ICx V-MAX NUR NOCH 250 KM/H????? (Allgemeines Forum)
Sven0877, Dienstag, 29.03.2011, 19:17 (vor 5488 Tagen)
Hallo liebe ICE-Freunde!
Bin neu hier im Forum und möchte mich mal zu allererst kurz vorstellen:
Ich heiße Sven, bin 33 Jahre alt, leit. kaufm. Angesteller und wohne, lebe und arbeite in Berlin. Bin allerdings zugezogen, gebürtiger Franke! :-)
Ich möchte hier nun auch mal ein Thema zum Besten geben, was mich schon lange beschäftigt!
Der Projektleiter des ICx teilte in einem Interview mit, dass die ICE-Nachfolgezüge wohl nur noch mit 250 KM/H durch die Lande fahren werden!
Ich finde, dies ein Rückschritt hoch3!!! - Ja 280 KM/H kostet mehr Energie, ja die Anschaffungskosten sind teurer und ja viele Strecken geben 280 KM/H nicht her!
Dem Gegenüber steht:
- Es werden neue Strecken gebaut ( bzw. sind in Planung ), die VMax 280 KM/H locker hergeben ( Berlin-Leipzig-Erfurt-Nürnberg-München ), bzw. die Y Trasse, die ja noch gebaut werden soll! Zwar wurde die VMax hier auf 250 KM/H reduziert, jedoch liegt die Entwurfsgeschwindigkeit weiterhin bei 300 KM/H!
Wenn man die VMax stetig weiter reduziert ( und dies z. B. mit der Wirtschaftlichkeit begründet ), wird man irgendwann wohl wieder wie damals in den guten alten 70zigern bei 160 KM/H bzw. max. 200 KM/H landen! Dies wäre dann wirtschaftlich am Besten, jedoch hätte dies mit Sicherheit weiter sinkende Fahrgastzahlen im Fernverkehr zu Folge, da die Bahn dann nie ernsthaft mit dem Flugzeug oder dem Bus konkurieren könnte! VMax 280 würde z. B auch so manchen Baustellenfahrplan überflüssig machen und/ oder es könnten mehrere Unterwegsbahnhöfe bei gleicher Fahrzeit bedient werden!
Weiterhin würde sich die Technologie auch ( entlich ) mit Sicherheit besser im Ausland ( wo man trotz ebenfalls hoher Verkehrsknotenpunkte über VMax 280 bereits lacht) verkaufen ( was man selber vormacht......)!
Weiterhin machen VMax 280 KM/H auch im ICE-Sprinterverkehr Sinn, um entlich auch mal vernünftig mit dem Flugzeug konkurieren zu können! So mancher Geschäftsmann würde dann mit Sicherheit ( selbst bei einem Zeitvorteil von " nur " 15 Minuten, da dann mit Sicherheit mehr Anschlüsse erreicht werden würden ) vom Flieger umsteigen! Auf sämtlichen Sprinterverbindungen wären 280 KM/H V Max möglich und auch sinnvoll ( Neubaustrecke Berlin - Erfurt - München ab 2017 ) Berlin - Frankfurt am Main bzw. Stuttgart, Hamburg - Frankfurt am Main bzw. Stuttgart!
Weiterhin verstehe ich nicht, warum z. Zt. überprüft bzw. ein Verfahren entwickelt wird, auf der gesamten Strecke Hannover-Würzburg sowie Mannheim-Stuttgart ( auch in den Tunneln der Schnellfahabschnitte ) mit 280 KM/H fahren zu können, wenn die neuen Züge auf diese VMAX gar nicht mehr ausgelegt sind!
Was meint Ihr???
Gruß
Sven
250 reichen...
torsten_le, Dienstag, 29.03.2011, 19:36 (vor 5488 Tagen) @ Sven0877
Ich persönlich finde, die 250 km/h reichen aus. Schneller kann doch heutzutage schon kaum gefahren werden. Diese schneller-höher-weiter-Manie sollte beendet werden, dafür wieder mehr auf Pünktlichkeit geachtet werden.
Als bestes Beispiel, die Schiene Hamburg-Berlin, wo die DB unbedingt in 90 Minuten nach Wiedereröffnung fahren musste. Mittlerweile sind es wieder bis zu 100 Minuten und keinen Fahrgast stört es. Als dort 90 Min. gefahren wurde, und recht häufig die Anschlüße wegwaren, haben viele Fahrgäste darum gebeten, langsamer aber pünktlicher zu fahren, damit eine Anschlußgewähr da ist.
Und wenn es nun hilft, Kosten zu sparen, dann reichen auch 250 km/h.
250 reichen.....nicht immer!
Jan, Dienstag, 29.03.2011, 19:51 (vor 5488 Tagen) @ torsten_le
Ich finde, wie es momentan ist sehr gut. Wenn der Zug pünktlich ist, wird 250 Km/h gefahren. Es ist allerdings sehr praktisch, wenn man Verspätungen dann 280 Km/h fahren kann. So kann man Fahrplanmäßig sehr Energiesparend fahren, im Verspätungsfall aber alles geben was der Zug kann und so ordentlich Verspätung aufholen. Bin kein Experte für die ICE1/2 Verbindungen aber auf der Köln-Rhein-Main lassen sich wenn der Zug die ganze Zeit Schnellfährt 6 bis 10 Minuten aufholen. Ist der Zug pünktlich, fährt er halt seine 260 und kann so Wirtschaftlicher gefahren werden. Deshalb halte ich es auch für total falsch, die Vmax von neuen Zügen herabzusetzten. Und dass es in der Produktion so viel teurer ist, ob der Zug 250 oder 280 glaube ich kaum. Wenn man bedenkt, was für ein unterschied es ist ob ein vollbesetzter ICE nun 55 oder 61 Minuten Verspätung hat (Stichwort Fahrgastrechte)!
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch!
torsten_le, Dienstag, 29.03.2011, 22:40 (vor 5488 Tagen) @ Jan
Als bestes Beispiel, heute der ICE 635/685 Hamburg/Bremen-Hannover-Nürnberg:
Hannover:
-635 verspätet aus (Bremen) Verden/Aller umgekehrt gereiht
-685 fast plan aus Hamburg richtig gereiht
---> folglich fährt 685 als erster Zugteil in Hannover am Bahnsteig ein, damit die Reisenden mit dem Aussteigen nicht 25 Minuten vor Hannover warten müssen
---> zweiter Zugteil verspätet aus Richtung Bremen hintendrauf
---> abweichende Wagenreihung 31-37/27-21, TK an TK -> vmax 200 km/h
Abfahrt in Hannover mit +23'
Abfahrt in Göttingen mit +25'
Abfahrt in Kassel-Wilh. mit +24'
Abfahrt in Fulda mit +24'
...weitere Daten momentan noch offen
---> keine gravierenden Fahrzeitverluste mit 50 km/h weniger
Somit sieht man, das 250, in diesem Fall sogar außerplanmäßige 200 km/h, nicht unbedingt langsamer sein müssen, als die momentan mögliche Höchstgeschwindigkeit von 280/300 km/h.
Ob es nun Produktionskosten spart, sei mal dahin gestellt, aber allein der Fakt, wieder mal auf dem Boden der Tatsachen zurückzukommen, sagt mir, wir reichen mit Zügen die 250 fahren können. Höher-weiter-schneller, das kann nicht alles sein.
Und was nützen mir die 300 km/h auf der KRM, wenn die Ausfahrt Frankfurt und die Einfahrt Köln diese Geschwindigkeit wieder auffressen?
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch! 1.Update
torsten_le, Dienstag, 29.03.2011, 23:21 (vor 5488 Tagen) @ torsten_le
bearbeitet von torsten_le, Dienstag, 29.03.2011, 23:21
Als bestes Beispiel, heute der ICE 635/685 Hamburg/Bremen-Hannover-Nürnberg:
Hannover:
-635 verspätet aus (Bremen) Verden/Aller umgekehrt gereiht
-685 fast plan aus Hamburg richtig gereiht---> folglich fährt 685 als erster Zugteil in Hannover am Bahnsteig ein, damit die Reisenden mit dem Aussteigen nicht 25 Minuten vor Hannover warten müssen
---> zweiter Zugteil verspätet aus Richtung Bremen hintendrauf
---> abweichende Wagenreihung 31-37/27-21, TK an TK -> vmax 200 km/hAbfahrt in Hannover mit +23'
Abfahrt in Göttingen mit +25'
Abfahrt in Kassel-Wilh. mit +24'
Abfahrt in Fulda mit +24'
Abfahrt in Würzburg mit +32' (Signalstörung aus der SFS)
Ankunft in Nürnberg noch offen
---> keine gravierenden Fahrzeitverluste mit 50 km/h wenigerSomit sieht man, das 250, in diesem Fall sogar außerplanmäßige 200 km/h, nicht unbedingt langsamer sein müssen, als die momentan mögliche Höchstgeschwindigkeit von 280/300 km/h.
Ob es nun Produktionskosten spart, sei mal dahin gestellt, aber allein der Fakt, wieder mal auf dem Boden der Tatsachen zurückzukommen, sagt mir, wir reichen mit Zügen die 250 fahren können. Höher-weiter-schneller, das kann nicht alles sein.
Und was nützen mir die 300 km/h auf der KRM, wenn die Ausfahrt Frankfurt und die Einfahrt Köln diese Geschwindigkeit wieder auffressen?
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch! 1.Update
trid56, Mittwoch, 30.03.2011, 09:40 (vor 5487 Tagen) @ torsten_le
ch finde, die User Sven0877 und Jan haben recht! Es ist schon ein Witz, in so einem Land wie Deutschland, die V-MAX von neuen Zügen ( die in unseren Nachbarländern immer mehr als richtige Alternative zum Flieger gesehen u. angenommen werden ) zu reduzieren, und die von den " alten " ICE 1 + 2 Schritt für Schritt nach oben anzuheben! - Wenigstens so lange, wie diese noch im Dienst sind!
Das Verspätungen auch mit V-Max 200 bzw. 250 aufgeholt werden, kann ich aus eigener Erfahrung NICHT bestätigen!!! Ich bin bis vor kurzem mit der Bahn immer von Berlin nach Frankfurt am Main gefahren, wo selbst der Sprinter (!) Verspätung hatte! Dies waren zwar " nur "
10 Minuten, was jedoch zur Folge hatte, dass ich meinen Anschlusszug dadurch knapp verpasst hatte und 45 (!) Minuten auf den nächsten warten musste! - Wohl gemerkt, dass alles nur, weil der blöde ICE 10 Minuten Verspätung nicht wieder reinholen konnte!
Dies ist mir des öfteren schon passiert. Nun habe ich mich entschlossen, doch wieder von Berlin-Tegel aus den Flieger zu nehmen!
Ich denke, wenn man ( wie User Jan schon richtig geschrieben hat ) die VMAX wenigstens im Verspätungsfall auf 280 KMH anheben könnte, würden täglich mehrere 10.000 Menschen Ihre Anschlüsse noch bekommen und nicht eine knappe Stunde am Bhf dumm rummstehen u. eine Zwangspause einlegen! Richtig blöde wird's dann, wenn einem dass auch noch Nachts passiert, und man dadurch die letzte Bimmelbahn am Abend verpasst ( mir letztes Jahr in Offenburg passiert, ich wollte weiterfahren nach Strassburg, musste mir dadurch ein teures Taxi nehmen )!!!
Nein, so gewinnt man auf Dauer keine neuen Kunden, jedenfalls keine Geschäftsleute wie mich! Und wenn ich die Bahn auf Dauer genommen hätte, wäre dies jedes Jahr eine Menge Geld für das Unternehmen gewesen! - Und mit Sicherheit nicht nur von mir!
Und technisch machbar ist dies mit Sicherheit, auch wenn die Schienen noch so voll sind ( ich hatte dass Vergnügen, mich mit einem Triebfahrzeugführer zu unterhalten )!
Also, Bahn, wollt Ihr in Zukunft mehrere Reisende haben, rauf mit der V-MAX ( wenigstens im Verspätungsfall )!!!!!!! - Schon klar, das dass die Oma, die einmal im Jahr mit der Bahn Ihren Enkel besucht, wenig interessiert! Leute, die fast täglich weite Strecken mit der Bahn zurücklegen müssen hingegen schon!!!
Freundliche Grüße,
Astrid
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch! 1.Update
chritz, Mittwoch, 30.03.2011, 11:34 (vor 5487 Tagen) @ trid56
Mehrere zehntausend?? Das halte ich für völlig überzogen.
Deine zehn Minuten Verspätung hätte der ICE auch nicht rausgeholt, wenn er auf dem kurzen Stück 280 statt 250 gefahren wäre. Diese 30 km/h machen bei weitem nicht soviel aus, wie man sich das vorstellt.
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch! 1.Update
Sven0877, Mittwoch, 30.03.2011, 11:58 (vor 5487 Tagen) @ chritz
Hi,
natürlich holt er nicht sehr viel Zeit rauß, wenn er " nur kur" die Geschwindigkeit auf 280 KM/H erhöht!
- Es sind jedoch Versuche und Tests im Gange ( Quelle: Wikipedia, siehe SFS- Würzburg-Hannover und SFS Mannheim-Stuttgart ), die V-Max auf der gesamten Strecke, auch in den Tunneln der Schnellfahrstrecke, auf 280 KM/H zu erhöhen!
Die SFS von Hannover nach Würzburg ist, glaube ich, über 400 KM lang! Stell Dir vor, der Zug würde davon nur knapp die Hälfte anstatt 250 mit 280 fahren!
- Da könnte man sehr wohl einiges raußholen!
Insofern gebe ich Userin trid56 recht!!!
Und, wie gesagt, es ist doch völliger Schwachsinn und Geldverschwendung, jetzt ewige Tests und Verfahren zu entwickeln, um die Züge mit 280 KM/H verkehren zu lassen ( auf den beiden oben genannten SFS ), um dann, wenn die neuen Züge kommen, diese wieder auf 250 zu reduzieren!!!
Gruß
Sven
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch! 1.Update
naseweiß, Mittwoch, 30.03.2011, 12:04 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
Die SFS von Hannover nach Würzburg ist, glaube ich, über 400 KM lang! Stell Dir vor, der Zug würde davon nur knapp die Hälfte anstatt 250 mit 280 fahren!
- Da könnte man sehr wohl einiges raußholen!
Insofern gebe ich Userin trid56 recht!!!
Lies dazu bitte meinen ersten Beitrag.
--
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SFS Hannover-Würzburg
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 30.03.2011, 14:02 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
Hallo Sven,
natürlich holt er nicht sehr viel Zeit rauß, wenn er " nur kur" die Geschwindigkeit auf 280 KM/H erhöht!
- Es sind jedoch Versuche und Tests im Gange ( Quelle: Wikipedia, siehe SFS- Würzburg-Hannover und SFS Mannheim-Stuttgart ), die V-Max auf der gesamten Strecke, auch in den Tunneln der Schnellfahrstrecke, auf 280 KM/H zu erhöhen!
Das bringt leider nicht viel, wenn man in Göttingen, Kassel und Fulda wieder auf 160 km/h bremsen muss.
Noch extremer passiert es bei uns, wo der Thalys Amsterdam-Paris schon nach ein paar Minuten 300 km/h wieder in die Bremse muss; Rotterdam ist dann ja bald erreicht.
Wenn man echten HGV haben möchte/muss, wäre es wünschenswert, diese "Lafas" zu beheben und die ICEs die ganze Strecke Hannover-Würzburg nach italienischem Vorbild nonstop 280 km/h fahren zu lassen. 90 Minuten sollen dann möglich werden.
Göttingen, Kassel und Fulda werden dann IC-Halte, und wenn die neuen IC250-Triebwagen dann auch 250 km/h fahren können, sind so 120 Minuten möglich.
Selbstverständlich kostet das eine enorme Menge Geld und ist das nur machbar wenn die EU die Verlagerung der Inlandsfliegerei auf die Schiene subventioniert.
Eine weitere Chance, wenn auch nur eine kleine, bieten die Franzosen. Die arbeiten ja an Carex, ein Netzwerk von schnellen Güterzügen, wie etwa die gelben TGV La Poste. Diese sollen zuerst in FR, BE und NL fahren, eine Erweiterung nach Deutschland sei in Gespräch. Dies ist allerdings relativ sinnlos wenn man unterwegs bremsen muss; zudem sei in Deutschland Expressgut relativ unwichtig, dafür aber 5000 Tonnen schwere Erz- und Kohlezüge. In dieser Hinsicht braucht man wohl eher mehr "Betuwerouten" als mehr HGV-Strecken.
Die SFS von Hannover nach Würzburg ist, glaube ich, über 400 KM lang!
Nope, nur 327 km.
Stell Dir vor, der Zug würde davon nur knapp die Hälfte anstatt 250 mit 280 fahren!
Stell Dir vor, der Zug würde die Strecke ohne Unterbrechung mit 280 fahren!
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
SFS Hannover-Würzburg
Sven0877, Mittwoch, 30.03.2011, 14:24 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
ja, da hast du mit Sicherheit recht! 280 voll durch wäre natürlich die beste Lösung, in Verbindung mit den IC halten auf den Unterwegsbahnhöfen!!!
Aber naja, es kommt, wie es kommen mag! Einfluß auf eine solche Entscheidung hamm wir ja sowieso nett ( wie man in Franken sagt )! :-)
Hat mich sehr gefreut, mit Dir zu schreiben!
Hören uns hoffentlich bald mal wieder! - Muss jetzt aus dem Büro rauß, meine sieben Sachen zusammensuchen, und heute Abend gehts ( geschäftlich ) für ein paar Tage von Berlin nach Nürnberg! - Dieses mal allerdings mit dem Auto! :-))))))
Lieben Gruß,
Sven
Zu viele Ausrufezeichen...
611003 3, Mittwoch, 30.03.2011, 16:58 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
Ich verfolge diese Diskussion doch sehr gerne... allerdings muss doch nicht hinter jeden Satz ein "!", es gibt auch noch sowas -->.
Danke sehr, das vereinfacht das lesen doch ungemein. Sonst hat man das Gefühl, dass man beim Lesen von jedem Satz angebrüllt wird...
250 reichen.....nicht immer!... aber meistens doch!
Matze86, München, Mittwoch, 30.03.2011, 08:28 (vor 5487 Tagen) @ torsten_le
250 helfen.....nicht immer!... aber meistens doch!
Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 09:39 (vor 5487 Tagen) @ torsten_le
Als bestes Beispiel, heute der ICE 635/685 Hamburg/Bremen-Hannover-Nürnberg:
Hannover:
-635 verspätet aus (Bremen) Verden/Aller umgekehrt gereiht
-685 fast plan aus Hamburg richtig gereiht---> folglich fährt 685 als erster Zugteil in Hannover am Bahnsteig ein, damit die Reisenden mit dem Aussteigen nicht 25 Minuten vor Hannover warten müssen
---> zweiter Zugteil verspätet aus Richtung Bremen hintendrauf
---> abweichende Wagenreihung 31-37/27-21, TK an TK -> vmax 200 km/hAbfahrt in Hannover mit +23'
Abfahrt in Göttingen mit +25'
Abfahrt in Kassel-Wilh. mit +24'
Abfahrt in Fulda mit +24'
...weitere Daten momentan noch offen
---> keine gravierenden Fahrzeitverluste mit 50 km/h wenigerSomit sieht man, dass 250, in diesem Fall sogar außerplanmäßige 200 km/h, nicht unbedingt langsamer sein müssen, als die momentan mögliche Höchstgeschwindigkeit von 280/300 km/h.
sofern entsprechend hinreichende Fahrzeitpuffer eingeplant sind, klar.
Ob es nun Produktionskosten spart, sei mal dahin gestellt, aber allein der Fakt, wieder mal auf dem Boden der Tatsachen zurückzukommen, sagt mir, wir reichen mit Zügen die 250 fahren können. Höher-weiter-schneller, das kann nicht alles sein.
Dieses Beispiel könnte Dir doch bestens zeigen, dass man mit ausgefahrenen 250/280 km/h Verspätungen wieder wegfahren könnte.
Erst recht mit den Nachfolgern der ICE 1 & ICE 2, den Triebwagenzügen ICX, die deutlich spurtstärker sein werden.
Und was nützen mir die 300 km/h auf der KRM, wenn die Ausfahrt Frankfurt und die Einfahrt Köln diese Geschwindigkeit wieder auffressen?
Was nützen Dir perfekte Ein- und Ausfahrten in den Knotenbereichen von Frankfurt & Köln,
wenn Du dann als Verbindung der beiden Großbereiche über 2 Stunden brauchst und die Strecke total überlastet ist?
Die NBS Köln-Rhein/Main hat durchaus ihre Berechtigung & Sinn.
Dass noch längst nicht alles abgeschlossen ist, ist klar, ändert aber nichts an der Notwendigkeit für die NBS.
Und sie für nur 250 km/h zu trassieren, hätte kaum Einsparung gebracht, aber deutlich weniger Nutzen.
Fahrplan
611003 3, Mittwoch, 30.03.2011, 17:05 (vor 5487 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von 611003 3, Mittwoch, 30.03.2011, 17:08
Ich bin zwar eher provinziell und unter 200 km/h veranlagt, aber jetzt geb ich auch mal meinen Senf dazu.
Dass ein Zug (wie hier im Bsp) mit 200 km/h seinen Fahrplan halten kann, liegt nur daran, dass man ihm zu viele Puffer einbaut. Würde die DB es schaffen, sämtliche Züge künftig relativ pünktlich zurchzukriegen, kann man diese Puffer rausschmeißen. So kann der Zug sinnvoll seine Vmax nutzen, anstatt nur auf dem Papier fahren zu können und in Wahrheit nur mit 200 herumzuckeln. Dasselbe gilt natürlich für höhere Vmax.
Die 300-km/h-Raserei "schneller, weiter,..." muss nicht sein. Wenn man dadurch aber fahrplanmäßig 5 Minuten einspart und damit an einem ITF-Knotenbahnhof in den Takt fahren kann, anstatt beispielsweise um '10 anzukommen, halte ich das für sehr sinnvoll. Sinnvoller, als den Zug sämtlicher Puffer zu berauben, dass er mit Ach und Krach hinkommt.
Was mich am ICx aber am meisten ankäst, ist die "Zusammenlegung" der PK A und B im ICx. Meine Meinung zu Triebwagen, wo der ICx nicht ausgeschlossen ist, ist ja bekannt. Das Fahrgeräusch im ICE 3 auf der Frankenwaldbahn oder, um vergleichen zu können, der SFS Nürnberg-München kann man als lästig ansehen. Es surrt, rappelt und ruckt. Ein ICE-1 hingegen fährt ganz ruhig seinen Senf ab. Ohne "sirr", undefiniertes Rumpeln, das nicht vom Gleis kommt etc.
ICx V-MAX NUR NOCH 250 KM/H?????
deepfritz, Dienstag, 29.03.2011, 19:45 (vor 5488 Tagen) @ Sven0877
Die ICx-Dinger sollen zunächst nur die IC's, und erst später dann die 401 und 402er ersetzen.
Erstere werden meines Wissens nach sogar nur 230 fahren.. was aber in Anbetracht der Strecken nicht weiter schlimm ist.
Und bei letzteren ist der Rückschritt doch auch gering. Wann fahren die 401er schonmal ihre Höchstgeschwindigkeit aus? Die bleiben doch in mindestens 85% der Fahrzeit eh unter 250. Und auf den ganz schnellen Strecken werden sowieso die ICE 3 weiter vorrücken.
Übrigens bleibt zumindest als Option für den ICx afaik immernoch die 280 bestehen. Ich nehme an, dass die Züge Brems- und Laufwerkstechnisch für 280 zugelassen werden, und im Regelbetrieb nur 250 fahren. So wie der 401er das ja auch lange Zeit gemacht hat.
Davon ab ist das aber auch alles noch in sehr weiter Ferne. Dass die ICx-Geschichte nicht vorwärts geht, sieht man ja an der geplanten Übergangslösung der Fernverkehrs-DoStos.
VMAX beim ICx von " nur " 250 KM/H reicht deffinitiv NICHT!!
trid56, Mittwoch, 30.03.2011, 09:32 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
Ich finde, die User Sven0877 und Jan haben recht! Es ist schon ein Witz, in so einem Land wie Deutschland, die V-MAX von neuen Zügen ( die in unseren Nachbarländern immer mehr als richtige Alternative zum Flieger gesehen u. angenommen werden ) zu reduzieren, und die von den " alten " ICE 1 + 2 Schritt für Schritt nach oben anzuheben! - Wenigstens so lange, wie diese noch im Dienst sind!
Das Verspätungen auch mit V-Max 200 bzw. 250 aufgeholt werden, kann ich aus eigener Erfahrung NICHT bestätigen!!! Ich bin bis vor kurzem mit der Bahn immer von Berlin nach Frankfurt am Main gefahren, wo selbst der Sprinter (!) Verspätung hatte! Dies waren zwar " nur "
10 Minuten, was jedoch zur Folge hatte, dass ich meinen Anschlusszug dadurch knapp verpasst hatte und 45 (!) Minuten auf den nächsten warten musste! - Wohl gemerkt, dass alles nur, weil der blöde ICE 10 Minuten Verspätung nicht wieder reinholen konnte!
Dies ist mir des öfteren schon passiert. Nun habe ich mich entschlossen, doch wieder von Berlin-Tegel aus den Flieger zu nehmen!
Ich denke, wenn man ( wie User Jan schon richtig geschrieben hat ) die VMAX wenigstens im Verspätungsfall auf 280 KMH anheben könnte, würden täglich mehrere 10.000 Menschen Ihre Anschlüsse noch bekommen und nicht eine knappe Stunde am Bhf dumm rummstehen u. eine Zwangspause einlegen! Richtig blöde wird's dann, wenn einem dass auch noch Nachts passiert, und man dadurch die letzte Bimmelbahn am Abend verpasst ( mir letztes Jahr in Offenburg passiert, ich wollte weiterfahren nach Strassburg, musste mir dadurch ein teures Taxi nehmen )!!!
Nein, so gewinnt man auf Dauer keine neuen Kunden, jedenfalls keine Geschäftsleute wie mich! Und wenn ich die Bahn auf Dauer genommen hätte, wäre dies jedes Jahr eine Menge Geld für das Unternehmen gewesen! - Und mit Sicherheit nicht nur von mir!
Und technisch machbar ist dies mit Sicherheit, auch wenn die Schienen noch so voll sind ( ich hatte dass Vergnügen, mich mit einem Triebfahrzeugführer zu unterhalten )!
Also, Bahn, wollt Ihr in Zukunft mehrere Reisende haben, rauf mit der V-MAX ( wenigstens im Verspätungsfall )!!!!!!! - Schon klar, das dass die Oma, die einmal im Jahr mit der Bahn Ihren Enkel besucht, wenig interessiert! Leute, die fast täglich weite Strecken mit der Bahn zurücklegen müssen hingegen schon!!!
Freundliche Grüße,
Astrid
ICx V-MAX NUR NOCH 250 KM/H?????
trid56, Mittwoch, 30.03.2011, 09:51 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
Ich finde, die User Sven0877 und Jan haben recht! Es ist schon ein Witz, in so einem Land wie Deutschland, die V-MAX von neuen Zügen ( die in unseren Nachbarländern immer mehr als richtige Alternative zum Flieger gesehen u. angenommen werden ) zu reduzieren, und die von den " alten " ICE 1 + 2 Schritt für Schritt nach oben anzuheben! - Wenigstens so lange, wie diese noch im Dienst sind!
Das Verspätungen auch mit V-Max 200 bzw. 250 aufgeholt werden, kann ich aus eigener Erfahrung NICHT bestätigen!!! Ich bin bis vor kurzem mit der Bahn immer von Berlin nach Frankfurt am Main gefahren, wo selbst der Sprinter (!) Verspätung hatte! Dies waren zwar " nur "
10 Minuten, was jedoch zur Folge hatte, dass ich meinen Anschlusszug dadurch knapp verpasst hatte und 45 (!) Minuten auf den nächsten warten musste! - Wohl gemerkt, dass alles nur, weil der blöde ICE 10 Minuten Verspätung nicht wieder reinholen konnte!
Dies ist mir des öfteren schon passiert. Nun habe ich mich entschlossen, doch wieder von Berlin-Tegel aus den Flieger zu nehmen!
Ich denke, wenn man ( wie User Jan schon richtig geschrieben hat ) die VMAX wenigstens im Verspätungsfall auf 280 KMH anheben könnte, würden täglich mehrere 10.000 Menschen Ihre Anschlüsse noch bekommen und nicht eine knappe Stunde am Bhf dumm rummstehen u. eine Zwangspause einlegen! Richtig blöde wird's dann, wenn einem dass auch noch Nachts passiert, und man dadurch die letzte Bimmelbahn am Abend verpasst ( mir letztes Jahr in Offenburg passiert, ich wollte weiterfahren nach Strassburg, musste mir dadurch ein teures Taxi nehmen )!!!
Nein, so gewinnt man auf Dauer keine neuen Kunden, jedenfalls keine Geschäftsleute wie mich! Und wenn ich die Bahn auf Dauer genommen hätte, wäre dies jedes Jahr eine Menge Geld für das Unternehmen gewesen! - Und mit Sicherheit nicht nur von mir!
Und technisch machbar ist dies mit Sicherheit, auch wenn die Schienen noch so voll sind ( ich hatte dass Vergnügen, mich mit einem Triebfahrzeugführer zu unterhalten )!
Also, Bahn, wollt Ihr in Zukunft mehrere Reisende haben, rauf mit der V-MAX ( wenigstens im Verspätungsfall )!!!!!!! - Schon klar, das dass die Oma, die einmal im Jahr mit der Bahn Ihren Enkel besucht, wenig interessiert! Leute, die fast täglich weite Strecken mit der Bahn zurücklegen müssen hingegen schon!!!
Freundliche Grüße,
Astrid
ICx V-MAX NUR NOCH 250 KM/H?????
naseweiß, Mittwoch, 30.03.2011, 10:42 (vor 5487 Tagen) @ trid56
Liebe Leute,
man benötigt nicht 280 km/h schnelle Züge um Verspätungen aufzuholen! Wenn ihr sagt, man fahre normal energiesparend 250 km/h und im Verspätungsfall 280 km/h, dann sage ich euch, dass man auch normal energiesparend 220 km/h fahren kann und im Verspätungsfall 250 km/h. Verspätungen kann man immer so gut einholen, wie viel Puffer gegenüber der Minimalfahrzeit der Fahrplan enthält. Das ist relativ und hat nichts mit Höchstgeschwindigkeit oder sonstigen Eigenschaften zu tun.
Mit 250 km/h lassen sich eben nur etwas langsamere Fahrpläne umsetzen. Beispiel 50 km Fahrstrecke mit Höchstgeschwindigkeit, was auf den typisch deutschen SFS-Abschnitten normal sein sollte, z.B. auf Fulda-Würzburg, Mannheim-Stuttgart, Nürnberg-Ingolstadt. Die restlichen Kilometer zwischen den jeweiligen Städten sind Beschleunigungs- und Bremsstrecken und die langsameren Zufahrten. Mit 250 km/h benötigt man genau 12 min, mit 280 km/h etwa 10 min 45 s. Man spart also jeweils 1 min 15 s. Im Endeffekt sind es vielleicht 2 min. Deswegen sind 250 km/h kein großer Beinbruch.
Ganz anders sähe es in Frankreich aus, wo man über mehrere 100 km am Stück die Höchstgeschwindigkeit ausfahren kann, oder natürlich auch, wenn man in Deutschland mehr Bypässe baut. Aber das prominenteste Beispiel aus letzter Zeit, der Bypass Mannheim, scheint ja schon nicht gebaut zu werden.
Allerdings will ich das Beschränken auf 250 km/h nicht nur begrüßen. Viele dieser deutschen SFS haben solche Dimensionen, nämlich um die 90 km zwischen den Städten, dass die ITF-Kantenzeit 30 min in greifbarer Nähe ist. Hier sieht es mit 2 min haben oder nicht haben gleich ganz anders aus, da kann es auf 2 min sehr wohl ankommen, dass sich insgesamt ein besserer Fahrplan umsetzen lässt. Beispiel von heute und der Zukunft sind: Würzburg-Fulda, Fulda-Kassel, Nürnberg-Ingolstadt, Frankfurt-Mannheim, Erfurt-Halle.
Gruß, Naseweiß
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
Die OT-Benamung
fjk, Mittwoch, 30.03.2011, 11:00 (vor 5487 Tagen) @ naseweiß
ICx: vmax nur noch 250 km/h?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 30.03.2011, 10:21 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
EDIT: Beitragstitel in normaler Buchstabengröße = weniger "rumschreiend".
Hallo liebe ICE-Freunde!
Hallo Sven0877,
willkommen im Forum!
Der Projektleiter des ICx teilte in einem Interview mit, dass die ICE-Nachfolgezüge wohl nur noch mit 250 KM/H durch die Lande fahren werden!
Ich finde, dies ein Rückschritt hoch3!!!
Sehe ich nicht so. In z.B. Italien wird planmäßig nur 250 km/h gefahren, auch wenn so ein ETR500 300 km/h fahren kann. Dennoch dauert Mailand-Bologna im Eurostar Italia etwa genauso lange wie Köln-Frankfurt im ICE 3. Die italienische Strecke ist aber länger, also ist der Eurostar Italia trotz niedrigerer vmax schneller!
- Es werden neue Strecken gebaut ( bzw. sind in Planung ), die VMax 280 KM/H locker hergeben ( Berlin-Leipzig-Erfurt-Nürnberg-München ), bzw. die Y Trasse, die ja noch gebaut werden soll! Zwar wurde die VMax hier auf 250 KM/H reduziert, jedoch liegt die Entwurfsgeschwindigkeit weiterhin bei 300 KM/H!
Unsere HSL-Zuid wurde auch für 300 km/h gebaut, obwohl Thalys diese Geschwindigkeit zwischen Amsterdam-Rotterdam nur wenige Minuten ausfahren kann und die vorgesehenen Fyra-Züge bestenfalls nur 250 km/h schaffen.
Der Baukostenunterschied 250 km/h vs. 300 km/h durfte eher marginal sein, also ist es wohl eher lohnend, die Strecke für 300 km/h zu bauen.
Wenn man die VMax stetig weiter reduziert (und dies z.B. mit der Wirtschaftlichkeit begründet), wird man irgendwann wohl wieder wie damals in den guten alten 70zigern bei 160 KM/H bzw. max. 200 KM/H landen!
Ein paar Gedanken dazu:
1. Sollte man tatsächlich wieder bei 160 oder 200 km/h landen (was ich übrigens nicht denke), dann sind diese Geschwindigkeiten mit weniger Energieaufwand zu erreichen als "damals in den guten alten 70ern".
2. Was zählt ist Reisegeschwindigkeit, nicht Maximalgeschwindigkeit. Ein 230 km/h schneller Mercedes ist bei uns nicht schneller als ein 160 km/h schneller Volkswagen, weil unsere Autobahnen ein Tempolimit von 130 km/h haben.
Eine höhere vmax bringt keine Lösung bei Lafas (Langsamfahrstellen), Behebung dieser Lafas schon.
In dieser Hinsicht kann man (nach japanischem Vorbild) besser die vmin erhöhen als die vmax. Von einer höheren vmax profitiert nur der hochwertige Fernverkehr, von Schnellfahrweichen alle Züge.
3. Was zusätzlich zählt, ist Kapazität. Mehr Kapazität = mehr Züge = kürzere durchschnittliche Wartezeit auf die nächste Verbindung.
Im Idealfall sind die Geschwindigkeitsunterschiede null, wie auf Bern-Olten. Auf der Strecke könnten theoretisch 30 Züge pro Stunde pro Richtung fahren, ohne eine Sekunde Verspätung.
Bei uns liegt dieser Limit bei etwa 10-12, weil 140 km/h schnelle ICs und RBs die Strecke mit 100 km/h schnellen Güterzügen teilen müssen (@all: viele, aber nicht alle Cargos befahren die Betuweroute).
In Deutschland kommen dann noch schnellere Züge hinzu.
Dies wäre dann wirtschaftlich am Besten, jedoch hätte dies mit Sicherheit weiter sinkende Fahrgastzahlen im Fernverkehr zu Folge, da die Bahn dann nie ernsthaft mit dem Flugzeug oder dem Bus konkurieren könnte!
1. Du vergißt Konkurrent Nummer Eins: das Auto.
2. Das Flugzeug hat zudem Vorteile, die keine einzige Bahn hat.
In Deutschland wird ab etwa 600 km (entspricht 4 Stunden bei v-durch = 150 km/h) das Flugzeug ohnehin schneller sein. Reisegeschwindigkeiten von 200 km/h oder besser sind mit der Bahn in Deutschland nur sehr schwierig machbar; Deutschland ist ja kein Frankreich, Spanien, Italien, China oder Japan.
3. Der Bus hat zudem Vorteile, die keine einzige Bahn hat.
Für z.B. Gruppenreisen ist der Bus bequemer; er kann die Fahrgäste etwa vor die Haustür abholen und bringt sie direkt zum Hoteltür, ohne umsteigen.
4. Bus und Flugzeug sind meistens billiger. Hat mit Marketingstrategie zu tun, da hilft eine höherer vmax auch nicht.
VMax 280 würde z. B auch so manchen Baustellenfahrplan überflüssig machen [1] und/ oder es könnten mehrere Unterwegsbahnhöfe bei gleicher Fahrzeit [2] bedient werden!
Zu [1]: sehe ich eher umgekehrt. Der Verschleiß bei 280 ist größer als bei 250, sowohl bei Fahrbahn als bei Fahrzeug. Also gibt es dann mehr Baustellen, statt weniger.
Wenn man zudem einen Fahrplan bei niedrigerer Geschwindigkeit auslegt, sind die Auswirkungen bei Widrigkeiten (Ersatzzug, Zugausfall, Baustellen) auch geringer. Im Moment können lokbespannte IC-Züge die ICE-Fahrzeiten halten (wenn auch mit Verbrauch aller Fahrzeitreserven), und das ist gut so. Dies erlaubt DB mal Fahrzeugersatz für Wartungszwecken.
Zu [2]: da hast Du in Theorie recht, wird allerdings in DE kaum praktisiert.
Weiterhin würde sich die Technologie auch mit Sicherheit besser im Ausland (wo man trotz ebenfalls hoher Verkehrsknotenpunkte über VMax 280 bereits lacht) verkaufen.
1. Tut sie doch? Es fahren "ICE"s (Siemens Velaro) in Spanien, Russland, China. Bald auch in und nach England. Sogar die Vereinigten Staaten sind dran interessiert.
2. Wie ich schon schrieb:
a. Deutschland ist kein China, wo mehr als 1 Milliarden Menschen wohnen, wo eine Mobilitätsrevolution im Gange ist, wo komplette Städte zugünsten HGV abgerissen werden und wo 1000 km eine normale Reisedistanz ist.
b. Deutschland ist kein Japan, dass 27 Jahre mehr HGV-Erfahrung hat, dass keine Nachbarländer zu berücksichtigen braucht, wo die Shinkansen alle auf eigene Gleise fahren, wo in der HVZ 16-Wagen-Doppelstock-HGV-Züge mit 200% Auslastung fahren müssen und wo Sekundenpünktlichkeit ein Muss ist.
c. Deutschland ist kein Spanien, wo in großen Teilen des Landes niemand wohnt, dass eine große Autolobby vermisst (kenne nur die Marke Seat), dass sich auf massive EU-Subventionen verlassen kann und vor allem Verkehre von/nach Madrid kennt.
d. Deutschland ist kein Frankreich, wo der TGV eine Staatssache ist (keine Kleinstaaterei), wo Jean-Claude Normalfranzose gerne mit seinem Citroën zu einem TGV-Pampabahnhof reist um dort mit dem TGV weiterzureisen, die meisten Reisen von/nach Paris sind und die 4 wichtigsten Städteregionen (Lille, Paris, Lyon, Marseille) auf eine Geradelinie liegen.
e. Deutschland ist kein Italien, wo mit enormen Finanzrisiken eine vierstellige Zahl an Schienenautobahnen in den Boden geknallt wird, wo die 6 wichtigsten Städteregionen (Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Neapel) an einer Strecke liegen, wo ein enormes Gewinnpotential für Cargo existiert und dessen beiden wichtigsten Städte (Mailand und Rom) auf einer dem HGV prädestinierten Abstand liegen.
Was ist Deutschland dann schon?
- 82 Millionen Einwohner kreuz und quer über das Land verteilt; nur 4-5 Städte haben jeweils mehr als 1% der gesamte Einwohnerzahl
- 82 Millionen Einwohner die kreuz und quer durch das Land reisen
- die vier größten Städte (Berlin, Hamburg, Köln, München) bilden einen Viereck, das für einen Mindestangebot schon 6 Rennbahnen braucht
- dort wo die Diagonalen kreuzen, liegt Hannover, auch eine signifikante Stadt
- das größte Drehkreuz, Frankfurt, liegt leicht abseits von Köln-München
- die Mobilitätsrevolution hat schon einige Dekaden her stattgefunden
- normale Reisedistanz etwa 300 km
- 9 Nachbarländer: NL, BE, LU, FR, CH, AT, CZ, PL, DK
- landesweiter Mischbetrieb um Strecken möglichst voll auslasten zu können
- dichte Zugfolgen nur dort wo Regionalverkehr ausreicht z.B. in der Rhein-Ruhr-Sieg Region
- eine starke Autolobby: Mercedes, BMW, Audi, Porsche, Opel, Volkswagen; stärkere Marken gibt es nur in den USA, Japan und China
- das Land bezahlt dem EU Geld, wovon andere Länder profitieren
- eine starke Resistenz gegen Pampabahnhöfe; Bahnfahren sei City-to-City
- eine politische Struktur, der den nicht-staatlichen Behörden erlaubt, einen Veto gegen eine Rennbahn auszusprechen oder Zwangshalte zu fordern (Montabaur, Limburg)
- eine Wirtschaft, die nicht auf Risiken ausgelegt ist und daher krisenstabil ist
- eine bereits vorhandene Cargoinfrastruktur (Italien hat z.B. keine Binnenschifffahrt)
Weiterhin machen VMax 280 KM/H auch im ICE-Sprinterverkehr Sinn, um entlich auch mal vernünftig mit dem Flugzeug konkurieren zu können! So mancher Geschäftsmann würde dann mit Sicherheit ( selbst bei einem Zeitvorteil von " nur " 15 Minuten, da dann mit Sicherheit mehr Anschlüsse erreicht werden würden ) vom Flieger umsteigen!
Nur wenn diese Sprinter sinnvoll in einen ITF (integraler Taktfahrplan) integriert werden, sonst ist 15 Minuten Fahrzeitgewinn gleich 15 Minuten länger auf meinen Regionalbus warten.
Im Moment passiert das Umgekehrte: es müssen Taktzüge zugünsten des Sprinters abgeändert werden; erinnere mich die teilweise Auslassung des ICE-Haltes in Göttingen.
Auf sämtlichen Sprinterverbindungen wären 280 KM/H V Max möglich und auch sinnvoll ( Neubaustrecke Berlin - Erfurt - München ab 2017 ) Berlin - Frankfurt am Main bzw. Stuttgart, Hamburg - Frankfurt am Main bzw. Stuttgart!
Nicht wenn man in Göttingen, Kassel und Fulda wieder mit 160 km/h runter muss.
In Italien funktioniert das. Dort knallen die Mailand-Rom "Sprinter" tatsächlich mit 250 km/h an Florenz vorbei. Die Infra wurde auch dafür gebaut; ICs sollen im Kopfbahnhof halten, die schnelleren Eurostar Italia werden in der Zukunft in einem Fernbahnhof am Rande der Stadt halten und die noch schnelleren Nonstopzüge rasen dort ungebremst durch.
gruß,
Oscar (NL, bald das kleinste Land der Welt mit Inlands-HGV), der den Admins die Idee geben möchte, einen "Crash-Kurs" HGV einzufügen, wozu dieser Beitrag einen Ansatz sein könnte.
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
[Naseweiß-OT] Hoppla,
fjk, Mittwoch, 30.03.2011, 10:51 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
Oscar, ich ahne (oder rieche mit der "weiß"-Nase), was Du meinst, aber was verstehst Du bitte unter
nicht-staatlichen Behörden
?
Entweder könnte das die Mafia sein, oder (auch damit wieder vergleichbar) den pleonastischen staatlichen Behörden verwaltungsorganisatorisch kaum nachstehende freiwirtschaftliche Behörden, wie beispielsweise unser allerliebster ICE-Produzent und ICx-Vorzeigebieter;-)
vermeldet Fahndungserfolg
fjk
Bundesländer, Kreisverwaltungen, Gemeinden, Verkehrsverbünde
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 30.03.2011, 11:01 (vor 5487 Tagen) @ fjk
nicht-staatlichen Behörden
Siehe oben.
Alles was eine bestimmte Regierungsfunktion hat, aber unterhalb des Staates.
Also Bundesländer, Kreisverwaltungen, Gemeinden, Verkehrsverbünde.
Im sicheren Sinne auch Umweltschutzgruppen usw.
In echten HGV-Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien ist HGV Staatssache und haben diese Instanzen kaum oder keinen Einfluss auf HGV-Vorhaben.
Wenn ich alleine schon an die zahlreiche Einspruchsverfahren bei uns gegen die Betuweroute und die HSL-Zuid denke...
gruß,
Oscar (NL).
--
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Bundesländer, Kreisverwaltungen, Gemeinden, ... = TÖB
Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 11:20 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
nicht-staatlichen Behörden
Siehe oben.
Alles was eine bestimmte Regierungsfunktion hat, aber unterhalb des Staates.
Also Bundesländer, Kreisverwaltungen, Gemeinden, Verkehrsverbünde.
Im sicheren Sinne auch Umweltschutzgruppen usw.In echten HGV-Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien ist HGV Staatssache und haben diese Instanzen kaum oder keinen Einfluss auf HGV-Vorhaben.
Das sind aber größtenteils doch wichtige elementare Teile unseres föderalen Staates, vor allem die Landesverwaltungen,
die auch die Raumordnungen (ROV) leiten.
Insgesamt lassen sich die von Dir genannten Verwalter zusammenfassen als Träger öffentlicher Belange (TÖB).
Das einzig nicht-staatliche sind halt die Umweltschutzgruppen u.ä., gehören aber eben auch zu den wichtigen TÖB.
ICx: vmax nur noch 250 km/h?
naseweiß, Mittwoch, 30.03.2011, 11:06 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
Weiterhin machen VMax 280 KM/H auch im ICE-Sprinterverkehr Sinn, um entlich auch mal vernünftig mit dem Flugzeug konkurieren zu können! So mancher Geschäftsmann würde dann mit Sicherheit ( selbst bei einem Zeitvorteil von " nur " 15 Minuten, da dann mit Sicherheit mehr Anschlüsse erreicht werden würden ) vom Flieger umsteigen!
Nur wenn diese Sprinter sinnvoll in einen ITF (integraler Taktfahrplan) integriert werden, sonst ist 15 Minuten Fahrzeitgewinn gleich 15 Minuten länger auf meinen Regionalbus warten.
Im Moment passiert das Umgekehrte: es müssen Taktzüge zugünsten des Sprinters abgeändert werden; erinnere mich die teilweise Auslassung des ICE-Haltes in Göttingen.
Auf sämtlichen Sprinterverbindungen wären 280 KM/H V Max möglich und auch sinnvoll ( Neubaustrecke Berlin - Erfurt - München ab 2017 ) Berlin - Frankfurt am Main bzw. Stuttgart, Hamburg - Frankfurt am Main bzw. Stuttgart!
Nicht wenn man in Göttingen, Kassel und Fulda wieder mit 160 km/h runter muss.In Italien funktioniert das. Dort knallen die Mailand-Rom "Sprinter" tatsächlich mit 250 km/h an Florenz vorbei. Die Infra wurde auch dafür gebaut; ICs sollen im Kopfbahnhof halten, die schnelleren Eurostar Italia werden in der Zukunft in einem Fernbahnhof am Rande der Stadt halten und die noch schnelleren Nonstopzüge rasen dort ungebremst durch.
@sven0877:
Das Wichtigste ist, dass es in Deutschland nur wenige Möglichkeiten für Sprinter-Verkehr gibt, da man bei den ganzen langsamen Bahnhofsdurchfahrten nicht viel gegenüber dem Normalverkehr spart. Prominentestes Beipiel ist nur der Sprinter Frankfurt-Berlin, da der gegenüber den Taktzügen 7 Halte nicht bedient (Hanau, Fulda, Kassel, Göttingen, Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg) und eine "zeitliche Abkürzung" über Hannover nehmen kann. Nur so kommt immerhin ein bemerkenswerter Zeitunterschied gegenüber den Taktzügen zustande.
Das nächste Beispiel wird der Sprinter München-Berlin sein. Man wird für deutsche Verhältnis sehr viel Strecke für 300 km/h haben, man hat auch relativ viele mögliche Zwischenhalte für die Taktzüge, man wird auf den Taktzügen vermutlich nur 250 km/h schnelles Material einsetzen und die Taktzüge werden zu guter letzt auch Umwege fahren, nämlich abwechselnd über Augsburg und Leipzig. Hier wird der Unterschied Sprinter/Taktzug noch größer als auf Frankfurt-Berlin sein, sodass sich die Sprinter zur Abwechslung wieder lohnen!
@Oscar(NL):
Ein Sprinter muss doch nicht unbedingt in den ITF eingebunden sein. Sprinter wie Frankfurt-Berlin oder München-Berlin sind Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen Metropolen. Hier geht es nicht darum, stündliche Anschlüsse zum Regionalverkehr in Städten wie Ingolstadt, Fulda, Braunschweig oder Halle herzustellen. Richtig, der Sprinterverkehr sollte nicht zulasten des Taktverkehrs und seines ITF geschehen.
--
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ICx: vmax nur noch 250 km/h?
Sven0877, Mittwoch, 30.03.2011, 11:39 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
erstmal vielen Dank fürs Wilkommenheißen! :-)
Wie Du schon sehr richtig beschrieben hast, läuft in den " Nachbarländern " einiges anderst ( besser ) als hier in D!
Klar ist V-MAX nicht alles, aber Sie könnte in vielen Situationen helfen! Und mit Sicherheit könnte dann auch ein noch besserer und schnellerer Fahrplan aufgestellt werden!
In der derzeitgen Situation wird die Bahn wohl nie ernsthaft mit dem Flieger oder dem Bus konkurriern können, und zwar auch aus den Argumenten heraus, die Du so ausführlich beschrieben hast! Der wirkliche ( und größte ) Vorteil bei der Bahn ist nunmal die zeitlichen Einsparungen, die man im Gegensatz zum Auto bzw. zum Bus oder ( manchmal ) auch zum Flieger hat!- Man ist ( bzw. sollte ) schnell unterwegs, schnell am Ziel sein und, ganz wichtig, ( zumindest für mich ) dabei auch noch was arbeiten können! - Und genau hier, so finde ich, sollte man doch ansetzen und dass Ganze noch weiter ausbauen ( VMAX 280 KMH) anstatt weiter nach unten zu reduzieren!
Dein Beispiel mit dem Auto kann ich nicht ganz beipflichten, da die Schiene keine Autobahn ist! Gerade in Tageszeiten, wo wenig Güterverkehr unterwegs ist, hat man hier viel mehr Möglichkeiten!
Bezüglich der " guten alten siebziger" meinte ich hauptsächlich die zeitliche Taktung!
Freundliche Grüße ins schöne Holland,
Sven
China reißt komplette Städte zugunsten des HGV ab
Felix, Göttingen, Mittwoch, 30.03.2011, 14:50 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
a. Deutschland ist kein China, wo mehr als 1 Milliarden Menschen wohnen, wo eine Mobilitätsrevolution im Gange ist, wo komplette Städte zugünsten HGV abgerissen werden und wo 1000 km eine normale Reisedistanz ist.
Vermute ich richtig, daß Du hier etwas übertrieben hast? ;) Aber selbst wenn, wüßte ich gerne, welche Maßnahme in China den Anlaß zu dieser Übertreibung gegeben hat. Welche Stadt oder auch nur welcher Stadtteil wurde für den HGV abgerissen und warum? Kannst Du uns dazu vielleicht etwas erzählen?
China reißt komplette Städte zugunsten des HGV ab
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 31.03.2011, 10:42 (vor 5486 Tagen) @ Felix
a. Deutschland ist kein China, wo mehr als 1 Milliarden Menschen wohnen, wo eine Mobilitätsrevolution im Gange ist, wo komplette Städte zugünsten HGV abgerissen werden und wo 1000 km eine normale Reisedistanz ist.
Vermute ich richtig, daß Du hier etwas übertrieben hast? ;)
Na ja, Stadt ist vielleicht übertrieben, aber großes Dorf oder Wohnviertel durfte schon eher der Realität entsprechen.
Und wenn z.B. 20.000 Chinesen betroffen sind, dann ist das für EU-Begriffe schon eine (Klein)stadt.
Fakt 1: im Ruhrgebiet liegt keine maßgeschneiderte 250+ km/h Rennbahn.
Fakt 2: der Nordabschnitt der HSL-Zuid wurde in einem desolaten Bereich der Randstad gebaut, aber nicht kreuz und quer durch Rotterdam (sobald die Strecke ab Rotterdam nach Amsterdam von der IC-Linie nach Utrecht trennt, geht's in den Tunnel Bleiswijk/Bergschenhoek).
Die Städteregionen von Beijing und Shanghai sind nicht nur um einiges größer, sondern auch um einiges dichter bevölkert als das Ruhrgebiet und die Randstad. Die Umständen, dort eine Rennbahn zu bauen, sind also um einiges schwerer als im Ruhrgebiet und in der Randstad.
Dennoch haben die Chinesen dort Rennbahnen gebaut. Und nicht nur eine, sondern mehrere (Bild dazu), denn ab Beijing gibt es außer eine Rennbahn nach Shanghai auch noch zwei nach Tianjin und eine nach Harbin.
Beijing-Tianjin ist 117 km lang und wird in 30 Minuten gefahren. Die beiden Städte sind fast aneinander gebaut, denn dazwischen liegen noch drei weitere Städte wo der CRH hält.
Angaben, dass diese Linie tief unter der Erdoberfläche liegt, habe ich nicht finden können.
Ich kann mich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sowas ohne massive Abrisse möglich ist.
Welche Stadt oder auch nur welcher Stadtteil wurde für den HGV abgerissen und warum? Kannst Du uns dazu vielleicht etwas erzählen?
Ich fand 225.000 Treffer in Google zu "china high speed rail forced demolition", auch mit Quellen aus China selbst.
1, 2, 3, 4.
gruß,
Oscar (NL), der sehr von den chinesischen Fortschritten beeindruckt ist, aber die Schattenseiten nicht aus dem Auge verliert.
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China reißt komplette Städte zugunsten des HGV ab
Felix, Göttingen, Donnerstag, 31.03.2011, 13:31 (vor 5486 Tagen) @ Oscar (NL)
Beijing-Tianjin ist 117 km lang und wird in 30 Minuten gefahren. Die beiden Städte sind fast aneinander gebaut, denn dazwischen liegen noch drei weitere Städte wo der CRH hält.
Angaben, dass diese Linie tief unter der Erdoberfläche liegt, habe ich nicht finden können.
Ich kann mich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sowas ohne massive Abrisse möglich ist.
Danke, aber ich kann dem nicht zustimmen. Auf Google Maps (Satellitenbild) kann man sich das gut ansehen und auf Openstreetmap auch gut den Verlauf der Trasse verfolgen. Zwischen Peking und Tianjin geht's über weitgehend unbebautes Land meistens an der Autobahn entlang. In Peking wird am Südbahnhof gehalten, der vom Stadtzentrum weit entfernt liegt, in Tianjin war die Stadteinfahrt anscheinend schon vorher vorhanden. Ich sehe nicht, daß bei dieser Strecke massive Abrisse erforderlich gewesen sein müssen. Bei anderen Strecken kann dies natürlich anders sein.
Beim Nachverfolgen der Schnellfahrstrecke Wuhan-Guangzhou ist mir noch aufgefallen, wie extrem weit der neue Bahnhof Guangzhou Süd vom Stadtzentrum entfernt liegt und dort fahren auch tatsächlich die meisten Züge nach Wuhan ab. Wenigstens führt eine U-Bahnlinie zu diesem Bahnhof, immerhin.
Fahrplan
torsten_le, Mittwoch, 30.03.2011, 11:06 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
O.k., Die Diskusion weitet sich aus, sehr erfreulich.
Was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist doch, das man Fahrpläne braucht, die diese Geschwindigleiten zulassen. Was nützen mir die 280 km/h, wenn der Fahrplan so straff ist, das eine kleine Verspätung nicht aufgeholt werden kann.
Als Beispiel bringe ich wieder Berlin-Hamburg, die Strecke wurde für 230 ausgebaut, und der Fahrplan von Bln-Spandau->Hamburg auf exakt 90 Minuten ausgelegt. Da war null Puffer. Mittlerweile fahren wir die Strecke in 100 Minuten und kein Fahrgast beschwert sich über die 10 Mehr-Minuten.
Auch die heutigen 250 kmh, wie bei ICE 1 und 2 reichen meines erachtens, in 5:53 Std. von Hamburg-Altona nach München ist doch eine Spitzenzeit, wofür brauchen wir die 300 kmh schnellen Züge?
Das, wenn DB mal mehr grenzüberschreitend fährt, schnellere Züge hermüssen, ist klar, aber vorerst sollte man sich auf den Binnenverkehr konzentrieren, und hier in Deutschland wieder verlässlich fahren.
Und da der ICx erstmal die IC ersetzen soll, reichen die vmax 250, da der heutige IC eh nur 200 kmh fahren kann. Das bedeutet für mich kein Rückschritt.
P.S. : Ich bestreite in einem vorherigen Thead auch nicht den Nutzen von KRM !!!
Liebe Grüße, Torsten.
Fahrplan
markman, Mittwoch, 30.03.2011, 11:40 (vor 5487 Tagen) @ torsten_le
Auch die heutigen 250 kmh, wie bei ICE 1 und 2 reichen meines erachtens, in 5:53 Std. von Hamburg-Altona nach München ist doch eine Spitzenzeit, wofür brauchen wir die 300 kmh schnellen Züge?
naja, wer sich das antun mag, knapp 6 Stunden Sitzzeit im Zug, da würde ich eher fliegen, was ich übrigens auch von Hannover=> München mache, obwohl ich eine BC100 1. Klasse habe.
Gruß,
Markman
Fahrplan
Sven0877, Mittwoch, 30.03.2011, 14:08 (vor 5487 Tagen) @ markman
....damit Leute wie Sie und ich in einer vernünftigen Zeit von unter 5:53h von Hamburg nach München kommen, ohne den Flieger nehmen zu müssen!!!
Mit Hannover - München ist es übrigends dass allerbeste Beispiel! Hier geht die Schnellfahrstrecke los! Würden Sie immernoch von Hannover nach München fliegen, wenn Sie mit der Bahn nochmals 30 Minuten schneller in München wären ?
- Und ich kenne den Münchner Flughafen sehr gut! - Da kann man ( solange man sich vor Ort kein Auto mietet ) nochmals 45 Minuten zur Flugzeit obendrauf rechnen, bis man mit der S Bahn in die Innenstadt gezuckelt ist! Und mit der Taxe geht's nur unwesentlich schneller! Der ICE ist da schon ( meiner Meinung nach ) besser, denn der Hält ja fast vorm Hofbräuhaus! :-)
- In dem man mit ruhigem Gewissen ein Bierchen kippen kann, da man ja kein Auto mehr fahren muss! :-))))))
Lieben Gruß,
Sven
Fahrplan
Matze86, München, Mittwoch, 30.03.2011, 18:39 (vor 5487 Tagen) @ markman
Auch die heutigen 250 kmh, wie bei ICE 1 und 2 reichen meines erachtens, in 5:53 Std. von Hamburg-Altona nach München ist doch eine Spitzenzeit, wofür brauchen wir die 300 kmh schnellen Züge?
naja, wer sich das antun mag, knapp 6 Stunden Sitzzeit im Zug, da würde ich eher fliegen, was ich übrigens auch von Hannover=> München mache, obwohl ich eine BC100 1. Klasse habe.Gruß,
Markman
Wenn man sichs leisten kann...
Ich würde nie darauf kommen, denn gute 4 Stunden für Hannover-München ist doch eine super Zeit. Und mit dem Flieger ist es m.E. nicht unbedingt schneller (je nachdem, ob man in der Nähe zumindest eines Flughafens wohnt).
Fahrplan
Henrik, Donnerstag, 31.03.2011, 15:06 (vor 5486 Tagen) @ Matze86
Auch die heutigen 250 kmh, wie bei ICE 1 und 2 reichen meines erachtens, in 5:53 Std. von Hamburg-Altona nach München ist doch eine Spitzenzeit, wofür brauchen wir die 300 kmh schnellen Züge?
naja, wer sich das antun mag, knapp 6 Stunden Sitzzeit im Zug, da würde ich eher fliegen, was ich übrigens auch von Hannover=> München mache, obwohl ich eine BC100 1. Klasse habe.
Gruß,
Markman
Wenn man sichs leisten kann...
Ich würde nie darauf kommen, denn gute 4 Stunden für Hannover-München ist doch eine super Zeit. Und mit dem Flieger ist es m.E. nicht unbedingt schneller (je nachdem, ob man in der Nähe zumindest eines Flughafens wohnt).
ich würd eher sagen, es kommt drauf an, ..... Du hast ja auch geschrieben "nicht unbedingt",
in zeitlicher wie auch finanzieller Hinsicht.
Bei meiner Tour nach München.....entschied ich mich für den ICE, Normalpreis, 55 Euro, BC.
Sparpreis gabs nur (noch) für 49 Euro, nicht viel Unterschied, Flieger gabs auch noch billiger,
ich behielt mir aber die Flexibilität vor, brauchte ich wohl auch.
Außerdem mag ich die Strecke, also die NBS Hannover-Würzburg und die NIM wollte ich auch erleben.
Für die Rückreise nach Hannover kam eigentlich nur der Flug in Frage, unter 30 Euro,
ganz früh morgens, m.E. früher als der erste ICE, Nacht wurde eher durchgemacht,
wurd mit Mietwagen einer Freundin hingebracht zu MUC, die auch zu etwa gleichen Zeit wegflog.
Als ich dann zuhause war, in Hannover, in meiner Wohnung, am Arbeiten (da brauchte ich auch die Zeit) und am Frühstücken, da schaute ich irgendwann später auf die Uhr und schnallte, jetzt wäre ich erst mit dem ICE am Bahnhof angekommen. Zeitvorteil war weit mehr als eine Stunde, eher 2 Stunden & mehr.
Am nächsten Tag traf ich einige von München in Hamburg wieder - die waren geflogen, für 30 Euro.
Fahrplan
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 30.03.2011, 13:25 (vor 5487 Tagen) @ torsten_le
Was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist doch, das man Fahrpläne braucht, die diese Geschwindigleiten zulassen. Was nützen mir die 280 km/h, wenn der Fahrplan so straff ist, das eine kleine Verspätung nicht aufgeholt werden kann.
Das hört sich so an, als ob Schienenraserei ein Selbstzweck sei, und das soll nicht sein.
Als Beispiel bringe ich wieder Berlin-Hamburg, die Strecke wurde für 230 ausgebaut, und der Fahrplan von Bln-Spandau->Hamburg auf exakt 90 Minuten ausgelegt. Da war null Puffer. Mittlerweile fahren wir die Strecke in 100 Minuten und kein Fahrgast beschwert sich über die 10 Mehr-Minuten.
Nur weil die Anschlüsse in Berlin und Hamburg wahrscheinlich mitkorrigiert wurden (bin ich mir nicht sicher).
In der Schweiz wäre sowas nicht möglich; Roger Normalschweizer wurde so seinen Anschluß verpassen. Ob der Zug 95, 100, 105, 110 oder 115 Minuten braucht, ist dann egal; Roger muss seinen nächsten Zug abwarten, es sei denn, er ist in Berlin gestart und muss in Hamburg sein, oder umgekehrt.
Auch die heutigen 250 kmh, wie bei ICE 1 und 2 reichen meines erachtens, in 5:53 Std. von Hamburg-Altona nach München ist doch eine Spitzenzeit, wofür brauchen wir die 300 kmh schnellen Züge?
Ich würde die Frage grundsätzlicher stellen:
1. wie sieht man die Rolle der Bahn im Sache Alternative zu Inlandsflugverkehr?
2. wird die EU den Staaten vorschreiben, dass Strecken von 500-700 km grundsätzlich "gebahnt" werden sollen, wie jetzt in FR, ES und IT?
Dann wird auch klar, ob man das System ICE von einem "gepimpten IC-System" zu einem Ultra-HGV-System entwickeln muss, oder eher ein "IC250-System", oder vielleicht eine Mischung von beiden.
Erst dann wird auch klar, ob man a. M-HH bei den heutigen 5,5 Stunden belassen kann, b. es mit IC250-Triebwagen auf 5 Stunden kriegen kann oder c. mit 4 Stunden Reisezeit eine Alternative zum Inlandsflug anbieten soll.
Erst dann stellt sich die Frage: brauchen wir für Ziel a., b. oder c. einen 300 km/h Zug? Zudem wird klar, ob man sich mit dem heutigen "Apache-Verfahren" [1] weitermachen kann oder ein neues System von "Schienenautobahnen" [2] her muß, so wie Italien es baut.
Ich nehme mal an, es tendiert sich eher Richtung a. oder b. als c..
Wäre echter HGV eine EU-Vorschrift, dann wären die IC/ICE 1/ICE 2 wohl durch echte HGV-Züge wie Siemens Velaro, Bombardier Zefiro oder Alstom AGV ersetzt.
DB hat aber erklärt, dass sie vorerst "keinen vollwertigen ICE" als Nachfolger der drei Zugtypen braucht, daher also die IC250-Triebwagen.
Das, wenn DB mal mehr grenzüberschreitend fährt, schnellere Züge hermüssen, ist klar, aber vorerst sollte man sich auf den Binnenverkehr konzentrieren, und hier in Deutschland wieder verlässlich fahren.
"International" ist ein relativer Begriff.
Nach Paris, London, Marseille oder ggf. Lyon-Montpellier-Barcelona-Madrid braucht man schnellere Züge.
Nach Amsterdam, Brüssel, Wien, Prag, Warschau oder Kopenhagen nicht.
Und da der ICx erstmal die IC ersetzen soll, reichen die vmax 250, da der heutige IC eh nur 200 kmh fahren kann. Das bedeutet für mich kein Rückschritt.
Eher ein Fortschritt, da die Geschwindigkeitsunterschiede IC/ICE verschwinden: beide fahren ja dann 250 km/h, lediglich ist der IC mehr in der Fläche vertreten.
Ich stelle mich vor: ab Stuttgart fahren ICE und IC beide 250 km/h, allerdings fährt der ICE ab Mannheim weiter nach Köln via die Rennbahn, der IC via die Rheintalstrecke.
Die Situation wird dann wohl eher die von Italien entsprechen. Dort fahren die Eurostar Italia Gattungen "Frecciarossa" und "Frecciargenta" beide 250 km/h auf den Schienenautobahnen. Allerdings ist der Frecciargenta mehr in der Pampa vertreten und benutzt dort seine Neigetechnik, während der Frecciarossa eher ein reinrassiger HGV-Zug ist (Achse Turin-Neapel).
Hinzu kommt noch der Frecciabianca, welcher zuvor als "EurostarCity" verkehrte und vermehrt den IC ablösen wird.
gruß,
Oscar (NL).
[1] ein kleiner Neubau hier, ein kleiner Ausbau dort, bald eine Streckenbegradigung, bald Behebung einiger Lafas, usw.
[2] Schnellfahrstrecken, mit Ein- und Ausfahrten bei strategischen Knotenstellen. Diese erlauben IC-Züge einen Zwischenhalt in der Stadt, während nicht-haltende Züge ungebremst vorbeiknallen, sogar während des IC-Haltes.
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Fahrplan
Sven0877, Mittwoch, 30.03.2011, 13:56 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
mir scheint, als wärst Du wohl ein kleiner Fachmann, was die DB angeht! :-)
Ich leider kann mit so manchen Ausdrücken nichts anfangen!
Du siehst die Situation offensichtlich aus der Perspektive eines " Normalfahrers", welcher 2-3 mal im Jahr aus privaten Gründen die Bahn benutzt! Klar, dass hier die Geschwindigkeit, wenn überhaupt, nur eine kleine Rolle spielt!
Ich jedoch sehe die derzeitige Istsituation aus den Augen eines Handelsreisenden ( der Ausdruck " Geschäftsmann " ist mir etwas zu spießig :-) )! - Die bringen, in der Masse gesehen, wenn es der DB gelingen sollte, sich hier mehr Marktanteile zu holen, mit Sicherheit mehr in die Kasse der Bahn als Leute, die, wie gesagt, nur 2-3 mal pro Jahr Bahnfahren!
Geschäftsreisende hingegen fahren fast täglich ( ich persönlich kenne schon alleine um die 50, welche dann zu 80 % auch noch in der Primatenklasse reisen )!
- Und, auch wenn es Dich jetzt viellicht nervt, da zählt nunmal Zeit, und zwar jede Minute!!! - Dieses Phänomen kannst Du auch ( leider ) sehr oft auf der Autobahn beobachten ( Mann mit Krawatte auf der linken Spur im VW Passat TDI Kombi )!
Nur auf der Schiene ist " rasen" eben sinnvoller und, ganz wichtig, auch ungefährlicher!
Und, glaube mir, wenn es der Bahn nur gelingen würde 1/3 d. Geschäftsreisenden durch zeitl. Verbesserungen im Fahrplan vom Flugzeug runterzuholen, wären die Kosten für VMAX 280 schon nach der ersten Woche wieder eingefahren ( übertrieben gesagt, nicht wörtlich nehmen )!
Der ehem. Bahnvorstand, H. Mehdorn, sagte ja selber mal in einem Interview das man sich mit dem schnellen ICE3 " Marktanteile vom Flugzeug " holen will!
- Nur wird das ganz sicher ( zumindest bei dem Publikum, mit dem ich täglich verkehre ) in die Hose gehen!!! - Dann das wird mit nur zwei Schnellfahrstrecken nicht so einfach funktionieren!
Ich wage auch zu behaupten, dass, wenn man sich mal die Mühe machen sollte, und ein Fahrplan für den ICE-Verkehr mit 280 KM/H aufstellt, sich so mancher über die
" kleinen großen " Verbesserungen im zeitlichen Faktor wundern würde, sieht man z. B. die Verbindung Berlin - Hannover - Göttingen - FM.
Die Bahn will am liebsten mehr Marktanteile einheimsen, und am allerliebsten nichts dafür investieren!! Stichwort: Kosten! - Und das geht nunmal nicht!
Freundliche " schnelle " Grüße :-) nach Holland,
Sven
Fahrplan
Henrik, Donnerstag, 31.03.2011, 15:23 (vor 5486 Tagen) @ Oscar (NL)
Als Beispiel bringe ich wieder Berlin-Hamburg, die Strecke wurde für 230 ausgebaut, und der Fahrplan von Bln-Spandau->Hamburg auf exakt 90 Minuten ausgelegt. Da war null Puffer. Mittlerweile fahren wir die Strecke in 100 Minuten und kein Fahrgast beschwert sich über die 10 Mehr-Minuten.
Nur weil die Anschlüsse in Berlin und Hamburg wahrscheinlich mitkorrigiert wurden (bin ich mir nicht sicher).
seinen nächsten Zug abwarten, es sei denn, er ist in Berlin gestart und muss in Hamburg sein, oder umgekehrt.
Auf Hamburg-Berlin gibts quasi so gut wie nur Quell-Ziel-Verkehr, das ist der allergrößte Teil.
In Hamburg gabs keine Änderungen, wäre m.E. auch nicht nötig gewesen.
Auch die heutigen 250 kmh, wie bei ICE 1 und 2 reichen meines erachtens, in 5:53 Std. von Hamburg-Altona nach München ist doch eine Spitzenzeit, wofür brauchen wir die 300 kmh schnellen Züge?
Ich würde die Frage grundsätzlicher stellen:
1. wie sieht man die Rolle der Bahn im Sache Alternative zu Inlandsflugverkehr?
2. wird die EU den Staaten vorschreiben, dass Strecken von 500-700 km grundsätzlich "gebahnt" werden sollen, wie jetzt in FR, ES und IT?Dann wird auch klar, ob man das System ICE von einem "gepimpten IC-System" zu einem Ultra-HGV-System entwickeln muss, oder eher ein "IC250-System", oder vielleicht eine Mischung von beiden.
Erst dann wird auch klar, ob man a. M-HH bei den heutigen 5,5 Stunden belassen kann, b. es mit IC250-Triebwagen auf 5 Stunden kriegen kann oder c. mit 4 Stunden Reisezeit eine Alternative zum Inlandsflug anbieten soll.
Erst dann stellt sich die Frage: brauchen wir für Ziel a., b. oder c. einen 300 km/h Zug? Zudem wird klar, ob man sich mit dem heutigen "Apache-Verfahren" [1] weitermachen kann oder ein neues System von "Schienenautobahnen" [2] her muß, so wie Italien es baut.
Ich nehme mal an, es tendiert sich eher Richtung a. oder b. als c..
Wäre echter HGV eine EU-Vorschrift, dann wären die IC/ICE 1/ICE 2 wohl durch echte HGV-Züge wie Siemens Velaro, Bombardier Zefiro oder Alstom AGV ersetzt.
DB hat aber erklärt, dass sie vorerst "keinen vollwertigen ICE" als Nachfolger der drei Zugtypen braucht, daher also die IC250-Triebwagen.
[2] Schnellfahrstrecken, mit Ein- und Ausfahrten bei strategischen Knotenstellen. Diese erlauben IC-Züge einen Zwischenhalt in der Stadt, während nicht-haltende Züge ungebremst vorbeiknallen, sogar während des IC-Haltes.
eine solche EU-Vorschrift von oben herab würde es nicht geben, das kommt dann von den Mitgliedsstaaten selbst.
Solche Umfahrungen müssen sich auch rentieren, sowohl vom Fahrgastaufkommen als auch von der Investition und auch raumordnerisch möglich sein und dann eben im vorhinein geplant sein.
Jetzt anschließend wäre das bzgl. Göttingen, Kassel & Fulda nicht mehr möglich.
Die Y-Trasse kommt wohl ja noch, das gibt dann nochmal ein paar Minuten.
Gruß
Henrik
echter HGV und München-Hamburg
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 31.03.2011, 16:23 (vor 5486 Tagen) @ Henrik
Wäre echter HGV eine EU-Vorschrift, dann wären die IC/ICE 1/ICE 2 wohl durch echte HGV-Züge wie Siemens Velaro, Bombardier Zefiro oder Alstom AGV ersetzt.
DB hat aber erklärt, dass sie vorerst "keinen vollwertigen ICE" als Nachfolger der drei Zugtypen braucht, daher also die IC250-Triebwagen.
eine solche EU-Vorschrift von oben herab würde es nicht geben, das kommt dann von den Mitgliedsstaaten selbst.
Bin ich mir nicht sicher. Was ist das denn hier? Zitat:
Other goals include ‘completion of a European high speed rail network’ to allow ‘the majority of medium-distance passenger transport’ to be carried by rail.
"Medium-distance passenger transport" ist ein relativer Begriff. Mal googlen:
1. laut Xiamen Golden Dragon Bus ist es dort, wo idealerweise ein Bus fährt
2. laut militaryfactory.com ist es dort, wo ein Airbus A310 oder ein Boeing 737 fliegen sollte
3. laut citytransport.info sind es Reisen von 30-90 Minuten, wobei 30 Minuten S-Bahn etwa 30 km ist und 90 Minuten CRH3 etwa 350 km ist.
Solche Umfahrungen müssen sich auch rentieren, sowohl vom Fahrgastaufkommen als auch von der Investition und auch raumordnerisch möglich sein und dann eben im vorhinein geplant sein.
Und politisch gewollt sein.
Mannheim durfte alle Kriterien erfüllen, ist aber politisch nicht gewollt.
Jetzt anschließend wäre das bzgl. Göttingen, Kassel & Fulda nicht mehr möglich.
Bin ich mir nicht sicher. Die Wahl wäre:
1. Nullvariante = Ist-Zustand erhalten und akzeptieren, dass Strecken wie München-Hannover nach wie vor geflogen werden;
2. Rennbahn Nürnberg-Würzburg + Behebung der 4 Lafas (Würzburg, Fulda, Kassel, Göttingen)
3. Rennbahn Erfurt-Hannover.
Ich weiß nicht was billiger ist: 2 oder 3 (ICE-T-Fan?). Alternative 1 sowieso.
Einiges ist auch abhängig von der Anzahl der Flüge zwischen einerseits M/N und andererseits H/HH. Wieviele Flüge könnte man pro Tag "verbahnen": 10, 20, 50, 100?
Die Y-Trasse kommt wohl ja noch, das gibt dann nochmal ein paar Minuten.
Bei der Y-Trasse durfte Cargo wichtiger sein. Die Wahl wäre:
1. Nullvariante = keine Y-Trasse
2. Cargobahn, ICE via bestehende Strecken, ggf. ausgebaut
3. Rennbahn, Cargo via Altstrecken
4. Mischbetrieb = HGV und Cargo durcheinander über eine Strecke
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
echter HGV und München-Hamburg
Henrik, Donnerstag, 31.03.2011, 18:16 (vor 5486 Tagen) @ Oscar (NL)
Wäre echter HGV eine EU-Vorschrift, dann wären die IC/ICE 1/ICE 2 wohl durch echte HGV-Züge wie Siemens Velaro, Bombardier Zefiro oder Alstom AGV ersetzt.
DB hat aber erklärt, dass sie vorerst "keinen vollwertigen ICE" als Nachfolger der drei Zugtypen braucht, daher also die IC250-Triebwagen.
eine solche EU-Vorschrift von oben herab würde es nicht geben, das kommt dann von den Mitgliedsstaaten selbst.
Bin ich mir nicht sicher. Was ist das denn hier? Zitat:
Other goals include ‘completion of a European high speed rail network’ to allow ‘the majority of medium-distance passenger transport’ to be carried by rail."Medium-distance passenger transport" ist ein relativer Begriff. Mal googlen:
kommt drauf an, was Du genau als EU-Vorschrift in diesem Zusammenhang ansiehst.
Eine Vorschrift an sich wird es diesbezüglich nicht geben, nichtmal Empfehlung.
Das sind ja eher Ziele & Wünsche, die Umsetzung bleibt den Mitgliedsstaaten überlassen.
Was mittlere Distanzen sind, bei denen es gelingt, Verkehr vom Flugverkehr hin zur Schiene zu verlagern, ist bekannt. Das sind Entfernungen von 300 km & mehr mit Bahnfahrzeiten von höchstens 3-3,5 Stunden.
Solche Umfahrungen müssen sich auch rentieren, sowohl vom Fahrgastaufkommen als auch von der Investition und auch raumordnerisch möglich sein und dann eben im vorhinein geplant sein.
Und politisch gewollt sein.
Mannheim durfte alle Kriterien erfüllen, ist aber politisch nicht gewollt.
....und raumordnerisch als "nicht raumverträglich" eingestuft.
Jetzt anschließend wäre das bzgl. Göttingen, Kassel & Fulda nicht mehr möglich.
Bin ich mir nicht sicher. Die Wahl wäre:
1. Nullvariante = Ist-Zustand erhalten und akzeptieren, dass Strecken wie München-Hannover nach wie vor geflogen werden;
2. Rennbahn Nürnberg-Würzburg + Behebung der 4 Lafas (Würzburg, Fulda, Kassel, Göttingen)
3. Rennbahn Erfurt-Hannover.
An 1. wird man nicht sehr drumherum kommen.
Nürnberg-Würzburg wird man ggf. weiter ausbessern / ausbauen können - zu mehr reicht es dort nicht.
Der Raum Kassel steht ganz gut da, in Fulda wie auch Göttingen sehe ich keine Möglichkeiten.
Für ABS/NBS von Erfurt in westlicher Richtung ist wohl der Zug endgültig abgefahren,
der Bedarf wird da eher abnehmen.
Rein nur für den Flugverkehr lohnen sich derlei Ausbauten eh nicht.
Ich weiß nicht was billiger ist: 2 oder 3 (ICE-T-Fan?). Alternative 1 sowieso.
Einiges ist auch abhängig von der Anzahl der Flüge zwischen einerseits M/N und andererseits H/HH. Wieviele Flüge könnte man pro Tag "verbahnen": 10, 20, 50, 100?
Bei meinem Flug München-Hannover sparte ich über 2 Stunden und auch noch Geld.
2 Stunden würde man nicht rausholen können.
Gewiss fallen einige Flüge weg, wenn man die Relation um eine halbe Stunde beschleunigt,
aber das kommt durch die ICX sowieso.
Die Y-Trasse kommt wohl ja noch, das gibt dann nochmal ein paar Minuten.
Bei der Y-Trasse durfte Cargo wichtiger sein. Die Wahl wäre:
1. Nullvariante = keine Y-Trasse
2. Cargobahn, ICE via bestehende Strecken, ggf. ausgebaut
3. Rennbahn, Cargo via Altstrecken
4. Mischbetrieb = HGV und Cargo durcheinander über eine Strecke
1. fällt weg, da die Altstrecke völlig überlastet ist.
2. würde keine Beschleunigung für den FV bringen und den NV nicht entlasten, große Ausbauten machen die Städte nicht mit.
Es wird 4. bzw. 5.: HGV & GV auf der Y-Trasse und zusätzliche Trassen für GV auf der Altstrecke.
Gruß,
Henrik
Entscheidend ist doch die Durchschnittgsgeschwindigkeit
indy3, Mittwoch, 30.03.2011, 14:57 (vor 5487 Tagen) @ Sven0877
Gleise und Bahnhöfe müssen so ausgebaut (kein Neubau von Prestigeprojekten, zumindest nicht von meinem Geld)werden, dass eine höhere Durchschnittgsgeschwindigkeit ermöglicht wird. Dann sind auch schon mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250km/h deutlich kürzere Fahrzeiten drin als heute.
Entscheidend ist doch die Durchschnittgsgeschwindigkeit
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 30.03.2011, 15:20 (vor 5487 Tagen) @ indy3
Gleise und Bahnhöfe müssen so ausgebaut (kein Neubau von Prestigeprojekten, zumindest nicht von meinem Geld)werden, dass eine höhere Durchschnittgsgeschwindigkeit ermöglicht wird. Dann sind auch schon mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250km/h deutlich kürzere Fahrzeiten drin als heute.
Genau. Da liegt das eigentliche Problem. Die ICE fahren nach der Abfahrt einige Kilometer im RE-Tempo duch die Gegend, bis die SFS nach 10 Minuten erst erreicht wird und an deren Ende wird heruntergebremst und wieder einige Kilometer bis zum Bahnhof gebummelt und daneben fährt die (in diesem Bereich schnellere) S-Bahn vorbei.
Allerdings müssten z.T. einige Häuser weichen, damit Platz für zusätzliche Gleise frei wird. Auf bestehenden Gleisen könnte der ICE oft nicht schneller fahren, weil zwei Minuten voraus und zwei Minuten dahinter ein anderer (langsamer) Zug (IC,RE,RB) fährt.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Entscheidend ist doch die Durchschnittgsgeschwindigkeit
naseweiß, Mittwoch, 30.03.2011, 15:33 (vor 5487 Tagen) @ 218 466-1
Allerdings müssten z.T. einige Häuser weichen, damit Platz für zusätzliche Gleise frei wird. Auf bestehenden Gleisen könnte der ICE oft nicht schneller fahren, weil zwei Minuten voraus und zwei Minuten dahinter ein anderer (langsamer) Zug (IC,RE,RB) fährt.
Das ist nicht das Problem. Problem sind die Kurvenradien. Um die zu korrigieren müsstest du schon mehr als ein paar Häuser abreißen oder eben gleich Bypässe an der Stadt vorbei bauen oder Alles untertunnel.
Fast Alles untertunnelt würde bei S21. Dennoch bliebe auch hier im Abschnitt Feuerbach-Zuffenhausen die 100er-S-Kurve bestehen. Sehr fortschrittlich!
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
250 km/h schnell genug, bis auf zwei Ausnahmen
ICE-T-Fan, Samstag, 16.04.2011, 23:18 (vor 5470 Tagen) @ Sven0877
Vmax 250 reicht überall in Deutschland aus, sofern die Strecken entsprechend ausgebaut sind.
Vmax 280 ist nicht wirtschaftlich genug und erzeugt zu hohen Verschleiß, ohne effektiv viel Reisezeit zu bringen.
Lediglich auf der NIM wären die vmax 280 km/h wichtig, wenn man unter 60 min bleiben will. Mit vmax 250 ist die minimal mögliche Fahrzeit bei 61 min (mit endgültigem Ausbau).
Die andere Ausnahme ist die KRM, wo aufgrund der großen Steigungen eine niedrigere Geschwindigkeit sich stärker auswirkt. Vmax 250 würde hier bedeuten, dass in den Steigungen nur noch knapp über 200-210 km/h gefahren werden kann.
250 km/h schnell genug, bis auf zwei Ausnahmen
Henrik, Sonntag, 17.04.2011, 00:15 (vor 5470 Tagen) @ ICE-T-Fan
Vmax 250 reicht überall in Deutschland aus, sofern die Strecken entsprechend ausgebaut sind.
Vmax 280 ist nicht wirtschaftlich genug und erzeugt zu hohen Verschleiß, ohne effektiv viel Reisezeit zu bringen.
Lediglich auf der NIM wären die vmax 280 km/h wichtig, wenn man unter 60 min bleiben will. Mit vmax 250 ist die minimal mögliche Fahrzeit bei 61 min (mit endgültigem Ausbau).
Die andere Ausnahme ist die KRM, wo aufgrund der großen Steigungen eine niedrigere Geschwindigkeit sich stärker auswirkt. Vmax 250 würde hier bedeuten, dass in den Steigungen nur noch knapp über 200-210 km/h gefahren werden kann.
hm.
Wenn man das nur auf eine einzige virtuelle spezifische Zug-Baureihe bezieht, mag das hinkommen.
So läuft das aber nicht.
Es gibt ja unterschiedliche -.-
Dementsprechend sind die jeweiligen "wirtschaftlichen" Höchstgeschwindigkeiten auch unterschiedlich.
Diese sind auch nicht einfach so da und konstant,
sondern eben abhängig von
vor allem der spezifischen Antriebsleistung des Zuges und dem Halteabstand.
Bei den ICE 1 liegt diese optimale gefahrene Höchstgeschwindigkeit durch die spezifische Antriebsleistung und dem Halteabstand bei über 250 km/h, knapp unter 280 km/h.
Bei dem ICE 3 und der NBS Köln-Rhein/Main liegt sie weit drüber.
Bei der Planung dieser NBS stand ja nicht die Steigung als erstes fest,
sondern sie war Ergebnis einer tiefergehenden Untersuchung (angestoßen durch die Vergleichsstudie mit der Magnetschwebebahn), woraus sich eben ergab, dass eine deutlich geringere Fahrzeit durch die Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h auch einen erheblich höheren Nutzen zur Folge hat (Millionen mehr Fahrgäste). Die höhere Steigung ergab sich eben auch aus dieser Vergleichsstudie.
Bzgl. optimale Höchstgeschwindigkeit in Abhängigkeit zur spezifischen Antriebsleistung & den Halteabständen gibt es schöne Kurven in Grafiken, zeigte Breimeier gerne in seinen Vorlesungen, auch in seinen Veröffentlichungen, gibts auch bei anderen.