PKP bestellt 20 ETR 610 (Allgemeines Forum)
ice-t-411, Dienstag, 12.04.2011, 11:57 (vor 5526 Tagen)
Hi!
Quelle: dmmtravel
Die Züge sind soweit ich das sehe technisch identisch mit den Zügen für die SBB/FS, d.h. Neigetechnik und die drei Stromsysteme 3KV, 15KV und 25KV.
Zwischen Berlin und Frankfurt/Oder dürfte sich die Neigetechnik nicht auszahlen und der zumindest vorgesehene Ausbau für 200 km/h scheint eher in weite Ferne gerückt, wie es in Polen ist, weiß ich aber nicht.
Gruß
Johannes
PL: HGV-Vorhaben
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 12.04.2011, 12:51 (vor 5525 Tagen) @ ice-t-411
...wie es in Polen ist, weiß ich aber nicht.
Wiki.
Es sei die Rede von einer Y-Trasse Warschau - Posen/Breslau (oder wie man möchte: Warszawa-Poznań/Wrocław) für 300(+) km/h.
Richtung Katowice wird's dann 250 km/h; mehr flächendeckend soll ein 200 km/h IC-Netz entstehen.
Also: irgendwann wird der ICE International in der Lage sein, anständig Berlin-Warschau fahren zu können.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
PL: HGV-VorhabenBerlin
ITF, Dienstag, 12.04.2011, 13:31 (vor 5525 Tagen) @ Oscar (NL)
Vielleicht nicht von Berlin, aber zumindest auf dem Absachnitt Frankfurt/Oder-Warszawa...
PL: HGV-Vorhaben
Dudi, Saarbrücken, Dienstag, 12.04.2011, 20:34 (vor 5525 Tagen) @ Oscar (NL)
Es sei die Rede von einer Y-Trasse Warschau - Posen/Breslau (oder wie man möchte: Warszawa-Poznań/Wrocław) für 300(+) km/h.
Richtung Katowice wird's dann 250 km/h; mehr flächendeckend soll ein 200 km/h IC-Netz entstehen.
Richtig! Die Y-Trasse soll Warszawa - Poznań / Wrocław mit bis zu 350 km/h verbinden,
laut des Polnischen Netzbetreibers PKP PKL (polnisch):KLICK
Da sowieso nächstes Jahr die Europameisterschaft im Fußball in Polen stattfindet, werden gerade die Strecken zwischen den Austragungsorten für höhere Geschwindigkeiten ausgebaut und erneuert.
Die bestellten 20 ETR werden wohl Wagenzüge ablösen, meiner Vermutung nach auf der CMK (Warszawa-Katowice/Krakow), denn da kann sie auch ihre Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ausfahren.
PL: HGV-Vorhaben
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 12.04.2011, 23:50 (vor 5525 Tagen) @ Dudi
Es sei die Rede von einer Y-Trasse Warschau - Posen/Breslau (oder wie man möchte: Warszawa-Poznań/Wrocław) für 300(+) km/h.
Richtung Katowice wird's dann 250 km/h; mehr flächendeckend soll ein 200 km/h IC-Netz entstehen.
Richtig! Die Y-Trasse soll Warszawa - Poznań / Wrocław mit bis zu 350 km/h verbinden...
Hier entstehen also gute Chancen für einen "ICE International" Berlin-Warszawa mit Halt in Poznań, und/oder ein IC250 mit mehr Halten. Weiterführung nach Dortmund und Köln durfte auch interessant sein, zumindest für den IC250.
Die bestellten 20 ETR werden wohl Wagenzüge ablösen, meiner Vermutung nach auf der CMK (Warszawa-Katowice/Krakow), denn da kann sie auch ihre Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ausfahren.
Zudem können die ETR auf den nicht-Rennbahnabschnitten ihre Neigetechnik ausspielen. Die lokbespannten Züge sollen dann auf das 200 km/h Netz Dienstleistungen erfüllen.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
PL: HGV-Vorhaben
ice-t-411, Dienstag, 12.04.2011, 23:54 (vor 5525 Tagen) @ Oscar (NL)
Hi!
Hier entstehen also gute Chancen für einen "ICE International" Berlin-Warszawa mit Halt in Poznań, und/oder ein IC250 mit mehr Halten. Weiterführung nach Dortmund und Köln durfte auch interessant sein, zumindest für den IC250.
Bis Dortmund/Köln? Ich glaube nicht, dass für so einen Langläufer ein Markt besteht und außerdem kann man ja in Berlin Hbf wunderbar umsteigen und weiterfahren. Allein die Betriebskosten werden einen Mehrsystemzug auf so einem langen innerdeutschen Abschnitt nie rechtfertigen.
Gruß
Johannes
Danke für den Morgenscherz:
fjk, Mittwoch, 13.04.2011, 08:39 (vor 5525 Tagen) @ ice-t-411
außerdem kann man ja in Berlin Hbf wunderbar umsteigen
:-)
fjk
Langläufer sinnvoll?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 13.04.2011, 09:05 (vor 5525 Tagen) @ ice-t-411
Hi!
Hier entstehen also gute Chancen für einen "ICE International" Berlin-Warszawa mit Halt in Poznań, und/oder ein IC250 mit mehr Halten. Weiterführung nach Dortmund und Köln durfte auch interessant sein, zumindest für den IC250.
Bis Dortmund/Köln? Ich glaube nicht, dass für so einen Langläufer ein Markt besteht und außerdem kann man ja in Berlin Hbf wunderbar umsteigen und weiterfahren. Allein die Betriebskosten werden einen Mehrsystemzug auf so einem langen innerdeutschen Abschnitt nie rechtfertigen.
Bin ich mir nicht sicher. Zumindest ICE International Amsterdam-Basel ist sehr gut nachgefragt, besser noch als die Amsterdam-Frankfurt-ICEs. Der Basler ist 6:43 unterwegs.
Ein Jahr hat es auch ICE International Amsterdam-München direkt gegeben. Auch dieser Zug war sehr gut besucht.
Klar, von Hamburg nach Rom mit einem ICE International wird nicht mehr lohnend sein, aber ich vermute, dass so rund 6-7 Stunden Fahrtdauer ein Optimum hinsichtlich Auslastung liegt.
Hatte Berlin-NRW 4 Stunden und Berlin-Warschau 4 Stunden im Gedanken. Wäre wohl nicht machbar.
Nun sagt die Auslastung relativ wenig über Wirtschaftlichkeit. Habe mal gelesen, dass auch bei 100% Auslastung der ICE International AMS-F verlusttreibend sei. Ist der Faktor Betriebskosten wirklich so groß, dass die Auslastungsquoten kaum noch Einfluß aus das Gesamtergebnis haben?
wundert sich,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Witschaftlichkeit fahrgastunabhängig?
fjk, Mittwoch, 13.04.2011, 09:22 (vor 5525 Tagen) @ Oscar (NL)
Nun sagt die Auslastung relativ wenig über Wirtschaftlichkeit. Habe mal gelesen, dass auch bei 100% Auslastung der ICE International AMS-F verlusttreibend sei. Ist der Faktor Betriebskosten wirklich so groß, dass die Auslastungsquoten kaum noch Einfluß aus das Gesamtergebnis haben?
Hmm. Wenn man das zu Ende denkt, in etwa parallel zum Argument "der Zug fährt ja sowieso", dann wird das beliebteste Argument, mit dem uns seit Jahren Züge und seit Jahrzehnten Strecken weggenommen werden, ja völlig ad absurdum geführt: denn wenn die Auslastung nichts (oder nur sehr wenig) zur Witschaftlichkeit beiträgt, wie kann dann mangelnde Auslastung eine Einstellung aus wirtschaftlichen Gründen erzwingen?
Was den Langläufer Köln-Warschau angeht, so unwahrscheinlich ist das wirklich nicht - wenn die Gesamtfahrzeut stimmt. Und wenn das Material osteuropareisendenfreundlich ist (Gepäckvorteil ggü. Flugzeug?!?). Der Nachtzug ist schließlich auch immer ordentlich voll.
denkt
fjk
Yield management
RhBDirk, Mittwoch, 13.04.2011, 11:03 (vor 5525 Tagen) @ fjk
Oder auf Deutsch: Ertragsmanagement.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ertragsmanagement
Nun, die Auslastung sagt nicht unbedingt was zur Rentabilität aus.
Du kannst eine hohe Auslastung haben, in dem Du unheimlich viele (bspw jeder Fahrgast zahlt nur 29€) Sparpreistickets verkaufst. Das bringt Dir (sehr) viele Kunden, ist aber in den meisten Fällen nicht kostendeckend, geschweige denn gewinnbringend.
Oftmals sind dauerhaft günstige Preise, auch kurz vor Reisebeginn, vor allem in der Luftfahrt gute Kennzeichen dafür, dass eine Route nicht besonders läuft. Die mögen dann mit vollen Maschinen fliegen, aber es bleibt nix hängen. Es sei denn bestimmte Regionen/Unternehmen zahlen nicht unerhebliche Marketingzuschüsse.
Ausbau auf 200 schädlich
Giovanni, Mittwoch, 13.04.2011, 14:20 (vor 5524 Tagen) @ ice-t-411
Zwischen Berlin und Frankfurt/Oder dürfte sich die Neigetechnik nicht auszahlen und der zumindest vorgesehene Ausbau für 200 km/h scheint eher in weite Ferne gerückt, wie es in Polen ist, weiß ich aber nicht.
Wann war denn für Berlin - Frankfurt/O mal Tempo 200 vorgesehen?
Und vor allem: Wieso?
Tempo 200 würde auf der Strecke eine deutliche Einschränkung der verfügbaren Trassen bedeuten und den gut laufenden Regionalverkehr beeinträchtigen (Stichwort: Überholung).
Im Güterverkehr müssten dann einige Züge über Guben umgeleitet werden - mit Kopf machen in Frankfurt/O.
Fazit:
Geringer Fahrzeitgewinn für wenige Fahrgäste, Fahrzeitverlängerungen für andere Fahrgäste, Probleme für den Güterverkehr und auch noch Kosten für den Ausbau.
Wie soll sich das rechnen?