hm... vielleicht... (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Dienstag, 08.02.2011, 20:36 (vor 5631 Tagen) @ sfn17

Und sammelt dann eben sogar mit seiner BahnCard/Commerzbank-Kreditkarte keine Punkte mehr

Warum nicht? die BC/CC-Nummer kann doch weiterhin als Sammelkonto dienen?!

Der eigentliche Mehrwert (BWL-Jargon an alle DB Marketingleute, die hier vielleicht mitlesen: USP - Unique Selling Proposition) ist beim Kauf von Fahrkarten mit Kreditkarte ein sogenannter "Double dip":
Mit einem Fahrkartenkauf sammelt man sowohl die "Standard"-Punkte für das Bahnfahren aus dem Fahrkartenwert, als auch die "Zusatz"-Punkte für die Verwendung des bahnnahen Zahlungsmittel Co-Branding Karte/Commerzbank.

Der break-even dieser Aktion liegt dann bei etwa 250-300 Euro Umsatz pro "umerzogenem" Kunden.

Wie ergibt sich gerade dieser Betrag? Für so eine Aktion finde ich das irgendwie nicht so viel. Mehr als vielleicht 1000 neue Kunden werden das nicht sein, das ergibt 300000 Euro.

Sorry hatte ich schlecht formuliert. Die Händlerprovisionen für Kreditkartentransaktionen liegen selten unter 1 Prozent. Dafür wird dann die Transaktion auch garantiert und verarbeitet. Und so hat man die 250 Punkte bei einem fiktiven Wert von 1 Cent pro Punkt auch wieder nach 250-300 Punkten pro "umerzogenem" Kunden wieder herein.

Es geht ja nicht um Neukundenakquise, sondern Prozesskostenverbilligung bei bereits bestehenden Kunden. Und hier wird -wie ein Vorredner schrieb- die Aktion wirklich seltsam: Man drückt mit unglaublichem Aufwand eine Co-Branding-Kreditkarte in den Markt und dann....
.... einige Monate später erzieht man die Leute wieder zum Einsatz von Ncht-Kreditkarten-Zahlungsverfahren. Dies spart zwar die Provisionsaufwendungen hinterlässt aber einen seltsamen Eindruck.

Bisher bin ich, der ich keine CC habe, mit dem Lastschriftverfahren bei DB vorzüglich durchgekommen. Warum die DB so viele Jahre damit gezögert hat, hatte ich nie verstanden.

Volle Zustimmung. Auf Seiten der Bahn geht es aber auch um irgendeine Art von Erlösteilung wenn die Kunden mit der Bahn/Commerzbank-Kreditkarte in "fremden" Läden einkaufen und ein Teil der Provisionen dann an die Bahn zurückfliesst. Genauen Prozentsatz kenne ich als Bahn-Kunde leider keinen.

Grüße GUM


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