HSL-Zuid Seifenoper: Benelux erhalten ja/nein (Allgemeines Forum)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.03.2011, 13:45 (vor 5559 Tagen)
Hallo ICE-Fans,
parallel zur HSL-Zuid Seifenoper gibt es auch die Benelux-Seifenoper. Denn: sobald die HSL-Zuid vollständig in Betrieb geht und die V250 rollen, wird es mit dem Benelux-IC Schluß sein. Voraussichtlich ist Dezember 2011 das Aus des Benelux-IC; stattdessen soll man dann Fyra reisen. Man ist zwar schneller, bezahlt aber auch mehr und es soll (habe das übrigens nirgendwo bestätigen können) eine Reservierungspflicht geben.
Unsere Medien haben inzwischen ausführlich über das bevorstehende "Ende eines Eisenbahnzeitalters" berichtet. Auch unser Fahrgastverbund kämpft für den Erhalt des "klassischen Zuges".
Man erwartet, dass der Tagestourismus NL-BE nach wie vor besteht, nun halt mit dem Auto, nicht mit Fyra und nicht mit dem RB 27 Roosendaal-Antwerpen. "Für mein Auto brauche ich weder Zuschlag zu bezahlen noch zu reservieren. Sogar Stau stehen kostet mich nichts extra."
Ein weiteres Sorgenkind: IC 21. Der wird dann eher ein RE 21: zwischen Vlissingen-Roosendaal hält er in allen Bahnhöfen (was ich übrigens gut finde); zwischen Dordrecht-Amsterdam übernimmt er den Fahrweg und die Halte des IR 22: R'dam Lombardijen, R'dam Blaak, Schiedam Centrum, Delft, Den Haag NOI, Heemstede-Aerdenhout und Haarlem. 7 Halte, die der IC 21 im Moment noch ausläßt.
Zwar ist auf Dordrecht-Leiden ein 15-Minutentakt geplant, aber unter gegebenen Umständen wird der Fahrgast die Linie vermeiden. Zugünsten des Autos, nicht der Fyra.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
HSL-Zuid Seifenoper: Benelux erhalten ja/nein
Benjamin.Keller, Freitag, 25.03.2011, 14:36 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
entschuldigung, ich bin kein intimer Kenner des niederländischen Bahnnetzes, daher folgende Frage: hält denn der Benelux-Zug (klassisch) auch irgendwie häufiger als der Fyra halten soll?
Laufwege Fyra und Benelux-IC
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.03.2011, 15:04 (vor 5559 Tagen) @ Benjamin.Keller
entschuldigung, ich bin kein intimer Kenner des niederländischen Bahnnetzes, daher folgende Frage: hält denn der Benelux-Zug (klassisch) auch irgendwie häufiger als der Fyra halten soll?
So ist es!
Fyra: (vorgesehen)
Amsterdam Centraal oder Zuid
Schiphol Airport
Rotterdam Centraal
Antwerpen Centraal
Bruxelles Midi
Benelux-IC: (Ist-Zustand)
Amsterdam Centraal
Schiphol Airport
Den Haag HS *
Rotterdam Centraal
Dordrecht *
Roosendaal *
Antwerpen Centraal
Mechelen *
Bruxelles Central *
Bruxelles Midi
Die mit * angezeigten Bahnhöfen sind also Benelux-IC-Halt; Fyra hält dort nicht.
gruß,
Oscar (NL).
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Welcher Unterschied verbleibt dann zwischen Fyra und Thalys?
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 15:14 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
(...) es soll (habe das übrigens nirgendwo bestätigen können) eine Reservierungspflicht geben.
Dann verfällt aber auch der einzige Unterschied zum Thalys, der dann immer noch den Vorteil der Durchbindung nach Paris hätte. Nur müsste eben die NS - bzw. deren Tochter - an Thalys beteiligt werden muss. Aber was spricht dagegen?
Wenn Eurostar/ICE International nach London verkehren ist das auch keine wirkliche Konkurrenz, erst recht, wenn man - konsequenter Weise - den Verkehr zwischen Lille und Amsterdam "unterbindet".
Welcher Unterschied verbleibt dann zwischen Fyra und Thalys?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.03.2011, 15:23 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
(...) es soll (habe das übrigens nirgendwo bestätigen können) eine Reservierungspflicht geben.
Dann verfällt aber auch der einzige Unterschied zum Thalys, der dann immer noch den Vorteil der Durchbindung nach Paris hätte. Nur müsste eben die NS - bzw. deren Tochter - an Thalys beteiligt werden muss. Aber was spricht dagegen?
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt. Amsterdam-Rotterdam soll auch im Brüssel-Fyra ohne Reservierung möglich bleiben. Antwerpen-Brüssel bin ich mir nicht sicher.
Wenn Eurostar/ICE International nach London verkehren ist das auch keine wirkliche Konkurrenz, erst recht, wenn man - konsequenter Weise - den Verkehr zwischen Lille und Amsterdam "unterbindet".
Diese Züge sollen im selben Takt als/wie (?) die Thalys fahren.
Hinzu sollen dann die 5 Fyras pro Stunde kommen (2x Rotterdam, 2x Breda, 1x Brüssel)
gruß,
Oscar (NL).
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
OT: als/wie
Benjamin.Keller, Freitag, 25.03.2011, 15:38 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
Diese Züge sollen im selben Takt als/wie (?) die Thalys fahren.
Wie :)
Welcher Unterschied verbleibt dann zwischen Fyra und Thalys?
Steffen, Freitag, 25.03.2011, 15:44 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Was soll denn damit bezweckt werden? Erfahrungsgemäss ist ein Zug bei Grenzübertritt am ehesten leer...
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Sinn einer Reservierungspflicht?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.03.2011, 15:54 (vor 5559 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 25.03.2011, 15:54
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Was soll denn damit bezweckt werden?
Sitzplatzgarantie.
Erfahrungsgemäss ist ein Zug bei Grenzübertritt am ehesten leer...
Zustimmung, aber erklär das mal einem Franzosen.
Warum muss ich für ICE International Saarbrücken-Paris reservieren, während ich ICE International Saarbrücken-Frankfurt ohne Reservierung fahren kann?
gruß,
Oscar (NL).
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Sinn einer Reservierungspflicht?
Steffen, Freitag, 25.03.2011, 16:02 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
Von Zügen, die nach Frankreich fahren, war ja nicht die Rede (dort herrscht ja im TGV generelle Zwangsreservierung), sondern vom Fyra. Der fährt in zwei Ländern, die beide nicht mal die Freiwilligenreservierung kennen! Und dann möchte man auf dem Abschnitt eines Zuges, der am leersten sein wird, eine Zwangsreservierung einführen?
Da steckt irgendwas anderes dahinter. Womöglich der Seifenoper nächster Akt.
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Reservierungoption in Belgien!
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 16:15 (vor 5559 Tagen) @ Steffen
Der fährt in zwei Ländern, die beide nicht mal die Freiwilligenreservierung kennen!
Stimmt nicht ganz; zumindest gab es in Belgien mal eine Reservierungsoption für die (ehemaligen) Schweiz-EC:
"La réservation de votre place, parfois avec supplément, y est facultative mais conseillée pour de longs trajets."
Reservierungoption in Belgien!
Steffen, Freitag, 25.03.2011, 17:28 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Der fährt in zwei Ländern, die beide nicht mal die Freiwilligenreservierung kennen!
Stimmt nicht ganz; zumindest gab es in Belgien mal eine Reservierungsoption für die (ehemaligen) Schweiz-EC:"La réservation de votre place, parfois avec supplément, y est facultative mais conseillée pour de longs trajets."
Mag sein. Aber gewiss nicht auf Initiative der SNCB ;)
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Sinn einer Reservierungspflicht?
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 25.03.2011, 16:06 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
Was soll denn damit bezweckt werden?
Sitzplatzgarantie.
Soweit klar, aber damit geschieht folgendes: Bei Zügen ohne Zwangsreservierung kann man immer noch mitfahren, wenn alles voll ist, in Zügen mit Zwangsreservierung kommt man nicht einmal mehr mit. Für mich - neben der schlechten Flexibilität, die Klamotten gibts natürlich nicht am Automaten usw. usf. - ist dies ein eklatanter Nachteil.
Sinn einer Reservierungspflicht?
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 16:12 (vor 5559 Tagen) @ Fabian318
(...) wenn alles voll ist, in Zügen mit Zwangsreservierung kommt man nicht einmal mehr mit.
Nicht unbedingt, denn dafür gibt es - zumindest bei Thalys - "surbookage" bzw. den Bordverkauf (= Paris Nord ausgenommen).
Das finde ich auch einen guten Kompromiss, zumal man sich noch in der Bar aufhalten und eben niemand stehen gelassen wird.
Sinn einer Reservierungspflicht?
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 25.03.2011, 16:17 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Nicht unbedingt, denn dafür gibt es - zumindest bei Thalys - "surbookage" bzw. den Bordverkauf (= Paris Nord ausgenommen).
Wenn es dann aber doch noch Stehplätze geben kann, ist doch der ganze Reservierungszwang sinnlos?!
Sinn einer Reservierungspflicht?
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 16:24 (vor 5559 Tagen) @ Fabian318
Nicht unbedingt, denn dafür gibt es - zumindest bei Thalys - "surbookage" bzw. den Bordverkauf (= Paris Nord ausgenommen).
Wenn es dann aber doch noch Stehplätze geben kann, ist doch der ganze Reservierungszwang sinnlos?!
Naja, die Qualität der Reise ist bei einem Stehlplatz von Brüssel nach Paris schon eingeschränkt; daher soll es eben nur als "Notoption" verkauft werden.
Ich gebe Dir - in der Theorie - zwar recht, aber aus Marketingsgesichtspunkten bzw. kaufmännischer Sicht sehe ich da schon erhebliche Unterschiede...
Welcher Unterschied verbleibt dann zwischen Fyra und Thalys?
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 25.03.2011, 15:53 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Hoffentlich nicht. :-(
Welcher Unterschied verbleibt dann zwischen Fyra und Thalys?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.03.2011, 15:58 (vor 5559 Tagen) @ Fabian318
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Hoffentlich nicht. :-(
Ich hoffe auch nicht.
Allerdings finde ich dass Rover zuerst mal mit Fakten kommen soll (und das sage ich als Mitglied dieser Gruppe). Alles was die behaupten, ist auf unbestätigte Vermutungen basiert.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 16:09 (vor 5559 Tagen) @ Fabian318
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Hoffentlich nicht. :-(
Ich verstehe Euch Deutsche mit dem Reservierungsproblem nicht: -;)
Wenn man nicht fährt, tauscht man das Ticket eben schnell aus et voilà; bei den Sparpreisen hat man doch sowieso eine aus der Zugbindung resultierende Zwangsreservierung.
Andererseits ist es für die Franzosen (und Wallonen) genauso schlimm keine Reservierung zu haben.
Ich persönlich bin da indifferent; lediglich stört mich, dass "Entschuldigung, Sie sitzen auf meinem Platz" (= vor allem, wenn es nicht angezeigt ist!) im ICE International, dass es im Thalys naturgemäß nicht gibt.
Allerdings habe ich bislang - neben dem NV - auch praktisch nur Thalys genutzt und kenne es nicht anders.
Wenn ohnehin alle reservieren, dann doch lieber Zwangsreservierung und "surbookage" (= overbooking) à la Thalys.
Fazit:
Entweder Zwangsreservierung oder gar keine Reservierung; hauptsache nicht diesen nervigen Hick-Hack. :)
Reservierungsfrage
Fabian318, Münster i. W., Freitag, 25.03.2011, 16:16 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Ich verstehe Euch Deutsche mit dem Reservierungsproblem nicht: -;)
Ich sehr gut. :)
Wenn man nicht fährt, tauscht man das Ticket eben schnell aus et voilà; bei den Sparpreisen hat man doch sowieso eine aus der Zugbindung resultierende Zwangsreservierung.
Das Problem habe ich mir mal erlaubt zu markieren: Das bedeutet in Deutschland "schnell" zu einem Bahnhof mit geöffnetem Schalter zu fahren, was immer seltener ist und auch immer weniger geöffnet ist. In den Niederlanden verkaufen nicht mal alle Schalter internationale Fahrkarten.
Ich persönlich bin da indifferent; lediglich stört mich, dass "Entschuldigung, Sie sitzen auf meinem Platz" (= vor allem, wenn es nicht angezeigt ist!) im ICE International, dass es im Thalys naturgemäß nicht gibt.
Das System muss natürlich annähernd zu 100% funktionieren, sonst bringt es in der Tat nichts. Aber ich will auch die Freiheit haben, nicht den Schrottplatz, den mir das Reservierungssystem bislang zu 100% zulost, einnehmen zu müssen. Und ohne Anzeigen (bei Reservierungszwang) weiß ich nicht, ob der Platz anderweitig reserviert ist.
Entweder Zwangsreservierung oder gar keine Reservierung; hauptsache nicht diesen nervigen Hick-Hack. :)
Ich finde das deutsche System schon sehr gut. Allerdings können die Reservierungsentgelte gerne gesteigert werden, damit nicht so viele Sinnlosrelationen reserviert werden. Auf Kurz-Fernverkehrsstrecken will ich (u.U. mit einem Abo o.ä.) nicht erst zum Reservierungsautomaten oder gar Schalter rennen müssen, sondern auch eine Minute vorher entscheiden können, mitzufahren. Für sehr lange Strecken, gerade mit Familie & Co., sind Reservierungen dann wiederum sehr sinnvoll.
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 16:29 (vor 5559 Tagen) @ Fabian318
Fabian,
wirklich (sehr) gute Ansatzpunkte, auf die ich jetzt auf die Schnelle nicht - ausführlich - eingehen kann (und möchte); ich werde darauf aber zurückkommen.
Für den Augenblick nur so viel:
Diese SNCF ist sich bspw. dieser Problematik bewusst und bietet auch eine entsprechende Infrastruktur; bei Thalys sage ich nur "ticketless".
Letzteres hat auch erhebliche Nachteile, aber das steht auf einem anderen Blatt.
So, die Arbeit ruft... -;)
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 01.04.2011, 13:56 (vor 5552 Tagen) @ Fabian318
So, nun endlich mein Posting: :)
Das Problem habe ich mir mal erlaubt zu markieren: Das bedeutet in Deutschland "schnell" zu einem Bahnhof mit geöffnetem Schalter zu fahren, was immer seltener ist und auch immer weniger geöffnet ist. In den Niederlanden verkaufen nicht mal alle Schalter internationale Fahrkarten.
Richtig, die Infrastruktur müsste ausgebaut werden:
In Frankreich erhälst Du am Automaten die gleichen Tickets wie am Schalter, welche auf der Rückseite mit einem kleinen "Codeband" (= wie auf der Kreditkarte; korrekter Name fällt mir nicht ein) versehen sind. Die kann - teilweise auf den Bahnsteigen selbst - am Automaten umtauschen. Diese speziellen Automaten nennen sich "Échange Minute" und so ist es auch gemeint.
Das System muss natürlich annähernd zu 100% funktionieren, sonst bringt es in der Tat nichts. Aber ich will auch die Freiheit haben, nicht den Schrottplatz, den mir das Reservierungssystem bislang zu 100% zulost, einnehmen zu müssen. Und ohne Anzeigen (bei Reservierungszwang) weiß ich nicht, ob der Platz anderweitig reserviert ist.
Auch dafür gibt es bei der SNCF eine Lösung: Du suchst Dir bei der Buchung Deinen Sitzplatz virtuell aus. Einziges Problem: Du wirst nicht zwangsläufig einen Sitzplatz in Fahrtrichtung finden, zumal viele Züge unterwegs auch "Kopf" machen (z. B. TGV Paris <-> München in Stuttgart).
Ich finde das deutsche System schon sehr gut.
Meinst Du für sich betrachtet, im Vergleich oder sowohl als auch?
Für sich betrachtet finde ich es passabel; im Vergleich schlecht. Kommt also auf die Perspektive an.
Allerdings können die Reservierungsentgelte gerne gesteigert werden, damit nicht so viele Sinnlosrelationen reserviert werden. Auf Kurz-Fernverkehrsstrecken will ich (u.U. mit einem Abo o.ä.) nicht erst zum Reservierungsautomaten oder gar Schalter rennen müssen, sondern auch eine Minute vorher entscheiden können, mitzufahren. Für sehr lange Strecken, gerade mit Familie & Co., sind Reservierungen dann wiederum sehr sinnvoll.
Okay, da gebe ich Dir recht. Aber das ist dann mehr dem Kundenverhalten, als der Infrastruktur, anzulasten.
Reservierungsfrage
Benjamin.Keller, Freitag, 25.03.2011, 16:25 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Hoffentlich nicht. :-(
Ich verstehe Euch Deutsche mit dem Reservierungsproblem nicht: -;)
Das verstehe ich nun wiederum nicht? Wenn ich einen Termin in zB Amsterdam habe und alle halbe oder gar Viertelstunde ein Zug kommt den ich nehmen kann würde ich eben nicht auf die Uhr gucken sondern meinen Termin so weit ausdehnen wie ich mag. Dann nehme ich einfach den nächsten Zug der kommt, wie bei der U-Bahn.
Das ist doch tausend Mal einfacher als irgendein hin und herbuchen von Reservierungen, was also ist daran nicht zu verstehen?
Verwunderte Grüße :)
Ben
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 16:37 (vor 5559 Tagen) @ Benjamin.Keller
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Hoffentlich nicht. :-(
Ich verstehe Euch Deutsche mit dem Reservierungsproblem nicht: -;)
Das verstehe ich nun wiederum nicht? Wenn ich einen Termin in zB Amsterdam habe und alle halbe oder gar Viertelstunde ein Zug kommt den ich nehmen kann würde ich eben nicht auf die Uhr gucken sondern meinen Termin so weit ausdehnen wie ich mag. Dann nehme ich einfach den nächsten Zug der kommt, wie bei der U-Bahn.
Das ist doch tausend Mal einfacher als irgendein hin und herbuchen von Reservierungen, was also ist daran nicht zu verstehen?Verwunderte Grüße :)
Ben
Hallo Ben,
ich denke, die Frage ist einfach wie umständlich das Umbuchen ist, und ob man an das Reservieren gewöhnt ist oder nicht:
Aus marketingtechnischer Sicht gebe ich Dir Brief & Siegel darauf, dass der Stehplatzfahrer nicht so zufrieden ist, wie der, der "Sitzplatzkandidat".
Ich habe mal eine empirische Untersuchung durchgeführt, und - soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe - waren die Deutschen fast gesamtheitlich "genervt" vom Reservierungszwang, während Wallonen und Franzosen die Vorstellung, "ohne" Sitzplatz zu reisen für unvorstellbar hielten.
Ich denke die Lösung, bestünde darin, den Sitzplatz last minute zu reservieren, dann käme es auch nicht zu den vielen Umbuchungen.
Wie gesagt, nicht dass Reservierungen unbedingt für mich sein müssen, aber entweder ganz mit oder ganz ohne - ungeachtet der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit. :)
Reservierungsfrage
Lars(DK), Freitag, 25.03.2011, 16:59 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Hej
Ich gebe Dir recht - gerade in vollen Zügen finde ich es nervig, umziehen zu müssen, weil ein Sitzplatz ggf freizugeben ist. Bei uns in DK ziemlich extrem, da viele elektronisch und spät buchen. Ein Kompromiss gibt es bei uns für die 1. Kl.: Sitzplatzgarantie, d.h. das Personal soll einen Sitzplatz in der 1.Kl zuweisen können, falls man nicht schon eine Reservierung hat. Geht das nicht, gibt es eine Fahrkarte für die selbe Strecke umsonst. Da sind bei mir schon viele Gratisfahrkarten zusammengekommen (früher gab es gar völlige Freifahrkarten, wo man selbst Abfahrt- und Ankunftsbahnhof eintragen konnte).
Bg
Lars
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 18:15 (vor 5559 Tagen) @ Lars(DK)
Bei uns in DK ziemlich extrem, da viele elektronisch und spät buchen. Ein Kompromiss gibt es bei uns für die 1. Kl.: Sitzplatzgarantie, d.h. das Personal soll einen Sitzplatz in der 1.Kl zuweisen können, falls man nicht schon eine Reservierung hat. Geht das nicht, gibt es eine Fahrkarte für die selbe Strecke umsonst.
Hallo Lars,
interessantes Konzept. Bei Thalys würdest Du dann auch noch eine Mahlzeit in den Klassenwechsel inkludiert bekommen.
Ich nehme an, die DSB ist eine Staatsbahn? Ließ sich privatwirtschaftlich wohl eher nicht durchsetzen, wenn auch die feminin geprägte Kultur Dänemarks (Stichwort Hofstede) zu berücksichtigen ist.
Reservierungsfrage: Korrektur!
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 20:14 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Bei uns in DK ziemlich extrem, da viele elektronisch und spät buchen. Ein Kompromiss gibt es bei uns für die 1. Kl.: Sitzplatzgarantie, d.h. das Personal soll einen Sitzplatz in der 1.Kl zuweisen können, falls man nicht schon eine Reservierung hat.
Ich sehe gerade, dass das - eingeschränkt - auch für Thalys gilt!
Reservierungsfrage
Lars(DK), Freitag, 25.03.2011, 21:23 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
DSB ist eine staatliche AG mit Verpflichtung, eigenwirtschaftlich zu fahren.
ABER: es gibt einen Blockzuschuss pro Jahr, der für verschiedene nicht kostendeckende Verkehre kompensieren soll. Gewinne werden an den Staat abgeführt (denn die gibt es ;-))
Ja, man kann DK als "feminin" bezeichnen, wenn Du damit Staatskapitalismus meinst. In Wirklichkeit fungieren wir ja als eine Art "kapitalistische DDR" mit Planwirtschaft (z.B. im Bereich Ausbildung, Pensionsbeiträgen), Kartellbildung (nicht offiziell, aber real, bei Öl/Gasgewinnung auch offiziell monopol), extrem starker staatlicher Lenkung und grösster gesellschaftlicher Parität. Hängt sicherlich damit zusammen, dass wir niemals Republik waren und daher auf eine ganz lange ungebrochene monarchische Traditionen zurückblicken können (im Grunde sind wir alle Untertanen...;-)) Aber das ist jetzt ganz OT und fast schon politisch ;-)
Bg
L
Reservierungsfrage
Henrik, Freitag, 25.03.2011, 17:41 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Die Reservierungspflicht soll angeblich nur gelten, wenn man die Grenze rüberfährt.
Hoffentlich nicht. :-(
Ich verstehe Euch Deutsche mit dem Reservierungsproblem nicht: -;)
Das verstehe ich nun wiederum nicht? Wenn ich einen Termin in zB Amsterdam habe und alle halbe oder gar Viertelstunde ein Zug kommt den ich nehmen kann würde ich eben nicht auf die Uhr gucken sondern meinen Termin so weit ausdehnen wie ich mag. Dann nehme ich einfach den nächsten Zug der kommt, wie bei der U-Bahn.
Das ist doch tausend Mal einfacher als irgendein hin und herbuchen von Reservierungen, was also ist daran nicht zu verstehen?Verwunderte Grüße :)
Ben
Hallo Ben,
ich denke, die Frage ist einfach wie umständlich das Umbuchen ist, und ob man an das Reservieren gewöhnt ist oder nicht:
Aus marketingtechnischer Sicht gebe ich Dir Brief & Siegel darauf, dass der Stehplatzfahrer nicht so zufrieden ist, wie der, der "Sitzplatzkandidat".
Sicher? -.-
Das kommt doch eher auf die Fragestellung drauf an.
Natürlich würde jeder Stehplatzfahrer lieber sitzen,
aber auch noch dann, wenn ihm dieses zwanghaft vorgeschrieben wird, mit einer extra zu besorgenden Reservierung, er dann womöglich noch Stunden warten muss und zudem noch 5 Euro mehr zahlen muss?
ganz zu schweigen von den Umtauschschwierigkeiten.
Ich habe mal eine empirische Untersuchung durchgeführt, und - soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe - waren die Deutschen fast gesamtheitlich "genervt" vom Reservierungszwang, während Wallonen und Franzosen die Vorstellung, "ohne" Sitzplatz zu reisen für unvorstellbar hielten.
das is ja mal echt ein überraschendes Ergebnis,
vor allem bei unserer automobilen spontan schnellen Gesellschaft.
Ich denke die Lösung, bestünde darin, den Sitzplatz last minute zu reservieren, dann käme es auch nicht zu den vielen Umbuchungen.
Und wie soll das dann in der Praxis aussehen?
Die Reservierungskontingente werden erst 30 min vor Abfahrt freigegeben?
Wie sieht das aus bei Hamburg-München mit entsprechenden Zwischenhalten?
da gäbe es dann doch in diesen "last minute" einen totalen Überstau.
Und vor allem hat man in den "last minute" doch in der Regel besseres zu tun.
Wie gesagt, nicht dass Reservierungen unbedingt für mich sein müssen, aber entweder ganz mit oder ganz ohne - ungeachtet der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit. :)
wieso nur schwarz oder weiß?
Kompromisse per se auszuschließen kann doch nich gut sein.
Wer reservieren will, der kann doch gerne reservieren.
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 18:12 (vor 5559 Tagen) @ Henrik
Aus marketingtechnischer Sicht gebe ich Dir Brief & Siegel darauf, dass der Stehplatzfahrer nicht so zufrieden ist, wie der, der "Sitzplatzkandidat".
Sicher? -.-
Das kommt doch eher auf die Fragestellung drauf an.
Natürlich würde jeder Stehplatzfahrer lieber sitzen,
aber auch noch dann, wenn ihm dieses zwanghaft vorgeschrieben wird, mit einer extra zu besorgenden Reservierung, er dann womöglich noch Stunden warten muss und zudem noch 5 Euro mehr zahlen muss?
ganz zu schweigen von den Umtauschschwierigkeiten.
Ich habe mich auch nur auf die Kundenzufriedenheit (ceteris paribus!) bezogen, deren Nutzen - da hast Du vollkommen recht - natürlich auch überkompensiert werden kann.
Ich habe mal eine empirische Untersuchung durchgeführt, und - soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe - waren die Deutschen fast gesamtheitlich "genervt" vom Reservierungszwang, während Wallonen und Franzosen die Vorstellung, "ohne" Sitzplatz zu reisen für unvorstellbar hielten.
das is ja mal echt ein überraschendes Ergebnis,
vor allem bei unserer automobilen spontan schnellen Gesellschaft.
Das hat mich auch sehr verwundert. Vor allem die Franzosen waren zunächst von der Aufhebung des Reservierungszwangs angetan, aber wenn ich ihre Aussagen und die daraus resultierenden Konsequenzen "spiegelte", kamen Aussagen wie "Et on reste debout!?".
Ich denke die Lösung, bestünde darin, den Sitzplatz last minute zu reservieren, dann käme es auch nicht zu den vielen Umbuchungen.
Und wie soll das dann in der Praxis aussehen?
Die Reservierungskontingente werden erst 30 min vor Abfahrt freigegeben?
Wie sieht das aus bei Hamburg-München mit entsprechenden Zwischenhalten?
da gäbe es dann doch in diesen "last minute" einen totalen Überstau.
Moment, ich meine last minute reservieren zu können (z. B. über´s Handy). Zugegeben, die praktische Umsetzung müsste noch besser ausgearbeitet werden und ich habe jetzt auch kein Patentrezept. Allerdings gibt es doch bspw. an den französischen TGV-Bahnhöfen diese speziellen Automaten ("Échange Minute").
Und vor allem hat man in den "last minute" doch in der Regel besseres zu tun.
Zustimmung! :)
Wie gesagt, nicht dass Reservierungen unbedingt für mich sein müssen, aber entweder ganz mit oder ganz ohne - ungeachtet der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit. :)
wieso nur schwarz oder weiß?
Kompromisse per se auszuschließen kann doch nich gut sein.
Wer reservieren will, der kann doch gerne reservieren.
Okay, schuldig im Sinne der Anklage:
Das ist meine persönliche Meinung (als Kunde), weil mir dieses "Entschuldigung, Sie sitzen auf meinen Platz!" - bei nicht angeschlagener Reservierung auf die Nerven geht und ich ehrlich gesagt nicht bereit bin den Aufpreis zu zahlen. Bei Thalys stellt sich dieses Problem (bzw. diese Frage) ja nicht (= psychologisches "Problem").
Aber wie gesagt, das ist meine persönliche - und nicht professionelle - Meinung. -;)
Reservierungsfrage
Henrik, Freitag, 25.03.2011, 19:09 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Aus marketingtechnischer Sicht gebe ich Dir Brief & Siegel darauf, dass der Stehplatzfahrer nicht so zufrieden ist, wie der, der "Sitzplatzkandidat".
Sicher? -.-
Das kommt doch eher auf die Fragestellung drauf an.
Natürlich würde jeder Stehplatzfahrer lieber sitzen,
aber auch noch dann, wenn ihm dieses zwanghaft vorgeschrieben wird, mit einer extra zu besorgenden Reservierung, er dann womöglich noch Stunden warten muss und zudem noch 5 Euro mehr zahlen muss?
ganz zu schweigen von den Umtauschschwierigkeiten.
Ich habe mich auch nur auf die Kundenzufriedenheit (ceteris paribus!) bezogen, deren Nutzen - da hast Du vollkommen recht - natürlich auch überkompensiert werden kann.
Bzw. Kundenzufriedenheit besteht aus verschiedenen Kriterien unterschiedlicher Gewichtung, nicht nur Sitz/Steh.
Bei Einführung des Wochenendtickets fuhr halb Deutschland zu fünft für nur 15 DM im Nahverkehr quer durch Deutschland, am Samstag hin und nächsten Tag zurück, die standen fast alle oder saßen auf dem Gang, zwischen den Wagen. Die waren alle überglücklich, total zufrieden.
Ich habe mal eine empirische Untersuchung durchgeführt, und - soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe - waren die Deutschen fast gesamtheitlich "genervt" vom Reservierungszwang, während Wallonen und Franzosen die Vorstellung, "ohne" Sitzplatz zu reisen für unvorstellbar hielten.
das is ja mal echt ein überraschendes Ergebnis,
vor allem bei unserer automobilen spontan schnellen Gesellschaft.
Das hat mich auch sehr verwundert. Vor allem die Franzosen waren zunächst von der Aufhebung des Reservierungszwangs angetan, aber wenn ich ihre Aussagen und die daraus resultierenden Konsequenzen "spiegelte", kamen Aussagen wie "Et on reste debout!?".
Das war ein Scherz von mir, ich fand es überhaupt nicht überraschend, denke, damit würde jeder von uns rechnen, siehe Dein Eingangsposting.
Mein französisch ist dahingehend nicht das beste....."Und es bleibt stehen" ? "Und wir bleiben stehen" ?
Ich denke die Lösung, bestünde darin, den Sitzplatz last minute zu reservieren, dann käme es auch nicht zu den vielen Umbuchungen.
Und wie soll das dann in der Praxis aussehen?
Die Reservierungskontingente werden erst 30 min vor Abfahrt freigegeben?
Wie sieht das aus bei Hamburg-München mit entsprechenden Zwischenhalten?
da gäbe es dann doch in diesen "last minute" einen totalen Überstau.
Moment, ich meine last minute reservieren zu können (z. B. über´s Handy). Zugegeben, die praktische Umsetzung müsste noch besser ausgearbeitet werden und ich habe jetzt auch kein Patentrezept. Allerdings gibt es doch bspw. an den französischen TGV-Bahnhöfen diese speziellen Automaten ("Échange Minute").
Wenn das in der Leichtigkeit für jeden offensteht, bestünde das von mir beschriebene Problem. Und was wenn alle Reservierungen weg sind?
Möglich ist es ja auch heute schon, am Schalter, Expressreservierungen paar Sekunden vor Abfahrt.
Und selektiv für Premiumkunden eben über die bahn.comfort hotline, da hab ich fast alle meine Reservierungen bestellt.
Und vor allem hat man in den "last minute" doch in der Regel besseres zu tun.
Zustimmung! :)
Wie gesagt, nicht dass Reservierungen unbedingt für mich sein müssen, aber entweder ganz mit oder ganz ohne - ungeachtet der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit. :)
wieso nur schwarz oder weiß?
Kompromisse per se auszuschließen kann doch nich gut sein.
Wer reservieren will, der kann doch gerne reservieren.
Okay, schuldig im Sinne der Anklage:
Das ist meine persönliche Meinung (als Kunde), weil mir dieses "Entschuldigung, Sie sitzen auf meinen Platz!" - bei nicht angeschlagener Reservierung auf die Nerven geht und ich ehrlich gesagt nicht bereit bin den Aufpreis zu zahlen. Bei Thalys stellt sich dieses Problem (bzw. diese Frage) ja nicht (= psychologisches "Problem").
Aber wie gesagt, das ist meine persönliche - und nicht professionelle - Meinung. -;)
Siehste, und genau für diesen Aufpreis sind die meisten Deutschen eben auch nicht bereit.
Dass die Reservierung nicht angezeigt wird, sollte doch eine absolut seltene Ausnahme sein.
Dann wird das zumeist auch durchgesagt und die Leute haben Verständnis.
Das könnte im Thalys natürlich ähnlich passieren, wenn Du Dich da eben nicht auf Deinen Sitzplatz setzt.
psychologische Probleme haben zumeist ja eh auch ganz andere Ursachen....
Reservierungsfrage
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 20:12 (vor 5559 Tagen) @ Henrik
Bzw. Kundenzufriedenheit besteht aus verschiedenen Kriterien unterschiedlicher Gewichtung, nicht nur Sitz/Steh.
100%ige Zustimmung; ein sehr komplexes Gebilde (= wie der Mensch eben selbst).
Bei Einführung des Wochenendtickets fuhr halb Deutschland zu fünft für nur 15 DM im Nahverkehr quer durch Deutschland, am Samstag hin und nächsten Tag zurück, die standen fast alle oder saßen auf dem Gang, zwischen den Wagen. Die waren alle überglücklich, total zufrieden.
Das waren noch Zeiten... *schwärm*
Ich habe mal eine empirische Untersuchung durchgeführt, und - soweit ich das noch richtig in Erinnerung habe - waren die Deutschen fast gesamtheitlich "genervt" vom Reservierungszwang, während Wallonen und Franzosen die Vorstellung, "ohne" Sitzplatz zu reisen für unvorstellbar hielten.
das is ja mal echt ein überraschendes Ergebnis,
vor allem bei unserer automobilen spontan schnellen Gesellschaft.
Das hat mich auch sehr verwundert. Vor allem die Franzosen waren zunächst von der Aufhebung des Reservierungszwangs angetan, aber wenn ich ihre Aussagen und die daraus resultierenden Konsequenzen "spiegelte", kamen Aussagen wie "Et on reste debout!?".
Das war ein Scherz von mir, ich fand es überhaupt nicht überraschend, denke, damit würde jeder von uns rechnen, siehe Dein Eingangsposting.
Ich war aber wirklich überrascht: Bei der Untersuchung ging es ja damals speziell um Thalys und - wenn wundert´s - die meisten meiner Franzosen fuhren nur bis Brüssel. Ich würde jetzt mal von mir behaupten, dass man die Zeit auf (notfalls) stehend, auf den Notsitzen, in der Minibar - oder schlimmstenfalls auf der Toilette - überstehen kann. :-d
Mein französisch ist dahingehend nicht das beste....."Und es bleibt stehen" ? "Und wir bleiben stehen" ?
Sorry, ich wollte es so wiedergeben, wie ich es in Erinnerung habe und hatte Sorge ausgelacht zu werden, wenn ich die Übersetzung - streng wissenschaftlich -in Klammern setzte:
Dein letztere Vorschlag trifft´s, aber ich würde es schlicht und einfachend mit "Stehend?" übersetzen, ist die Aufzeichnung eines Gesprächs. '-)
Ich denke die Lösung, bestünde darin, den Sitzplatz last minute zu reservieren, dann käme es auch nicht zu den vielen Umbuchungen.
Und wie soll das dann in der Praxis aussehen?
Die Reservierungskontingente werden erst 30 min vor Abfahrt freigegeben?
Wie sieht das aus bei Hamburg-München mit entsprechenden Zwischenhalten?
da gäbe es dann doch in diesen "last minute" einen totalen Überstau.
Moment, ich meine last minute reservieren zu können (z. B. über´s Handy). Zugegeben, die praktische Umsetzung müsste noch besser ausgearbeitet werden und ich habe jetzt auch kein Patentrezept. Allerdings gibt es doch bspw. an den französischen TGV-Bahnhöfen diese speziellen Automaten ("Échange Minute").
Wenn das in der Leichtigkeit für jeden offensteht, bestünde das von mir beschriebene Problem. Und was wenn alle Reservierungen weg sind?
Dann gibt es noch das - zumindest bei Thalys in Brüssel praktizierte - "surbookage" (= overbooking), bei dem - offiziell - die Notsitze verscherbelt werden. Außerdem ist es selbst bei Thalys (= mir fehlt leider die Erfahrung im innerdeutschen Verkehr) so, dass die Reservierungspflicht ausgesetzt wird, wenn z. B. der vorhergehende Zug ausgefallen und der nächste unmittelbar später verkehrt. Das Ticket muss man ja auch nur in Paris Nord vorzeigen, so dass ein Zustieg anderswo relativ unkompliziert ist
Möglich ist es ja auch heute schon, am Schalter, Expressreservierungen paar Sekunden vor Abfahrt.
Und selektiv für Premiumkunden eben über die bahn.comfort hotline, da hab ich fast alle meine Reservierungen bestellt.
Und vor allem hat man in den "last minute" doch in der Regel besseres zu tun.
Zustimmung! :)
Wie gesagt, nicht dass Reservierungen unbedingt für mich sein müssen, aber entweder ganz mit oder ganz ohne - ungeachtet der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit. :)
wieso nur schwarz oder weiß?
Kompromisse per se auszuschließen kann doch nich gut sein.
Wer reservieren will, der kann doch gerne reservieren.
Okay, schuldig im Sinne der Anklage:
Das ist meine persönliche Meinung (als Kunde), weil mir dieses "Entschuldigung, Sie sitzen auf meinen Platz!" - bei nicht angeschlagener Reservierung auf die Nerven geht und ich ehrlich gesagt nicht bereit bin den Aufpreis zu zahlen. Bei Thalys stellt sich dieses Problem (bzw. diese Frage) ja nicht (= psychologisches "Problem").
Aber wie gesagt, das ist meine persönliche - und nicht professionelle - Meinung. -;)
Siehste, und genau für diesen Aufpreis sind die meisten Deutschen eben auch nicht bereit.
Tja, wird wohl daran liegen, dass ich selber Deutscher bin; der eigenen kulturellen Färbung kann sich wohl nicht entledigen. ;-)
Ich handhabe das so:
Meist in mein erster Termin in Brüssel fix, so dass ich den ICE - ohne Reservierung -mit Zugbindung nehme; zurück nach Köln habe ich dann doch ganz gern etwas mehr Freiheiten und nehme dann eben IC O - IR q/RE 29 - RE 1 und verliere eben 1,5 Stunden. Keine Zugbindung, keine Reservierung!
Geht es natürlich nach Paris, sieht es schon anders aus.
Aber wie gesagt, das ist mein privater Standpunkt. Aus "professioneller" Perspektive muss ich Dir dennoch insofern recht geben, dass Deutschland natürlich ein anderer Fall als Frankreich ist. Es ging aber ja hier auch eher um Benelux und Frankreich, zumal - zumindest Belgien (oder nur die Wallonie?) und Luxemburg - eine eklantant frankophone Prägung haben.
Dass die Reservierung nicht angezeigt wird, sollte doch eine absolut seltene Ausnahme sein.
Dann wird das zumeist auch durchgesagt und die Leute haben Verständnis.
Leider in meinem Fall nicht so, aber Fehler sind menschlich und derartige sollten nicht überbewertet werden. *gähn*
Das könnte im Thalys natürlich ähnlich passieren, wenn Du Dich da eben nicht auf Deinen Sitzplatz setzt.
Korrekt, wobei es dort weniger "Sitzplatztourismus" gibt. *lach*
Übrigens gibt es bei Thalys ein ähnliches Reservierungskonzept; dt. Fassung.
psychologische Probleme haben zumeist ja eh auch ganz andere Ursachen....
Und sind letztlich wesentlich verantwortlich für die Existenz des Marketings!
Benelux und Fyra: Selber Betreiber? Zulassung Fyra?
Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 25.03.2011, 16:54 (vor 5559 Tagen) @ Oscar (NL)
Moin!
Mal eine dumme Frage: Die Fyra-Züge werden durch NS Haispid betrieben und die Beneluxzüge auch, Wikipedia läßt das vermuten. In Belgien ist in beiden Fällen die NMBS am Zug. Stimmt das?
Es soll also nur die eine Verbindung (Beneluxzug) durch die andere (Fyra) ersetzt werden, aber auf einer anderen Strecke. Für die Langstreckenreisenden gut, für die Kurzstreckenreisenden schlecht. Vielleicht wäre eine Linie Den Haag - Antwerpen (eventuell bis Brüssel) über die Altstrecke sinnvoll, die die bisherigen Beneluxzughalte bedient.
____________
Eine andere Frage: Wie sieht's mit der Zulassung der Fyra-Züge (V250) aus? Gibt es da Fortschritte?
Viele Grüße, Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
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Benelux und Fyra: Selber Betreiber? Zulassung Fyra?
Lars(DK), Freitag, 25.03.2011, 17:11 (vor 5559 Tagen) @ Sören Heise
Hej Sören
Das fände ich auch gut - m.E. erfüllen Fyra und Benelux ja verschiedene Bedürfnisse. Man könnte es vergleichen mit der Abschaffung der IC Köln-Ostende: gute, regelmässige Direktverbindungen nach vielen Zielen (z.B. bedeutende Unistädte Leuven und Gent) ohne Reservierungspflicht. Nach deren Einstellung ist das Reisen z.B. nach Leuven bedeutend umständlicher geworden. Also am liebsten sowohl als auch: HGV als Topangebot (wie früher der TEE, z.B., mit unterschiedlicher Frequenz je nach Nachfrage), IC als stündliches Grundangebot.
Bg
Lars
Benelux und Fyra: Selber Betreiber? Zulassung Fyra?
Thalyseo, Freitag, 25.03.2011, 18:16 (vor 5559 Tagen) @ Lars(DK)
Nach deren Einstellung ist das Reisen z.B. nach Leuven bedeutend umständlicher geworden.
Findest Du?
Klar, Direktverbindungen sind immer besser, aber die Anschlüsse in Liège und Bruxelles sind doch ganz okay. Oder hast Du da andere Erfahrungen gemacht?
Benelux und Fyra: Selber Betreiber? Zulassung Fyra?
Lars(DK), Freitag, 25.03.2011, 21:15 (vor 5559 Tagen) @ Thalyseo
Ja, als in Leuven wohnte, war die Direktverbindung nach Aachen sehr bequem - und Richtung Köln/HH/DK natürlich auch ;-))
Lag auch an den schönen I11 Wagen, die einfach sehr gut laufen.
Bei Verspätungen ist der Umstieg immer genierend, und der Vorteil bei dem zugangsfreien IC A lag darin, u.U. eben einen Zug später ohne Erstattung/Umtausch usw nehmen zu können.
Thalys finde ich halt als wirkliches HGV-Premiumprodukt gut (komfortabel, kundenorientiert, effektiv, mit der Verpflegung in der 1. Kl äusserst angenehm), aber ich finde Fahrten in HGV-Zügen in IC-Entfernungen eben etwas merkwürdig und lästig, wenn sie mit Umstieg verbunden sind.
Will ich von Agglomoration zur Agglomoration macht HGV wirklich Sinn, will ich von einem Mittelzentrum in ein anderes oder von einem Oberzentrum in ein Mittelzentrum finde ich eine Direktverbindung praktischer.