Führerstandsmitfahrten (Allgemeines Forum)

JumpUp, Mittwoch, 23.02.2011, 20:01 (vor 5573 Tagen)

HeyHo,

kennt sich hier jemand aus, wie man bei der DB eine Führerstandsmitfahrt machen kann?

Ich würde zu gerne einmal eine Strecke von "vorne" aus sehen. Habe das mal vor einigen Jahren auf einem IC von Frankfurt nach Hamburg (über Lüneburg) gemacht und es war einfach klasse.

Der Lokführer hatte gesehen, dass ich hinter der Glasscheibe stand um rauszuschauen und hat mich schleißlich zu sich reingebeten (einige Kinder standen noch herum, somit waren wir knapp 5 Mitfahrer).

Ich weiß nicht, wie legal diese Mitfahrt war (auch wegen der großen Anzahl an Personen), Spass gemacht hat es aber trotzdem.

Ich weiß, dass die ÖBB solche Fahrten richtig organisiert, gibt es das bei der DB auch? Oder hat einer von Euch Erfahrungen bei Privatbahnen (Regio) gemacht, vielleicht wäre eine Führerstandsmitfahrt dort einfacher oder günstiger.

Grüße
Phillip

Führerstandsmitfahrten

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 20:12 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp

Der Lokführer hatte gesehen, dass ich hinter der Glasscheibe stand um rauszuschauen und hat mich schleißlich zu sich reingebeten (einige Kinder standen noch herum, somit waren wir knapp 5 Mitfahrer).

FÜNF MITFAHRER im Führerstand? Einfach so vom Triebfahrzeugführer genehmigt? Kein zweiter Lokführer zur Betreuung dabei?

Sorry, ich fasse es gerade nicht. Ist wohl hoffentlich ein Scherz!

Führerstandsmitfahrten

Jan, Mittwoch, 23.02.2011, 20:24 (vor 5573 Tagen) @ SST

Was ist daran nicht zu fassen?
Wenn ich meine Ausbildung zum Loführer beendet habe, würde ich zu gerne auch Leute auf dem Führerstand mitnehem. Ich versteh eh nicht was das soll, dass man keinen Mitnehmen darf auf dem Führerstand. Im Auto nehm ich doch auch Beifahrer mit....
Und bei Ausbildungsfahrten sind wir auch ganz legal mit 5 Personen auf der Lok.....
Fänds cool, wenn mehr Lokführer Leute auf den Führerstand einladen würden....

Führerstandsmitfahrten

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 20:36 (vor 5573 Tagen) @ Jan

Was ist daran nicht zu fassen?
Wenn ich meine Ausbildung zum Loführer beendet habe,

Na, da drücke ich Dir mal die Daumen, dass Du bis zum Abschluß der Ausbildung auch die entsprechenden Dienstvorschriften gelernt haben wirst.

würde ich zu gerne auch Leute auf dem Führerstand mitnehem. Ich versteh eh nicht >was das soll, dass man keinen Mitnehmen darf auf dem Führerstand. Im Auto nehm ich >doch auch Beifahrer mit....
Und bei Ausbildungsfahrten sind wir auch ganz legal mit 5 Personen auf der Lok.....

Das eine (fünf Reisende und Kinder "einfach so" einzuladen) hat mit dem anderen (Ausbildungsfahrt) wohl wenig zu tun.

Fänds cool, wenn mehr Lokführer Leute auf den Führerstand einladen würden....

Klar man könnte den Führerstand auch als "Kleinkinderabteil" oder bahn.comfort-Bereich umfunktionieren. Lehrlokführer müssen auch nicht mehr dabei sein - Hauptsache viel Spaß! (Achtung dieser Abschnitt kann ironisch gemeinte Elemente enthalten).

Führerstandsmitfahrten

ICE-TD, Mittwoch, 23.02.2011, 21:39 (vor 5573 Tagen) @ Jan
bearbeitet von ICE-TD, Mittwoch, 23.02.2011, 21:42

Dann hoffe nur das du erstens nicht erwischt wirst und von den netten Mitfahrern vielleicht noch in irgendwelchen Eisenbahnforen lobend erwähnt wirst, das dürfte nämlich einigen Ärger geben mit deinem künftigen Chef.
Zweitens hoffe ich für dich das bei solch einer Fahrt nie etwas passiert. Sollte dir in der Zeit nämlich ein Unfall passieren(auch ohne eigene Schuld) und dem Mitfahrer passiert irgendetwas (physisch oder psychisch), wird man dich an den entstehenden Heilkosten und eventuellen Folgekosten beteiligen, denn der Mitfahrer hatte ohne eine entsprechende Berechtigung nichts im Führerstand verloren und ist daher nicht versichert.

Führerstandsmitfahrten

NIM rocks, Mittwoch, 23.02.2011, 20:49 (vor 5573 Tagen) @ SST

Der Lokführer hatte gesehen, dass ich hinter der Glasscheibe stand um rauszuschauen und hat mich schleißlich zu sich reingebeten (einige Kinder standen noch herum, somit waren wir knapp 5 Mitfahrer).


FÜNF MITFAHRER im Führerstand? Einfach so vom Triebfahrzeugführer genehmigt? Kein zweiter Lokführer zur Betreuung dabei?

Sorry, ich fasse es gerade nicht. Ist wohl hoffentlich ein Scherz!

Ach komm, reg dich ab. Das ist jedem Tf selbst überlassen, ob er jemanden nach vorne bittet oder nicht. Dienstvorschriften hin oder her.

Ich wurde auch schon zweimal "eingeladen", einmal war im 3er im Führerstand die Klimaanlage ausgefallen (Sommer) und der Tf fragte in der Lounge in die Runde, ob es in Ordnung wäre, wenn die Tür offen ist. Ein paar Fahrgäste aus der Lounge haben dann eine Führerstandsmitfahrt ausgehandelt, lief aber alles ohne Zwänge, einfach nett fragen und fertig.

Auch von Landshut nach München, als noch mit n-Wagen und Karlruher Köpfen gefahren wurde, wurden meine Cousine und ich mal nach vorne gebeten, weil sie sich ihre Nase an der Glaswand plattgedrückt hatte, war eine herrliche Mitfahrt von Landshut nach München bei bestem Sonnenschein.

Führerstandsmitfahrten

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 20:55 (vor 5573 Tagen) @ NIM rocks

Das ist jedem Tf selbst überlassen, ob er jemanden nach vorne bittet oder nicht.

NEIN!

Führerstandsmitfahrten

alexandrus, Mittwoch, 23.02.2011, 21:05 (vor 5573 Tagen) @ NIM rocks

Ach komm, reg dich ab. Das ist jedem Tf selbst überlassen, ob er jemanden nach vorne bittet oder nicht. Dienstvorschriften hin oder her.

Naja, hin oder her macht einen Unterschied von einem mittleren 3-stelligen Geldbetrag und einem Termin beim Chef.

Es ist NICHT dem Tf überlassen sondern klar geregelt.

Führerstandsmitfahrten

JumpUp, Mittwoch, 23.02.2011, 21:17 (vor 5573 Tagen) @ alexandrus
bearbeitet von JumpUp, Mittwoch, 23.02.2011, 21:19

Hey,

danke für Eure Antworten. Ich habe soeben mir die Bilder von dieser Fahrt nocheinmal angeschaut.

Ich mache KEINE Witze, es waren mind. 6 weitere Menschen in der Fahrerkabiene. Bei Interesse kann ich die Fotos gerne per mail weiterschicken (Die Gesichter, vor allem das vom Lokführer werde ich natürlich unkenntlich machen).

Es waren abgesehen von mir nur Kinder in dem Führerstand, ich weiß auch nicht wo die herkamen, aber 2-3 Eltern saßen waren mit ihrer Familie in dem ersten Waggon. Der Lokführer hatte die Tür Führerstand-Passagierraum offen gehabt, so dass die Kinder einfach rein/rausgegangen sind

Das war bisher die spannendste und witzigste Fahrt die ich bei der Bahn gehabt habe.

Die Fahrt fand übrigens 2004 statt

Führerstandsmitfahrten

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 22:48 (vor 5573 Tagen) @ alexandrus

Ach komm, reg dich ab. Das ist jedem Tf selbst überlassen, ob er jemanden nach vorne bittet oder nicht. Dienstvorschriften hin oder her.


Naja, hin oder her macht einen Unterschied von einem mittleren 3-stelligen Geldbetrag und einem Termin beim Chef.

Es ist NICHT dem Tf überlassen sondern klar geregelt.

Normal darf ein Tf keine Fahrgäste in den Führerstand lassen.
Es kommt aber dennoch sehr häufig vor. Vom RE im Allgäu über MÜNÜX und IC bis zum ICE-T haben mich die Tf immer wieder eingeladen, aber als Frau habe ich es evtl. auch leichter. ;)

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Lokomotive auf dem Führerstand?

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 23:03 (vor 5573 Tagen) @ 218 466-1

Ach komm, reg dich ab. Das ist jedem Tf selbst überlassen, ob er jemanden nach vorne bittet oder nicht. Dienstvorschriften hin oder her.


Naja, hin oder her macht einen Unterschied von einem mittleren 3-stelligen Geldbetrag und einem Termin beim Chef.

Es ist NICHT dem Tf überlassen sondern klar geregelt.


Normal darf ein Tf keine Fahrgäste in den Führerstand lassen.
Es kommt aber dennoch sehr häufig vor. Vom RE im Allgäu über MÜNÜX und IC bis zum ICE-T haben mich die Tf immer wieder eingeladen, aber als Frau habe ich es evtl. auch leichter. ;)

Tse, tse, tse - "als Frau" oder als "218 466-1"? Ist ja ggf. noch ein kleiner Unterschied, oder?

Lokomotive auf dem Führerstand?

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 23:16 (vor 5573 Tagen) @ SST

Tse, tse, tse - "als Frau" oder als "218 466-1"? Ist ja ggf. noch ein kleiner Unterschied, oder?

:-P
Ja nee, is klar. In dem Fall natürlich ich als Person, übrigens auch schon mehrfach in der Lok 218 466-1.

Gruß ,
Andrea (die Frau)
aka 218 466-1 (die Lok)

--
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:-)

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 23:21 (vor 5573 Tagen) @ 218 466-1

Haste mich ja zum Lachen gebracht ;-)

Führerstandsmitfahrten

ICE-TD, Mittwoch, 23.02.2011, 23:15 (vor 5573 Tagen) @ 218 466-1

aber als Frau habe ich es evtl. auch leichter. ;)

Das hat bei uns auch mal eine Schaffnerin gedacht als sie durch den Zugfunk zum Führerstand "säuselte" in den nettesten Tönen, weil sie den Tf um einen Gefallen bitten wollte. Pech war nur das der Tf auch eine Frau war. ;-)

Führerstandsmitfahrten

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 23:24 (vor 5573 Tagen) @ ICE-TD

aber als Frau habe ich es evtl. auch leichter. ;)


Das hat bei uns auch mal eine Schaffnerin gedacht als sie durch den Zugfunk zum Führerstand "säuselte" in den nettesten Tönen, weil sie den Tf um einen Gefallen bitten wollte. Pech war nur das der Tf auch eine Frau war. ;-)

*lol*
Dumm gelaufen. Da nützt auch klimpern mit den Augen nichts mehr. ;-)

--
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Angeberin ;-) (owT)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:25 (vor 5572 Tagen) @ 218 466-1

- kein Text -

Führerstandsmitfahrten

ICE bei Nacht, Donnerstag, 24.02.2011, 10:09 (vor 5572 Tagen) @ alexandrus

Mein Sohn ( damals noch 12 Jahre alt )dürfte auch auf der Fahrt von München nach Nürnberg im NIM in den Führerstand. Er war auch damals an der Scheibe gestanden,und da hatte er auch Mitleid mit ihm.

Er dürfte sogar den Bahnhof Kinding und Altmühltal ansagen. Da habe ich als Vater sogar blöd geschaut als die Kinderstimme aus den Lautsprecher kamm.

Auf der anderen Seite finde ich es aber auch gefährlich fremde Personen mit in den Führerstand mitzunehmen.

Aber auf der anderen Seite,ich hatte in Nürnbrg einen überglücklichen Sohn!!!

Und hinter der Scheibe kann auch viel geschehen!!!

Führerstandsmitfahrten

Jan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:04 (vor 5572 Tagen) @ alexandrus

Ich versteh diese alberne Paragraphenreiterei nicht. Wenn ich als TF meine, ich könnte Leute mitnehmen ist das meine Sache (Vorschriften mal aussen vor gelsaasen). Ich finde es fast schon Kundenundfreundlich, dass sich viele TF in ihrem Führerstand "verschanzen". Verrückt finde ich den, der diese Vorschrift (nicht betreten des Führerraums) erlassen hat. Aueßrdem kenne ich fast keinen Tf, der nicht schon mal einen auf seinem Führerstand mitgenommen hat.
Und alle Leben noch, merkwürdig, oder?

Meine fachliche/sachliche Meinung

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:19 (vor 5572 Tagen) @ Jan
bearbeitet von ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:19

Bei der STB im Regioshuttle gab es auch schon Fahrgastmitfahrten. Da hatte ein älterer Mann gefragt, ob er zwischen Förtha und Eisenach mitfahren und die Wartburg filmen darf und der Tf hat es ihm erlaubt. Manchmal gibt es so spontane Situationen und spezifische Anlässe, wo es eventuell gerechtfertigt erscheint. Der Mann hat auch kein Sterbenswörtchen geredet sondern nur die Kamera gehalten und der Tf sich nicht einmal nach ihm umgedreht. Ich denke da bestand zu keinem Zeitpunkt eine Betriebsgefahr.

Bei Kindern allerdings sehe ich es eher kritisch, wenn sie die Tf mit Fragen löchern oder herumgeigeln und dabei vielleich noch irgendwelche Schalter auslösen. Wenn aber ein kleines Kind von einem Elternteil begleitet nur ruhig dasteht und sich freud, dann ist es aus meiner Sicht ok. Solange eine Aufsichtsperson da ist, damit der Tf sich alleine aufs Fahren konzentrieren kann, ist es nach Voranmeldung ja sogar von offizieller Stelle erlaubt. Ich würde persönlich aber auch Spontanfahrten offiziell erlauben, solange eine dritte Aufsichtsperson (Tf oder ähnliche Qualifikation) dabei ist.

Schlangen von Reisenden vor der Lokomotive

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 21:21 (vor 5572 Tagen) @ Jan

Ich versteh diese alberne Paragraphenreiterei nicht. Wenn ich als TF meine, ich könnte Leute mitnehmen ist das meine Sache (Vorschriften mal aussen vor gelsaasen). Ich finde es fast schon Kundenundfreundlich, dass sich viele TF in ihrem Führerstand "verschanzen". Verrückt finde ich den, der diese Vorschrift (nicht betreten des Führerraums) erlassen hat. Aueßrdem kenne ich fast keinen Tf, der nicht schon mal einen auf seinem Führerstand mitgenommen hat.

Hallo Jan,

ein Lokführer kann doch aber nicht so viele Leute auf seine Lokomotive einlanden, wie es ihm gefällt. Stell Dir das doch bitte mal im Arbeitsalltag vor, wenn alle Reisende, die Lust hätten vorne mitzufahren, erst einmal an der Lok Schlange stehen und nachfragen, ob sie aufsteigen dürfen!

Gruß,
Stefan

Und alle Leben noch, merkwürdig, oder?

Argh. Dass es nicht um "Leben" oder "Tod" geht, ist wohl klar!

Können vs. Dürfen

Maggus, Ravensburg (Württ), Freitag, 25.02.2011, 19:06 (vor 5571 Tagen) @ SST
bearbeitet von Maggus, Freitag, 25.02.2011, 19:06

ein Lokführer kann doch aber nicht so viele Leute auf seine Lokomotive einlanden, wie es ihm gefällt.

'Können' schon, aber 'dürfen' wohlweisslich nicht. Du 'kannst' mit Deinem Auto (wenn es das hergibt) auch mit 250 auf der Autobahn durch die Schweiz rasen; nur bist Du einerseits nach gut 10 Minuten schon wieder draußen aus der Schweiz (sorry, der musste raus => Der Joke ist aus Stermann & Grissemann) und andererseits gilt hier wie überall das 11. Gebot: Lass Dich nicht erwischen!

--
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Folgeschäden

alexandrus, Donnerstag, 24.02.2011, 21:37 (vor 5572 Tagen) @ Jan

Wie ist denn die Sachlage wenn es doch einmal zum Unfall kommt.
Beispiel Berlin-Karow.
Ein RE mit der Br 143 fährt auf einen Güterzug auf. Dabei wurde der Lokführer des RE verletzt.
Jetzt hat der LF einen neugierigen Mitfahrer an Bord. Dieser erlitt durch den Zusammenprall größere Verletzungen als wenn dieser sich Wagenzug aufgehalten hätte.
Wer haftet für die Krankheitskosten bzw Folgeschäden?

Folgeschäden

liebe70, Donnerstag, 24.02.2011, 22:15 (vor 5572 Tagen) @ alexandrus

Wie ist denn die Sachlage wenn es doch einmal zum Unfall kommt.
Beispiel Berlin-Karow.
Ein RE mit der Br 143 fährt auf einen Güterzug auf. Dabei wurde der Lokführer des RE verletzt.
Jetzt hat der LF einen neugierigen Mitfahrer an Bord. Dieser erlitt durch den Zusammenprall größere Verletzungen als wenn dieser sich Wagenzug aufgehalten hätte.
Wer haftet für die Krankheitskosten bzw Folgeschäden?

Kommt darauf an, ob derjenige berechtigt zur Führerstandsmitfahrt war oder nicht. Wenn ja, haftet die DB. Falls nicht, hat er die A***karte. Er kann zwar versuchen, Schadenersatz zu fordern, doch die DB wird die Forderung an den Tf weiterleiten, der die Person unberechtigt im Führerstand mitnahm. Aber ob der dann auch in der Lage ist, die Forderungen zu begleichen?

Folgeschäden

Redesign, Freitag, 25.02.2011, 02:23 (vor 5572 Tagen) @ liebe70


Kommt darauf an, ob derjenige berechtigt zur Führerstandsmitfahrt war oder nicht. Wenn ja, haftet die DB. Falls nicht, hat er die A***karte. Er kann zwar versuchen, Schadenersatz zu fordern, doch die DB wird die Forderung an den Tf weiterleiten, der die Person unberechtigt im Führerstand mitnahm. Aber ob der dann auch in der Lage ist, die Forderungen zu begleichen?

Wie wahrscheinlich ist denn so ein Unfall?
Also ich würde auf eigenes Risiko immer noch äußerst gerne einmal eine längere Strecke mitfahren, das würde ich dem Triebfahrzeugführer auch schriftlich geben.
Ich bin jahrelang täglich knapp 100km pro Richtung gependelt, wegen der Arbeitszeiten mußte ich die Hälfte der Fahrten per Auto machen, eigentlich habe ich fast täglich auf der Strecke einen Unfall, mindestens Panne gesehen. Mit der Bahn habe ich nichts dergleichen erlebt, auch nicht aus der Zeitung erfahren.

Hoffentlich keine Schäden

SST, Köln-Südstadt, Freitag, 25.02.2011, 03:06 (vor 5572 Tagen) @ Redesign

Wie wahrscheinlich ist denn so ein Unfall?

Unfälle bei der Eisenbahn sind glücklicherweise in jedem Fall sehr, sehr gering. Toi-toi-toi, dass es so bleibt.

Also ich würde auf eigenes Risiko immer noch äußerst gerne einmal eine längere Strecke mitfahren, das würde ich dem Triebfahrzeugführer auch schriftlich geben.

Du kannst aber keinen privatrechtlichen Vertrag abschließen, da der Triebfahrzeugführer für einen solchen Vertragsabschluß nicht berechtigt ist. Du müßtest Dich an das jeweilige EVU wenden.

Ich bin jahrelang täglich knapp 100km pro Richtung gependelt, wegen der Arbeitszeiten mußte ich die Hälfte der Fahrten per Auto machen, eigentlich habe ich fast täglich auf der Strecke einen Unfall, mindestens Panne gesehen. Mit der Bahn habe ich nichts dergleichen erlebt, auch nicht aus der Zeitung erfahren.

Das ist doch auch gut so, dass Du keine Panne bei der Bahn erlebt hast. Und so soll es ja auch hoffentlich bleiben.

Versicherungsproblem gelöst

Redesign, Freitag, 25.02.2011, 06:46 (vor 5572 Tagen) @ SST

Guten Morgen!

Der Tf ist doch aus dem Schneider, wenn ich auf mögliche Schadenersatzansprüche ihm gegenüber verzichte. (Damit die Bahn natürlich auch)
Und das mache ich eben, weil so gut wie nie ein Unfall bei der Bahn passiert...

Was für ein Geschäume!

sfn17, Donnerstag, 24.02.2011, 14:35 (vor 5572 Tagen) @ SST

Macht Euch nicht lächerlich. Wirklich!

Dann hättet Ihr bis 9/11 nie, nie, nie in einem Flugzeug als normaler Fluggast fliegen dürfen. Wenn Ihr wüsstet...

Bis 9/11 waren Mitflüge im Cockpit eines Flugzeugs auf dem Notsitz (von Start bis Landung, oft auch nur zum Gucken) gang und gäbe. Eine solche Begebenheit wurde hier auch schon gepostet. Für Stand-By-Passagiere (und die gibts aus allen Berufsgruppen, die irgendwie mit Flügen zu tun haben - auch der Gabelstaplerfahrer im Hangar und der pensionierte Flugkapitän) waren die ein/zwei Notsitze eine sehr gebräuchliche Mitflugoption, die selbst vom Bodenpersonal am Gate eingeplant wurde. Diese Zusatzpassagiere saßen vom Start bis zur Landung dort. Für zarte Gemüter sieht eine Landung schon arg steil aus; man könnte beim Runtergucken in Panik geraten, aber das schien sehr selten vorzukommen.

Zum Massenherzinfarkt der Sicherheitsfanatiker hat das alles jahrzehntelang nicht geführt. Streng waren nur die Bodenkontrollen. Jetzt noch strenger.

Mal wirklich den Ball flachhalten.

Und abgesehen mal davon: Wenn die DB Führerstandsmitfahrten verlost/verkauft etc., dann ist das wohl kein sicherheitsrelevantes Problem, sondern nur ein versicherungstechnisches. Den Vorschriftenkadavergehorsam mal beiseitegelassen. (So einen Vorschriftenkadavergehorsam würde ich bei Atomkraftwerken weiß Gott angebrachter finden als bei einem Verkehrsunternehmen.)

Bei der DB

Steffen, Mittwoch, 23.02.2011, 20:13 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp

Hi,

also beim hochoffiziellen und vollkommen legalen Weg der DB benötigst Du eine Fahrkarte 1. Klasse für die Strecke sowie ein "Herrchen" der auf Dich aufpasst und bezahlt werden will.

--
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offiziell buchen oder gewinnen

Redesign, Donnerstag, 24.02.2011, 03:26 (vor 5573 Tagen) @ Steffen

also beim hochoffiziellen und vollkommen legalen Weg der DB benötigst Du eine Fahrkarte 1. Klasse für die Strecke sowie ein "Herrchen" der auf Dich aufpasst und bezahlt werden will.

Wie bzw wo bucht man das?

Ein zweiter Weg ist der Gewinn bei Verlosungen auf Reisemessen am Stand der DB oder bei Bahnhofsfesten, da wurden öfters solche Führerstandsmitfahrten verlost.
Und so schlecht ist die Gewinnchance nicht.

Führerstandsmitfahrten

JumpUp, Mittwoch, 23.02.2011, 21:24 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von JumpUp, Mittwoch, 23.02.2011, 21:26

Ich habe mal ein Beweisbild hochgeladen (leider ist die Datei beschädigt, wie ihr seht....)

Alle Personen sind nur von hinten zu sehen, Triebfahrzeugführer ist nicht erkennbar!Bild der Mitfahrt

Führerstandsmitfahrten

oberzugfahrer, Mittwoch, 23.02.2011, 21:55 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp

Im IC-Steuerwagen kommt es immer wieder vor, dass freundliche Lokführer zu seinen neugierigen Fahrgästen meint "wenn ihr wollt, könnt ihr ruhig rein kommen". Freundliche Lokführer lassen sogar die Tür offen, daher sind sie gleich erkennbar. mfg

Führerstandsmitfahrten

bahn-user, Mittwoch, 23.02.2011, 22:03 (vor 5573 Tagen) @ oberzugfahrer

Im IC-Steuerwagen kommt es immer wieder vor, dass freundliche Lokführer zu seinen neugierigen Fahrgästen meint "wenn ihr wollt, könnt ihr ruhig rein kommen". Freundliche Lokführer lassen sogar die Tür offen, daher sind sie gleich erkennbar. mfg

Beim holländischen Personal in den ICE3 International erlebte ich auch schon mal, dass die den lieben Gott einen guten Mann sein liessen und interessierten Fahrgästen mehr zeigten als vermutlich erlaubt ist.

Gibt es eigentlich noch die Kinderbesuche in den Pilotenkanzeln der Airlines oder wurden die im Zuge unserer durchgeregelten Vollkasko-Sicherheitsgesellschaft auch verboten? Das war immer herrlich als Kind: Man durfte eigentlich *immer* vorne rein, wenn man die Stewardess nett fragte.

Führerstandsmitfahrten

Redesign, Donnerstag, 24.02.2011, 03:01 (vor 5573 Tagen) @ bahn-user

Gibt es eigentlich noch die Kinderbesuche in den Pilotenkanzeln der Airlines oder wurden die im Zuge unserer durchgeregelten Vollkasko-Sicherheitsgesellschaft auch verboten? Das war immer herrlich als Kind: Man durfte eigentlich *immer* vorne rein, wenn man die Stewardess nett fragte.

Seitdem die beiden Türme in New York zusammengestürzt sind, ist das wegen Terrorgefahr wohl fast unmöglich, jedenfalls war das schon zweimal die Begründung, die ich zufällig mitbekam, warum das nicht gemacht wurde - also Angst vor Terroranschlägen...

Andererseits durfte eine gute Bekannte von mir, die Maschine war überbucht, auf dem Notsitz im Cockpit mitfliegen, und sie war keine Angestellte der Fluggesellschaft. Das war allerdings kein Linienflug, sondern ein Charter-Urlaubsflug, vielleicht händeln die Piloten das da etwas lockerer.

Der einzige Ort, wo man vermutlich ohne Mißachtung von Dienstvorschriften hereingelassen werden darf, wird vermutlich die Kommando-Brücke auf Fährschiffen sein - ist auch ein schönes Erlebnis, vor allem, wenn man das Anlegemanöver und die Fahrt in den Hafen hinein miterleben kann.

Das finde ich besorgniserregend!!!

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 22:13 (vor 5573 Tagen) @ oberzugfahrer

- kein Text -

Unverantwortliche Ablenkung

Ralle622, Bonn, Mittwoch, 23.02.2011, 22:26 (vor 5573 Tagen) @ SST
bearbeitet von Ralle622, Mittwoch, 23.02.2011, 22:27

- kein Text -

Unverantwortliche Ablenkung - oder das Gegenteil?

KB, Donnerstag, 24.02.2011, 20:16 (vor 5572 Tagen) @ Ralle622

Vor ein paar Wochen durfte ich im ICE auf'm Führerstand mitfahren. Der Lokführer sah mich durch die Scheibe "gaffen" und hat mich dann zu sich rein gelassen. Ich bin von Kassel bis München mitgefahren - und es war schon etwas später.
Der Tf war müde ist öfters kurzzeitig EINGENICKT. Es hätte fast eine Sifa-Zwangsbremsung gegeben.
Als ich ausgestiegen bin hat sich der gute Herr fürs "Wachhalten" bedankt.
Ganz ehrlich: Das ist unverantwortlich von der DB - die Lokführer so lange alleine diese monotonen Strecken fahren zu lassen. Und deswegen kann auch sowas wie Hordorf passieren...

Vielleicht wäre das eher was für den Notizblock... Löschen?

611003 3, Donnerstag, 24.02.2011, 20:19 (vor 5572 Tagen) @ KB

... aber keinesfalls etwas, das den Arbeitgeber erreichen könnte. Man bedenke, wenn jetzt die Paragraphen verschärft würden...
Ich würde ja befürworten, dass wir dieses Thema in ein paar Tagen in die Versenkung hauen.

Wieso löschen? Ist doch kein Datum / Zugnummer dabei (owT)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:21 (vor 5572 Tagen) @ 611003 3

- kein Text -

bezieht sich nicht direkt auf den Beitrag, ...

611003 3, Donnerstag, 24.02.2011, 20:23 (vor 5572 Tagen) @ ICE-T-Fan

...eher auf heiklere Geschichten wie Fotos vom IC-Steuerwagen...

Damit hast du selbstverständlich Recht! (owT)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:25 (vor 5572 Tagen) @ 611003 3

- kein Text -

"Verschärfung" wohl nicht nötig ;-)

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 20:25 (vor 5572 Tagen) @ 611003 3

... aber keinesfalls etwas, das den Arbeitgeber erreichen könnte. Man bedenke, wenn jetzt die Paragraphen verschärft würden...

Keine Sorge - die Konzernrichtlininen der Deutschen Bahn AG sind eindeutig. "Verschärfen" braucht da niemand etwas - meine Meinung ;-).

In Berlin gibt es ab und zu "Langeweilegesetze"...

611003 3, Donnerstag, 24.02.2011, 21:11 (vor 5572 Tagen) @ SST

... aber keinesfalls etwas, das den Arbeitgeber erreichen könnte. Man bedenke, wenn jetzt die Paragraphen verschärft würden...


Keine Sorge - die Konzernrichtlininen der Deutschen Bahn AG sind eindeutig. "Verschärfen" braucht da niemand etwas - meine Meinung ;-).

Wenns denen in Berlin langweilig wird, kommen blödsinnige Gesetze raus. Wieso soll das bei der Bahn anders sein :-)?

In Berlin gibt es ab und zu "Langeweilegesetze"...

liebe70, Donnerstag, 24.02.2011, 22:12 (vor 5572 Tagen) @ 611003 3

... aber keinesfalls etwas, das den Arbeitgeber erreichen könnte. Man bedenke, wenn jetzt die Paragraphen verschärft würden...


Keine Sorge - die Konzernrichtlininen der Deutschen Bahn AG sind eindeutig. "Verschärfen" braucht da niemand etwas - meine Meinung ;-).


Wenns denen in Berlin langweilig wird, kommen blödsinnige Gesetze raus. Wieso soll das bei der Bahn anders sein :-)?

Wer entscheidet, ob die Richtlinie blödsinnig ist? Spätestens wenn der betreffende Mitarbeiter eine Abmahnung wegen Verstoßes gegen diese bekommen hat, wird er es anders sehen.

Führerstandsmitfahrten

Ubahnschiller, Berlin, Mittwoch, 23.02.2011, 22:34 (vor 5573 Tagen) @ oberzugfahrer

Freundliche Lokführer lassen sogar die Tür offen, daher sind sie gleich erkennbar.

Das habe ich auch schon miterlebt...sogar im ICE, einmal in der 1.-Klasslounge, da war ich aber auch der einzige drin. Einmal aber auch in der 2.-Klasslounge...und da waren sicher vier oder fünf Leute drin.

Keinerlei Verständnis

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 22:54 (vor 5573 Tagen) @ Ubahnschiller

Freundliche Lokführer lassen sogar die Tür offen, daher sind sie gleich erkennbar.


Das habe ich auch schon miterlebt...sogar im ICE, einmal in der 1.-Klasslounge, da war ich aber auch der einzige drin. Einmal aber auch in der 2.-Klasslounge...und da waren sicher vier oder fünf Leute drin.

Ich finde es wirklich sehr beunruhigend, wie viele User sich hier in kürzester Zeit zu Wort melden und bestätigen, dass es heutzutage offensichtlich bei IC(E)-Steuerwagen üblich geworden ist, gleich mehrere - vier, fünf, sechs - Fahrgäste gleichzeitig zu einer Führerstandsmitfahrt einzuladen.

Dass vielleicht auf einer Nebenstrecke im langsamen Personenzug auch mal eine Verwandte im Steuerwagen mitfahren "darf", ist ein "offenes Geheimnis".

Aber wildfremde Personen? Ohne jeglichen Bezug zur Eisenbahn? Ohne Berechtigungs-Ausweis - auch nicht von einer "befreundeten" Behörde (letztlich hat selbst ein außer Dienst heimfahrender Bundespolizist nichts im Führerstand verloren!)?

Mehrere vollkommen unbekannte Personen und Kinder gleichzeitig? Ohne Selektion? Einfach die Tür offen lassen?

Nein, dafür habe ich keinerlei Verständnis!

Keinerlei Verständnis

ice_pendler, Mittwoch, 23.02.2011, 23:31 (vor 5573 Tagen) @ SST

Nein, dafür habe ich keinerlei Verständnis!

Sehe ich genauso. Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn es während der Fahrt zu einem PU gekommen wäre.

Keinerlei Verständnis....aber zum Glück...

SST, Köln-Südstadt, Mittwoch, 23.02.2011, 23:44 (vor 5573 Tagen) @ ice_pendler

Nein, dafür habe ich keinerlei Verständnis!


Sehe ich genauso. Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn es während der Fahrt zu einem PU gekommen wäre.

Vermutlich langjährige Haftstrafe für den Triebfahrzeugführer. Zumindest keinerlei mildernde Umstände.

...aber zum Glück habe ich solche Situationen, dass der Führerstand einfach geöffnet ist und Kinder rein- und raustollen können, wirklich noch nie erlebt.

Dass vielleicht mal ein Verwandter, Freund *sonstwasweißichwie* der Bahn Nahestehender auch mal eine "Führerstandsmitfahrt" erleben kann: ja so etwas gibt es. Das sind dann aber - ich habe es noch nie anders erlebt - auch Personen, die eher zusätzlich aufpassen, als ablenken.

So, und nun hoffe ich mal, dass auch am heutigen Abend noch alles auf den Führerständen so ist, wie ich es kenne ;-).

Stimmt, noch nie erlebt

Redesign, Donnerstag, 24.02.2011, 03:18 (vor 5573 Tagen) @ SST

...aber zum Glück habe ich solche Situationen, dass der Führerstand einfach geöffnet ist und Kinder rein- und raustollen können, wirklich noch nie erlebt.

Genau! Bin zwar nur Fahrgast, sicherlich nicht ganz so oft unterwegs wie andere Bahn-Viel-Fahrer, aber doch sehr regelmäßig. Eine offene Tür zum Zugführer habe ich bis jetzt nur in Nahverkehrs-Schienenbus oder 628er erlebt. Im Fernverkehr kenne ich das nicht.

Deswegen wundert mich etwas dieser lange Thread über eine Sache, die sowieso kaum vorkommt.

Bisher kaum erlebt.

611003 3, Donnerstag, 24.02.2011, 14:21 (vor 5572 Tagen) @ Redesign

Im Führerstand oder nahe dran war ich bisher recht selten.

- Einmal beim Bahnhofsfest Lindau 2007(Da wurden Führerstandsmitfahrten im 642 nach Reutin angeboten)

- einige Male auf mittagspäuslich abgestellten Zügen

- paar Mal auf V160s in der Abstellung
(und des öfteren auf musealen Maschinen (BR 01,52,...)

Sonst nur mal durch offene Türen im 628 oder 611 und wie sie alle heißen geguckt. Es gibt ja immer noch die netten Tf, die im 611 sämtliche Vorhänge zur Seite schieben und dich bei der Neigerei zugucken lassen.

Nix für die Öffentlichkeit!

alexandrus, Mittwoch, 23.02.2011, 22:33 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp

Mal ein Tip fürs Leben bzw Mitfahrt im Führerstand!
Wenn euch ein Tf nach "Vorne" einlädt dann behaltet dies für euch und bringt dieses nicht noch in ein Forum, von Fotos ganz zu schweigen....

Führerstandsmitfahrten - Drei Bonusbilder

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 00:23 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp

Das war heute ja eine spannende Diskussion über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer Führerstandsmitfahrt. ;-)

Für alle, die sich gerade nicht auf einem Führerstand befinden, noch drei kleine Bonusbilder.

Aufgenommen aus einer Ge 4/4 II der RhB auf der Albulastrecke.

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Die Kirche muß im Dorf bleiben

Blaschke, Donnerstag, 24.02.2011, 00:52 (vor 5573 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 24.02.2011, 00:53

Mahlzeit!


Jetzt lesen wir hier in kürzester Zeit von vielen Fällen illegaler Führerstandsmitfahrten. Die Dunkelziffer ist garantiert extrem hoch. Denn es ist richtig: Kluge Menschen schreiben darüber nicht, sie genießen es. Manchmal hat so eine Führerstandsmitfahrt aber auch sein Gutes: Diese Tür im Steuerwagen eines Zuges trennt doch mehr als nur den Raum zwischen Lokführer und Fahrgästen. Jenseits der Tür betrachtet man selbst als Fahrgast die anderen Fahrgäste doch mit ganz anderen Augen; es tut sich faszinierenderweise eine ganz andere Welt und Betrachtungsweise auf. Was das Verständnis für manch Foren-Beitrag von Lokführern dann doch arg erhöhte...

Nun kann ich mich, wenn es um illegale Führerstandsmitfahrten geht, allerdings an keine einzige Story erinnern, wo es deswegen zu ernsthaften Schäden aller Beteiligten gekommen ist. Das Risiko scheint sich also in überschaubarem Rahmen zu halten.


Ich traue schon jedem Lokführer zu, selbst zu entscheiden, inwieweit er sich "ablenken" läßt durch eine offene Tür oder ein Gespräch mit Fahrgästen oder Familienangehörigen/Freunden. Ich traue jedem Lokführer zu, seine Verantwortung gegenüber sich und den Fahrgästen so wahrzunehmen, dass niemand zu Schaden kommt. Auch wenn manch Verhalten dann eben nicht zu 100,000% den Paragraphen entspricht. Das stupide Herausschauen nach draußen ist manchmal sicherheitstechnisch vielleicht sogar besorgniserregender als eine gewisse Abwechslung, welche erhöhte Aufmerksamkeit erfordert.

Wir können ja mal einen Fall konstruieren: Der Lokführer mußte am freien Tag ran, den ganzen Tag schon fahren die Züge mit Verspätung und der Mann/die Frau am Hebel ist nachvollziehbarer Weise genervt. Da kommt ein Bubi, drückt sich die Nase an der Scheibe platt und interessiert sich für das Tun des Lokführers. Ob dann wirklich die Welt untergeht und ein Zugunglück droht, wenn der Lokführer die Tür öffnet und dem Bubi mal hier und da was erklärt? Oder die Lady dem sabbernden Fuzzy mal zeigt, was frau alles kann? ;-))


Sich Verantwortung bewußt machen und Verantwortung zu übernehmen - DAS ist das entscheidende. Und nicht das, was auf einem Stück Papier niedergeschrieben steht. Dass man dann für sein Handeln eben auch gerade stehen muß, ist natürlich selbstverständlich.

Aber wenn wir schon dabei sind, dann müssten wir auch über telefonierende Lokführer spreche und über rauchende Lokführer. Über welche, die essen während der Fahrt. Oder die sich einen Tee aus der Thermoskanne genehmigen. Und durch diese "Tätigkeiten" ebenfalls in gewisser Weise abgelenkt werden.


Wir sollten also doch die Kirche im Dorf lassen. Aus gutem Grunde ist es selbstredend verboten, Fremde auf dem Führerstand zu lassen. Aus nachvollziehbarem Grunde wird davon aber manchmal abgewichen - ohne dass die Beteiligten zu Schaden kommen. Und passieren kann auch dann was, wenn sich der Lokführer allein auf seiner Lok befindet.

Ich erinnere mich an einen "interessanten" Fall: DB Autozug hatte im Rahmen einer Aktion Tickets für eine internationale Autozugrelation wirklich verramscht; was allerdings nur Insidern bekannt war. Für 15 Euro für Hin- und Rückfahrt konnte man knapp 40 Stunden Zugfahren. Der Zug war voll mit Bahnverrückten und Bahnmitarbeitern, die das Angebot nutzten. Im Zug lernten wir auf der Rückfahrt dann einen Fahrgast samt Familie kennen, der den regulären Preis bezahlt hatte - mehrere hundert Euro; okay, allerdings mit Auto. Der war natürlich leicht angefaßt, als er von unserem Preis hörte. Wir bekamen dann später zufällig mit, dass der Gute sich höflich (!) an das Zugteam gewandt hatte; man hatte dann für seinen Jungen eine Führerstandsmitfahrt auf einem landschaftlich sehr schönen Teil der Strecke organisiert. Der Junge war total happy und der Familienvater schlußendlich versöhnt mit der Bahn. Wir alle haben die Fahrt unbeschadet überstanden, auch an Zwangsbremsungen etc. erinnere ich mich nicht. Nur die Paragraphenreiter hätten vermutlich einen Infarkt bekommen.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke

Der Führerstand, die Kirche und die Kinder

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 01:43 (vor 5573 Tagen) @ Blaschke

Hallo Blaschke,

ich glaube es sollten doch einige Dinge sehr deutlich auseinander gehalten werden

a) angeblich vollkommen offene Türen beim IC/ICE-Steuerwagen, durch die diverse Kinder rein- und raustollen und sich nach den Schilderungen zum Teil vier, fünf, sechs Personen im Steuerwagenführerstand befinden.

So etwas habe ich selber noch nie beobachtet. Und wenn, dann wäre ich in der Tat "sehr beunruhigt". Der Führerstand eines ICs/ICEs - auch beim Steuerwagen - ist definitiv kein "Kinderspielplatz". Ich bin mir auch sehr sicher, dass das nahezu alle Triebfahrzeugführer genau so sehen.

Wenn hier einige User meinen, es sei doch nur Angelegenheit des Lokführers, wie viele Leute er auf der Lok oder im Steuerwagen mitnimmt, dann können diese User wohl schlichtweg keine Realität zu den Dienstvorschriften der Deutschen Bahn AG herstellen.

b) die Mitfahrt auf dem Triebfahrzeug oder im Steuerwagen von "nahestehenden" Personen.

Wie ich schon sagte, hat letztlich auch der außer Dienst auf der Heimfahrt befindliche Triebfahrzeugführer, der von 08.00 bis 17.00 h auf der Maschine war, um 17.01 h nach Dienstende dort nichts zu suchen.

Einzelfälle, die in die Grauzone "fast legaler Mitfahrt" fallen, können natürlich vorkommen und kommen auch seit 175 Jahren vor.

c) Grundsätzlich ist es klar: auf dem Führerstand haben "betriebsferne" Personen nichts zu suchen. Und auch "außer Dienst" Befindliche haben "eigentlich" einen anderen Platz im Zug. Allerdings kann ein "Fast-offizieller-Beimann" in der Tat sicherer sein, als eine einsame Fahrt im Führerstand. Da sehe ich dann doch noch einen großen Unterschied.

d) Mal einem stillen, ruhigen Kind vielleicht eine kleine - oder riesengroße - Freude bei einer ruhigen, sonnigen Fahrt zu bereiten, ist okay - auch wenn nicht nach den Vorschriften -, muß aber aus meiner Sicht auch nicht groß "gepostet" zu werden.

Nachsatz: Vor langer Zeit - damals ca. 10 Jahre alt - hat mich auch mal ein Lokführer in Begleitung meiner Großmutter für zwei, drei Stationen in den Steuerwagen gelassen. Ich habe es bis heute nicht vergessen und bin ja immer noch "von der Bahn" begeistert ;).

Schönen Gruß vom Rhein,
Stefan

Der Führerstand, die Kirche und die Kinder

NIM rocks, Donnerstag, 24.02.2011, 02:17 (vor 5573 Tagen) @ SST

Wenn hier einige User meinen, es sei doch nur Angelegenheit des Lokführers, wie viele Leute er auf der Lok oder im Steuerwagen mitnimmt, dann können diese User wohl schlichtweg keine Realität zu den Dienstvorschriften der Deutschen Bahn AG herstellen.

Also schön langsam geht mir dein Rumgenörgel echt auf die Eier. Es ist scheissegal, was in irgendeiner Dienstvorschrift drinsteht, diese nimmt dem Tf die Entscheidung nicht ab, ob und wie viele betriebsfremde Personen er auf den Führerstand mitnimmt.

Die Vorschrift schreibt ihm etwas vor, ob er sich nun daran hält oder nicht, ist, wie du siehst, immer noch seine Sache. Verstanden? Ists angekommen? Ich hoffe es. Gute Nacht!

Freundlicher Umgangston?

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 02:35 (vor 5573 Tagen) @ NIM rocks

dein Rumgenörgel echt auf die Eier.

Es ist scheissegal, was in irgendeiner Dienstvorschrift drinsteht, diese nimmt dem Tf die Entscheidung nicht ab, ob und wie viele betriebsfremde Personen er auf den Führerstand mitnimmt.

Guck hier: So sollte immer ein möglichst freundlicher Umgangston herrschen

Tonfall; Einstellung zu Vorschriften im Allgemeinen

Ralle622, Bonn, Donnerstag, 24.02.2011, 12:25 (vor 5572 Tagen) @ NIM rocks

Also schön langsam geht mir dein Rumgenörgel echt auf die Eier. Es ist scheissegal, was in irgendeiner Dienstvorschrift drinsteht, diese nimmt dem Tf die Entscheidung nicht ab, ob und wie viele betriebsfremde Personen er auf den Führerstand mitnimmt.

Die Vorschrift schreibt ihm etwas vor, ob er sich nun daran hält oder nicht, ist, wie du siehst, immer noch seine Sache. Verstanden? Ists angekommen? Ich hoffe es. Gute Nacht!

Formal: Mäßige Deinen Tonfall, bitte!
Inhaltlich: Von Lokführern, die Deine Einstellung teilen, möchte ich jedenfalls nicht gefahren werden. Leute, die sicherheitsrelevante Vorschriften für unverbindliche Empfehlungen halten, sind für den Bahnbetrieb schlicht ungeeignet.

Information: Auf Führerständen wird auch mal gepafft...

611003 3, Donnerstag, 24.02.2011, 14:32 (vor 5572 Tagen) @ Ralle622

Hat bestimmt jeder schonmal gesehen: Tf, die rauchen, essen, sich wegen der herannahenden Mittagspause schonmal die Jacke anziehen bei 60 km/h, Getränke herumstellen,....... alles sicherlich ablenkender als ein stiller Freak im Türbereich.
Das muss jeder TF selbst mit sich ausmachen, was er tut und welches Risiko er eingeht. Wenn auch nicht legal.
Es ist untersagt, betriebsfremde reinzulassen. Vorschrift. Und ich bin auch für deren Beachtung. Ebenfalls ist aber auch untersagt, sich Zigaretten anzuzünden.

Die Tf und die Vorschriften (mL)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 16:51 (vor 5572 Tagen) @ 611003 3

Es ist untersagt, betriebsfremde reinzulassen. Vorschrift. Und ich bin auch für deren Beachtung. Ebenfalls ist aber auch untersagt, sich Zigaretten anzuzünden.

...und Bier zu trinken. Aber manche sehen die Vorschriften wohl als unverbindliche Empfehlung. Das hier sieht verdächtig aus: >Klick mich<

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Das Bier war sicher für die mitreisenden Fahrgäste ;-)

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 18:02 (vor 5572 Tagen) @ 218 466-1

- kein Text -

Amen ;-).

Blaschke, Donnerstag, 24.02.2011, 06:46 (vor 5573 Tagen) @ SST

Guten Morgen!

ich glaube es sollten doch einige Dinge sehr deutlich auseinander gehalten werden

a) angeblich vollkommen offene Türen beim IC/ICE-Steuerwagen, durch die diverse Kinder rein- und raustollen und sich nach den Schilderungen zum Teil vier, fünf, sechs Personen im Steuerwagenführerstand befinden.

Der Führerstand eines ICs/ICEs - auch beim Steuerwagen - ist definitiv kein "Kinderspielplatz".

c) Grundsätzlich ist es klar: auf dem Führerstand haben "betriebsferne" Personen nichts zu suchen. (...) Allerdings kann ein "Fast-offizieller-Beimann" in der Tat sicherer sein, als eine einsame Fahrt im Führerstand.

d) Mal einem stillen, ruhigen Kind vielleicht eine kleine - oder riesengroße - Freude bei einer ruhigen, sonnigen Fahrt zu bereiten, ist okay - auch wenn nicht nach den Vorschriften -, muß aber aus meiner Sicht auch nicht groß "gepostet" zu werden.

Ich denke, da sind wir uns im Prinzip einig. Genau diese Unterscheidungen meine ich mit "Verantwortung übernehmen". Ich bin davon überzeugt, dass kein Lokführer z.B. bei schlechten Wetterbedingungen oder schwieriger Betriebslage sich ablenken läßt durch Fremde. Andersrum, wenn es die Bedingungen hergeben oder wenn es vielleicht dem eigenen Befinden gut tut --> warum nicht?

Dass solche Begebenheiten möglichst nicht veröffentlicht werden sollten, ist eigentlich klar. Auch nicht, wenn Ort und Zeit weggelassen werden. Man muß die Plüschetagen und die Aufsichtsbehörden ja gar nicht erst auf Ideen bringen... Diesen Beitragsbaum werden sie ohnehin artig übersehen... ;-)


Schöne Grüße von

jörg

Nachsatz: Vor langer Zeit - damals ca. 10 Jahre alt - hat mich auch mal ein Lokführer in Begleitung meiner Großmutter für zwei, drei Stationen in den Steuerwagen gelassen. Ich habe es bis heute nicht vergessen und bin ja immer noch "von der Bahn" begeistert ;).

In Erinnerung geblieben ist mir eine Diskussion im Steuerwagen eines IC Leipzig - Köln. War am 3.10., bekanntlich dem Tag der Deutschen Einheit. Wir standen mit 5 Leutchen im Fahrradabteil des Steuerwagens. Bei der Ablösung in Magdeburg ließ der neue Lokführer die Tür zum Führerstand offen. Wir schauten ihm dann während der Fahrt über die Schulter. Bis Hannover entsponn sich dann eine höchst interessante und hochpolitische Diskussion über die Einheit, Reichs- und Bundesbahn und die Weltläufte überhaupt.

Und während meiner Fahrgastzählerei hatte ich mal in Bremerhaven Feierabend, mußte aber wieder nach Osnabrück zurück. Da bin ich dann auch vorne im Steuerwagen mitgegondelt. Wie schon geschrieben: Von dort betrachtet man die Fahrgäste irgendwie ganz anders... ;-)

Der Führerstand, die Kirche und die Kinder

bahn-user, Donnerstag, 24.02.2011, 10:25 (vor 5572 Tagen) @ SST

c) Grundsätzlich ist es klar: auf dem Führerstand haben "betriebsferne" Personen nichts zu suchen. Und auch "außer Dienst" Befindliche haben "eigentlich" einen anderen Platz im Zug.

ACK.

Wobei es in der Realität bei "Betriebspersonal" eine ungute Vertrautheit geben kann.

Die einzigen beiden Male, in denen ein ICE3-Tf aus meiner Laiensicht als Fahrgast zu unaufmerksam war, waren: Zub schaut nach Fahrkartenkontrolle kurz beim Tf vorbei (wie ja so oft).

In den beiden Fällen aber die Kombination weiblicher Zub und junger Tf. Beide offenbar vertraut miteinander und ein munteres Flirten geht los. Da wurde auch schon mal der Sitz kurz nach hinten gedreht, damit man sich auch mal in die Augen schauen kann. Da laufen dann wohl biologische Programme ab, die man besser auf Fahrtende verschieben sollte ...

Beim unerlaubten Besuch betriebsfremder Personen fand ich die Tfs immer sehr professionell und aufmerksam agierend, vielleicht gerade weil sie vor Betriebsfremden guten Eindruck machen wollen.

Der Führerstand, die Kirche und die Kinder

Jan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:53 (vor 5572 Tagen) @ SST

Was ich an der ganzen Diskussion so albern finde ist, das die Sichrheit bei Mitfahrern im Führerstand angezweifelt wird. Was sich da viele EVU´s aber leisten, ist teilweise viel krasser (Ausbildung in 7 Monaten oder weniger). Habe zuletzt gehört, dass ein Eisenbahnbetriebsleiter an einer Eisenbahnfachschule anrief und nach einer LZB Ausbildung fragte. Er erwartete, dass diese Ausbildung 1 Tag dauert (normal: 14).
Oder fehlende PZB in Ostdeutschland, oder Schrott- Räder beim ICE.....
Das ist Sicherheitsrelevant. Aber bestimmt keine Mitfahrer im Führerstand....
Würde mich dafür aussprechen, dass man so Vorschriften aufhebt.....

Vielleicht für Dein Thema einen neuen Thread eröffnen?

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 20:58 (vor 5572 Tagen) @ Jan

- kein Text -

Vielleicht!

Jan, Donnerstag, 24.02.2011, 21:07 (vor 5572 Tagen) @ SST

-kein Text-

Ich an deiner Stelle hätte das nicht geschrieben (owT)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 09:51 (vor 5572 Tagen) @ JumpUp

- kein Text -

Wo ist denn das Thema hin?

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 24.02.2011, 14:51 (vor 5572 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Sören Heise, Donnerstag, 24.02.2011, 14:52

Moin!

Wo ist denn das Thema hin? Bislang war in der gesamten Diskussion eine vernünftige Antwort dabei, der Rest handelte mehr oder minder sachlich von Nutzen oder Schaden inoffizieller Mitfahrten. Da frage ich mich wirklich, ob man das ellenlang diskutieren muß oder nicht einfach mal Fünfe gerade lassen sein kann (sprich zu schweigen), besonders wenn man selber unbeteiligt ist oder selbst schon von selbiger Sache profitiert hat. In dem Sinne wünsche ich mir ein wenig mehr Gelassenheit.

Auf vielen Strecken ist es doch außerdem viel schöner, die Blicke in die Landschaft schweifen zu lassen, anstatt immer nur auf den Metallstrang zu starren, oder? ;-)

Viele Grüße, Sören


Anbei ein Wiederholungsbild meiner letzten "Führerstandsmitfahrt". Den gezeigten Sitz habe ich aber nicht genutzt, sondern die links sichtbare Bank. Der Sitz blieb die ganze Zeit leer.

[image]

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Ach ja: Wo ein VT 98 fährt, kannst Du das Gefühl legal genießen, wie ich auf der Eifelquerbahn.

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Wir fahren drumrum ;-)

Blaschke, Donnerstag, 24.02.2011, 15:50 (vor 5572 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Auf vielen Strecken ist es doch außerdem viel schöner, die Blicke in die Landschaft schweifen zu lassen, anstatt immer nur auf den Metallstrang zu starren, oder? ;-)

Na ja, um den Schienenstrang herum ist ja auch Landschaft. Und die sieht von vorne doch irgendwie anders aus als nur seitlich betrachtet ;-). Ich würd' mal so sagen: Beides hat seinen Reiz. Und jetzt sag' ich's auch: Beides hat seinen Reiz.

Anbei ein Wiederholungsbild meiner letzten "Führerstandsmitfahrt". Den gezeigten Sitz habe ich aber nicht genutzt, sondern die links sichtbare Bank. Der Sitz blieb die ganze Zeit leer.


Hm, überblicke ich das richtig, dass Du dann ein Rückwärtsfahrer gewesen bist???!!!

ALSO SOWAS! Vorwärts immer, rückwärts nimmer!


Schöne Grüße von

jörg

Warum vorwärts?

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 24.02.2011, 16:07 (vor 5572 Tagen) @ Blaschke

Moin!

Na ja, um den Schienenstrang herum ist ja auch Landschaft. Und die sieht von vorne doch irgendwie anders aus als nur seitlich betrachtet ;-).

Da kriege ich jetzt Bauchschmerzen, eine Landschaft mit dem Begriff vorne bzw. hinten zu versehen. Mit dem *götz* der Welt wäre das ja kein Problem, aber einfach so? [Ja, die Tücken der Grammatik, jetzt sehe ich das betrachtet.] ;-)
Aber Du hast - wie so oft - recht. Ein Lokführer würde vermutlich anders herangehen als ein normaler Fahrgast, auf den ich dieses "Auf-die-Schienen-starr"-Verhalten bezogen haben wollte.
Der VT 98 hat aber einen schönen Panoramablick, da ist es recht egal.

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Schuß durch die Seite.

Ich würd' mal so sagen: Beides hat seinen Reiz. Und jetzt sag' ich's auch: Beides hat seinen Reiz.

Richtig so. Nicht nur ankündigen, sondern es auch tun!

Hm, überblicke ich das richtig, dass Du dann ein Rückwärtsfahrer gewesen bist???!!!

ALSO SOWAS! Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Wieso vorwärts, wenn's auch rückwärts voran geht?

Viele Grüße nach Oßnabrügge, Sören

--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

langer Thread :)

JumpUp, Donnerstag, 24.02.2011, 16:12 (vor 5572 Tagen) @ Blaschke

Hey,

interessante, welche eine große Diskussion sich aus meinem Anfangsbeitrag ergeben hat.
Diese Fahrt von der ich gesprochen habe, ist übrigens schon knapp 10 Jahre her, angeblich seien früher die Richtlinien zu Mitfahrten ja lockerer gewesen.

Das die große Menge an Publikum bedenklich sein kann, ist mir dabei gar nicht in den Sinn gekommen. Der Lokführer wirkte nicht abgelenkt. Aber wie Ihr sagt, sind 5-6 Personen eindeutig zu viel...

Die Gefahr eines Personenunfalls auf der Strecke ist aber in der Lounge des ICE 3 genauso gegeben wie bei "illegalen" Mitfahrten im Führerstand. Erschreckend, dass durch den Komfort der Lounge sich die Augenzeugenzahl eines PU schnell verzehnfachen kann....

langer Thread :)

ICE-TD, Donnerstag, 24.02.2011, 16:45 (vor 5572 Tagen) @ JumpUp

Die Gefahr eines Personenunfalls auf der Strecke ist aber in der Lounge des ICE 3 genauso gegeben wie bei "illegalen" Mitfahrten im Führerstand.

Die Gefahr ist genauso, der Unterschied ist lediglich die Versicherung. Als Reisender in der Lounge bist du versichert, als "illegaler" Mitfahrer im Führerstand nicht. Sicher wurde das früher lockerer gesehen, das waren andere Zeiten, die Bahn war selbst noch eine Behörde und in solch einem Fall hätte man es schon irgendwie gedreht das die Versicherungen zahlen. Die Zeiten sind aber vorbei. Es sei mal erinnert an den Unfall auf der Strecke Brackwede-Osnabrück, als ein Triebwagen in einen LKW fuhr und der Tf schwer verletzt wurde. Was wäre gewesen wenn dort noch jemand im Führerraum gewesen wäre, der dort nichts zu suchen hatte? Wenn der eventuell auch schwer verletzt, eventuell sogar berufsunfähig wäre? Dann kann er sehen von wem er da Kosten, Schmerzensgeld oder gar eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt.

langer Thread :)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 19:34 (vor 5572 Tagen) @ ICE-TD

Die Gefahr eines Personenunfalls auf der Strecke ist aber in der Lounge des ICE 3 genauso gegeben wie bei "illegalen" Mitfahrten im Führerstand.

Die Gefahr ist genauso, der Unterschied ist lediglich die Versicherung. Als Reisender in der Lounge bist du versichert, als "illegaler" Mitfahrer im Führerstand nicht. Sicher wurde das früher lockerer gesehen, das waren andere Zeiten, die Bahn war selbst noch eine Behörde und in solch einem Fall hätte man es schon irgendwie gedreht das die Versicherungen zahlen. Die Zeiten sind aber vorbei. Es sei mal erinnert an den Unfall auf der Strecke Brackwede-Osnabrück, als ein Triebwagen in einen LKW fuhr und der Tf schwer verletzt wurde. Was wäre gewesen wenn dort noch jemand im Führerraum gewesen wäre, der dort nichts zu suchen hatte? Wenn der eventuell auch schwer verletzt, eventuell sogar berufsunfähig wäre? Dann kann er sehen von wem er da Kosten, Schmerzensgeld oder gar eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt.

Ich glaube sein "früher" bezieht sich nicht mehr auf Bundesbahnzeiten, wenn er schreibt, dass es 10 Jahre her war. Wie dem auch sei, ich bin noch nie auf dem Führerstand mitgefahren, würde das auch nie einfordern, aber natürlich eine Einladung mit Dankbarkeit und respektablem Umgang (sprich während der Fahrt keine Gespräche beginnen) annehmen.

Vorschriften sind das eine und sie sind wichtig für den ich nenne es mal "Soll-Zustand", der ja im Allgemeinen dem "Ist-Zustand" entspricht. Damit sichert sich die Bahn gegenüber EBA und anderer Institute ab. Aber das Betriebspersonal besteht aus Menschen und Menschen reagieren nun manchmal wie Menschen. Sei es nun, dass ein Tf einen Fahrgast auf die Frage nach der milchigen Scheibe anpampt (mir mal passiert) oder eben den Fahrgäste mehr bietet als er dürfte.

Ich persönlich habe aufgrund Negativerfahrungen mittlerweile als Fahrgast ein eher distanziertes Verhältnis zum Betriebspersonal (um emotionale Verwicklungen zu vermeiden, sprich mich über manche Bemerkung nicht mehr zu ärgern) und genieße einfach ihre Arbeit ;)

"Früher" 1960er bis in die 1980er

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 19:52 (vor 5572 Tagen) @ ICE-T-Fan

Sicher wurde das früher lockerer gesehen, das waren andere Zeiten, die Bahn war selbst noch eine Behörde und in solch einem Fall hätte man es schon irgendwie gedreht das die Versicherungen zahlen.

Ich glaube sein "früher" bezieht sich nicht mehr auf Bundesbahnzeiten, wenn er schreibt, dass es 10 Jahre her war.

"Früher" - also bei der Deutschen Bundesbahn - gab es das hier diskutierte Problem auch fast nicht: es gab bei Fernzügen keine Steuerwagen. Und dass ein verbeamteter Triebfahrzeugführer Reisenden die Mitfahrt auf den Führerstanden z.B. einer 110 oder 103 von sich aus erlaubte, dürfte höchstens in ganz wenigen Einzelfällen vorgekommen sein.

Andererseits hatten Triebwagenführer der VT95er und VT98er ja ohnehin immer Reisende in unmittelbarer "Rückennähe". Daher war es auch durchaus mal möglich, wenn der VS mit dem Gepäckabteil vorne am Zug lief, dass man bei einer freundlichen Nachfrage auch dort mitfahren durfte. Gleiches galt "stillschweigend", wenn mit Augenmaß gehandhabt, auch bei anderen Steuerwagen auf Nebenstrecken. Die Mitfahrt auf einer V100 war dagegen für "Normalreisende" ebenfalls weitestgehend "tabu".

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"Früher" 1960er bis in die 1980er

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:00 (vor 5572 Tagen) @ SST

Mir wurde als Kind mal angeboten auf einer DR-Diesellok (Baureihe unbekannt, könnte eine 201/202 (110/112) gewesen sein) von Bad Salzungen nach Vacha mitzufahren. Ich war aber noch zu klein und hatte Angst. Jetzt im Nachhinein hätte ich wohl doch annehmen sollen.

Wie dem auch sei, ich bin jetzt nicht so scharf drauf und würde nicht aktiv nachfragen, weil ich um den sicherheitstechnischen Aspekt Bescheid weiß. Zudem weiß ich, dass ich wohl vor lauter Freude auch nicht die Klappe halten könnte ;)

DR / DB

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 20:20 (vor 5572 Tagen) @ ICE-T-Fan

Mir wurde als Kind mal angeboten auf einer DR-Diesellok (Baureihe unbekannt, könnte eine 201/202 (110/112) gewesen sein) von Bad Salzungen nach Vacha mitzufahren. Ich war aber noch zu klein und hatte Angst. Jetzt im Nachhinein hätte ich wohl doch annehmen sollen.

Naja, da gab es zumindest "nach der Wende" bis vor ca. 10 Jahren teilweise auch noch Unterschiede im Verhalten von angestellten ex DR-Lokführern und DB-Beamten. Während "angestellte Triebfahrzeugführer" evtl. einen Eintrag in die Personalakte riskierten, konnte es für einen DB-Beamten durchaus ein gravierendes beamtenrechtliches Disziplinarverfahren geben.

Wie dem auch sei, ich bin jetzt nicht so scharf drauf und würde nicht aktiv nachfragen, weil ich um den sicherheitstechnischen Aspekt Bescheid weiß. Zudem weiß ich, dass ich wohl vor lauter Freude auch nicht die Klappe halten könnte ;)

Man kann ja auch den offiziellen Weg gehen und eine offizielle Erlaubnis beantragen. Das hat dann - neben versicherungsrechtlichen Fragen - auch den Vorteil, dass man auf einer Lokomotive mitfahren darf und nicht "nur" im Steuerwagen. Vom Sound her (insbesondere bei Altbautriebfahrzeugen) natürlich ein gewaltiger Unterschied ;-).

Außerdem darf man alles erzählen und sich öffentlich darüber freuen. :-)

DR / DB

ICE-T-Fan, Donnerstag, 24.02.2011, 20:24 (vor 5572 Tagen) @ SST

Ich würde es ja gerne machen, aber ich habe nicht (mehr) das nötige Kleingeld. ICE 3 über KRM wäre schon toll.

Unser User "br403" hat die Sache recht elegant gelöst und ein Praktikum bei der DB gemacht, wobei er über mehrere Wochen im Führerstand mitfahren durft, ganz legal. Ist aber nur etwas für Jugendliche und jüngere Leute mit einer entsprechenden Arbeitsperspektive.

DR / DB

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Donnerstag, 24.02.2011, 21:10 (vor 5572 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich würde es ja gerne machen, aber ich habe nicht (mehr) das nötige Kleingeld. ICE 3 über KRM wäre schon toll.

Unser User "br403" hat die Sache recht elegant gelöst und ein Praktikum bei der DB gemacht, wobei er über mehrere Wochen im Führerstand mitfahren durft, ganz legal. Ist aber nur etwas für Jugendliche und jüngere Leute mit einer entsprechenden Arbeitsperspektive.

Na dann nix wie ran an den Speck. So alt bist du doch auch noch nicht, um noch mal umzusatteln ;)

Neid!

611003 3, Donnerstag, 24.02.2011, 21:13 (vor 5572 Tagen) @ Tabernaer

Ich würde es ja gerne machen, aber ich habe nicht (mehr) das nötige Kleingeld. ICE 3 über KRM wäre schon toll.

Unser User "br403" hat die Sache recht elegant gelöst und ein Praktikum bei der DB gemacht, wobei er über mehrere Wochen im Führerstand mitfahren durft, ganz legal. Ist aber nur etwas für Jugendliche und jüngere Leute mit einer entsprechenden Arbeitsperspektive.


Na dann nix wie ran an den Speck. So alt bist du doch auch noch nicht, um noch mal umzusatteln ;)

Käme das für bahnverrückte Jugendliche wie meine Wenigkeit in Frage? Wenn, wie kann man den danach geiern? Berufswunsch in der Richtung, klar, aber ohne "Connections" wohl nix los?

Ausbildung zum Tf

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 22:54 (vor 5572 Tagen) @ 611003 3

Käme das für bahnverrückte Jugendliche wie meine Wenigkeit in Frage? Wenn, wie kann man den danach geiern? Berufswunsch in der Richtung, klar, aber ohne "Connections" wohl nix los?

Hier gibt es die Informationen zur Ausbildung und die Anschrift, wo Du danach "geiern" kannst. Kempten ist die nächste Einsatzstelle, bewerben musst Du dich in Nürnberg. >Klick mich<
So, jetzt hast Du morgen was zu tun. Kneifen gilt nicht! ;-)

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MET - Der beste Zug den es je gab
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...aber nicht nuuur n-Wagen im Auge haben ;-)))

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 22:58 (vor 5572 Tagen) @ 218 466-1

- kein Text -

Scho klar ;).

611003 3, Freitag, 25.02.2011, 15:42 (vor 5571 Tagen) @ SST

- kein Text -

DR / DB

Henrik, Freitag, 25.02.2011, 01:02 (vor 5572 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich würde es ja gerne machen, aber ich habe nicht (mehr) das nötige Kleingeld. ICE 3 über KRM wäre schon toll.

Unser User "br403" hat die Sache recht elegant gelöst und ein Praktikum bei der DB gemacht, wobei er über mehrere Wochen im Führerstand mitfahren durft, ganz legal. Ist aber nur etwas für Jugendliche und jüngere Leute mit einer entsprechenden Arbeitsperspektive.

oder Du studierst in unserem Bereich ..... ist noch eleganter,
machst eine (Verkehrs-)Exkursion mit von entsprechenden Institut.
So kam ich zu meiner Führerstandsmitfahrt im Tk des ICE 1 auf der ersten NBS Würzburg-Hannover.
Prof. mit Lokführerausbildung fungierte als Aufsichtsperson und dann konnten jeweils 2 Studenten mit rein.

"Früher" 1960er bis in die 1980er

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 23:51 (vor 5572 Tagen) @ SST

Sicher wurde das früher lockerer gesehen, das waren andere Zeiten, die Bahn war selbst noch eine Behörde und in solch einem Fall hätte man es schon irgendwie gedreht das die Versicherungen zahlen.

Ich glaube sein "früher" bezieht sich nicht mehr auf Bundesbahnzeiten, wenn er schreibt, dass es 10 Jahre her war.

Andererseits hatten Triebwagenführer der VT95er und VT98er ja ohnehin immer Reisende in unmittelbarer "Rückennähe". Daher war es auch durchaus mal möglich, wenn der VS mit dem Gepäckabteil vorne am Zug lief, dass man bei einer freundlichen Nachfrage auch dort mitfahren durfte. Gleiches galt "stillschweigend", wenn mit Augenmaß gehandhabt, auch bei anderen Steuerwagen auf Nebenstrecken. Die Mitfahrt auf einer V100 war dagegen für "Normalreisende" ebenfalls weitestgehend "tabu".

Ich kann mich daran erinnern, dass ~1992 eine Familie (2 Erw. 2 Kinder), die den letzten Zug (Abfahrt 16:40, den Allgäu-Schwaben-Takt gab es erst 1993) verpasst hatte, in der 335 mit dem Güterzug hinterher fahren durfte.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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DAS möchte ich auch gerne noch mal erleben :-))

SST, Köln-Südstadt, Donnerstag, 24.02.2011, 23:54 (vor 5572 Tagen) @ 218 466-1

- kein Text -

"Führerstandsmitfahrt" im Allgäu

SST, Köln-Südstadt, Freitag, 25.02.2011, 00:17 (vor 5572 Tagen) @ 218 466-1

BTW, eine kleine - wie ich finde sehr nette - Idee gibt es für die

Außerfernbahn Kempten-Pfronten-Garmisch Partenkirchen .

Klar, bei den Triebwagen-Zügen kann man auch als "Normalreisender" viel sehen - aber für Kinder etc. sicher ein ganz toller Tag mit "etwas ganz Besonderem".

(Hach, was war ich "stolz", als ich das erste Mal in einem VT95 auf der ersten Bank sitzen durfte).

Ausnahme "Früher" 1960er bis in die 1980er

Redesign, Freitag, 25.02.2011, 06:43 (vor 5572 Tagen) @ 218 466-1

Ich kann mich daran erinnern, dass ~1992 eine Familie (2 Erw. 2 Kinder), die den letzten Zug (Abfahrt 16:40, den Allgäu-Schwaben-Takt gab es erst 1993) verpasst hatte, in der 335 mit dem Güterzug hinterher fahren durfte.

und eine solche absolute Ausnahme sollte doch möglich sein - etwas unkonventionell, jedoch serviceorientiert. Bahn macht ihren Fehler (so sehe ich vermurkste Anschlüsse) wieder gut.

Ausnahme "Früher" 1960er bis in die 1980er

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 25.02.2011, 23:31 (vor 5571 Tagen) @ Redesign

Ich kann mich daran erinnern, dass ~1992 eine Familie (2 Erw. 2 Kinder), die den letzten Zug (Abfahrt 16:40, den Allgäu-Schwaben-Takt gab es erst 1993) verpasst hatte, in der 335 mit dem Güterzug hinterher fahren durfte.


und eine solche absolute Ausnahme sollte doch möglich sein - etwas unkonventionell, jedoch serviceorientiert. Bahn macht ihren Fehler (so sehe ich vermurkste Anschlüsse) wieder gut.

Es war kein Anschlussverlust durch Zugverspätung. Die Familie war einige Minuten zu spät am Bahnhof erschienen, da sie den Fahrplan nicht kannten.
Durch die Mitfahrt in der Lok, konnten sie am nächsten Knotenbahnhof einen Anschlusszug, eine Stunde später erreichen.

--
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MET - Der beste Zug den es je gab
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Ausnahme "Früher" 1960er bis in die 1980er

Redesign, Samstag, 26.02.2011, 01:53 (vor 5571 Tagen) @ 218 466-1

verpasst hatte,

Oh, Sorry, bei "Verpassen" ergänze ich gleich mit "Anschluß verpasst", hatte wohl in letzter Zeit zuviele Zwangsaufenthalte auf Umsteigebahnhöfen wegen Verspätung.

Es war kein Anschlussverlust durch Zugverspätung. Die Familie war einige Minuten zu spät am Bahnhof erschienen, da sie den Fahrplan nicht kannten.
Durch die Mitfahrt in der Lok, konnten sie am nächsten Knotenbahnhof einen Anschlusszug, eine Stunde später erreichen.

Ist trotzdem nett, dass sie dorthin gebracht worden sind, vermutlich hatten sie seitdem ihre Zugverbindung für die Rückfahrt immer dabei?

335 167-3 Anfang der 90er in Kempten (m1L)

SST, Köln-Südstadt, Freitag, 25.02.2011, 22:43 (vor 5571 Tagen) @ 218 466-1

Behörden und Versicherungen?

fjk, Freitag, 25.02.2011, 11:33 (vor 5571 Tagen) @ ICE-TD

das waren andere Zeiten, die Bahn war selbst noch eine Behörde und in solch einem Fall hätte man es schon irgendwie gedreht das die Versicherungen zahlen.

Moin.

Die Zeitläufte (danke nach Osnabrück für die Aktivierung dieses schönen Wortschatzdetails) befördern ja, dass es immer weniger Behördenfahrzeuge auf den Straßen gibt, an denen man das von mir gleich nachgefragte Beispiel durchexerzieren könnte, aber ich will es trotzdem versuchen.

Also: "früher" waren behördliche Straßenfahrzeuge, die man grob gesagt am Nummerschild "ohne Buchstaben" zwischen Unterscheidungszeichen und Zahl erkennen konnte (gern aber auch an der orangen Farbe) schlicht nicht versichert, weil der Staat auch rechnen kann und sich gesagt hat, dass es nicht billiger sein kann, eine Versicherung (mit entsprechendem Apparat) zu bezahlen, die auch verdienen will, selbst wenn sie für die Schäden aufkommt, als diese seltenen Schäden schlicht selber zu zahlen*. Also flugs die Versicherungspflicht für sich selbst aufgehoben und munter rauf auf die Straße.
In verschiedenen anderen Hinsichten gilt das ebenso, so erinnere ich mich, dass es in universitären Zeiten (das ist nicht unbedingt ganz so "früher" - aber es gibt auch noch viele Uniautos mit Behördenkennzeichen) immer ein Problem war, ausgeliehene Gerätschaften versichern zu lassen (bzw. das Geld dafür aus öffentlichen oder öffentlich kontrollierten Mitteln zu nehmen). Auch da geht der Staat schlicht das Risiko ein, wenn etwas passiert Ersatz leisten zu müssen. Hier mit dem eleganten Nebeneffekt, dass sich der Ersatz gespart wird und die liebe Studenten- und Wissenschaftlerschaft dann eben ohne die tolle Maschine auskommen muss.
Natürlich gibt es Grenzfälle und "Zwischenkonstruktionen", so den Gemeindeunfallversicherungsverband, mit dem jeder wohl schonmal wegen Schulwegsunfällen zu tun hatte, aber im Prinzip gilt doch meistens, dass der Staat sich in behördlicher Erscheinungsform meist nicht versichert.

Kommen wir also zur Frage, oder vielmehr zum Verdacht: Das könnte doch wohl auch für die Behördenbahn gegolten haben? In diesem Fall gäbe es gar keine Versicherung, mit der "man" irgendwas regeln muss, sondern "man" muss mit "sich selbst" ausmachen, ob man das Risiko eines Gerichtsverfahrens eingeht oder schlicht Schadenersatz leistet und Schmerzensgelder zahlt. Die "mäner" sind hier natürlich die undurchdringlichen Entscheidungsneuronennetze der Behördenbahn. Könnte ein berufener Altvorderer zu diesem Thema etwas beitragen, ggf. sogar meinen frechen Verdacht ("die Bundesbahn war gar nicht versichert") bestätigen?

bittet fjk

*) wer möchte, kann aus diesem leicht defätistischen Ansatz einen hübschen Baum entwickeln, warum bei jeglichem Privatisierungstrallala eigenltich nie etwas gespart werden kann - es wollen ja grundsätzlich mehr Stellen mitverdienen. Um den Anschein zu erwecken, dass doch gespart wird, müssen natürlich erstmal einige Leute weniger verdienen...

Führerstandsmitfahrten

VelaroD, Montag, 21.05.2012, 17:11 (vor 5120 Tagen) @ JumpUp

Hallo,

bin erstens der Neue und komm jetzt öfter mal vorbei.

Zweitens bin ich das letzte Mal genau wegen dieses Themas beim ICE-Treff gelandet und muss euch leider eine schlechte Nachricht mitteilen: Nach Auskunft von Frau Maren Reinsch, der Leiterin des Kundendialogs der Deutschen Bahn AG, gibt es die offiziellen Führerstandsmitfahrten nicht mehr. Begründung: Der Führerstand gehöre zu den Bahnanlagen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, aus Sicherheitsgründen.

LG
Carsten / Velaro

Führerstandsmitfahrten

kater_k, BBRN, Montag, 21.05.2012, 17:33 (vor 5120 Tagen) @ VelaroD
bearbeitet von kater_k, Montag, 21.05.2012, 17:33

Hallo,

bin erstens der Neue und komm jetzt öfter mal vorbei.

Zweitens bin ich das letzte Mal genau wegen dieses Themas beim ICE-Treff gelandet und muss euch leider eine schlechte Nachricht mitteilen: Nach Auskunft von Frau Maren Reinsch, der Leiterin des Kundendialogs der Deutschen Bahn AG, gibt es die offiziellen Führerstandsmitfahrten nicht mehr. Begründung: Der Führerstand gehöre zu den Bahnanlagen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, aus Sicherheitsgründen.

LG
Carsten / Velaro

Schade, schade, aber danke für die Auskunft. Wollen wir hoffen, dass die Bahnfans, die in den Genuss einer vollkommen unsicheren inoffiziellen Führerstandsmitfahrt kommen, es auch maximal euphorisiert schaffen, ihre Glücksgefühle für sich zu behalten, statt diese mit dem hiermit beglückwunschten Forum (oder anderen öffentlichen Websites) zu teilen. Oder offizielle Fahrten in diesen Ländern mit den völlig unsicheren Bahnen wie der Schweiz zu buchen. ;-)

Führerstandsmitfahrten

VelaroD, Mittwoch, 23.05.2012, 23:07 (vor 5118 Tagen) @ kater_k

Na ja, ich durfte als 16-jähriger Steppke seinerzeit mal eine 110 mit einem Eilzug im Schlepp von Düdo Hbf nach Wuppertal Vohwinkel bei 150 km/h treten... Also, ich hab in Düdo Hbf den "Darf ich mal reingucken?"-Blick aufgesetzt, und kaum war ich drin, mussten wir schon los, und wo ich schonmal drin war und wir wohl bissel Verspätung hatten, meinte der Tf: "Willste ma 150 fahrn?" Und ich Kerlchen sagte "Na klaaaar!" Und Tf meinte: "Dann mach ma", drehte am Schaltrad, drückte mich auf den Sitz und erklärte mir noch: "Ab jetzt Fuß runter auf das Brett, bis 29 zählen, hoch, bis 2 zählen, runter!"

Kerlchen (also ich): "Klar!"

Gefühlte 0 Komma 5 Sekunden vor Vohwinkel Esig fast ne Zwangsbremsung wegen SiFa xDDD Hat der mich weggehauen... und seinen Treter grad noch so aufs Brett gebracht.

Also, unter uns, wenn solche Rotzlöffel wie damals ich auf der Bügelfalte heute auf ner 403 so rumhantieren dürften, ich würd meine BC zurückgeben ;)

... hab ich schon erwähnt, dass meine Patentante aus Düdo nach WuVo anreisen musste, weil ich ned die Kohle fürs Rückfahrticket hatte? xD

LG

Führerstandsmitfahrten

ICE-T-Fan, Montag, 21.05.2012, 18:22 (vor 5120 Tagen) @ VelaroD

Bitter in Anbetracht der Tatsache, dass auch die Panoramalounges mit dem ICx und 407 verschwinden.

Vielleicht sollte man BahnTV wieder beleben. ;)

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