Kommunikation ist keine Stärke der Bahn ... (Allgemeines Forum)
frank_le, Mittwoch, 23.02.2011, 11:53 (vor 5569 Tagen)
wie ich heute mal wieder erleben durfte.
Ich wollte eigentlich nur von Leipzig nach Bonn.
Aber die Bahn macht es nicht einem nicht einfach.
Da der Anschlusszug zum ICE 05:50 ab Leipzig in Naumburg 30 Minuten Verspätung hatte (der geübte Kunde schaut vor der Fahrt ins Internet) wollte ich kurzfristig auf die Variante über Hannover umdisponieren.
Abfahrt wäre 05.40 Uhr - aber kein Zug am Bahnsteig. Das ebenfalls wartendende Zugpersonal machte keine Hoffnung auf einen Anschluss in Hannover. Also wieder zurück zum ICE nach München und vor der Abfahrt nochmal nachgefragt ob der Anschluss klappt. Es wurde bestätigt.
Dann im ICE die Ansage, dass der ICE nach Frankfurt ausfällt und Reisende nach Frankfurt 1,5 Stunden in Naumburg warten sollen bis der nächste ICE kommt.
In Naumburg wurde dann durchgesagt, dass der IC nach Düsseldorf außerplanmäßig hält und über Fulda fährt. Das Stand auch so am Anzeiger am Bahnsteig! Nur im IC wusste niemand was von der Entscheidung und alle wurden in Erfurt wieder vor die Tür gesetzt.
Der ICE nach Frankfurt hatte dann wegen der zusätzlichen Halte und Personen im Gleis bei der Ankunft in Frankfurt Flughafen 15 Minuten Verspätung und der ICE nach Siegburg konnte keine 4 Minuten warten auf die Kunden.
Der Servicepoint hat noch in der TP angerufen um einen Zusatzhalt des folgenden in Siegburg zu organisieren. Dies wurde zwar von der TP genehmigt, aber von der ZTP verworfen.
Besonders erschreckend war für mich, wie wenig Fahrgäste in Naumburg ausstiegen um Richtung Frankfurt zu fahren. Ca. 50 Leute waren das nur noch - letztes Jahr hatte der durchgehende ICE Dresden-Frankfurt noch eine Auslastung von über 50% bei der Abfahrt in Leipzig. Das Ziel der Bahn die Fahrgäste aus dem Großraum Leipzig mit dem neuem Fahrplan mit Umsteigen in Naumburg auf andere Verkehrsmittel zu vergraulen geht voll auf! Leider.
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
Fernpendler, Mittwoch, 23.02.2011, 15:46 (vor 5569 Tagen) @ frank_le
Guten Tag!
Wärst Du einen Zug früher gefahren, wärst Du stressfrei unterwegs gewesen :o) Ich bin ab Naumburg 5:35 Uhr (über)pünktlich Richtung Frankfurt gefahren.
Zum Thema: Ich muß sagen, dass ich bislang mit der Kommunikation bei der Bahn zufrieden bin. Vormeldungen / Wünsche auf Anschlussgewährung im Zug werden zu 95% schnell und sogar noch am Platz erledigt. Mein Lieblingsanschluss am Abend in Naumburg wartet fast immer (auch schon mal 30 Minuten) auf mich.
Morgens werde ich auf dem Weg nach Naumburg zum Bahnhof im gelben Bummelzug schon mal auf die geänderte Wagenreihung des 1656 hingewiesen :o)
Beim "Winterchaos" erfuhr ich bereits in Freyburg am Bahnsteig aus dem gelben Bummeligen heraus, dass die ersten morgendlichen Fernzüge gen Frankfurt ausfallen und ich so gleich wieder nach Hause ins Homeoffice schlittern konnte. Fand ich angenehmer, als stundenlang in der kalten Naumburger Bahnhofshalle zu lungern.
An chaotischen Tagen wurde mir bisher in großen Teilen freundlich geholfen. Ausnahmen hat man immer, meist dann in Form genervter Mitarbeiter.
Was mich sehr nervt sind die neuen Ansagetexte am Bahnsteig. Mit Satzbau und vernünftiger Ausdrucksweise hat das "Information zu ICE XXXX; Zug hat 5 Minuten ..." oder "Einfahrt RB XXXX; bitte Vorsicht ...". Da kommt man sich wahlweise vor, wie bei der Berliner S-Bahn oder einem Sprachtraining für Migranten.
Ich würde mir aber auch statt der endlosen Bordbistro-Koberei eher Ansagen wünschen, in denen mitgeteilt wird, dass im gesamten Zug nur zwei WC funktionieren und diese im 1. Klasse Bereich zu finden sind. Da kann man sich überlegen, ob man durch den gesamten Zug hechelt oder doch lieber bis nach Hause aushält.
Fazit: Wenn Du Dir mal in aller Ruhe ausrechnest, wieviele Fahrten von den bisherigen in Summe kommunikativ (oder leistungsmäßig) schief gelaufen sind, kommt unterm Strich bestimmt ein besseres Ergebnis raus, als aus dem Betreff ersichtlich.
Einen schönen Nachmittag wünscht
Haiko
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
frank_le, Mittwoch, 23.02.2011, 18:02 (vor 5569 Tagen) @ Fernpendler
Guten Tag!
Wärst Du einen Zug früher gefahren, wärst Du stressfrei unterwegs gewesen :o) Ich bin ab Naumburg 5:35 Uhr (über)pünktlich Richtung Frankfurt gefahren.
den wollte ich ursprünglich nehmen )-:
Zum Thema: Ich muß sagen, dass ich bislang mit der Kommunikation bei der Bahn zufrieden bin. Vormeldungen / Wünsche auf Anschlussgewährung im Zug werden zu 95% schnell und sogar noch am Platz erledigt. Mein Lieblingsanschluss am Abend in Naumburg wartet fast immer (auch schon mal 30 Minuten) auf mich.
Morgens werde ich auf dem Weg nach Naumburg zum Bahnhof im gelben Bummelzug schon mal auf die geänderte Wagenreihung des 1656 hingewiesen :o)
Beim "Winterchaos" erfuhr ich bereits in Freyburg am Bahnsteig aus dem gelben Bummeligen heraus, dass die ersten morgendlichen Fernzüge gen Frankfurt ausfallen und ich so gleich wieder nach Hause ins Homeoffice schlittern konnte. Fand ich angenehmer, als stundenlang in der kalten Naumburger Bahnhofshalle zu lungern.
Bei der Burgenlandbahn ist die Welt noch in Ordnung (-: Ich hatte im Winterchaos das Vergnügen in Erfurt bei Minusgraden auf dem Bahnhof zu übernachten, da der letzte Anschluss weg war und kein einziges Hotel in der Stadt noch freie Plätze hatte und die Bahn einen Taxigutschein verweigerte.
An chaotischen Tagen wurde mir bisher in großen Teilen freundlich geholfen. Ausnahmen hat man immer, meist dann in Form genervter Mitarbeiter.
zum Großteil kann ich dem auch zustimmen - wobei der Trick in Naumburg auf der Anzeige einfach einen Halt in Fulda einzubauen und das auch noch anzusagen um die Leute vom Bahnhof wegzubringen (Der nächste Servicepoint wird den Frust bestimmt gerne aufnehmen) schon ziemlich unverschämt ist.
In Erfurt war man bemüht allen neue Verbindungen auszudrucken u.s.w.
Was mich sehr nervt sind die neuen Ansagetexte am Bahnsteig. Mit Satzbau und vernünftiger Ausdrucksweise hat das "Information zu ICE XXXX; Zug hat 5 Minuten ..." oder "Einfahrt RB XXXX; bitte Vorsicht ...". Da kommt man sich wahlweise vor, wie bei der Berliner S-Bahn oder einem Sprachtraining für Migranten.
Ich würde mir aber auch statt der endlosen Bordbistro-Koberei eher Ansagen wünschen, in denen mitgeteilt wird, dass im gesamten Zug nur zwei WC funktionieren und diese im 1. Klasse Bereich zu finden sind. Da kann man sich überlegen, ob man durch den gesamten Zug hechelt oder doch lieber bis nach Hause aushält.
mich stört bei den Ansagen im Zug, dass seit einiger Zeit ausfallende Anschlüsse einfach nicht angesagt werden (weder der Ausfall noch die Alternativen). Man liest einfach die nächsten 3 Verbindungen ohne Nachdenken vor und lässt die Fahrgäste in die Falle laufen.
Fazit: Wenn Du Dir mal in aller Ruhe ausrechnest, wieviele Fahrten von den bisherigen in Summe kommunikativ (oder leistungsmäßig) schief gelaufen sind, kommt unterm Strich bestimmt ein besseres Ergebnis raus, als aus dem Betreff ersichtlich.
ca. 15% Prozent der Fahrten haben mind. 1 Stunde Verspätung. Auf meiner S-Bahn Linie S1 in Leipzig fällt auch mal für mehrere Tage der komplette Verkehr wegen Personal- und Lokmangels aus. Dieses Jahr sind hier ca. 30% meiner Versuche die Bahn zu nutzen ohne Erfolg geblieben.
Was mich am meisten erschreckt ist der Einbruch der Fahrgastzahlen auf der Linie. Im Januar fuhr mehrere Tage ein IC Leipzig-Frankfurt mit nur zwei 2. Klasse Wagen und er war nicht ausgelastet. In der gleichen Stunde war es vorher schwer im ICE einen Doppelplatz alleine zu bekommen. Heute Früh habe ich die gleiche Beobachtung gemacht. Aber die Bahn arbeitet ja gezielt auf die Stärkung von Halle und Schwächung des Großraums Leipzig/Dresden hin.
Einen schönen Nachmittag wünscht
Haiko
S1 Leipzig: Vorübergehende Totaleinstellung
Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 23.02.2011, 18:19 (vor 5569 Tagen) @ frank_le
Moin!
Auch wenn ich jetzt vom eigentlichen Thema abkomme, so wirst Du es wohl schon mitbekommen haben, daß Die die Leipziger S1 demnächst keine Probleme mehr machen wird: Sie wird kurzerhand bis zur Tunelöffnung eingestellt. Ich verlinke mal auf DSO, wo Peter "MD 612" die Kürzungen zusammenfassend dargestellt hat. Ob die Straßenbahn ein tauglicher Ersatz ist?
Viele Grüße, Sören
--
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
S1 Leipzig: Vorübergehende Totaleinstellung
Fernpendler, Mittwoch, 23.02.2011, 18:29 (vor 5569 Tagen) @ Sören Heise
... Ja, stand auch mit einem ziemlichen Artikel im Naumburger Tageblatt. Der Grund sind angeblich Einsparzwänge im öffentlichen Nahverkehr. Da werden noch mehr Linien eingestellt / geschröpft / gekürzt.
Herrlich, wie attraktiv der ÖPNV gemacht wird. Das findet bestimmt steigende Fahrgastzahlen ;o)
S1 Leipzig: Vorübergehende Totaleinstellung
frank_le, Mittwoch, 23.02.2011, 18:43 (vor 5569 Tagen) @ Sören Heise
Ja, in Zukunft darf ich statt 5 Minuten 25 Minuten einplanen.
Alles nur wegen der Abzocke von Station und Service in Sachsen und des Altvertrages der Bahn auf der Linie (in der Zweckverbandszeitung stand vor längerer Zeit, dass die noch nicht ausgeschriebenen Linien rund um Leipzig die teuersten Nahverkehrslinien Deutschlands sind).
Die Bahn wird viel Spaß haben in 2013 beim Zurückgewinnen der alten Fahrgäste (Rückgewinnung unzufriedener Ex-Kunden ist das schwierigste überhaupt ...).
Ich persönlich glaube nicht an eine Wiederinbetriebnahme der S-Bahn nach Grünau.
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
Fernpendler, Mittwoch, 23.02.2011, 18:34 (vor 5569 Tagen) @ frank_le
ca. 15% Prozent der Fahrten haben mind. 1 Stunde Verspätung. Auf meiner S-Bahn Linie S1 in Leipzig fällt auch mal für mehrere Tage der komplette Verkehr wegen Personal- und Lokmangels aus. Dieses Jahr sind hier ca. 30% meiner Versuche die Bahn zu nutzen ohne Erfolg geblieben.
Was mich am meisten erschreckt ist der Einbruch der Fahrgastzahlen auf der Linie. Im Januar fuhr mehrere Tage ein IC Leipzig-Frankfurt mit nur zwei 2. Klasse Wagen und er war nicht ausgelastet. In der gleichen Stunde war es vorher schwer im ICE einen Doppelplatz alleine zu bekommen. Heute Früh habe ich die gleiche Beobachtung gemacht. Aber die Bahn arbeitet ja gezielt auf die Stärkung von Halle und Schwächung des Großraums Leipzig/Dresden hin.
Da möchte ich nicht widersprechen. Ich ging halt nur von meinen Stamm-Strecken aus: (Freyburg)-Naumburg-Frankfurt bzw. Berlin. Da ist die Fehlerquote verschwindend gering. In Schulbenotung ausgedrückt: 2+
Warten wir es aber mal ab, wenn die Neubaustrecke (Leipzig)-Halle-Erfurt kommt. Da gehen ganze Landstriche baden :o(
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
flyingska, Mittwoch, 23.02.2011, 18:29 (vor 5569 Tagen) @ Fernpendler
Naja...
Am Montag bin ich mit dem RE 10609 vom Ruhrpott nach Minden gefahren und musste dort den IC 141 nach Berlin bekommen. Reguläre Umsteigezeit: stolze 19 Minuten.
In Bielefeld hatten wir "nur" ca. 13-15 Minuten Verspätung. Bis Minden wurden es 25 Minuten. Ergo: IC um 6 Minuten verpasst. In Löhne hielt der RE sehr lange, vermutlich haben wir da den IC sogar noch vorbeifahren lassen.
Mit mir verpassten ca. 50 Leute (inkl. eine Schulklasse) ihren IC-Anschluß. Dafür war das kleine DB-Reisecenter in Minden schlagartig mit erbosten Leuten voll. Der RE-Zugbegleiter hatte natürlich erst bei der Einfahrt nach Minden leise gemurmelt, dass "ähm, der ic nach berlin leider nicht warten konnte. THANK YOU FOR TRAVELING WITH DEUTSCHE BAHN. Nächster Bahnhof: MINDEN."
Wegen 6 Minuten kamen 50 Leute eine Stunde später nach Berlin...
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Mittwoch, 23.02.2011, 20:14 (vor 5569 Tagen) @ flyingska
Mit mir verpassten ca. 50 Leute (inkl. eine Schulklasse) ihren IC-Anschluß. Dafür war das kleine DB-Reisecenter in Minden schlagartig mit erbosten Leuten voll. Der RE-Zugbegleiter hatte natürlich erst bei der Einfahrt nach Minden leise gemurmelt, dass "ähm, der ic nach berlin leider nicht warten konnte. THANK YOU FOR TRAVELING WITH DEUTSCHE BAHN. Nächster Bahnhof: MINDEN."Wegen 6 Minuten kamen 50 Leute eine Stunde später nach Berlin...
Sehr ärgerlich für dich und die 50 anderen Leute. Würde mich genauso ärgern, wenn ich betroffen wäre. Dafür haben dann aber ca. 200 oder mehr Leute pünktlich Berlin und die dortigen Anschlüsse erreicht. Ist also für die Bahn wirtschaftlcher, das so handeln. 50xFGF gegenüber 200oder mehr...
Den Zub kann ich sogar verstehen, das er erst kurz vor Ankunft was erzählt hat. Wenn er eher was gesagt hätte, hättet Ihr den im Zug gelyncht, geteert und gefedert....
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
Ösi, Mittwoch, 23.02.2011, 21:56 (vor 5569 Tagen) @ Tabernaer
Mit mir verpassten ca. 50 Leute (inkl. eine Schulklasse) ihren IC-Anschluß. Dafür war das kleine DB-Reisecenter in Minden schlagartig mit erbosten Leuten voll. Der RE-Zugbegleiter hatte natürlich erst bei der Einfahrt nach Minden leise gemurmelt, dass "ähm, der ic nach berlin leider nicht warten konnte. THANK YOU FOR TRAVELING WITH DEUTSCHE BAHN. Nächster Bahnhof: MINDEN."Wegen 6 Minuten kamen 50 Leute eine Stunde später nach Berlin...
Sehr ärgerlich für dich und die 50 anderen Leute. Würde mich genauso ärgern, wenn ich betroffen wäre. Dafür haben dann aber ca. 200 oder mehr Leute pünktlich Berlin und die dortigen Anschlüsse erreicht. Ist also für die Bahn wirtschaftlcher, das so handeln. 50xFGF gegenüber 200oder mehr...
Den Zub kann ich sogar verstehen, das er erst kurz vor Ankunft was erzählt hat. Wenn er eher was gesagt hätte, hättet Ihr den im Zug gelyncht, geteert und gefedert....
Oder eher 50x Verspätungsentschädigung vs. 0x Verspätungsentschädigung, weil 6 Minuten Verspätung (selbst, wenn sie nicht eingeholt werden können) kein Grund dafür sind.
Kommunikation bei der Bahn findet statt ...
flyingska, Donnerstag, 24.02.2011, 09:42 (vor 5568 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von flyingska, Donnerstag, 24.02.2011, 09:42
Oder eher 50x Verspätungsentschädigung vs. 0x Verspätungsentschädigung, weil 6 Minuten Verspätung (selbst, wenn sie nicht eingeholt werden können) kein Grund dafür sind.
So sehe ich das auch.
Für Reisende nach Hannover wäre es natürlich ärgerlich gewesen, die schon im IC saßen. Aber zwischen Wolfsburg und Berlin hätte der IC locker die 6 Minuten aufholen können.
Alle verspäteten ICE/IC´s holen auf diesem Streckenabschnitt (WOB-BER) bis zu 10 Minuten auf.
Kommunikation ist keine Stärke der Bahn ...
Mario-ICE, Mittwoch, 23.02.2011, 20:30 (vor 5569 Tagen) @ frank_le
Was mich stört sind die Pauschalaussagen in deinem Beitrag. Wer ist denn die Bahn? Kann es sein, dass es sich um Verfehlungen einzelner Mitarbeiter handelt, was dann wieder mal "der Bahn" angelastet wird.
Schaut man mal ins RIS-Prtokoll wurde von den Leitstellen das Personal im Zug und auf den Bahnhöfen ordnungsgemäß informiert. Warum dann so ein Kauderwelsch beim Reisenden ankommt müsste man mal näher untersuchen.
Der IC 2254 war bereits ab Berlin mit +35' wegen einer technischen Störung unterwegs. Die Information hast du selbst ja auch erhalten, dafür sind ja die entsprechenden medien auch geschaffen wurden.
Um 05:55 Uhr, also 5 Minuten nach der planmäßigen Abfahrt des ICE 1503 wurde entschieden, den IC 2254 wegen seiner technischen Probleme nach Leipzig Hbf fahren zu lassen und dort enden zu lassen. Auch das wurde dir mit dem entsprechenden Zeitverzug bekanntgegeben, wie du selbst schreibst.
Unerklärlich bleibt mir wie jemand in Naumburg (Saale) auf die Idee gekommen sein könnte, das der IC 2156 über Fulda fahren sollte. Das wurde in keinem RIS-Protokoll so kommuniziert, auch absolut unlogisch warum man diesen Zug wegen der Reisenden nach Frankfurt so stark verspäten würde. Dass der IC 2156 zusätzlich in Naumburg hielt war zumindest für Reisende bis Eisenach ja in Ordnung, die Verspätung war somit gering gegenüber der planmäßigen Ankunft des IC 2254. Wer nicht in Naumburg warten wollte hatte ja zumindest die Möglichkeit auf einen anderen Bahnhof seiner Wahl (Erfurt oder Eisenach) auf den nächsten Zug zu warten.
Auch die verspätete Abfahrt des IC 2434 ist kommuniziert worden, wenn am Anfang auch nicht mit der dann entstandenen Verspätung, aber wären die Mitarbeiter alle Hellseher würden sie bestimmt woanders arbeiten.
Zur Auslastung: Na das du nun ausgerechnet das Beispiel bringst ist schon bissel fragwürdig, quasi hat sich ja nur der Übergang geändert, früher mussten die Münchener umsteigen, jetzt die Frankfurter. Das am Anfang des Jahres immer Flaute herrscht ist allgemein bekannt.
Das zu Lasten Halle und Leipzig trifft also hier nicht zu und direkte Alternativen gibt es ja von Leipzig nun außer bei der Verbindung ständig.
wie ich heute mal wieder erleben durfte.
Ich wollte eigentlich nur von Leipzig nach Bonn.
Aber die Bahn macht es nicht einem nicht einfach.
Da der Anschlusszug zum ICE 05:50 ab Leipzig in Naumburg 30 Minuten Verspätung hatte (der geübte Kunde schaut vor der Fahrt ins Internet) wollte ich kurzfristig auf die Variante über Hannover umdisponieren.
Abfahrt wäre 05.40 Uhr - aber kein Zug am Bahnsteig. Das ebenfalls wartendende Zugpersonal machte keine Hoffnung auf einen Anschluss in Hannover. Also wieder zurück zum ICE nach München und vor der Abfahrt nochmal nachgefragt ob der Anschluss klappt. Es wurde bestätigt.
Dann im ICE die Ansage, dass der ICE nach Frankfurt ausfällt und Reisende nach Frankfurt 1,5 Stunden in Naumburg warten sollen bis der nächste ICE kommt.
In Naumburg wurde dann durchgesagt, dass der IC nach Düsseldorf außerplanmäßig hält und über Fulda fährt. Das Stand auch so am Anzeiger am Bahnsteig! Nur im IC wusste niemand was von der Entscheidung und alle wurden in Erfurt wieder vor die Tür gesetzt.
Der ICE nach Frankfurt hatte dann wegen der zusätzlichen Halte und Personen im Gleis bei der Ankunft in Frankfurt Flughafen 15 Minuten Verspätung und der ICE nach Siegburg konnte keine 4 Minuten warten auf die Kunden.
Der Servicepoint hat noch in der TP angerufen um einen Zusatzhalt des folgenden in Siegburg zu organisieren. Dies wurde zwar von der TP genehmigt, aber von der ZTP verworfen.
Besonders erschreckend war für mich, wie wenig Fahrgäste in Naumburg ausstiegen um Richtung Frankfurt zu fahren. Ca. 50 Leute waren das nur noch - letztes Jahr hatte der durchgehende ICE Dresden-Frankfurt noch eine Auslastung von über 50% bei der Abfahrt in Leipzig. Das Ziel der Bahn die Fahrgäste aus dem Großraum Leipzig mit dem neuem Fahrplan mit Umsteigen in Naumburg auf andere Verkehrsmittel zu vergraulen geht voll auf! Leider.