Wenn die Kundschaft bockig ist... ;-) (Allgemeines Forum)

Blaschke, Sonntag, 30.01.2011, 10:02 (vor 5611 Tagen) @ moonglum

Guten Morgen!


Sonntagmorgens, Dienstbeginn 5:35 Uhr, die erste Regionalbahn von Diepholz nach Rotenburg (Wümme). Ein Abteil im n-Wagen ist mit unplanmäßig ausgeschiedenen Speiseresten verseucht und wird verschlossen. Passiert ist das Ganze am Abend davor - die Garnitur kommt gegen 0:49 Uhr aus Bremen. Natürlich fährt nachts niemand den Zug nach Osnabrück zum Reinigen - obwohl der Lokführer derselbe ist und die Stunden zwischen den Zügen in Diepholz dienstlich "absitzt".

Die Schaffnerin ist etwas grummelig ob dieser so typischen DB-Handlungsweise und telefoniert erstmal ausgiebig mit den entsprechenden Stellen. Für Bremen habe sie einen Reiniger bestellt. "Aber ich glaube kaum, dass das was wird". Die Überraschung auch bei der DB-Mitarbeiterin ist groß, als in Bremen - an einem Sonntagmorgen um 6:30 Uhr - ein Reiniger am Bahnsteig steht! Wer rechnet mit sowas?!

Der Wagen wird also gereinigt. Weil's natürlich noch müffelt, machen wir alle Fenster auf. Das Abteil lassen wir geöffnet, wer fährt schon zu der Uhrzeit bis Rotenburg (Wümme)?!

Es kommt, wie es kommen muß. In Bremen-Oberneuland steigt ein Fahrgast ein - obwohl der Zug menschenleer ist, setzt er sich ins besagte Abteil und macht alle Fenster zu! Und nörgelt anschließend bei der Schaffnerin rum, warum man denn wohl alle Fenster geöffnet habe. Dazu fiel ihr dann auch nix ein. Sie hat's dann hingenommen... In Rotenburg (Wümme) hatten wir ca 40 Min. Aufenthalt - also wieder die Fenster geöffnet.

Brachte aber auch nix, bis zur Abfahrt haben sich die ersten Fahrgäste wieder genau dort niedergelassen und einige Fenster geschlossen. Und das, obwohl es noch immer deutlich unangenehm riecht und obwohl auch dieser Zug megaleer ist. Wir haben es dann aufgegeben, des Fahrgastes Wille sei sein Himmelreich; fährt der Wagen halt den restlichen Tag stinkend durch die Welt - zum Glück mußte Blaschi nur zählen und nicht die Kundschaft in dem Abteil befragen (da hätte ich mich auch geweigert!).

Merke: Man muß die Kundschaft schon mit "Gewalt" aussperren, sonst hat's keinen Zweck.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom

blaschke


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