PI der ÖBB dazu (Allgemeines Forum)

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Samstag, 26.03.2011, 23:28 (vor 5539 Tagen) @ GUB

Hallo!

Ich hab die PI nicht im Internet gefunden, will sie euch aber nicht vorenthalten.

Sommerzeit: Wer dreht an 3.500 ÖBB-Uhren?
Bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit werden alle ÖBB-Uhren binnen
Minuten eine Stunde vorgestellt.
(Wien, 24.3.2011) Die ÖBB haben österreichweit rund 650 Uhrenzentralen. Jede
dieser Zentralen steuert eine Vielzahl an Nebenuhren, insgesamt sind dies rund 3.500
Uhren. Kommenden Sonntag, den 27. März, werden um 2 Uhr sämtliche Uhren
binnen wenigen Minuten um eine Stunde vorgestellt.
Was passiert mit den Zügen?
Bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit am kommenden Sonntag sind
insgesamt 15 Personenverkehrszüge am österreichischen Streckennetz unterwegs.
Diese werden mit bis zu einer Stunde verspätet ankommen – je länger die Strecke,
desto eher besteht die Möglichkeit, Zeit aufzuholen. Bei der Umstellung im Herbst
warten die Züge in so genannten Wartebahnhöfen (nicht auf der freien Strecke) die
Stunde ab. Reisende in den Nachtzügen genießen in diesem Fall eine Stunde mehr
Schlaf.
Synchronisation mit Funkuhr, Satellit und NTP
Damit alle 650 Hauptuhrenzentralen mit der genauesten Uhrzeit laufen ist eine
Synchronisation erforderlich. Die ÖBB-Hauptuhrenzentralen werden mit dem DCFSignal
des Langwellen-Senders der Funkuhr in Mainflingen synchronisiert. In
Gebieten mit schlechtem Empfang des Langwellensignales wird die Synchronisation
über einen Satelliten und GPS-Signal durchgeführt.
Sowohl das Signal der Funkuhr Mainflingen als auch das GPS-Signal enthalten die
Informationen zur Zeitumstellung. Eine weitere Synchronisationsmöglichkeit ist die
Zeitsynchronisation über ein NTP-Protokoll (Network Time Protokoll). Dazu betreiben
die ÖBB in ihren Datennetzen zwei redundante NTP-Server. Über dieses NTPProtokoll
synchronisieren sich PCs, Anlagenrechner und Server.
Aktualisierung im Halbminutentakt
Die Hauptuhren aktualisieren im Halbminutenabstand sämtliche Nebenuhren, d.h. der
Großteil der ÖBB-Uhren springt alle halben Minuten ein Stückchen weiter – auf die
Sekunde genau und alle gleichzeitig. Bei der Umstellung auf die Sommerzeit sorgen
zusätzliche Halbminutentaktimpulse dafür, dass die Uhren zum vorgesehenen
Zeitpunkt eine Stunde vorgehen.

m b g,
Anoj


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