ICE-Sprinter Berlin-Mannheim heute, Anschlusspolitik (Aktueller Betrieb)

sebastian-berlin, Montag, 28.02.2011, 10:30 (vor 5600 Tagen)

Hallo,

mal wieder schön (diese Verbindung sollte ich ja in "klappt nie" einordnen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...):

ICE 1091 heute hat sich mit Signalstörung und langer Wartezeit in FFM 10 Minuten einfangen. RB 10.40 ab Mannheim müsste vielleicht 5 Minuten warten, Transportleitung hat aber abgelehnt (warum?). Nächste Verbindung ne Stunde später.

Anruf bei 3s-Zentrale, und die typisch deutsche Antwort "Wir sind hier nicht für Anschlüsse zuständig"... auf meine Frage "aber Sie sind doch Service, Sicherheit etc...." hieß es, dass das nur die Transportleitung macht, auf meine Frage, wer denn dann zuständig sei und ich anrufen könnte, wurde EINFACH AUFGELEGT.

Das Verfahren hat schonmal (nicht in Mannheim) geklappt. Ich nenne die 3s-Zentrale jetzt nicht, wahrscheinlich hatte diese dabei Ihre Kompetenz überschritten, aber das sollte im Sinne des Kunden auch mal möglich sein.

Vielleicht kann ja einer der hier mitlesenden helfen - ich sprinte jetzt gleich mal in Richtung Gleis 10a in Mannheim.

Danke,

Sebastian

Joggen: ICE-Sprinter Berlin-Mannheim heute, Anschlusspolitik

sebastian-berlin, Montag, 28.02.2011, 10:43 (vor 5600 Tagen) @ sebastian-berlin

Mit joggen doch noch bekommen..... Die Bahnsteige sind ganz schön lang in MA...

ICE-Sprinter Berlin-Mannheim heute, Anschlusspolitik

Matze86, München, Montag, 28.02.2011, 10:59 (vor 5600 Tagen) @ sebastian-berlin

Hallo,

mal wieder schön (diese Verbindung sollte ich ja in "klappt nie" einordnen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...):

ICE 1091 heute hat sich mit Signalstörung und langer Wartezeit in FFM 10 Minuten einfangen. RB 10.40 ab Mannheim müsste vielleicht 5 Minuten warten, Transportleitung hat aber abgelehnt (warum?). Nächste Verbindung ne Stunde später.

Weil Frankfurt ein Nadelöhr ist. Die 5 Minuten können zu einem Vielfachen an Folgeverspätung bei anderen Zügen führen.

ICE-Sprinter Berlin-Mannheim heute, Anschlusspolitik

sebastian-berlin, Montag, 28.02.2011, 11:09 (vor 5600 Tagen) @ Matze86

Hallo,

mal wieder schön (diese Verbindung sollte ich ja in "klappt nie" einordnen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...):

ICE 1091 heute hat sich mit Signalstörung und langer Wartezeit in FFM 10 Minuten einfangen. RB 10.40 ab Mannheim müsste vielleicht 5 Minuten warten, Transportleitung hat aber abgelehnt (warum?). Nächste Verbindung ne Stunde später.


Weil Frankfurt ein Nadelöhr ist. Die 5 Minuten können zu einem Vielfachen an Folgeverspätung bei anderen Zügen führen.

Frankfurt? Mir ging's um Mannheim! :-)

Diskussionsansätze: ICE-Sprinter vs. Anschlusspolitik

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 28.02.2011, 13:00 (vor 5600 Tagen) @ sebastian-berlin
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 28.02.2011, 13:02

ICE 1091 heute hat sich mit Signalstörung und langer Wartezeit in FFM 10 Minuten einfangen. RB 10.40 ab Mannheim müsste vielleicht 5 Minuten warten, Transportleitung hat aber abgelehnt (warum?). Nächste Verbindung ne Stunde später.

Die Transportleitung hat offenbar abgelehnt, um Folgeverspätuingen zu minimieren. Das passiert auch hier in Utrecht, schon bei recht kleinen Verspätungen von etwa 3 Minuten. Ich stelle mehrmals fest, dass der IC 8 nach Eindhoven um '08 Ankunft hat statt Abfahrt (entspricht +3). Dann ist der Anschluß-IC 31 nach Nijmegen (Abfahrt '07) meistens schon losgefahren.
Na gut, bei uns fährt der nächste IC (30) nach Nijmegen um '23 ab, also 15 Minuten später. Dagegen spricht aber, dass die +3 des IC 8 20% eines Taktes entspricht. Im Falle von "sebastian-berlin" wären das dann +12 Minuten, schon mehr als die +10 die er in F Hbf erlitten hat.

Ich möchte die Frage grundsätzlicher stellen.

1. Muß ein ICE-Sprinter Anschlüsse gewährleisten?

Die Hauptaufgabe eines ICE-Sprinters ist die Darstellung einer überdurchschnittlich schnellen Punkt-Punkt-Verbindung, hier Berlin-Frankfurt. Die Verbindung soll schneller sein als die eines Takt-ICEs. Die vorgesehene Kundschaft bezahlt auch dafür.

So betrachtet ist unser Fyra ein Amsterdam-Rotterdam Sprinter. Zwar verkehrt er halbstündlich statt 1x pro Tag, zwar ist sein Laufweg etwas kürzer als B-F, aber dennoch ist er nicht im restlichen Taktverkehr eingebunden; Hauptaufgaben sind Amsterdam-Rotterdam v.v. und Schiphol-Rotterdam v.v.

Das sieht man auch im Fahrplan (Zeiten Rotterdam-Amsterdam):

FYR 9: 0:43
IC 92: 1:01 (via Den Haag, kein Halt in Leiden)
IC 21: 1:05 (via Den Haag, Leiden)

Nun reise ich ab Dordrecht nach Amsterdam = Umstieg in Rotterdam während die ICs nach wie vor direkt fahren:

IC 19 + FYR 9: 1:07
IC 92        : 1:15
IC 21        : 1:21

Von 18 Minuten Zeitgewinn sind also nur 8 übrig, weniger als die Hälfte. Ich bezahle dennoch den gleichen Fyra-Aufpreis.

Ab Roosendaal habe ich die Wahl zwischen IC 92 und die Kombi IC 92 + FYR 9. Unterschied ist nur 3 Minuten zugünsten Fyra. Dann bleibe ich lieber im IC 92 sitzen.

2. Macht es Sinn, ICE-Sprinter als Taktzüge weiterfahren zu lassen?

Der ICE 1091 ist aber kein 100%iger Sprinter. Das ist er nur zwischen Berlin-Frankfurt. Ab Frankfurt wird sozusehen in der Taktlage der Linie 11 gefahren und mutiert er also zum aufpreisfreien Takt-ICE, mit dementsprechenden Aufgabenpaket.
Das ist toll, wenn man von Berlin weiter nach Mannheim, Stuttgart oder Ulm reisen muss, aber weniger toll für etwa Berlin-Neustadt a.d. Weinstraße, wegen der Umstieg.
Noch schlimmer ist es für Reisende aus Göttingen und Kassel die 10:00 eine Termin in Frankfurt haben. Die haben zu dieser Zeit eine Taktlücke.

Ich bin gespannt, was hier schwerer wiegt: der Sprinter (von dem nur eine bestimmte Kundschaft profitiert) oder ein lückenloser Takt (von dem in Prinzip alle profitieren).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

ICE-Sprinter Berlin-Mannheim heute, Anschlusspolitik

Alexander, Montag, 28.02.2011, 16:07 (vor 5600 Tagen) @ sebastian-berlin

Hi,

deine Problematik klingt sehr nach 0 - Wartezeit.
In einigen Regionalbereichen gibt es tagsüber generell keine Wartezeit im Nahverkehr, auch wenn der Anschlusszug nur wenige Minuten warten müsste.

Der Grund liegt in der Verbesserung der Pünktlichkeit im Nahverkehr, die Besteller wünschen pünktliche Züge und fahren dabei lieber Anschlussreisende weg. (Da kann sich die Transportleitung auch nicht hinaus lehnen, den die Mitarbeiter dort sind keine Götter, sondern müssen sich an allerhand Richtlinien halten)

In einem Bundesland gab es diese Regelung auch für ein Jahr, die Gesamtpünktlichkeit konnte sich um 5% steigern, auf einigen Strecken waren Pünktlichkeitssteigerungen von 15% gegeben.
Jedoch gab es beim Besteller sehr viele Beschwerden und so hat man glücklicherweise entschieden dies wieder aufzuheben.
Die Pünktlichkeit ist wieder etwas schlechter, dafür hat man jedoch zufriedenere Kunden.

Viele Grüße

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Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Wenn alle immer pünktlich sind, ...

naseweiß, Montag, 28.02.2011, 23:54 (vor 5599 Tagen) @ Alexander

Es geht nicht direkt um Frankfurt, eher um die olle RB Mannheim - Schwetzingen - Graben-Neudorf - Karlsruhe. Bei der sollte es kaum Abhängigkeiten geben, vielleicht der ein oder andere Busanschluss. Zwischen Mannheim und Graben-Neudorf teilt man sich die Strecke nur mit Güterverkehr. Und auf dem Abschnitt Graben-Neudorf - Karlsruhe verkehrt sie in großem zeitlichen Abstand zu den ICE.

Also an sich sollte man meinen, 5 min Warten ist für die kein Problem. Andererseits finde ich die Haltung der Verbünde nicht gänzlich unverständlich. Wenn Alle immer pünktlich verkehren, sollte es auch keine Verspätungen geben. Wie wäre es mal, wenn DB-Fernverkehr sich das mal zu Herzen nimmt? [ ;-) ]

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Wenn alle immer pünktlich sind, ...

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Dienstag, 01.03.2011, 00:37 (vor 5599 Tagen) @ naseweiß

Es geht nicht direkt um Frankfurt, eher um die olle RB Mannheim - Schwetzingen - Graben-Neudorf - Karlsruhe. Bei der sollte es kaum Abhängigkeiten geben, vielleicht der ein oder andere Busanschluss. Zwischen Mannheim und Graben-Neudorf teilt man sich die Strecke nur mit Güterverkehr. Und auf dem Abschnitt Graben-Neudorf - Karlsruhe verkehrt sie in großem zeitlichen Abstand zu den ICE.

Und um eben diese Busanschlüsse geht es...

Also an sich sollte man meinen, 5 min Warten ist für die kein Problem. Andererseits finde ich die Haltung der Verbünde nicht gänzlich unverständlich. Wenn Alle immer pünktlich verkehren, sollte es auch keine Verspätungen geben. Wie wäre es mal, wenn DB-Fernverkehr sich das mal zu Herzen nimmt? [ ;-) ]

Das hört sich ja so an, als ob DB Fernverkehr absichtlich bummeln würde. Stimmt aber nicht. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die die Pünktlichkeit eines (Fern)zuges beeinflussen. Nicht alle sind von DB Fernverkehr handelbar oder vorhersehbar. Ein Langlauf wie der ICE ist für mehr Verspätungsursachen anfällig, als ein Bummelzug.

Unterschiede bei den Transportleitungen ...

Redesign, Donnerstag, 03.03.2011, 01:10 (vor 5597 Tagen) @ naseweiß


Also an sich sollte man meinen, 5 min Warten ist für die kein Problem. Andererseits finde ich die Haltung der Verbünde nicht gänzlich unverständlich. Wenn Alle immer pünktlich verkehren, sollte es auch keine Verspätungen geben. Wie wäre es mal, wenn DB-Fernverkehr sich das mal zu Herzen nimmt? [ ;-) ]

Nicht nur DB-Fernverkehr, auch DB Regio, denn auf RE-Züge wartet die S-Bahn im Verbund auch nicht.

... vielleicht legt die Transportleitung Karlsruhe auch die Vorschriften etwas zu eng aus oder die Disponenten achten nicht auf Anschlüsse, weil sie zuviele Züge disponieren müssen?
Auf jeden Fall könnte die Zusammenarbeit der einzelnen Disponenten besser funktionieren:
Oft erlebt: Transportleitung Frankfurt läßt ICE auf Anschluß warten, und genau aus diesem Grund ist der Anschluß - auch Fernverkehrszug - im Gebiet Transportleitung Karlsruhe dann weg... und Dutzende warten eine Stunde, natürlich auch viele von denen, die in Frankfurt den ICE nur wegen dessen Wartens bekommen haben...

Mein persönliches Fazit: In Frankfurt klappt der Anschluß meistens irgendwie, weiter südlich nicht mehr.

Wann fängt eigentlich die Zentrale Transportleitung an zu koordinieren?

Unterschiede bei den Transportleitungen ...

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Freitag, 04.03.2011, 22:34 (vor 5596 Tagen) @ Redesign

Es gibt eine bundesweit gültige Wartezeitvorschrift, in der alle Bahnhöfe Deutchlands aufgelistet sind mit der jeweiligen Wartezeit der Züge aufeinander. Diese Wartezeitvorschrift wird u.a. nach den Vorgaben der einzelnen beteiligten EVU und der Mindestübergangszeit zw. den Bahnsteigen erstellt. Hauptsächlich aber nicht nuir anhand dieser WZV disponiert die Transportleitung das Warten der einzelnen Züge aufeinander. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, warum der ICE mit +xxxmin. in Mannheim eintrifft. Eine Haltezeitüberschreitung im Sinne der WZV ist grundsätzlich genemigungspflichtig durch DB Netz in Berlin. Wenn DB Netz dieser Story zustimmt wartet der Zug in Mannheim-wenn nicht, dann guggst du in Röhre.
Denk mal dran, warum das so ist. Auch der Abbringerzug hat Anschlüße zu ereichen. Diese Wiederrum haben ebenfalls Anschlüsse etc. So kann sich eine kleine Verspätung von 2Min. zu einem Riesenproblem auswachsen. U.a. darum drängelt das Personal manchmal bei solchen klitzekleinen Abweichungen so....

Unterschiede bei den Transportleitungen ...

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 04.03.2011, 23:07 (vor 5595 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von 218 466-1, Freitag, 04.03.2011, 23:07

Es gibt eine bundesweit gültige Wartezeitvorschrift, in der alle Bahnhöfe Deutchlands aufgelistet sind mit der jeweiligen Wartezeit der Züge aufeinander.

Richtig. Die liegt auch auf jedem Stellwerk mit Reisezughalten.

Diese Wartezeitvorschrift wird u.a. nach den Vorgaben der einzelnen beteiligten EVU und der Mindestübergangszeit zw. den Bahnsteigen erstellt. Hauptsächlich aber nicht nuir anhand dieser WZV disponiert die Transportleitung das Warten der einzelnen Züge aufeinander. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, warum der ICE mit +xxxmin. in Mannheim eintrifft. Eine Haltezeitüberschreitung im Sinne der WZV ist grundsätzlich genemigungspflichtig durch DB Netz in Berlin. Wenn DB Netz dieser Story zustimmt wartet der Zug in Mannheim-wenn nicht, dann guggst du in Röhre.

Ist auch im NV so. In Aulendorf sind die RE nach München um 9:07, 13:07 und 19:07 gnadenlos pünktlich abgefahren, auch wenn im selben Moment der leicht verspätete RE von Lindau am gleichen Bahnsteig nebenan eingefahren ist.

Denk mal dran, warum das so ist. Auch der Abbringerzug hat Anschlüße zu ereichen. Diese Wiederrum haben ebenfalls Anschlüsse etc. So kann sich eine kleine Verspätung von 2Min. zu einem Riesenproblem auswachsen.

Es hat z.T. auch betriebliche Gründe wenn sonst ein Gegenzug (bei den o.g. RE war es X EC München-Zürich in Leutkirch) oder nachfolgender Zug aufgehalten wird.

U.a. darum drängelt das Personal manchmal bei solchen klitzekleinen Abweichungen so....

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Unterschiede bei den Transportleitungen ...

Redesign, Samstag, 05.03.2011, 01:34 (vor 5595 Tagen) @ Tabernaer

dann guggst du in Röhre.

Hmmh, ich schaute dort aus meiner Sicht zu häufig in die Röhre:
Sowohl Mannheim als auch Karlsruhe - mal wartet der Anschluß (persönliches Pech: meistens, wenn ich dann dort einsteige und nicht im verspäteten Zug bin),
beim nächsten Mal, ich sitze dann im verspäteten Zubringer, derselbe Anschluss-Zug wartet trotz geringerer Verspätung nicht...

Es ändert sich doch nicht von Woche zu Woche die WZV?

Ist schon ärgerlich, vor allem wenn es die letzten Verbindungen spät am Abend sind.


Noch zu den S-Bahnen:
Im Süden fällt mir da Osterburken (schöne Strecke (Würzburg / Osterburken - (am Neckar entlang) - Mannheim) ein - S-Bahn wartet nicht einmal 3 Minuten und Dutzende Leute warten eine Stunde lang auf die nächste, passiert dort laut DB-Mitarbeiter häufig - haben da die S-Bahnen 0 Minuten WZV?

S-Bahnen WVZ

SST, Köln-Südstadt, Samstag, 05.03.2011, 01:57 (vor 5595 Tagen) @ Redesign

haben da die S-Bahnen 0 Minuten WZV?

S-Bahnen hatten, soweit ich weiß, noch nie Wartezeitvorschriften. "S-Bahn-Züge warten nicht, auf S-Bahn-Züge wird nicht gewartet" ist eine Grundregel, die ich kenne. Einige Ausnahmen mag es vielleicht in einigen Regionen bei den letzten Zügen des Tages geben, die ich aber nicht persönlich kenne.

S-Bahnen WVZ

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Samstag, 05.03.2011, 02:21 (vor 5595 Tagen) @ SST

Richtig. Die S-Bahn hat keine Wartezeit. Einzige Ausnahme ist u.U. manchmal die allerletzte S-Bahn in der Nacht. Wie gesagt, der Besteller legt auch fest, was wie lange warten darf oder nicht. Und da der Nahverkehr meistens von den Ländern bestellt wird, ist es auch sehr unterschiedlich, wo was wie lange wartet.
Im kleinen Rahmen kann die TP innerhalb dieser WZV und der Pünktlichkeit innerhalb des Dispositonsbezirks selber entscheiden, ob der Zug warten kann oder nicht. Sobald es aber über den in der WZV festgelegten Ramen hinausgeht -und sei es auch nur 1Min.- it das eine Ausnahme.
Und Ausnahmen müssen bei DB Netz in Berlin beantragt werden. Die entscheiden dann u.a. nach der aktuellen Betriebslage im gesammten Netz, ob gewartet werden kann oder nicht. Wie schon oben beschrieben, kann eine klizekleine Verspätung einen Dominoeffekt im Netz auslösen. Die aktuelle Betriebslage ist jeden Tag anders. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Auch sitzen nicht jeden Tag im verspäteten Zubringer Leute für diesen Zug. So kann es dir Montags passieren, das dein Anschluß wartet, weil die Pünktlichkeit in diesem Beeich des Netzes so gut ist, das man niemanden behindert oder weitere Anschlüsse verspätet - aber am Dienstag oder am gleichen Tag 2 Std. später hat sich das gravierend geändert (z.B.: Güterzug mit Lokschaden auf eingleisiger Strecke liegen geblieben, Suizid, Störung/Unfall an einem Bahnübergang) und der Anschlußzug kann dann halt nicht warten.
Bei Zuwiderhandlungen gegen den Verkehrsvertrag mit dem entsprechenden EVU muß die DB entsprechend hohe Vertragsstrafen zahlen. Und genau das wird die DB tunlichst versuchen zu vermeiden.

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