Railjet nach Frankfurt, Komfort aber nur bis München?! (Allgemeines Forum)

fjk, Mittwoch, 19.01.2011, 08:59 (vor 5624 Tagen) @ Fabian318

Dass es für den zufälligen Benutzer des Reiseauskunftsmediums sehr verwirrend aussieht, da sind wir uns doch hoffentlich einig?


Sind wir nicht, weil der zufällige Benutzer meistens nicht die Zuglaufansicht aufrufen wird (allenfalls auf Zwischenhalte anzeigen) und somit gar nichts davon sieht, dass unterwegs irgendwelche Komfortmerkmale u.U. wegfallen.

Hmm. Natürlich könnte man die Zuglaufansicht irgendwie als "Expertenwerkzeug" ansehen. Irgendwie. Und wie viel Wind ein zufälliger Benutzer machen würde, bzw. welche Brise er verträgt, nun, sei dahingestellt. Ich muss ja zugeben, dass mir das nur aufgefallen ist, weil die ursprüngliche Frage in meinen Ohren lautete "fährt der RJ jetzt wirklich bis Frankfurt oder vielleicht wie alle anderen nur bis München". Und im Lichte dieser Frage ist alles, was (und da scheinen sich ja nun wirklich alle einig: unrichtigerweise) München irgendwie hervorhebt sehr verdächtig - auch/gerade wenn es um eine Expertenfrage geht.

- Weil diese eben nur angezeigt werden (Ausnahme "Unkomfortmerkmal" hohe Auslastung), wenn sie auf den gesamten Abschnitt, den man zurücklegen will, zutreffend sind.

Was nicht wirklich sinnvoll ist: Futterkisten und Kinderbespaßung könnten mich ja auch auf einem Teilabschnitt meiner tatsächlichen Mitfahrt durchaus interessieren. Vielleicht aber auch noch Brezelverkäufer, Fahrgastbefrager, Tunnels, Brücken, Fahrkartenkontrollen und Funklöcher.

Das vornehmliche Problem ist, dass die Plüschetage im Prinzip genau den (billigen) Einbau solcher wichtiger Informationen meint, wenn davon geredet wird, dass die Information verbessert werden müsse - siehe "Zugkönntevollseinmeldung" und Ralfs Kommentare dazu. Dass man die fußasthmatische Oma, deren Zug ausfällt und die zwei Stunden auf den nächsten warten muss, vielleicht nicht nur eben über den nächsten Zug informiert, sondern auch auf die Bahnhofsmission hingewiesen werden könnte (idealerweise zur Voll-NP-Fahrkarte vielleicht sogar ein Kulanz-Lounge-Gutschein organisiert) - dafür barucht es sehendes, denkendes und entscheidungsbefähigtes und -fugtes Personal. Natürlich auch bei der Befüllung der Fahrplan- und anderer Auskunftsmedien, wobei natürlich jedem an jeder Stelle das ein oder andere Fehlerchen zugestanden werden muss ("Bei der Fülle des zu bearbeitenden Materials..."). Menschlich wäre das ja allemal. Aber dem Blechkameraden wird bekanntlich alternativlos geglaubt - da wäre ein bißchen drübergucken über den offenbar per Cut&Paste aus einem Münchener RJ erzeugten Datensatz sicherlich angebracht.

Die Vorstandsrunde möge schnell eine Richtlinie zur Vereinheitlichung der Komfortmerkmalseingabe bei grenzüberschreitenden Zügen erwirken und abnicken - statt gesunden Menschenverstand walten zu lassen...


Das ergibt ja keinen Sinn, weil grenzüberschreitende Züge auch in Österreich als Inlandszug genutzt werden, wo es dann wieder Uneinheitlichkeiten bei der Darstellung der Komfortmerkmale gibt. Dann heißt es nämlich: "Wieso hat der tolle Railjet keine Rollstuhlstellplätze usw., wo diese doch in jedem popeligen EC vorhanden sind"

Tja. Die Lösung solcher Probleme kann und darf eben nur allwissend-umsichtigen, mit mehreren MBAs und mindestens dem zweiten juristischen Staatsexamen ausgestatteten Richtlinienerstellern überlassen werden. Oder Accenture-Praktikanten, die auch schonmal S-Bahn gefahren sind. Wo sind nur meine Ironietags heut morgen?

stürzt sich ins Getümmel
fjk


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