Reisebericht: 2900 km Deutschland in zwei Tagen, Teil I (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
ich möchte euch kurz von einigen Eindrücken berichten, die ich auf einer 2900 km langen Rundreise durch die Bundesrepublik in den vergangenen zwei Tagen gewinnen konnte.
Route
Bayreuth-Nürnberg-München-Stuttgart-Mannheim-Trier-Koblenz-Mainz-Frankfurt (Main)
=== Übernachtung in Frankfurt ===
Frankfurt (Main)-Berlin-Hamburg-Kiel-Lübeck-Hamburg-Hannover-Nürnberg-Bayreuth
Die Reise begann also an einem frischen und trockenen Dienstagmorgen am Bayreuther Hauptbahnhof, wo mich der RE 3402 bestehend aus zwei 610-Triebwagen erwartete. In Bayreuth noch mäßig besetzt, füllte sich der Zug auf dem nächsten Unterwegsbahnhof Creußen und vereinigte sich in Pegnitz mit dem Zugteil aus Hof, bestehend aus einem 610. Die Neigetechnik war im Übrigen aktiv, dennoch handelten wir uns aufgrund Bauarbeiten zwischen Pegnitz und Neuhaus sowie intensiven Fahrgastwechsels eine Verspätung von fünf Minuten in der Ankunft in Nürnberg ein.
Das sollte jedoch nicht weiter von Bedeutung sein, denn der Anschluss zum ICE 1501, gebildet aus Tz 1152 "Travemünde", war dadurch keinesfalls in Gefahr. Pünktlich verließ dieser in guter, aber keinesfalls übermäßiger Besetzung Nürnberg. Da wir auch auf der Schnellfahrstrecke nur im Bereich 160-170 km/h (teilweise nur 140-150) unterwegs waren, vermutete ich zunächst ein Problem mit der LZB, kurz vor Kinding beschleunigten wir jedoch auf 200 km/h und hielten diese Geschwindigkeit bis Ingolstadt Nord. Den Hauptbahnhof erreichten wir mit +5, ab Ingolstadt mussten dann auch einige Reisende stehen. Unsere leichte Verspätung hielten wir bis München, auf dem LZB-Abschnitt südlich von Petershausen konnte auch nichts abgebaut werden, zumal wir nicht über 160 km/h hinauskamen. Negativ fiel mir im Tz die hohe Zahl defekter Toiletten auf, aber dies sollte leider nicht der einzige technische Mangel auf der langen Reise bleiben.
In München machte ich einen Abstecher in die Lounge, wo ich gut verköstigt wurde und begab mich rechtzeitig zum Bahnsteig, um auf EC 390, gezogen (bzw. bis München geschoben) von der Unicef-101, zu warten. Dieser fuhr auch pünktlich ein und verließ München aufgrund "Aufspielen des elektronischen Fahrplans" mit +5. Der Zug war sehr schwach ausgelastet, im Apmz etwa 10 Fahrgäste, im angrenzenden Avmz nicht ein einziger, da dort nämlich die Heizung ausgefallen zu sein schien und es im Wagen daher recht kalt war. Bis Günzburg schafften wir es, die Verspätung vollständig abzubauen, zudem konnte der Zug auf dem kurzen Abschnitt bis Ulm zwei Minuten gutmachen. Vielleicht bestätigt es ja einige in der Ansicht, die Fahrzeiten zwischen München und Stuttgart würden absichtlich gestreckt, um S21 mit der NBS attraktiver erscheinen zu lassen. Die Weiterfahrt nach Stuttgart verlief ohne weitere Zwischenfälle, die neue Grünen-Hochburg wurde auch pünktlich erreicht.
Sodann überzeugte ich mich von zahlreichen, keinesfalls unkreativen Demo-Plakaten am Bauzaun des Nordflügels und machte auch einen Abstecher zu den Parkschützern, wo es um die Mittagszeit noch sehr ruhig zu sein schien. Dann noch einen kleinen Ausflug in die gut besuchte Lounge und schon wartete die nächste Etappe, nämlich ICE 576 nach Mannheim. Dieser wurde etwa 10 bis 15 Minuten vor Abfahrt bereitgestellt und verließ Stuttgart auch pünktlich. Der Zug hielt die ganze NBS über eine Geschwindigkeit von 250 km/h, hinter der Einfädelung der Strecke aus Karlsruhe dann auch mal 262 km/h. Trotz einer schleichenden Einfahrt in den Mannheimer Hbf kamen wir dort eine Minute vor Plan an.
Dort habe ich mich erst mal ein wenig gestärkt, bevor es dann mit RE 4272, gebildet aus vier DoStos nach Trier ging. Der Zug war zumindest bis Saarbrücken sehr gut ausgelastet, auch in der 1. Klasse. Nördlich von Saarbrücken wurde der Zug dann immer leerer. Die Fahrt verlief betrieblich gesehen völlig unspektakulär, die Strecke ab Saarbrücken ist jedoch nicht unbedingt langweilig. Ich habe davon einige Videos, einige davon kann ich dann eventuell hochladen.
Ebenso betrieblich unspektakulär, dafür landschaftlich keinesfalls verlief die Weiterfahrt ab Trier Richtung Koblenz im RE 12017, gebildet aus drei älteren DoStos. Gerne hänge ich hier noch ein paar Videos an.
Und nun sollte es mit IC 2213 nach Mainz weitergehen. Als per Durchsage bekannt gegeben wurde, dass Wagen 11 (der Avmz) heute fehlt, freute ich mich auf eine "kuschelige" Fahrt, kennt man doch die Szenarien der Strecke Hamburg-Köln, auf denen es manchmal auch in Avmz+Apmz eng wird. Diese Sorge erwies sich jedoch spätestens bei der um wenige Minuten verspäteten Einfahrt als unbegründet, den ganzen Apmz teilte ich mir nämlich mit gerade einer Handvoll Reisenden. Die Sonne stand leider schon so tief, sodass man die Schönheit der Rheinstrecke nur erahnen konnte. Der Mainzer Hauptbahnhof wurde nach einer abrupten Bremsung bei Ingelheim mit +2 erreicht.
Der Tag fand seinen Abschluss mit einer Fahrt im ICE 1659, gebildet aus einem ICE-T der 1. Bauserie. Die wenigen Kilometer zwischen Mainz und dem Frankurter Hauptbahnhof boten keinen Anlass für erwähnenswerte Vorkommnisse. ;-)
Die Fortsetzung mit Sprinter, MET-ICE und Tingelei durch die Holsteinische Schweiz folgt...
Beste Grüße,
Claus_NN
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