Morgen GDL-Streik (Aktueller Betrieb)

Markus, NNST, Donnerstag, 03.03.2011, 18:22 (vor 5613 Tagen)
bearbeitet von Markus, Donnerstag, 03.03.2011, 18:25

Der heute.de Nachrichten Ticker vermeldet Streik:
Morgen von 08.30 Uhr bis 11.30 Uhr.

EDIT: Inzwischen ist bei der GDL auch die Pressemitteilung Online

„Das ist kein Angebot, sondern ein Stück aus dem tarifpolitischen Tollhaus." Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky das neue Angebot der Deutschen Bahn.

Die GDL-Pressemeldung

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 03.03.2011, 18:25 (vor 5613 Tagen) @ Markus
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 03.03.2011, 18:26

Miau!

Nachfolgend unverändert, unformatiert, ungelesen und unkommentiert die Pressemeldung der GdL:

.

Arbeitskampf am 4. März von 8.30 bis 11.30 Uhr - DB-Angebot: Ein Stück aus dem Tollhaus

Pressemitteilung - 03.03.2011

„Das ist kein Angebot, sondern ein Stück aus dem tarifpolitischen Tollhaus." Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky das neue Angebot der Deutschen Bahn.

Die DB fordert die GDL-Führung darin ultimativ auf, die bis 4. März 2011 laufende Urabstimmung unter ihren Mitgliedern abzubrechen.„Das heißt im Klartext, dass wir Gremienbeschlüsse und damit die Meinung unserer Mitglieder ignorieren sollen,“ so Weselsky. „Auf diese Dreistigkeit werden unsere Mitglieder an diesem Freitag die passende Antwort mit einem zusätzlichen Warnstreik geben".

Da die sechs großen Schienenpersonennahverkehrsunternehmen – G6 – (Abellio GmbH, Arriva Deutschland GmbH, BeNEX GmbH, Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, Veolia Verkehr GmbH und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen) weiterhin darauf verzichteten, ein verhandlungsfähiges Angebot abzugeben, betreffen die Warnstreiks auch die Unternehmen dieser Gruppe.
Vorgehen der DB erfordert klare Antwort

„Die GDL hatte zunächst keine Arbeitskampfmaßnahmen während der Karnevalszeit geplant, doch das Vorgehen der DB erfordert eine klare Antwort,“ so Weselsky.

Weiterhin war ein Arbeitskampf, auch aus Solidarität mit den berechtigten Forderungen der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, nicht geplant. „Wir haben uns in Absprache mit dem Deutschen Beamtenbund ursprünglich darauf verständigt, nicht die Aktionen unserer Kollegen im Öffentlichen Dienst – auch nicht die Aktionen, die dort gemeinsam mit verdi staffinden – stören zu wollen. Leider lässt uns die DB hier keine keine andere Wahl“, so Weselsky. Eine entsprechende Solidaritätserklärung hat die GDL an den dbb adressiert.

Die GDL hat erneut den Willen, nicht die Berufspendler zu tangieren und die Wochenendpendler nur zu einem geringen Teil. Die S-Bahn Berlin wird auch diesmal nicht in die Streiks einbezogen. Der Streik am 4. März 2011 ist die letzte Arbeitskampfmaßnahme vor der Urabstimmung, die am 7. März 2011 mit der Auszählung abgeschlossen wird.
DB hat Angebot verschlechtert

Über die unzulässige Einmischung in GDL-interne Belange hinaus hat die DB ihr Angebot sogar verschlechtert: Das Angebot für die höchste Entgeltstufe beim Lokomotivführerentgelt liegt mit 2 645 Euro jetzt noch unter dem bisherigen Niveau der DB mit 2 775 Euro. Damit nicht genug, soll auch das Weihnachtsgeld wegfallen. Damit würde das Entgeltniveau um weitere vier Prozent sinken. Darüber hinaus soll die wöchentliche Arbeitszeit auf 39 Stunden dauerhaft steigen. Die Arbeitszeit würde aber ab 1. Januar 2012 auf 38 Stunden pro Woche bei vollem Lohn sinken. „Dass wir Karnevalszeit haben ist uns bewusst, dass die DB aber noch selbst die besten Büttenredner in den Schatten stellen will, haben wir nicht erwartet" so Weselsky.
GDL fordert Flächentarifvertrag

Die GDL fordert einen Flächentarifvertrag für die Lokomotivführer in Deutschland. Damit soll ein einheitliches Mindesteinkommen auf dem Niveau des Marktführers DB erreicht werden. Bei der DB fordert die GDL fünf Prozent mehr Lohn. Zu den Kernforderungen im Flächentarifvertrag gehören auch eine Absicherung bei unverschuldetem Verlust der Fahrdiensttauglichkeit, beispielsweise nach Suiziden, und einheitliche Qualifizierungsstandards. Des Weiteren fordert die GDL Regelungen zum Betreiberwechsel im SPNV. So hat die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) beispielsweise Ausschreibungen in Berlin und Brandenburg gewonnen. Lokomotivführer der DB hatten erstens keine Einstellungsgarantie bei der ODEG. Zweitens: Wurden sie tatsächlich eingestellt, müssen sie für bis zu 30 Prozent weniger Lohn auch noch zwei Stunden länger arbeiten. Die GDL fordert, dass künftig bei jeder Ausschreibung das Lohnniveau des Flächentarifvertrags zugrunde zu legen ist. Bisher bestehende Tarifverträge sind stufenweise an dieses Niveau anzugleichen. „Mit der GDL wird es dauerhaft keine Zwei-Klassen-Lokomotivführer im SPNV geben“, so Weselsky.
Faktische Entgeltminderung

Geht es nach der DB, soll ab 2012 die Wochenarbeitszeit von 38 ohne Lohnausgleich auf 39 Stunden erhöht werden. Das bedeutet eine faktische Entgeltminderung um 2,5 Prozent. Außerdem fehlt die dringend notwendige Absicherung nach unverschuldetem Verlust der Fahrdiensttauglichkeit, beispielsweise nach Suiziden und Arbeitsunfällen. Lokomotivführer haben in solchen Fällen keinen Kündigungsschutz. Die GDL lehnt dieses Angebot der DB daher ab.
G6 verweigern Verhandlungen zum Flächentarifvertrag

Die G6 verweigern komplett die Verhandlungen zum Flächentarifvertrag, obwohl die GDL 70 Prozent der Lokomotivführer bei den privaten Bahnen organisiert. Sie wollen stattdessen, dass die GDL den mit der EVG geschlossenen Tarifvertrag mit 6,25 Prozent weniger Lohn und deutlich schlechteren Arbeitszeitregelungen unterschreibt. „Wir unterzeichnen aber keinesfalls Tarifverträge, deren Lohnniveau niedriger ist, als jenes, das heute schon 90 Prozent aller Lokomotivführer besitzen“, so der GDL-Bundesvorsitzende.
GDL bietet freiwillig Notdienst an

Obwohl die Verhandlungen zu einer Notdienstvereinbarung mit der DB ergebnislos verliefen, ist die GDL auch weiterhin bereit, eine besondere Verantwortung im Arbeitskampf wahrzunehmen und bietet an, bestimmte Züge nicht zu bestreiken: Kranken-/Behindertentransporte, Sonderzüge, die ausschließlich Schüler, zum Beispiel bei Schulausflügen transportieren (nicht zu verwechseln mit Regelzügen, in denen sich auch Schüler befinden), Transporte mit lebensnotwendigen Gütern, Medikamenten, Kraftwerksgütern, die zur Aufrechterhaltung der Energieversorgung in Deutschland dienen, radioaktiven Gütern und Lebensmitteln, bei denen die akute Gefahr des Verderbens besteht. Die GDL wird außerdem in allen notwendigen Schlüsselfunktionen, die zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit des Eisenbahnsystems notwendig sind, auf Streiks verzichten. Dazu gehört auch die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Eisenbahnfahrzeuge, damit auch im Streikfall die Bordrestaurants und die Heizung bzw. Klimatisierung der Züge gewährleistet ist. Selbstverständlich werden auch die Einsatzfähigkeit der Notfalltechnik und die Daten verarbeitenden Systeme der Betriebssteuerung und -disposition sichergestellt.

Die G6 haben bisher kein Interesse an einer Notdienstvereinbarung geäußert. Trotzdem gilt das Angebot auch an diese Unternehmen.

.

Ende der Pressemeldung.

Viele Grüße, Sören

--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Die GDL-Pressemeldung

sven, Donnerstag, 03.03.2011, 19:15 (vor 5613 Tagen) @ Sören Heise

Das Verhalten der GDL ist einfach nur unerträglich.

Von wegen nicht die Pendler treffen... Durch den Streik sind doch wieder Verspätungen und Zugausfälle den ganzen Tag über zu erwarten...

"Leider keine andere Wahl"

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 03.03.2011, 19:28 (vor 5613 Tagen) @ Sören Heise

Leider lässt uns die DB hier keine keine andere Wahl“, so Weselsky

Für die "Kernforderungen" der GDL hatte ich ja vor Kurzem durchaus ein großes Maß an Sympathie gezeigt. Obiges Zitat finde ich dann aber doch ziemlich unsachlich.

Sicher hätte die GDL auch andere Möglichkeiten, als an einem Freitag in der Karnevalszeit, in welcher viele Reisende bewußt auf das Auto verzichten und ein erhöhter Wochenendverkehr stattfindet, zu streiken.

Zumindest mein "Sympathiebarometer" in Bezug auf die GDL-Streiks ist derzeit sinkend.

"Passenderweise" auch noch CeBIT in Hannover ''owt''

ICE 1087, Donnerstag, 03.03.2011, 20:55 (vor 5613 Tagen) @ SST

kein Text

"Passenderweise" auch noch CeBIT in Hannover ''owt''

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 03.03.2011, 21:33 (vor 5612 Tagen) @ ICE 1087

CeBIT Bus Shuttle von den Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg: Ab 8:00 Uhr stehen für Sie Sonderbusse zur Fahrt nach Hannover bereit. Bitte erkundigen Sie sich an den Info-Terminals im jeweiligen Flughafen nach den genauen Abfahrtsorten der Busse. Bitte beachten Sie: Einen Transport können wir auf Grund begrenzter Kapazitäten leider nicht garantieren. Bitte halten Sie als Fahrschein Ihre CeBIT-Eintrittskarte oder Ihre CeBIT-Registrierung bereit.

Quelle: CeBit

Ich frage mich, was die GDL mit diesem dritten Warnstreik in kurzer Zeit erreichen will? "Die Letzten" - außerhalb der GDL -, die Sympathie hatten, vom Gegenteil zu überzeugen?

Und wo bleiben konkrete Diskussionen in Bezug auf die "Kernforderungen", die ja "eigentlich" durchaus wichtig sind - aber aus meiner Sicht zunehmend aus dem Fokus - soweit ich es richtig mitverfolge - verschwinden?

Die GDL-Pressemeldung

chris, Donnerstag, 03.03.2011, 21:50 (vor 5612 Tagen) @ sven

Ich find das langsam echt sch***. Kann man sich wenigstens auf das Verhalten einstellen, dass sie immer freitags von 8:30 bis 11:30 streiken werden?

Morgen ist es zwar nur ein Meeting, was ich habe, aber nächste Woche will ich die Bahn als Zubringer zum Flughafen nutzen...

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Mobility BahnCard 100.

Urabstimmung läuft noch

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 03.03.2011, 22:00 (vor 5612 Tagen) @ chris

Kann man sich wenigstens auf das Verhalten einstellen, dass sie immer freitags von 8:30 bis 11:30 streiken werden?

NEIN - es läuft ja derzeit die Urabstimmung. Danach könnte ja ggf. bei Zustimmung der GDL-Mitglieder viel, viel, viel mehr gestreikt werden..........

Urabstimmung läuft noch

cyberle, Düsseldorf, Donnerstag, 03.03.2011, 22:13 (vor 5612 Tagen) @ SST

Ich kann dazu immer nur wieder sagen besser als in der Scheiz ist es alle male ... wenn da gestreikt wird kann man nicht mal auf ne alternative ausweichen, denn dann sind dort bus, bahn, ubahn, straßenbahn, schiffe und so weiter und so weiter betroffen.

Urabstimmung läuft noch

chris, Donnerstag, 03.03.2011, 22:16 (vor 5612 Tagen) @ SST

Kann man sich wenigstens auf das Verhalten einstellen, dass sie immer freitags von 8:30 bis 11:30 streiken werden?


NEIN - es läuft ja derzeit die Urabstimmung. Danach könnte ja ggf. bei Zustimmung der GDL-Mitglieder viel, viel, viel mehr gestreikt werden..........

:( schade

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Mobility BahnCard 100.

???

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 03.03.2011, 22:20 (vor 5612 Tagen) @ cyberle

Ich kann dazu immer nur wieder sagen besser als in der Scheiz ist es alle male ... wenn da gestreikt wird kann man nicht mal auf ne alternative ausweichen, denn dann sind dort bus, bahn, ubahn, straßenbahn, schiffe und so weiter und so weiter betroffen.

Wie bitte? Worüber sprichst Du?

???

cyberle, Düsseldorf, Donnerstag, 03.03.2011, 22:25 (vor 5612 Tagen) @ SST

Naja so zumindest war es beim letzten Streik. Gerade lese ich das es auch Streiks gab wo die Bahn und der Flugverkehr auf einmal lahm gelegt wurden. Wäre doch auch hier zu lande mal ne coole Idee wenn morgen auch noch die Fluglotsen streiken

???

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 03.03.2011, 22:28 (vor 5612 Tagen) @ cyberle

Du sprichst/schreibst von der Schweiz? (Schreiben tust Du "Scheiz"?) Wann, wo, von welchen Unternehmensangehörigen gab es da einen Streik in der von Dir erwähnten Form?

???

cyberle, Düsseldorf, Donnerstag, 03.03.2011, 22:31 (vor 5612 Tagen) @ SST
bearbeitet von cyberle, Donnerstag, 03.03.2011, 22:34

Ich nehm alles zurück. Ich habe mich vertan meinte Österreich und Frankreich

Nur als Beispiel

Ein Warnstreik der Gewerkschaften hat am Dienstag den Bahnverkehr in Österreich lahm gelegt. Auch Verbindungen von und nach Deutschland wurden zum Teil stark beeinträchtigt. Der Ausstand soll noch bis 12.00 Uhr dauern.

Seit Mitternacht verkehrt kein Zug, auch die von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betriebenen Buslinien werden bestreikt.

Schade das man das nicht mal bei uns sagen kann

Da bin ich ja beruhigt :-)

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 03.03.2011, 22:35 (vor 5612 Tagen) @ cyberle

Ich nehm alles zurück. Ich habe mich vertan meinte Österreich und Frankreich

Diese Streiks hatten natürlich auch Auswirkungen auf den SBB-Bahnverkehr. Das lag aber sicher nicht an den SBB-Maschinisten...;-).

Viele Grüße,
Stefan

Was will die GDL eigentlich?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 04.03.2011, 02:41 (vor 5612 Tagen) @ SST

Ich frage mich, was die GDL mit diesem dritten Warnstreik in kurzer Zeit erreichen will? "Die Letzten" - außerhalb der GDL -, die Sympathie hatten, vom Gegenteil zu überzeugen?

Noch so eine Aktion und sie könnten in diesem Punkt erfolg haben...


Und wo bleiben konkrete Diskussionen in Bezug auf die "Kernforderungen", die ja "eigentlich" durchaus wichtig sind - aber aus meiner Sicht zunehmend aus dem Fokus - soweit ich es richtig mitverfolge - verschwinden?

Die GDL macht sich allmählich lächerlich. Wollen die einen Rekord für die meisten Streiks in kurzer Zeit aufstellen?
Die sollten vernünftig verhandeln oder klar sagen was wo nicht passt und wenn, dann einen richtigen Streik durchführen, statt immer wieder diese unsinnigen 0 8-15 Aktionen.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Zub - Lf

bskf, Freitag, 04.03.2011, 07:17 (vor 5612 Tagen) @ SST

Zub meinte eben zu uns, dass ihnen der Lokführer nicht vorab mitteilt, ob er streikt oder nicht. In meiner Naivität hatte ich gedacht, dass das Zugteam zumindest untereinander abspricht. Auf den zweiten Blick allerdings ist das wiederum verständlich.Ggf. wäre das Zub andernfalls gehalten, die Info weiter zu geben.

Na ja, soferb wir uns nichts einhandeln oder blockiert werden, sollte ich wenige Minuten nach 8:30 an "meinem" Bhf sein ;-). Allen, die heute unterwegs sind, eine gute Fahrt oder zumindest keine unangenehmen Auswirkirkungen.

Grüße

bskf

Ziel der Gdl

Markus, NNST, Freitag, 04.03.2011, 08:09 (vor 5612 Tagen) @ 218 466-1

Und wo bleiben konkrete Diskussionen in Bezug auf die "Kernforderungen", die ja "eigentlich" durchaus wichtig sind - aber aus meiner Sicht zunehmend aus dem Fokus - soweit ich es richtig mitverfolge - verschwinden?


Die GDL macht sich allmählich lächerlich. Wollen die einen Rekord für die meisten Streiks in kurzer Zeit aufstellen?
Die sollten vernünftig verhandeln oder klar sagen was wo nicht passt und wenn, dann einen richtigen Streik durchführen, statt immer wieder diese unsinnigen 0 8-15 Aktionen.

Zustimmung. Das eigentlich "Ziel" der Gdl ist wohl der Flächentarifvertrag, wie in der gestrigen Pressemitteilung auch nachzulesen ist.

Was die Gdl und die Bahn allerdings im Moment "veranstalten", hat meiner Meinung nach damit wenig zu tun.

DAS will die GDL!

Tz 207, Freitag, 04.03.2011, 10:38 (vor 5612 Tagen) @ 218 466-1

Und wo bleiben konkrete Diskussionen in Bezug auf die "Kernforderungen", die ja "eigentlich" durchaus wichtig sind - aber aus meiner Sicht zunehmend aus dem Fokus - soweit ich es richtig mitverfolge - verschwinden?

Die GDL macht sich allmählich lächerlich. Wollen die einen Rekord für die meisten Streiks in kurzer Zeit aufstellen?

Inwiefern macht sie sich lächerlich? Weil sie - berechtigterweise - Warnstreiks macht? Nur weil es eher unüblich ist, während der Zeit einer laufenden Urabstimmung Warnstreiks zu machen, heißt das noch lange nicht, daß man das nicht darf.

Die sollten vernünftig verhandeln ...

Das verhindern die G6 regelmäßig, indem sie nicht an den Verhandlungstisch gehen.

...oder klar sagen was wo nicht passt...

Das hat die GDL mehrfach und sogar schriftlich in den Forderungen des BuRA-LfTV festgehalten.

... und wenn, dann einen richtigen Streik durchführen, ...

Der kommt auch, denn die Urabstimmung läuft.

...statt immer wieder diese unsinnigen 08-15 Aktionen.

Das mußt Du mir mal genau erklären.

Die GDL hat:

  • den G6 einen Forderungskatalog übergeben, in dem steht, was sie haben wollen:
    • einheitliche Arbeitsbedingungen aller Tf, denn nicht jedes EVU hat die gleiche Arbeitszeit bei gleicher Bezahlung und auch die Urlaubstage sind uneinheitlich
    • Regelungen zur Übernahme der Tf bei Betriebsübergängen
    • Regelungen bei Erwerbsunfähigkeit der Tf (z.B. wenn der Tf wegen mehrerer erlittener PU nicht mehr als Tf arbeiten kann, wird er bei den kleineren Unternehmen entlassen und steht auf der Straße)
    • gleiche Gehaltsbedingungen (denn nicht jedes EVU zahlt auch die gleichen Schichtzuschläge)
  • mehrere Warnstreiks zur Untermauerung ihrer Forderungen gemacht, was legitim ist
  • sich nicht in die Angelegenheiten der EVG eingemischt, da die GDL nur die Tf vertritt

Unsinnige 08/15-Aktionen machen dagegen die G6. Sie

  • haben einen Tarifvertrag mit der EVG abgeschlossen, worin unberechtigterweise - weil nicht zuständig - diese die Arbeits- und Gehaltsbedingungen für die Tf tarifiert hat
  • haben die Verhandlungen mit der GDL abgebrochen, nachdem der Branchen-TV mit der EVG "unterschrieben" war (bis heute hat weder die EVG noch einer der G6 diesen TV mit Unterschriften vorgelegt, was nur einen Schluß zuläßt => es gibt ihn gar nicht, sondern ist nur hohles Gewäsch, um die GDL kleinzukriegen)
  • weigern sich, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um den BuRa-LfTV zu besprechen

Die EVG hat sich in die Angelegenheiten der GDL eingemischt, indem sie in ihrem "unterschriebenen" Branchen-TV die Tf mit tarifiert hat, obwohl sie gar kein Vertretungsmandat für diese hat, denn 80% der Tf sind in der GDL organisiert. Das will weder die EVG noch die G6 anerkennen.

Was den "unterschriebenen" Branchen-TV betrifft:
Er ist in weiten Teilen arbeitgeberfreundlich, denn es ist nicht geregelt was mit der Übernahme der Mitarbeiter passiert, wenn EVU A die Aussschreibung gegen EVU B verliert und die Mitarbeiter von EVU A in der Luft hängen. Ziel des Branchen-TV-Entwurfs war es jedoch, daß die Mitarbeiter von EVU A (so sie es wollen) problemlos von EVU B übernommen werden müssen. Es ist genausowenig geregelt, was mit den Betriebszugehörigkeiten bzw. angesparten Betriebsrentenanteilen usw. wird. Auch diese Forderung des Branchen-TV-Entwurfs wurde nicht erfüllt. Trotzdem entblödet sich die EVG nicht, diesen Mißerfolg als "Erfolg" ihren Mitgliedern zu verkaufen.

Kein Wunder, daß sich die Arbeitgeber der G6 freuen, sich die Hände reiben - und in der Endkonsequenz nicht weiter mit der GDL verhandeln wollen. Aus Arbeitgebersicht würde ich auch nicht mit einer Gewerkschaft verhandeln wollen, die meinen Gewinn schmälern und mir arbeitnehmerfreundliche Konditionen aufs Aufge drücken will.

Soviel also zu der ach so toll "sozial" eingestellten EVG, den "guten" G6 und der "bösen" GDL!

Das hättest Du auch herausbekommen können, wenn Du Dir mal die einzelnen Forderungen beider Gewerkschaften verglichen hättest.

DAS will die GDL!

oberzugfahrer, Freitag, 04.03.2011, 11:15 (vor 5612 Tagen) @ Tz 207

Wenigstens nimmt die GDL Rücksicht auf LIDL-Ticket-Fahrer. mfg

Forderungen der Gewerkschaften

SST, Köln-Südstadt, Freitag, 04.03.2011, 14:25 (vor 5612 Tagen) @ Tz 207
bearbeitet von SST, Freitag, 04.03.2011, 14:25

Das hättest Du auch herausbekommen können, wenn Du Dir mal die einzelnen Forderungen beider Gewerkschaften verglichen hättest.

Wir diskutieren hier schon seit längerer Zeit über die GDL-Streikmaßnahmen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die User, die hier regelmässig dabei sind, die Forderungen durchaus kennen. ;-)

Auch wenn die GDL nicht NUR die "G6" bestreiken können - sinkt mein Verständnis zunehmend, warum nun schon zum dritten Mal innerhalb von 12 Tagen prozentual gesehen insbesondere Fahrgäste der Deutschen Bahn AG das Nachsehen haben. Noch dazu an Tagen mit starkem Reise- und Wochenendheimkehrerverkehr.

Etwas mehr "Kreativität" von Seiten der GDL wäre aus meiner Sicht dringend erforderlich, falls ein minimales Interesse besteht, dass auch der "nichtfachkundige Normalreisende" Verständnis für die Aktionen hat bzw. die, die eine grundlegende Sympathie aufbringen, diese auch noch ein wenig behalten. Worte wie

Leider lässt uns die DB hier keine keine andere Wahl“, so Weselsky

sind aus meiner Sicht - wie gesagt - dann doch ziemlich "platt".

DAS will die GDL!

sunshine, Freitag, 04.03.2011, 17:14 (vor 5612 Tagen) @ Tz 207

...sollte das nicht die Gewerkschaften mal unter sich klären. Ich finde das ist hier das falsche Forum pro/contra EVG - GDL.. So scheint mir der Beitrag hier....

...Ich bin GDL und die böse EVG mit Ihren angeblcih ja so schlechten Tarifvertrag und dann ich bin EVG und die böse GDL.... ist doch kein Kindergarten hier..

Vsl. zunehmende Ausfälle im Zugverkehr ab nächster Woche

SST, Köln-Südstadt, Freitag, 04.03.2011, 17:23 (vor 5612 Tagen) @ Markus

am Montag soll das Ergebnis der Urabstimmung unter den Lokführern vorliegen, die weiteren Streiks wohl zustimmen werden. Von einer unbefristeten Stilllegung des Bahnverkehrs mag Weselsky aber noch nicht reden. Die Kunden müssen sich jedoch auf zunehmende Ausfälle im Zugverkehr gefasst machen. An diesem Wochenende wird der Nah- und Fernverkehr noch normal laufen.

Quelle: DER WESTEN, Reisende müssen bei der Bahn mit noch mehr Streiks rechnen

DAS will die GDL!

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 05.03.2011, 00:06 (vor 5611 Tagen) @ Tz 207

Inwiefern macht sie sich lächerlich? Weil sie - berechtigterweise - Warnstreiks macht? Nur weil es eher unüblich ist, während der Zeit einer laufenden Urabstimmung Warnstreiks zu machen, heißt das noch lange nicht, daß man das nicht darf.

Man darf das. klar. Aber wenn man nach zwei Warnstreiks nichts erreicht hat, wird man auch nach dem 3. 4. ... 18. Warnstreik nichts erreichen.

Die sollten vernünftig verhandeln ...


Das verhindern die G6 regelmäßig, indem sie nicht an den Verhandlungstisch gehen.

...oder klar sagen was wo nicht passt...


Das hat die GDL mehrfach und sogar schriftlich in den Forderungen des BuRA-LfTV festgehalten.

Wo war diesmal die Auflistung mit den Punkten, in denen das Angebot, wie genau abweicht?

... und wenn, dann einen richtigen Streik durchführen, ...


Der kommt auch, denn die Urabstimmung läuft.

Spätestens nach dem zweiten Warnstreik ist der fällig. Der dritte Warnstreik war völlig überflüssig und albern. Entweder stzt man seine Forderungen richtig durch, oder man lässt es bleiben. Eine richtige Streikaktion, die zu einem Tarifvertrag führt wäre angebracht. Ministeiks immer und immer wieder führen zu gar nichts.


Die GDL hat:...
Unsinnige 08/15-Aktionen machen dagegen die G6. Sie haben...
Die EVG hat ...

Das war mir schon bekannt.
Dann soll die GDL das mit der EVG selbst ausmachen und nur die G6 bestreiken, statt alle Bahnreisenden Woche für Woche zu nerven.
Und überhaupt sind die Tf keine besseren und wichtigeren Eisenbahner als z.B. Fdl, Zub. u.a.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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