Zugchef im ICE 555 (Allgemeines Forum)
Na das ist nun wirklich mal wieder einer meiner langjährigen Favourites, stets voller Humor und Witz.
So beginnt der Tag gut!
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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Der Tag beginnt gut...
So beginnt der Tag gut!
Da hast du recht. Der Tag beginnt (für mich ist er schon "etwas" länger, da ich Nachtdienst hatte und schon um 00:30 Uhr aufgestanden bin) auch gut, denn der RE 5 ist tatsächlich pünktlich in Emmerich abgefahren - ich wusste gar nicht, daß das geht...
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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Der Tag beginnt gut...
denn der RE 5 ist tatsächlich pünktlich in Emmerich abgefahren - ich wusste gar nicht, daß das geht...
Wahrscheinlich wars der von gestern mit 24 Stunden Verspätung? ;-)
Bye. Flo.
Frei nach Udo Lindenberg ...
Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Emmrich
ich muß mal eben dahin, mal eben zu meiner Lok
ich muß da was fahren, 'nen langen Zug noch bis nach Lehrte
ich bin ein Fahrertalent, den Stromverbrauch zählend
Ich hab'n Tässchen Kaffee mit und das schmeckt sehr lecker
das schlürf' ich dann ganz locker mit dem vom großen Stellwerk
und ich sag: Ey, Kumpel, ich fahr' für wenig Money
die schwarze Lok - wenn Du mich läßt
all die ganzen Bummelzüge dürfen schon fahren
dürfen ihre heiße Luft nach Düsseldorf karren
nur der kleine Fabi - nur der kleine Fabi
der darf das nicht - und das versteh' ich nicht
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Frei nach Udo Lindenberg ...
Oh, was für ein Talent. Ist ja an dieser Stelle eine echte Verschwendung! Weiter so!!!
Frei nach Willem Duyn...
Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Emmrich
ich muß mal eben dahin, mal eben zu meiner Lok
ich muß da was fahren, 'nen langen Zug noch bis nach Lehrte
ich bin ein Fahrertalent, den Stromverbrauch zählendIch hab'n Tässchen Kaffee mit und das schmeckt sehr lecker
das schlürf' ich dann ganz locker mit dem vom großen Stellwerk
und ich sag: Ey, Kumpel, ich fahr' für wenig Money
die schwarze Lok - wenn Du mich läßt
all die ganzen Bummelzüge dürfen schon fahren
dürfen ihre heiße Luft nach Düsseldorf karren
nur der kleine Fabi - nur der kleine Fabi
der darf das nicht - und das versteh' ich nicht
"Sonderzug nach Pankow", doch?
Gibt es auch auf niederländisch.
Hintergrundgedanke: "einmal Bahn gefahren, nie wieder".
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
:-D
Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Emmrich
ich muß mal eben dahin, mal eben zu meiner Lok
ich muß da was fahren, 'nen langen Zug noch bis nach Lehrte
ich bin ein Fahrertalent, den Stromverbrauch zählendIch hab'n Tässchen Kaffee mit und das schmeckt sehr lecker
das schlürf' ich dann ganz locker mit dem vom großen Stellwerk
und ich sag: Ey, Kumpel, ich fahr' für wenig Money
die schwarze Lok - wenn Du mich läßt
all die ganzen Bummelzüge dürfen schon fahren
dürfen ihre heiße Luft nach Düsseldorf karren
nur der kleine Fabi - nur der kleine Fabi
der darf das nicht - und das versteh' ich nicht
Klasse!! :-D
Zugchef im ICE 555
Spätestens, wenn dieser Herr einmal einen MC als Zuhörer hat, werden seine Späßchen hoffentlich beendet sein. Es gibt Regelwerke, an die sich jeder zu halten hat.
Und ein in der Anzahl nicht zu unterschätzender Teil der Fahrgäste möchte seine Ruhe haben. Ansagen nach Vorschrift bitte - nicht mehr, nicht weniger.
Florian
Zugchef im ICE 555
Hey,
das ist ein älterer Herr, der keine komischen Durchsagen macht sonder immer total nett, persönlich und voller Humor und Mimikspielen mit den Reisenden redet, während er Tickets verkauft oder kontrolliert.
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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Zugchef im ICE 555
Hey,
das ist ein älterer Herr, der keine komischen Durchsagen macht sonder immer total nett, persönlich und voller Humor und Mimikspielen mit den Reisenden redet, während er Tickets verkauft oder kontrolliert.
Von deren Sorte es leider schon viel zu wenige gibt ;-(
Die meißten gucken einen doch wirklich so an wie sieben Tage Regenwetter
Ich kann ja verstehen das es schwierig ist so zu tun als ob Fahrkarten kontrollieren das schönste auf der Welt wäre, aber etwas Mühe kann man sich dabei doch wirklich geben !!
Zugchef im ICE 555
Moin!
Was auch immer ein "MC" ist.
Aber ich glaube du verwechselst Freundlichkeit und Humor mit Albernheit. Man kann auch freundlich sein und sich trotzdem an Vorschriften halten.
Ach ja, du schreibst, daß die meisten Fahrgäste ihre Ruhe haben wollen. Dann war ein Zugchef in einem IC von Hannover nach Dortmund oder Duisburg (weiß ich nicht mehr genau, wo ich da hingefahren bin) vor ein paar Monaten genau das Richtige für dich: Auf der gesamten von mir genutzten Strecke gab es genau eine Ansage: "Betreuer bitte mal beim Zugchef melden." Ansonsten herrschte Funkstille.
Viele Grüße
fabs
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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Zugchef im ICE 555
Was auch immer ein "MC" ist.
Dabei dürfte es sich wohl um einen "Mystery Customer" handeln.
Aber ich glaube du verwechselst Freundlichkeit und Humor mit Albernheit. Man kann auch freundlich sein und sich trotzdem an Vorschriften halten.
Oder er gehört zu denjenigen DB-Spitzeln, die den Zubs durch das Pochen auf unsinnige Regelstrenge den Spaß an der Arbeit verderben. Wenn ich mich nicht täusche, fällt er nicht zum ersten Mal mit derartigen Äußerungen auf.
[OT] MC
Was auch immer ein "MC" ist.
Dabei dürfte es sich wohl um einen "Mystery Customer" handeln.
Oder aber darum: MC. Dieser ist allerdings nur in besonderen ICE im Einsatz.
Schönen Freitag wünscht
<-ICE-><-ICE->
Zugchef im ICE 555
Spätestens, wenn dieser Herr einmal einen MC als Zuhörer hat, werden seine Späßchen hoffentlich beendet sein.
Soso, ein MC kontrolliert Deiner Meinung nach also die Ansagen. Ist leider falsch, denn das ist der RIX-Prüfer. Sollte man schon wissen, wenn man was beanstandet.
Schon mal daran gedacht,...
das ist ein älterer Herr, der keine komischen Durchsagen macht sonder immer total nett, persönlich und voller Humor und Mimikspielen mit den Reisenden redet, während er Tickets verkauft oder kontrolliert.
Von deren Sorte es leider schon viel zu wenige gibt ;-(
Die meißten gucken einen doch wirklich so an wie sieben Tage Regenwetter
...daß diejenigen, die wie "sieben Tage Regenwetter" gucken, eventuell eine Verletzung bzw. Fehlfunktion der Gesichtsnerven haben? Das gibt es tatsächlich, wobei bei der "Fehlfunktion" gemeint ist, daß die Gesichtsnerven bestimmte Befehle des Gehirns nicht (vollständig) verarbeiten und umsetzen können.
Andererseits gibt es Menschen, die das "freundlich gucken" schlichtweg aufgrund diverser persönlicher Lebensumstände nicht (vollständig) er- bzw. schon wieder verlernt haben. Gibts auch. Das Problem habe ich nämlich. Darauf kam ich allerdings erst, als ich letztes Jahr wegen einem Arbeitsunfall zu einem Traumatologen kam - und dieser das in den vielen Gesprächen feststellte.
Auf diejenigen, die mich nicht kennen, wirke ich oft verbissen und werde als unfreundlich eingeschätzt, während mein Freundekreis weiß, daß dem nicht so ist.
Ich kann ja verstehen das es schwierig ist so zu tun als ob Fahrkarten kontrollieren das schönste auf der Welt wäre, aber etwas Mühe kann man sich dabei doch wirklich geben !!
Klar doch. Diejenigen die entweder eines oder beide der von mir beschriebenen Probleme haben, schnippen mal kurz mit den Fingern und schon läuft es - oder wie stellst Du Dir das vor? Wenn ich glaube, daß ich freundlich lächele, fragen mich immer noch sehr viele, warum ich so böse gucke.
Du unterliegst hier einem Fehl(Vor-)urteil, weil Du das nicht kennst. Die Betroffenen leiden jedoch selbst darunter, eben weil sie von der breiten Masse anders wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind.
Natürlich gibt es auch Mitarbeiter, die einen schlechten Tag haben (hatten) und das irgendwann auch nicht mehr verstecken können und schauspielerische Fähigkeiten besitzen zu müssen, steht nicht im Anforderungsprofil des Zub.
In dem Sinne...
Der MC kann auch ein Motorradclub sein...
...oder der Mystery Customer heißt MC, nutzt Musikkassetten (die hießen damals MC) und gehört einem Motorradclub an... ;-)
Bitte schreibe ein Buch über Deine Erfahrungen und mehr...
Ich bin immer wieder angenehm von Dir überrascht, wenn Du aus Deinem wirklich sehr interessanten Erfahrungsschatz berichtest. Nach reiflicher Überlegung und aufgrund Deiner sehr guten sprachlichen Ausdrucksweise möchte ich Dir einen Vorschlag machen, den ich zu 100% ernst meine:
Warum schreibst Du nicht ein Buch über Deine ganzen zahlreichen und lehrreichen Erlebnisse. Erfahrungen und Wissen aus dem Alltag eines Zubs bei der Bahn, in anonymer Form? Das wäre sicherlich eine große Wohltat, im Vergleich zum sonstigen Allerlei und manchmal auch "Gebashe" von einigen anderen Autoren.
Der Bedarf scheint da zu sein und einige Verlage zeigen bestimmt Interesse.
Kürzlich las ich z.B.: '"Die Rechnung, bitte!": Bekenntnisse eines Kellners', da kam mir dieser Gedanke.
Wie gesagt, ich meine das ernst und ich glaube, daß Du der richtige Mann dafür wärst :-)
MC
Moin!
Was auch immer ein "MC" ist.
1. Master of Ceremony, populär Rapper(in), wie etwa die Jungs von den fantastischen Vier, oder MC Lyte.
2. IT-Autokennzeichen für Macerata.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
MC
Was auch immer ein "MC" ist.
1. Master of Ceremony, populär Rapper(in), wie etwa die Jungs von den fantastischen Vier, oder MC Lyte.
Es gibt(gab) auch noch "Ice MC", was aber wohl nur diejenigen kennen, die sich für die Musik der 80er interessieren.
2. IT-Autokennzeichen für Macerata.
Oder das Autokennzeichen für Malchin.
Oder es sind römische Zahlen, dann steht MC für die Zahl 1100.
Weitere Bedeutungen gibt es hier! *g*
Ich werde mich hüten...
Ich bin immer wieder angenehm von Dir überrascht, wenn Du aus Deinem wirklich sehr interessanten Erfahrungsschatz berichtest.
Danke.
Nach reiflicher Überlegung und aufgrund Deiner sehr guten sprachlichen Ausdrucksweise möchte ich Dir einen Vorschlag machen, den ich zu 100% ernst meine:
Warum schreibst Du nicht ein Buch über Deine ganzen zahlreichen und lehrreichen Erlebnisse. Erfahrungen und Wissen aus dem Alltag eines Zubs bei der Bahn, in anonymer Form? Das wäre sicherlich eine große Wohltat, im Vergleich zum sonstigen Allerlei und manchmal auch "Gebashe" von einigen anderen Autoren.
Der Bedarf scheint da zu sein und einige Verlage zeigen bestimmt Interesse.
Kürzlich las ich z.B.: '"Die Rechnung, bitte!": Bekenntnisse eines Kellners', da kam mir dieser Gedanke.
Muß ich ablehnen. Da hat neben den hier bekannten DB-Aufpassern bestimmt mein Chef was dagegen. Außerdem gibt es das schon:
Warum soll ich mich da noch hinsetzen und schreiben? Wer will denn ständig was von ausgefallenen Klimaanlagen und anderen Problemen bei der DB lesen? Die sind doch größtenteils bekannt. Und welche "tollen" Kollegen ich habe - besonders in Berlin - naja... Zumindest kann ich mir inzwischen vorstellen, warum das Berliner Zub (von wohltuenden Ausnahmen abgesehen) nicht gerade beliebt bei den anderen Einsatzstellen ist.
Wie gesagt, ich meine das ernst und ich glaube, daß Du der richtige Mann dafür wärst :-)
Frag doch mal den "Hansjörg Bender" aus der "WELT", vielleicht schreibt er was? ;-)
Gruß, Ralf
Bonusbeitrag für den Graukärtchenfahrer :-)
Eine Vorbemerkung für die Meckerköppe von wegen Zugnummer unkenntlich machen usw.: Ich habe die Story selbst erlebt, also kann die drinbleiben. Außerdem ist das schon ein paar Jährchen her. Rückschlüsse dürften demzufolge nicht mehr möglich sein. Diie originale Story steht in einem anderen Forum und da ich der Urheber bin...
Dann noch für die Nasen, die meinen Beitrag klauen und selbst zu Geld machen wollen: Den Hinweis auf das Urheberrechtsgesetz dürfte hier reichen.
Wie man Züge verspätet – oder: Wenn „Plan B“ nicht mehr funktioniert
Heute kam ich mit ICE 690 mit drei Stunden Verspätung in Berlin an, und das nur, weil die ZBSL an den „falschen“ (oder richtigen) Tf geriet. ;-)
Der ICE 690 wurde wegen Bauarbeiten im Raum Frankfurt über Frankfurt West – Gießen nach Kassel-Wilhelmshöhe umgeleitet. Bei meinem Kontrollgang durch die 1.Klasse kam mir ein Reisender entgegen, der mich auf seiner Meinung nach seltsame Geräusche u.a. im Wagen 11 aufmerksam machte. Ich ging also zum Wagen 11 und horchte auf die Geräusche. Tatsächlich war ein leichtes Rattern zu hören. Also schickte ich eine entsprechend codierte SMS an die ZBSL ab: Laufwerk defekt => Geräusche/unruhiger Lauf mit der erweiterten Erklärung „Wagenende 2, vermutl. leichte Flachstelle“. Die Wagen 9, 12 und 14 prüfte ich auch und setzte sicherheitshalber ebenfalls die vorgenannte SMS ab. Ich war noch gar nicht fertig mit dem Senden, klingelte das Diensthandy und die ZBSL war dran. Ich solle den Tf informieren, wir mögen am nächsten Bahnhof halten und die Wagen untersuchen. Der Hinweis der ZBSL lautete noch: bei Flachstelle größer als 4cm mit 160km/h weiterfahren und bei Flachstelle größer als 6cm den Zug aussetzen.
Da mir nicht ganz klar war, was mit "nächster Bahnhof" gemeint war, fragte ich nochmals nach, ob in Kassel-W. oder schon früher zu halten sei. Letzteres. Aha. Also zur Sprechstelle gelatscht und den Tf informiert.
Ich will nicht alles wiedergeben, aber in einer späteren Unterhaltung fanden wir beide es schon seltsam, daß die ZBSL mich anruft und mir aufträgt, dem Tf eine Anweisung zur wagentechnischen Untersuchung des Zuges zu erteilen. Warum ruft sie den Tf nicht selbst an und setzt mich lediglich in Kenntnis? Das wäre einfacher gewesen, ich habe schließlich nur die SMS abgesetzt.
In Kirchhain kamen wir dann im Überholungsgleis zum Halten, der Tf und ich untersuchten im Rahmen unserer Möglichkeiten nun die fraglichen Drehgestelle der Wagen 9-14. Natürlich konnten wir nichts feststellen, woher auch?
Nun kommt Plan B: Der sieht genau diesen Fall vor, verbunden mit der Entscheidung, daß der Tf sagt: „Weiterfahren“. Zu 99% klappt das auch.
Aber hier nicht. Der Tf rief die ZBSL (?, den Hotliner, wen auch immer – ich habe es vergessen, da es für mich nicht vorrangig wichtig war) an und teilt denen mit, daß er das nicht entscheiden könne, weil
- er weder die technische Erfahrung (woher auch?)
- noch irgendwelche Hilfsmittel dabei hat, um eventuelle Schäden vermessen zu können (hier die womögliche Flachstelle) und schlußendlich
- Laufwerksuntersuchungen nur Bordtechniker/Wagenmeister machen dürfen.
Da war plötzlich Polen offen, denn den Fall sah Plan B nicht vor. Also entschied die ZBSL, den Zug solange stehenzulassen, bis ein Bordtechniker die Wagen untersucht und über die mögliche Weiterfahrt entschieden hat. Gegen 14.30 Uhr (der Zug stand schon eine gute Stunde in Kirchhain) tauchte dann der zuständige Notfallmanager auf. In ziemlich scharfen Ton fragte er den Tf u.a., warum er nach der Untersuchung des Zuges nicht weiterfuhr, den Zug nicht am Bahnsteig zum Halten brachte und noch einiges mehr.
Der Tf gab ihm entsprechend Bescheid, nämlich
- über die Länge der am Bahnsteig haltenden Züge in Ausnahmefällen,
- Sicherung der Reisenden,
- dem laut RiL 408 vorgeschriebenen Halteplatz der Züge, wenn es keine H-Tafel gibt,
- wer Drehgestelluntersuchungen an Wagen machen darf (Tf gehören nicht dazu) und
- wie man bitteschön die Drehgestelle untersuchen soll, wenn der Zug am Bahnsteig steht?
Zu mir war der Notfallmanager sch***freundlich, ich könne nichts dafür, usw. usf. Bla bla bla. Ach... Zu mir sch***freundlich, aber den Tf , der genauso wenig dafür kann, niedermachen wollen? Sehr fragwürdig das Ganze. :-(
Nachdem der Notfallmanager wieder von seiner Palme herunterkam, begann dann endlich die Untersuchung der Drehgestelle, denn mittlerweile war auch der Bordtechniker eingetroffen. Auf der linken Seite gab es keine Auffälligkeiten. Auf der anderen Seite kroch der Bordtechniker am Wagen 9 verdächtig lange am Drehgestell herum. Später stellte sich heraus, daß er dort sogenannte Ausbröcklungen fand (das sind Löcher in der Lauffläche des Rades).
Der Bordtechniker fuhr noch bis Göttingen mit, um die Geräusche im Wageninneren festzustellen, und zwar bei den Geschwindigkeiten 50 km/h, 80 km/h und 120 km/h. Dabei stellte er eine leichte Flachstelle am Wagen 11 fest. Da der Notfallmanager verständlicherweise an den Personalien des Reisenden interessiert war, der die Beobachtungen der ungewöhnlichen Geräusche (siehe oben) machte, tätigte ich eine entsprechende Ansage, daß er (der Reisende) sich bitte am Dienstabteil einfinden möge. Wer kam? Richtig! Niemand! Hätte mich auch gewundert.
Erstaunlicherweise war es im Zug recht ruhig – bis auf die obligatorische „goldene Ausnahme“. In jedem verspäteten Zug gibt es mindestens einen Spinner, der herumblökt von wegen böse Bahn. Aber wir (Zub und Gastropersonal) hatten so ziemlich alles getan, was man tun sollte:
- regelmäßige Ansagen
- warum der Zug steht,
- wie lange es noch dauert,
- welche Folgemaßnahmen getroffen wurden
- Ansage über die Ausgabe von Freigetränken
- Ausgabe der Freigetränke
- Ansage über die Verteilung der Gutscheinkarten und Ausgabe derselben.
Als der Zug dann endlich wieder rollte, kam das bei Verspätungen übliche Geschleime.
Mit der Abfahrt des ICE 690 in Kirchhain hatte der Zug mittlerweile eine Verspätung von 140 Minuten. Der Bordtechniker beobachtete bis Göttingen weiter die Geräuschkulisse in den Wagen 9 und 11 und entschied dann, daß der Zug nur noch mit 160 km/h bis Berlin fahren dürfe. Na, gute Nacht aber auch. Damit war eine weitere Verspätung vorhersehbar. :-(
Da unmittelbar hinter uns der ICE 108 fuhr, rief ich die mittlerweile zuständige Transportleitung in Hannover an und schlug vor, daß die Reisenden in Hildesheim aus dem 690 aus- und in den nachfolgenden 108 einsteigen und somit wenigstens ihre paar Anschlüsse in Berlin noch erreichen können. Erstaunlicherweise ging das problemlos. Die Transportleitung informierte auch die Lautsprecherbediener in Braunschweig, so daß die dort wartenden Reisenden gleich in den 108 einsteigen würden. :-)
Als wir dann in Braunschweig ankamen, wollten dennoch etliche Reisende in den ICE einsteigen, was ich durch eine Ansage im Zug über die zu erwartende Ankunft des 690 in Berlin gleich wieder abbog. ;-)
In Wolfsburg wurde unser 690 dann auch folgerichtig vom 108 überholt. Wir fuhren dann ganz entspannt mit 25 im Zug verbliebenen Reisenden nach Berlin.
Fazit:
- 1. Wenn ein Reisender das Zub auf irgendeine Unregelmäßigkeit im Zug anspricht, gehe dem nach und setze auch eine Meldung an die zuständige Stelle ab.
- 2. Schreib Dir sicherheitshalber die Personalien des Reisenden auf, es könnte auch sein, daß er Dich veralbern will. Um an die Personalien zu kommen, nimm ggf. Polizei mit (sofern vorhanden) und/oder laß Dir eine schöne Geschichte einfallen, damit der Reisende sie Dir freiwillig gibt.
- 3. Den Schicht-Gruppenleiter rufe lieber nicht an (ich bekam von dem nur eine blöde Abfuhr, weil angeblich nicht zuständig), sondern telefoniere gleich mit Deinem Gruppenleiter (das hat der Tf und auch ich gemacht), damit er informiert ist.
- 4. Laß Dir die Personalien und Telefonnummer der Beteiligten geben (haben der Tf und ich auch gemacht).
- 5. Informiere Gott und die Welt, sonst sind sie eingeschnappt. ;-) Außerdem kann sich so der eine oder andere später schwerer herausreden, weil angeblich nicht informiert.
- 6. Mache ausreichend Ansagen und gib Freigetränke aus. Je weniger Reisende herumblöken und Dir und Deinen Kollegen auf den Wecker fallen, desto besser.
- 7. Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Du tun sollst (hier weiterfahren oder nicht), entweder laß die Karre stehen oder such Dir jemanden, der die Verantwortung für’s Weiterfahren übernimmt. Falls es schiefgeht, bist Du fein raus.
- 8. Laß Dich nicht einschüchtern! Nur weil es keinen Plan C gibt, wenn Plan B nicht funktioniert – Du bist nicht schuld.
- 9. Du mußt Dich nicht an Plan B halten! Das ist nur gut für die übrigen Beteiligten. Wenn etwas schiefgeht, dann hast nur Du die A***karte. Und das kann es wohl nicht sein.
Hab ich was vergessen? - Nein.
Es war eine tolle Zusammenarbeit mit den Tf (es wurde unterwegs noch zweimal gewechselt, einmal in Schlierbach und einmal in Wolfsburg) und dem Bordtechniker. Die Kollegen der Transportleitungen in Frankfurt und Hannover waren auch sehr fürsorglich, die notwendigen Informationen kamen problemlos und auch die daraus resultierenden Maßnahmen funktionierten reibungslos. Das Gastroteam und die Zub- Kollegen zwischen Frankfurt West und Berlin wußten ohne große Worte, was zu tun war. Trotz der hohen Verspätung hat die Arbeit Spaß gemacht. Und das will was heißen... :-)
Gruß, Ralf
(der das trotzdem nicht wieder haben will)
Danke & Respekt
Danke für den Einblick und Respekt!
Respekt:
1. für's Ernstnehmen der Fahrgastmeldung trotz des erwartbaren Zusatzaufwands
2. für den TF, sich klar an seiner Verantwortlichkeit zu orientieren trotz des Widerspruchs zu "Plan B"
Chapeau!
Unfassbare Zustände bei der DB AG!
Also schickte ich eine entsprechend codierte SMS an die ZBSL ab: Laufwerk defekt => Geräusche/unruhiger Lauf mit der erweiterten Erklärung „Wagenende 2, vermutl. leichte Flachstelle“. Die Wagen 9, 12 und 14 prüfte ich auch und setzte sicherheitshalber ebenfalls die vorgenannte SMS ab. Ich war noch gar nicht fertig mit dem Senden, klingelte das Diensthandy und die ZBSL war dran. Ich solle den Tf informieren, wir mögen am nächsten Bahnhof halten und die Wagen untersuchen. Der Hinweis der ZBSL lautete noch: bei Flachstelle größer als 4cm mit 160km/h weiterfahren und bei Flachstelle größer als 6cm den Zug aussetzen.
Aber hier nicht. Der Tf rief die ZBSL (?, den Hotliner, wen auch immer – ich habe es vergessen, da es für mich nicht vorrangig wichtig war) an und teilt denen mit, daß er das nicht entscheiden könne, weil
- er weder die technische Erfahrung (woher auch?)
- noch irgendwelche Hilfsmittel dabei hat, um eventuelle Schäden vermessen zu können (hier die womögliche Flachstelle) und schlußendlich
- Laufwerksuntersuchungen nur Bordtechniker/Wagenmeister machen dürfen.
Das ist aus meiner Sicht eine Berichterstattung über wirklich ganz unfassbare Zustände bei der Deutschen Bahn AG. Selbstverständlich kann ein Triebfahrzeugführer nicht (ICE-) Laufwerksuntersuchungen vornehmen! Und das ordnet die ZBSL an???
Das finde ich absolut besorgniserregend!!!!!
Schon mal daran gedacht,...
...daß diejenigen, die wie "sieben Tage Regenwetter" gucken, eventuell eine Verletzung bzw. Fehlfunktion der Gesichtsnerven haben? Das gibt es tatsächlich, wobei bei der "Fehlfunktion" gemeint ist, daß die Gesichtsnerven bestimmte Befehle des Gehirns nicht (vollständig) verarbeiten und umsetzen können.
Eine solche Person kenne ich auch Sie arbeitet zwar nicht bei der Bahn. Ich treffe Sie aber trotzden öfters im Duisburger Hbf an.
Andererseits gibt es Menschen, die das "freundlich gucken" schlichtweg aufgrund diverser persönlicher Lebensumstände nicht (vollständig) er- bzw. schon wieder verlernt haben. Gibts auch. Das Problem habe ich nämlich. Darauf kam ich allerdings erst, als ich letztes Jahr wegen einem Arbeitsunfall zu einem Traumatologen kam - und dieser das in den vielen Gesprächen feststellte.Auf diejenigen, die mich nicht kennen, wirke ich oft verbissen und werde als unfreundlich eingeschätzt, während mein Freundekreis weiß, daß dem nicht so ist.
Meiner Erfahrung nach waren die Zugbegleiter die beim ersten Eindruck komisch auf mich wirkten dann auch in wirklichkeit komisch zu mir. Da wärst Du dann vielleicht eine Ausnhme?
Klar doch. Diejenigen die entweder eines oder beide der von mir beschriebenen Probleme haben, schnippen mal kurz mit den Fingern und schon läuft es - oder wie stellst Du Dir das vor? Wenn ich glaube, daß ich freundlich lächele, fragen mich immer noch sehr viele, warum ich so böse gucke.Du unterliegst hier einem Fehl(Vor-)urteil, weil Du das nicht kennst. Die Betroffenen leiden jedoch selbst darunter, eben weil sie von der breiten Masse anders wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind.
Natürlich gibt es auch Mitarbeiter, die einen schlechten Tag haben (hatten) und das irgendwann auch nicht mehr verstecken können und schauspielerische Fähigkeiten besitzen zu müssen, steht nicht im Anforderungsprofil des Zub.
Es sind schließlich auch nur Menschen und keine Maschienen und selbst die gehen auch mal kaputt. :)
In dem Sinne...
Grüße Andreas
Zurückgesch(l)ossen
Mahlzeit!
Eine Vorbemerkung für die Meckerköppe von wegen Zugnummer unkenntlich machen usw.: Ich habe die Story selbst erlebt, also kann die drinbleiben. Außerdem ist das schon ein paar Jährchen her. Rückschlüsse dürften demzufolge nicht mehr möglich sein. Diie originale Story steht in einem anderen Forum
Sogar wortgleich ;-) Wenn dann die Angabe "heute" im "anderen Forum" stimmt, dann ist's nicht weiter schwer, das Datum zu "erraten" ;-) (wobei es angesichts der Uhrzeit des Beitrages dort dann eher "gestern" war *g*)
Und wer weiß, vielleicht war damals jemand noch nicht in der Plüschetage, entdeckt jetzt die Story hier und kommt auf die Idee "Ich muß auch mal was sinnvolles machen". Dann wird erstmal alles aufgewärmt. ;-)
die ZBSL
Bleibt nur noch die Frage, wer oder was die ZBSL sein könnte. Das Abkürzungsverzeichnis hier kennt die Buchstabenkombination nicht, das bei DS-O Verlinkte ebenfalls nicht. Meine Bahninsiderbekannten sind nicht erreichbar und Google wirft auch nichts brauchbares raus; die "Zentralstelle für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kt. Bern" wird es sicher nicht sein. Bleibt nur das Selbstdenken. Was die Wörter "Zentralbereich Sicherheit Leitung" hervorbrachte. Klingt nicht allzu melodisch, aber irgendwo logisch ;-) Aber ist - Logik und DB, nun ja - bestimmt völlig falsch.
Deswegen - falls es nicht zu intern sein sollte und eine Veröffentlichung ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen würde - täte mich die korrekte Langbezeichung schon interessieren! Nicht, dass ich nachher jahrelang was Falsches denke... Vielen Dank in voraus!
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
nachgedacht....
Bleibt nur noch die Frage, wer oder was die ZBSL sein könnte. Das Abkürzungsverzeichnis hier kennt die Buchstabenkombination nicht, das bei DS-O Verlinkte ebenfalls nicht. Meine Bahninsiderbekannten sind nicht erreichbar und Google wirft auch nichts brauchbares raus; die "Zentralstelle für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kt. Bern" wird es sicher nicht sein. Bleibt nur das Selbstdenken. Was die Wörter "Zentralbereich Sicherheit Leitung" hervorbrachte. Klingt nicht allzu melodisch, aber irgendwo logisch ;-) Aber ist - Logik und DB, nun ja - bestimmt völlig falsch.
Es könnte auch Zentrale Betriebsstellen Leitung heißen.
Deswegen - falls es nicht zu intern sein sollte und eine Veröffentlichung ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen würde - täte mich die korrekte Langbezeichung schon interessieren! Nicht, dass ich nachher jahrelang was Falsches denke... Vielen Dank in voraus!
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vomblaschke
Grüße Andreas
Zurückgesch(l)ossen
Eine Vorbemerkung für die Meckerköppe von wegen Zugnummer unkenntlich machen usw.: Ich habe die Story selbst erlebt, also kann die drinbleiben. Außerdem ist das schon ein paar Jährchen her. Rückschlüsse dürften demzufolge nicht mehr möglich sein. Diie originale Story steht in einem anderen Forum
Sogar wortgleich ;-) Wenn dann die Angabe "heute" im "anderen Forum" stimmt, dann ist's nicht weiter schwer, das Datum zu "erraten" ;-) (wobei es angesichts der Uhrzeit des Beitrages dort dann eher "gestern" war *g*)
Das finde ich ja gerade besonders besorgniserregend. Der Original-Bericht ist - wie jeder unschwer und ohne großen Zeitaufwand finden kann - am 13.07.2008, 02:29 von liebe70 verfasst worden.
Das war also drei bzw. vier Tage nach dem ICE-Unglück vom 09.07.2008 in Köln. Und da wurde dann die Anweisung gegeben, dass ein Triebfahrzeugführer auf freier Strecke Prüfungen vornehmen soll, die er gar nicht durchführen kann? Ziemlich "dolles Ding", wie ich finde!
die ZBSL
Bleibt nur noch die Frage, wer oder was die ZBSL sein könnte.
Auf jeden Fall ja wohl die für solche gravierenden Störungen zuständige Stelle!
(Zentrale Bereitstellungsleitung oder so oder anders - liebe70 weiß es sicher ganz genau).
geraten....
Bleibt nur noch die Frage, wer oder was die ZBSL sein könnte. Das Abkürzungsverzeichnis hier kennt die Buchstabenkombination nicht, das bei DS-O Verlinkte ebenfalls nicht. Meine Bahninsiderbekannten sind nicht erreichbar und Google wirft auch nichts brauchbares raus; die "Zentralstelle für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kt. Bern" wird es sicher nicht sein. Bleibt nur das Selbstdenken. Was die Wörter "Zentralbereich Sicherheit Leitung" hervorbrachte. Klingt nicht allzu melodisch, aber irgendwo logisch ;-) Aber ist - Logik und DB, nun ja - bestimmt völlig falsch.
Es könnte auch Zentrale Betriebsstellen Leitung heißen.
Oder
- Zug-Betriebsstellenleitung
- Zugkoordination Berlin-Süd/Lichtenberg
- Zentrale Bahn-Schlaumeier Lüneburg *scherz*
- Zentralstelle für Berliner Stations- und Lokpersonal
- Zentrum für Bahn-Sichtungs-Logistik
- Zugbetriebs- und Sicherungs-Leitstelle
- Zurückbau Bahnhöfe und Signale Leipzig (ach nee, DB Netz sitzt ja in Frankfurt)
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geraten....
Oder
Zug-Betreuung-Schwer-Lädiert
???
ZBSL
die ZBSL
Bleibt nur noch die Frage, wer oder was die ZBSL sein könnte.
Lol. Genau die Frage hab ich mir nach dem interessanten Beitrag auch gestellt. Google zeigte "Zentrale Bereitstellungsleitung" an.
Bye. Flo.
(Z)BSL
die ZBSL
Bleibt nur noch die Frage, wer oder was die ZBSL sein könnte.
Lol. Genau die Frage hab ich mir nach dem interessanten Beitrag auch gestellt. Google zeigte "Zentrale Bereitstellungsleitung" an.
Bye. Flo.
Google immer sehr, sehr gut! ;-)
Hier gibt es auch ein Abkürzungsverzeichnis:
http://www.bahnseite.de/purespace/Abkuerzungen.html
Dass "BSL" in diesem Fall "Bereitstellungsleitung" heißt, dürfte wohl ziemlich sicher sein ;-).
Aber das "Z"?
Ein großes aufgemaltes Z trugen ja die Dampflokomotiven, die auf dem toten Gleis ausgemustert standen...hmhmhm...die waren aber nicht mehr "bereitgestellt" sondern "abgestellt"....
Gute Nacht und unfallfreie Fahrt wünscht
Stefan
Unfassbare Zustände bei der DB AG? Wohl eher alter Quark.
Also schickte ich eine entsprechend codierte SMS an die ZBSL ab: Laufwerk defekt => Geräusche/unruhiger Lauf mit der erweiterten Erklärung „Wagenende 2, vermutl. leichte Flachstelle“. Die Wagen 9, 12 und 14 prüfte ich auch und setzte sicherheitshalber ebenfalls die vorgenannte SMS ab. Ich war noch gar nicht fertig mit dem Senden, klingelte das Diensthandy und die ZBSL war dran. Ich solle den Tf informieren, wir mögen am nächsten Bahnhof halten und die Wagen untersuchen. Der Hinweis der ZBSL lautete noch: bei Flachstelle größer als 4cm mit 160km/h weiterfahren und bei Flachstelle größer als 6cm den Zug aussetzen.
Aber hier nicht. Der Tf rief die ZBSL (?, den Hotliner, wen auch immer – ich habe es vergessen, da es für mich nicht vorrangig wichtig war) an und teilt denen mit, daß er das nicht entscheiden könne, weil
- er weder die technische Erfahrung (woher auch?)
- noch irgendwelche Hilfsmittel dabei hat, um eventuelle Schäden vermessen zu können (hier die womögliche Flachstelle) und schlußendlich
- Laufwerksuntersuchungen nur Bordtechniker/Wagenmeister machen dürfen.
Das ist aus meiner Sicht eine Berichterstattung über wirklich ganz unfassbare Zustände bei der Deutschen Bahn AG.
Wieso? Der nächste "technische Beamte" am Zug ist nun mal der Tf. Daß seine Ausbildung (die eines Tf allgemein) nicht so weit reichte, zu entscheiden, ob der Zug weiterfahren kann oder nicht, steht auf einem völlig anderen Blatt - und wurde inzwischen korrigiert. Mittlerweile geht die DB zur sicheren Seite hin. Das hat man gelernt. Dein Aufschrei ist also vollkommen unbegründet. Die Handlungsweise von heute ist eine ganz andere als die von 2008. Ist doch gut so.
Selbstverständlich kann ein Triebfahrzeugführer nicht (ICE-) Laufwerksuntersuchungen vornehmen! Und das ordnet die ZBSL an???
Das finde ich absolut besorgniserregend!!!!!
Verstehe ich nun auch nicht gerade. Die Regelungen wurden ja mittlerweile angepaßt. Nach dem Ereignis von Bielefeld wurde entschieden, daß die letzte Entscheidung, ob ein Zug wegen ausgefallener Klimaanlage(n) weiterfährt oder nicht, der Zf trifft. Da können die Transportleitungen hoch und niedrig springen, wenn der Zf entscheidet, daß der Zug stehenbleibt, dann ist das so.
Ich finde es gut, daß die DB dazugelernt hat. Sie sind zwar bitterböse auf die Schnauze gefallen und haben unendlich viel Lehrgeld gezahlt, aber da der Lerneffekt eintrat... Lieber so als andersrum. Da muß man sich auch nicht mehr darüber erregen.
Noch ein Lerneffekt, dieses Mal bei mir: Solche Storys fallen eben zukünftig aus. Gibt es nur noch Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten... ;-)
Die ZBSL gibt es ja nun nicht mehr
Die zentrale (daher auch das "z") Bereitstellungsleitung hat schon länger einen anderen Namen. Sie heißt nun HfB - und die Abkürzung gibt es nicht beim Gockel. Zumindest nicht in Verbindung mit der DB. :-)
Alter Quark der nicht mehr zutrifft
Das ist aus meiner Sicht eine Berichterstattung über wirklich ganz unfassbare Zustände bei der Deutschen Bahn AG.
Wieso? Der nächste "technische Beamte" am Zug ist nun mal der Tf. Daß seine Ausbildung (die eines Tf allgemein) nicht so weit reichte, zu entscheiden, ob der Zug weiterfahren kann oder nicht, steht auf einem völlig anderen Blatt - und wurde inzwischen korrigiert. Mittlerweile geht die DB zur sicheren Seite hin. Das hat man gelernt. Dein Aufschrei ist also vollkommen unbegründet. Die Handlungsweise von heute ist eine ganz andere als die von 2008. Ist doch gut so.
Dann ist ja alles prima! Freut mich! :-)
Nur woher soll der geneigte Leser das wissen??? Da Du den Artikel heute (gestern) neu veröffentlicht hast, ging zumindest ich davon aus, dass es eine Story ist, wie sie auch in diesen Tagen mehr oder weniger oft zu erleben ist.
Selbstverständlich kann ein Triebfahrzeugführer nicht (ICE-) Laufwerksuntersuchungen vornehmen! Und das ordnet die ZBSL an???
Das finde ich absolut besorgniserregend!!!!!
Verstehe ich nun auch nicht gerade. Die Regelungen wurden ja mittlerweile angepaßt.
Danke für den Hinweis. Dann kann ich ja entspannt einer nächsten Reise entgegenblicken.
Ich finde es gut, daß die DB dazugelernt hat.
Das finde ich auch gut!
Noch ein Lerneffekt, dieses Mal bei mir: Solche Storys fallen eben zukünftig aus. Gibt es nur noch Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichten... ;-)
Eine "Friede-Freude-Eierkuchen-Geschichte" von Deinen Erlebnissen fände ich wirklich auch mal schön ;-). Aber sicher nicht nur ;-).
Vielleicht wäre es gut gewesen, gleich unmißverständlich deutlichzumachen, dass es eine Geschichte ist, die auf den heutigen Betriebsalltag nicht mehr zutrifft. Das hatte zumindest ich bisher nicht so verstanden.
Viele Grüße, alles Gute, danke für Deine Ergänzungen,
Stefan
Ice MC
Es gibt(gab) auch noch "Ice MC", was aber wohl nur diejenigen kennen, die sich für die Musik der 80er interessieren.
Ice MC ruled. :-) Von "Think about the Way" hatte ich sogar die Maxi... *schäm*
Hab grad mal gegoogelt, er hat sogar ne Website. Lol. http://www.icemc.co.uk/
Bye. Flo.
Bonusbeitrag für den Graukärtchenfahrer :-)
Danke für *meine* Geschichte :-)
aber....
[*]1. Wenn ein Reisender das Zub auf irgendeine Unregelmäßigkeit im Zug anspricht, gehe dem nach und setze auch eine Meldung an die zuständige Stelle ab.
[*]2. Schreib Dir sicherheitshalber die Personalien des Reisenden auf, es könnte auch sein, daß er Dich veralbern will. Um an die Personalien zu kommen, nimm ggf. Polizei mit (sofern vorhanden) und/oder laß Dir eine schöne Geschichte einfallen, damit der Reisende sie Dir freiwillig gibt.
...aufgrund dieser Aussage hätte ich Befürchtungen in Zukunft irgendeine Beobachtung dem ZUB mitzuteilen, denn ich möchte nicht von der Bahn AG Regressforderungen erhalten, warum der Zug wegen mir stoppen mußte.
Ich meine damit, wenn das Zub auch die Geräusche hört, kann doch ein Scherz ausgeschlossen werden?
Oder habe ich da was mitverstanden?