Was wird aus S21? (Allgemeines Forum)
gus78, Sonntag, 27.03.2011, 18:19 (vor 5496 Tagen)
Wird dieser ICE-Bahnhof nun gestoppt?!?
Was wird aus S21?
Graukärtchenfahrer, Symbaden, Sonntag, 27.03.2011, 18:35 (vor 5496 Tagen) @ gus78
Volksabstimmung?
Was wird aus S21?
Steffen, Sonntag, 27.03.2011, 19:26 (vor 5496 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
Unter der Voraussetzung, es bleibt beim bisherigen Ergebnis (grün-rot oder evtl. rot-grün):
Ich denke das geht jetzt den demokratischen Weg. Die Grünen möchten den Bahnhof stoppen und deswegen das Volk befragen, die SPD (Koalitionspartner) möchte den Bahnhof bauen, aber auch vorher das Volk befragen.
Von den Befürwortern hat man ja immer gehört, man könne nicht aussteigen, von den gegnern hieß es immer das ginge sehr wohl. Ich denke da wird man in den nächsten Tage und Wochen Klarheit bekommen; an dem "dass" zweifle ich weniger, die Frage scheint mir eher "wie".
Auf jeden Fall ist das Fragezeichen hinter dem Tiefbahnhof nicht mehr so klein wie bisher.
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Was wird aus S21?
Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 21:43 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Man kann ja bekanntlich überall austeigen, die Frage ist nur der Preis*. Ich schlage vor, wir lassen die Bahn die Tunnel bauen, räumen da den Atommüll hin, kündigen dann die Verträge und mauern die Tunnel zu. :-)
*= Man könnte dazu die Kosten für die Polizeieinsätze, die der DB AG gratis zur Verfügung standen und in Zukunft ja nicht mehr benötigt würden, einrechnen. Wobei ich mich immer noch frage, warum Fußballvereine ständig aufgefordert werden, solche Kosten zu übernehmen das aber bei der DB AG nicht der Fall ist. :-)
Ich hätte nicht gedacht, dass die Vernunft so deutlich siegt.
Fabi
Das wird aus S21!
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 27.03.2011, 22:43 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Man kann ja bekanntlich überall austeigen, die Frage ist nur der Preis*. Ich schlage vor, wir lassen die Bahn die Tunnel bauen, räumen da den Atommüll hin, kündigen dann die Verträge und mauern die Tunnel zu. :-)
Ich hätte nicht gedacht, dass die Vernunft so deutlich siegt.
Die Befürworter von S21 haben eine klare Mehrheit, da die SPD auch dafür ist und die schwarz/gelbe Opposition sowieso. Die grünen stehen alleine da. In der Bevölkerung sind die "oben bleiben" Rufe auch weitgehend verstummt.
Fazit: S21 steht nichts im Weg.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 23:04 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
Die SPD ist für einen Volksentscheid. Das Wahlergenis in Stuttgart ist klar, dreimal grün, einmal schwarz. Die "Oben bleiber" sind heute am Feiern bzw. der harte Kern nimmt den Ausstieg aus dem Bahnhof bereits selbst in die Hand: "Am späteren Abend stießen mehrere Dutzend Stuttgart 21-Gegner Bauzäune eines abgesperrten Geländes am Nordflügel des Hauptbahnhofs um. Ein Großaufgebot der Polizei drängte die Randalierer zunächst zurück und stellte die Zäune wieder auf. Allerdings rissen die Demonstranten die Barrieren erneut um. Die Sicherheitskräfte zogen sich daraufhin zurück." (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/...mappschiedsparty-mehrere-tausend-feiern...html)
Krawall braucht es da nicht, aber es geht auch nur um Zäune und nicht um Menschenleben. Grundsätzlich sollten die Bauarbeiten schnell eingestellt werden, dann hören auch die Demonstrationen auf.
Und die neue Regierung hat es jetzt ja in der Hand, den wenig informierten Bevölkerungsteil zu informieren. D.h. z.B. die unsinnige "Die guten Argumente überwiegen"-Kampagne zu eliminieren und die Bevölkerungskreise, die nicht in Ulm wohnen (also nicht von der Schnellfahrstrecke profitieren) zu informieren, wie genau sie von Stuttgart 21 profitieren. Also, abgesehen davon dass Stuttgarter unter Baulärm und Umwelt- bzw. Denkmalzerstörung leiden und viele viele andere Strecken nicht ausgebaut werden können.
Ich kann mir gut vorstellen, dass man es schafft zu informieren und selbst der ultrakonservativste Landbewohner sollte es doch unsinnig finden, dass er für etwas bezahlen muss, was er gar nicht nutzt.
Fabi
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218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 27.03.2011, 23:17 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von 218 466-1, Sonntag, 27.03.2011, 23:17
Die SPD ist für einen Volksentscheid. Das Wahlergenis in Stuttgart ist klar, dreimal grün, einmal schwarz. Die "Oben bleiber" sind heute am Feiern bzw. der harte Kern nimmt den Ausstieg aus dem Bahnhof bereits selbst in die Hand: "Am späteren Abend stießen mehrere Dutzend Stuttgart 21-Gegner Bauzäune eines abgesperrten Geländes am Nordflügel des Hauptbahnhofs um. Ein Großaufgebot der Polizei drängte die Randalierer zunächst zurück und stellte die Zäune wieder auf. Allerdings rissen die Demonstranten die Barrieren erneut um. Die Sicherheitskräfte zogen sich daraufhin zurück." (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/...mappschiedsparty-mehrere-tausend-feiern...html)
Krawall braucht es da nicht, aber es geht auch nur um Zäune und nicht um Menschenleben. Grundsätzlich sollten die Bauarbeiten schnell eingestellt werden, dann hören auch die Demonstrationen auf.
Das Niveau der oben Bleiber ist nach wie vor ganz unten, wie man hier wieder sieht.
Und die neue Regierung hat es jetzt ja in der Hand, den wenig informierten Bevölkerungsteil zu informieren. D.h. z.B. die unsinnige "Die guten Argumente überwiegen"-Kampagne zu eliminieren und die Bevölkerungskreise, die nicht in Ulm wohnen (also nicht von der Schnellfahrstrecke profitieren) zu informieren, wie genau sie von Stuttgart 21 profitieren.
ALLE die diese Strecke befahren, profitieren davon, also auch Münchner, Süd-Württemberger, Österreicher, Franzosen, Schweizer, Norddeutsche...
Und die NBS steht auch nicht in Frage, denn die ist auch bei K21 enthalten.
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Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 23:26 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Fabi, Sonntag, 27.03.2011, 23:27
Das Niveau der oben bleiber ist nach wie vor ganz unten, wie man her wieder sieht.
Wegen ein paar Chaoten? Interessant, immerhin meinst Du damit ja auch mich. Hast Du den kompletten Artikel gelesen?
Ich für meinen Teil, bin ja gegen gar nichts, es sollte nur einfach so bleiben, wie es war. Mit der Staatsmacht ein privates Projekt (die DB AG ist ein privater Konzern) etwas durchzuprügeln, was mir als Stuttgarter nichts bringt, ist ja "dagegen". Und zwar gegen friedliches Leben in Stuttgart und gegen Projekte, die man sinnvoller finanziert hätte. Ich will gar nicht wissen, wieviele Schultoiletten man mit dem Geld von den Polizeieinsätzen finanzieren hätte können.
Wohlgemerkt, es geht um staatliche Schutzmassnahmen für einen privaten Konzern, der in Stuttgart, dort wo es in drei von vier Wahlkreisen grüne Direktmandate gab, Dinge veranstaltet, die nicht gewünscht sind.
Und die NBS steht auch nicht in Frage, denn die ist auch bei K21 enthalten.
Da bist Du einer der wenigen, die das durchschaut haben. Wie das erfolgreich gelöst werden könnte, kann man hier nachlesen: http://infra.sbb.ch/durchmesserlinie
Fabi
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ICE-TD, Sonntag, 27.03.2011, 23:37 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Es ist unwahrscheinlich das die Bundesmittel für S21 mal eben umgeschichtet werden zu K21. Abgesehen davon muß es eine neue Planung, neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren geben, ein Ausstieg dürfte die Eisenbahn in Stuttgart um Jahrzehnte zurückwerfen, die NBS würde mangels Anbindung ebenfalls Jahrzehnte später kommen.
Das wird aus S21!
Jogi, Sonntag, 27.03.2011, 23:53 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Es ist unwahrscheinlich das die Bundesmittel für S21 mal eben umgeschichtet werden zu K21.
Der Bund beteiligt sich mit gut 1,2 Milliarden EUR am Umbau des Bahnknotens Stuttgart. bigbug21 hat mehr geschrieben, dass dies nur die "Sowiesokosten" umfasst, die bei der Anbindung ins Bestandnetz anfallen. Dementsprechend "stammen die Bundesmittel sowohl aus dem Bedarfsplan für Neu- und Ausbaumaßnahmen als auch aus dem Bestandsnetz zum Erhalt bestehender Infrastruktur" (Quelle)
Abgesehen davon muß es eine neue Planung, neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren geben, ein Ausstieg dürfte die Eisenbahn in Stuttgart um Jahrzehnte zurückwerfen, die NBS würde mangels Anbindung ebenfalls Jahrzehnte später kommen.
Das kommt doch in erster Linie darauf an, wie dringlich der Aus-/Um/-Neubau aufgrund der baulichen Substanz der Infrastruktur ist. Da vermag ich mir keine Meinung zu bilden, vor allem inwieweit die Überwerfungsbauwerke sanierungsbedürftig sind und inwieweit der Umbau des Gleisvorfeldes einer Unterhaltsmaßnahme gleichkommt.
Auf die Pläne des "K21-Konzepts" kann aber wohl sicher aufgebaut werden, so dass man dort nicht bei Adam und Eva anfangen muss. Naturgemäß können sie aber nicht die selbe Planungstiefe wie bei S21 haben, das steht auch außer Frage.
Warum sollte man die NBS nicht ins Bestandnetz integrieren können? Spätestens bei Wendlingen könnte man doch bestimmt was bauen... der Nutzen ist dann natürlich nicht so hoch wie bei ener Vollintegration (S21) bzw. Führung bis vor die Tore Stuttgarts (K21), aber was nicht ist, kann ja noch werden ;)
Grüße
Jogi
Das wird aus S21!
Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 23:53 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Das wird man sehen. Ähnliche Probleme sehe ich auch beim Atomaustieg. Ohne "Ersatzstrom" fehlt beim Abschalten Energie. D.h. man muss ganz schnell Möglichkeiten suchen, neue Ernergiequellen zu haben.
Gleiches gilt für den Bahnhof. Jetzt einfach aufhören geht nicht, da man ja erstmal wiederaufbauen muss. Und dann muss man schauen, wie es weitergeht. Wobei das Beispiel Zürich zeigt ja, wie problemlos man zwei zusätzliche Gleise in den Bahnhof bauen könnte. Mehr braucht es für die paar Züge nach München nicht.
Aber der Wille Lösungen zu finden ist jetzt da.
Fabi
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Steffen, Montag, 28.03.2011, 00:20 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Hallo,
Es ist unwahrscheinlich das die Bundesmittel für S21 mal eben umgeschichtet werden zu K21. Abgesehen davon muß es eine neue Planung, neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren geben
Da würde mich mal interessieren, warum. Wenn der Bahnhof "so bleibt wie er ist", man also die Gleise erneuert, ggf. einen anderen Gleisplan baut, aber eben (erstmal) KEINE neuen Brücken und Tunnels - benötigt man dann auch ein Planfeststellungsverfahren?
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ICE-TD, Montag, 28.03.2011, 00:31 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Auch K21 sieht Ausbauten und neue Verbindungskurven vor. Das die Überwerfungsbauwerke in den nächsten Jahrzehnten zu erneuern wären, hat der User bigbug21 schon mal beschrieben hier im Forum.
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 00:37 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Auch K21 sieht Ausbauten und neue Verbindungskurven vor.
Das ist richtig. Ein großer Vorteil von K21 ist, dass man es nicht auf einmal bauen muss, d.h. es ist möglich, jetzt erstmal den Bahnhof zu sanieren und gleichzeitig die Planfeststellung dür die neuen verbindungskurven (zusätzliches Gleis nach Bad Cannstatt etc.) zu machen und im Anschluss zu bauen.
Dadurch dürfte nicht sehr viel Zeit verloren gehen (gegenüber S21).
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Das wird aus S21!
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 14:53 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
Das ist richtig. Ein großer Vorteil von K21 ist, dass man es nicht auf einmal bauen muss, d.h. es ist möglich, jetzt erstmal den Bahnhof zu sanieren und gleichzeitig die Planfeststellung dür die neuen verbindungskurven (zusätzliches Gleis nach Bad Cannstatt etc.) zu machen und im Anschluss zu bauen.
Das ist so nicht richtig. Auch für komplexe Umbauten im Gleisfeld und der Sanierung des Bahnhofs ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig; von der notwendigen Finanzierung ganz zu schweigen.
Ferner sind bei K21 nach Angaben von deren Träger wenigstens zwei neue Gleise nach Bad Cannstatt notwendig. Kritiker gehen hier von vier Gleisen aus. In den letzten rund 30 Jahren wurde ein solcher Ausbau durch das Filstal in verschiedensten Varianten diskutiert und letztlich verworfen. Ich kann nur dringend davor warnen, jetzt wieder eine Diskussion anzufangen, die längst geführt wurde -- gerade wenn die damaligen Untersuchungen und Diskussionen nicht mit einbezogen werden.
Viele Grüße
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Null-Variante kaum denkbar
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 14:49 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
Es ist unwahrscheinlich das die Bundesmittel für S21 mal eben umgeschichtet werden zu K21. Abgesehen davon muß es eine neue Planung, neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren geben
Das Votum des Raumordnungsverfahrens war meines Wissens recht eindeutig. Da aber zunächst die Frage zu klären wäre, was K21 nun eigentlich will, wäre anschließend wohl ein neues Verfahren notwendig.
Da würde mich mal interessieren, warum. Wenn der Bahnhof "so bleibt wie er ist", man also die Gleise erneuert, ggf. einen anderen Gleisplan baut, aber eben (erstmal) KEINE neuen Brücken und Tunnels - benötigt man dann auch ein Planfeststellungsverfahren?
Angesichts des Alters der Infrastruktur im Knoten Stuttgart führt über neue Überwerfungsbauwerke, Brücken und Tunnel längerfristig wohl kein Weg vorbei. Dazu kommt noch die Notwendigkeit bzw. der Wunsch, neue Kapazität zu schaffen und Reisezeiten zu verkürzen. Gerade bei zumindest annähernd vergleichbaren Nutzen braucht K21 mehrere neue Streckengleise (je nach Sichtweise z. B. zwei bis vier Richtung Ober-/Untertürkheim).
Eine "Nullvariante" halte halte ich daher für kaum sinnvoll.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Null-Variante kaum denkbar
Steffen, Montag, 28.03.2011, 17:18 (vor 5495 Tagen) @ bigbug21
Hi Peter,
da hast Du mich wohl falsch verstanden. Ich wollte nicht eine "Nullvariante", sondern erstmal nur kosmetische veränderungen am Bahnhof, die ohne Planfeststellungsverfahren möglich sind (leider kenne ich mich nicht aus, was man da alles machen könnte), und im zweiten Schritt (in vielleicht 5 Jahren, wenn ales geplant und planfestgestellt ist) die neuen Tunnel, Brücken und Gleise.
--
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Null-Variante kaum denkbar
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 20:56 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
da hast Du mich wohl falsch verstanden. Ich wollte nicht eine "Nullvariante", sondern erstmal nur kosmetische veränderungen am Bahnhof, die ohne Planfeststellungsverfahren möglich sind (leider kenne ich mich nicht aus, was man da alles machen könnte), und im zweiten Schritt (in vielleicht 5 Jahren, wenn ales geplant und planfestgestellt ist) die neuen Tunnel, Brücken und Gleise.
Das wäre ein konsequenter Schritt, wenn das Projekt abgebrochen wird.
Ob eine Neuplanung und Planfeststellung für ein Alternativprojekt binnen fünf Jahren möglich wäre, ist indes auch zweifelhaft. Bei der Realisierung einer K21 (soweit überhaupt geklärt ist, was darunter nun konkret verstanden wird), müsste man im Wesentlichen beim Verfahrensstand der 2. Hälfte der 1990er Jahre anfangen und eine vertiefte Planung beginnen. Selbst ohne Verfahrensstopp und Finanzierungsgehangel hat das für Stuttgart 21 deutlich mehr als fünf Jahre gebraucht. Warum sollte es bei einem Alternativkonzept ähnlicher Größenordnung und mit ähnlichem Konfliktpotential wesentlich schneller gehen?
Viele Grüße aus Dresden
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
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218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 28.03.2011, 00:04 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Das Niveau der oben bleiber ist nach wie vor ganz unten, wie man her wieder sieht.
Wegen ein paar Chaoten? Interessant, immerhin meinst Du damit ja auch mich. Hast Du den kompletten Artikel gelesen?
Diese Chaoten repräsentieren leider auch Deine Meinung.
Ich für meinen Teil, bin ja gegen gar nichts, es sollte nur einfach so bleiben, wie es war. Mit der Staatsmacht ein privates Projekt (die DB AG ist ein privater Konzern) etwas durchzuprügeln, was mir als Stuttgarter nichts bringt, ist ja "dagegen". Und zwar gegen friedliches Leben in Stuttgart und gegen Projekte, die man sinnvoller finanziert hätte. Ich will gar nicht wissen, wieviele Schultoiletten man mit dem Geld von den Polizeieinsätzen finanzieren hätte können.
Wohlgemerkt, es geht um staatliche Schutzmassnahmen für einen privaten Konzern, der in Stuttgart, dort wo es in drei von vier Wahlkreisen grüne Direktmandate gab, Dinge veranstaltet, die nicht gewünscht sind.
Es geht aber nicht nur um lärmgeplagte Stuttgarter, sondern um Vorteile für Bahnkunden.
Das Geld für die Polizeieinsätze (das ohne Chaoten gar nicht nötig gewesen wäre), hätte man wohl kaum für was anderes ausgegeben.
Schau, trotz kräftiger Unterstützung durch das Atom-Thema, hat Grün/Rot nur eine knappe Merheit. Die SPD wird für S21 werben und Schwarz/Gelb-Wähler würden bei einem Volksetscheid sicher auch für S21 stimmen und den Grünen hilft das Atom-Thema dann nicht mehr. Von "nicht gewünscht" kann also keine Rede sein.
Und die NBS steht auch nicht in Frage, denn die ist auch bei K21 enthalten.
Da bist Du eine (ein Blick ins Profil kann helfen) der wenigen, die das durchschaut haben. Wie das erfolgreich gelöst werden könnte, kann man hier nachlesen: http://infra.sbb.ch/durchmesserlinie
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Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 00:22 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
Diese Chaoten repräsentieren leider auch Deine Meinung.
Wie bitte? Wieso bringst Du mich damit in Zusammenhang? Ich habe ganz brav gewählt, mehr aber auch nicht. Komischer Diskussionsstil.
Es geht aber nicht nur um lärmgeplagte Stuttgarter, sondern um Vorteile für Bahnkunden.
Und die Nachteile? Und das ganze Geld?
Das Geld für die Polizeieinsätze (das ohne Chaoten gar nicht nötig gewesen wäre), hätte man wohl kaum für was anderes ausgegeben.
Das traue ich der alten Regierung sogar zu.
Schau, trotz kräftiger Unterstützung durch das Atom-Thema, hat Grün/Rot nur eine knappe Merheit.
Das habe ich im Fernsehen heute auch schon gehört. Heute hat man seit ca. 60 Jahren eingefahrene Denkmechamismen aufgelöst. Das ist keine knapppe Mehrheit, sondern eine Wende. Und wenn man es geschickt macht, wird man auch noch mehr Wähler finden. Man hat jetzt ja gesehen, dass es einen Wechsel geben kann.
Fabi
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218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 28.03.2011, 00:58 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Diese Chaoten repräsentieren leider auch Deine Meinung.
Wie bitte? Wieso bringst Du mich damit in Zusammenhang? Ich habe ganz brav gewählt, mehr aber auch nicht. Komischer Diskussionsstil.
Nicht falsch verstehen. Du warst ja nicht am Bauzaun.
Es geht aber nicht nur um lärmgeplagte Stuttgarter, sondern um Vorteile für Bahnkunden.
Und die Nachteile?
Genau. Welche Nachteile für Bahnkunden!?
Und das ganze Geld?
Man hat auch Milliarden für irgendwelche Satelliten u.a. übrig...
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Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 01:20 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
Genau. Welche Nachteile für Bahnkunden!?
Sponatn fallen mir ein:
- Dunkelheit/Enge: Ich kenne es aus Bern und es ist gar nicht toll, im Tunnel anzukommen und dann in der Enge zum Ausgang zu laufen.
- Zugang: Man kann heute noch ohne Rolltreppen/Lift zu benutzen zum Bahnsteig kommen.
- Gleise: Die acht Gleise reichen bei der betrieblichen Leistung niemals, bzw. die ganzen Regionalanschlüsse müssen aus Platzgründen davon fahren.
- Platz: Es gibt keinen Platz mehr um Sonderzüge warten zu lassen. Egal ob Fussball oder Kirchentag.
Da kann amn beliebig weitermachen. Details sind ja nicht bekannt, aber wird es z.B. eine Lounge mit Tageslicht geben?
Fabi
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218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 28.03.2011, 01:40 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Genau. Welche Nachteile für Bahnkunden!?
Sponatn fallen mir ein:- Dunkelheit/Enge: Ich kenne es aus Bern und es ist gar nicht toll, im Tunnel anzukommen und dann in der Enge zum Ausgang zu laufen.
Es wird doch Glaskuppeln geben, die Tageslicht durchlassen. So dunkel wie in S-/U-Bahnstationen wird es nicht.
- Zugang: Man kann heute noch ohne Rolltreppen/Lift zu benutzen zum Bahnsteig kommen.
Und was ist da so schlimm dran? Ist doch Barrierefrei.
- Gleise: Die acht Gleise reichen bei der betrieblichen Leistung niemals, bzw. die ganzen Regionalanschlüsse müssen aus Platzgründen davon fahren.
Nach Geißlers Schlichterspruch müssen es m.W. jetzt 10 Gleise sein. Generell stimme ich Dir da zu. Es sollte m.M. größer gebaut werden. Mindestens 12 Bahnsteiggleise
und auf beiden Seiten 6 Fahrgleise mit kreuzungsfreien Ein-/Ausfädelungen, damit sich die Züge nicht durch Fahrstraßenausschlüsse gegenseitig behindern.
- Platz: Es gibt keinen Platz mehr um Sonderzüge warten zu lassen. Egal ob Fussball oder Kirchentag.
Bad Cannstatt.
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Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 09:12 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
Es wird doch Glaskuppeln geben, die Tageslicht durchlassen. So dunkel wie in S-/U-Bahnstationen wird es nicht.
So dunekel ist es in Bern auch nicht, trotzdem finde ich es nicht toll.
Und was ist da so schlimm dran? Ist doch Barrierefrei.
Auf Umwegen. Jetzt kann man seinen Koffer gemütlich rollen bzw. man kann zum Zug rennen. Beides geht z.B. in Bern nicht. Und man verpasst manchen Zug, weil Stau auf der Treppe ist.
- Platz: Es gibt keinen Platz mehr um Sonderzüge warten zu lassen. Egal ob Fussball oder Kirchentag.
Bad Cannstatt.
Ist doch viel zu umständlich. Ähnlich wie der neue ZOB. Die alte Lösung war besser, die neue ist ein Rückschritt.
Fabi
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bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:08 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
Hallo,
[...]
Nach Geißlers Schlichterspruch müssen es m.W. jetzt 10 Gleise sein.
Nicht ganz. Zehn Gleise im Tiefbahnhof sind einer der Maßnahmen, die gebaut werden müssen, sollte der so genannte "Stresstest" der achtgleisigen Anlage für das Verkehrsaufkommen der heutigen Spitzenstunde zzgl. 30 Prozent mehr Zügen keine "gute" Betriebsqualität ermöglichen.
Generell stimme ich Dir da zu. Es sollte m.M. größer gebaut werden. Mindestens 12 Bahnsteiggleise
und auf beiden Seiten 6 Fahrgleise mit kreuzungsfreien Ein-/Ausfädelungen, damit sich die Züge nicht durch Fahrstraßenausschlüsse gegenseitig behindern.
Ja, natürlich wäre das ideal, verbunden mit 15 statt 10 Meter breiten Bahnsteigen. Dazu am besten gleich noch ein Bahnhof nebendran, als Reserve. Leider stehen Nutzen und Kosten dann wohl in keinem vernünftigen Verhältnis zueinander.
Die Problematik der Fahrstraßenausschlüsse sehe ich für den Tiefbahnhof indes kaum. Mit Wahldurchrutschwegen, verkürzten Durchrutschwegen unter ETCS und wahlweise in der Ein- oder Ausfahrt möglichen Gleiswechseln dürfte die Zahl der betrieblich relevanten Fahrstraßenausschlüsse gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof drastisch zurückgehen.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
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Henrik, Montag, 28.03.2011, 01:53 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Genau. Welche Nachteile für Bahnkunden!?
Spontan fallen mir ein:
- Dunkelheit/Enge: Ich kenne es aus Bern und es ist gar nicht toll, im Tunnel anzukommen und dann in der Enge zum Ausgang zu laufen.
Bern kenne ich nun nich.
Aber Madrid Atocha Regio und auch Barcelona Saints finde ich sehr dunkel,
Cordoba hingegen ist sehr sehr hell, Tageslicht durchflutet
und genauso hell ist doch auch Stuttgart21 geplant.
Eng finde ich Stuttgart21 auch nicht gerade.
So massig viel Platz ist bei anderen Durchgangsbahnhöfen auf den Bahnsteigen an der Stelle wo die Übergänge zu den anderen Ebenen sind auch nicht.
- Zugang: Man kann heute noch ohne Rolltreppen/Lift zu benutzen zum Bahnsteig kommen.
aber auch nur auf der einen Seite.....und so sehr genutzt wird das nun auch nicht.
Das ist nunmal ein Grundmerkmal von Durchgangsbahnhöfen.
- Gleise: Die acht Gleise reichen bei der betrieblichen Leistung niemals, bzw. die ganzen Regionalanschlüsse müssen aus Platzgründen davon fahren.
Ich kenne nun keine Untersuchung, nach der die Gleise nicht ausreichen würden,
aber es wird ja derzeit ein Stresstest erarbeitet.
Wenn es "Stress" gibt, dann wird dieser zuerst auf den Zulaufstrecken auftreten und nicht im eigentlichen Bahnhofsbereich.
- Platz: Es gibt keinen Platz mehr um Sonderzüge warten zu lassen. Egal ob Fussball oder Kirchentag.
doch, ist doch eingeplant, Bad Cannstatt.
Da kann man beliebig weitermachen. Details sind ja nicht bekannt, aber wird es z.B. eine Lounge mit Tageslicht geben?
Details sind nicht bekannt?
Es gibt doch eine Loungs derzeit. Wieso sollte es dann nicht eine geben?
Und wieso sollte sie dann kein Tageslicht haben?
Ich war in der noch nie drin, hat sie derzeit kein Tageslicht?
Die in HH Hbf hat auch nicht so recht Tageslicht.....in Frankfurt auch nicht?
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Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 09:21 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Eng finde ich Stuttgart21 auch nicht gerade.
Siehe: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-bahnsteig-s21-gegner-bauen-te...
Das ist nunmal ein Grundmerkmal von Durchgangsbahnhöfen.
Ein Rückschritt.
Es gibt doch eine Loungs derzeit. Wieso sollte es dann nicht eine geben?
Und wieso sollte sie dann kein Tageslicht haben?
Natürlich wird es eine Lounge geben, aber wie soll sie an Tageslicht kommen? Kommt über jedes Geschäft ein Glasauge? Fenster stelle ich mir auch schwierig vor. Wie sowas aussieht, sieht man in Düsseldorf.
Ich war in der noch nie drin, hat sie derzeit kein Tageslicht?
Die in HH Hbf hat auch nicht so recht Tageslicht.....in Frankfurt auch nicht?
Doch, grosse Fenster Richtung ehemaliger ZOB. In Frankfutz/Hamburg hat es eine grosse Fensterfront Richtung Bahnsteige.
Fabi
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Henrik, Montag, 28.03.2011, 12:22 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Eng finde ich Stuttgart21 auch nicht gerade.
Siehe: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-bahnsteig-s21-gegner-bauen-te...
Das Modell hatte ich gesehen und kam daher erst recht zu den Aussagen, die ich tätigte.
Das ist nunmal ein Grundmerkmal von Durchgangsbahnhöfen.
Ein Rückschritt.
Durchgangsbahnhöfe werden i.a. als Fortschritt und nicht Rückschritt betrachtet.
Und in diesem speziellen Fall liegt der Fortschritt auf der Hand,
von der Einkaufsstraße kommend muss man jetzt eben nicht mehr 6 m weit nach oben, sondern ist sofort auf der Verteilerebene.
Es gibt doch eine Loungs derzeit. Wieso sollte es dann nicht eine geben?
Und wieso sollte sie dann kein Tageslicht haben?
Natürlich wird es eine Lounge geben, aber wie soll sie an Tageslicht kommen? Kommt über jedes Geschäft ein Glasauge? Fenster stelle ich mir auch schwierig vor. Wie sowas aussieht, sieht man in Düsseldorf.
Wieviel Wissen hast Du über das neue zukünftige Bahnhofsgebäude? ;))
Die Glasaugen sind das neue Bahnsteigdach - viel mehr auch nicht.
Das Empfangsgebäude als solches ist davon nicht direkt betroffen, das bleibt erhalten bzw. wird erweitert im Rahmen des Bonatzbaus.
http://www.stuttgart21.de/das_bahnprojekt/neue_bahnhöfe/hbf_stuttgart/architektur/
bzw. auch
http://www.stuttgart21.de/das_bahnprojekt/neue_bahnhöfe/hbf_stuttgart/anbindung_stadt/
Es ist also sehr zu erwarten, dass die Lounge dann sehr viel direktes Tageslicht bekommen wird.
Die Lounge in Düsseldorf kenn ich leider nicht.
Ich war in der noch nie drin, hat sie derzeit kein Tageslicht?
Die in HH Hbf hat auch nicht so recht Tageslicht.....in Frankfurt auch nicht?
Doch, grosse Fenster Richtung ehemaliger ZOB. In Frankfurt/Hamburg hat es eine grosse Fensterfront Richtung Bahnsteige.
kein direktes Tageslicht.
Das wird aus S21!
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 18:06 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Fabi, Montag, 28.03.2011, 18:06
Wieviel Wissen hast Du über das neue zukünftige Bahnhofsgebäude? ;))
Die Glasaugen sind das neue Bahnsteigdach - viel mehr auch nicht.
Das Empfangsgebäude als solches ist davon nicht direkt betroffen, das bleibt erhalten bzw. wird erweitert im Rahmen des Bonatzbaus.
Genug. Also, Du meinst die Lounge bleibt an alter Stelle? Ich habe noch keinen Plan für die Ladenlokale gesehen. Aber z.B. in Bern wird viel unter Tage bzw. im Tunnel verkauft.
Fabi
Das wird aus S21!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 18:31 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Wieviel Wissen hast Du über das neue zukünftige Bahnhofsgebäude? ;))
Die Glasaugen sind das neue Bahnsteigdach - viel mehr auch nicht.
Das Empfangsgebäude als solches ist davon nicht direkt betroffen, das bleibt erhalten bzw. wird erweitert im Rahmen des Bonatzbaus.
Genug. Also, Du meinst die Lounge bleibt an alter Stelle? Ich habe noch keinen Plan für die Ladenlokale gesehen. Aber z.B. in Bern wird viel unter Tage bzw. im Tunnel verkauft.
Ich weiß nicht, wo die Lounge jetzt ist.
Sie wird irgendwo sein, ich wüsste nicht, wieso sie dort zwingend nicht mehr sein könnte.
Das Architekturmodell und die Nutzungskonzepte sind kein Geheimnis.
Auf der Ebene 0, der Verteilerebene kommen sicher Geschäfte, Läden hin, und die große Schalterhalle mit Bahnautomaten, Schalter etc.
Die BahnLounge könnte ich mir gut auf der Ebene +1 vorstellen, vielleicht mit Blick auf den Straßburger Platz,
vielleicht noch besser in der Ebene +2.
Henrik
Das wird aus S21!
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 20:04 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Zur jetzigen Lounge: http://www.bahnhof.de/site/shared/de/dateianhaenge/bahnhofsplaene/bahnhofsplan__stuttga... (rechts unten beim Reisezentrum)
Also, dann wird das vielleicht wie in Berlin, weit weg von den Zügen (wenn man unten fährt).
Finde ich interessant, dass es dazu keine Pläne gibt, immer sind die Einrichtungen im Bahnhof für die Kunden das wichtigste.
Fabi
Das wird aus S21!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 21:14 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Zur jetzigen Lounge: www.bahnhof.de/site/shared/de/dateianhaenge/bahnhofsplaene/bahnhofsplan__stuttgart.pdf (rechts unten beim Reisezentrum)
Also, dann wird das vielleicht wie in Berlin, weit weg von den Zügen (wenn man unten fährt).
naja, so wie in Berlin ja nun gefühlt vllt. auch nicht, da sind die Tiefgleise ja recht weit unten.
Ich würds eher vergleichen mit Bremen, Hamburg & Hannover.....
Wer in die Lounge geht, bringt ja eh einiges an Zeit mit, da kommts auf die Minute nicht drauf an.
Finde ich interessant, dass es dazu keine Pläne gibt, immer sind die Einrichtungen im Bahnhof für die Kunden das wichtigste.
Pläne dazu gibt es mit Sicherheit.
Detailplanung der Serviceeinrichtungen
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 22:29 (vor 5494 Tagen) @ Henrik
[...]
Finde ich interessant, dass es dazu keine Pläne gibt, immer sind die Einrichtungen im Bahnhof für die Kunden das wichtigste.
Pläne dazu gibt es mit Sicherheit.
Solche Detailpläne gibt es offenbar tatsächlich noch nicht, zumindest nicht in endgültiger und ausgereifter Form. Planfestgestellt sind neben dem Bahnhofstrog und dem Veränderungen am Bonatzbau auch die unteren Ebenen des nördlichen Bahnhofsgebäudes. Auf dieser Planungsstufe sind solche Details noch nicht festgelegt, wohl aber die grundsätzliche (grobe) Raumnutzung.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Detailplanung der Serviceeinrichtungen
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 22:37 (vor 5494 Tagen) @ bigbug21
Genau das was den Fahrgast interessiert. :-) Für Geschäfte hätte das ja sogar Vorteile, wenn ich z.B. an den jetzigen kleinen Mc Donald's denke. Und die letzten lokalen Geschäfte hat man ja erfolgreich abgeschafft.
Fabi
Detailplanung der Serviceeinrichtungen
Henrik, Montag, 28.03.2011, 23:28 (vor 5494 Tagen) @ Fabi
Genau das was den Fahrgast interessiert. :-)
klar, das interessiert dem potenziellen Fahrgast vom Jahre 2020 heute ganz sicher ganz brennend,
wo dann nun ganz genau in 10 Jahren Douglas ist, wo Rossmann, wo Nordsee/Gosch, McDonalds/BurgerKing/Subway, Esprit etc.... ;-)
Henrik
Detailplanung der Serviceeinrichtungen
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 23:59 (vor 5494 Tagen) @ Henrik
Ja, eher als irgendwelche Weichen und Strecken, weil die sollten selbstverständlich sein. Und in Deutschland fehlen ja immer noch oft z.B. Supermarkt, die "immer" offen haben. Sowas wäre eine Bereicherung. Die Schweiz macht es ja vor, was mit den rail cities möglich ist. Aber wir werden es ja eh nicht erfahren, da das Ding ja nicht gebaut wird. :-)
Fabi
Detailplanung der Serviceeinrichtungen
Henrik, Dienstag, 29.03.2011, 00:16 (vor 5494 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von Henrik, Dienstag, 29.03.2011, 00:20
Ja, eher als irgendwelche Weichen und Strecken, weil die sollten selbstverständlich sein. Und in Deutschland fehlen ja immer noch oft z.B. Supermarkt, die "immer" offen haben. Sowas wäre eine Bereicherung.
Die Weichen & Strecken sind auch ebenso selbstverständlich wie die Geschäfte, Läden & Gastroangebote.
Über erstes kann man sich aber in Detail öffentlich unterhalten & streiten etc.
....und es würden demnächst diesbezüglich Fakten geschaffen.
Über letzteres gibts aber nichts zu streiten - oder hast Du deswegen irgendjemanden demonstrieren sehen?
Wo das womöglich in etwa hinkommt, ist ja auch klar,
Nur nicht, ob in der einen Einbuchtung nun Douglas reinkommt oder Esprit oder Christ.
Das ist auch schwer beeinflussbar, das liegt im Wettbewerb, welche Einzelhandel sich da nun welche Ecke schnappt.
Wo fehlen noch oft Supermärkte, die länger / immer auf haben?
Das ist doch schon sehr lange Standard, dass an den großen Bahnstationen die Läden länger aufhaben,
die waren ja nichmal vom Ladenschluss betroffen.
Wie das nun genau mit dem Ladenschluss in BW aussieht, weiß ich nicht,
aber ist das nicht jetzt verboten worden, nachts Alkohol zu verkaufen?
Schweiz sehe ich diesbezüglich nun wirklich nicht als Vorbild an.
Detailplanung der Serviceeinrichtungen
Fabi, Stuttgart, Mittwoch, 30.03.2011, 01:07 (vor 5493 Tagen) @ Henrik
Wo gibts denn in Deutschland einen Supermarkt, der z.B. am Sonntag ofen hat? Oder einen an einem Bahnof, der nach 08:00 Uhr offen hat? In Stuttgart nicht, in der Schweiz hat es sowas an jedem (für Deutschland) Kleinstadtbahnhof.
In Hamburg-Altona hat es einen Lidl, in Hannover auch und einen Tengelmann in Berlin. Aber die Diskussion hatten wir hier auch schon.
Fabi
Detailplanung der Geschäfte
Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 01:48 (vor 5493 Tagen) @ Fabi
Wo gibts denn in Deutschland einen Supermarkt, der z.B. am Sonntag offen hat? Oder einen an einem Bahnof, der nach 08:00 Uhr offen hat? In Stuttgart nicht
hö?
Es wird doch genau anders rum ein Schuh draus.
In welcher größeren Bahnstation gibt es einen solchen Supermarkt nicht?
mittlerweile dürften wohl fast alle Supermärkte überall bis mindestens 22 Uhr auf haben, teils 23 und 24 Uhr.
Und in den schönen neuen Bahnhöfen doch sowieso.
In Hamburg-Altona hat es einen Lidl, in Hannover auch und einen Tengelmann in Berlin.
in Hannover gibts auch Ihr Platz, der rund um die Uhr auf hat, 365 Tage im Jahr.
Dann noch Kaufland, der bis 2 Uhr nachts auf hat.
In Berlin Ostbahnhof gibts im Keller Lidl & REWE, beide täglich bis 22 Uhr auf.
Aber die Diskussion hatten wir hier auch schon.
hab ich wohl nicht mitbekommen.
Henrik
Detailplanung der Geschäfte
Fabi, Stuttgart, Mittwoch, 30.03.2011, 07:12 (vor 5493 Tagen) @ Henrik
In Stuttgart gibts sowas nicht, deine Beispiele Hannover und Berlin sind Einzelfälle. Dass es grössere überteuerte Lebensmittel gibt, streite ich ja nicht ab. Aber normale Supermärkte mit normalen Preisen findet man nicht.
Also, nicht so wie in der Schweiz, wo man in ziemlich jedem Bahnhof in Städten mit mehr als 10000 Einwohnern Coop oder Migros findet.
Fabi
Detailplanung der Geschäfte
Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 18:23 (vor 5493 Tagen) @ Fabi
In Stuttgart gibts sowas nicht, deine Beispiele Hannover und Berlin sind Einzelfälle.
Einzelfälle sind das nun nicht gerade. Da kannst Du sicher jede größere schöne neuere Bahnstation nehmen.
....Nürnberg, Bremen, Köln, Essen, Potsdam, Leipzig, Dresden etc.
und wieso sollte das dann ausgerechnet bei Stuttgart21 ganz anders aussehen?
Dass sich nun in kleinen Statioen wie z.B. Celle, Neumünster, Lübeck etc. kein großer Supermakrt, geschweige denn rund-um-die-Uhr Ihr Platz lohnen würde, sollte klar sein (von Wilhelmshaven mal abgesehen ;-) ).
Henrik
Detailplanung der Geschäfte
Fabi, Stuttgart, Mittwoch, 30.03.2011, 19:33 (vor 5493 Tagen) @ Henrik
Sehe ich nach wie vor nicht so, ansonsten wären Beispiele und Hinweise auf den Standort nett. ich zahle mich jedenfalls an deutschen Bahnhöfen oft dumm und dämlich.
Nehmen wir z.B. mal Köln Hbf? Das einzige, was ich dort kenne ist Farmhaus und da ist es im Gegensatz zu Lidl, Kaiser's, Tengelmann, ... sehr teuer.
Wieso soll sich ein Supermarkt für z.B. Celle (70000 Einwohner) nicht lohnen? Schau Dir dagegen mal den Bahnhofplan (http://mct.sbb.ch/mct/infra_services-uebersicht-bahnhofplaene-aarau-a4.pdf) von Aarau (19000 Einwohner) an.
Also, wenn sich ein Coop für 19000 Einwohner lohnt, dann lohnt sich auch ein Lidl für 70000.
Fabi
Flughäfen machen es vor - Supermärkte
RhBDirk, Mittwoch, 30.03.2011, 20:29 (vor 5493 Tagen) @ Fabi
Sehe ich nach wie vor nicht so, ansonsten wären Beispiele und Hinweise auf den Standort nett. ich zahle mich jedenfalls an deutschen Bahnhöfen oft dumm und dämlich.
Nehmen wir z.B. mal Köln Hbf? Das einzige, was ich dort kenne ist Farmhaus und da ist es im Gegensatz zu Lidl, Kaiser's, Tengelmann, ... sehr teuer.
Es gibt da noch die Drogerie in Köln Hbf --> Ihr Platz. Im Vergleich zu Lidl&Co sind die allerdings auch teuer. Den Vergleich der Preise zum Farmhaussupermarkt kenne ich allerdings nicht.
Und es stimmt, in der Nähe (fußläufig mal eben so während des Zwischenhaltes) des Kölner Hbf gibts keinen Supermarkt.
Aber kommen wir mal zu den Flughäfen:
Da gehts jetzt an vielen auch los.
In Köln einen Rewe der 24 Std an 365 Tagen im Jahr geöffnet hat, in Düsseldorf ebenso einen Rewe mit langen Öffnungszeiten, in Frankfurt schon jahrelang einen tegut, nun kommt im "the squaire" über dem Flughafenfernbahnhof auch noch ein Rewe hinzu.
Hamburg, München, Hannover --> Edeka
Im neuen Berliner Flughafen wird sicherlich auch ein Rewe oder Edeka Einzug erhalten.
In Berlin Tegel und in Dresden gibts http://www.spar.de/index_spar.html
Das wäre auch ein optimales Konzept für viele Bahnhöfe. Ich weiss allerdings nicht, ob Spar Express nicht doch auch Tankstellen/Bahnhofspreise hat.
In der Schweiz gibts die Shopkonzepte coop pronto und migrolino, welche oftmals auch an kleineren Bahnhöfen zu finden sind. Dort gibts die normalen Artikel zum Supermarktpreis.
In welchen deutschen Bahnhöfen gibt es Supermärkte?
Spontan fallen mir da nur
Berlin Hbf --> Kaisers, der ist aber mittlerweile auch deutlich teurer als ein normaler Kaisers. 1,5l Pepsi Cola Flasche 1,19€ zzgl Pfand
Berlin Ostbahnhof --> Lidl und Rewe
Berlin Zoo --> Hit/Ullrich Verbrauchermarkt auch sonntags
HH Altona --> Lidl - auch sonntags
Hannover --> Lidl auch sonntags
Leipzig --> Aldi und Rewe
In Bremen gibts beim Hbf (Ausgang Bürgerweide) auch einen Aldi und einen Interspar (oder wie auch immer die mittlerweile firmieren).
Flughäfen machen es vor - Supermärkte in Hbf
Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 22:50 (vor 5492 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 22:53
In Berlin Tegel und in Dresden gibts http://www.spar.de/index_spar.html
Das wäre auch ein optimales Konzept für viele Bahnhöfe. Ich weiss allerdings nicht, ob Spar Express nicht doch auch Tankstellen/Bahnhofspreise hat.In der Schweiz gibts die Shopkonzepte coop pronto und migrolino, welche oftmals auch an kleineren Bahnhöfen zu finden sind. Dort gibts die normalen Artikel zum Supermarktpreis.
In welchen deutschen Bahnhöfen gibt es Supermärkte?
Spontan fallen mir da nurBerlin Hbf --> Kaisers, der ist aber mittlerweile auch deutlich teurer als ein normaler Kaisers. 1,5l Pepsi Cola Flasche 1,19€ zzgl Pfand
Berlin Ostbahnhof --> Lidl und Rewe
Berlin Zoo --> Hit/Ullrich Verbrauchermarkt auch sonntags
HH Altona --> Lidl - auch sonntags
Hannover --> Lidl auch sonntags
Leipzig --> Aldi und ReweIn Bremen gibts beim Hbf (Ausgang Bürgerweide) auch einen Aldi und einen Interspar (oder wie auch immer die mittlerweile firmieren).
Hannover Hbf hat in unmittelbarer Nähe auch noch Kaufland und REWE (in Ernst-August-Galerie)
Essen Hbf --> Lidl - auch sonntags
Dresden Hbf --> SPP Point-Markt - auch sonntags - www.ssp-ce.de
Dresden Neumarkt --> Lidl - auch sonntags
Potsdam --> Kaufland & Netto
Links:
http://www.bahnhof.de/
http://www.ihr-einkaufsbahnhof.de/
http://www.ssp-ce.de
Detailplanung der Geschäfte
Henrik, Mittwoch, 30.03.2011, 22:28 (vor 5492 Tagen) @ Fabi
Also mit Stuttgart haben wir das dann geklärt, dass da eben entsprechendes zu erwarten ist.
Sehe ich nach wie vor nicht so, ansonsten wären Beispiele und Hinweise auf den Standort nett.
auf www.bahnhof.de wird Dir geholfen, auch mit Standortangabe.
ich zahle mich jedenfalls an deutschen Bahnhöfen oft dumm und dämlich.
dann weißt Du's ja fürs nächste Mal & kannst Dich entsprechend drauf einstellen
und nächstes Mal Dich ggf. auf bhf.de informieren.
Nehmen wir z.B. mal Köln Hbf? Das einzige, was ich dort kenne ist Farmhaus und da ist es im Gegensatz zu Lidl, Kaiser's, Tengelmann, ... sehr teuer.
OK, war vllt. nicht das beste Beispiel, immerhin gibts ja Ihr Platz.
Wieso soll sich ein Supermarkt für z.B. Celle (70000 Einwohner) nicht lohnen?
Weil der Bahnhof nicht die Fahrgast- und Besucherzahlen hat.
Das was Hannover Hbf täglich hat, hat Celle womöglich nichtmal in einem halben Jahr
Schau Dir dagegen mal den Bahnhofplan (http://mct.sbb.ch/mct/infra_services-uebersicht-bahnhofplaene-aarau-a4.pdf) von Aarau (19000 Einwohner) an.
Also, wenn sich ein Coop für 19000 Einwohner lohnt, dann lohnt sich auch ein Lidl für 70000.
Supermärkte hat die Stadt Celle sicherlich genügend.
Ich kenn Aarau nicht, nicht die Stadtstruktur etc.
Aber......
"Der Bahnhof Aarau liegt an zentraler, stark frequentierter Lage: Täglich verlassen mehr als 30 000 Pendlerinnen und Pendler die Stadt, und jeden Tag kommen 16'000 Personen nach Aarau an ihren Arbeitsplatz. Im Raum Aarau leben 80 000 Menschen und die Stadt bietet 23 000 Arbeitsplätze."
http://mct.sbb.ch/mct/immobilien/immobilien_projekte/immobilien_projekte_aarau/immobili...
Das spricht eine andere Sprache und ist so nicht mit Celle vergleichbar.
Das wird aus S21!
Holger2, Montag, 28.03.2011, 23:18 (vor 5494 Tagen) @ Fabi
Natürlich wird es eine Lounge geben, aber wie soll sie an Tageslicht kommen? Kommt über jedes Geschäft ein Glasauge? Fenster stelle ich mir auch schwierig vor. Wie sowas aussieht, sieht man in Düsseldorf.
Hallo,
also ehrlich gesagt: natürlich hat die Bahnlounge in Stuttgart derzeit Tageslicht. Und ich sehe überhaupt keinen Grund, warum die Bahnlounge nicht einfach da bleiben sollte, wo sie jetzt ist. Schließlich wird der Bahnhof in keinem Fall abgerissen.
Holger
Das wird aus S21!
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:01 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Hallo Fabi,
(... Nachteile für Bahnkunden ...)
Sponatn fallen mir ein:
- Dunkelheit/Enge: Ich kenne es aus Bern und es ist gar nicht toll, im Tunnel anzukommen und dann in der Enge zum Ausgang zu laufen.
Der neue Stuttgarter Durchgangsbahnhof entspricht ungefähr den Ausmaßen von Berlin Hbf (tief). Findest du es dort heute eng und dunkel?
- Zugang: Man kann heute noch ohne Rolltreppen/Lift zu benutzen zum Bahnsteig kommen.
Stimmt. Dabei ergeben sich im Extremfall Laufwege von fast einem Kilometer (Mitte Klettpassage zum Ende von Bahnsteig 15/16).
Gerade weil in den nächsten Jahren immer mehr ältere Menschen in unserer Gesellschaft leben, sind die insgesamt deutlich kürzeren Wege des Durchgangsbahnhofs ein klarer Vorteil.
- Gleise: Die acht Gleise reichen bei der betrieblichen Leistung niemals, bzw. die ganzen Regionalanschlüsse müssen aus Platzgründen davon fahren.
Die Leistungsfähigkeit des Durchgangsbahnhof wurde von Professor Martin mit rund 70 Zügen je Stunde angegeben. Selbst wenn man etwas längere Haltezeiten veranschlagt und die Betriebsqualität ebenfalls mit betrachtet, scheint es nicht unrealistisch, jedes Gleis alle 10 bis 15 Minuten mit einem Zug zu besetzen.
Die Qualität eines Fahrplans hängt _nicht_ davon ab, wie viele Züge möglichst lange gleichzeitig in einem Bahnhof stehen. Vielmehr sind die tatsächlichen Übergangszeiten sowie die Anschlusssicherheit interessant. Ein gut gemachter Fahrplan kann durchaus auch in einem Kopfbahnhof funktionieren.
- Platz: Es gibt keinen Platz mehr um Sonderzüge warten zu lassen. Egal ob Fussball oder Kirchentag.
Wieso? Die Grundlast des geplanten Durchgangsbahnhof soll irgendwo in der Größenordnung von 35 Zügen pro Stunde liegen. Genauso wie heute wird man zur Spitzenstunde kaum eine halbe Stunde einen Sonderzug in ein Gleis stellen können, aber sonst?
Da kann amn beliebig weitermachen. Details sind ja nicht bekannt, aber wird es z.B. eine Lounge mit Tageslicht geben?
Warum nicht? Die Lounge könnte am heutigen Standort bleiben oder auch in das nördliche Bahnhofsgebäude ziehen. In der Bahnsteighalle sind meines Wissens keine größeren Bauten vorgesehen.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 00:21 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Und die NBS steht auch nicht in Frage, denn die ist auch bei K21 enthalten.
Da bist Du einer der wenigen, die das durchschaut haben. Wie das erfolgreich gelöst werden könnte, kann man hier nachlesen: http://infra.sbb.ch/durchmesserlinie
Für wie wahrscheinlich hältst Du es, dass diese Variante nun ernsthaft in Erwägung gezogen wird?
--
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Das wird aus S21!
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 00:26 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Das wird man sehen.
Aber hätte man das von Anfang an, inklusive Volksabstimmung, so gemacht, wäre man jetzt wohl schon fertig.
Man hat genau die gleiche Probleme wie in Zürich, Flughafenanbindung (in ZH erledigt), Platzmangel und eine schnelle Ost-West-Strecke.
Das so bauen, ein zweites Gleis dazu für die Gäubahn und dann die IC nach Zürich stündlich via Flughafen und die ganze Sache würde wohl vorallem bei Grünen auf Zustimmung stossen.
Fabi
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 00:34 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Ich glaube die "Züricher Lösung" würde auf breiten Zuspruch in der Bevölkerung stoßen, weil er einerseits eine Variante von K21 ist, und gleichzeitig das Hauptargument der Befürworter beinhaltet: Durchgangsbahnhof.
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
--
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Das wird aus S21!
ICE-TD, Montag, 28.03.2011, 00:37 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
Ein Problem dabei dürfte die Finanzierung sein, Grundstückserlöse gäbe es ja nicht.
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 00:48 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
Ein Problem dabei dürfte die Finanzierung sein, Grundstückserlöse gäbe es ja nicht.
Ein Teil der ehemaligen Bahnhofsfläche ist bereits bebaut und Geld dafür eingenommen, und auch bei K21 müsste etwas Fläche frei werden. Aber es ist richtig, es wird weniger Geld zur Verfügung stehen.
Andererseits kann man S21 ohnehin nicht, wie man Anfangs dachte, nur durch die Grundstücksverkäufe finanzieren. Diese Einnahmen sind inzwischen gar nicht mehr so großer Anteil an den gesamtkosten.
Und was auch immer verschwiegen wird: Der dann nicht benötigte Platz des ehemaligen Rangierbahnhofes in Untertürkheim kann man auch verkaufen, wenn auch nicht ganz so teuer.
--
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Das wird aus S21!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 00:58 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
hatte man das?
War das nicht eines der Planungen in den 80ern?
....bevor man dann auf günstigere vorteilhaftere Lösungsmöglichkeiten kam.
Ein Problem dabei dürfte die Finanzierung sein, Grundstückserlöse gäbe es ja nicht.
Ein Teil der ehemaligen Bahnhofsfläche ist bereits bebaut und Geld dafür eingenommen, und auch bei K21 müsste etwas Fläche frei werden. Aber es ist richtig, es wird weniger Geld zur Verfügung stehen.
Andererseits kann man S21 ohnehin nicht, wie man Anfangs dachte, nur durch die Grundstücksverkäufe finanzieren.
hatte man das?
Kannst Du eine Quelle benennen, aus der dieses hervorgeht?
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 01:04 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
hatte man das?
War das nicht eines der Planungen in den 80ern?
....bevor man dann auf günstigere vorteilhaftere Lösungsmöglichkeiten kam.
Man hat diese Variante wohl nie ernsthaft in Erwägung gewogen. Hat das nicht sogar Herr Geißler während der Schlichtung kritisiert?
Andererseits kann man S21 ohnehin nicht, wie man Anfangs dachte, nur durch die Grundstücksverkäufe finanzieren.
hatte man das?
Kannst Du eine Quelle benennen, aus der dieses hervorgeht?
Um diese Uhrzeit leider nur meinen Kopf.
Ich habe in Erinnerung, dass man ganz am Anfang uns Bürgern Erzählt hat, dass man das Projekt mit den Grundstücksverkäufen finanzieren wird. Ich unterstelle darin auch keine Lüge sondern eine Annahme, die sich später als nicht möglich herausgestellt hat.
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Das wird aus S21!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 01:35 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
hatte man das?
War das nicht eines der Planungen in den 80ern?
....bevor man dann auf günstigere vorteilhaftere Lösungsmöglichkeiten kam.
Man hat diese Variante wohl nie ernsthaft in Erwägung gewogen. Hat das nicht sogar Herr Geißler während der Schlichtung kritisiert?
So wie ich das in Erinnerung habe durchaus schon (ernsthaft in Erwägung gewogen),
war Planungsstand etc. angedacht von Heimerl....
Hab jetzt zu dieser Uhrzeit aber auch keine Lust & Kraft entsprechend nachzulesen oder Schlichtungsvideos/protokolle durchzugehen.
Andererseits kann man S21 ohnehin nicht, wie man Anfangs dachte, nur durch die Grundstücksverkäufe finanzieren.
hatte man das?
Kannst Du eine Quelle benennen, aus der dieses hervorgeht?
Um diese Uhrzeit leider nur meinen Kopf.
Ich habe in Erinnerung, dass man ganz am Anfang uns Bürgern Erzählt hat, dass man das Projekt mit den Grundstücksverkäufen finanzieren wird. Ich unterstelle darin auch keine Lüge sondern eine Annahme, die sich später als nicht möglich herausgestellt hat.
Kopf & Erinnerung helfen da nich viel (bei der Uhrzeit hab ich Verständnis ;) )
Dass das als Erinnerung so im Kopf hängen geblieben sei, kann ich durchaus nachvollziehen.
bigbug21 hatte vor paar Monaten mal angefragt, glaub bei DSO, genau diese Fragestellung,
Frage nach Belege, Quelle für die von Dir hier aufgestellte These.
Es kam keine einzige Antwort (bei dem Forum dort eh kein Wunder^^).
Ich hatte da dann sämtliche Bücher, Prospekte, Machbarkeitsstudie, Fachartikel, Veröffentlichungen etc. aus der Zeit durchgelesen - doch nirgends war ein Satz zu finden, dass das gesamte Projekt allein nur durch die Grundstückserlöse & Bebauungen zu finanzieren sei, einfach nur "u.a. mit diesen", aber nicht ausschließlich nur.
Daher meine durchaus auch ernstgemeinte Frage, wenn Du eine solche Quelle findest, her damit.
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 01:44 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Ich schaue morgen mal, ob ich die Hochglanzbrochure finde.
Ich will nicht abstreiten, dass die These* nicht stimmt. Ich sage ja, es sind meine Erinnerungen. Aber so kam es definitiv bei mir an.
*ich möchte mich da nicht festlegen, dass es wirklich 100% durch Grundstücksverkäufe sein sollten oder "der allergrößte Anteil". Es ging da darum, dass der Bahnhof zwar sehr teuer würde, das aber durch diese Grundstücksverkäufe genug Geld rein kommt.
Das müsste so um 1995 gewesen sein.
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Das wird aus S21!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 02:24 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Ich schaue morgen mal, ob ich die Hochglanzbrochure finde.
Ich will nicht abstreiten, dass die These* nicht stimmt. Ich sage ja, es sind meine Erinnerungen. Aber so kam es definitiv bei mir an.
*ich möchte mich da nicht festlegen, dass es wirklich 100% durch Grundstücksverkäufe sein sollten oder "der allergrößte Anteil". Es ging da darum, dass der Bahnhof zwar sehr teuer würde, das aber durch diese Grundstücksverkäufe genug Geld rein kommt.Das müsste so um 1995 gewesen sein.
Auf den Seiten von www.stuttgart21.de gibts Material zum runterladen & online einsehen:
http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/siteutilities/header/downloads/default.aspx
+ Die Machbarkeitsstudie - Stuttgart 21 | 1994 +
http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/de-DE/download/1994_S21_Die_Machbarkeitsstudie.pdf
bzw. online durchblättern:
http://pdf.bahnprojekt-s-ulm.com/Machbarkeitsstudie
Dort werden auf Seite 32 die Investitionskosten von Stuttgart21 benannt mit 4,8 Mrd DM,
2 Seiten weiter, auf Seite 34 wird eine Erlösprognose aus der Grundstücksverwertung von 2,1 Mrd DM genannt.
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 11:25 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Danke für den Link.
Zu meiner Aussage über die "Züricher Lösung" habe ich eben im Schlichterspruch nachgeschaut:
Notwendig ist zudem, daß Alternativen offiziell ermöglicht und geprüft werden. Das Fehlen dieser Möglichkeit war einer der größten Schwächen im Verfahren von S 21. Wäre die Ursprungsplanung von Prof. Heimerl, ähnlich der sogenannten Züricher Lösung, oder andere Pläne wie z. B. K 21 gleichberechtigt zu S 21 in den Planfeststellungsverfahren zur Debatte gestellt worden
KLICK (S. 6 in der Mitte)
Wegen der Finanzierung schaue ich noch ob ich was finde. Es müsste schätzungsweise in einer der ersten Hochglanzbrochuren stehen, möglicherweise noch älter als die von Dir genannte Machbarkeitsstudie.
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Das wird aus S21!
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:25 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
Zu meiner Aussage über die "Züricher Lösung" habe ich eben im Schlichterspruch nachgeschaut:
Notwendig ist zudem, daß Alternativen offiziell ermöglicht und geprüft werden. Das Fehlen dieser Möglichkeit war einer der größten Schwächen im Verfahren von S 21. Wäre die Ursprungsplanung von Prof. Heimerl, ähnlich der sogenannten Züricher Lösung, oder andere Pläne wie z. B. K 21 gleichberechtigt zu S 21 in den Planfeststellungsverfahren zur Debatte gestellt worden
KLICK (S. 6 in der Mitte)
[...]
Im Grunde hat Herr Dr. Geißler mit dieser Aussage ein Stück weit unrecht.
Wie sich dem Erläuterungsbericht in den Planfeststellungsunterlagen entnehmen lässt, wurden neben der S21-Lösung allein im Bereich des Hauptbahnhofs etwa 30 verschiedene Varianten einbezogen. Darunter waren die großen K21-Vorläufervarianten "KOMBI" und "LEAN", die in diesem Zuge auch vertieft untersucht wurden, aber auch etwa zwei dutzend Varianten, die von Bürgern vorgeschlagen wurden. Dabei wurden alle möglichen Vorschläge erörtert und schließlich verworfen. Dazu gehören auch exotische Varianten wie ein Durchgangsbahnhof in Hochlage über den bestehenden Gleisen oder auch ein Durchgangsbahnhof parallel unterhalb der bestehenden Kopfbahnhof-Gleise.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Gefunden!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 11:44 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
So, ich glaube ich habs gefunden, und zwar in der Von Dir verlinkten Machbarkeitsstudie:
- Die Renovierung des bestehenden Bahnhofes ("Weiterführungsfall", S. 33) kostet 2,9 Mrd DM
- S21 kostet 4,8 Mrd DM. Durch die Grundstücksverkäufe werden aber 2,1 Mrd DM eingenommen, was eine Investition von nur noch 2,7 Mrd DM ergibt
- ...
Argumentation: Dieser an sich sehr teure Bahnhof kann soweit durch Grundstücksverkäufe finanziert werden, dass er nicht teurer wird als eine sowieso notwendige Renovierung des alten Bahnhofes.
:)
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Gefunden
Henrik, Montag, 28.03.2011, 12:52 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
So, ich glaube ich habs gefunden, und zwar in der Von Dir verlinkten Machbarkeitsstudie:
- Die Renovierung des bestehenden Bahnhofes ("Weiterführungsfall", S. 33) kostet 2,9 Mrd DM
- S21 kostet 4,8 Mrd DM. Durch die Grundstücksverkäufe werden aber 2,1 Mrd DM eingenommen, was eine Investition von nur noch 2,7 Mrd DM ergibt
- ...
Argumentation: Dieser an sich sehr teure Bahnhof kann soweit durch Grundstücksverkäufe finanziert werden, dass er nicht teurer wird als eine sowieso notwendige Renovierung des alten Bahnhofes.
:)
hehe ;))
aber das sind Deine Formulierungen, das steht so nicht in der Machbarkeitsstudie.^^
Also die Erlösprognose aus der Grundstücksverwertung von 2,1 Mrd DM stellen keine 100% der Investitionssumme von 4,8 Mrd DM dar und auch nicht "der allergrößte Anteil", auch keine 50% - aber sicher absolut gesehen eine hohe Summe.
Hier die Anfrage bei DSO von bigbug21:
Ehemals geplante Komplettfinanzierung durch Immobilienerlöse?! 17.10.10 15:38
Gefunden
Steffen, Montag, 28.03.2011, 13:03 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
aber das sind Deine Formulierungen, das steht so nicht in der Machbarkeitsstudie.^^
Richtig ;))
Also die Erlösprognose aus der Grundstücksverwertung von 2,1 Mrd DM stellen keine 100% der Investitionssumme von 4,8 Mrd DM dar und auch nicht "der allergrößte Anteil", auch keine 50% - aber sicher absolut gesehen eine hohe Summe.
Nicht die Gesamtkosten, sondern die Zusatzkosten (gegenüber einer Renovierung) sollten zu 100% aus den Immobilienverkäufen gedeckt werden. So sollte es also richtig heißen, und das wurde auch stets betont: (sinngemäß) "Für den Bürger gibt es keine Mehrkosten als ohnehin notwendig".
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Gesamtfinanzierung durch Grundstücke...
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:22 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Hi,
[...]
[Refinanzierung durch Grundstücke]
Ich hatte da dann sämtliche Bücher, Prospekte, Machbarkeitsstudie, Fachartikel, Veröffentlichungen etc. aus der Zeit durchgelesen - doch nirgends war ein Satz zu finden, dass das gesamte Projekt allein nur durch die Grundstückserlöse & Bebauungen zu finanzieren sei, einfach nur "u.a. mit diesen", aber nicht ausschließlich nur.
Daher meine durchaus auch ernstgemeinte Frage, wenn Du eine solche Quelle findest, her damit.
Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Trotz einer niedrigen vierstelligen Zahl von gesichteten Artikeln (darunter beispielsweise auch die komplette Berichterstattung der "Süddeutschen Zeitung" und weite Teile der FAZ) ließ sich bislang kein Beleg für diese These finden.
Daneben habe ich gerade auf http://www.ice-treff.de/index.php?id=112496 etwas dazu geschrieben.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Gesamtfinanzierung durch Grundstücke offenbar nie geplant
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:18 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
Ein Problem dabei dürfte die Finanzierung sein, Grundstückserlöse gäbe es ja nicht.
Ein Teil der ehemaligen Bahnhofsfläche ist bereits bebaut und Geld dafür eingenommen, und auch bei K21 müsste etwas Fläche frei werden. Aber es ist richtig, es wird weniger Geld zur Verfügung stehen.Andererseits kann man S21 ohnehin nicht, wie man Anfangs dachte, nur durch die Grundstücksverkäufe finanzieren.
Das ist offenbar falsch, siehe auch http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kosten_und_Finanzierung_von_Stuttgart_21&...
Das Ende 1995 vorgelegte "Synergiekonzept" ist meines Wissens das erste Papier, das eine konkrete Finanzierung aufzeigt. Demnach sollten von geschätzten 4,975 Mrd. DM Gesamtkosten 2,175 DM durch Grundstückserlöse gedeckt werden.
Die (praktisch) vollständige Finanzierung durch Immobilienerlöse scheint zu den vielen Mythen zu gehören, die mittlerweile rund um das Projekt Stuttgart 21 kursieren. Ebenso wenig wie für diese Behauptung konnte ich beispielsweise für die vielfach zitierte Aussage des "bestgeplanten Bahnprojekts (aller Zeiten)" bei der Sichtung zahlreicher Quellen finden (alle Aussagen, die es dazu gibt, scheinen mit Einschränkungen gemacht worden zu sein, die so auch weiterhin zutreffen).
Für gegenteilige Hinweise wäre ich äußerst dankbar.
Diese Einnahmen sind inzwischen gar nicht mehr so großer Anteil an den gesamtkosten.
Das stimmt, und das muss man auch ganz klar sagen: Der Landesanteil an der Finanzierung hat sich von rund 200 Mio. DM (1995) auf mehr als 700 Mio. Euro (2011) vervielfacht.
Und was auch immer verschwiegen wird: Der dann nicht benötigte Platz des ehemaligen Rangierbahnhofes in Untertürkheim kann man auch verkaufen, wenn auch nicht ganz so teuer.
Das stimmt. Andererseits muss man auch sehen, dass ein Teil der verkauften Flächen gar nicht Teil der offiziellen S21-Finanzierung ist.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Gesamtfinanzierung durch Grundstücke offenbar nie geplant
Steffen, Montag, 28.03.2011, 16:53 (vor 5495 Tagen) @ bigbug21
Hi Peter,
nimm bitte meine Aussage mit der Finanzierung der Gesamtkosten durch Grundstücksverkäufe nicht zu wörtlich; es sind wohl wirklich die Zusatzkosten, was ja aus den Zahlen hervorgeht.
Dass ich (und offensichtlich auch viele andere) das als Gesamtkostenmm verstanden haben liegt wahrscheinlich daran, dass man damals nicht ganz so genau hingehört hat, als erklärt wurde, dass die hohen Ausgaben gar nicht so teuer zu stehen kommen, und man vielleicht auch die Grundstückserlöse so sehr betont hat (gegenüber der "gesamten Wahrheit"), dass das einfach hängen geblieben ist.
Ich möchte daraus auch niemandem einen Vorwurf machen.
Viele Grüße vom Ort des geschehens
Steffen
--
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Gesamtfinanzierung durch Grundstücke offenbar nie geplant
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 17:09 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen
[...]
nimm bitte meine Aussage mit der Finanzierung der Gesamtkosten durch Grundstücksverkäufe nicht zu wörtlich; es sind wohl wirklich die Zusatzkosten, was ja aus den Zahlen hervorgeht.Dass ich (und offensichtlich auch viele andere) das als Gesamtkostenmm verstanden haben liegt wahrscheinlich daran, dass man damals nicht ganz so genau hingehört hat, als erklärt wurde, dass die hohen Ausgaben gar nicht so teuer zu stehen kommen, und man vielleicht auch die Grundstückserlöse so sehr betont hat (gegenüber der "gesamten Wahrheit"), dass das einfach hängen geblieben ist.
Hmm... ich habe gerade noch einmal flüchtig meinen Stapel an digitalen Quellen durchgesehen, fand aber auch für eine solche explizite Aussage der Projektträger keinen Beleg.
Seis drum, im Moment gibt es genügend andere Themen, denen es in diesem Zusammenhang nachzugehen gilt. ;-)
Ich möchte daraus auch niemandem einen Vorwurf machen.
Da geht es mir ähnlich.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Grundstückserlöse bei K21
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:19 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Hallo ICE-TD,
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
Ein Problem dabei dürfte die Finanzierung sein, Grundstückserlöse gäbe es ja nicht.
Das ist falsch. Die Flächen am Nordbahnhof stünden beispielsweise selbst bei der in dieser Hinsicht ungünstigen K21-Variante (Erhalt Betriebswerk Rosenstein u. a.) zur Verfügung.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Das wird aus S21!
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:13 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
Ich glaube die "Züricher Lösung" würde auf breiten Zuspruch in der Bevölkerung stoßen, weil er einerseits eine Variante von K21 ist, und gleichzeitig das Hauptargument der Befürworter beinhaltet: Durchgangsbahnhof.
Leider hatte man die Türen für diesen Kompromiss von Anfang an verschlossen.
Das ist so sachlich nicht ganz richtig. Diese "Kombi"-Variante (zwei- bzw. viergleisiger Durchgangsbahnhof unter einem modernisierten bis zu 16-gleisigen Kopfbahnhof) wurde in den 1990er Jahren diskutiert und war auch Gegenstand von Raumordnungs- und (eingeschränkt) Planfeststellungsverfahren.
Letztlich hat man sich gegen diese Variante entschieden, ebenso wie gegen rund 30 weitere Varianten, die für den Hauptbahnhof angedacht waren. Maßgeblich für die Entscheidung gegen die Kombi-Lösung waren laut Unterlagen damals höhere Kosten (Komplettsanierung Kopfbahnhof zzgl. Kosten für den Durchgangsbahnhof) bei gleichzeitig wesentlich niedrigerem städtebaulichen Nutzen (weniger freiwerdende Flächen, dazu deren geringere Standortqualität).
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Das wird aus S21!
ICE-TD, Montag, 28.03.2011, 00:36 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Zumindestens wäre ein zweigl.(4 Bahnsteiggleise) unterirdischer Durchgangsbahnhof ein vernünftiger Kompromiß, hoffentlich hält man wenigstens an der NBS nach Ulm fest.
Das wird aus S21!
echter HGV, Montag, 28.03.2011, 08:01 (vor 5495 Tagen) @ ICE-TD
Dass so ein Bahnhof noch gebaut wird halte ich für den unwahrscheinlichsten Fall.
1. Es gibt hierfür überhaupt keine Ansätze, wie dieser Bahnhof gebaut werden soll. Da ist selbst K21 weiter.
2. Das wahrscheinlich teuerste Bauwerk von S21, der Fildertunnel, müsste auch gebaut werden. Der Feuerbacher Tunnel müsste auch noch gebaut werden.
3. Der Bahnhof müsste im Gegensatz zu S21 unter den S- Bahn Gleisen verlaufen. Ich weiß jetzt nicht ob da noch ein Stadtbahntunnel im Weg ist aber es dürfte dann ein wirklicher Kellerbahnhof werden. Auf jeden Fall müsste dieser Bahnhof komplet ohne Tageslicht auskommen.
S21 soll in einer offenen Baugrube errichtet werden. Dies wäre wohl beim Durchgangsbahnhof light nicht möglich. Ich weiß jetzt nicht genau, wie man so etwas bauen kann aber die Kosten dürften schon denen des S21 Bahnhofs entsprechen. Auch könnte ich mir vorstellen, dass die Baukosten für die Tunnel steigen dürften.
Einen kleiner Durchgangsbahnhof, der für manche Städte ein sinvolle Lösung ist, halte ich in Stuttgart nicht für eine solche. Da ist S21 doch eine gute Lösung.
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 11:53 (vor 5495 Tagen) @ echter HGV
2. Das wahrscheinlich teuerste Bauwerk von S21, der Fildertunnel, müsste auch gebaut werden. Der Feuerbacher Tunnel müsste auch noch gebaut werden.
3. Der Bahnhof müsste im Gegensatz zu S21 unter den S- Bahn Gleisen verlaufen. Ich weiß jetzt nicht ob da noch ein Stadtbahntunnel im Weg ist aber es dürfte dann ein wirklicher Kellerbahnhof werden. Auf jeden Fall müsste dieser Bahnhof komplet ohne Tageslicht auskommen.
Warum das?
Wenn man den "ICE-Bahnhof" parallel zum S-Bahnhof baut,
- Braucht man keinen Feuerbacher Tunnel
- Kann man ihn vom Betriebsbahnhof Rosenstein erreichen
- Ist kein Stadtbahntunnel im Weg
Evtl. kann man vom Kopfbahnhof 2 Gleise weglassen, darunter einen viergleisigen Tiefbahnhof bauen und durch die fehlenden Gleise mit Tageslicht "versorgen". So ein "Loch" gibt es auch in Antwerpen, allerdings ohne Tageslicht, das hat aber andere Gründe.
Die Baukosten wären ungefähr K21-Anbindung SFS+Fildertunnel.
--
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Fernbahn-Tiefgarage: Bologna Centrale
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 28.03.2011, 12:47 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 28.03.2011, 12:47
Wenn man den "ICE-Bahnhof" parallel zum S-Bahnhof baut,
- Braucht man keinen Feuerbacher Tunnel
- Kann man ihn vom Betriebsbahnhof Rosenstein erreichen
- Ist kein Stadtbahntunnel im Weg
Evtl. kann man vom Kopfbahnhof 2 Gleise weglassen, darunter einen viergleisigen Tiefbahnhof bauen und durch die fehlenden Gleise mit Tageslicht "versorgen". So ein "Loch" gibt es auch in Antwerpen, allerdings ohne Tageslicht, das hat aber andere Gründe.
Eine ähnliche Konstruktion soll in Bologna Centrale gebaut werden.
Hier liegen die Ferngleise also 23 Meter tief in einem Kellerbahnhof (wohl noch mehr Keller als Stuttgart Hbf wird, aber nicht so Keller wie die Pariser S-Bahnhöfe sind = 35 Meter tief).
Allerdings ist mir nicht klar, wie die nicht-haltende Züge hier vorbeirasen sollen; alle 4 Gleise sollen ja Bahnsteige haben.
Der oberirdische Bahnhof wird beibehalten, wenn auch etwas kleiner.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Fernbahn-Tiefgarage: in Parallellage zu den S - Bahngleisen
Holger2, Montag, 28.03.2011, 23:31 (vor 5494 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
ein solcher Bahnhof wurde aus mehreren guten Gründen verworfen:
1. Die Gleise kommen vom Nordbahnhof von oben aus Hochlage an und müsste dann unter dem jetzigen Gleisvorfeld durchtauchen - das heißt in der Zuführung sind extreme Steilstrecken erforderlich.
2. Der S - Bahnhof wurde gemeinsam mit der U - Bahn in einem Bauwerk gebaut. Nicht so der neue Fernbahnhof, der unter dem bestehenden U - Bahnhof am Arnulf - Klett - Platz durchtauchen muss. Eine solche Tieflage ist in Stuttgart wegen der Mineralwasserschichten unmöglich. Tatsächlich kann kein Bauwerk unterhalb der S - Bahnebene gebaut werden.
3. Ein solcher Eisenbahntunnel müsste in einem großen Bogen die gesamte Altstadt kreuzen, was sicherlich angesichts all der U - Bahnen, großen Bauwerke mit ihren Fundamenten und Abwasserkanälen extrem teuer werden dürfte.
Fazit: Ein Parallelbahnhof ist ein schöner Traum - genauso realistisch wäre es, ein Formel 1 - Rennauto für den Straßenverkehr zuzulassen. Realistisch geht dies nicht.
Holger
Durchgangsbahnhof in Parallel-Tieflage
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 15:33 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
[...]
Wenn man den "ICE-Bahnhof" parallel zum S-Bahnhof baut,
[...]
Auch diese Variante wurde im Zuge des Planfeststellungsverfahrens erörtert und letztlich verworfen. Wenn ich mich recht entsinne, sprachen geringere Refinanzierungsmöglichkeiten (fehlende Gründstückserlöse) bei gleichzeitig insgesamt hohen Kosten und einer mehrere Kilometer verlängerten Tunneltrasse dagegen.
Ich könnte *******, dass die DB bis heute nicht in der Lage ist, diese elementaren Grundlagenuntersuchungen offenzulegen. Andere Verkehrsprojektträger sind da längst weiter.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Durchgangsbahnhof in Parallel-Tieflage
Steffen, Montag, 28.03.2011, 17:04 (vor 5495 Tagen) @ bigbug21
Hallo Peter,
[...]
Wenn man den "ICE-Bahnhof" parallel zum S-Bahnhof baut,
[...]
Auch diese Variante wurde im Zuge des Planfeststellungsverfahrens erörtert und letztlich verworfen. Wenn ich mich recht entsinne, sprachen geringere Refinanzierungsmöglichkeiten (fehlende Gründstückserlöse) bei gleichzeitig insgesamt hohen Kosten und einer mehrere Kilometer verlängerten Tunneltrasse dagegen.
Andererseits könnte die DB jetzt unter den geänderten Voraussetzungen den "Trumpf" aus dem Ärmel ziehen ;)
Denn offensichtlich (lt. Deinen Worten) sprachen nur/vor allem Kosten dieser Variante entgegen - und das bei den verhältnismässig niedrig angesetzten Kosten für S21 von damals. Ein Vergleich der Kosten mit "S21 Plus" nach heutigem Stand wäre sehr interessant!
Und ich bin mir sicher, sie könnte dann ohne große Gegenwehr bauen!
Wieso wird der Tunnel dann mehrere Kilometer länger? Mehr als einen Kilometer dürfte es nicht sein.
Ich könnte *******, dass die DB bis heute nicht in der Lage ist, diese elementaren Grundlagenuntersuchungen offenzulegen. Andere Verkehrsprojektträger sind da längst weiter.
Die DB scheint aus der Schlichtung nichts gelernt zu haben: Nachdem vor einer(?) Woche die Grünen ihren selbst in Auftrag gegebenen Stresstest vorgelegt haben, war von der DB zu hören, dass das Ergebnis überhaupt nicht stimmt - als Beweis dient ein fertiger Fahrplan für das Jahr 2020, den man aber nicht rausrücken möchte.
Ich kann darüber nur den Kopf schütteln.
--
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Durchgangsbahnhof in Parallel-Tieflage
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 18:44 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
[... Durchgangsbahnhof parallel zum S-Bahnhof ...]
Andererseits könnte die DB jetzt unter den geänderten Voraussetzungen den "Trumpf" aus dem Ärmel ziehen ;)
Denn offensichtlich (lt. Deinen Worten) sprachen nur/vor allem Kosten dieser Variante entgegen - und das bei den verhältnismässig niedrig angesetzten Kosten für S21 von damals. Ein Vergleich der Kosten mit "S21 Plus" nach heutigem Stand wäre sehr interessant!
Und ich bin mir sicher, sie könnte dann ohne große Gegenwehr bauen!
Für einen solchen Bau wäre zumindest ein neues Planfeststellungsverfahren sowie, darauf aufbauend, eine komplett neue Finanzierung erforderlich. Gerade die Stadt wäre sicher alles andere als erfreut, ihre Pläne der neuen Flächen in wesentlichen Teilen begraben zu müssen und auch die DB wäre sicherlich nicht erfreut, die laufende Durchführung des Projekts abzuwürgen und fast vollständig bei null anzufangen.
Wieso wird der Tunnel dann mehrere Kilometer länger? Mehr als einen Kilometer dürfte es nicht sein.
Eine schnelle Ausfahrt nach dem Vorbild des geplanten Fildertunnels erfordert Radien in der Größenordnung von zumindest 1.000 m (160 km/h), im weiteren Verlauf eher 2.300 m (250 km/h). Gegenüber der vergleichsweise direkten Ausfahrt Richtung Flughafen würde dieser implizit vorgeschlagene Bogen sicher mehr als einen Kilometer zusätzliche Trasse bedeuten. Wie viel genau, das hängt wiederum unter anderem von den Anhydritvorkommen ab, die bei dieser Trasse offenbar weitgehend von vorne zu erkunden wären...
Ich könnte *******, dass die DB bis heute nicht in der Lage ist, diese elementaren Grundlagenuntersuchungen offenzulegen. Andere Verkehrsprojektträger sind da längst weiter.
Die DB scheint aus der Schlichtung nichts gelernt zu haben: Nachdem vor einer(?) Woche die Grünen ihren selbst in Auftrag gegebenen Stresstest vorgelegt haben, war von der DB zu hören, dass das Ergebnis überhaupt nicht stimmt - als Beweis dient ein fertiger Fahrplan für das Jahr 2020, den man aber nicht rausrücken möchte.
Ja, diese Nahezu-Null-Kommunikation ist sicher ein Teil des Problems. Kommunikationsleute, deren Eisenbahn- und Projektkenntnisse sich umgekehrt proportional zu der Zahl der ihnen gegenüber stehenden Hierarchien und Entscheidungsstufen bewegt, sollen kurzfristig eine solide Sachkommunikation gegen so genannte Verkehrsexperten betreiben, die Papiere zunächst an die Presse geben und erst einige Tage der DB übergeben. Eine Sachdiskussion sieht fürwahr anders aus.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
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unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Da fällt mir was aus der Kategorie *SCNR* ein
safe go, Chemnitz, Montag, 28.03.2011, 09:21 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Ich hoffe doch mal sehr, dass sich die Grün-Roten, falls sie die Macht erhalten, sich nicht wie in NRW anstellen und das Land runterwirtschaften und wir unbeteiligte das gesamtdeutsch dann wieder ausbaden müssen ...
Die "Oben bleiber" sind heute am Feiern bzw. der harte Kern nimmt den Ausstieg aus dem Bahnhof bereits selbst in die Hand: "Am späteren Abend stießen mehrere Dutzend Stuttgart 21-Gegner Bauzäune eines abgesperrten Geländes am Nordflügel des Hauptbahnhofs um. Ein Großaufgebot der Polizei drängte die Randalierer zunächst zurück und stellte die Zäune wieder auf. Allerdings rissen die Demonstranten die Barrieren erneut um. Die Sicherheitskräfte zogen sich daraufhin zurück."
Bestimmt kommt jetzt gleich wieder die Anmerkung, dass dies ein schlechter Vergleich sei: Dieses Zitat (habe mir den Originalartikel nicht angeschaut) zeigt mir eine Aktion, die moralisch vielleicht von vielen befürwortet ist, aber ein Gesetzesverstoß darstellt, analog zu den Blockaden auf genehmigten Demorouten der Rechten ...
Krawall braucht es da nicht, aber es geht auch nur um Zäune und nicht um Menschenleben. Grundsätzlich sollten die Bauarbeiten schnell eingestellt werden, dann hören auch die Demonstrationen auf.
Wie man bei dem Konflikt mit den Parkzertramplern gesehen hat, werden da ganz schnell Menschenleben draus. Und wenn das kein Krawall ist, dann weiß ich auch nicht ...
Ich kann mir gut vorstellen, dass man es schafft zu informieren und selbst der ultrakonservativste Landbewohner sollte es doch unsinnig finden, dass er für etwas bezahlen muss, was er gar nicht nutzt.
Ich würde sagen, dass wir Bahnfahrer uns zusammenschließen sollten und versuchen sollten, Wohngebiete an geplanten Straßentrassen zu errichten und diese dann damit zu blockieren. Denn wofür sollten wir den Bau von etwas zulassen, dass uns gar nichts nützt? (so, dass war jetzt der eigentliche *SCNR*-Teil)
Da fällt mir was aus der Kategorie *SCNR* ein
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 09:37 (vor 5495 Tagen) @ safe go
Ich hoffe doch mal sehr, dass sich die Grün-Roten, falls sie die Macht erhalten, sich nicht wie in NRW anstellen und das Land runterwirtschaften und wir unbeteiligte das gesamtdeutsch dann wieder ausbaden müssen ...
Das halte ich für ziemlich ausgeschlossen. Dazu hat man in Baden-Württemberg zu viel Wissen. Politik ist das eine, aber nur mit Politik baut man keine Wirtschaft auuf, dazu braucht es Menschen, die lernen, forschen und arbeiten. In anderen CDU-Ländern hat man diesen Wohlstand ja auch nicht.
Gesamtdeutsch ausbaden ist interessant, würde ja bedeuten, dass das Geld von den anderen Ländern zum "früheren Eigentümer" zurückfliesst. :-) Aber wie gesagt, keine Angst, die Autoproduktion wird nicht verboten und die vielen mittelständischen Betriebe dürfen auch weiter existieren und werden bei Umweltdingen jetzt sogar unterstützt.
Bestimmt kommt jetzt gleich wieder die Anmerkung, dass dies ein schlechter Vergleich sei: Dieses Zitat (habe mir den Originalartikel nicht angeschaut) zeigt mir eine Aktion, die moralisch vielleicht von vielen befürwortet ist, aber ein Gesetzesverstoß darstellt, analog zu den Blockaden auf genehmigten Demorouten der Rechten ...
Wie gesagt, dass hat mit grün, ... nichts zu tun. Dein Beispiel zeigt ja, wer beteiligt ist. Ob man das gut oder weniger gut findet, ist eine andere Sache.
Ich würde sagen, dass wir Bahnfahrer uns zusammenschließen sollten und versuchen sollten, Wohngebiete an geplanten Straßentrassen zu errichten und diese dann damit zu blockieren. Denn wofür sollten wir den Bau von etwas zulassen, dass uns gar nichts nützt?
Widerstand gegen nicht sivolle Dinge ist ja gut. So sarkastisch muss man es ja nicht schreiben. In Stuttgart gibt es ja bereits so eine Stadtautobahn und da wird ja ständig überlegt, wie man dort etwas verbessern kann.
Aber das Problem ist doch, dass es Menschen gibt, wie die Landbevevölkerung, denen mit anderen Dingen als einem Grossprojekt in der Landeshauptstadt mehr gedient wäre. Oder die Menschen zwischen Karlsruhe und Basel, die haben davon nichts und dort könnte man ausbauen. Oder die Pendler zwischen Stuttgart und Rottweil, ...
Fabi
Das wird aus S21!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 00:11 (vor 5495 Tagen) @ 218 466-1
Die Befürworter von S21 haben eine klare Mehrheit, da die SPD auch dafür ist und die schwarz/gelbe Opposition sowieso.
Ich sehe genau daruin eine Chance: Von den Regierungsparteien sind 50% dagegen und 50% dafür (aber nicht verfeindet), und 100% möchte das Volk beteiligen. Ich wünsche mir, dass man damit zu einem Ergebnis kommt, das von einem Großteil der Bevölkerung getragen wird, wie auch immer es aussieht.
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Was wird aus S21? - Versuch einer weiteren Antwort
Jogi, Montag, 28.03.2011, 00:26 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
Unter der Voraussetzung, es bleibt beim bisherigen Ergebnis (grün-rot oder evtl. rot-grün):
Ich denke das geht jetzt den demokratischen Weg. Die Grünen möchten den Bahnhof stoppen und deswegen das Volk befragen, die SPD (Koalitionspartner) möchte den Bahnhof bauen, aber auch vorher das Volk befragen.
Den Weg zu einem Volksentschied über S21 möchte die SPD so begehen: Klick. Ein Gesetz über den Ausstieg des Landes aus dem Projekt soll im Landtag vorgebracht, abgelehnt und schließlich zur Volksabstimmung gebracht werden. Ob das überhaupt so kommen kann, vermag ich nicht beurteilen zu können.
Es drängt sich im gleichen Atemzug die Frage auf, wie die baden-württembergische Bevölkerung zum Projekt steht. Dass so viele grün gewählt haben, spricht auf den ersten Blick dafür, dass viele dagegen sind. Doch es spielen natürlich viele andere Faktoren mit rein (schwarz-gelbe Bundespolitik, Enttäuschung über Mappus' Hard-Liner-Kurs, insb. in der Energieplotik, Fukushima, ...*). In der SWR-Sendung zur Wahl hieß es, bei der Wahl habe S21 landesweit für 15 Prozent eine wichtige Rolle gespielt, in Stuttgart waren es wie zu erwarten 35 Prozent. Schließlich ist auch jeder für den Ausbau der Rheintalbahn außer die direkt betroffenen Anwohner...
Wenn also dieser Volksentscheid kommt (kommen sollte), ist noch lange nicht entschieden, ob das Projekt in ganz Ba-Wü durchfällt oder akzeptiert wird. Oder anders gesagt:
Auf jeden Fall ist das Fragezeichen hinter dem Tiefbahnhof nicht mehr so klein wie bisher
, es existiert aber weiterhin.
Wobei sich mir noch die Frage stellt, was passiert denn mit den Grundstücken passiert, die Stuttgart von der Bahn gekauft hat? Das wird dann ein heißer Ausstiegstanz, der klaglos wird die Bahn nicht aussteigen.
Wenn man noch ein paar Monate oder Jahre weiterdenkt, was passiert denn überhaupt, wenn S21 durchfällt? Was kommt denn dann?
Sicher keine Abkopplung von HGV-Verkehr, wie Befürwörter gerne mal prophezeien, dafür ist die Region wirtschaftlich zu stark und bietet dementsprechendes Fahrgastpotential. Und ob die TGVs dann über Frankfurt nach Osten fahren, wie Oettinger es gerne mal heraufbeschwor... Wohl eher nicht, zu großer Umweg bei geringer Geschwindigkeit, spätestens zwischen Würzburg und Nürnberg.
Es bleibt also nur die Modernisierung des Kopfbahnhofs (der von mir manchmal präferierte Kompromiss eines tiefergelegten Kopfbahnhofs wird wohl nicht kommen *g*). Dann wird sich zeign, was die K21-Pläne wirklich taugen.
Grüße
Jogi
*Dann kommt IMO natürlich noch dazu, dass Mappus nicht als erster laut "HIER" gerufen hat, als der liebe Gott Sympathie verteilte, während man beim Kretschmann noch so ein positiv vertrauenserweckendes "Opa-Image" entdecken kann
Was wird aus S21?
Maggus, Ravensburg (Württ), Sonntag, 27.03.2011, 22:09 (vor 5495 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
die Parkschutz-Aktivisten sind in der Zwischenzeit gegen einen Volksentscheid, musste da vorher zweimal hinhören.
Da möchte ich niemanden sich über einen Schwarz-Gelb Schlingerkurs beschweren hören.
Mal im Ernst. Das Ding ist durch Aussteigen kommt viel zu teuer (+Neuplanungen mit Inflationszuschlägen)
Was wird aus S21?
JW, Sonntag, 27.03.2011, 22:21 (vor 5495 Tagen) @ Maggus
Hallo,
Mal im Ernst. Das Ding ist durch Aussteigen kommt viel zu teuer (+Neuplanungen mit Inflationszuschlägen)
wieso Neuplanungen? Wenn BW aussteigt, sind die Bundesmittel weg, und die Regierung Merkel wird mit Sicherheit nicht großzügig gegenüber einer Grün-Roten-Landesregierung sein - und etwas wie K21 finanzieren.
Gruß Jörg
Fährt weiter von Elbgaustraße nach Aumühle, wieso?
loco_mo, Plüschetage, Sonntag, 27.03.2011, 21:31 (vor 5495 Tagen) @ gus78
- kein Text -
S21 kommt trotzdem!
Mario, Sonntag, 27.03.2011, 22:56 (vor 5495 Tagen) @ gus78
Habe gerade aufm Liveticker von Spiegel-Online gelesen, dass es rund um den Hauotbahnhof zu Krawallen gekommen ist. Mehrere Dutzend Gegner von S21 begingen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung indem sie Bauzäune am Nordflügel umstießen. Die Polizei musste eingreifen und konnte den Mob wieder zurückdrängen.
Sieht so also der "neuer Regierungsstil" von Herrn Kretschmann aus?
S21 kommt trotzdem!
Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 23:11 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Was haben jetzt "Chaoten" mit Regierungsstil zu tun? Und das mit der "Sachbeschädigung" finde ich immer wieder lustig. Sachbeschädigung ist doch eher mit Baggern an Denkmäler herumzureissen.
So eine Aktion ist natürlich nicht sinnvoll, aber letztendlich für die Zukunft egal, denn die Wähler haben heute ja entschieden, dass grüne Themen wichtig sind und daher braucht es da wohl bald auch keine Bauzäune mehr.
Fabi
S21 kommt trotzdem!
Mario, Sonntag, 27.03.2011, 23:39 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Genau, sobald Grüne hier Sachbeschädigung und Hausfriedenbruch machen, ist es also legalisiert oder was? Sorry, aber genau den Eindruck bringst du gerade damit rüber. Wer immer so stark nach Demokratie schreit, sollte sich besser hüten, diese nicht mit Ochlokratie per Faustrecht zu verwechseln.
Erst vor zwei Wochen ist einen Stadtrat hier in unserem Regierungsbezirk die Hauswand beschmierte worden, nur weil er sich gegen ein - grünes - Photovoltaik-Projekt ausgesprochen hat. Gezielte Einschüchterung von Entscheidungsträgern für grüne Ziele, aber selber schlachtet man den Wasserwerfereinsatz als Angriff auf die Demokratie aus. Was kommt als nächstes?
S21 kommt trotzdem!
Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 23:47 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Nein, aber ich sehe auf dem Photo, das ich gefunden habe, auch nichts grünes.
=> http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7825994/1cfrh7c/index.html
Ich glaube, Du verwechselst da was. Chaoten, die grün/links immer dabei sind, haben nichts mit grünem Regierungstil zu tun.
Und Sachbeschädigung? Dazu muss man schauen, was kapputt ist. Nur Zaun umschmeissen wäre keine Sachbeschädigung (nichts geht kapputt), ein angezündeter Mülleimer, von dem ich gehört habe, dagegen schon.
wie gesagt, die Aktion ist nicht toll, aber daraus einen "Regierungstil" zu konsttruieren ist weit hergeholt.
Fabi
S21 kommt trotzdem!
Mario, Sonntag, 27.03.2011, 23:52 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Du kannst also mit EINEM EINZIGEN dir genehmen Foto die gesamte Lage überblicken und sofort jegliche Beteiligung von Grünen kategorisch ausschließen? Du solltest Wahrsager werden...
S21 kommt trotzdem!
Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.03.2011, 23:58 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Nein, aber gilt da nicht der Gegenbeweis? Zeig doch mir mal ein solches Photo.
Genehm ist mir gar nichts, ich habe nur sonst keine bebilderte Meldung gefunden.
Ich hätte ja gerne mehr dazu gewusst, bin leider in der Schweiz.
Fabi
S21 kommt trotzdem!
Mario, Montag, 28.03.2011, 00:04 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Hier mal zwei Fotos aus der Stuttgarter Zeitung, wo man klar Typen mit Grünen-Schal sieht:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.projektgegner-stuermen-bauzaun-ausschreitungen...
(Der zweite von rechts oben)
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.projektgegner-stuermen-bauzaun-ausschreitungen...
(In Bildmitte)
Jetzt bist du dran!
S21 kommt trotzdem!
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 00:12 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Herrlich. Wegen zwei (oder einem?, leider hast Du die Bilder ja nicht direkt verlinkt) Menschen mit einem grünen Schal zwischen einem "schwarzen Mob" soll also so der neue Regierungstil aussehen. Interessant. :-)
Hier gibts auch noch Photos: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.eandale-am-hauptbahnhof-s21-gegner-stossen...
Fabi
S21 kommt trotzdem!
Mario, Montag, 28.03.2011, 00:24 (vor 5495 Tagen) @ Fabi
Wie gesagt: Jetzt wird wieder alles heruntergespielt, sobald eine Beteiligung von Grünen bewiesen ist. Sorry, aber so einfach geht's halt nicht. Wegen einem Wasserwerfereinsatz sind plötzlich alle Polizisten Prügelbullen, aber umgekehrt darf man nichts sagen. Da bitte ich schon etwas fair zu bleiben.
S21 kommt trotzdem!
Fabi, Stuttgart, Montag, 28.03.2011, 00:33 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Wo habe ich etwas heruntergespielt?
Du versuchst einen grünen Regierungsstil zu kriminalisieren und untermauerst das mit Bildern von Ausschreitungen, auf denen zu sehen ist, wie hauptsächlich schwarzgekleidete Menschen einen Zaun umwerfen.
Interessant. ich kenne grünen Protest eigentlich eher als friedlich udn gewaltfrei.
Polizei ist ein gutes Stichwort, die meisten, die man auf den Demonstrationen trifft, sind umgänglich. Und ausserdem der Regeirung verpflichtet.
ich glaube aber kaum, dass der designierte Ministerpräsident angeordet hat, dass seine grünen Schäfchen Bauzäune umwerfen sollen. :-)
Fabi
S21 kommt trotzdem!
Ösi, Montag, 28.03.2011, 01:52 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Wie gesagt: Jetzt wird wieder alles heruntergespielt, sobald eine Beteiligung von Grünen bewiesen ist.
Gar nichts ist "bewiesen". Die Schals kann jeder kaufen und tragen.
Sorry, aber so einfach geht's halt nicht. Wegen einem Wasserwerfereinsatz sind plötzlich alle Polizisten Prügelbullen, aber umgekehrt darf man nichts sagen. Da bitte ich schon etwas fair zu bleiben.
Was sind schon Schwerverbrechen wie umgestoßene Bauzäune gegen Bagetellen wie fast vollständige Blindheit.
S21 kommt trotzdem!
fabs, Braunschweig, Montag, 28.03.2011, 07:38 (vor 5495 Tagen) @ Ösi
Wie gesagt: Jetzt wird wieder alles heruntergespielt, sobald eine Beteiligung von Grünen bewiesen ist.
Gar nichts ist "bewiesen". Die Schals kann jeder kaufen und tragen.
Sorry, aber so einfach geht's halt nicht. Wegen einem Wasserwerfereinsatz sind plötzlich alle Polizisten Prügelbullen, aber umgekehrt darf man nichts sagen. Da bitte ich schon etwas fair zu bleiben.
Was sind schon Schwerverbrechen wie umgestoßene Bauzäune gegen Bagetellen wie fast vollständige Blindheit.
Und was genau hat die Schwere der Tat mit einer Pauschalisierung zu tun?
Was muss man tun, um die Verfehlung einiger auf die ganze Gruppe übertragen zu dürfen? Wir wissen nun, daß eine Sachbeschädigung nicht ausreicht; eine Körperverletzung schon. Könntest du mal bitte erläutern, wo genau die Grenze liegt?
Viele Grüße
fabs
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
S21 kommt trotzdem!
Ösi, Montag, 28.03.2011, 14:16 (vor 5495 Tagen) @ fabs
Und was genau hat die Schwere der Tat mit einer Pauschalisierung zu tun?
Was muss man tun, um die Verfehlung einiger auf die ganze Gruppe übertragen zu dürfen? Wir wissen nun, daß eine Sachbeschädigung nicht ausreicht; eine Körperverletzung schon. Könntest du mal bitte erläutern, wo genau die Grenze liegt?
Natürlich darf/sollte man in beiden Fällen nicht pauschalisieren. Ich finde nur, dass man das Umstoßen von Bauzäunen nicht auf dieselbe Ebene wie die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten stellen sollte.
Unglaublich !
Garfield_1905, Montag, 28.03.2011, 07:08 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Wie gesagt: Jetzt wird wieder alles heruntergespielt, sobald eine Beteiligung von Grünen bewiesen ist.
Grober Unfug !!!
Sei mir nicht böse, aber bitte nimm Du in diesem Zusammenhang das Wort Fairness nicht in den Mund. Unfassbar, was Du da konstruierst.
Da gibt es Chaoten, vielleicht (= völlig unbewiesen !) sogar Anhänger der Grünen und schon sind alle Grünen, insbesondere der designierte Ministerpräsident, auch Chaoten, die Häuser anzünden und Fliegen die Flügel ausreissen.
Deiner Argumentation folgend müssten alle Mitglieder und Anhänger der 'Schwarzen' Fälscher sein, weil ja der eheml. Verteidigungsminister ein Fälscher ist. Und die Mitglieder der CSU Lügner, weil ihr ehemaliger Chef, inzwischen verstorben, den Bundestag wissentlich belogen hat und der eheml. CSU - Innenminister einen Meineid geschworen hat. Und das hätte sogar den Charme, das das alles nun tatsächlich bewiesen ist.
Merkst Du gar nicht, wie unsinnig Deine Konstruktion ist ? Bei allem verständlichen Ärger über die Wahlniederlage der CDU sollte man schon 'fair' bleiben !?! Verständlich wohlgemerkt nur für die 'Schwarzen', der Rest der Bevölkerung dürfte erleichtert auf- und durchatmen.
Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Mario, Montag, 28.03.2011, 13:25 (vor 5495 Tagen) @ Garfield_1905
Da gibt es Chaoten, vielleicht (= völlig unbewiesen !) sogar Anhänger der Grünen und schon sind alle Grünen, insbesondere der designierte Ministerpräsident, auch Chaoten, die Häuser anzünden und Fliegen die Flügel ausreissen.
Aha, aber wenn die Grünen genau solche Folgerungen machen, dann ist es dir wieder genehm oder was? Wenn also in Japan mal ein KKW einen schweren Störfall hat, dann müssen also zwangsläufig alle KKW auf der ganzen Welt abgeschaltet werden, weil ja angeblich sofort bewiesen ist, dass alles "böse" KKWs sind.
Seltsam, mir wirfst du hier vor, nicht zu generalisieren, aber den Grünen gestattest du das so einfach. Mit Fairness hat das nix zu tun, das war reiner grüner Wahlkampf auf dem Rücken der Toten in Japan und ein bewusstes Spiel mit der Angst. Die Leute wurden BEWUSST verängstigt, nur damit sie bei einem das Kreuz machen!
Grünen sind Antiatompartei, seit Gründung.
naseweiß, Montag, 28.03.2011, 13:33 (vor 5495 Tagen) @ Mario
bearbeitet von naseweiß, Montag, 28.03.2011, 13:37
Da gibt es Chaoten, vielleicht (= völlig unbewiesen !) sogar Anhänger der Grünen und schon sind alle Grünen, insbesondere der designierte Ministerpräsident, auch Chaoten, die Häuser anzünden und Fliegen die Flügel ausreissen.
Aha, aber wenn die Grünen genau solche Folgerungen machen, dann ist es dir wieder genehm oder was? Wenn also in Japan mal ein KKW einen schweren Störfall hat, dann müssen also zwangsläufig alle KKW auf der ganzen Welt abgeschaltet werden, weil ja angeblich sofort bewiesen ist, dass alles "böse" KKWs sind.
Seltsam, mir wirfst du hier vor, nicht zu generalisieren, aber den Grünen gestattest du das so einfach. Mit Fairness hat das nix zu tun, das war reiner grüner Wahlkampf auf dem Rücken der Toten in Japan und ein bewusstes Spiel mit der Angst. Die Leute wurden BEWUSST verängstigt, nur damit sie bei einem das Kreuz machen!
Sollen sie etwa angesichts der japanischen Tragödie ihre Meinung ändern?
Wenn jemand Schuld daran ist, dass die Grünen bei diesen beiden Landtagswahlen noch ein paar Prozente zum sowieso zum erwarteten Ergebnis mehr bekamen, dann die Medien, die gerne ausführlich über Katastrophen berichten, als stände so etwas hier auch an.
--
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Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 13:41 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Da gibt es Chaoten, vielleicht (= völlig unbewiesen !) sogar Anhänger der Grünen und schon sind alle Grünen, insbesondere der designierte Ministerpräsident, auch Chaoten, die Häuser anzünden und Fliegen die Flügel ausreissen.
Aha, aber wenn die Grünen genau solche Folgerungen machen, dann ist es dir wieder genehm oder was? Wenn also in Japan mal ein KKW einen schweren Störfall hat, dann müssen also zwangsläufig alle KKW auf der ganzen Welt abgeschaltet werden, weil ja angeblich sofort bewiesen ist, dass alles "böse" KKWs sind.
jaha.....
Dieter Nuhr über Atomunfall und Grüne
http://www.youtube.com/watch?v=h0pCG7afmJk
"hoffentlich sagt denen niemand, wo Japan liegt"
"Ein Erdbeben mit Tsunami ist bei uns jetzt erstmal unwahrscheinlich,
es sei denn Sigmar Gabriel springt in den Neckar" :D
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
und die anderen AKWs laufen auch nich mehr lang,
gleichzeitig werden über 170 AKWs weltweit neugebaut und bisherige weiter betrieben,
die dichter an deutsche Städte dran sind, als die Deutschen (Passau, Freiburg, Aachen...)
Seltsam, mir wirfst du hier vor, nicht zu generalisieren, aber den Grünen gestattest du das so einfach. Mit Fairness hat das nix zu tun, das war reiner grüner Wahlkampf auf dem Rücken der Toten in Japan und ein bewusstes Spiel mit der Angst. Die Leute wurden BEWUSST verängstigt, nur damit sie bei einem das Kreuz machen!
jaa......
vor 18 Tagen wär die Wahl noch ganz anders ausgegangen.
Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Steffen, Montag, 28.03.2011, 14:28 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
Die sieben AKW sind nur aufgrund der Katastrophe in Japan (abgeschaltet, erstmal vorübergehend. Wie eine rot-grüne (oder grün-rote) Regierung hier gehandelt hätte wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass Stand Anfang März Alle (fast alle?) AKWs noch Jahrelang laufen werden, teilweise noch 30 Jahre, während nach dem Willen von rot-grün die ersten AKW schon abgeschaltet gewesen wären, und zwar endgültig.
Die Spontanabschaltung durch Schwarz-Gelb nun als Beweis dafür heranzuziehen, dass CDU+FDP viel atomfeindlicher seien als SPD und vor allem die Grünen (so verstehe ich dieses Zitat) finde ich abenteuerlich, aber interessant :)
Noch zum immer wieder gehörten Vorwurf, die Grünen hätten Wahlkampf mit der Angst der Bürger gemacht: Seit ihrer Gründung vor 31 Jahren sind die Grünen gegen AKWs. Eine Kehrtwende konnte ich diesbezüglich in der Partei nicht erkennen. Offensichtlich ist, dass die CDU und FDP nun aber auch ein wenig Angst vor dieser Technologie bekommen haben, und diese dem Bürger durch ihre Spontanabschaltung auch erfolgreich übertragen haben.
Die Angst schürende Partei im Wahlkampf war die CDU, die immer wieder gepredigt hat (am Samstag(?) sogar Schriftlich in unserem Briefkasten), was alles schlechter werden wird, wenn die Grünen die Wahl gewinnen. Aber Angstmacherei ist das doch nicht, oder?!?
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 17:05 (vor 5495 Tagen) @ Steffen
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
Die sieben AKW sind nur aufgrund der Katastrophe in Japan (abgeschaltet, erstmal vorübergehend. Wie eine rot-grüne (oder grün-rote) Regierung hier gehandelt hätte wissen wir nicht.
ja, wissen wir nicht. Fest steht, dass schwarz-gelb diese Meiler abgeschaltet hat, mindestens Neckarwestheim dauerhaft. Und das war zuvor nicht vorgesehen und auch nicht abzusehen und vor allem nicht von schwarz-gelb zu erwarten.
rot-grün hätte gar nich mal den Motivationsdruck dafür gehabt.
Wir wissen aber, dass Stand Anfang März Alle (fast alle?) AKWs noch Jahrelang laufen werden, teilweise noch 30 Jahre, während nach dem Willen von rot-grün die ersten AKW schon abgeschaltet gewesen wären, und zwar endgültig.
nach rotgrün wäre heute noch kein AKW vom Netz, de facto sind jetzt aber ohne rotgrün 7 AKW vom Netz.
Wieviele Jahre sollten die AKW länger laufen? 4 Jahre? 6 Jahre?
Dieser tolle Atom-Ausstieg von rotgrün war ein Atomausstieg in frühestens 35 Jahren.
Die Spontanabschaltung durch Schwarz-Gelb nun als Beweis dafür heranzuziehen, dass CDU+FDP viel atomfeindlicher seien als SPD und vor allem die Grünen (so verstehe ich dieses Zitat) finde ich abenteuerlich, aber interessant :)
nö, das habe ich nicht gesagt.
Aber die Realität sieht in der Tat oftmals anders aus als man erwarten würde,
rotgrün zieht uns wieder in Kriege (Kosovo, Afghanistan...), fördert die Banken & Großindustrie, führt HartzIV ein,
schwarz-gelb schafft den Wehrdienst ab und schaltet die AKWs ab
etc.
Die SPD ist insgesamt sicherlich die Atomfreundlichste Partei gewesen.
Noch zum immer wieder gehörten Vorwurf, die Grünen hätten Wahlkampf mit der Angst der Bürger gemacht: Seit ihrer Gründung vor 31 Jahren sind die Grünen gegen AKWs.
Das ist doch grade ein Beleg dafür, dass sie mit Angst der Bürger auf Stimmenfang gehen.
Eine Kehrtwende konnte ich diesbezüglich in der Partei nicht erkennen.
s.o., wenn der Pseudo-Ausstieg von 2000 keine Kehrtwende war, was war es dann?
Offensichtlich ist, dass die CDU und FDP nun aber auch ein wenig Angst vor dieser Technologie bekommen haben, und diese dem Bürger durch ihre Spontanabschaltung auch erfolgreich übertragen haben.
Offensichtlich ist da gar nichts.
Sicherlich haben sich auch etliche CDU&FDPler von der Anti-Atom-Hysterie anstecken lassen,
aber das Handeln der Regierung spricht eher für Pragmatismus und für Sorge um die Ängste & Sorgen der Bevölkerung.
Übertriebene Ängste sind nie richtig.
Aber sorgfältiges Umgehen mit Risiken sollte man durchaus an Tag legen.
Offensichtlich ist, dass Union&FDP in diesem Themenkomplex ein großes Glaubwürdigkeitsproblem hat.
Die Angst schürende Partei im Wahlkampf war die CDU, die immer wieder gepredigt hat (am Samstag(?) sogar Schriftlich in unserem Briefkasten), was alles schlechter werden wird, wenn die Grünen die Wahl gewinnen. Aber Angstmacherei ist das doch nicht, oder?!?
Naja, da sprechen die Untersuchungen aber eine ganz andere Sprache.
Allein beherrschendes Thema der letzten Tage war Atom.
Da haben die Medien & die Grünen die Ängste geschürt, ganz sicher nicht die CDU.
Neckarwestheim wäre 2010 vom Netz gegangen
Jogi, Montag, 28.03.2011, 17:32 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Mit dem rot-grünen "Atomkonsens" von 2000 wäre Neckarwestheim 2010 vom Netz gegangen (s. etwa hier).
Ansonsten ist dieser Link recht interessant: Klick. Bietet u.a. einen zeitlichen Überblick über den Atomausstieg und listet Gegenstimmen auf.
Hier ist die entsprechende "Vereinbarung vom 14. Juni" 2000.
ja, wissen wir nicht. Fest steht, dass schwarz-gelb diese Meiler abgeschaltet hat, mindestens Neckarwestheim dauerhaft. Und das war zuvor nicht vorgesehen und auch nicht abzusehen und vor allem nicht von schwarz-gelb zu erwarten.
Jup, das war nicht zu erwarten. Und ohne Fukushima wäre das wohl auch nicht passiert.
rot-grün hätte gar nich mal den Motivationsdruck dafür gehabt.
Das musst Du mal näher erklären...
nach rotgrün wäre heute noch kein AKW vom Netz, de facto sind jetzt aber ohne rotgrün 7 AKW vom Netz.
Aktueller Stand ist, dass beim Großteil dies nur vorläufig ist.
Wieviele Jahre sollten die AKW länger laufen? 4 Jahre? 6 Jahre?
Unter Rot-Grün? Laut obigem agenda21-Link 8 bis 14 Jahre.
Dieser tolle Atom-Ausstieg von rotgrün war ein Atomausstieg in frühestens 35 Jahren.
Der gleiche Link spricht von einer Befristung von 32 Jahren nach Inbetriebnahme.
Die SPD ist insgesamt sicherlich die Atomfreundlichste Partei gewesen.
Echt?
Das ist doch grade ein Beleg dafür, dass sie mit Angst der Bürger auf Stimmenfang gehen.
Was sonst keine Partei machen würde... ;)
Ist nicht viel mehr eine, wie Du es nennst, seit jeher eine "Atom-Hysterie", in D vorherrschend, also eine Angst in der Bevölkerung verwurzelt? Dann lasen sich die Grünen doch schlimmsten- (oder besten-)falls als eine Art "Katalysator" werten...?
Die Angst schürende Partei im Wahlkampf war die CDU, die immer wieder gepredigt hat (am Samstag(?) sogar Schriftlich in unserem Briefkasten), was alles schlechter werden wird, wenn die Grünen die Wahl gewinnen. Aber Angstmacherei ist das doch nicht, oder?!?
Naja, da sprechen die Untersuchungen aber eine ganz andere Sprache.
Welche denn?
Grüße
Jogi
Neckarwestheim 1 wäre 2010 vom Netz gegangen
Henrik, Montag, 28.03.2011, 18:16 (vor 5495 Tagen) @ Jogi
rot-grün hätte gar nich mal den Motivationsdruck dafür gehabt.
Das musst Du mal näher erklären...
Na, auf schwarz-gelb lastete doch jetzt der große (moralische) Druck, den rotgrün nicht gehabt hätte,
erst recht jetzt nach der Laufzeitverlängerung.
rotgrün hätte also keinen Grund zum zusätzlichem Handeln gehabt, sie seien ja eh auf der sichereren Seite
und hätten sowieso Rückenwind durch den Vorfall.
nach rotgrün wäre heute noch kein AKW vom Netz, de facto sind jetzt aber ohne rotgrün 7 AKW vom Netz.
Aktueller Stand ist, dass beim Großteil dies nur vorläufig ist.
hm... hab die letzten Tage das nicht so detailliert verfolgt,
aber hab hier die Zeitungen vom Mi.16.März rumliegen,
da steht nur "endgültig, endgültig, endgültig" und das sind alle 3 SPD-Blätter oder noch linker. -.-
....bezogen auf Neckarwestheim 1, Isar I & Bliblis A - Brunsbüttel steht bereits sei 2007 still.
4 von 7 ist ein Großteil, bei dem es nach derzeitigem Stand endgültig ist.
aber auch bei den anderen 3 siehst Du das ja wohl auch als wahrscheinlich an, dass auch die nicht wieder ans Netz gehen, so wie ich Dein anderes Posting verstehe.
Wieviele Jahre sollten die AKW länger laufen? 4 Jahre? 6 Jahre?
Unter Rot-Grün? Laut obigem agenda21-Link 8 bis 14 Jahre.
unter schwarz-gelb.^^
ja, das meinte ich.
Dieser tolle Atom-Ausstieg von rotgrün war ein Atomausstieg in frühestens 35 Jahren.
Der gleiche Link spricht von einer Befristung von 32 Jahren nach Inbetriebnahme.
...bzw. ergänzt, dass es gut noch mehr werden kann.
Die SPD ist insgesamt sicherlich die Atomfreundlichste Partei gewesen.
Echt?
ja.
Das ist doch grade ein Beleg dafür, dass sie mit Angst der Bürger auf Stimmenfang gehen.
Was sonst keine Partei machen würde... ;)
jede in unterschiedlicher Intensität in unterschiedlichen Bereichen,
aber hier in Bezug auf Atom eben nur die Grünen mit der Intensität.
Ist nicht viel mehr eine, wie Du es nennst, seit jeher eine "Atom-Hysterie", in D vorherrschend, also eine Angst in der Bevölkerung verwurzelt?
Von dem Pseudo-Konsens bis vor 17 Tagen war diese aber auch nicht so recht ausgeprägt.
klar, im Limbus Germanicus steckt sie scheinbar drin.......
Dann lasen sich die Grünen doch schlimmsten- (oder besten-)falls als eine Art "Katalysator" werten...?
.......und die Grünen musste sie in letzten Tagen nur immer wieder rauskitzeln.
Sind aber halt ursächlich dafür sicher mitverantwortlich, dass es überhaupt möglich ist (80er Jahre etc.)
Die Angst schürende Partei im Wahlkampf war die CDU, die immer wieder gepredigt hat (am Samstag(?) sogar Schriftlich in unserem Briefkasten), was alles schlechter werden wird, wenn die Grünen die Wahl gewinnen. Aber Angstmacherei ist das doch nicht, oder?!?
Naja, da sprechen die Untersuchungen aber eine ganz andere Sprache.
Welche denn?
das hab ich doch direkt danach im Anschluss geschrieben.
Die Angst bezog sich allein auf Atom und nur deswegen sind sie hauptsächlich zu den Grünen gegangen.
Die entsprechende Folie gibts bestimmt in der Mediathek, ard.de zdf.de oder swr.de
Gruß,
Henrik
Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Uniqum, Frankfurt am Main, Montag, 28.03.2011, 14:36 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
Meine Güte Henrik,
beim lesen deiner Posts bekomme ich doch tatsächlich den Eindruck der Wahlsieg sei das Ende der Welt.
Ein Machtwechsel nach über einem halben Jahrzehnt mag ein kleiner Schock sein, ich bin aber sicher er ist verkraftbar.
Erst einmal: Niemand hat gesagt, er will sofort alle deutschen AKWs abschalten. Fakt ist, sie sind ein geiwsses Sicherheitsrisiko. Es ist übrigends nicht der Tsunami, der den Unfall verursacht hat, sondern der dadurch hervorgerufene Stromausfall und somit der Ausfall der Kühlsysteme. Niemand hat mit einem Tsunami und Erbeben in Japan gerechnet. Mit was rechnen wir in Deutschland nicht. Woher sollen wir wissen, womit wir nicht rechnen?
Im Übrigen finde ich auch aus diesem Grund, das Vorgehen der Regierung richtig. Nicht richtig ist der allseits beliebte Eierkurs der Kanzlerin.
Die Partei wird auch nicht S21 sofort kippen, sondern es wird wenn zu einem Volksentscheid kommen, der meiner Meinung nach nicht schaden kann. Wenn die Mehrheit für S21 kommt, wird S21 gebaut. Bis dahin einen Baustopp zu verhängen kann eigentlich nicht schaden.
Übrigends haben sich in der Vergangenheit sowohl Gegner als auch Befürworter nicht mit Ruhm bekleckert.
Ich frage mich, warum man nicht einfach einen Bahnhof "Stuttgart ICE" baut.
Im Übrigen ist es der Gesetz der Demokratie auch verlieren zu können, das tut keiner gerne. Allerdings geht es darum, die besten Lösungen für unser Land zu finden.
Wie sich die grünen in der Regierungsverantwortung machen ist spannend, aber ich bin sicher, sie werden sich fernab von der Protestpartei, die sie einmal waren, positionieren.
Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Henrik, Montag, 28.03.2011, 15:31 (vor 5495 Tagen) @ Uniqum
Meine Güte Henrik,
beim lesen deiner Posts bekomme ich doch tatsächlich den Eindruck der Wahlsieg sei das Ende der Welt.
hehe....
weiß nich, wie Du darauf kommst,
aber da siehst Du mal, was die Angstmacherei der Grünen & der Medien so bewirken kann.
Ein Machtwechsel nach über einem halben Jahrzehnt mag ein kleiner Schock sein, ich bin aber sicher er ist verkraftbar.
ganz gewiss.
und BW ist ja auch nicht NRW, s.o.^^
Erst einmal: Niemand hat gesagt, er will sofort alle deutschen AKWs abschalten.
hö?
oh doch, ...... wenn es einen Satz gibt, den ich in den letzten 17 Tagen am häufigsten gehört habe, dann genau diesen hier, "AKWs abschalten, und zwar sofort", gemobbt wird man, wenn man nicht bei facebook der namensgleichen Gruppe beitritt, sein Profilfoto mit entsprechenden Symbol schmückt oder auf die Massendemo geht mit ebensolchen Motto.
In Talkshows & Interviews war ebenso solches zu hören.
Dass schwarz-gelb es nicht will, ist klar. Die SPD ebenso nicht, sagt es aber nicht,
dass die Grünen es nicht machen würden, auch wenn in Regierung, das wissen wir,
aus der Opposition heraus fordern sie aber immer schön entsprechendes.....
Fakt ist, sie sind ein gewisses Sicherheitsrisiko.
Wo gibts das nicht.
Beim Kohlebergbau sind hunderte Mal mehr Menschen gestorben als durch die Atomkraft insgesamt.
etc.
Es ist übrigends nicht der Tsunami, der den Unfall verursacht hat, sondern der dadurch hervorgerufene Stromausfall und somit der Ausfall der Kühlsysteme. Niemand hat mit einem Tsunami und Erbeben in Japan gerechnet.
.....was ja direkt durch den Tsunami erst ausgelöst wurde.
Mit Erdbeben hat man gerechnet, danach sind die auch ausgerichtet, das halten sie aus, ganz offenbar.
Es war ja nun ein sehr altes AKW, das auch schon vom Netz hätte sein können.
Man sollte da erstmal die weiteren Untersuchungen abwarten.
Mit was rechnen wir in Deutschland nicht. Woher sollen wir wissen, womit wir nicht rechnen?
Wir rechnen hier sicher nicht mit regelmäßigen sehr heftigen Erdbeben oder gar Tsunamis.
Alles weitere wird das Moratorium zeigen.
Grade mal 3 schwere Störfälle in AKWs weltweit in 60 Jahren, wenn man bedenkt, dass da eigentlich nur ein Folgenschwerer bei war und der in einem grunddesolaten AKW in einem unsicheren Staat, dann kann man sich leicht ausrechnen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen GAU hier in Deutschland äußerst gering ist.
Wahrscheinlicher ist da eben eher, dass in einem unserer Nachbarländer etwas passiert und uns das dann betrifft (Passau, Freiburg, ... s.o.) und das Risiko besteht dann auch weiterhin, auch wenn wir in paar Jahren kein AKW mehr selbst in Betrieb haben.
Im Übrigen finde ich auch aus diesem Grund, das Vorgehen der Regierung richtig. Nicht richtig ist der allseits beliebte Eierkurs der Kanzlerin.
ja.
Die Partei wird auch nicht S21 sofort kippen, sondern es wird wenn zu einem Volksentscheid kommen, der meiner Meinung nach nicht schaden kann. Wenn die Mehrheit für S21 kommt, wird S21 gebaut. Bis dahin einen Baustopp zu verhängen kann eigentlich nicht schaden.
Der Baustopp kann durchaus schaden, eben finanziell, nicht unerheblich,
ich glaube auch nicht, dass es dazu kommen wird.
Übrigends haben sich in der Vergangenheit sowohl Gegner als auch Befürworter nicht mit Ruhm bekleckert.
Die Projektträger haben Fehler eingestanden zu Beginn der Schlichtung und auch zuvor.
Ich frage mich, warum man nicht einfach einen Bahnhof "Stuttgart ICE" baut.
in Bad Cannstadt, das war ja mal angedacht, es folgte ein Sturm der Entrüstung der Stuttgarter...
Im Übrigen ist es der Gesetz der Demokratie auch verlieren zu können, das tut keiner gerne.
Klar, aber gestern gab es ja mal wieder Gewinner, die keine waren.
Wirkliche Gewinner waren eigentlich nur die Grünen.
SPD hat ihr schlechtestes LTW-Ergebnis überhaupt eingefahren
und dann kommt der Schmied mit dem Satz "Wir haben die Wende geschafft" :S
Nichts hast Du geschafft, Du Vollpfosten, Du hast einfach nur Schwein gehabt. ^^
Dazu beigetragen mit Zugewinnen Deiner Partei hast Du nichts.
Allerdings geht es darum, die besten Lösungen für unser Land zu finden.
Wie sich die grünen in der Regierungsverantwortung machen ist spannend, aber ich bin sicher, sie werden sich fernab von der Protestpartei, die sie einmal waren, positionieren.
Gerade in BW waren sie ja nie wirklich reine Protestpartei, sind sehr bürgerlich.
Die Bevölkerung traut ihnen nicht das Regieren, das Führen der Regierung zu,
aber ich denke auch, dass sie das schaffen werden, ne zeitlang,
aber grade Stuttgart21 & die AKWs werden sie mal wieder zum Zerreißen bringen, das wird lustig.
OT: Ein wenig Politik
Uniqum, Frankfurt am Main, Dienstag, 29.03.2011, 00:35 (vor 5494 Tagen) @ Henrik
weiß nich, wie Du darauf kommst,
aber da siehst Du mal, was die Angstmacherei der Grünen & der Medien so bewirken kann.
Nein, das ganze war auch mit einem großen Augenzwinkern zu verstehen ;-)
Gezielte Angstmache habe ich allerdings nicht entdecken können. Das die Medien das Thema bis zum Umfallen auswälzen würden war abzusehen. Jetzt wo man sich fast an die Bilder gewöhnt hat und die Thematik eigentlich wirklich interessant wäre, wird jedoch höchstens am Rande der Nachrichten noch einmal auf Japan geblickt.
Das die Grünen bei dem Thema deutlich punkten würden dürfte eigentlich (fast) jedem von Anfang an klar gewesen sein. Im Gegenteil, mich überrascht eher das doch recht enge Ergebnis.
ganz gewiss.
und BW ist ja auch nicht NRW, s.o.^^
Besser ist es auch.
hö?
oh doch, ...... wenn es einen Satz gibt, den ich in den letzten 17 Tagen am häufigsten gehört habe, dann genau diesen hier, "AKWs abschalten, und zwar sofort", gemobbt wird man, wenn man nicht bei facebook der namensgleichen Gruppe beitritt, sein Profilfoto mit entsprechenden Symbol schmückt oder auf die Massendemo geht mit ebensolchen Motto.
Jedem klar denken könnenden Menschen dürfte klar sein, das ein sofort gar nicht möglich ist. Wir haben zwar momentan eingen Energieüberschuss, der sich aber nach Abschalten der 7-8 Anlagen die derzeit im Gespräch sind auch erledigt haben dürfte. Mehr geht Momentan nicht.
Ein Aussteigen bis 2017, wie es die Grünen fordern, mag möglich sein, allerdings nur mit enorm hohen finanziellen Aufwand. Mir erscheint das Datum schon arg kurzfristig, vor allem weil der bis dorthin notwendige Ausbau der anderweitigen Infrastruktur, grade in Anbetracht hierzulande üblicher Bau- und Planungszeiten sehr knapp sein dürfte.
In Talkshows & Interviews war ebenso solches zu hören.
Dass schwarz-gelb es nicht will, ist klar. Die SPD ebenso nicht, sagt es aber nicht,
dass die Grünen es nicht machen würden, auch wenn in Regierung, das wissen wir,
aus der Opposition heraus fordern sie aber immer schön entsprechendes.....
Das kann man aber denke ich auch auf (fast, bevor ich mich da zu festlege) jede Partei übertragen. Es gab auch mal einen sehr ambitionierten FDP-Politiker der bei anderen Themen teilweise ähnlich agierte.
Wo gibts das nicht.
Beim Kohlebergbau sind hunderte Mal mehr Menschen gestorben als durch die Atomkraft insgesamt.
Die folgen eines Reaktorunfalls sind allerdings auch um einiges weitreichender.
.....was ja direkt durch den Tsunami erst ausgelöst wurde.
Mit Erdbeben hat man gerechnet, danach sind die auch ausgerichtet, das halten sie aus, ganz offenbar.
Es war ja nun ein sehr altes AKW, das auch schon vom Netz hätte sein können.
Man sollte da erstmal die weiteren Untersuchungen abwarten.
Genau betrachtet wäre der erste der vier Reaktoren noch diesen Monat vom Netz gegangen. Allerdings handelt es sich auch um den hierzulande verbeiteten Sidewasserreaktor und auch viele deutsche AKW sind nicht unbedingt so sonderlich viel neuer, wenn die Risikern bei uns auch geringer sein mögen.
Wir rechnen hier sicher nicht mit regelmäßigen sehr heftigen Erdbeben oder gar Tsunamis.
Das besagte AKW soll soweit ich informiert bin auf beides ausgelegt gewesen sein. Ich vermute, auch wie ich die Medien in den letzten Tagen verfolgt habe, eher eine Kette von Versagen seitens des Betreibers.
Alles weitere wird das Moratorium zeigen.
Grade mal 3 schwere Störfälle in AKWs weltweit in 60 Jahren, wenn man bedenkt, dass da eigentlich nur ein Folgenschwerer bei war und der in einem grunddesolaten AKW in einem unsicheren Staat, dann kann man sich leicht ausrechnen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen GAU hier in Deutschland äußerst gering ist.
Genau deshalb sollten wir auch nicht in Panik verfallen. Allerdings sollten auch wir nicht so leichtfertig sein und ein solches Szenario vollständig ausschließen.
Wahrscheinlicher ist da eben eher, dass in einem unserer Nachbarländer etwas passiert und uns das dann betrifft (Passau, Freiburg, ... s.o.) und das Risiko besteht dann auch weiterhin, auch wenn wir in paar Jahren kein AKW mehr selbst in Betrieb haben.
Deutschland ist dann allerdings nicht im selben Ausmaß betroffen. Sicher, die Auswirkungen wären verherend, allerdings nicht so gravierend wie im Umkreis um das Kraftwerk.
Grade aber auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig erst Alternativen zu haben und eben nicht die Energie einfach im Ausland zu kaufen.
Der Baustopp kann durchaus schaden, eben finanziell, nicht unerheblich,
ich glaube auch nicht, dass es dazu kommen wird.
Normalerweise sollte man auch meinen, es hätte eine Schlichtung gegeben, aber das ist ein anderes Thema.
Die Projektträger haben Fehler eingestanden zu Beginn der Schlichtung und auch zuvor.
Was sie aber letzten Endes auch nicht von den begangenen Fehlern befreit.
in Bad Cannstadt, das war ja mal angedacht, es folgte ein Sturm der Entrüstung der Stuttgarter...
Das wundert mich irgendwie nicht. Es wäre aber eine logische und kostengünstige Alternative zu Stuttgart 21. Ob sich dieses in Frankreich oft praktizierte Konzept aber einfach übernehmen lässt, darf auch wegen dem in Frankreich komplett anderen Betriebskonzept angezweifelt werden.
Klar, aber gestern gab es ja mal wieder Gewinner, die keine waren.
Wirkliche Gewinner waren eigentlich nur die Grünen.
SPD hat ihr schlechtestes LTW-Ergebnis überhaupt eingefahren
und dann kommt der Schmied mit dem Satz "Wir haben die Wende geschafft" :S
Nichts hast Du geschafft, Du Vollpfosten, Du hast einfach nur Schwein gehabt. ^^
Dazu beigetragen mit Zugewinnen Deiner Partei hast Du nichts.
Genau diese Dinge sind es doch, die einen Wahlabend so unterhaltsam machen. Jede Niederlage wird irgendwie zu einem Sieg gedreht.
Eigentlich sollte man nach den ungeschriebenen Regeln der Demokratie auch meinen, die meistgewählte Parte würde zunächst zur Sondierung laden, aber aufgund der vorherigen Festlegung auf Lager entgeht man dem elegant.
Gerade in BW waren sie ja nie wirklich reine Protestpartei, sind sehr bürgerlich.
Die Bevölkerung traut ihnen nicht das Regieren, das Führen der Regierung zu,
aber ich denke auch, dass sie das schaffen werden, ne zeitlang,
aber grade Stuttgart21 & die AKWs werden sie mal wieder zum Zerreißen bringen, das wird lustig.
Je nachdem, wie sich die Grünen meistern werden, dürften sich auch die Umfragewerte der SPD entwickeln. Sollten die Grünen weiter derart erfolgreich unterwegs sein, sollte man sich im Willy-Brandt-Haus auf Werte, die sich gerne mal bei 20% einpendeln können einstellen.
Mal schauen, ob die Grünen den Sprung zur "Volkspartei" schaffen, das dürfte auch vor allem daran entschieden werden, wie die Stimmung an der Basis sein wird.
Eine wirklich erfreuliche Nachricht (inzwischen) Vorgestern war, zumindest für mich, jedoch, dass es die aus der SED hervorgegangene (was inzwischen leider zu gerne vergessen wird) Linkspartei es deutlich in keines der beiden Landesparlamente schaffte.
Angstmacherei auf dem Rücken der Opfer Japans!
Mario, Montag, 28.03.2011, 15:32 (vor 5495 Tagen) @ Uniqum
Die Partei wird auch nicht S21 sofort kippen, sondern es wird wenn zu einem Volksentscheid kommen, der meiner Meinung nach nicht schaden kann. Wenn die Mehrheit für S21 kommt, wird S21 gebaut. Bis dahin einen Baustopp zu verhängen kann eigentlich nicht schaden.
Und wenn der Volksentscheid FÜR Stuttgart21 ausfällt? Was dann? Wird Kretschi dann das Votum einfach so akzeptieren und sich freuen verkünden zu dürfen, dass S21 - sein ehemaliges Hass-Objekt - nun zu Ende gebaut wird? Glaubst du das wirklich?
Ach ja: Dass der angestrebte Volksentscheid rein in BaWü keine rechtliche Auswirkung auf den Bau von S21 hat, dürfte ja inzwischen allgemein bekannt sein. Es ist ein reines Plezebo, mit dem die Ratten eingefangen wurden.
Ergänzung zum Moratoriumsgedanken
Jogi, Montag, 28.03.2011, 15:07 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
"Ein Erdbeben mit Tsunami ist bei uns jetzt erstmal unwahrscheinlich, es sei denn Sigmar Gabriel springt in den Neckar" :D
Der war gut :) Ich glaube sowieso, dieser "Satire"-Gipfel wäre nur mit Dieter Nuhr besser... ;)
Wobei Stuttgart historisch gesehen gar nicht am Neckar (Cannstatt ist die "eigentliche" Neckarstadt), sondern am Nesenbach. Christoph Sonntag (Kabarettist) meint, deswegen habe Stuttgart ein Komplex als einzige Großstadt dieser Welt, in der nichts strömt sondern tröpfelt... :D
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
Die parallel zum Moratorium stattfindende Sicherheitsüberprüfung solle zwar "ergebnisoffen" durchgeführt werden, aber Brüderles "Zitierfehler" legt ja andere Gedanken nahe... Andererseits rechnet man wohl nicht damit, dass mindestens zwei AKW (u.a. Neckarwestheim) wieder hochgefahren werden.
und die anderen AKWs laufen auch nich mehr lang,
Als Ergänzung zu Steffens Beitrag dieser Zeit-Artikel: >> Analysten verweisen zudem auf die weiteren Möglichkeiten der Betreiber, etwa die Reststrommengen der abzuschaltenden alten Anlagen auf neuere zu übertragen. "Nach der existierenden Rechtslage kann das übertragen werden", sagte Macquarie-Analyst Matthias Heck. Dann dürften einige AKW noch länger laufen, als von der Regierung im Herbst beschlossen. <<
gleichzeitig werden über 170 AKWs weltweit neugebaut und bisherige weiter betrieben,
die dichter an deutsche Städte dran sind, als die Deutschen (Passau, Freiburg, Aachen...)
Warum wohl hat man vor der "Wende" 1989 Gorleben als Endlager auserkoren? Wenn's schon strahlt, dann soll der Sowjet auch was davon haben...
Welche AKW wären das denn bei Aachen und Passau?
[Marios Anti-Grünen-Geschreibsel]
vor 18 Tagen wär die Wahl noch ganz anders ausgegangen.
Mit absoluter Mehrheit der baden-württembergischen Einheitspartei und einem Bestechungsskandal der Grünen, die Journalisten mit Strick-Pullis, Müsli und guten Bildern von Randalen köderte? ;-)
Grüße
Jogi
Ergänzung zum Moratoriumsgedanken
Henrik, Montag, 28.03.2011, 15:59 (vor 5495 Tagen) @ Jogi
"Ein Erdbeben mit Tsunami ist bei uns jetzt erstmal unwahrscheinlich, es sei denn Sigmar Gabriel springt in den Neckar" :D
Der war gut :) Ich glaube sowieso, dieser "Satire"-Gipfel wäre nur mit Dieter Nuhr besser... ;)
kenn leider nur diesen Ausschnitt.
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
Die parallel zum Moratorium stattfindende Sicherheitsüberprüfung solle zwar "ergebnisoffen" durchgeführt werden, aber Brüderles "Zitierfehler" legt ja andere Gedanken nahe... Andererseits rechnet man wohl nicht damit, dass mindestens zwei AKW (u.a. Neckarwestheim) wieder hochgefahren werden.
Was auch immer Brüderle gesagt oder auch doch nicht gesagt hat, es wurde überbewertet,
dass er beim BDI anders auftritt als im Wahlkampf ist doch klar,
er ist nicht im Moderatorium mit drin, oder?
Und seine Partei stellt nicht die Mehrheit in der Regierung.
ob wirklich eines der 7 nochmal ans Netz gehen wird.....
und die anderen AKWs laufen auch nich mehr lang,
Als Ergänzung zu Steffens Beitrag dieser Zeit-Artikel: >> Analysten verweisen zudem auf die weiteren Möglichkeiten der Betreiber, etwa die Reststrommengen der abzuschaltenden alten Anlagen auf neuere zu übertragen. "Nach der existierenden Rechtslage kann das übertragen werden", sagte Macquarie-Analyst Matthias Heck. Dann dürften einige AKW noch länger laufen, als von der Regierung im Herbst beschlossen. <<
klar, das stand ja auch schon so in dem "Ausstieg" von rotgrün von 2000.
Mir wäre aber auch lieber, wenn neuere mordernere sichere AKW entsprechend länger laufen als die ältesten Meiler.
Obs dazu aber wirklich kommen würde, ist eine andere Frage, das ist ne politische, auch für die Betreiber.
Und bis Ende der Restlaufzeit sämtlicher AKW kommen auch im Bund wieder die Grünen in die Bundesregierung.
Ob sie das dann beschleunigen würden, darf aber auch gut bezweifelt werden.^^
gleichzeitig werden über 170 AKWs weltweit neugebaut und bisherige weiter betrieben,
die dichter an deutsche Städte dran sind, als die Deutschen (Passau, Freiburg, Aachen...)
Warum wohl hat man vor der "Wende" 1989 Gorleben als Endlager auserkoren?
Welche AKW wären das denn bei Aachen und Passau?
Klar, das Endlager-Problem ist ein politisches, kein technisches.
In Bayern & BW wären Standorte auch möglich.
- AKW Temelin(Tschechien) - Passau: Luftlinie 93 km
- AKW Tihange (Belgien) - Aachen: Luftlinie 63 km
- AKW Fessenheim (Frankreich) - Freiburg: Luftlinie 23 km
Quelle:
http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=4&b=287
Japans Tragödie, Deutschlands Angst - kommt jetzt das endgültige Atom-Aus? 16.03.2011
http://www.daserste.de/hartaberfair/
Ein Kommentator im SPIEGEL-Forum schreibt dazu noch:
"Darüber hinaus: 195 AKWs in Europa, davon allein 58 bei unserem Nachbarn, Frankreich!"
[Marios Anti-Grünen-Geschreibsel]
vor 18 Tagen wär die Wahl noch ganz anders ausgegangen.
Mit absoluter Mehrheit der baden-württembergischen Einheitspartei und einem Bestechungsskandal der Grünen, die Journalisten mit Strick-Pullis, Müsli und guten Bildern von Randalen köderte? ;-)
hehe
.....oder einfach nur ohne diese Anti-Atom-Hysterie, die es so ja auch nur hier in Deutschland gibt.
Gruß,
Henrik
[OT] Atom-Politik
Jogi, Montag, 28.03.2011, 16:52 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Jogi, Montag, 28.03.2011, 16:57
kenn leider nur diesen Ausschnitt.
*OT-Modus-an* Verpasst auch sonst nicht viel, dazu ist die ganze Veranstaltung viel zu gezwungen und bieder... zumal Satire das ist, was am wenigstens dort erscheint. Das schlicht politische Kabarett (was sich natürlich auch satirischer Elemente bedient), in dem fast immer nach Muster der Stand-Up-Comedy das politische Treiben à la Waldorf und Statler kommentiert wird.
Wenn schon dieser vierwöchentliche Rückblick, dann wie bereits empfohlen lieber im ZDF mit "Neues aus der Anstalt" ;)
*OT-Modus-aus*
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
Die parallel zum Moratorium stattfindende Sicherheitsüberprüfung solle zwar "ergebnisoffen" durchgeführt werden, aber Brüderles "Zitierfehler" legt ja andere Gedanken nahe... Andererseits rechnet man wohl nicht damit, dass mindestens zwei AKW (u.a. Neckarwestheim) wieder hochgefahren werden.
Was auch immer Brüderle gesagt oder auch doch nicht gesagt hat, es wurde überbewertet,
Wird so was nicht immer überbewertet? Siehe etwa die Formulierung "bestgeplantes Projekt" oder die Zusicherung eines Bürgerentscheids oder der Rücktritt von Verteidigungsminstern, mit dem das politische Abendland untergeht und die Politik nur noch von Unehrlicgkeit geprägt sein wird oder ein Enthalten in der Lybienkrise... Da klammert man sich an einen Aspekt, weil er der eigenen Haltung entspricht.
Dennoch: es unterminiert zweifelsohne die erklärte "ergebnisoffene" Absicht Merkels, zumal kein klares Dementi seitens des BDI kam (ein Protokollfehler - was hat Brüderle dann gesagt?) und 24 Stunden später ein Kopf rollte.
Sicher war die Entscheidung des Moratorium (nicht Moderatorium ;) auch von den Landtagswahl her motiviert; man sollte aber auch der Politik die Chance geben, ihren Atomkurs neu zu bewerten und ggf. neu auszurichten - das geht natürlich nicht in 2 Minuten.
Irgendwie scheint nur der homo germanicus mal zum einen, mal zum anderen Extrem auszuschlagen und übersieht mal die möglichen Zwischenschritte.
Was etwa die S21-Kritiker /-Gegner machen werden, wenn ein Volksentscheid pro S21 ausfallen würde...
dass er beim BDI anders auftritt als im Wahlkampf ist doch klar,
er ist nicht im Moderatorium mit drin, oder?
Die Regierung hat es verfügt, als amtierender Minister ist zumindest soweit beteiligt als dass er diese Haltung akzeptiert und mitträgt.
Und seine Partei stellt nicht die Mehrheit in der Regierung.
Trotzdem wird die FDP es mitgetragen haben. Oder hast anderes verlautbaren gehört?
Ansonsten s. nochmals meine Gedanken oben ;)
ob wirklich eines der 7 nochmal ans Netz gehen wird.....
We will see ;) Wobei Merkel sicher Wellen entgegen schlagen werden, wenn sie welche wieder hochfahren lässt - egal ob eins oder alle... Und dann kommt der Brüderle nochmal ins Spiel der öffentlichen Diskussion.
und die anderen AKWs laufen auch nich mehr lang,
Als Ergänzung zu Steffens Beitrag dieser Zeit-Artikel: [Restalufzeiten könnten übertragen werden]
[...]
Obs dazu aber wirklich kommen würde, ist eine andere Frage, das ist ne politische, auch für die Betreiber.
Für EnBW eigentlich ganz besonders: dank Mappus' EnBW-Deal sind die Landes-Grünen nun "Mitbesitzer" an manchen AKW...
Und bis Ende der Restlaufzeit sämtlicher AKW kommen auch im Bund wieder die Grünen in die Bundesregierung.
Willst Du Mappus' Anhänger umbringen...? ;-)))
Ob sie das dann beschleunigen würden, darf aber auch gut bezweifelt werden.^^
Na ja, der Atomausstieg war auch "ihr" Kind, mal abgesehen davon, dass es "das" Thema der Grünen ist. Aber erst mal Schwarz-Gelb überstehen ;-))
Klar, das Endlager-Problem ist ein politisches, kein technisches.
Eher sowohl als auch.
In Bayern & BW wären Standorte auch möglich.
Natürlich greift da das viel strapazierte St. Floriansprinzip: Kernkraft findet Söder gut, kann aber den Wählern nicht verklickern (bzw. sie würden es nicht akzeptieren wollen), warum "vor der Haustür" dann ein Endlager eingerichtet werden soll, also gibt's in Bayern keins. Badener haben ja schon in den 70ern gezeigt, was sie von Atomkraft halten, Stichwort Wyhl.
Lässt sich auch auf die Bahn übertragen: Rheintalausbau ja - aber bitte keinen Lärm, also nicht an der eigenen Haustür und Stadt vorbei, sondern ab in Tunnel damit. Aber Offenburg bleibt gefälligst ans ICE-Netz als Systemhalt angebunden.
Oder S21: die grünen Direktmandate sprechen dafür, andererseits gibt es für die Wähler in vielen anderen Teilen Ba-Wüs auch andere Präferenzen die Grünen (nicht) zu wählen... eine klare Absage an das Projekt aus ganz Ba-Wü sieht IMO anders aus...
Oder München Flughafen: die Anliegergemeinden haben vom Bau der FJS-Gedenkstätte teilweise stark profitiert - aber jetzt bloß keine dritte Startbahn.
Oder Ausbau der Vogelfluglinie...
- AKW Temelin(Tschechien) - Passau: Luftlinie 93 km
- AKW Tihange (Belgien) - Aachen: Luftlinie 63 km
- AKW Fessenheim (Frankreich) - Freiburg: Luftlinie 23 km
Merci :)
Fessenheim kannte ich schon, ist ja fast vor der Haustür...
.....oder einfach nur ohne diese Anti-Atom-Hysterie, die es so ja auch nur hier in Deutschland gibt.
Homo germanicus eben ;)
Die Japaner begehren allerdings langsam auch dagegen auf (s. etwa den gestrigen Beitrag im heute-Journal), wobei sich das sicher auch aus der Informationspolitik von Tepco speist...
Grüße
Jogi
[OT] Atom-Politik
Henrik, Montag, 28.03.2011, 19:04 (vor 5495 Tagen) @ Jogi
kenn leider nur diesen Ausschnitt.
*OT-Modus-an* Verpasst auch sonst nicht viel, dazu ist die ganze Veranstaltung viel zu gezwungen und bieder... zumal Satire das ist, was am wenigstens dort erscheint. Das schlicht politische Kabarett (was sich natürlich auch satirischer Elemente bedient), in dem fast immer nach Muster der Stand-Up-Comedy das politische Treiben à la Waldorf und Statler kommentiert wird.
Wenn schon dieser vierwöchentliche Rückblick, dann wie bereits empfohlen lieber im ZDF mit "Neues aus der Anstalt" ;)
*OT-Modus-aus*
bereits?
Ja, "Neues aus der Anstalt" ist auch mein liebstes aus der Reihe,
und da dann am liebsten Hagen Rether - der hats richtig drauf.
7 AKW wurden von schwarz-gelb sofort abgeschaltet, die unter rotgrün noch längst nicht vom Netz gegangen wären
Die parallel zum Moratorium stattfindende Sicherheitsüberprüfung solle zwar "ergebnisoffen" durchgeführt werden, aber Brüderles "Zitierfehler" legt ja andere Gedanken nahe... Andererseits rechnet man wohl nicht damit, dass mindestens zwei AKW (u.a. Neckarwestheim) wieder hochgefahren werden.
Was auch immer Brüderle gesagt oder auch doch nicht gesagt hat, es wurde überbewertet,
Wird so was nicht immer überbewertet? Siehe etwa die Formulierung "bestgeplantes Projekt" oder die Zusicherung eines Bürgerentscheids oder der Rücktritt von Verteidigungsminstern, mit dem das politische Abendland untergeht und die Politik nur noch von Unehrlichkeit geprägt sein wird oder ein Enthalten in der Lybienkrise... Da klammert man sich an einen Aspekt, weil er der eigenen Haltung entspricht.
genau.
Dennoch: es unterminiert zweifelsohne die erklärte "ergebnisoffene" Absicht Merkels, zumal kein klares Dementi seitens des BDI kam (ein Protokollfehler - was hat Brüderle dann gesagt?) und 24 Stunden später ein Kopf rollte.
Wenn das kein klares Dementi war, was war es dann?
Der Kopf war eh längst überfällig, war nicht seine erste Fehlleistung.
......und jetzt gibt Brüderle seinen FDP-Landesvorsitz ab.
Sicher war die Entscheidung des Moratorium (nicht Moderatorium ;) auch von den Landtagswahl her motiviert; man sollte aber auch der Politik die Chance geben, ihren Atomkurs neu zu bewerten und ggf. neu auszurichten - das geht natürlich nicht in 2 Minuten.
genau.
Irgendwie scheint nur der homo germanicus mal zum einen, mal zum anderen Extrem auszuschlagen und übersieht mal die möglichen Zwischenschritte.
Was etwa die S21-Kritiker /-Gegner machen werden, wenn ein Volksentscheid pro S21 ausfallen würde...
;-)))
wenn es wirklich dazu kommen sollte, lach ich mir ein Ast ab.
Allein dem Kretschmann trau ich es dann aber doch zu, dann zu Stuttgart21 zu stehen.
Noch witziger wird es aber, wenn der Volksentscheid contra ausfällt, sie aber eingestehen müssen, dass es nicht bindend ist und ein Aussteigen bei weitem teurer & aufwändiger käme als ein Festhalten etc.. ;-))
dass er beim BDI anders auftritt als im Wahlkampf ist doch klar,
er ist nicht im Moratorium mit drin, oder?
Die Regierung hat es verfügt, als amtierender Minister ist zumindest soweit beteiligt als dass er diese Haltung akzeptiert und mitträgt.
das heißt aber nicht, dass er das Moratorium oder die Sicherheitsüberprüfung von außen beeinflussen könne.
Und seine Partei stellt nicht die Mehrheit in der Regierung.
Trotzdem wird die FDP es mitgetragen haben. Oder hast anderes verlautbaren gehört?
Ansonsten s. nochmals meine Gedanken oben ;)
Das "Trotzdem" sehe ich da nicht.
Ja, kritische Stimmen aus den Reihen der FDP gab es, weiß nur grad nicht, worauf es sich genau bezog.
ob wirklich eines der 7 nochmal ans Netz gehen wird.....
We will see ;) Wobei Merkel sicher Wellen entgegen schlagen werden, wenn sie welche wieder hochfahren lässt - egal ob eins oder alle...
genau das is es.
und ebenso die Betreiber, die "bösen Atomkonzerne".
"alle" ist wohl völlig ausgeschlossen. Bei mind. vieren gilt es wohl jetzt schon als endgültig, s.o.
und die anderen AKWs laufen auch nich mehr lang,
Als Ergänzung zu Steffens Beitrag dieser Zeit-Artikel: [Restalufzeiten könnten übertragen werden]
[...]
Obs dazu aber wirklich kommen würde, ist eine andere Frage, das ist ne politische, auch für die Betreiber.
Für EnBW eigentlich ganz besonders: dank Mappus' EnBW-Deal sind die Landes-Grünen nun "Mitbesitzer" an manchen AKW...
jaaha, das is in der Tat amüsant.
Da wird einiges recht lustig in Stuttgart. ;))
Und bis Ende der Restlaufzeit sämtlicher AKW kommen auch im Bund wieder die Grünen in die Bundesregierung.
Willst Du Mappus' Anhänger umbringen...? ;-)))
och, da bin ich einfach nur Realist.
Ob sie das dann beschleunigen würden, darf aber auch gut bezweifelt werden.^^
Na ja, der Atomausstieg war auch "ihr" Kind, mal abgesehen davon, dass es "das" Thema der Grünen ist.
Naja, dass der Pseudo-Ausstieg ("in 35 Jahren") "ihr" Kind ist, sollten sie besser wohl nich an die große Glocke hängen,
sonst sind sie in der Popularität wieder bald wo sie damals waren, an der 5%-Hürde, da werden sie eh wieder hinkommen.....siehe FDP.
Klar, das Endlager-Problem ist ein politisches, kein technisches.
Eher sowohl als auch.
das technische Problem sehe ich da nicht.
Auch dass es in einem Bergwerk tief unter der Erde sein muss, ist allein nur eine politische Vorgabe, keine technische.
In Bayern & BW wären Standorte auch möglich.
Natürlich greift da das viel strapazierte St. Floriansprinzip: Kernkraft findet Söder gut, kann aber den Wählern nicht verklickern (bzw. sie würden es nicht akzeptieren wollen), warum "vor der Haustür" dann ein Endlager eingerichtet werden soll, also gibt's in Bayern keins.
Na, da geißelst Du aber grade den falschen.
Söder ist eher einer der größten Kernkraft-Gegner, verdeutlichte klipp & klar, dass sie Isar I nicht wieder ans Netz nehmen wollen.
Das andere ist eben politisches Machtgeplänke.
Lässt sich auch auf die Bahn übertragen: Rheintalausbau ja - aber bitte keinen Lärm, also nicht an der eigenen Haustür und Stadt vorbei, sondern ab in Tunnel damit. Aber Offenburg bleibt gefälligst ans ICE-Netz als Systemhalt angebunden.
Oder S21: die grünen Direktmandate sprechen dafür, andererseits gibt es für die Wähler in vielen anderen Teilen Ba-Wüs auch andere Präferenzen die Grünen (nicht) zu wählen... eine klare Absage an das Projekt aus ganz Ba-Wü sieht IMO anders aus...
Oder München Flughafen: die Anliegergemeinden haben vom Bau der FJS-Gedenkstätte teilweise stark profitiert - aber jetzt bloß keine dritte Startbahn.
Oder Ausbau der Vogelfluglinie...
ja.
....oder den Transrapid. Fanden auch alle gut, wollten sie alle haben,
fingen auch Planungen an. Aber als es dann wirklich konkret wurde, wollten sie doch nich mehr.
Lieber nach Teneriffa schicken.
- AKW Temelin(Tschechien) - Passau: Luftlinie 93 km
- AKW Tihange (Belgien) - Aachen: Luftlinie 63 km
- AKW Fessenheim (Frankreich) - Freiburg: Luftlinie 23 km
Merci :)
Fessenheim kannte ich schon, ist ja fast vor der Haustür...
.....oder einfach nur ohne diese Anti-Atom-Hysterie, die es so ja auch nur hier in Deutschland gibt.
Homo germanicus eben ;)
Die Japaner begehren allerdings langsam auch dagegen auf (s. etwa den gestrigen Beitrag im heute-Journal), wobei sich das sicher auch aus der Informationspolitik von Tepco speist...
ja, habe ich gesehen gesternabend, aber die Zuschauer waren da doch in der Mehrheit.
Aber auch da nützt uns das wenig.
Müsste es eben in unseren Nachbarländern geben, Frankreich, Belgien, Tschechien, Polen etc. s.o.
Gruß
Henrik
S21 kommt trotzdem! - schau 'mer mal
Jogi, Sonntag, 27.03.2011, 23:40 (vor 5495 Tagen) @ Mario
[...] rund um den Hauotbahnhof zu Krawallen gekommen ist. Mehrere Dutzend Gegner von S21 begingen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung [...]
Sieht so also der "neuer Regierungsstil" von Herrn Kretschmann aus?
Hm, interessant, "mehrere Dutzend" Chaoten stehen für den "neuen Regierungsstil" Kretschmanns, dem 25 Prozent der ba-wü Bevölkerung ihre Stimmen gaben...
Die Aktion der S21-Gegner ist sicher eine klare Absage zu erteilen, aber deine Interpretation ist ja nun wirklich kurzsichtig.
Jogi
S21 kommt trotzdem!
Mario, Sonntag, 27.03.2011, 23:50 (vor 5495 Tagen) @ Jogi
Dass man seitens der S21-Gegner den Fall sofort bagatellisiert, war ja klar...
Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung bleiben Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung! Nur weil es S21-Gegner - also Kretschmann-Befürworter - gemacht haben, bleiben es immer noch Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.
Und genau weil sich Kretschmann die ganzen Monate NIE öffentlich vor solchen Aktionen distanziert hat und sie zum Teiul während der Schlichtung noch verharmloste, muss man sich eben offen fragen, ob dies also der neuen "Regierungsstil" werden soll! Wegschauen, nur weil es grünen Zielen dient? Keine Strafe, nur weil es Grüne sind?
S21 kommt trotzdem!
Jogi, Sonntag, 27.03.2011, 23:57 (vor 5495 Tagen) @ Mario
Dass man seitens der S21-Gegner den Fall sofort bagatellisiert, war ja klar...
Zunächst mal: Komm von deiner persönlichen Linie runter! Dann ließ Dir mal meine Beiträge betreffs S21 durch - dann wirst Du sehen, dass ich kein Gegner des Projekts bin.
Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung bleiben Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung!
Nur weil es S21-Gegner - also Kretschmann-Befürworter - gemacht haben, bleiben es immer noch Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.
Warum stehen ein paar Vollpfosten für etwa 2 Millionen Grünen-Wähler?
Und genau weil sich Kretschmann die ganzen Monate NIE öffentlich vor solchen Aktionen distanziert hat und sie zum Teiul während der Schlichtung noch verharmloste, muss man sich eben offen fragen, ob dies also der neuen "Regierungsstil" werden soll! Wegschauen, nur weil es grünen Zielen dient? Keine Strafe, nur weil es Grüne sind?
Ui, rhetorische Fragen... Warum folgt denn aus dem einen (der angeblichen Verharmlosung) das andere (ein Politikstil, der... ja, was dann? Offen und ehrlich wie der von Herrn Mappus, als er OB Schuster abkanzelte. Oder der von Bundes-Schwarz-Gelb?)
S21 kommt trotzdem! - schau 'mer mal
echter HGV, Montag, 28.03.2011, 00:07 (vor 5495 Tagen) @ Jogi
Die 25% stimmen nicht. Ich hab einfach mal nachgerechnet und bin dann auf einen erschreckend niedrigen Wert von 7,5% der Bevölkerung gekommen. Da kann man natürlich für jede Partei machen:
CDU: 12,1%
SPD: 7,2%
FDP: 1,6%
SED: 0,8%
Es mussten also nur 1,55% der Bevölkerung ihr Kreuz machen, damit eine Partei in den Landtag kommt. Irgendwie ist das nicht gerade viel.
Natürlich...
Jogi, Montag, 28.03.2011, 00:29 (vor 5495 Tagen) @ echter HGV
...25 Prozent der Stimmabgeber.... Danke für die Korrektur meines Denkfehlers :)
Ändert aber natürlich nichts ander fragwürdigen Gleichsetzung Marios.
Jogi
S21 kommt trotzdem! - schau 'mer mal
Fabian318, Münster i. W., Montag, 28.03.2011, 00:32 (vor 5495 Tagen) @ echter HGV
Die 25% stimmen nicht. Ich hab einfach mal nachgerechnet und bin dann auf einen erschreckend niedrigen Wert von 7,5% der Bevölkerung gekommen. Da kann man natürlich für jede Partei machen:
CDU: 12,1%
SPD: 7,2%
FDP: 1,6%
SED: 0,8%
Das stimmt aber auch nicht, wenn schon korrekt, dann 100%-ig.
S21 kommt trotzdem! - schau 'mer mal
safe go, Chemnitz, Montag, 28.03.2011, 13:00 (vor 5495 Tagen) @ Fabian318
SED: 0,8%
Das stimmt aber auch nicht, wenn schon korrekt, dann 100%-ig.
Stimmt, scheint zu den wenigen Dingen zu tun, die der Westen von "uns" importieren möchte. :P *SCNR*
S21 kommt trotzdem! - schau 'mer mal
Henrik, Montag, 28.03.2011, 13:27 (vor 5495 Tagen) @ safe go
SED: 0,8%
Das stimmt aber auch nicht, wenn schon korrekt, dann 100%-ig.
Stimmt, scheint zu den wenigen Dingen zu tun, die der Westen von "uns" importieren möchte. :P *SCNR*
hatten wir doch hier im Westen, nannte sich nur halt anders, DKP, bezahlt von SED.
Davon sind halt einige jetzt bei den Linken, oder durch die Linke bereits in Landtagen gerutscht, z.B. Christel Wegner, in Stuttgart ist das ja nun glücklicherweise ausgeblieben.
Die Zahlen sind falsch
ICE-T-Fan, Montag, 28.03.2011, 00:34 (vor 5495 Tagen) @ echter HGV
Die 25% stimmen nicht. Ich hab einfach mal nachgerechnet und bin dann auf einen erschreckend niedrigen Wert von 7,5% der Bevölkerung gekommen. Da kann man natürlich für jede Partei machen:
CDU: 12,1%
SPD: 7,2%
FDP: 1,6%
SED: 0,8%Es mussten also nur 1,55% der Bevölkerung ihr Kreuz machen, damit eine Partei in den Landtag kommt. Irgendwie ist das nicht gerade viel.
Bei einer Wahlbeteiligung von 66,2% entsprechen 24,2 % der Stimmen aber 16,0% der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung und nicht deine 7,5%.
Die Zahlen sind falsch
Fabian318, Münster i. W., Montag, 28.03.2011, 00:39 (vor 5495 Tagen) @ ICE-T-Fan
Bei einer Wahlbeteiligung von 66,2% entsprechen 24,2 % der Stimmen aber 16,0% der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung und nicht deine 7,5%.
Es ist aber nicht jeder Bewohner Baden-Württembergs wahlberechtigt.
Die Zahlen sind falsch
Henrik, Montag, 28.03.2011, 00:48 (vor 5495 Tagen) @ Fabian318
Bei einer Wahlbeteiligung von 66,2% entsprechen 24,2 % der Stimmen aber 16,0% der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung und nicht deine 7,5%.
Es ist aber nicht jeder Bewohner Baden-Württembergs wahlberechtigt.
Deswegen schrieb er ja auch "der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung".
Zahlen im Einzelnen:
Einwohnerzahl: 10.754.865
http://de.wikipedia.org/wiki/Baden-Württemberg
Wahlberechtigte 7.622.955
Wahlbeteiligung 5.049.157 (66,24%)
CDU 1.942.404
GRÜNE 1.205.508
SPD 1.151.859
FDP 262.520
http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Baden-Württemberg_2011#Ergebnis_Land
bzgl. Grüne:
1.205.508 / 7.622.955 = 0,1581 .... also 15,8%
Die Zahlen sind falsch
Fabian318, Münster i. W., Montag, 28.03.2011, 01:09 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Fabian318, Montag, 28.03.2011, 01:14
Es ist aber nicht jeder Bewohner Baden-Württembergs wahlberechtigt.
Deswegen schrieb er ja auch "der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung".
Trotzdem ist der Eintrag von "echter HGV" aber richtig und nicht falsch, wie der Beitrag suggeriert. Dass es 7,5 % der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung seien hat ja auch niemand behauptet.
Damit ICE-T-Fans Beitrag berechtigt sein könnte, müssten Wahlberechtigte und Gesamtbevölkerung zahlenmäßig gleich groß sein, was naturgemäß nicht der Fall sein wird. Ergibt ja keinen Sinn auf "die Äpfel sind grün" zu sagen "falsch, Bananen sind gar nicht grün, sie sind rot".
Die Zahlen sind nicht so ganz falsch
Henrik, Montag, 28.03.2011, 01:21 (vor 5495 Tagen) @ Fabian318
bearbeitet von Henrik, Montag, 28.03.2011, 01:22
Es ist aber nicht jeder Bewohner Baden-Württembergs wahlberechtigt.
Deswegen schrieb er ja auch "der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung".
Trotzdem ist der Eintrag von "echter HGV" aber richtig und nicht falsch, wie der Beitrag suggeriert. Dass es 7,5 % der wahlberechtigten Gesamtbevölkerung seien hat ja auch niemand behauptet.
Damit ICE-T-Fans Beitrag berechtigt sein könnte, müssten Wahlberechtigte und Gesamtbevölkerung zahlenmäßig gleich groß sein, was naturgemäß nicht der Fall sein wird. Ergibt ja keinen Sinn auf "die Äpfel sind grün" zu sagen "falsch, Bananen sind gar nicht grün, sie sind rot".
aaahh, genau.
echter HGV schrieb "...% der Bevölkerung" und nicht "der wahlberechtigten Bevölkerung".
wobei ich da dann auf ein wenig mehr komme,
1.205.508 / 10.754.865 = 0,11208 ..... 11,2%
Die Zahlen sind nicht so ganz falsch
Fabian318, Münster i. W., Montag, 28.03.2011, 01:30 (vor 5495 Tagen) @ Henrik
wobei ich da dann auf ein wenig mehr komme,
1.205.508 / 10.754.865 = 0,11208 ..... 11,2%
Da komme ich allerdings auch drauf.
Der Rechenfehler ist offensichtlich folgender:
5.049.157 (Wähler) / 10.754.865 (EW) = 0,469 (Korrekturfaktor bzgl. der Stimmanteile)
Grüne: 24,2 % der Stimmen * 0,469 = 11,4 %
Offenbar hat er den Fehler gemacht und die Wählerzahl noch mit der Wahlbeteiligung multipliziert, so ergibt sich
11,4 % * 66,2 % = 7,5 %.
Die Zahlen sind falsch
ICE-T-Fan, Montag, 28.03.2011, 21:15 (vor 5495 Tagen) @ Fabian318
Hab ich das behauptet?
Die Zahlen sind falsch
Fabian318, Münster i. W., Montag, 28.03.2011, 21:33 (vor 5494 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Fabian318, Montag, 28.03.2011, 21:35
Hab ich das behauptet?
Ja, weil du geschrieben hast "deine 7,5 %". Da er von der Gesamtbevölkerung ausgegangen hat, kannst du ihn mit Zahlen bzgl. der wahlberechtigten Bevölkerung nur dann korrigieren, wenn jeder Einwohner wahlberechtigt ist (wahlberechtigte Bevölkerung und Gesamtbevölkerung also identisch sind).
Ansonsten ist es eine Korrektur nach dem Motto "ein Apfel ist grün" - "nein ein Apfel ist nicht grün, weil eine Banane gelb ist".
Die Zahlen sind falsch
ICE-T-Fan, Montag, 28.03.2011, 22:06 (vor 5494 Tagen) @ Fabian318
bearbeitet von ICE-T-Fan, Montag, 28.03.2011, 22:08
Die nicht wahlberechtigte Bevölkerung spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, zumal ich zwischen den Zeilen dieses Beitrags heraus gelesen habe, dass er damit indirekt auch auf einen möglichen Volks/Bürgerentscheid zu S21 anspielt, bei dem ja auch nur wahlberechtigte Bürger abstimmungsberechtigt sind.
Kinder & co. spielen also keine Rolle. d.h. seine hypothetischen 7,5% der absoluten Gesamtbevölkerung (wobei auch das nicht stimmt, da es knapp 12% wären) sagen nicht viel aus, da nichtwahlberechtigte Bürger ohnehin keinen wesentlichen Einfluss nehmen können.. nur indirekt durch Überzeugungsänderung von wahlberechtigten Bürgern.
Sie sind für den Entscheid also faktisch nicht vorhanden.
S21 kommt trotzdem!
ICE-T-Fan, Montag, 28.03.2011, 00:27 (vor 5495 Tagen) @ Mario
bearbeitet von ICE-T-Fan, Montag, 28.03.2011, 00:28
Sieht so also der "neuer Regierungsstil" von Herrn Kretschmann aus?
Da sich Herr Kretschmann und seine Parteikameraden nicht an diesen Taten beteiligt haben, ist diese Frage wohl einfach zu verneinen.. ;)
BTW: Wenn ich in BW wohnen würde, hätte ich die Grünen auch gewählt. :D
Was wird aus S21?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 27.03.2011, 23:47 (vor 5495 Tagen) @ gus78
bearbeitet von Oscar (NL), Sonntag, 27.03.2011, 23:49
Wird dieser ICE-Bahnhof nun gestoppt?!?
ICE-Bahnhof? S21 ist doch die einzig wahre oberleitungsbetriebene S-Bahnlinie in Berlin?
:)))
gruß,
Oscar (NL, wo der S 21 eine Schnellbuslinie von Eindhoven nach Nijmegen war).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Ich bin skeptisch
bigbug21, Montag, 28.03.2011, 14:41 (vor 5495 Tagen) @ gus78
Hallo gus78,
Wird dieser ICE-Bahnhof nun gestoppt?!?
Zunächst geht es bei Stuttgart 21 nicht nur um einen (ICE-)Bahnhof sondern um die Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart für den Personenverkehr. Darin sind drei neue Bahnhöfe, mehrere dutzend Kilometer neue Strecke (darunter rund 20 km Schnellfahrstrecke nach Wendlingen) und weitere Maßnahmen enthalten.
Ob diejenigen, die bislang einen Projektstopp bzw. eine Volksabstimmung fordern nun, da sie in der Regierungsverantwortung sein werden, das Projekt stoppen, würde ich durchaus bezweifeln. Baden-Württemberg beteiligt sich mit rund 700 Millionen Euro an den Gesamtkosten von rund 4,1 Milliarden Euro. Die Deutsche Bahn hat klar zu erkennen gegeben, dass sie bei einer Aufkündigung der Verträge durch das Land Schadenersatz verlangen würde. Diese Projektausstiegskosten wurden im Zuge der Schlichtung in der Größenordnung von einer Milliarde Euro beziffert und auch durch die von den Projektkritikern beauftragten Wirtschafsprüfer im Grundsatz bestätigt.
Die These, dass ein Ausstieg quasi für null zu haben wäre, teile ich in weiten Teilen nicht. Gerade die Rückabwicklung der Grundstücksgeschäfte führt klar zu einem wirtschaftlichen Schaden bei der DB, den diese sicher nicht auf sich sitzen lassen wird.
Auch die landläufige Kritik, die Finanzierung von Stuttgart 21 sei verfassungswidrig, kann ich kaum nachvollziehen. Es ist Gang und Gäbe, dass sich Länder und Kommunen am Bau bzw. an der Modernisierung von Bahnhöfen beteiligen. Jüngst wurde beispielsweise der Essener Hauptbahnhof grundlegend mit Mitteln von Bund, Land und Kommune (hier: über die städtischen Verkehrsbetriebe EVAG) saniert. Diese Beteiligung von Ländern und Gemeinden ist nicht nur geduldet, sondern zum Teil auch ureigenste Aufgabe; dies ergibt sich nicht zuletzt aus rechtlichen Verpflichtungen wie dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, dem Regionalisierungsgesetz oder dem Eisenbahnkreuzungsgesetz. Eine (mehr oder weniger umfassende) Mischfinanzierung kam meines Wissens bislang bei praktisch allen Eisenbahngroßprojekten in Deutschland zur Anwendung, einschließlich der Neubaustrecken. Die vermeintliche Verfassungswidrigkeit zähle ich daher zu den zahlreichen Versuchen, das Projekt Stuttgart 21 wider besseren Wissens oder fernab jeder rationalen Sachdiskussion zu stoppen -- koste es, was es wolle.
Auch die Kritik, dass bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung eine (arglistige) Täuschung seitens der DB vorgelegen habe, lässt mich ebenfalls zweifeln. Da bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung Kostenüberschreitungen über die 2004 ermittelten und anschließend fortgeschriebenen rund 3,1 Milliarden Euro hinaus im Jahr absehbar waren, wurde eine Kündigungsmöglichkeit bis Ende 2010 im Falle der Überschreitung der Summe von 4,5 Milliarden Euro vorgesehen. Der Kostenrahmen von 4,1 Milliarden Euro wurde indes im Rahmen der Schlichtung von den Wirtschaftsprüfern im Wesentlichen bestätigt, sodass auch an diesem Punkt nur schwer zu rütteln ist.
Über diese Finanzierungsfragen hinaus ist auch zu bedenken, dass das Projekt Stuttgart 21 bei nüchterner Betrachtung einen insgesamt größeren Nutzen stiftet. So mag man beispielsweise Reisezeitvorteile in der Größenordnung von 20 Minuten (und mehr) für geschätzte 20.000 tägliche Reisende am neuen Flughafen- und Messebahnhof verschieden bewerten -- wegdiskutieren kann man sie seriös wohl kaum. Auch Reisezeitvorteile für um die 100.000 Reisende zum Stuttgarter Hauptbahnhof, die sich durch insgesamt verkürzte Laufwege und wesentlich höhere Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten ergeben, sind natürlich nicht der einzige, aber durchaus ein wesentlicher Grund, der für das Projekt Stuttgart 21 spricht. (Die komplexe Thematik des Leistungsverhaltens blende ich hier bewusst aus.)
In den letzten Monaten habe ich den Eindruck gewonnen, dass es vielen nur noch darum geht, das Projekt Stuttgart 21 zu stoppen -- koste es, was es wolle. Würde man die daraus entwickelte Argumentation auf das Bestandsnetz anwenden, könnten wir den Bahnbetrieb in Deutschland weitgehend stilllegen. Mit der Forderung nach völlig ebenerdigen Fluchtwegen (insbesondere Rampen) ließen sich wohl drei Viertel der deutschen Fern(durchgangs)bahnhöfe lahmlegen. Es blieben dann im Wesentlichen noch die großen (Kopf-)Hauptbahnhöfe München, Leipzig, Stuttgart und Hamburg-Altona übrig. Mit Ausnahme der Hamburger Station (die ich so genau nicht kenne) müssten dieser vier aber ebenfalls stillgelegt werden, da sie alle Bahnsteiggleise mit Längsneigungen von wesentlich mehr als 2,5 Promille aufweisen, die Kritikern ein Dorn im Auge ist, die den "Soll"-Paragraph § 7 (2) der EBO als "Muss"-Vorschrift anwenden wollen. Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Mit Rampenneigungen von bis zu 37 Promille wäre der bestehende Stuttgart Hauptbahnhof nach dieser Logik allen Dingen voran stillzulegen!
Natürlich wäre ein Durchgangsbahnhof, mit 10, 12 oder 14 Gleisen und extrabreiten Bahnsteigen eine tolle Sache. Dazu noch ein Fahrplan, der minimale Reisezeiten und in jeder Richtung optimale, kurze, aber doch für Rollstuhlfahrer noch ausreichende Umstiege ermöglicht, ideal. Leider ist noch niemanden die Quadratur des Kreises gelungen. Es gibt immer Vor- und Nachteile, die es sorgfältig abzuwägen gilt. Auch ein Integraler Taktfahrplan, beispielsweise, wäre durchaus auch mit erheblichen Nachteilen wie Reisezeitverlängerungen, Instabilitäten und ungleichmäßiger Auslastung der Infrastruktur verbunden -- allen unbestrittenen Vorteilen zum trotz.
Bei all dem weiß ich auch nach vierjähriger intensiver Beschäftigung mit dem Thema nicht, was ich unter dem Strich denken soll. Ob der Stuttgarter Hauptbahnhof beispielsweise den so genannten "Stresstest" besteht, vermag ich nicht seriös einzuschätzen. Ich wundere mich jedoch umso mehr, wie viele so genannte "Verkehrsexperten" keine seriöse Bewertung vornehmen, ja oftmals sogar elementare Wissenslücken zeigen. Wenn nun Cem Özdemir fordert, einen "öffentlichen" "Stresstest" zu machen, habe ich große Sorgen, ob das einer Sachdiskussion tatsächlich dienlich ist. Angesichts der insgesamt oberflächlichen Kritik, die an den längst "auf dem Tisch" liegenden Untersuchungen geübt wurde, habe ich da durchaus Zweifel.
Was ich völlig vermisse, ist eine tatsächliche Sachdiskussion. Die Projektträger bereichern die Diskussion dabei oftmals genauso wenig wie die Projektkritiker. Dabei ist Stuttgart 21 wohl weder das "bestgeplante Bahnprojekt" (ein Zitat, das in dieser Generalisierung offenbar nie seitens der DB gefallen ist) noch ein "unnützes Milliardengrab". Die zu klärenden Fragen lassen sich nicht einfach beantworten und erfordern eine seriöse Abwägung durch tatsächliche Fachleute.
Wenn die Diskussion tatsächlich versachlicht und ohne Scheuklappen geführt würde, wäre das eine große Leistung der neuen Landesregierung.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Ich bin skeptisch
Holger2, Montag, 28.03.2011, 23:47 (vor 5494 Tagen) @ bigbug21
Hallo Peter,
vielen Dank für den langen analytischen Beitrag. Es ist für die Zukunft interessant zu sehen, wie Kretschmann jetzt aus der K21 - Nummer herauskommt. Kretschmann hat ja schon für eine weniger polarisierte Diskussion geworben. Nicht vergessen sollte man, dass die Diskussion gerade durch die extremen Standpunkte der K21 - Protagonisten verhärtet worden ist.
Alle Grün - Wähler werden erwarten, dass Kretschmann den Weiterbau stoppt. Kretschmann wird wissen, dass dies weitgehend unmöglich ist und dass bald eine große Ernüchterung unter seinen Anhängern eintreten wird. Wird Kretschmann jetzt Polizeihundertschaften gegen seine eigenen Anhänger einsetzen müssen? Es bleibt spannend.
Holger
Ich bin skeptisch
bigbug21, Dienstag, 29.03.2011, 00:36 (vor 5494 Tagen) @ Holger2
Hallo Peter,
vielen Dank für den langen analytischen Beitrag.
Vielen Dank. Falls du im Raum Stuttgart zu Hause bist, können wir uns bei Gelegenheit da auch mal persönlich unterhalten.
Es ist für die Zukunft interessant zu sehen, wie Kretschmann jetzt aus der K21 - Nummer herauskommt. Kretschmann hat ja schon für eine weniger polarisierte Diskussion geworben. Nicht vergessen sollte man, dass die Diskussion gerade durch die extremen Standpunkte der K21 - Protagonisten verhärtet worden ist.
Das ist wohl wahr. Ein sachlicher, respektvoller Ton würde allen Seiten gut stehen. Bei allen unbestreitbaren Vorteilen von Stuttgart 21 gibt es eine Menge Punkte, die Bauchschmerzen bereiten: die Fragen von Kapazität, Leistungsfähigkeit und Leistungsverhalten allen Dingen voran.
Wenn der Tenor von "Stuttgart 21 Plus" tatsächlich ernst genommen wird und eine Sachdebatte zu Stande kommt, wäre das eine tolle Sache.
Alle Grün - Wähler werden erwarten, dass Kretschmann den Weiterbau stoppt. Kretschmann wird wissen, dass dies weitgehend unmöglich ist und dass bald eine große Ernüchterung unter seinen Anhängern eintreten wird. Wird Kretschmann jetzt Polizeihundertschaften gegen seine eigenen Anhänger einsetzen müssen? Es bleibt spannend.
Wohl nicht. Vielleicht gelingt es ihm, nach längeren internen Debatten einen klaren und weitgehend akzeptierten Kurs zu setzen.
Viele Grüße aus dem nächtlichen Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Ausstieg aus S21 im April
bskf, Freitag, 01.04.2011, 13:26 (vor 5491 Tagen) @ bigbug21
Hallo,
ich bin indifferent ggü. S21. Das Konzept hat viele Vorteile, sehr hohe Kosten, ist risikoreich, dafür aber formal abgesegnet. Die Alternativen sind dagegen alle nicht optimal, auch nicht gerade billig und haben eine absehbare langwierige Planungsphase. Ich konnte mich bis heute nicht auf pro oder contra S21 festlegen.
Wenn ich aber lese:
- Brief Hany Azner (hoch glaubwürdig)
- kolportierte Gespräche Kefer-Schuster
- Rückzug Udo Andriof bereits nach einem halben Jahr
sind es nur noch wenige Wochen, bis der Ausstieg verkündet wird.
meint
bskf
Ausstieg aus S21 im April
Henrik, Freitag, 01.04.2011, 14:01 (vor 5491 Tagen) @ bskf
Hallo,
ich bin indifferent ggü. S21. Das Konzept hat viele Vorteile, sehr hohe Kosten, ist risikoreich, dafür aber formal abgesegnet. Die Alternativen sind dagegen alle nicht optimal, auch nicht gerade billig und haben eine absehbare langwierige Planungsphase. Ich konnte mich bis heute nicht auf pro oder contra S21 festlegen.
Wenn ich aber lese:
- Brief Hany Azner (hoch glaubwürdig)
- kolportierte Gespräche Kefer-Schuster
- Rückzug Udo Andriof bereits nach einem halben Jahrsind es nur noch wenige Wochen, bis der Ausstieg verkündet wird.
meint
bskf
ja, aber das is doch alles nichts neues.
Der Briefinhalt deckt sich in etwa mit den Aussagen der Wirtschaftsprüfer bei der Schlichtung,
der Rückzug war von Anfang an für den Zeitraum in etwa geplant
und die Gespräche Kefer-Schuster....naja nun, kann man auch anders sehen, da muss man nichts raufbeschwören.
Wenns danach ginge, dann sah es um das Projekt 2009 und auch 2010 vor den Schlichtungsgesprächen schlechter aus.
Die Alternative mit der Cem-Air vom Bonatzbau zum Flughafen ist hingegen köstlich ;)
Heißluft-Helikopter ersetzt Bahntunnel
Henrik
Köstlich!
Steffen, Freitag, 01.04.2011, 14:13 (vor 5491 Tagen) @ Henrik
Vor allem der Antrieb: Heiße Luft aus dem Landtag und dem Rathaus :)
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Ausstieg aus S21 im April
bskf, Freitag, 01.04.2011, 14:27 (vor 5491 Tagen) @ Henrik
ja, aber das is doch alles nichts neues.
'hat jetzt aber eine andere "Qualität".
Der Briefinhalt deckt sich in etwa mit den Aussagen der Wirtschaftsprüfer bei der Schlichtung,
Es macht einen Unterschied, ob die Aussage von Wirtschaftsprüfern oder dem Macher des HBf Berlin kommt.
der Rückzug war von Anfang an für den Zeitraum in etwa geplant
O.K., stimmt.... teilweise. Es hieß "nach dem Sommer 2011", aber gut.
und die Gespräche Kefer-Schuster....naja nun, kann man auch anders sehen, da muss man nichts raufbeschwören.
So geht's immer los mit dem Ende.... Wir werden es sehen.
Die Alternative mit der Cem-Air vom Bonatzbau zum Flughafen ist hingegen köstlich ;)
Da sind wir uns definitiv einig ;-)
Grüße
bskf
Ausstieg aus S21 im April 2020
Henrik, Freitag, 01.04.2011, 16:27 (vor 5491 Tagen) @ bskf
ja, aber das is doch alles nichts neues.
'hat jetzt aber eine andere "Qualität".
durch den jetzt anstehenden Regierungswechsel?
Dadurch ändert sich die Faktenlage an sich ja nicht oder nur unwesentlich,
also objektiv gibt es keine andere "Qualität",
subjektiv emotional womöglich......
Der Briefinhalt deckt sich in etwa mit den Aussagen der Wirtschaftsprüfer bei der Schlichtung,
Es macht einen Unterschied, ob die Aussage von Wirtschaftsprüfern oder dem Macher des HBf Berlin kommt.
welcher gravierende Unterschied das sein soll, erschließt sich für mich so nicht.
der Rückzug war von Anfang an für den Zeitraum in etwa geplant
O.K., stimmt.... teilweise. Es hieß "nach dem Sommer 2011", aber gut.
.....wenn sein Auftrag erledigt ist. Ist doch gut, wenn er schneller mit seiner Aufgabe durch ist.
Das Wahlergebnis spielte da sicher auch eine kleine Rolle, emotional.
und die Gespräche Kefer-Schuster....naja nun, kann man auch anders sehen, da muss man nichts raufbeschwören.
So geht's immer los mit dem Ende.... Wir werden es sehen.
Wer par-tout ein Ende sehen will, für den geht's immer los, jeden Tag aufs Neue, auch ohne Ereignis.
Da waren die 5 Mrd von 2009, die großen Massenproteste & illegalen Blockaden, der Drexler-Rücktritt doch gefühlt deutlich mehr am Ende dran.
Das Gespräch hat eher eine Qualität wie der Bau- und Vergabe-Pause, eine Vorsichtsmaßnahme.
Gruß
Henrik
Ausstieg aus S21 im April 2011
bskf, Freitag, 01.04.2011, 16:54 (vor 5491 Tagen) @ Henrik
'hat jetzt aber eine andere "Qualität".
durch den jetzt anstehenden Regierungswechsel?
Nein, dadurch nicht. Sondern durch das Schreiben von Hany Azer.
Der Briefinhalt deckt sich in etwa mit den Aussagen der Wirtschaftsprüfer bei der Schlichtung,
Es macht einen Unterschied, ob die Aussage von Wirtschaftsprüfern oder dem Macher des HBf Berlin kommt.
welcher gravierende Unterschied das sein soll, erschließt sich für mich so nicht.
Er kommt "aus den eigenen Reihen" und hat neben anderen erfolgreichen Projekten den Berliner Hauptbahnhof aus dem Dreck geholt (*obwohl* Mehdorn das Dach gekürzt hat.... ;-) ).
und die Gespräche Kefer-Schuster....naja nun, kann man auch anders sehen, da muss man nichts raufbeschwören.
So geht's immer los mit dem Ende.... Wir werden es sehen.
Wer par-tout ein Ende sehen will, für den geht's immer los, jeden Tag aufs Neue, auch ohne Ereignis.
Wir werden es sehen. Nur: Bisher bin ich davon ausgegangen, dass S21 kommt. Mit dem Schreiben und den Kolportationen nicht mehr.
Da waren die 5 Mrd von 2009, die großen Massenproteste & illegalen Blockaden, der Drexler-Rücktritt doch gefühlt deutlich mehr am Ende dran.
Nicht nach meinem Gefühl ;-)
Im Übrigen auch interessant, was jemand nicht sagt: Schmid berichtet von einem Telefonat mit Grube, dass er (Schmid) davon überzeugt ist, dass Grube das Projekt weiter will. Er hat nicht gesagt, dass Hr. Grube das Projekt weiter will.
Grüße
bskf,
der immer noch keine klare pro/contra-Meinung hat
Ausstieg aus S21 im April 2011
Henrik, Freitag, 01.04.2011, 17:26 (vor 5491 Tagen) @ bskf
'hat jetzt aber eine andere "Qualität".
durch den jetzt anstehenden Regierungswechsel?
Nein, dadurch nicht. Sondern durch das Schreiben von Hany Azer.
Der Briefinhalt deckt sich in etwa mit den Aussagen der Wirtschaftsprüfer bei der Schlichtung,
Es macht einen Unterschied, ob die Aussage von Wirtschaftsprüfern oder dem Macher des HBf Berlin kommt.
welcher gravierende Unterschied das sein soll, erschließt sich für mich so nicht.
Er kommt "aus den eigenen Reihen" und hat neben anderen erfolgreichen Projekten den Berliner Hauptbahnhof aus dem Dreck geholt (*obwohl* Mehdorn das Dach gekürzt hat.... ;-) ).
Achsoo... Also meinst Du, dass is jetzt ein deutlicher Hinweis für Stuttgart21, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt wird.
und die Gespräche Kefer-Schuster....naja nun, kann man auch anders sehen, da muss man nichts raufbeschwören.
So geht's immer los mit dem Ende.... Wir werden es sehen.
Wer par-tout ein Ende sehen will, für den geht's immer los, jeden Tag aufs Neue, auch ohne Ereignis.
Wir werden es sehen. Nur: Bisher bin ich davon ausgegangen, dass S21 kommt. Mit dem Schreiben und den Kolportationen nicht mehr.
hm...Deine Worte oben ließen mich eher das Entgegengesetzte für Deine Sicht schließen.
Da waren die 5 Mrd von 2009, die großen Massenproteste & illegalen Blockaden, der Drexler-Rücktritt doch gefühlt deutlich mehr am Ende dran.
Nicht nach meinem Gefühl ;-)
Du sprachst vom allgemeingültigen, nicht in Ich-Form - Ich daraufhin ebenso.
Im Übrigen auch interessant, was jemand nicht sagt: Schmid berichtet von einem Telefonat mit Grube, dass er (Schmid) davon überzeugt ist, dass Grube das Projekt weiter will. Er hat nicht gesagt, dass Hr. Grube das Projekt weiter will.
Naja, um hinter einem Projekt zu stehen, das auch zu verdeutlichen, muss man es nicht wortwörtlich direkt sagen.
Das fände ich auch reichlich primitiv und einfach, würde auch gar nicht zu Grube passen,
würde ihn taktisch auch sehr weit nach unten ziehen.
Gruß,
Henrik
Ausstieg aus S21 im April 2011
bskf, Freitag, 01.04.2011, 18:11 (vor 5491 Tagen) @ Henrik
Er kommt "aus den eigenen Reihen" und hat neben anderen erfolgreichen Projekten den Berliner Hauptbahnhof aus dem Dreck geholt (*obwohl* Mehdorn das Dach gekürzt hat.... ;-) ).
Achsoo... Also meinst Du, dass is jetzt ein deutlicher Hinweis für Stuttgart21, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt wird.
Wenn die Vorzeichen anders wären, würde ich das sogar so sehen....
Da waren die 5 Mrd von 2009, die großen Massenproteste & illegalen Blockaden, der Drexler-Rücktritt doch gefühlt deutlich mehr am Ende dran.
Nicht nach meinem Gefühl ;-)
Du sprichst vom allgemeingültigen, nicht in Ich-Form - Ich daraufhin ebenso.
Ich sprach zuvor vom allgemeingültigen, ja, aber nicht von Gefühlen.
Wie das allgemeingültige Gefühl aussah/aussieht: Ich weiss es nicht. Daher mein Wechsel auf die ich-Form ;-)
(gut, gut vielleicht bin ich da etwas pingelig, sei's drum)
Im Übrigen auch interessant, was jemand nicht sagt: Schmid berichtet von einem Telefonat mit Grube, dass er (Schmid) davon überzeugt ist, dass Grube das Projekt weiter will. Er hat nicht gesagt, dass Hr. Grube das Projekt weiter will.
Naja, um hinter einem Projekt zu stehen, das auch zu verdeutlichen, muss man es nicht wortwörtlich direkt sagen.
Das fände ich auch reichlich primitiv und einfach, würde auch gar nicht zu Grube passen,
würde ihn taktisch auch sehr weit nach unten ziehen.
Bei aller Formulierungskunst, oft zeigt sich, wie wichtig dann doch die Worte sind.
Vorschlag: Ich setze mir den Termin 3. Mai, dann diskutieren wir weiter?
Grüße
bskf,
der sich nach wie vor nicht auf pro/contra Stuttgart 21 festlegen will, und dennoch pro S21 ist
Rückzug Dr. Andriof -- Es wurde auch Zeit!
bigbug21, Freitag, 01.04.2011, 16:15 (vor 5491 Tagen) @ bskf
Hallo bskf,
ich bin weiterhin skeptisch. Dass die nicht wegzudiskutierenden Risiken von S21 eher unterbewertet wurden, prinzipiell laut Ansicht der Wirtschaftprüfer plausibel seien, war bereits Gegenstand der Schlichtung. Die DB hat mittlerweile eine Presseinformation veröffentlicht, die davon spricht, dass ein Gutteil der Einsparpotentiale hätten realisiert werden können. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Die Anfrage von Herrn Dr. Kefer würde ich indes auch nicht überbewerten. Es ist grundsätzlich ganz normal, Risiken zu bewerten.
Der Rückzug von Dr. Andriof ist meines Erachtens indes nur zu begrüßen. Einen ehemaligen Regierungspräsdenten, der in der Region den Ruf eines "harten Hundes" besitzt, in eine Botschafterrolle zu bringen, war von vornherein grundverkehrt. Es bleibt zu hoffen, dass auch der zweite fachfremde Projektsprecher noch seinen Rückzug findet, um dann den Weg für einen tatsächlich _kompetenten_ Sprecher zu finden, der mehr kann, als einstudierte Sätze und Phrasen wiederzugeben.
Soweit sich keine substantiellen Veränderungen bei den Kosten ergeben sollten, würde ich 90:10 darauf wetten, dass das Projekt tatsächlich realisiert wird. Ein Ausstieg vor Konstituierung der neuen Landesregierung, die wohl Mitte Mai erfolgen soll, ist in keinem Fall wahrscheinlich, da die neuen Landesvertreter bis dahin noch nicht in Verantwortung sein werden.
Viele Grüße vom Campus der TU Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Rückzug Dr. Andriof -- Es wurde auch Zeit!
Steffen, Freitag, 01.04.2011, 16:23 (vor 5491 Tagen) @ bigbug21
Soweit sich keine substantiellen Veränderungen bei den Kosten ergeben sollten, würde ich 90:10 darauf wetten, dass das Projekt tatsächlich realisiert wird.
Ok, ich wette dagegen^^
Ein Ausstieg vor Konstituierung der neuen Landesregierung, die wohl Mitte Mai erfolgen soll, ist in keinem Fall wahrscheinlich, da die neuen Landesvertreter bis dahin noch nicht in Verantwortung sein werden.
Das glaube ich auch nicht. Sollte sich die Bahn je früher dagegen entscheiden (warum auch immer), wird sie bis Mitte/Ende Mai warten, um mit den neuen Ansprechpartnern den geordneten Rückzug zu organisieren (samt den erforderlichen Alternativen).
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Warum sollte die DB aussteigen?
bigbug21, Freitag, 01.04.2011, 20:39 (vor 5491 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
[...]
Ok, ich wette dagegen^^
Ein Ausstieg vor Konstituierung der neuen Landesregierung, die wohl Mitte Mai erfolgen soll, ist in keinem Fall wahrscheinlich, da die neuen Landesvertreter bis dahin noch nicht in Verantwortung sein werden.
Das glaube ich auch nicht. Sollte sich die Bahn je früher dagegen entscheiden (warum auch immer), wird sie bis Mitte/Ende Mai warten, um mit den neuen Ansprechpartnern den geordneten Rückzug zu organisieren (samt den erforderlichen Alternativen).
Bliebe die Frage, warum die DB nun plötzlich von sich aus aussteigen wolle. Sie hat die beste Projektkenntnis, das größte fachliche know-how und hat sich auf Basis der abgeschlossenen Verträge zu den darin festgelegten Konditionen auf das Projekt eingelassen.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Warum sollte die DB aussteigen?
Steffen, Samstag, 02.04.2011, 00:07 (vor 5490 Tagen) @ bigbug21
Hi Peter,
rein mutmaßlich (für genaueres stecke ich zu wenig drin):
Bliebe die Frage, warum die DB nun plötzlich von sich aus aussteigen wolle. Sie hat die beste Projektkenntnis, das größte fachliche know-how und hat sich auf Basis der abgeschlossenen Verträge zu den darin festgelegten Konditionen auf das Projekt eingelassen.
- Weil sich mit der Wahl das Umfeld in einer Art geändert hat, die das Projekt nicht mehr wirtschaftlich erscheinen lässt.
- Weil die wesentlichste Unterstützung (=Mappus) weggefallen ist, die es ermöglichte, schadlos immer nur die halbe Wahrheit zu erzählen
- Weil ihr das Risiko plötzlich zu groß ist, da sie eventuelle Mehrkosten selber tragen muss
Ich glaube ja, dass Mappus und die CDU einer der Hauptakteure war, die das Projekt durchpeitschen wollte (hieß es nicht in einem der vielen Beiträge zu dem Thema, die DB wollte S21 erst dann bauen, nachdem man es ihr schmackhaft gemacht hat?).
Wie gesagt, die wahren Beweggründe kenne ich nicht, aber Möglichkeiten gibt es viele.
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Warum sollte die DB aussteigen?
bigbug21, Samstag, 02.04.2011, 00:30 (vor 5490 Tagen) @ Steffen
Hallo Steffen,
[Warum die DB jetzt aussteigen sollte]
- Weil sich mit der Wahl das Umfeld in einer Art geändert hat, die das Projekt nicht mehr wirtschaftlich erscheinen lässt.
Das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wird das Land Baden-Württemberg zukünftig wesentlich weniger Züge bestellen? Haben sich durch die Wahl erreichbare Fahrzeiten verändert? Haben sich die kalkulierten Kosten über Nacht verändert?
[*]Weil die wesentlichste Unterstützung (=Mappus) weggefallen ist, die es ermöglichte, schadlos immer nur die halbe Wahrheit zu erzählen
Ich verstehe auch das nicht. Die Kommunikation der DB ist insgesamt mies, keine Frage, aber das Land Baden-Württeberg hat sich zur Umsetzung des Projekts verpflichtet. Wäre das Projekt noch im Entscheidungsstadium, sähe es nun sicher anders aus, aber darüber sind wir hinaus.
[*]Weil ihr das Risiko plötzlich zu groß ist, da sie eventuelle Mehrkosten selber tragen muss
[/list]
Mehrkosten über die im Finanzierungsvertrag von 2009 hinaus gehende Summe von 4,5 Milliarden Euro führen automatisch zu Nachverhandlungen von DB, Land und Stadt. Gerade weil die DB aus solchen Nachverhandlungen wohl kaum ohne Nachschüsse herausgehen wird, dürfte sie einen starken Anreiz haben, die Projektkosten zu niedrig und die Wirtschaftlichkeit zu hoch zu bewerten.
Ich glaube ja, dass Mappus und die CDU einer der Hauptakteure war, die das Projekt durchpeitschen wollte (hieß es nicht in einem der vielen Beiträge zu dem Thema, die DB wollte S21 erst dann bauen, nachdem man es ihr schmackhaft gemacht hat?).
Mappus hat das Projekt in gewisser Weise "geerbt" und konnte kaum anders, als das zu seinem Amtsantritt bereits beschlossene Projekt mitzutragen. Neben dem Land (unter den bislang CDU-geführten Regierungen) war sicher auch die Stadt einer der wesentlichen Treiber.
Wie gesagt, die wahren Beweggründe kenne ich nicht, aber Möglichkeiten gibt es viele.
Es ist nicht möglich, zuverlässig in die Köpfe von Menschen hineinzublicken. Nach allem, was ich an Informationen habe, sehe ich jedoch keinen plausiblen Grund für die DB, plötzlich selbst aussteigen zu wollen. Wenn das Unternehmen in den letzten paar Jahren nicht von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt gewesen wäre, wäre ein frühzeitiger Ausstieg in jedem Fall die bessere Strategie gewesen -- damit hätte man sich viele Kosten und Streitigkeiten erspart und wäre teilweise auch der Mehrheitsmeinung in Stuttgart gefolgt.
Gerade unter der Führung von Hartmut Mehdorn war die DB nun wirklich nicht dafür bekannt, ihr widersinnig erscheinende Großprojekte künstlich am Leben zu halten (siehe Transrapid Berlin--Hamburg und Transrapid München).
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Rückzug Dr. Andriof: O.K., aber
bskf, Freitag, 01.04.2011, 17:35 (vor 5491 Tagen) @ bigbug21
Hallo bigbug21,
wo wir gerade dabei sind: Ich schätze Deine systematischen und zielgerichteten Analysen. Nicht nur bei diesem Thema ;-)
ich bin weiterhin skeptisch. Dass die nicht wegzudiskutierenden Risiken von S21 eher unterbewertet wurden, prinzipiell laut Ansicht der Wirtschaftprüfer plausibel seien, war bereits Gegenstand der Schlichtung. Die DB hat mittlerweile eine Presseinformation veröffentlicht, die davon spricht, dass ein Gutteil der Einsparpotentiale hätten realisiert werden können. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
'habe ich gelesen. Und zugegeben "Die ebenfalls im Rahmen der Schlichtung vorgestellten Einsparpotentiale konnten mittlerweile durch das Projektmanagement sogar zu einem großen Teil in die Realisierung gebracht werden." ist klarer formuliert als ich es erwartet hätte und außerdem ohne hätte/wäre/wenns.
Die Anfrage von Herrn Dr. Kefer würde ich indes auch nicht überbewerten. Es ist grundsätzlich ganz normal, Risiken zu bewerten.
Es ist ziemliche Interpretation meinerseits, dennoch: Der Bahnsprecher nennt, worüber nicht gesprochen wurde, statt zu benennen, was besprochen wurde.
Soweit sich keine substantiellen Veränderungen bei den Kosten ergeben sollten, würde ich 90:10 darauf wetten, dass das Projekt tatsächlich realisiert wird. Ein Ausstieg vor Konstituierung der neuen Landesregierung, die wohl Mitte Mai erfolgen soll, ist in keinem Fall wahrscheinlich, da die neuen Landesvertreter bis dahin noch nicht in Verantwortung sein werden.
Entscheidungen können auch vorher getroffen werden - unter dem Vorbehalt der späteren parlamentarischen Absegnung, das lässt sich regeln. Was eher noch eine Rolle spielt, ist der Mikadoeffekt: Wer sich zuerst bewegt, trägt die (Ausstiegs-)Kosten.
Bei einem negativen Volksentscheid (der rechtlich nicht verbindlich ist), müsste tendenziell doch eher das Land zahlen? Oder? Die Landesregierung hätte immerhin den Vorteil, dass der Vorgang dann eindeutig legitimiert wäre.
(falls der Aspekt schon diskutiert wurde, gerne auch einfach Link posten)
Berliner Grüße nach Dresden
bskf
Rückzug Dr. Andriof: O.K., aber
bigbug21, Freitag, 01.04.2011, 20:43 (vor 5491 Tagen) @ bskf
Hallo bskf,
wo wir gerade dabei sind: Ich schätze Deine systematischen und zielgerichteten Analysen. Nicht nur bei diesem Thema ;-)
Vielen Dank. *rotwerd*
[...]
Soweit sich keine substantiellen Veränderungen bei den Kosten ergeben sollten, würde ich 90:10 darauf wetten, dass das Projekt tatsächlich realisiert wird. Ein Ausstieg vor Konstituierung der neuen Landesregierung, die wohl Mitte Mai erfolgen soll, ist in keinem Fall wahrscheinlich, da die neuen Landesvertreter bis dahin noch nicht in Verantwortung sein werden.
Entscheidungen können auch vorher getroffen werden - unter dem Vorbehalt der späteren parlamentarischen Absegnung, das lässt sich regeln. Was eher noch eine Rolle spielt, ist der Mikadoeffekt: Wer sich zuerst bewegt, trägt die (Ausstiegs-)Kosten.
Nun, von den Projektpartnern erwägt offenbar nur das Land ernsthaft einen Ausstieg. Entsprechende Bewegungen bei den anderen Partnern wurden zumindest mir bislang nicht bekannt.
Bei einem negativen Volksentscheid (der rechtlich nicht verbindlich ist), müsste tendenziell doch eher das Land zahlen? Oder? Die Landesregierung hätte immerhin den Vorteil, dass der Vorgang dann eindeutig legitimiert wäre.
(falls der Aspekt schon diskutiert wurde, gerne auch einfach Link posten)
Der Volksentscheid -- soweit er rechtlich überhaupt zulässig ist -- würde sich wohl auf die Frage konzentrieren, ob das Land Baden-Württemberg vertragsbrüchig werden sollte, um aus dem Projekt auszusteigen.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Rückzug Dr. Andriof: O.K., aber
Holger2, Samstag, 02.04.2011, 21:02 (vor 5490 Tagen) @ bigbug21
Hallo Peter,
Nun, von den Projektpartnern erwägt offenbar nur das Land ernsthaft einen Ausstieg. Entsprechende Bewegungen bei den anderen Partnern wurden zumindest mir bislang nicht bekannt.
Peter Ramsauer lässt verlauten, dass er sich vorstellen könnte, nur die Strecke Ulm - Wendlingen zu bauen (siehe SWR). Welcher Teufel ihn bei dieser Aussage geritten hat, weiß ich freilich nicht. Politisch verstehe ich diese Rochade überhaupt nicht.
Der Volksentscheid -- soweit er rechtlich überhaupt zulässig ist -- würde sich wohl auf die Frage konzentrieren, ob das Land Baden-Württemberg vertragsbrüchig werden sollte, um aus dem Projekt auszusteigen.
Ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine Volksbefragung handeln wird, die rechtlich immer zulässig ist. Die Regierung würde sich (moralisch, nicht rechtlich) verpflichten, ihr Handeln an der Befragung auszurichten.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
Grüße,
Holger
Was hat Ramsauer geritten?
bigbug21, Sonntag, 03.04.2011, 10:55 (vor 5489 Tagen) @ Holger2
Hallo Holger2,
[...]
Peter Ramsauer lässt verlauten, dass er sich vorstellen könnte, nur die Strecke Ulm - Wendlingen zu bauen (siehe SWR). Welcher Teufel ihn bei dieser Aussage geritten hat, weiß ich freilich nicht. Politisch verstehe ich diese Rochade überhaupt nicht.
Das ist in der Tat grober Unsinn. Ramsauer muss wissen, dass eine solche Variante kaum Chancen auf Realisierung hätte, denn die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm über Bad Cannstatt, Plochingen und Wendlingen zur Güterzuganbindung würde leicht eine Fahrzeitverlängerung von zehn Minuten ausmachen (ich habe das noch nicht genauer nachgerechnet), wodurch der volkswirtschaftliche Nutzen der Strecke deutlich sinkt.
Gleichzeitig fehlen bei einem solchen Zwischenschritt die Zulaufkapazitäten, um die Neubaustrecke vernünftig auszulasten. Momentan ist der Abschnitt zwischen Stuttgart Hbf und Bad Cannstatt der am stärksten belastetste Ast unter den Zulaufstrecken im Knoten. Bei Stuttgart 21 wird diese Situation entschärft, indem zukünftig zwei völlig voneinander getrennte Gleispaare Richtung Ulm laufen. Zukünftig soll damit die Feuerbacher Zufahrt (soweit nicht unmittelbar die P-Option realisiert wird) die am stärksten belastetste Zulaufstrecke sein. Nicht umsonst sind bei K21 mindestens zwei weitere Gleise Richtung Obertürkheim vorgesehen.
Last but not least dürfte auch die Anbindung des Flughafens eine Rolle spielen. Momentan können hier erhebliche Reisezeitgewinne und Fahrgastströme zu Gunsten der NBS Wendlingen--Ulm verbucht werden. Wenn die günstige Anbindung des Airports wegfällt, wie bei K21 vorgesehen, dürften auch diese dann entfallenden Ströme bzw. Reisezeitverlängerungen als Netzeffekte negativ auf die NBS Wendlingen--Ulm durchschlagen.
Der Volksentscheid -- soweit er rechtlich überhaupt zulässig ist -- würde sich wohl auf die Frage konzentrieren, ob das Land Baden-Württemberg vertragsbrüchig werden sollte, um aus dem Projekt auszusteigen.
Ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine Volksbefragung handeln wird, die rechtlich immer zulässig ist. Die Regierung würde sich (moralisch, nicht rechtlich) verpflichten, ihr Handeln an der Befragung auszurichten.
Die SPD hängt an einem "Volksentscheid". Mal sehen, wie die Sache weitergeht.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Was hat Ramsauer geritten?
Henrik, Sonntag, 03.04.2011, 11:34 (vor 5489 Tagen) @ bigbug21
[...]
Peter Ramsauer lässt verlauten, dass er sich vorstellen könnte, nur die Strecke Ulm - Wendlingen zu bauen (siehe SWR). Welcher Teufel ihn bei dieser Aussage geritten hat, weiß ich freilich nicht. Politisch verstehe ich diese Rochade überhaupt nicht.
bzw.
02.04.2011
Ramsauer macht Zugeständnisse bei Stuttgart 21
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,754660,00.html
Das ist in der Tat grober Unsinn. Ramsauer muss wissen, dass eine solche Variante kaum Chancen auf Realisierung hätte, denn die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm über Bad Cannstatt, Plochingen und Wendlingen zur Güterzuganbindung würde leicht eine Fahrzeitverlängerung von zehn Minuten ausmachen (ich habe das noch nicht genauer nachgerechnet), wodurch der volkswirtschaftliche Nutzen der Strecke deutlich sinkt.
Gleichzeitig fehlen bei einem solchen Zwischenschritt die Zulaufkapazitäten, um die Neubaustrecke vernünftig auszulasten. Momentan ist der Abschnitt zwischen Stuttgart Hbf und Bad Cannstatt der am stärksten belastetste Ast unter den Zulaufstrecken im Knoten. Bei Stuttgart 21 wird diese Situation entschärft, indem zukünftig zwei völlig voneinander getrennte Gleispaare Richtung Ulm laufen. Zukünftig soll damit die Feuerbacher Zufahrt (soweit nicht unmittelbar die P-Option realisiert wird) die am stärksten belastetste Zulaufstrecke sein. Nicht umsonst sind bei K21 mindestens zwei weitere Gleise Richtung Obertürkheim vorgesehen.
Last but not least dürfte auch die Anbindung des Flughafens eine Rolle spielen. Momentan können hier erhebliche Reisezeitgewinne und Fahrgastströme zu Gunsten der NBS Wendlingen--Ulm verbucht werden. Wenn die günstige Anbindung des Airports wegfällt, wie bei K21 vorgesehen, dürften auch diese dann entfallenden Ströme bzw. Reisezeitverlängerungen als Netzeffekte negativ auf die NBS Wendlingen--Ulm durchschlagen.
Vielleicht ist Ramsauer genau dieses ganz genau bewusst und kann daher so locker diesen scheinbaren Kompromiss anbieten. Da dann sowieso nur noch Stuttgart21 kommen kann/muss.
Falls an letzterem gezweifelt wird, hat er ja die Schadensersatzklagen im Interesse des (Bundes)Steuerzahlers angedroht:
Auch er drohte Schadensersatzklagen an. Die Bahn werde ihre Ansprüche aus den Verträgen wahren: „Darauf lege ich auch als Bundesverkehrsminister wert – im Interesse des Steuerzahlers.“
Der Volksentscheid -- soweit er rechtlich überhaupt zulässig ist -- würde sich wohl auf die Frage konzentrieren, ob das Land Baden-Württemberg vertragsbrüchig werden sollte, um aus dem Projekt auszusteigen.
Ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine Volksbefragung handeln wird, die rechtlich immer zulässig ist. Die Regierung würde sich (moralisch, nicht rechtlich) verpflichten, ihr Handeln an der Befragung auszurichten.
Die SPD hängt an einem "Volksentscheid". Mal sehen, wie die Sache weitergeht.
genau.
darauf baut der 3-seitige SPIEGEL-Artikel auf.
Er titelt:
Stresstest für Grün-Rot
Grüne dagegen, SPD dafür: Nichts belastet die geplante Koalition in Baden-
Württemberg so stark wie der Bahnhofsneubau Stuttgart 21.
Bis zum Wahlsieg lebten die Grünen gut vom Streit um Stuttgart 21,
jetzt wird das Bahnhofsprojekt zur frühen Belastung
für Grün-Rot. Denn die SPD zieht nicht mit, und die Bahn droht.
[...]Kein anderes Thema droht das erste grün-rote Projekt der Republik so zu vergiften wie dieses.
[...]
„Ich bin seit 14 Jahren ein klarer Befürworter von Stuttgart 21“, sagt deren Spitzenmann Nils Schmid, der bald Finanzminister werden soll. Und Wolfgang Drexler, einst sogar Projektsprecher von Stuttgart 21, versteht die ganze Diskussion nicht. Es gibt Verträge, Verträge sind zu erfüllen, Stuttgart 21 muss gebaut werden, basta.
[...] Bei den Koalitionsgesprächen sitzt er jetzt auch in der Arbeitsgruppe, die das Kapitel Stuttgart 21 verhandelt.
[...]
Gut möglich also, dass der Bahnhof zum Betongrab für Grün-Rot wird.
[...]
„Es wird keinen Koalitionsvertrag geben ohne eine Volksabstimmung zu Stuttgart 21“, sagt Spitzenmann Schmid, „wer Volksabstimmung plakatiert, muss sie auch durchführen.“ Der Weg dahin steht für ihn schon fest: Das Kabinett beschließt ein Ausstiegsgesetz aus Stuttgart21, die SPD im Landtag lässt es durchrasseln, dann hat das Volk das letzte Wort.
Klingt gerecht, ist aber eine Falle für die Grünen. Denn das Projekt ist nur am Ende, wenn mindestens ein Drittel der Wahlberechtigen im Land nein dazu sagen. „Diese Hürde ist nicht zu schaffen“, schwant einem Spitzen-Grünen.
Was das für die Öko-Partei bedeutet, hat einer ihrer Top-Leute schon den härtesten Stuttgart-21-Gegnern vorsichtig nahegebracht, den Parkschützern. Es könne sein, dass sie demnächst ihre Trillerpfeifen wieder gebrauchen könnten. Diesmal aber nicht, um die CDU auszupfeifen wie bisher. Sondern die Grünen.
Gruß
Henrik
SPIEGEL-Interview mit Ramsauer
Henrik, Sonntag, 03.04.2011, 15:38 (vor 5489 Tagen) @ Holger2
Nun, von den Projektpartnern erwägt offenbar nur das Land ernsthaft einen Ausstieg. Entsprechende Bewegungen bei den anderen Partnern wurden zumindest mir bislang nicht bekannt.
Peter Ramsauer lässt verlauten, dass er sich vorstellen könnte, nur die Strecke Ulm - Wendlingen zu bauen (siehe SWR). Welcher Teufel ihn bei dieser Aussage geritten hat, weiß ich freilich nicht. Politisch verstehe ich diese Rochade überhaupt nicht.
das ganze SPIEGEL-Interview mit Ramsauer gibts jetzt online hier:
03.04.2011
Verkehrsminister Ramsauer
"Stuttgart droht Stillstand"
[...]
Wäre Ihr Job als Verkehrsminister nicht, nach Kompromissen zu suchen? Die Strecke von Wendlingen nach Ulm, wo ja der Hauptteil der Bundesmittel hinfließt, lässt sich zum Beispiel auch ohne den Bahnhofsumbau in Stuttgart verwirklichen.
Ramsauer: Das ist richtig: Wendlingen-Ulm kann unabhängig von Stuttgart 21 gebaut werden. Voraussetzung ist aber, dass das Land zu seiner Finanzierungszusage von 950 Millionen Euro steht. Nur dann können wir mit dem Bau schon vor 2016 beginnen. Sonst müssten wir die wirtschaftliche Situation neu bewerten. Wenn der Bau der Strecke auch dann wirtschaftlich ist, könnte man ebenfalls loslegen.
SPIEGEL ONLINE: Aber möglich wäre es: Die Schnellbahnstrecke kommt, beim Bahnhof suchen alle Beteiligten nach einer Alternative.
Ramsauer: Ja. Aber wichtig bleibt dabei: Bei einem solchen Kompromiss darf einer nicht verlieren – der deutsche Steuerzahler. Die Bahn und der Bund als Eigentümer können keine Rechtsansprüche, auch keine Schadensersatzansprüche aufgeben.[...]
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,754580,00.html
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