getrennte Dienste und Tarifvertrag :-)).

Glaube nicht, dass man diese Frage irgendwie effektiv und arbeitnehmerfreundlich zuleich lösen kann.

Im Unterschied zum Flugzeug muss man bei der Bahn nämlich sein Gepäck selber tragen und das macht wirklich keinen Spaß.

Zustimmung.


Gruß
Johannes

PKW keine Ahnung / Lastwagen werden kontrolliert

Steffen, Mittwoch, 13.04.2011, 13:19 (vor 5524 Tagen) @ GUM

Bei den Kontrollen geht es doch hauptsächlich um Sprengstoff, oder? Denn Personenkontrollen (Stichwort illegale Einwanderer) könnte man doch genauso gut im fahrenden Zug oder bei der Ankunft in London durchführen.

Und da ist eben die Frage: Wird jeder PKW auf Sprengstoff im Motorraum, in den Felgen usw. durchsucht?

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Grundstücke sind aber knapp in Köln...

GUM, Mittwoch, 13.04.2011, 13:25 (vor 5524 Tagen) @ fjk

Und Umsteigen in Brüssel wird die Premium-DB schon im Hinblick auf die Reisezeit (die die Kontrolle in Brüssel enthalten würde, die in Köln aber nicht) ja wohl in jedem Fall vermeiden.

schaut auf die Uhr
fjk

Andere Idee wäre irgendwie noch ein neues Gleis anzubauen. Aber in Köln Hbf ist ja so gar kein Platz mehr. Schon gar nicht für einen 400 m Zug.

Mir fiele einzig und alleine das Gleisvorfeld in Frankfurt/Main Hbf ein, wo man einen neuen Abgangsbahnhof für die Premium-Verbindung nach London einbauen könnte:

1.) Natürlich inklusive bahn.bonus comfort International Lounge, die zusätzlich zum Kundenabwerben von allen Silber/Gold/Schwarz-Mitgliedern der Lufthansa sowie Saphir/Emerald der British Airways genutzt werden kann.
2.) Und einer Harrods-Filiale im öffentlichen Bereich, da kann man dann den besten Kaffee der Welt auch in Frankfurt kaufen. Nicht zu vergessen ein Verkaufsstand mit echt englischem Shortbread.
3.) Dazu ein großes Reisebüro, in dem eilige Geschäftsleute ihre überteuerten Flugkarten in Bahnfahrkarten umtauschen können.
4.) Hier beginnt dann auch der neue Railjet von Frankfurt nach London !

Grüße GUM

PKW keine Ahnung / Lastwagen werden kontrolliert

GUM, Mittwoch, 13.04.2011, 13:29 (vor 5524 Tagen) @ Steffen

Bei den Kontrollen geht es doch hauptsächlich um Sprengstoff, oder? Denn Personenkontrollen (Stichwort illegale Einwanderer) könnte man doch genauso gut im fahrenden Zug oder bei der Ankunft in London durchführen.

Nein, da ging es ganz explizit um einen etwas überspitzenden Artikel, der die Veränderungen an den Fährhäfen und dem Eurotunnel-Terminal dargestellt hat. Und da wurde eben der "Lastwagen-Bereich" des Eurotunnel irgendwie eingezäunt und kontrolliert.

Ist aber ein komplett anderer Betreiber als die Eurostar-Züge. So viel ich weis wird "Le Shuttle" von einer anderen Firma angeboten.


Und da ist eben die Frage: Wird jeder PKW auf Sprengstoff im Motorraum, in den Felgen usw. durchsucht?

No FT.

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

Steffen, Mittwoch, 13.04.2011, 13:32 (vor 5524 Tagen) @ ICE-TD

Gleis 1 ist eigentlich betrieblich vollkommen ungeeignet, da es in der Gegenrichtung liegt. Der Zug müßte übers Gegengleis aus Deutz kommen und auch übers Gegengleis bis Ehrenfeld fahren. Das dürfte einiges an Kapazität im Kölner Hbf kosten.

Eine andere Idee wäre, über die Südbrücke nach Köln zu fahren und dort dann die Fahrtrichtung zu wechseln. Das blockiert zumindest nicht die gesamte Ausfahrten Richtung Deutz.

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Teilweise Zustimmung...

ice-t-411, Mittwoch, 13.04.2011, 16:16 (vor 5524 Tagen) @ GUM

Hi!

Ja aber eine Kontrollstelle auf Gleis 1 in Köln ist wahrscheinlich unwirtschaftlich. Es sei denn, das Sicherheitsunternehmen bildet jeweils ein Zeitfenster von ca. 1,5 Stunden in der die Leute kontrollieren.

Das kommt darauf an, was man für das Ticket nach London verlangen kann. Ich denke, wenn die Bahn auf den Schnitt (also nicht die Lockangebote) der Billigflieger kommt, dürfte sie den Zug schon wirtschaftlich betreiben können. Außerdem hat die DB u.U. noch erste Klasse Fahrgäste die Geld bringen und bei 4 Stunden fahrt wird sich das mancher gönnen.

Gerade wenn man noch den Transfer von einem Londoner Flughafen in die Innenstadt als Kosten- und Zeitfaktor rechnet.

Zum Dienstplan:
Ich denke man wird schon einen Subunternehmer finden, der das organisiert (FraPort AG ;). Wenn man das Gleis nicht den ganzen Tag sperren will, muss man vor jedem Eurostar eben einmal mit dem Spürhund über den Bahnsteig, dass dürfte sich einrichten lassen. Der Zoll wird sowieso noch eigene Kontrollen machen und Personal dafür stellen, auch wenn ich nicht weiß, wer sowas bezahlt, aber vermutlich eher der Steuerzahler.

Gruß
Johannes

Ja und die Passagiere...

GUM, Mittwoch, 13.04.2011, 16:53 (vor 5524 Tagen) @ ice-t-411

Hi!

Ich denke man wird schon einen Subunternehmer finden, der das organisiert (FraPort AG ;). Wenn man das Gleis nicht den ganzen Tag sperren will, muss man vor jedem Eurostar eben einmal mit dem Spürhund über den Bahnsteig, dass dürfte sich einrichten lassen. Der Zoll wird sowieso noch eigene Kontrollen machen und Personal dafür stellen, auch wenn ich nicht weiß, wer sowas bezahlt, aber vermutlich eher der Steuerzahler.

Gruß
Johannes

Hi,

auf alle Tickets wird ja Mehrwertsteuer erhoben. Da kann man dann eine Rechnung aufstellen, ab wie vielen verkauften Tickets nicht die *VORSICHT WORTSPIEL* steuerzahlenden Steuerbürger, sondern die steuerzahlenden Fahrgäste die Steuern für die staatlichen Aufgaben in die Steuertöpfe eingesteuert haben. *VORSICHT WORTSPIEL*

Ob Silvana Koch-Mehrin von der FDp dies besser formuliert hätte :-) ? Wer weiss...

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

csxffm, Mittwoch, 13.04.2011, 17:13 (vor 5524 Tagen) @ Steffen

Die Frage mit den Sicherheitskontrollen bei den Auto-Zügen habe ich mir auch schon mehrfach gestellt.

Tatsache ist wohl, dass man bei den Auto-Zügen, insbesondere bei den LKWs, von großbritischer Seite Angst vor illegalen Einwanderern hat, die sich darin verstecken könnten.
Wenn ich allerdings mit meinem PKW bei Calais auf den Züg möchte, gehe ich davon aus, dass das Auto nicht durchleuchtet und mein Kofferraum nicht nach Sprengstoff durchsucht wird. Möglicherweise muss man nicht mal aussteigen.

Demgegenüber finde ich die strikten Sicherheits-Checks für die EST doch ein wenig seltsam, denn dort kann es ja nur um Sprengstoff gehen.
Und wenn diese Maßnahmen nur dem Schutz des Tunnels vor Anschlägen dienen, dann könnte ein potenzieller Attentäter ja auf die Shuttle-Züge ausweichen, wenn dort weit weniger kontrolliert wird.
Insofern hinkt mir dieses Sicherheitskonzept ein wenig.

Z.B. käme doch auch die Schweiz wohl kaum auf die Idee, alle Passagiere, die (zukünftig) durch den Gotthard-Basistunnel fahren wollen, nach Sprengstoff zu durchsuchen.

Daher finde ich es ein wenig schade, dass man auf britischer Seite offenbar nicht bereit ist, das Sicherheitskonzept mal zu überdenken bzw. den Realitäten des internationalen HGV anzupassen.


Und noch eine Frage zu Brüssel-Midi:
Wie / wo soll der ICE denn dort eigentlich halten? Kopf machen auf den jetzigen EST-Gleisen? Kommt er da überhaupt hin aus Richtung Lüttich? Oder wird da auch was umgebaut?

Christian

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

ICE10, Mittwoch, 13.04.2011, 17:17 (vor 5524 Tagen) @ Steffen

[*]Es wird ein Tz mehr benötigt (oder kann man nach Durchlaufen der Schleuse evtl. in den selben, ggf. nach Sprengstoff kontrollierten ICE-Zug einsteigen? Brüssel Midi müsste dabei allerdings umgebaut werden; oder der ICE rangiert in auf die EST-Gleise (die sind mit Prellbock), wobei dann der zwingend notwendige zweite Zugteil (aus Amsterdam) nicht/schlecht ankuppeln kann)

Was mir bei diesem Beitrag gerade so auffällt: Gibt es eigentlich schon Überlegungen, wo dieser ICE dann in Brüssel Midi halten soll? Wenn er wegen der vorhandenen Prellböcke nicht auf die Eurostar-Gleise fahren kann, würde da ja bedeuten, dass ein weiterer Doppelbahnsteig nur für den ICE geopfert werden müsste. Denn bisher erfolgen ja Thalys und ICE Abfertigungen auf denselben Bahnsteigen. Das hieße in jedem Fall nochmal größere Bauarbeiten in Brüssel Midi (entweder eine zusätzliche Schleuse oder die Prellböcke müssten weg).

Und der möglicherweise schon im ICE versteckte Sprengstoff ist natürlich auch nochmal eine Frage wert: Wird jeder ICE vor der Abfahrt in Frankfurt dann genau auf Sprengstoff durchsucht? Momentan kommt man in die Eurostar-Züge ja wirklich nur rein, wenn man diese Kontrolle durchläuft. Den Diskussionen zufolge wäre es auf der ICE-Rückfahrt London-Frankfurt ja ab Brüssel (oder schon Lille) nicht mehr geplant das Gepäck zu durchleuchten. Das würde natürlich wieder die Möglichkeit eröffnen, auf der Fahrt von Aachen nach Frankfurt etwas zu verstecken und auf der Rückfahrt zwischen Frankfurt und London wieder herauszuholen.

Beste Grüße,
Flo

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

ICE10, Mittwoch, 13.04.2011, 17:21 (vor 5524 Tagen) @ csxffm
bearbeitet von ICE10, Mittwoch, 13.04.2011, 17:24

Und noch eine Frage zu Brüssel-Midi:
Wie / wo soll der ICE denn dort eigentlich halten? Kopf machen auf den jetzigen EST-Gleisen? Kommt er da überhaupt hin aus Richtung Lüttich? Oder wird da auch was umgebaut?

-> okay, wir hatten wohl gerade den gleichen Gedanken. Auf die EST-Gleise kommt der ICE nur, wenn er von Liege kommend erst einmal an Brüssel Midi vorbeifährt, dort irgendwo Kopf macht, dann zurück in die EST-Gleise fährt, dort wieder wendet und dann nach London losfährt. Das klingt für mich ziemlich unrealistisch, da würde man wohl eher die Prellböcke entfernen, besonders wenn man an den zweiten Zugteil aus Amsterdam denkt, der ja dasselbe Spiel machen müsste.

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

Abi, Mittwoch, 13.04.2011, 19:53 (vor 5524 Tagen) @ GUM

Wie würde das für die Lounge Besucher aussehen? Die müssen zwangsläufig an Gleis 1 vorbei? Gibt es eine extra Schleuse?

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

heineken, Mittwoch, 13.04.2011, 20:07 (vor 5524 Tagen) @ ICE10
bearbeitet von heineken, Mittwoch, 13.04.2011, 20:08

Das hieße in jedem Fall nochmal größere Bauarbeiten in Brüssel Midi (entweder eine zusätzliche Schleuse oder die Prellböcke müssten weg).

Ich fürchte, die Prellböcke wegzunehmen, würde nicht viel bringen. Dann stünden die Züge nämlich im westlich der durchgehenden Gleise sich anschmiegenden Betonbunker (Bürokomplex). Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe ...

Interessant dürfte es auch werden, wenn man unabhängig von den Sicherheitskontrollen an die normale Grenzkontrolle denkt. Daß die Briten mit wenigstens vier Mann in Brüssel stehen und Franzosen ebenso in London, ist ja aufgrund der Nähe noch nachvollziehbar. Aber die UK Border Agency demnächst in Frankfurt, irgendwo in der B-Ebene vergraben? Schwer vorstellbar.
Darf dann wohl erstmal hier der BGS die Ausreise machen und der Rest geschieht in London.
Welches Gleis in Frankfurt soll eigentlich geopfert werden für die London-Züge, 1 oder 24?

So richtig »sicher« scheinen mir diese ganzen Kontrollen auch nicht zu sein. Denn dazu müsste auch gehören, alles den Tunnel durchfahrende Rollmaterial in Betriebspausen auch sicher abzustellen. Das nur mal gedanklich auf alleine alle mit der Eignung »CT« versehene Güterwagen auszudehnen, würde jeglichen halbwegs wirtschaftlichen Verkehr zum Erliegen bringen.
Denn gerade da dürfte es nicht besonders schwer sein, mit ausreichend krimineller Energie ein ungebetenes Päckchen unterzubringen.

Als Fahrgast wäre mir es auch lieber, wenn der ganze Röntgen- und Hosentaschen-Ausleeren-Firlefanz ersatzlos entfallen würde. Andererseits: In London haben Sie mir Montag erstmal meinen Vierkant aus dem Rucksack gepult bei der Kontrolle und ein paar Fragen gestellt ;-)

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Köln

Lumi25, Mittwoch, 13.04.2011, 20:43 (vor 5524 Tagen) @ Steffen

Eine andere Idee wäre, über die Südbrücke nach Köln zu fahren und dort dann die Fahrtrichtung zu wechseln. Das blockiert zumindest nicht die gesamte Ausfahrten Richtung Deutz.

Genau darauf wird es wohl hinauslaufen nehme ich an, denn insbesondere in den Zeitfenstern 6.00 Uhr bis 8.30 Uhr und 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr ist der Kölner Hbf voll.


Die London-ICE sind allerdings nicht der große Störfaktor für Köln Hbf. Da stört dann doch schon eher das Kopfmachen insbesondere der Holland-ICE (da diese regelmäßig verspätet sind). Man sollte diese via. Deutz (Tief) fahren lassen auch wenn die Niederländer unbedingt zum Hbf. wollen. Sollen die halt für eine pünktliche Übergabe sorgen.

Der RE 9 mit seinen 10 Minuten Standzeit stört natürlich auch ziemlich.

Ganz andere Idee

Jan, Donnerstag, 14.04.2011, 17:25 (vor 5523 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Jan, Donnerstag, 14.04.2011, 17:25

Ich halte eine Kontrolle in Brüssel für am sinnvollsten, alles andere ist sehr schwer zu realisieren. Es wäre doch eine möglichkeit, dass ein Unternehmen das Gepäck aus dem Zug rausholt, es durchleuchtet, und wieder zurück bringt. Die Fahrgäste könnte man am Platz kontrollieren. Zugegeben, es ist ein sehr gewagter Vorschlagt, aber besser, als Gleis 1 in Köln Hbf zu sperren bzw. von Deutz bis Ehernfeld im Gegengleis rumzueiern.
Außerdem hätte dass den Vorteil, dass man den Zug bis Brüssel ganz bequem an allen Bahnhöfen in Deutschalnd und Belgien verlassen kann ohne kontrolliert zu werden.
Man könnte also auch in Aachen Hbf halten, bzw. der Zug könnte zwischen Köln und Frankfurt benutzt werden.
Ein ICE der von Frankfurt an nur zum eigensteigen hält, und bei 400m wahrscheinlich 16 Wagen hat, halte ohnehin für unwirtschaftlich. Ich glaube kaum, dass in Frankfurt mehr als max. 200 Menschen durch nach London wollen...

Ganz andere Idee

Steffen, Donnerstag, 14.04.2011, 17:52 (vor 5523 Tagen) @ Jan

Ein ICE der von Frankfurt an nur zum eigensteigen hält, und bei 400m wahrscheinlich 16 Wagen hat, halte ohnehin für unwirtschaftlich. Ich glaube kaum, dass in Frankfurt mehr als max. 200 Menschen durch nach London wollen...

Der ICE wird zwischen Frankfurt und Brüssel nur 8 Wagen haben! (die anderen 8 Wagen kommen zeitgleich aus Amsterdam)

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Gleis 1

101-Fan, Köln, Donnerstag, 14.04.2011, 19:01 (vor 5523 Tagen) @ GUM


Aber Gleis 1 in Köln komplett umbauen für 3 oder 6 Züge ?

Irgendwie seltsam. Zumal man diese Gleise dann für nichts anderes nutzen kann, denn nach jedem "nicht kontrollierten" Inlands-Zug muss man den entsprechenden Platz wieder absuchen.

Hallo GUM,

also laut Rundschau vom 13.04.2011 soll Gleis 1 ganz normal genutzt werden, solange kein London-ICE dort hält. Wenn ein London-ICE kommt, sollen Rolltore an den Zugängen das Gleis abriegeln. Dass jemand vorher etwas auf dem Bahnsteig verstecken könnte? Daran habe ich bisher noch gar nicht gedacht. Aber wenn jemand was vor hat, könnte er das tatsächlich so machen. Das zeigt aber, dass es keine 100%zige Sicherheit gibt.
Ich frage mich aber auch, ob dieser Aufwand für 3 Züge am Tag sinnvoll ist...

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Es grüsst aus Köln
Markus

Durchaus realistisch und kreativ !

GUM, Donnerstag, 14.04.2011, 20:12 (vor 5523 Tagen) @ Jan
bearbeitet von GUM, Donnerstag, 14.04.2011, 20:13

Ich halte eine Kontrolle in Brüssel für am sinnvollsten, alles andere ist sehr schwer zu realisieren. Es wäre doch eine möglichkeit, dass ein Unternehmen das Gepäck aus dem Zug rausholt, es durchleuchtet, und wieder zurück bringt. Die Fahrgäste könnte man am Platz kontrollieren. Zugegeben, es ist ein sehr gewagter Vorschlagt, aber besser, als Gleis 1 in Köln Hbf zu sperren bzw. von Deutz bis Ehernfeld im Gegengleis rumzueiern.

Das sehe ich genauso. Diese Methode hat durchaus Charme. Man könnte aber auch etwas anders vorgehen: Alles Gepäch nach London wird nur mit fahrkarte nach London eingeladen und enthält dann die Fahrkartennummer.

Aufbewaht in einem "halben" Gepäckwagen. In Brüssel WERFEN dann mehrere Mitarbeiter alle Gepäckstücke auf ein u-förmiges Band zur Röntgenkontrolle und dann geht´s wieder zurück. Bei vielleicht 150 Gepäckstücken und 4 Gepäckstücken pro Minute kann man schon mit zwei parallelen Röntgenanlagen eine Aufenthaltszeit von 30 Minuten einhalten.

Und in der Zeit bekommt man die Passkontrolle auch gut hin, da man ja nur "Nicht-EU" Pässe scannen muss und auf Schengen-Visa kontrollieren. Für EU/GB reicht die übliche Sichtkontrolle aus.

Bei kritischen Gepäckstücken, die geöffnet werden müssen bleibt genug Zeit den Fahrgast auszurufen. Wenn der sich dann nicht meldet, kann er es ja beim Rückweg wieder abholen...

Köln Hbf auf keinen Fall!

Jan, Donnerstag, 14.04.2011, 20:59 (vor 5523 Tagen) @ GUM

Ich bin mal gespannt was dich die DB einfallen lässt. Aber als Pendler im Raum Köln und Eisenbahner kann ich der Bahn nur abraten, die Variante "Köln Hbf Gleis 1" zu wählen. Ich bin davon überzeugt, dass der Bahnbetrieb dadurch total gestört wird. Der Bahnhof und die Deutzer Brücke sind schon heute hoffngslos überlastet und Gleis 1 wird drigend benötigt. Wenn ein Zug quer über alle Weichen von Gleis 1 ins Regelgleis nach Ehrenfeld fährt, sind mind. 4 bis 5 Minuten keine Einfahrten von Bonn/Ehernfeld in den Hbf möglich ( die Zeit von der Zustimmung zur Abfahrt bis der Zug alle Weichen frei gefahren hat). Kommt es dann nur zur kleinsten Verzögerung, bricht schon das Chaos aus. Also Köln Hbf und Sicherheitskontrollen sind eine ganz schwierige Kiste.

Köln Hbf auf keinen Fall!

ICE-TD, Freitag, 15.04.2011, 02:47 (vor 5523 Tagen) @ Jan

Mein Vorschlag wäre Köln-Ehrenfeld, da sollte doch sowas zu realisieren sein, vom Hbf könnte man zu diesen Zügen einen Pendel einrichten.

London-ICE: PM zu Sicherheitsmaßnahmen in Aachen

Steffen, Samstag, 16.04.2011, 10:00 (vor 5521 Tagen) @ ICE11

Und schon wieder kommt ein Zeitungsartikel in der Öcher presse zu diesem Thema *lach*

Kurz und Knapp:

  • Fahrgäste Richtung Frankfurt müssen nicht durch die Schleuse
  • ICE hält wohl weiterhin in Aachen, sofern die Bahn den umbau nicht alleine bezahlen muss
  • Gleis 8/9 werden mit einer Glaswand als Sicherheitsbereich abgetrennt
  • In dem Zusammenhang soll auch endlich!!!!!!!!! die Verbindung von Burtscheid zum Bahnhof geschaffen werden

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Gleis 1

fabs, Braunschweig, Samstag, 16.04.2011, 10:43 (vor 5521 Tagen) @ 101-Fan

Dass jemand vorher etwas auf dem Bahnsteig verstecken könnte? Daran habe ich bisher noch gar nicht gedacht. Aber wenn jemand was vor hat, könnte er das tatsächlich so machen.

Moin!
Auch das ist lösbar. Es wird auf dem Bahnsteig einfach sämtliches Mobiliar (Bänke, Mülleimer, Werbetafeln, ...) entfernt. Schon ist er so übersichtlich, daß sich schwer was verstecken lässt.

Viele Grüße
fabs

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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

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