Lokführerstreik - hat die DB eine "Streiktaktik"? (Allgemeines Forum)

DC945, Donnerstag, 10.03.2011, 20:24 (vor 5504 Tagen)

Hallo zusammen,

bislang hat die DB ja nur verbal auf die Streiks reagiert. Es gab weder erkennbare Bemühungen, mehr nicht streikende Lokführer einzusetzen (bei den Privatbahnen fuhren laut eines Berichts in den heute-Nachrichten auch Verwaltungsleute mit Lokführerschein), noch hat man rechtliche Schritte eingeleitet (die DB wird bestreikt, obwohl sie die Hauptforderung ja erfüllen will). Will die DB etwa eine "Hängepartie" von wochenlangen Streiks mitmachen? Was meint ihr dazu?

Lokführerstreik - hat die DB eine "Streiktaktik"?

ICE-TD, Donnerstag, 10.03.2011, 20:46 (vor 5504 Tagen) @ DC945
bearbeitet von ICE-TD, Donnerstag, 10.03.2011, 20:47

bislang hat die DB ja nur verbal auf die Streiks reagiert. Es gab weder erkennbare Bemühungen, mehr nicht streikende Lokführer einzusetzen (bei den Privatbahnen fuhren laut eines Berichts in den heute-Nachrichten auch Verwaltungsleute mit Lokführerschein),

Keine Bange, das versucht man bei der DB auch. Aber soviel Bürokräfte hat selbst die DB nicht (schon gar nicht mit Tf-Führerschein und entsprechender BR-Ausbildung und Streckenkenntnis) um alle bestreikten Züge fahren zu können.

noch hat man rechtliche Schritte eingeleitet (die DB wird bestreikt, obwohl sie die Hauptforderung ja erfüllen will).

Tja warum, weil sie dann vielleicht offenlegen müsste was sie wirklich anbietet und warum sie nicht unterschreibt?

Lokführerstreik - hat die DB eine "Streiktaktik"?

Hamm, Ruhrgebiet, Donnerstag, 10.03.2011, 21:25 (vor 5504 Tagen) @ ICE-TD

Keine Bange, das versucht man bei der DB auch. Aber soviel Bürokräfte hat selbst die DB nicht (schon gar nicht mit Tf-Führerschein und entsprechender BR-Ausbildung und Streckenkenntnis) um alle bestreikten Züge fahren zu können.

Die DB hat willige Lokführer, die bei der EVG organisiert sind. Einer wurde heute in der WDR Lokalzeit Dortmund gezeigt. Der 2. Bericht ist es.

Lokführerstreik - hat die DB eine "Streiktaktik"?

Alexander, Donnerstag, 10.03.2011, 20:49 (vor 5504 Tagen) @ DC945

Hi,

woher willst du wissen, dass nur verbal reagiert wurde?
Als "Streikbrecher" werden bei der DB auch Mitarbeiter aus den Büros, welche noch eine Fahrberechtigung haben, eingesetzt. Dies sind jedoch nicht sehr viele.

Bei längeren Streiks liegen in vielen Bereichen schon Ersatzpläne (so ist die S-Bahn München heute auf allen Linien außer der S8 im 60 Minutentakt gefahren) vor, man benötigt hier jedoch eine Vorlaufzeit um dies alles zu aktivieren. (Und lohnt sich fast nur bei einem ganztägigen Streik)
Auch Beamte haben bei Streiks gewisse Rechte, so können diese ablehnen als "Streikbrecher" tätig zu werden und müssen keine bestreikte Züge übernehmen. (Daher die Vorlaufzeit, bis zu einem gewissen Zeitpunkt müssen diese über die geänderten Schichten informiert werden)

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Lokführerstreik - hat die DB eine "Streiktaktik"?

DC945, Donnerstag, 10.03.2011, 20:55 (vor 5504 Tagen) @ Alexander

Ok, Du hast sicherlich recht. Mit den zusätzlichen Lokführern kann man die Streikfolgen nur etwas lindern.

Aber was wäre mit rechtlichen Schritten?

Noch eine andere Frage: Darf denn ein streikender Lokführer mit dem Zug einfach auf offener Strecke stehenbleiben?

Die Bahn hat enorm gelernt !

GUM, Donnerstag, 10.03.2011, 21:07 (vor 5504 Tagen) @ DC945

Aber was wäre mit rechtlichen Schritten?

Ich glaube, dass die Bahn enorm dazugelernt hat. Es gab ja mal einen Vorstand Mar. S., der bei Streiks direkt auf Konfrontation ging. Dies kam weder in der öffentlichen Meinung gut an, noch bei der eigenen Belegschaft. Und wenn man Produkte (auch nach dem Streik) wieder an Kunden verkaufen will, dann sollte man Grundrechte nicht mit Füßen treten.

Geschäftsreisen und Pendlertickets wird man sicherlich auch als "negativ" belegtes Unternehmen verkaufen können. Aber freizeitorientierte Reisen und Mobilität an verärgerte Kunden. Geht wohl nur schwer. Und deshalb ist mein außenstehender Blick aus Kunde der folgende: Man hat aus diversen Debakeln der Vergangenheit gelernt und akzeptiert die Grundrechte. Eine Aussperrung von Streikposten durch "Sicherheitsmitarbeiter" der Bahn wird es wohl nicht mehr geben.

Zumal sich dieser Streik nicht gegen die DB richtet, sondern fast schon für die DB ausgetragen wird. Der Lohnkostenvorteil durch Dumpinglöhne der Konkurrenz soll durch Tarifabschluß verringert werden. Ist doch durchaus positiv zu sehen. Und die reine "Prozentfrage" einer Lohnerhöhung gehört ja sowieso zum jährlichen Ritual.

Zudem hat sich auch die Mentalität des Vorstandes deutlich verändert. Wenn man sich an die Auftritte des Technik-Vorstandes bei der Schlichtung S21 erinnert, dann sage ich persönlich: Hut ab und echte Demokratie. (Auch wenn mir das Schlichtungsergebnis nicht passt).

Also glaube ich nicht, dass der derzeitige Vorstand rechtliche Schritte gegen die Streikenden unternehmen wird. Zumal die Thesen eines Prof. (?) Meinhard Miegel nicht mehr mainstream der Politik sind und man die Belegschaft nicht mehr so anfasst, wie noch vor einigen Jahren Mode.

Ohne zu politisch zu werden: Jeder hat inzwischen kapiert, dass ein Lohndumping nicht zu Wachstum führt. Unabhängig davon hat o.g. Professor die Politik jahrelang beraten, obwohl er gar kein "richtiger" Professor war, sh. hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferplanm%C3%A4%C3%9Figer_Professor

Auch deshalb sind überall bessere Zeiten angebrochen und die Hardliner der Arbeitgeberseiten auf dem Rückzug.


Noch eine andere Frage: Darf denn ein streikender Lokführer mit dem Zug einfach auf offener Strecke stehenbleiben?

Keine Ahnung.

Aber eine reine Mutmaßung zum Verhandlungsergebnis:
Es wird irgendeine Art Mindestausstattung geben, die den Lohnabstand zwischen Privatbahnen und Bahn Bahn verringert verringert :-)

Die Bahn hat enorm gelernt !

heinz11, Donnerstag, 10.03.2011, 22:41 (vor 5504 Tagen) @ GUM


Zumal sich dieser Streik nicht gegen die DB richtet, sondern fast schon für die DB ausgetragen wird.

Das stimmt nur bedingt. Das Ziel des Streikes nutzt der Bahn, aber der Schaden, den sie in Kauf nehmen muß, ist enorm.

Der Lohnkostenvorteil durch Dumpinglöhne der Konkurrenz soll durch Tarifabschluß verringert werden. Ist doch durchaus positiv zu sehen. Und die reine "Prozentfrage" einer Lohnerhöhung gehört ja sowieso zum jährlichen Ritual.

Das ist Propaganda pur. In Wahrheit ist es doch wohl so, daß damit versucht wird, den Wettbewerb über vermeintliche Tarifgerechtigkeit auszuhebeln und der DB die Konkurrenten vom Hals zu halten, indem ihnen die gleichen Löhne aufzwingen will. Aber wie sonst sollen diese eine Ausschreibung gewinnen? Die Bahn hat doch allein durch ihre Größe einen wahnsinnigen Kostenvorteil (man könnte auch von Monopol reden) im Bereich der Beschaffung, den die Wettbewerber nie kompensieren könnten. Bei gleichen Löhnen hat die Bahn immer Kostenvorteile.


Heinz

Die Bahn hat enorm gelernt !

ice-t-411, Donnerstag, 10.03.2011, 23:50 (vor 5504 Tagen) @ heinz11

Hi!

Das ist Propaganda pur. In Wahrheit ist es doch wohl so, daß damit versucht wird, den Wettbewerb über vermeintliche Tarifgerechtigkeit auszuhebeln und der DB die Konkurrenten vom Hals zu halten, indem ihnen die gleichen Löhne aufzwingen will. Aber wie sonst sollen diese eine Ausschreibung gewinnen? Die Bahn hat doch allein durch ihre Größe einen wahnsinnigen Kostenvorteil (man könnte auch von Monopol reden) im Bereich der Beschaffung, den die Wettbewerber nie kompensieren könnten. Bei gleichen Löhnen hat die Bahn immer Kostenvorteile.

Das würde ich so nicht sagen. Letztlich sind die Wettbewerber doch größtenteils nicht gerade Kapitalschwach: Veolia Verkehr (Tochter von Veolia), Keolis (SNCF), Arriva Deutschland (Trenitalia), BeNEX (Hamburger Hochbahn, Finanzunternehmen).

Und diese haben auch alle eine genügend großen Fahrzeugpark um sich Kostenvorteile bei der Beschaffung von Rollmaterial zu sichern. Möglicherweise können sie auch ihren Verwaltungsaufwand kleiner halten. Ich denke gleicher Lohn für gleiche Arbeit wird hier kaum zu Wettbewerbsverzerrungen führen.

Johannes

Lokführerstreik auf offener Strecke?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 10.03.2011, 23:16 (vor 5504 Tagen) @ DC945

Noch eine andere Frage: Darf denn ein streikender Lokführer mit dem Zug einfach auf offener Strecke stehenbleiben?

Das ist m.W. nicht erlaubt. Ein Tf, der den Zug auf offener Strecke abstellt, riskiert mindestens eine Abmahnung.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Lokführerstreik auf offener Strecke?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 11.03.2011, 06:00 (vor 5504 Tagen) @ 218 466-1

Noch eine andere Frage: Darf denn ein streikender Lokführer mit dem Zug einfach auf offener Strecke stehenbleiben?


Das ist m.W. nicht erlaubt. Ein Tf, der den Zug auf offener Strecke abstellt, riskiert mindestens eine Abmahnung.

Das ist korrekt so. Gab mal im Raum F so eine ähnliche Geschichte. Der damalige Lokführer hatte seine zulässige Lenkzeit überschritten und ließ den Zug irgendwo im Tunnel oder auf der freien Strecke stehen (weiß nicht mehr so genau, wo nun genau) und wurde als Ergebniss dessen gekündigt.

Lokführerstreik auf offener Strecke?

fabs, Braunschweig, Freitag, 11.03.2011, 07:16 (vor 5504 Tagen) @ Tabernaer

Das ist korrekt so. Gab mal im Raum F so eine ähnliche Geschichte. Der damalige Lokführer hatte seine zulässige Lenkzeit überschritten und ließ den Zug irgendwo im Tunnel oder auf der freien Strecke stehen (weiß nicht mehr so genau, wo nun genau) und wurde als Ergebniss dessen gekündigt.

Richtig, es war im Tunnel. Dieser Lokführer ist übrigens bei einem anderen EVU wieder im Dienst.
Wobei es eine Frechheit vom Arbeitgeber ist, den Lokführer zu entlassen! Was hätte er denn sonst tun sollen, wenn seine gesetzlich vorgeschriebene maximale Dienstzeit abgelaufen ist? Soll er darauf warten, daß zufällig einer vom EBA zur Kontollfahrt aufsteigt (passiert regelmäßig) oder - schlimmer noch - jemand genau an diesem Zug den Freitod wählt (also KEINE Schuld des Lokführers)? In beiden Fällen kann er ebenso seine Papiere abholen gehen. Im zuletzt genannten wird sogar der Staatsanwalt gegen ihn ermitteln.
Nun sag mir, wie du dich entschieden hättest?!

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Lokführerstreik auf offener Strecke?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 11.03.2011, 08:00 (vor 5504 Tagen) @ fabs

Wenn ich schon vorher weiß, das ich meine Lenkzeit nach dem nächsten planmäßigen Halt überschreiten werde, informiere ich rechtzeitig vor diesem Halt die zuständigen Stellen (Transportleitung/Lokleitung etc., Wen die Lokführer da genau informieren müssen ist mir eigentlich egal) darüber, das ich meine Lenkzeit nach dem nächsten Halt überschreiten werde und daher eine Pause undoder Ablösung benötige. Danach kann ich dann am Bahnsteig des Haltes stehen bleiben und auf die Ablösung warten oder meine vorgeschriebene Pause machen. Oder in Absprache mit den genannten Stellen unter Einhaltung der gestzlichen Standards bis zum einem geeingeten Unterwegsbahnhof weiter fahren und dort wechseln. Der Lokführer bekommt nach der Meldung, das er seine Lenkzeit überschreiten wird (ist übrigens Pflicht, das rechtzeitig zu melden!) eine Rückmeldung wie es weiter geht (Pause?/Ablösung?) Natürlich sollte hierbei auch das Zub informiert werden, denn die müssen ja die Fahrgäste informieren. So sollte das laufen und nicht anders!
Dem betroffenen Lokführer kann dann niemand einen Vorwurf machen oder sonst irgendwie mit disziplinarischen Maßnahmen kommen....
Is zwar dann ärgerlich für die Fahrgäste des Zuges, aber immer noch besser als irgendwo auf der freien Strecke oder im Tunnel einfach stehen zu bleiben....

Lokführerstreik auf offener Strecke?

fabs, Braunschweig, Freitag, 11.03.2011, 08:57 (vor 5504 Tagen) @ Tabernaer

@ Tabernaer: Volle Zustimmung! So soll es normalerweise sein. Aber was ist im Störungsfall?

ACHTUNG: Folgendes Beispiel ist frei konstruiert! Die damalige Situation ist mir NICHT bekannt.

Der Lokführer des ICE Hamburg - München soll planmäßig in Fulda abgelöst werden, dabei ist die Dienstzeit schon sehr "auf Kante genäht".
Ab Sorsum fäht der ICE Berlin - Frankfurt planmäßig im Blockabstand voraus. Bis zum Halt Kassel-Wilhlmshöhe läuft alles planmäßig, aber dann bleibt der Frankfurter mit einer technischen Störung auf der Pfieffetalbrücke plötzlich liegen. Das Dumme daran: "unser" Lokführer mit dem Münchener Zug hat Körle Ost schon passiert und somit keine Möglichkreit mehr, am liegengebliebenen Zug vorbei zu fahren.
Nach gut 20 Minuten konnte die Störung im liegengebliebenen Zug behoben werden und dieser weiter fahren. Da die Dienstzeit "unseres" Lokführers aber nun fast um ist, fährt er nach bis in den Schickebergtunnel und macht dort seine gesetzlich vorgeschriebene Pause* bzw. Feierabend. Zwischendrin gibt es leider keinen Bahnsteig, den man hätte außerplanmäßig ansteuern können.

*=Signal anstarren oder auf einen Anruf über Funk vom Fahrdienstleiter zu warten ist KEINE Pause!

Du siehst: es geht halt nicht immer! Ob es ein Tunnel hätte sein müssen sei dahingestellt. In Kirchheim hätten die Fahrgäste genauso wenig aussteigen können.

Viele Grüße
fabs

--
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Lokführerstreik auf offener Strecke?

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 11.03.2011, 10:11 (vor 5504 Tagen) @ fabs

Richtig, so ist der Regelfall. Aber dein Beispiel ist eine außerplanmäßige Situation und da gelten andere Spielregeln. KEIN Lokführer wird in deinem Bsp. den Zug einfach so im Tunnel oder auf der Brücke stehen lassen und Pause oder Feierabend machen! Warum auch? Was hat er davon? Kann er den Zug verlassen? nein! Also ist der Erholungseffekt der Pause gleich Null. Kann er von der Haltestelle im Tunnel oder auf der Brücke nach Hause gehen? Nein. Ein weiterer Grund fürs weiter fahren bis zum nächsten erreichbaren Bahnsteig. Er wird unterwegs die TP/Lokleitung anrufen und seine Situation schildern. Diese machen sich dann kundig, wie man diese Situation lösen kann. Ablöser kommt in Fulda, Würzburg etc.. "Unser" Lokführer kann dann dort absteigen und nach Hause fahren oder er bleibt da und macht Pause. Kommt ja auch ein wenig darauf an, von wo der Lokführer kommt bzw. Wo er hin will. Wenn der Zug via F nach M fährt und es ein Lokführer aus F ist, wird der wohl kaum kurz vorm Ziel so einen Wahnsinnsaufstand machen. Seis drum-letztlich entscheidet der, der auf dem Führersessel sitzt, was er tut und was nicht. Ob er sich trotz Lenkzeitüberschreitung in der Lage sieht, den Zug bis zum plm. Ablösebahnhof weiter zu fahren oder ob nicht. Das Zauberwort heißt hier wie auch in vielen anderen Situationen "KOMMUNIKATION". Man muß miteinander "schwätze"...

Lokführerstreik - hat die DB eine "Streiktaktik"?

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 10.03.2011, 23:47 (vor 5504 Tagen) @ DC945

Noch eine andere Frage: Darf denn ein streikender Lokführer mit dem Zug einfach auf offener Strecke stehenbleiben?

NEIN!

Es kann aber sein, dass es durch "auflaufende Züge" auch zu Halten außerhalb eines Bahnhofes - natürlich vor einem entsprechend "Halt-zeigenden-Signal" - kommen kann.

Das ist dann aber oftmals gar kein "streikender" Triebfahrzeugführer.

Eine These...

Blaschke, Donnerstag, 10.03.2011, 22:50 (vor 5504 Tagen) @ DC945

Mahlzeit!

Will die DB etwa eine "Hängepartie" von wochenlangen Streiks mitmachen?

Warum nicht? Wenn man dadurch ein paar schon jetzt auf der Kippe stehenden Fernzugverbindungen den Rest geben kann... Da nimmt man das Angebot eines Streiks doch dankbar an. Schuld sind dann die Lokomotivführer. Besser kann's für's Unternehmen doch gar nicht laufen.


Eine interessante These bringt der allseits bekannte Jörg Schönenborn übrigens in diesem http://blog.tagesschau.de/2011/03/10/streiks-mit-groser-sympathie/ Beitrag, in dem es um das überraschend (?) hohe Maß an Zustimmung für den Streik geht:

Liegt es daran, dass die große Mehrheit der Deutschen eben nicht Bahn fährt und nicht betroffen ist?

Die Bahn als Randerscheinung und Splittergattung unseres Verkehrssystems. Und wenn Lokführer noch lange streiken und Bahnens noch lange zicken, dann tun sie viel dafür, dass das auch noch lange so bleiben wird. Die Autoindustrie freut's. Und die Luftfahrt ist auch ganz dankbar. Und wenn man dann noch bedenkt, wie unser Straßennetz vergammelt und wieviel Milliarden uns die Bahn kostet, um dann auch nur ein recht erbärmliches Netz anzubieten, dann könnte man glatt auf die Frage kommen, ob man die Bahn überhaupt noch braucht und ob es nicht sinnvoller wäre, die Bahnmilliarden der Straße zu geben, damit die 250 zusätzlichen Autos der ehemaligen Zugfahrgäste auch noch unterzubringen sind.

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Eine These...

JanGT, Donnerstag, 10.03.2011, 23:03 (vor 5504 Tagen) @ Blaschke

Mahlzeit!

Will die DB etwa eine "Hängepartie" von wochenlangen Streiks mitmachen?


Warum nicht? Wenn man dadurch ein paar schon jetzt auf der Kippe stehenden Fernzugverbindungen den Rest geben kann... Da nimmt man das Angebot eines Streiks doch dankbar an. Schuld sind dann die Lokomotivführer. Besser kann's für's Unternehmen doch gar nicht laufen.


Eine interessante These bringt der allseits bekannte Jörg Schönenborn übrigens in diesem http://blog.tagesschau.de/2011/03/10/streiks-mit-groser-sympathie/ Beitrag, in dem es um das überraschend (?) hohe Maß an Zustimmung für den Streik geht:

Liegt es daran, dass die große Mehrheit der Deutschen eben nicht Bahn fährt und nicht betroffen ist?

oder liegt es daran, wo die Daten dieser Befragung erhoben wurden?
Am Bahnhof, an ner Autobahnraststätte, unter ADAC Mitgliedern oder doch unter den BahnCard Besitzern

Aber als Autofahrer kann man den Streik ja auch nicht unbedingt gut finden, wenn dadurch die Autobahnen und Innenstädte an Streiktagen noch voller sind :)

Die Bahn als Randerscheinung und Splittergattung unseres Verkehrssystems. Und wenn Lokführer noch lange streiken und Bahnens noch lange zicken, dann tun sie viel dafür, dass das auch noch lange so bleiben wird. Die Autoindustrie freut's. Und die Luftfahrt ist auch ganz dankbar. Und wenn man dann noch bedenkt, wie unser Straßennetz vergammelt und wieviel Milliarden uns die Bahn kostet, um dann auch nur ein recht erbärmliches Netz anzubieten, dann könnte man glatt auf die Frage kommen, ob man die Bahn überhaupt noch braucht und ob es nicht sinnvoller wäre, die Bahnmilliarden der Straße zu geben, damit die 250 zusätzlichen Autos der ehemaligen Zugfahrgäste auch noch unterzubringen sind.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

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