abendliche ICE Verspätungen inbound Stuttgart (Allgemeines Forum)

Fitzgerald, Dienstag, 29.03.2011, 12:33 (vor 5555 Tagen)

Hallo Zusammen,

da sich in diesem Forum sehr viele bahnbegeisterte Experten tummeln, würde ich gerne ein sicher alt-bekanntes Thema unter einem vielleicht neuen Aspekt diskutieren (vorab: sorry für den überlangen Thread - geht hier aber nicht anders).
Ich bin werktäglicher Fernpendler auf BC100 Basis, morgens vom Großraum Stuttgart in das Rhein-Main Gebiet, abends retour ...
Meiner bisher dreijährigen Erfahrung nach ist es schlicht nicht möglich, mit auch nur irgendeinem ICE zwischen 18:00 und 21:00 (Beispiele: ICE 691, 613, 693 etc) pünktlich (soll heißen: anschlusstauglich für erste veröffentlichte Umsteigemöglichkeit) in Stuttgart anzukommen; es ist mir bei etwa 500 Fahrten nach Suttgart höchstens zehn Mal gelungen (habe keinen festen ICE, sondern nutze immer einen der im Zeitfenster möglichen Verbindungen).
Nach unendlich vielen Anfragen und vergeblichen Interventionen bei Servicepoints, CallCentern, Maikontakten etc habe ich nun zu allerersten Mal eine, wie ich finde, sehr vernünftige Antwort aus dem DB-Fachbereich erhalten; ausführlich, kompetent und nachvollziehbar. Allerdings auch gleichzeitig eine quasi-Kapitulation vor der "Komplexität des Bahnverkehrs"; Quintessenz der Antwort ist, dass ein pünktlicher Betrieb im genannten Zeitfenster nicht einmal theoretisch möglich ist.

Meine Frage an die Experten unter Euch: seht Ihr dies genauso?

Hier ein Ausschnitt der an mich verschickten Antwort (noch einmal "danke" an den mir unbekannten Verfasser - hatte schon nicht mehr mit Feedback gerechnet):

....**** snip

Zunächst bedauern wir es nochmals sehr, dass Sie ebenso wie viele unserer Kunden derzeit teilweise erhebliche Einschränkungen im Fernverkehr der Bahn in Kauf nehmen müssen.
In der Tat weisen die genannten Züge eine hohe durchschnittliche Ankunftsverspätung von fast 10 min in Stuttgart Hbf aus. Dies ist ein sehr unbefriedigender Zustand, für den wir vielmals um Entschuldigung bitten möchten.
Richtig ist, dass die Ursachen hierfür sehr vielfältig sind, Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements werden die Zusammenhänge detailliert analysiert und ausgewertet. Dabei fallen insbesondere Zugfolge- und Anschlussverspätungen als Hauptursache auf.
Bereits im Zulauf auf Frankfurt kommt es durch hohe Streckenauslastung zu einem Verspätungsanstieg, der sich dann bis Mannheim auf der sehr stark durch Mischbetrieb mit Güter- und Nahverkehr belasteten Riedbahn fortsetzt.
Auf der Schnellfahrstrecke in Richtung Stuttgart tritt zunächst eine Entspannung der Situation ein. Wird dennoch im unmittelbaren Zulauf auf Stuttgart ab Vaihingen, spätestens ab Stuttgart-Feuerbach durch den Mischbetrieb mit dem dichten Nahverkehr wieder deutlich verstärkt.
Hierzu kommen natürlich noch zusätzliche Störungsquellen wie Störungen an Fahrzeugen und Baumaßnahmen sowie witterungsbedingte Einflüsse, Personenunfälle etc. Aus den genannten Ursachen lässt sich im Wesentlichen ableiten, dass die überlastete Infrastruktur im Rhein/Main- und Rhein/Neckar-Raum - insbesondere im Berufsverkehr - der Hauptgrund für die häufigen Verspätungen ist.
Eine signifikante Verbesserung der Situation wäre nur durch eine Entmischung der Verkehre zu erreichen, die wiederum nur durch den Neu- bzw. Ausbau der vorhanden Strecken sowie eine Entflechtung in den Knoten Frankfurt und Stuttgart ermöglicht werden kann. Entsprechende Planungen zum Bau einer neuen Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim bestehen bereits.
Ebenso ist im Rahmen der Realisierung von Stuttgart 21 eine Verbesserung der Situation zu erwarten. Bereits bestehende Schnellfahrstrecken wie Köln - Frankfurt und auch Mannheim - Stuttgart weisen isoliert betrachtet für sich eine hohe Pünktlichkeitsstruktur und entsprechendes Verspätungsabbaupotenzial auf.
Vor dem Hintergrund der langen Realisierungszeiträume solcher Maßnahmen im Hinblick auf Finanzierbarkeit und öffentliche Akzeptanz ist somit kurz- bis mittelfristig nicht mit einer grundlegenden Verbesserung der Pünktlichkeitssituation zwischen Frankfurt und Stuttgart zu rechnen.
Eine auf den ersten Blick naheliegende Reisezeitverlängerung um ca. 10 min würde auch nicht wirklich zu einer Lösung des Problems führen, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass bereits ca. 8 min Pufferzeiten in den heutigen Reisezeiten zwischen Frankfurt und Stuttgart enthalten sind.
Abgesehen davon, dass hierfür eine Veränderung des gesamten Fahrplangefüges einschließlich der betroffenen Nahverkehrszüge erforderlich wäre, für die grundsätzlich die Akzeptanz der beteiligten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) mit umfangreichen Folgewirkungen auf anderen Strecken erforderlich wäre, ist eine Verlängerung der Reisezeit kein Garant für pünktliches Verkehren, da dann wieder neue Abhängigkeiten und Wechselwirkungen entstehen, die in ihrer kumulierenden Wirkung wiederum zu Verspätungen führen können.
Auch wenn wir keine wirkliche Lösung für das Problem aufzeigen konnten, so hoffen wir dennoch, dass wir die Hintergründe und Zusammenhänge für die Situation ein wenig darlegen konnten.
Als kleine Ausgleich schreiben wir Ihnen in den kommenden Tagen 2.000 bahn.bonus-Punkte gut. Diese können Sie ganz nach Ihren Wünschen in eine der vielen attraktiven bahn.bonus-Prämien, wie beispielsweise eine Freifahrt oder hochwertige Sachprämien, einlösen. In unserem Prämien-Katalog unter www.bahn.de/bahnbonus ist bestimmt auch eine Wunschprämie für Sie dabei.

Vorbildliche Antwort!

Matze86, München, Dienstag, 29.03.2011, 12:44 (vor 5555 Tagen) @ Fitzgerald

Hallo Zusammen,

da sich in diesem Forum sehr viele bahnbegeisterte Experten tummeln, würde ich gerne ein sicher alt-bekanntes Thema unter einem vielleicht neuen Aspekt diskutieren (vorab: sorry für den überlangen Thread - geht hier aber nicht anders).
Ich bin werktäglicher Fernpendler auf BC100 Basis, morgens vom Großraum Stuttgart in das Rhein-Main Gebiet, abends retour ...
Meiner bisher dreijährigen Erfahrung nach ist es schlicht nicht möglich, mit auch nur irgendeinem ICE zwischen 18:00 und 21:00 (Beispiele: ICE 691, 613, 693 etc) pünktlich (soll heißen: anschlusstauglich für erste veröffentlichte Umsteigemöglichkeit) in Stuttgart anzukommen; es ist mir bei etwa 500 Fahrten nach Suttgart höchstens zehn Mal gelungen (habe keinen festen ICE, sondern nutze immer einen der im Zeitfenster möglichen Verbindungen).
Nach unendlich vielen Anfragen und vergeblichen Interventionen bei Servicepoints, CallCentern, Maikontakten etc habe ich nun zu allerersten Mal eine, wie ich finde, sehr vernünftige Antwort aus dem DB-Fachbereich erhalten; ausführlich, kompetent und nachvollziehbar. Allerdings auch gleichzeitig eine quasi-Kapitulation vor der "Komplexität des Bahnverkehrs"; Quintessenz der Antwort ist, dass ein pünktlicher Betrieb im genannten Zeitfenster nicht einmal theoretisch möglich ist.

Meine Frage an die Experten unter Euch: seht Ihr dies genauso?

Hier ein Ausschnitt der an mich verschickten Antwort (noch einmal "danke" an den mir unbekannten Verfasser - hatte schon nicht mehr mit Feedback gerechnet):

....**** snip

Zunächst bedauern wir es nochmals sehr, dass Sie ebenso wie viele unserer Kunden derzeit teilweise erhebliche Einschränkungen im Fernverkehr der Bahn in Kauf nehmen müssen.
In der Tat weisen die genannten Züge eine hohe durchschnittliche Ankunftsverspätung von fast 10 min in Stuttgart Hbf aus. Dies ist ein sehr unbefriedigender Zustand, für den wir vielmals um Entschuldigung bitten möchten.
Richtig ist, dass die Ursachen hierfür sehr vielfältig sind, Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements werden die Zusammenhänge detailliert analysiert und ausgewertet. Dabei fallen insbesondere Zugfolge- und Anschlussverspätungen als Hauptursache auf.
Bereits im Zulauf auf Frankfurt kommt es durch hohe Streckenauslastung zu einem Verspätungsanstieg, der sich dann bis Mannheim auf der sehr stark durch Mischbetrieb mit Güter- und Nahverkehr belasteten Riedbahn fortsetzt.
Auf der Schnellfahrstrecke in Richtung Stuttgart tritt zunächst eine Entspannung der Situation ein. Wird dennoch im unmittelbaren Zulauf auf Stuttgart ab Vaihingen, spätestens ab Stuttgart-Feuerbach durch den Mischbetrieb mit dem dichten Nahverkehr wieder deutlich verstärkt.
Hierzu kommen natürlich noch zusätzliche Störungsquellen wie Störungen an Fahrzeugen und Baumaßnahmen sowie witterungsbedingte Einflüsse, Personenunfälle etc. Aus den genannten Ursachen lässt sich im Wesentlichen ableiten, dass die überlastete Infrastruktur im Rhein/Main- und Rhein/Neckar-Raum - insbesondere im Berufsverkehr - der Hauptgrund für die häufigen Verspätungen ist.
Eine signifikante Verbesserung der Situation wäre nur durch eine Entmischung der Verkehre zu erreichen, die wiederum nur durch den Neu- bzw. Ausbau der vorhanden Strecken sowie eine Entflechtung in den Knoten Frankfurt und Stuttgart ermöglicht werden kann. Entsprechende Planungen zum Bau einer neuen Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim bestehen bereits.
Ebenso ist im Rahmen der Realisierung von Stuttgart 21 eine Verbesserung der Situation zu erwarten. Bereits bestehende Schnellfahrstrecken wie Köln - Frankfurt und auch Mannheim - Stuttgart weisen isoliert betrachtet für sich eine hohe Pünktlichkeitsstruktur und entsprechendes Verspätungsabbaupotenzial auf.
Vor dem Hintergrund der langen Realisierungszeiträume solcher Maßnahmen im Hinblick auf Finanzierbarkeit und öffentliche Akzeptanz ist somit kurz- bis mittelfristig nicht mit einer grundlegenden Verbesserung der Pünktlichkeitssituation zwischen Frankfurt und Stuttgart zu rechnen.
Eine auf den ersten Blick naheliegende Reisezeitverlängerung um ca. 10 min würde auch nicht wirklich zu einer Lösung des Problems führen, vor allem auch vor dem Hintergrund, dass bereits ca. 8 min Pufferzeiten in den heutigen Reisezeiten zwischen Frankfurt und Stuttgart enthalten sind.
Abgesehen davon, dass hierfür eine Veränderung des gesamten Fahrplangefüges einschließlich der betroffenen Nahverkehrszüge erforderlich wäre, für die grundsätzlich die Akzeptanz der beteiligten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) mit umfangreichen Folgewirkungen auf anderen Strecken erforderlich wäre, ist eine Verlängerung der Reisezeit kein Garant für pünktliches Verkehren, da dann wieder neue Abhängigkeiten und Wechselwirkungen entstehen, die in ihrer kumulierenden Wirkung wiederum zu Verspätungen führen können.
Auch wenn wir keine wirkliche Lösung für das Problem aufzeigen konnten, so hoffen wir dennoch, dass wir die Hintergründe und Zusammenhänge für die Situation ein wenig darlegen konnten.
Als kleine Ausgleich schreiben wir Ihnen in den kommenden Tagen 2.000 bahn.bonus-Punkte gut. Diese können Sie ganz nach Ihren Wünschen in eine der vielen attraktiven bahn.bonus-Prämien, wie beispielsweise eine Freifahrt oder hochwertige Sachprämien, einlösen. In unserem Prämien-Katalog unter www.bahn.de/bahnbonus ist bestimmt auch eine Wunschprämie für Sie dabei.

Besser kann man das eigentlich nicht verfassen!
Hut ab!

Vorbildliche Antwort! - Frage dazu

EC 178, Dienstag, 29.03.2011, 13:10 (vor 5555 Tagen) @ Matze86

Hallo.

Die Antwort ist ja wirklich mal eine angenehme Überraschung und Abwechslung.

Was hast Du denn getan, um vom Fachbereich eine Antwort zu erhalten? Der Kundendialog wird Deine Eingaben wahrscheinlich nicht dorthin weitergeleitet haben, oder?

Vorbildliche Antwort! - Frage dazu

Fitzgerald, Dienstag, 29.03.2011, 13:25 (vor 5555 Tagen) @ EC 178

... nun, es war in der Tat der Kundendialog, der für mich der entsprechende "Kanal" zum Fachbereich war; für normale Kunden wie mich ja der einzige wirklich gangbare Weg. Es hat mich zwar Dutzende Nachfragen über einen sehr mühsamen und langwierigen Zeitraum von fast vier Monaten gekostet, aber dann irgendwann war die Antwort tatsächlich in meiner Mailbox ...

Gruß

Herzlichen Glückwunsch dazu

GUM, Dienstag, 29.03.2011, 13:50 (vor 5555 Tagen) @ Fitzgerald

... nun, es war in der Tat der Kundendialog, der für mich der entsprechende "Kanal" zum Fachbereich war; für normale Kunden wie mich ja der einzige wirklich gangbare Weg. Es hat mich zwar Dutzende Nachfragen über einen sehr mühsamen und langwierigen Zeitraum von fast vier Monaten gekostet, aber dann irgendwann war die Antwort tatsächlich in meiner Mailbox ...

Gruß

Herzlichen Glückwunsch dazu. Freut mich, dass es bei der Bahn auch noch echte Eisenbahner gibt, die ihren eigenen Betrieb verstehen.

Und nur so am Rande: Eine Besserung ist ja seit heute in Sicht. Da S21 wohl doch nicht gebaut wird, kann man den Investitionsstau an einigen Flaschenhälsen abbauen. Als Kunde nehme ich an, dass es irgendwann in zwei bis drei Jahren Verbesserungen geben wird. Allerdings volle Pünktlichkeit in Frankfurt (da gebe ich dem Fachmann der Bahn recht :-)) wird es nie geben, das ist wohl der komplexeste Bahnknoten überhaupt.

Einzige Möglichkeit, die mir dazu überhaupt einfällt: Ein Mittelstreckenpendler-ICE, der immer nur zwischen S und F pendelt. Kurz vor der normalen Taktzeit des Langstrecken ICE gelegt könnte dieser die Anschlüsse der "Normalverbindung" herstellen.

Dazu könnte man drei oder vier Kurzzüge nehmen.

Bahnknoten Stuttgart

bigbug21, Dienstag, 29.03.2011, 19:50 (vor 5554 Tagen) @ GUM

Hallo GUM,

[...]
Und nur so am Rande: Eine Besserung ist ja seit heute in Sicht. Da S21 wohl doch nicht gebaut wird, kann man den Investitionsstau an einigen Flaschenhälsen abbauen. Als Kunde nehme ich an, dass es irgendwann in zwei bis drei Jahren Verbesserungen geben wird. Allerdings volle Pünktlichkeit in Frankfurt (da gebe ich dem Fachmann der Bahn recht :-)) wird es nie geben, das ist wohl der komplexeste Bahnknoten überhaupt.

Ich bin skeptisch. Aus dem heiß umkämpften Topf für Investitionen ins überregionale Netz (nach § 8 (1) Bundesschienenwegeausbaugesetz) sollen bis 2020 563,9 Millionen Euro in Stuttgart 21 fließen. Das ist rund vier Prozent vom Gesamtbudget. Selbst wenn man davon ausgeht, dass diese Mittel vollständig in andere Projekte fließen (ein kleiner Teil davon ist offenbar schon für Planung verausgabt) dürfte der Effekt eher gering sein.

Auch die Leistungsfähigkeit des in Stuttgart 21 geplanten Bahnknotens würde ich ohne fundierte Betrachtung nicht unterschätzen. Immerhin wird durch das Projekt der Zulauf aus Richtung Feuerbach um knapp einen Kilometer verkürzt und gleichzeitig auf weitgehend 160 km/h beschleunigt. Dazu kommt die Einführung von ETCS, die sich bei vernünftiger Planung leistungserhöhend auswirken kann.

Sollte im Zuge von "Stuttgart 21 plus" indes die "P-Option" unmittelbar realisiert werden, würden zwischen Feuerbach und dem Hauptbahnhof durchgehend vier Gleise zur Verfügung stehen.

[...]

Viele Grüße aus Dresden
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Vorbildliche Antwort! - Frage dazu

Matze86, München, Dienstag, 29.03.2011, 14:40 (vor 5555 Tagen) @ Fitzgerald

... nun, es war in der Tat der Kundendialog, der für mich der entsprechende "Kanal" zum Fachbereich war; für normale Kunden wie mich ja der einzige wirklich gangbare Weg.

Für dich als BC100-Inhaber gibt es doch noch den bahn.comfort-Service.

Guter Witz

Sese, Dienstag, 29.03.2011, 15:10 (vor 5555 Tagen) @ Matze86

... nun, es war in der Tat der Kundendialog, der für mich der entsprechende "Kanal" zum Fachbereich war; für normale Kunden wie mich ja der einzige wirklich gangbare Weg.


Für dich als BC100-Inhaber gibt es doch noch den bahn.comfort-Service.

Als ob die Ahnung hätten. Wer einen Mietwagen reservieren will oder Tickets für ein Musical buchen, der kann die Bahn.comfort-Hotline anrufen. Je mehr es mit der Bahn zu tun hat, desto weniger können die.

--
Grüße,
Sese

Das ist wieder eine andere Geschichte ;)

Matze86, München, Dienstag, 29.03.2011, 15:32 (vor 5555 Tagen) @ Sese

- kein Text -

Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Dienstag, 29.03.2011, 16:49 (vor 5555 Tagen) @ Matze86

...in der nahezu jedes Schreiben vom bahn.kommfort-Service auf diesem Niveau war. Das dürfte so um das Jahr 2004/2005 herum gewesen sein.

Besser kann man das eigentlich nicht verfassen!
Hut ab!

Korrekt.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
[image]

abendliche ICE Verspätungen inbound Stuttgart

naseweiß, Dienstag, 29.03.2011, 15:25 (vor 5555 Tagen) @ Fitzgerald
bearbeitet von naseweiß, Dienstag, 29.03.2011, 15:27

Glückwunsch zu dieser informativen, ausführlichen Antwort!

Sorry, could not resist:
Wieso soll sich durch Stuttgart 21 die Situation verbessern? Dem Fernverkehr und Regionalverkehr des nördlichen Zulaufs stünden mit Stuttgart 21 zweischen S-Zuffenhausen und S-Hbf weiterhin nur zwei Gleise zur Verfügung. Es wäre noch nicht mal mehr möglich, dass einzelne Regionalzüge die S-Bahn-Gleise nutzen. Desweiteren fährt man dann auf nur 4 Bahnsteiggleise zu, die für eine Richtung, wozu noch der Verkehr von Murr- und Remsbahn dazugehört, zur Verfügung stehen.

Stattdessen hätte man das laufende Programm Frankfurt Rhein-Main-Plus nennen können, sozusagen das K21 von Frankfurt, was wirklich einen Kapazitätsausbau und Entmischung im Knoten Frankfurt zwischen Hanau Hbf und Zeppelinheim (beim Flughafen) leisten wird.

--
[image]

Bahnknoten Stuttgart reloaded

bigbug21, Dienstag, 29.03.2011, 19:58 (vor 5554 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

[...]
Sorry, could not resist:
Wieso soll sich durch Stuttgart 21 die Situation verbessern? Dem Fernverkehr und Regionalverkehr des nördlichen Zulaufs stünden mit Stuttgart 21 zweischen S-Zuffenhausen und S-Hbf weiterhin nur zwei Gleise zur Verfügung. Es wäre noch nicht mal mehr möglich, dass einzelne Regionalzüge die S-Bahn-Gleise nutzen. Desweiteren fährt man dann auf nur 4 Bahnsteiggleise zu, die für eine Richtung, wozu noch der Verkehr von Murr- und Remsbahn dazugehört, zur Verfügung stehen.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Der reduzierten Gleiszahl im Hauptbahnhof steht eine drastisch beschleunigte Einführung in den Knoten Stuttgart hervor. Zukünftig wird die Einfädelung von der Schnellfahrstrecke mit 100 km/h der langsamste Teil der Strecke bis zum Hauptbahnhof Stuttgart sein. Ab Feuerbach bis ans Einfahrsignal des neuen Hauptbahnhofs sind 160 km/h projektiert, gerade sind anschließend 100 km/h möglich, abzweigend zumeist 80 km/h.

Wenn die DB das ganze vernünftig projektiert bin ich durchaus guter Dinge, dass selbst die Spitzenstundenbelastung mit (in der Größenordnung) 15 Zügen pro Stunde und Richtung mit akzeptabler Betriebsqualität abgewickelt werden kann.

Dazu wird eine durchgehend viergleisige Trasse zwischen Hauptbahnhof und Feuerbach baulich in Form von Abzweigbauwerken im Tunnel Bad Cannstatt vorbereitet ("P-Option").

Die Nutzung der S-Bahn-Gleise, zwischen im Fünf-Minuten-Takt verkehrenden S-Bahnen, ist dagegen eine Notlösung. Die Minuten, die auf diesem langsameren, längeren und verspätungsanfälligeren Laufweg verloren geht, kann man im ungünstigen Fall dann in der Einfahrt abbummeln. ;-) Nichtsdestotrotz ist die entfallende alternative Führung über die S-Bahn-Trasse natürlich ein betrieblicher Nachteil von S21.

[...]

Viele Grüße aus Dresden
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

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